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Inhaltsverzeichnis

Dax-Scherben

Nach einem wirklich tollen Karneval in Köln, bei strahlendem Sonnenschein, müssen wir uns nun wieder den ernsteren Dingen des Lebens widmen, der Börse.

An den Märkten ist zum Glück nicht viel passiert, wir haben im DAX eher eine Seitwärtsbewegung mit leicht absteigender Tendenz gesehen. Wie mein Kollege Torsten Ewert gestern schon beschrieben hat, war die wichtigste Nachricht der letzten Woche, dass die EZB eine erste Zinserhöhung angekündigt hat. In Europa werden also die Inflationszeichen ernst genommen. Die Fed hingegen setzt weiter auf die Bekämpfung der Deflation. Deren Rückkehr ist durch die Auswirkungen der Menge an letztlich ungedeckte Kredite im privaten und öffentlichen Sektor (z.B. Gewerbeimmobilien, Pensionsverpflichtungen, Kommunalschuldverschreibungen) potenziell möglich. Das wäre vor allem bei einem erneuten Ausbruch einer Wirtschaftskrise, z.B. aufgrund einer Ölkrise, der Fall. Ob die Fed zurzeit die richtigen Mittel anwendet, werden aber erst die kommenden Jahre zeigen.

Blicken wir aber zunächst auf die Charts, um nach den Feiertagen wieder eine Orientierung zu haben.

Euro bestätigt Trendkanal

Die Ankündigung eines Zinsschrittes seitens der EZB wird natürlich auch einen direkten Effekt auf das Euro/Dollar-Verhältnis haben:

 

Der Euro befindet sich nach wie vor in einem Aufwärtstrend. Mittlerweile wird dieser Trendkanal, den ich Ihnen hier bereits vorgestellt hatte, dadurch bestätigt, dass der Euro nun schon das zweite Mal hintereinander an der schwarzen Mittellinie Probleme hat (siehe rote Kreise). Wir können also mittlerweile davon ausgehen, dass dieser Kanal die aktuelle Trenddynamik des Euros im Verhältnis zum Dollar darstellt. Der Aufwärtstrend kann also weiter gehen. Sollte der Euro diese Mittellinie überwinden, wird sofort die obere Begrenzung des Trendkanals als Kursziel relevant. Hierauf sollten Sie also Ihr Augenmerk richten.

Ein entstehendes Zinsgefälle

Natürlich macht dieser Aufwärtstrend auch fundamental Sinn. Steigen die Zinsen in Europa und bleiben die Zinsen in den USA konstant, wird der Euro für Anleger aus den USA interessant. Sobald die Zinsspanne ein bestimmtes Maß überschreitet, wird immer mehr Geld aus dem Dollarraum in den Euroraum fließen. Das stützt den Euro. Und wie immer nehmen die Devisenhändler diese Entwicklung natürlich vorweg und setzen bereits seit Wochen und Monaten darauf, dass die EZB zuerst handeln muss – unter anderem auch weil das Wirtschaftswachstum in Deutschland so stark ist.  Und so entsteht dieser Trend.

Der schwache Dollar und Gold

Auf der anderen Seite bedeutet das allerdings auch, dass der Dollar weiter geschwächt wird. Und genau das wird den Goldpreis wieder anziehen lassen. Allerdings nur so lange, bis auch die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen in den USA ansteigt. Belegt die Fed nämlich, dass sie gewillt ist, die Inflation in den USA zu bekämpfen, fällt ein wichtiger Grund für den Goldpreisanstieg weg. Das sollten Sie beachten. Doch zunächst hat der Goldpreis auch im Zuge der Unruhen in Nordafrika seine mögliche Topformation nach oben aufgelöst:

Und das Kaufsignal, das mit dem Überwinden der grün gestrichelten Linie entstanden ist, hat sich insoweit bestätigt. Sogar die letzten Hochs wurden mittlerweile überschritten. Nach klassischer Charttechnik ist das ein klares Kaufsignal. Nach der Target-Trend-Methode erkennen Sie allerdings, dass hier  dieses gelbe Beta-Target angelaufen wird. Und erst an diesem entscheidet sich somit, ob die Kurse weiter steigen oder nicht. Wird die Mitte des Targets (blau gestrichelte Linie) nachhaltig überwunden, bleibt es bullish. Scheitern die Kurse, wächst die Gefahr, dass das rote Alpha-Target angelaufen wird. Sollten die Kurse sogar in das nächste Rechteck, also über die Marke von 1.479 Punkte steigen, verliert das Alpha-Target so langsam seine Bedeutung.

Traden mit der Target-Trend-Methode

Und hier können Sie genau sehen, wie Traden mit der Target-Trend-Methode funktioniert. Sie haben zu jeder Zeit genaue Anhaltspunkte, was zu tun ist: Nach Überwindung der grün gestrichelten Linie war zunächst die Mittellinie des Rechtecks, die sich auf dem Niveau der alten Hochs befindet, das nächste Kursziel. Nachdem diese jetzt auch überwunden wurde, ist es das gelbe Target. Sollten die Kurse daran scheitern, müsste man eine kurzfristige (!) Long-Trading-Position schließen, da man mit dem Alpha-Target als nächstes Kursziel rechnet. Überwindet der Kurs das Niveau des gelben Targets, ist die obere Linie des Rechtecks bei 1.479 Kursziel. Und hier wieder das Gleiche: Scheitern die Kurse an dieser Linie, geht man raus, überwinden sie dieses Niveau, bleibt man investiert. Man hat also quasi die ganze Zeit eine sehr hohe Kontrolle über seinen Trade und weiß relativ genau, wann man wie handeln muss. Das ist einer der wesentlichen Vorteile.

Viel bullishes Porzellan zerschlagen

Kommen wir abschließend zum DAX:

 

Hier wird es zwar langsam heikel, aber wie immer bleiben wir pragmatisch. Sah es vor ein paar Wochen noch sehr bullish aus, ist durch die Kursentwicklung der vergangenen Wochen viel Porzellan zerschlagen wurden. Denken Sie immer daran, Sie müssen jederzeit Ihre Prognosen überprüfen und immer bereit sein, diese von einem Tag zum anderen über Bord zu werden. Es geht nie darum, recht zu behalten, ein Trader hat nie recht. Es ist der Markt, der immer recht hat. Und auch hierbei hilft die Charttechnik:

Sie wissen, damit das obere rote Alpha-Target erreicht werden kann, hätte es den Kursen gelingen müssen, nachhaltig in das dunkelblaue Rechteck einzudringen und sich dort zu stabilisieren. Das ist nicht geschehen. Auch wäre es gut gewesen, wenn der schwarz gestrichelte Aufwärtstrend fortgesetzt worden wäre. Doch auch das ist nicht geschehen. Da nun die Kurse auch noch in das untere Rechteck zurückgefallen sind, hat das obere Alpha-Target erheblich an Relevanz verloren!

Ein neues Target

Auf der anderen Seite befindet sich bei 7.000 Punkten noch ein anderes Target, dessen Relevanz nun natürlich ansteigt. Allerdings ist es noch schwer einzuschätzen, welchen Status es hat, da es seine Berechtigung aus dem alten grünen Aufwärtstrend bezieht, der als relevanter Trendkanal eigentlich aus dem Rennen ist. Aber gut, wir können es kurz machen: Schaffen es die Kurse, bald wieder in das nächst höhere Rechteck vorzudringen, wird es deutlich bullisher, schaffen sie es nicht und fallen sogar wieder nachhaltig in den alten grünen Trend zurück, müssen Sie damit rechnen, dass das blaue Target angelaufen wird.

Im Moment ist die Situation im DAX also undurchsichtig. Was natürlich auch daran liegt, das politische Einflüsse das Bild verzerrt haben. Zudem wird die Ankündigung von Zinserhöhungen die Aufwärtsdynamik des DAX belasten, so dass es zu einer Underperformance zu den US-Indizes kommt. Da der schwache Dollar jedoch die US-Indizes weiter anfeuern wird, sollte sich auch der DAX über die guten Vorgaben aus den USA weiter positiv entwickeln.

Viele Grüße

Jochen Steffens


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