In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Verehrte Leserinnen und Leser, Jochen Steffens ist zwar weiterhin nicht voll einsatzfähig, aber natürlich diskutieren wir die aktuelle Situation ...
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Verehrte Leserinnen und Leser,

Jochen Steffens ist zwar weiterhin nicht voll einsatzfähig, aber natürlich diskutieren wir die aktuelle Situation intensiv. Die Ergebnisse daraus lasse ich in das folgende kurze Update zu meiner gestrigen Einschätzung einfließen, das ich Ihnen heute aufgrund der aktuellen Marktentwicklung gebe.

Ein GAU zeichnet sich ab – auch an den Börsen

In Japan scheint die letzte Hoffnung hinfällig und der Super-GAU kaum noch abwendbar. Damit beginnt eine Entwicklung, deren Ende wir heute kaum abschätzen können – auch nicht an den Börsen. Im Gegensatz zu der Katastrophe von Tschernobyl hat das japanische Unglück insofern eine neue Qualität, da unter Umständen große Teile des Landes und der Bevölkerung der radioaktiven Strahlung ausgesetzt sein werden.

Aktuell ist der Großraum Tokio gefährdet, was mindestens 35 Millionen Menschen beträfe. Laut Experten ist eine Evakuierung nicht möglich, aber selbst wenn – wo sollten sie hin? Die Geografie des Landes (siehe Karte im gestrigen „Steffens Daily“) lässt wenig Spielräume. Japan ist ohnehin dicht besiedelt. Bezeichnend ist, dass nun die einzige Hoffnung für einen halbwegs glimpflichen Ausgang im Wetter, sprich dem Wind, liegt...

Natürlich denken wir alle bei Stockstreet mit vielen Millionen Menschen weltweit an die Japaner und wünschen ihnen, dass ihnen die furchtbarsten Folgen erspart bleiben. Obwohl die Konsequenzen derzeit noch unabsehbar sind, werden wohl mindestens schwere Verseuchungen des betroffenen Gebietes unabwendbar sein.

Japans Lage verschärft die Probleme

Auch hierbei spielen die Geografie und Topografie des Landes eine fatale Rolle. Denn nach den Erfahrungen aus Tschernobyl würde vermutlich ein Gebiet betroffen, das faktisch die gesamte Breite der Hauptinsel Honshu einnähme (die zudem an dieser Stelle noch besonders schmal ist). Damit wäre das Land zweigeteilt, was zweifellos gravierende Auswirkungen auf die „Beweglichkeit“ Japans hätte.

Da derartige Schäden aufgrund der physikalisch-chemischen Gesetze auch nicht wie normale Zerstörungen durch „Geld und gute Worte“ einfach weggeräumt werden können, muss sich Japan wohl auf eine jahrelange Beeinträchtigung seiner Wirtschaft und Gesellschaft einstellen.

Das ist das, was die Börsen derzeit „spielen“, und das Fehlen jeglicher Erfahrung in dieser Hinsicht macht die weitere Einschätzung so schwierig. Es kann gut sein, dass die Investoren in den nächsten Tagen und Wochen zu der Einschätzung kommen, dass Japan diese Auswirkungen mit der typisch genügsamen fernöstlichen Mentalität schon meistern wird und daher die Auswirkungen auf die (Welt-)Wirtschaft begrenzt bleiben. Ebenso gut ist möglich, dass eine Art Schockstarre die Anleger befällt und Börse und Wirtschaft ein längeres Siechtum durchmachen.

Wie sollten Sie als Anleger nun agieren?

Als langfristiger Anleger müssen Sie nun versuchen, diese beiden Szenarien durch Ihr geeignetes taktisches Handeln abzufangen (Trader sind vermutlich heute aus der Mehrzahl ihrer Positionen herausgeflogen). Panisches Verkaufen ist derzeit sicherlich eine Möglichkeit, aber bei Weitem nicht die beste...

Folgende Vorgehensweise wende ich sowohl persönlich als auch in der Stockstreet Investment Strategie an, die ich als Chefredakteur betreue:

Wenn Sie derzeit signifikant investiert sind, dann sehr wahrscheinlich mit einem größeren Teil an Positionen, die trotz der jüngsten Abschläge an den Märkten noch recht komfortabel im Plus liegen. Für das positive Szenario, also eine baldige Beruhigung der Lage (an den Börsen, wohlgemerkt) sollten Sie die besten dieser Positionen vollständig im Depot behalten.

Insbesondere Werte, welche die jüngste Korrektur oder die vergangenen Tage vergleichsweise robust überstanden haben, halten Sie nach Möglichkeit weiter. Häufig werden solche Aktien später zuerst von den Anlegern wiederentdeckt – eben weil sie sich „so gut hielten“. Hier ist also die Wahrscheinlichkeit am größten, dass Sie die in dieser Phase unvermeidlichen Verluste oder Rückschläge am ehesten wieder wettmachen. Deshalb dürfen Sie diese Aktien jetzt keinesfalls verkaufen, um vermeintliche Gewinne „zu sichern“!

Teilen Sie Ihr Depot in zwei große Gruppen!

Mit Aktien, die mehr oder weniger mit dem Markt schwanken, aber noch im Gewinn notieren, können Sie genauso verfahren. Je nach Ihrem Risikoverhalten können Sie aber auch Teilgewinne sichern, wenn es die Positionsgröße zulässt (z.B. die Hälfte der Position verkaufen, den Rest weiter halten). Alternativ sortieren Sie Werte aus, deren Branchen, Länder usw. in Ihrem Depot beispielsweise doppelt vertreten sind. Diese Positionen verkaufen Sie komplett und behalten nur die restlichen Werte.

Verlustpositionen oder Aktien, die nahe an Ihrem Kaufkurs notieren, verkaufen Sie am besten konsequent. Das sollten nach der vorangegangenen Rally entweder Werte sein, die Sie erst kürzlich gekauft hatten – hier war dann das Timing nicht optimal – oder Positionen, die sich seit längerem schlechter entwickeln als der Markt. Mit beidem können Sie derzeit überhaupt keinen Blumentopf gewinnen. Also trennen Sie am besten nachhaltig davon!

Optimal ist es, wenn Sie sich diese beiden Gruppen – also die Haltepositionen und die Verkaufskandidaten – so einteilen, dass Sie Ihre Transaktionen über die kommenden Wochen strecken können. Je nach der weiteren Marktentwicklung reduzieren Sie Ihr Engagement mehr und mehr (wenn die Kurse weiter fallen) oder aber bleiben doch noch investiert (wenn sich die Situation beruhigt).

Klare Handlungsanweisungen sind derzeit nicht zu haben

Auf diese Art und Weise fahren Sie Ihr Depot derzeit „auf Sicht“ und erreichen somit einen vernünftigen Kompromiss zwischen den beiden oben beschriebenen möglichen Szenarien. Ich weiß, vielen wäre es lieber, klarere Handlungsrichtlinien zu haben, aber ich denke, jedem ist auch bewusst, dass diese außergewöhnliche Lage keine Entscheidung für oder gegen eine Variante zulässt.

Abschließend noch ein Hinweis: Derzeit erkennen wir auf vielen Ebenen eine Art Aktionismus. Das reicht von unlimitierten Verkäufen großer Positionen in kleinen Aktien über ebenso unüberlegte Käufe scheinbarer Profiteure dieser Katastrophe bis hin zu überraschenden politischen Entscheidungen. Bleiben Sie aber in jedem Fall besonnen!

Ganz wichtig: Jetzt keinen Aktionismus aufkommen lassen!

Sie dürfen nämlich jetzt keinesfalls in blinden Aktionismus verfallen. Weder panische Verkäufe noch spontane Käufe ohne genaue Analyse sind derzeit ratsam. Beobachten Sie zunächst die weitere Entwicklung und gehen dann schrittweise vor. Damit haben Sie auch trotz solcher unvorhergesehenen Ereignisse langfristig Erfolg!

Mit besten Grüßen

Torsten Ewert


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