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Inhaltsverzeichnis

Apple verliert an Gewicht

Hinweis: Ich werde vom 11 bis 15.04.2011 in Urlaub sein. Der Steffens-Daily erscheint jedoch weiter, in dieser Zeit erhalten Sie Texte von unseren Redakteuren.

 

Bei Stockstreet haben Sie schon häufiger etwas zur Entwicklung von Apple gelesen. Schließlich  handelt es sich um eine wirklich interessante Aktie. Zuletzt hatte ich am 19. Januar über die ausgestorbenen Apple-Bären (Link: ../de/stockstreet-news/steffens-daily-newsletter/11101991-die-ausgestorbenen-apple-baeren) geschrieben.

Nach Gerüchten über die Schwere der Krankheit von CEO Steve Jobs geriet der Kurs ein wenig ins Wanken, entsprechend groß war die Erleichterung, als er unlängst das iPad2 höchstpersönlich präsentierte. Dennoch scheint es so, als sei die Gattung der Bären doch noch nicht ganz ausgestorben. Sie wittern Morgenluft und der Grund kommt von der Nasdaq.

Die Nasdaq sorgt sich um ihren Index

Apple verliert an Gewicht – statt aktuell 20,46% bringt der Apfel-Konzern künftig nur noch 12,33 % auf die Waage. Die Nasdaq OMX fürchtet einfach, dass Apple einen zu großen Einfluss auf den Index hat und ihn verzerrt. Ein Schelm, wer Böses denkt. Fallende Kurse mag keiner gern – ist doch immer schöner, wenn ein Index im hellen Licht erstrahlt. Jetzt, wo sich doch die Meinungen mehren, dass Apple seinen Zenit erreicht haben könnte und gefährdet für stärkere Kursverluste ist, reagiert die Börse.

Stichtag 2. Mai

Die Nasdaq OMX will die neue Gewichtung bis zum 2. Mai umsetzen. Und das wirbelt insbesondere die ETF-Welt durcheinander. Mindestens 330 Milliarden Dollar stecken laut Nasdaq in den Exchange Traded Funds, die den Nasdaq 100 nachbilden, und somit Apple-Anteile verkaufen müssen. Hinzu kommen Fonds Futures und andere Produkte. In Summe um die 3000. Eine stattliche Zahl.

Diese sogenannte „Special Rebalancing“ hatte die Nasdaq vor 13 Jahren schon einmal praktiziert, damals war der Leidtragende ausgerechnet Microsoft. Logischerweise handelt es sich immer um Aktien, die sehr erfolgreich waren und dadurch an Gewicht zugenommen haben – so wie Apple, die sich innerhalb der vergangenen 24 Monate mehr als vervierfacht hat. 

Ein kurzer Blick zurück

Es wundert mich, dass sich bisher kaum jemand über die unglaubliche Gewichtung von Apple in der Nasdaq Gedanken gemacht hat. Denn diese richtet sich nach einer (modifizierten) Marktkapitalisierung. Doch wie kann es sein, dass Apple aktuell noch rund 20 Prozent Anteil an der Nasdaq-100-Performance hat, Microsoft aber nur mickrige 3,41 Prozent? Apple besitzt zwar eine Market Cap, die rund ein Drittel höher ist als die vom Gates-Konzern, aber nicht eine sechs Mal so hohe. Und auch Google kommt derzeit noch auf 4,18 Prozent, was insofern unlogisch ist, weil Google weniger Market Cap auf die Waage bringt als Microsoft, dennoch aber mehr Gewicht im Index hat. Alles klar?

Der Grund: Zwischen 1985 (Gründung der Nasdaq) und 1998 wurde der Index ohne Ausnahme nach der Market Cap berechnet, da wären Ausreißer wie aktuell nicht möglich gewesen. 1998 bereitete die Nasdaq die Einführung von ETFs vor und Microsoft hatte ein Gewicht von 25 Prozent. Aus steuerlichen Gründen darf aber ein Investmentfonds nicht mehr als ein Viertel an einer Company haben. Microsoft stellte somit ein Risiko dar, denn wäre die Aktie 1998 weiter geklettert, hätte sie bei einer reinen Gewichtung nach Market Cap diese Grenze schnell überschritten. Um dem zu begegnen, wurde Microsoft auf 20 % gekappt und die anderen Schwergewichte im Index ebenfalls in einer Relation zu Microsoft (d.h.: alte Gewichtung bei Aktie XY 12 %, neu bei 9,6 (12*20/25) %). Damit keine Lücke blieb, wurden im Gegenzug die kleinen Firmen höher gewichtet – unter ihnen Apple, die Ende 1998 mit 0,9 % gewichtet waren. Ohne Anpassung hätte der Indexanteil bei 0,4 % gelegen.

Apple mit 2500 Prozent Performance

Vereinfacht ausgedrückt sorgte diese modifizierte Indexgewichtung bei Microsoft für einen negativen, bei Apple für einen positiven Hebel. Als dann der unaufhaltsame Aufstieg von Apple begann, wurde die Diskrepanz sichtbar. Kaum einer hatte es für möglich gehalten, aber eines Tages waren Apple und Microsoft an der Börse fast gleich viel wert. Nur: Apple war an der Nasdaq mit 20% gewichtet, Microsoft mit 4,3 %.

Die Ironie bei der Sache: Dieses Rebalancing zu Ungunsten von Microsoft wurde nie korrigiert. Einmal installiert, um den Einfluss eines Wertes zu limitieren, bereitete es den Weg zur Dominanz einer anderen Aktie im Index. Nun greift  die Nasdaq OMX erneut korrigierend ein und auch die weiteren Entscheidungen muten sinnvoll an. Beispielsweise stimmt bald wieder Relation bei den anderen angesprochenen Schwergewichten: Microsoft nimmt von 3,41 % auf 8,32 % zu, Google nur von 4,18% auf 5,77%.

Und damit zum Apple-Chart:

 

Hier bildet sich eine idealtypische Schulter-Kopf-Schulter-Formation aus. Wir gehen die Punkte einzeln durch:

Die linke Schulter

Nach einem langen Aufwärtstrend kommt es unter hohem Umsatz zu einem Bewegungshoch. Dem folgt unter schwächeren Umsätzen ein Konsolidierungstief. Eigentlich sollte dabei der Umsatz der Abwärtsbewegung niedriger als während des Anstiegs sein – das ist nicht wirklich der Fall, aber dieses Erfordernis ist kein Ausschlusskriterium. Die linke Schulter hat sich damit nahezu idealtypisch ausgebildet.

Der Kopf

Es kommt zu einer erneuten Aufwärtsbewegung mit steigendem Volumen, dem eine erneute Abwärtsbewegung mit wieder sinkenden Volumen folgt. Die Kurse sollten das Kursniveau der linken Schulter übertreffen.

Auch das ist hier idealtypisch der Fall. Allerdings in Form eines doppelten Kopfes. Es handelt sich damit um eine Schulter-Kopf-Kopf-Schulter-Formation (SKKS). Hier fasst man die beiden Köpfe eigentlich nur als einer zusammen, wobei die Köpfe an ein Doppeltop erinnern sollten (wie hier bei Apple).

Rechte Schulter

Nach dem Kopf sollte sich die rechte Schulter mit sinkenden Umsätzen ausbilden: Das ist eigentlich auch der Fall. Im Tief zwischen Kopf und rechter Schulter kommt es allerdings zu einer starken Umsatzspitze (siehe Pfeil). Eigentlich weist diese auf ein hohes Interesse der Bullen hin, noch einzusteigen. Aber trotzdem haben die Bullen anschließend nicht die Kraft, das alte Hoch aus dem Markt zu nehmen. Und damit ist selbst das bisher ein bearishes Zeichen.

Ein mögliches Top

Wenn nun die blaue Nackenlinie nach unter hohem Umsatz nach unten gebrochen wird, dann liegt das erste Kursziel bei 287 Dollar. Allerdings weisen SKS-Formationen gerne auf mittel- längerfristige Trendwechsel hin. Es könnte also das Top sein.

Auf der anderen Seite gilt: Wird die blaue Nackenlinie nicht nachhaltig nach unten aufgelöst, steigen die Kurse vielmehr weiter an, handelt es sich nicht um eine SKS, sondern lediglich um ein Rechteck und das wäre wiederum bullish.

Institutionelle verkaufen

Ein letzter Hinweis: SKS-Formationen tauchen meistens dann auf, wenn größere Adressen versuchen „unbemerkt“ große Positionen in den Markt zu verkaufen. Da Apple nun im Nasdaq100 niedriger gewichtet wird, müssen viele Fonds und ETFs ihre Quoten anpassen. Das könnte der eigentliche Auslöser für diese SKS sein. Aber genau das könnte auch der Grund dafür sein,  dass das Kursziel von 287 Dollar erreicht wird.

Grundsätzlich sollte man, falls man hier auf die SKS traden will, vorsichtig vorgehen. Schließlich tradet man gegen einer der stärksten Trends der vergangenen  Jahre und das ist immer sehr gefährlich!

 Viele Grüße

 Jochen Steffens


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