In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Ein Leser fragte, warum ich denn nicht die US-Indizes in Euro darstelle, nur so könne man schließlich erkennen, dass der Anstieg der US-Indizes ...
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Inhaltsverzeichnis

Indizes in anderer Sichtweise

Ein Leser fragte, warum ich denn nicht die US-Indizes in Euro darstelle, nur so könne man schließlich erkennen, dass der Anstieg der US-Indizes hauptsächlich mit dem Verfall des Dollars zu tun habe. Wenn Sie mich schon länger lesen, wissen Sie, dass ich diese andere Darstellung von Indizes seit Jahren immer wieder vorgestellt habe.

Der Dow Jones in Euro umgerechnet ist rot gefärbt, der normale Dow Jones in Dollar schwarz. Da zunächst der Euro kriselte und jetzt erst der Dollar, sehen wir aktuell lediglich einen Ausgleich. In Euro fällt die Rally zwar etwas schwächer aus, aber mehr auch nicht.  Aber ganz Unrecht hat der Leser natürlich nicht, das wird in einer anderen Korrelation deutlicher:

Dow Jones in Australischem Dollar

Ganz anders sähe es nämlich aus, wenn man den Dow Jones in einer „rohstoffgedeckten“ Währung darstellt. Unter rohstoffgedeckte Währung ist in diesem Fall die Währung eines Landes zu verstehen, das über sehr viele Rohstoffe verfügt. Klassisches Beispiel ist der australische Dollar:


Und hier sieht man deutlich, dass die vermeintliche Rally zu einer Seitwärtsbewegung mutiert. Und das letzte Hoch hat das von Mitte 2010 nicht mehr übertreffen können.

Andererseits stellt sich natürlich die Frage, inwieweit dieser Vergleich zulässig ist. Natürlich boomt eine auf den Export von Rohstoffen basierende Wirtschaft, wenn die Weltwirtschaft boomt und somit viele Rohstoffe benötigt werden. Durch den Verkauf dieser Rohstoffe wertet die Währung auf. Und so würde man während eines weltwirtschaftlichen Booms bei nahezu jedem Index eine Abschwächung erkennen, wenn man ihn in einer rohstoffgedeckten Währung darstellt. Die verbleibende Frage lautet demnach: Ist der Dollar wirklich so stark gefallen?

Das Währungsproblem

Generell ist es schwierig, die Entwicklung einer Währung „wirklich“ zu bewerten, man müsste ihn in allen Währungen gewichtet darstellen. So etwas wurde auch versucht, es entstand der sogenannte US-Dollar-Index. Dieser vergleicht den US-Dollar mit einem Währungskorb aus sechs verschiedenen Währungen: Euro (Gewichtung 57,6 %), Yen (13,6 %), Britisches Pfund (11,9 %), Schwedische Krone (4,2 %) und Schweizer Franken (3,6 %):

Der Dollar-Index befindet sich seit nunmehr fast einem Jahr in einem deutlichen Abwärtstrend. Aktuell testet er die Niveaus von 2008 (nach dem Finanzmarktcrash) und Ende 2009. Doch von einem wirklichen Dollarverfall kann noch keine Rede sein, seit zwei bis drei Jahren läuft er eher seitwärts. Diese Entwicklung ist damit nicht ganz so dramatisch wie das Verhältnis des US-Dollars zum australischen Dollar.  

Fazit

Generell bleibt festzuhalten, und ich denke, darüber wird sich niemand wundern, der US-Dollar seit Mitte 2010 fällt. Allerdings nicht so stark, wie viele vielleicht gedacht oder befürchtet haben. Wichtige Niveaus wurden noch nicht unterschritten. Das kann natürlich jederzeit geschehen. Ein Ende der Dollarschwäche ist erst zu erwarten, wenn die Fed Zinserhöhungen ankündigt.

Einfluss des fallenden Dollars auf die Kurse der US-Unternehmen

Die US-Unternehmen machen zurzeit, wie man den aktuellen Unternehmensberichten entnehmen kann, Gewinne und sind damit meist mehr wert als noch vor einem Jahr. Gehen wir vereinfachend davon aus, dass sie real gleich viel wert sind, hätte die Abwertung des Dollars im vergangenen Jahr dazu geführt, dass ihr Dollar-Wert (der nominale Wert) gestiegen ist. Und damit ist ein Teil der Rally der US-Indizes ohne Frage auch der Abwertung des Dollars geschuldet.

Euro US-Dollar

Und da wir schon beim Thema sind, und die Feiertage eine Vertiefung des Themas ermöglichen, stelle ich Ihnen noch drei weitere Charts vor: Zunächst der bekannte Euro/Dollar Chart:

Der Euro ist nun über die Abwärtstrendlinie ausgebrochen. Das ist insoweit ein bullishes Zeichen für den Euro, wobei man wohl eher von einem bearishen Zeichen für den US-Dollar sprechen muss. Aber diese „Rally“ ist bisher eher mühsam verlaufen. Ich könnte mir daher vorstellen, dass es bereits an der 1,50er Marke, spätestens jedoch am letzten Hoch bei ca. 1,60 Dollar, schwer werden wird. Und hier muss man sich wieder bewusst werden, dass es überwiegend eine Dollarschwäche und keine Euro-Stärke ist. Der Euro hat schließlich angesichts der „Euro-Schuldenkrise“ erhebliche fundamentale Probleme.

Gold explodiert?

In den letzten beiden Charts geht es um das Lieblingsthema vieler Leser: Gold!

Am 05. April 2011 beschrieb ich dazu im Steffens Daily mehrere Varianten, darunter die bullishe:

„Bullisher wird es nach der Target-Trend-Methode, wenn das Niveau des gelben Targets (siehe blau gestrichelte Linie) nach oben aufgelöst wird. In diesem Fall wäre die Umkehrformation an diesem Target ein Fehlsignal und die Auflösung eines Fehlsignals muss immer als starkes Signal für die andere Richtung, in diesem Fall für die Bullen, gewertet werden.“

Genau das ist geschehen, und damit, spätestens aber mit dem Überwinden der 1.479 Dollar-Marke, wurde das rote Alpha-Target obsolet. Wir sehen zudem, dass der rote Aufwärtstrendkanal weiterhin in Ordnung ist. Damit kann die Rally weitergehen, wobei ich im Bereich der 1.500er – 1550er Marke mit einer Verlangsamung des Anstiegs oder sogar einer Konsolidierung rechne.

Gold in Euro

Und damit zum letzten und vielleicht interessantesten Chart heute:

Wenn wir schon bei der Darstellung von Indizes in anderen Währungen sind, hier der Gold-Chart in Euro. Und es zeigt sich, dass europäische Anleger, die nicht währungsgesichert in Gold investiert haben, weniger Spaß an ihrem Investment haben (je nach Einstieg), denn eigentlich ist seit einem Jahr nicht wirklich viel passiert. Gold bewegt sich in einer Art Seitwärtsrange.

Und daran zeigt sich, dass auch der Anstieg des Goldpreises (in Dollar) viel mit der Abwertung des Dollars zu tun hat.  Insgesamt sind also die Kursgewinne der jüngsten Zeit in einigen Anlageklassen tatsächlich von der Schwäche des Dollars getrieben. Geht die Dollarschwäche noch weiter, stehen somit weiteren Kursgewinnen in den US-Indizes und auch in den Rohstoffen nichts entgegen. Allerdings wird es schwierig, davon als Europäer zu profitieren, wenn man nicht gleichzeitig gegen den Dollar wetten will (Stichwort: Währungssicherung).

Und damit wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Osterfest!

 

Viele Grüße

 

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten

In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 13.000 auf 403.000 Anträge zurückgegangen. Analysten hatten einen Rückgang auf 395.000 Anträge erwartet, nach 416.000 zuvor. Im aussagekräftigeren Vier-Wochen-Schnitt stieg die Zahl um 2.250 auf 399.000 Anträge.

Der bisherige Abwärtstrend ist nun endgültig vorbei. Aktuelle fluktuieren die Erstanträge unterhalb und um die 400.000 Marke. Hier sollte es zu niedrigeren Werten kommen, damit der gute EIndruck der letzten Monate bestehen bleibt.

Der Philly-Fed  ist im April auf plus 18,5 gesunken. Analysten hatten einen Indexstand von plus 35,0 erwartet, nachdem der Index im Vormonat bei plus 43,4 gelegen hatte.

Auch wenn dieser Einbruch zunächst dramatisch erscheind, so ist er im Gesamtzusammenhang noch nicht kritisch zu bewerten. Aber es könnte sein, dass nun auch der ISM-Index schwächer wird. Zu beachten ist, dass der Philly-Fed zu hoher Volatilität neigt.

 


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