In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Ich habe Ihnen am Montag das Worst-Case-Szenario für Japan vorgestellt (siehe hier), heute folgt das Best-Case-Szenario. Nach Schätzung der ...
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Inhaltsverzeichnis

Das bestmögliche Szenario

Ich habe Ihnen am Montag das Worst-Case-Szenario für Japan vorgestellt (siehe hier), heute folgt das Best-Case-Szenario.

Nach Schätzung der japanischen Regierung belaufen sich die Schäden aus dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami auf bis zu 25 Billionen Yen, das sind 217,4 Milliarden Euro. Darin enthalten sind allerdings noch nicht die Folgekosten der atomaren Katastrophe. Es wird vermutet, dass durch diese Katastrophe das Wachstum der drittgrößte Volkswirtschaft der Welt in der nächsten Zeit um bis zu 0,5 % zurückgehen könnte.

Die andere Seite der Medaille

Dies ist natürlich nur eine Seite der Medaille. Sofern es nicht zu einer Ausweitung der atomaren Katastrophe kommt, wird der Wiederaufbau in den folgenden Jahren das Wirtschaftswachstum hingegen erheblich unterstützen. Die US-Ratingagentur Moody‘s geht davon aus, dass Japan 2011 bereits wieder ein Plus von 1,0 Prozent Wachstum erreichen kann. 2012 sollen sogar 2,3 % erzielt werden.

Die Deflation

Und auch diese Prognose geht vielleicht nicht weit genug. Wie Sie wissen, befindet sich Japan seit 1990, nach dem Immobilien- und dem Börsencrash, in einer Deflation. Damit verbunden war ein anhaltend niedriges Zinsniveau. Dies beeinträchtigte die Altersvorsorge der Japaner gravierend, da die erwarteten Zinserträge deutlich niedriger ausfielen. Das kompensierten die Bürger durch höhere Sparquoten.  Dadurch verringerte sich ihre Konsumbereitschaft und verstärkte sich die Deflation. Hinzu kommt, dass aufgrund der Überalterung der japanischen Bevölkerung die Konsumbereitschaft sowieso schon niedriger ist.

Ein enormes Nachfragepotenzial

Durch die Katastrophe sind nun aber bis zu 500.000 Menschen obdachlos geworden. Auch sind durch das Beben viele weitere Schäden an Mobiliar, Elektronik etc. entstanden. Japan ist im Gegensatz zum ebenfalls vom Erdbeben betroffenen Haiti ein reiches Land. Wir können demnach davon ausgehen, dass die Japaner in der Lage sein werden, Ausgaben für Reparaturen und Neuerwerb zu tätigen.

Wir stellen uns also, 500.000 Menschen werden in den nächsten Monaten viele Güter des täglichen und mittelfristigen Bedarfs neu erwerben müssen. Damit entsteht ein großes Nachfragepotenzial.

Zusammenfassung:

Fassen wir diese beiden Faktoren zusammen: Die Regierung wird Geld investieren, um die Infrastruktur wieder aufzubauen und Schäden zu beseitigen. Auch die Unternehmen und sogar die Privatpersonen werden Geld investieren, um Schäden zu beseitigen. Die Aufträge dazu werden an Unternehmen gehen, die über ihre normalen Kapazitäten hinaus arbeiten müssen. Es ist demnach anzunehmen, dass neue Arbeiter eingestellt werden, die im Zuge des Wiederaufbaus mehr Geld verdienen und entsprechend mehr konsumieren können. Allein das erhöht schon die Nachfrage.

Auf der anderen Seite werden die von dem Beben betroffenen Menschen entweder ganz oder zum Teil versuchen, ihren alten Lebensstandard wieder herzustellen, sprich nach und nach all das kaufen, was sie durch das Erdbeben und den Tsunami verloren haben. Auch das wird zu einem erheblichen Anstieg der Nachfrage führen.

Die Unternehmen in Japan werden also mehr produzieren müssen, um die steigende Nachfrage zu decken. Aus volkswirtschaftlicher Sicht bedeutet eine gestiegene Nachfrage meistens auch in direkter Folge einen Anstieg der Preise. Wenn die Unternehmen höhere Preise fordern können, können sie auch wieder mehr investieren, weitere Arbeiter einstellen oder höhere Löhne zahlen. Dies alles kann dazu führen, dass eine Inflationsspirale entsteht: Die höhere Nachfrage führt zu höheren Preisen, die höhere Preisen führen zu höheren Löhnen, die höheren Löhne führen zu höheren Nachfrage.

Das Ende der Deflation

Gehen wir davon aus, dass sich die atomare Katastrophe in Japan nicht ausweitet, besteht damit im besten Falle sogar die Möglichkeit, dass Japan über diese Krise aus seiner Deflation herausfindet. Das könnte dann der Startschuss für einen längerfristigen Boom in Japan sein.

Noch ist es natürlich zu früh, jetzt in den Nikkei einzusteigen. Sollte sich die Lage des AKWs in Fukushima verschlimmern, muss mit empfindlichen Abschlägen an den japanischen Börsen gerechnet werden. Zurzeit ergibt sich also kein akzeptables Chance-/Risiko-Verhältnis. Wenn sich die Lage jedoch entspannt, könnte man sicherlich auf einen solchen Boom spekulieren.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens


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