In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Es ist eine wirklich seltsame Zeit. Wo sind all die Optimisten hin? Menschen, die an eine positive Zukunft glauben oder auf bessere Zeiten hoffen, sind ...
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Inhaltsverzeichnis

Schlechte Stimmung

Es ist eine wirklich seltsame Zeit. Wo sind all die Optimisten hin? Menschen, die an eine positive Zukunft glauben oder auf bessere Zeiten hoffen, sind nahezu ausgestorben. Ich weiß nicht, ob es nur in meinem Umfeld so ist, aber es überwiegt ein unglaublicher Pessimismus, was die weitere Entwicklung der Welt anbetrifft.

Dieses Bild bestätigt sich auch in den Mails, die ich täglich erhalte. Leider habe ich angesichts der Fülle an Mails nicht die Zeit, alle zu beantworten. Ich bitte auf diesem Wege um Ihr Verständnis. Aber ich lese sie. In den letzten Wochen schrieben mir viele Leser, dass sie sich nun endgültig von Aktien verabschieden. Sie hätten den Glauben an Aktien verloren. Andere schreiben über einen dritten Weltkrieg, Währungsreformen, Staatsbankrotte und viele vergleichbare Themen.

Uns geht es doch eigentlich noch ganz gut

Das eigentlich Verblüffende daran ist, dass Deutschland (zumindest zurzeit noch) im weltweiten Vergleich extrem gut dasteht. Viele Menschen haben Arbeit, die Sozialleistungen sind hoch, das Gesundheitssystem zumindest ausreichend. Wo gibt es das in dieser Art noch?

Wo kommt also dieser Pessimismus her?

Meines Erachtens ist es eine Folge der großen Seitwärtsbewegung, die natürlich durch diverse Krisen verursacht wurde. Menschen haben eine Eigenart. Sie bewerten ihre Umwelt durch Erfahrungen und hier insbesondere auf Erfahrungen der „letzten Zeit“.

Und die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit sahen nun einmal alles andere als rosig aus, und deswegen fällt es den Menschen nach den vergangenen zehn Jahren auch so schwer, von einer rosigen Zukunft auszugehen. Dieser Pessimismus ist somit nicht ungewöhnlich, sondern eher typisch für eine solche Phase. Die für uns entscheidende Frage ist, stimmt dieser Pessimismus  mit der Zukunft überein? Dazu ein interessanter Chart:

 

In diesem sehen Sie das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan im direkten Vergleich mit der Entwicklung des Dow Jones. Die blau unterlegten Phasen zeigen die Tiefpunkte an. Und wirklich jedes Mal folgten solchen Tiefpunkten größere Erholungsbewegungen oder sogar Rallys. Die roten Rechtecke zeigen Phasen, in denen die Stimmung der Verbraucher über längere Zeit schlecht war. Diesen Phasen folgten immer längere Rallys.

Die Entwicklung der Stimmung in Seitwärtsbewegungen

Sehr interessant ist auch, dass in der Seitwärtsbewegung von 1965 bis in die 80er hinein das Verbrauchervertrauen langsam sank, bis es zum Schluss historische Tiefs erreichte. In der aktuellen Seitwärtsbewegung, die ähnlich volatil verläuft, wie die in den 70ern, sehen wir eine sehr ähnliche Entwicklung. Die Stimmung der Verbraucher fällt nun von der Tendenz her seit 10 Jahren. Und genau das belegt, was ich oben geschrieben habe: Derart lang anhaltende Seitwärtsbewegungen an den Börsen werden meistens durch eine Vielzahl von Krisen ausgelöst. Die Entwicklung des Verbrauchervertrauens belegt also die oben aufgestellte These: Der Mensch bewertet seine Umwelt nach den Erfahrungen der „letzten Zeit“, und da sich in Seitwärtsphasen Krisen häufen (bzw. mehrere nacheinander folgende Krisen eine Seitwärtsbewegung verursachen), sinkt die Stimmung weiter und weiter.

Die Voraussetzung einer großen Rally

Folgt man jedoch der Korrelation, dass eine schlechte Stimmung gut für eine Rally ist, dann müssten in den nächsten Jahren irgendwann eine solche Rally starten. Das entspricht auch unseren langfristigen Prognosen. Bis es zu dieser Rally kommt, kann es allerdings ähnlich wie nach dem Einbruch 1974/1975 noch eine Weile (sprich bis zu mehreren Jahren) seitwärts laufen.

Märkte verkraften jede schlechte Nachricht

Und das schreibe ich, weil es einfach unglaublich ist, wie schnell  derzeit die Märkte schlechte Nachrichten wegstecken. Auch die mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA wurde offensichtlich sogleich verdaut und das, obwohl man dies als ein nachhaltiges Warnsignal begreifen sollte. Heute freuen sich die Märkte nach sehr guten Zahlen von Intel und natürlich auch, weil die Verkäufe bestehender Häuser um 3,7 % angestiegen sind. Sollte das der Anfang einer Erholung auf dem US-Immobilienmarkt sein?

Wohin mit dem ganzen Geld?

Doch diese unglaubliche Stärke der Indizes entsteht natürlich nicht ohne Grund. Viele Anleger, mit denen ich in den vergangenen Wochen und Monaten gesprochen habe, fragen sich, wohin mit dem Geld. Die Inflation legt weltweit zu, der Immobilienmarkt in Deutschland ist teilweise schon leergefegt und es werden (gerade bei Mehrfamilienhäusern) je nach Lage aufgrund der hohen Nachfrage zum Teil bereits Mondpreise verlangt. Zudem steht zu befürchten, dass bei weiter steigenden Zinsen in Europa die Nachfrage nach Immobilien nachlässt, da sich die Finanzierungskosten erhöhen. Das wiederum könnte zu einem Rückgang der Immobilienpreise führen.  Der Immobilienmarkt (in Deutschland) verliert damit – vorläufig - an Relevanz.

Festgeld und ähnliche Anlagen verlieren aufgrund der Inflation real an Wert. Gold steht mittlerweile auf einem so hohen Niveau, dass man hier als vernünftiger Anleger auch nicht sein ganzes Geld investieren möchte.

Es bleiben also tatsächlich nicht so viele Alternativen zum Aktienmarkt. Und das ist es, was die Märkte so resistent gegen fallende Kurse macht.

Vorsicht ist zurzeit noch wichtig

Und trotzdem, bleiben Sie aktuell vorsichtig. Ein guter Tag bedeutet noch nicht, dass die Rally fortgeführt wird. Noch sind weder auf der Oberseite noch auf der Unterseite die wichtigen Widerstände und Unterstützungen verletzt worden. Eine wirkliche Entscheidung ist demnach noch nicht gefallen. Das könnte sich in den nächsten Handelstagen aber rasch ändern.

Update zu Apple: Ein klassisches Fehlsignal

Zum Glück hatte ich zur Apple-Aktie, als hätte ich es geahnt, am Montag geschrieben: „Damit wurde die Schulter-Kopf-Schulter-Formation bestätigt und ein massives Verkaufssignal ausgelöst. Zumindest, wenn der Kurs von Apple heute zum Börsenschluss in den USA deutlich unter der Nackenlinie notiert (ansonsten besteht die Möglichkeit eines Fehlsignals, da die Linie sehr offensichtlich ist.)“

Und genau dazu ist es gekommen: Es bildete sich das befürchtete Fehlsignal, da die Kurse sich zum Schluss dramatisch erholten und deutlich oberhalb der Nackenlinie schlossen:

 

Hier erkennt man deutlich, dass die Kerze am Montag (roter Pfeil) zwar die blaue Nackenlinie nach unten gebrochen hat, dann aber wieder deutlich über der Nackenlinie schloss. Damit war das Fehlsignal perfekt. Und wie so oft bei solchen Fehlsignalen, dreht der Kurs dynamisch in die andere Richtung.

Das manipulierte Fehlsignal

Das hat damit zu tun, dass interessierte Kreise bei derart klaren Widerstandslinien diese gerne auch brechen, da viele unerfahrene Anleger dort ihren Stopp platzieren.  Das Prozedere ist ganz einfach: Die Aktie wird mit großen Summen über Short-Positionen nach unten manipuliert. Die so ausgelösten Stopps sind nichts anderes als unlimitierte Aktienverkäufe, mit denen die Short-Positionen geschlossen werden. Die Anschlusskäufe am nächsten Tag (Dienstag) zeigen jedoch, dass es auch noch genügend Bullen gibt, die in diese Aktie einsteigen wollen.

Formationen, die keine sind

Mit diesem Fehlsignal fehlt ein entscheidender Faktor der Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS): Der Schlusskurs unter der Nackenlinie. Und damit ist diese ganze Formation einfach hinfällig, es ist keine SKS mehr. Die Bewegungen der letzten Wochen müssen damit als normales Rechteck interpretiert werden.

Es ist nicht so, als hätte diese SKS nicht funktioniert oder versagt. Es hat sie vielmehr nie gegeben. Wenn ein Aspekt fehlt, ist es keine SKS. Das ist natürlich schwer zu verstehen, bei einer Formation, die sich über mehrere Wochen / Monate ausgebildet hat. Aber das ist Charttechnik: Wirkliche relevante Formationen, die alle Voraussetzungen erfüllen, sind extrem selten. Die meisten Formationen, die in Chartanalysen im Netz beschrieben werden, sind tatsächlich keine, da oft mindestens eine der relevanten Voraussetzungen fehlt.

Der Mangel an handelbaren Chartformationen war übrigens auch der Grund, warum ich die Target-Trend-Methode entwickelt habe. Im kurzfristigen Bereich waren sie so selten, dass man nicht danach handeln konnte. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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