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Inhaltsverzeichnis

DAX dank Fed auf Jahreshoch

Gestern hielt Ben Bernanke nach der US-Zinssitzung zum ersten Mal seit 98 Jahren, also seit Bestehen der Fed, eine Pressekonferenz ab. Die Transparenz solle damit erhöht werden, so hört man. Doch hat diese Pressekonferenz logischerweise die Transparenz nicht wirklich erhöht. Wie auch, die Fed informiert auch sonst ausführlich über ihre Ansichten. So gibt sie die Statements zur Zinssitzung bekannt und veröffentlicht die Sitzungsprotokolle.

Ich würde mich demnach eher fragen, ob die Fed nicht vielmehr neue Möglichkeiten auftun will, das amerikanische Volk zu beruhigen.

Das Statement der Fed zur Zinsentscheidung

Die Fed geht davon aus, dass die wirtschaftliche Erholung in den USA weiter in einem moderaten Tempo voranschreitet und sich der Arbeitsmarkt verbessert. Die Ausgaben der privaten Haushalte, wie auch die Unternehmensinvestitionen, gehen weiter nach oben. Allerdings bleiben die Investitionen im gewerblichen und öffentlichen Bausektor schwach, und auch der private Immobilienmarkt zeigt sich nach wie vor belastet.

Die Fed weist in ihrem Statement darauf hin, dass die Rohstoffpreise seit vergangenem Sommer angestiegen sind und Sorgen bezüglich der globalen Versorgung mit Erdöl den Anstieg des Ölpreises zusätzlich angeheizt haben. Diese Entwicklung wird als Hauptgrund für den Anstieg der Inflation in den vergangenen Monaten dargestellt. Die längerfristigen Inflationserwartungen seien jedoch stabil geblieben und der Anstieg bei der Kerninflation, also ohne Energie- und Nahrungsmittel, sei immer noch gedämpft.

Zudem unterstreicht die Fed ihre gesetzlichen Vorgaben, nämlich in den USA eine maximale Beschäftigung bei Preisstabilität zu fördern.

Dazu eine kurze Anmerkung: Hierin unterscheidet sich übrigens der Aufgabenbereich der Fed von der EZB erheblich! Die EZB ist lediglich der Preisstabilität verpflichtet und musste demnach mit Zinserhöhungen reagieren, da die Inflation in Europa über den angestrebten Zielkorridor um 2 % Inflation angestiegen ist. Die Fed ist hingegen neben der Preisstabilität auch dem Arbeitsmarkt bzw. der wirtschaftlichen Stabilität verpflichtet und das ist der Grund, warum sie zurzeit die Zinsen noch nicht anheben muss. In der Pressekonferenz erläuterte Ben Bernanke, dass in den USA im Vergleich zum Vorkrisenniveau immer noch 7 Mio. Arbeitsplätze fehlen.

Im weiteren Verlauf des Statements begründet die Fed somit ihr Festhalten an der Niedrigzinspolitik eben mit der hohen Arbeitslosigkeit im Vergleich zu der moderaten Kerninflation. Zusätzlich erläutert sie, dass der Preisanstieg bei Energie und Rohstoffen die Inflation angeheizt habe, dieser Effekt jedoch von vorübergehender Natur sei.

Insgesamt ist das Ziel der Fed eine höhere Ressourcenauslastung der Wirtschaft bei Preisstabilität.

Quantitative Easing 2 (QE2)

Desweiteren will die Fed, wie im November 2010 angekündigt, die zweite Runde des “quantitative easing”, also des Ankaufs von Staatsanleihen, Ende Juni 2011 auslaufen lassen. Allerdings soll die expansive Geldpolitik nicht aufgegeben werden, das heißt, der Bestand an Staatsanleihen soll nicht verringert werden. Vielmehr sollen die Einnahmen aus fälligen Papieren wieder in Staatsanleihen reinvestiert werden.

Anschließend bestätigte die Fed erneut, dass das aktuelle Zinsniveau von 0 bis 0,25 Prozent angesichts der genannten Faktoren auch für einen längeren Zeitraum gerechtfertigt sei.

Fazit

Die Fed hat also Sorgen, dass die Geldpolitik bald gestrafft werden würde, zerstreut. Analysten gehen nach dem Statement und der Pressekonferenz davon aus, dass unter Umständen sogar noch ein drittes Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen aufgelegt werden könnte. Das beruhigte insoweit die Märkte und führte im weiteren Verlauf zu einem Anstieg der US-Indizes Damit hat die Fed ihr Ziel offensichtlich erreicht.

DAX knackt Jahreshoch

Und so verwundert es nicht, dass der DAX heute sein Jahreshoch überwinden konnte:

Damit verliert das gelbe Rechteck an Bedeutung. Die Verzerrung in der Chartanalyse, die durch die Probleme in Nordafrika und durch die atomare Katastrophe in Japan verursacht wurde, scheint damit bis auf weiteres überwunden.

Mögliches Fehlsignal

Allerdings ist die Gefahr eines Fehlsignals noch nicht gebannt! Zwar hat der DAX auf Tageshoch geschlossen, das ist insoweit bullish, aber die rote Konsolidierungslinie konnte nicht überwunden werden. Auch wäre ein Anstieg um zwei oder mehr Prozent nach dem Bruch des Widerstandes ein deutlicheres Zeichen gewesen. Der Blick geht damit im weiteren Handel an die Nasdaq100:

Nasdaq100 überwindet Jahreshoch

Dazu noch der Chart des Nasdaq100, der gestern leider versehentlich nicht mitgeschickt wurde.

Nach der Fed-Sitzung überwand nun auch der Nasdaq100 sein Jahreshoch, das bei 2.403 Punkten lag. Heute eröffneten die Amis über diesem Niveau, kämpfen aber, während ich das schreibe, mit diesem Widerstand. Es muss jetzt auch hier zu dynamischen Anschlusskäufen kommen, damit das bullishe Signal bestätigt wird - ansonsten wird es brenzlig.

Fazit

Wird das Signal bestätigt, müssen wir auch mit der Fortführung der bisherigen Rally rechnen. Mit jedem weiteren Tag sinkt zudem die Gefahr eines Fehlsignals. Diese ungeheure Menge Geld, das sich auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten befindet, überkompensiert alle Krisen und zwingt die Märkte weiter auf Kurs gen Norden. Wir sehen in nahezu allen Anlageklassen, wie dieses Geld in die Märkte drängt und die Kurse steigen lässt.

Auch wenn Sie noch so pessimistisch sein sollten, stemmen Sie sich im Falle eines Ausbruchs nicht gegen diese Rally! Natürlich kann sie jederzeit enden. Aber so lange selbst solche Nachrichten, wie die atomare Katastrophe in Japan, die Märkte nur derart kurz negativ beeinflussen, muss man das als bullishes Zeichen für den weiteren Verlauf werten. Erinnern Sie sich an die Terroranschläge während der Rally 2003 bis 2007 - auch damals führten die niedrigen Zinsen dazu, dass all diese Ereignisse überkompensiert wurden.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind unerwartet deutlich um 25.000 auf 429.000 gestiegen. Analysten hatten dagegen einen Rückgang um 8.000 erwartet.

Das ist keine gute Entwicklung. Wir sehen nach dem langen Abwärtstrend nun seit drei Wochen einen deutlicheren Anstieg, so dass mittlerweile auch der Vierwochenschnitt wieder steiler zulegt. Natürlich muss sich zeigen, ob das nur eine vorübergehende Verschlechterung ist, aber im Moment gefällt mir diese Entwicklung nicht.

Der Index zu den anstehenden Hausverkäufen in den USA ist im März um 5,1 % gestiegen. Analysten hatten lediglich mit einem Zuwachs von 1,5 % gerechnet.

Wir sehen in den letzten Wochen an mehreren Stellen, dass sich der US-Immobilienmarkt erholt. Noch ist das ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es könnte aufgrund der moderaten wirtschaftlichen Erholung in den USA tatsächlich der zarte Anfang einer Trendwende werden. Ohne den US-Immobilienmarkt ist ein nachhaltiger, starker wirtschaftlicher Aufschwung in den USA kaum möglich. Sollte es sich demnach tatsächlich um eine Trendwende handeln, wäre das der entscheidende Faktor eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums.


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