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Verehrte Leserinnen und Leser,

in der vergangenen Woche hatte ich Sie auf die Möglichkeit hingewiesen, mit welchen – wenig nachhaltigen! – Methoden (Übernahmen, Fusionen) etliche Unternehmen in den kommenden Monaten Wachstum zu generieren versuchen.

Für Privatanleger gibt es jedoch nur wenige erfolgversprechende Möglichkeiten, davon zu profitieren (eine davon wird in nächster Zeit in meinem Börsenbrief „Aktien-Perlen“ eine Rolle spielen). Insbesondere aber langfristig orientierte Anleger, wie die Leser meiner „Stockstreet Investment Strategie“ sind auf dauerhaftere Trends bei ihrem Vermögensaufbau angewiesen.

Themenwechsel in den News und an den Börsen

Doch speziell hier scheint es derzeit zu hapern. Was erscheint momentan schon dauerhaft, um nicht zu sagen, sicher? Die Natur entfesselt ungeahnte Kräfte, vorher kraftvolle Unternehmen brechen unter den Folgen von natürlichen und von Menschen gemachten Katastrophen sowie ihrer eigenen Unzulänglichkeit zusammen. Leere Kassen und enorme Schulden lassen Zweifel an der zügigen Behebung dramatischer Schäden aufkommen. Unterdessen gefällt sich die Politik entweder in kaum verhohlenem Aktionismus oder verfällt in gefühlte Ohnmacht.

Die Börsen fahren unterdessen Achterbahn und machen damit beinahe sämtliche Trends hinfällig. Wie soll man als Anleger in derartigen Situationen reagieren? Wo man hinschaut, türmen sich zudem weitere, scheinbar unüberschaubare Risiken oder ungelöste Probleme auf (horrende Staatsschulden, wackliges Finanzsystem, zunehmende Rohstoffknappheit, Inflationsgefahr, drohender Energie-, Verkehrs-, Klimainfarkt).

Andererseits setzen die bewundernswerte Gelassenheit der Japaner angesichts der erlebten Katastrophen sowie die Geschehnisse vom Wochenende hierzulande ganz klare Zeichen: Wenn deutsche „Provinz“-Wahlen (Baden-Württemberger und Rheinland-Pfälzer mögen mir verzeihen) die inzwischen eingestandene Kernschmelze in Fukushima faktisch aus allen Hauptnachrichtensendungen verdrängen, dann darf man die vorherige Aufregung wohl in gewisser Weise als Hysterie und Scheinheiligkeit bezeichnen.

Andererseits ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass das Leben trotz aller Widrigkeiten weiter geht. Und das erlaubt dann auch den Anlegern einen objektiveren Blick auf die weiteren Chancen. Die Börsen haben in der vergangenen Woche diesen „Themenwechsel“ bereits mit einer deutlichen Gegenreaktion eingeleitet. Also machen auch wir uns auf die Suche, was aus den bislang beherrschenden Trends geworden ist – die wir im Übrigen auch in unserem Jahresausblick 2011 aufgegriffen haben.

Die fünf Gründe eines nachhaltigen Trends

Beispiel Schwellenländer: China, Brasilien und andere aufstrebende Volkswirtschaften waren im bisherigen Boom die wesentlichen Treiber der Weltkonjunktur. Das kam zwar zunächst für viele Beobachter überraschend, ist aber aufgrund einer ganzen Reihe von Gründen inzwischen eine sehr nachhaltige Entwicklung:

  1. Die Schwellenländer sind sowohl im öffentlichen als auch im privaten und vor allem im Finanzsektor deutlich weniger durch Schulden belastet als die Industrieländer (Faktor 2 bis 3). Das Geld, das nicht für den Schuldendienst benötigt wird, kann somit unmittelbar für die weitere Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft genutzt werden.


  2. Demografie und Leistungswille der Bevölkerung in den Emerging Markets machen den Aufschwung dort nahezu unumkehrbar. Die Umwälzungen in Nordafrika wurden zum Beispiel dadurch geschürt, dass sich vor allem junge Leute einer großen Perspektivlosigkeit gegenübersahen. Diese wird mittlerweile umso weniger hingenommen, je mehr der überwiegend jungen Bevölkerung durch moderne Kommunikationswege Beispiele für  Alternativen im eigenen Land (z.B. in China) oder aber in anderen Ländern (z.B. Türkei und Brasilien, aber auch Indien, Russland oder Südafrika) bekannt oder bewusst werden.


  3. Die Regierungen sind daher darum bemüht, das Wirtschaftsklima so zu gestalten, dass Wachstum die chronische Arbeitslosigkeit spürbar senkt. Darauf richtet sich – inzwischen recht erfolgreich – das Hauptaugenmerk der Verantwortlichen in China, aber auch in Brasilien und zunehmend in Russland.


  4. Dabei nehmen diese Länder auch bewusst höhere Inflationsraten in Kauf, die mit einem solchen Wachstum unweigerlich verbunden sind (allein die dadurch bewirkte Rohstoffnachfrage führt zu mittel- bis langfristig nachhaltig höheren Preisen). Bereits seit Jahren sehen sich z.B. China und Brasilien einer Inflation von gut 4 %, Indien, Russland und Mexiko Werten zwischen 6 und 10 % gegenüber. Gegenmaßnahmen (z.B. Zinserhöhungen oder Währungsaufwertungen) bleiben dagegen auf das Nötigste beschränkt.


  5. Durch Wachstum und steigenden Konsum in den Schwellenländern (der zunehmend auch von westlichen Konzernen durch entsprechende Produkte bedient wird) exportieren diese quasi ihre hohen Inflationsraten. Dies schwächt die Industriestaaten weiter, die aufgrund ihrer ungünstigen demografischen Situation (Überalterung) sowie der Schuldenproblematik nur ein deutlich geringeres Wachstum erreichen. Damit kommt ein sich selbst verstärkender Mechanismus zugunsten der aufstrebenden Volkswirtschaften in Gang.

Keine Chance ohne Risiken

Natürlich ist auch dieser Trend nicht risikolos, die Gefahr von Rückschlägen ist durchaus gegeben. Diese liegt vor allem in einem überproportionalen Anstieg der Lebensmittelpreise, da die Menschen in den Emerging Markets immer noch überproportional viel ihres Einkommens für Lebensmittel aufwenden müssen.

Allerdings zeigen die bisherigen „Hungerrevolten“ (z.B. in Haiti 2008), dass davon insbesondere die schwächeren Staaten (Entwicklungsländer) betroffen sind. Auch der Aufstand in Tunesien im vergangenen Jahr begann als Protest gegen die stark gestiegenen Brotpreise)...

Profiteure des Schwellenländer-Boom

Sehen wir aber von solchen „Störfaktoren“ ab, dann profitieren von diesem Trend paradoxerweise aber auch viele westliche Unternehmen, wie z.B. der jüngste Boom in Deutschland zeigt. Sogar die US-Wirtschaft präsentiert sich überraschend stark: So ergaben die jüngsten Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,1 % für das vierte Quartal und 2,9 % für das Gesamtjahr 2010. Das stellt jeweils einen Anstieg gegenüber der vorherigen Veröffentlichung bzw. den Schätzungen der Ökonomen dar.

Dies erscheint überraschend angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, der drastischen Maßnahmen der US-Notenbank zur Konjunkturförderung und einer von ungewohnten Selbstzweifeln gekennzeichneten inneren Verfassung der USA. Aber die Gewinne der Unternehmen erreichen unterdessen neue Rekordwerte (siehe Steffens Daily vom 21.03.2010), und das ist zum großen Teil den Erfolgen der multinationalen US-Konzerne in den Schwellenländern zu verdanken.

Die nächste Runde wird gerade eingeläutet

Angesichts dieser fundamentalen Lage überraschen weder die Stärke der US-Indizes vor der Korrektur noch der jüngste Ausbruch der Emerging Markets:

MSCI EM vs. S&P 500

Quelle: MarketMaker

Ende 2010 belasteten natürlich die Unruhen in Nordafrika die Schwellenländerbörsen, während z.B. der US-Markt weiter anstieg (gelbes Rechteck). Das Tief Mitte März stellte zwar für die etablierten Aktienmärkte einen markanten Rückschlag dar, für die Emerging Markets war es aber offenbar das Ende einer Bodenbildungsphase (grüne Linie).

Wie zur Bestätigung gelang dem MSCI-Vergleichsindex nun bereits der Ausbruch über das Hoch von Anfang März (grüne Ellipse). Davon ist z.B. die US-Börse noch weit entfernt (Abstand des S&P 500 zur roten Linie).

Diese auffallende relative Stärke der Schwellenländer unterstützt also die oben genannten fundamentalen Zusammenhänge eindrucksvoll. Für langfristig orientierte Anleger – aber natürlich nicht nur die! – gibt der Markt damit wieder ein wichtiges Signal und eröffnet somit eine ganze Reihe neuer Chancen.

Mit besten Grüßen

Torsten Ewert

PS: Passend zum Thema finden Sie im Stockstreet-eBook-Shop eine druckfrische Dokumentation des ausgewiesenen Emerging-Markets-Spezialisten Daniel Wilhelmi. In seinem „China-Spezial 2011“ stellt er Ihnen 8 aussichtsreiche Nebenwerte aus dem Reich der Mitte vor, mit denen Sie von diesem Boom profitieren.


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