In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Warum fällt der Euro, wenn der DAX so stark steigt? ...
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Wow, das ging schnell. Über das Wochenende aufkommende Nachrichten, dass eine Einigung der EU mit der griechischen Regierung möglich sei, ließen den DAX gestern um 3,8 Prozent steigen. Und heute ging die Bullensause zunächst weiter.

Werfen wir einen Blick auf den Chart:

Der DAX hat die 11.311er Marke nun nachhaltig überwunden. Er kletterte dann weiter bis an die obere Begrenzung des roten Abwärtstrendkanals. Hier kam der Kursanstieg zunächst einmal ins Stocken.

Aber was ist denn jetzt mit dem roten Alpha-Target?

Der DAX ließ damit das rote Alpha-Target sozusagen erst einmal rechts liegen. Es geschieht das, was ich hier in den vergangenen Wochen immer wieder betont habe: Nachrichten im Zusammenhang mit der Griechenlandkrise können jederzeit jede Analyse zunichtemachen. Und genau diesen Effekt sahen wir in den vergangenen beiden Tagen. Wobei Sie mit Target-Trend-Methode hier natürlich relativ entspannt bleiben können. Mit dem nachhaltigen Bruch der 11.311er  wird es, wie in der vergangenen Woche beschrieben, wieder leicht bullisher. Ein weiterer bullisher Hinweis wäre der Ausbruch aus dem roten Abwärtstrendkanal. Geschieht das nicht, können die Kurse auch wieder zur unteren Begrenzungslinie des Abwärtstrendkanals fallen. Wirklich bullisher wird es aber nach wie vor erst bei einem neuem Allzeithoch.

Ich kann Ihnen also nicht sagen, ob das Target noch erreicht wird und würde jetzt nicht mehr unbedingt darauf wetten. Doch noch ist es denkbar und wir haben schon häufig sehr "verrückte" Bewegungen zu einem Alpha-Target hin erlebt. Da der DAX an der oberen Grenze des Abwärtstrendkanals erst einmal abgeprallt ist, wäre ein erneuter Test der unteren Linie auch durchaus möglich. Und was passiert zum Beispiel, wenn das griechische Parlament der Einigung nicht zustimmt? Oder Neuwahlen anstehen? Oder es aus sonstigen Gründen doch nicht zu einer Einigung kommt? Dann könnten die Kurse genauso schnell, wie sie zuvor gestiegen sind, wieder einbrechen.

Heftiger Anstieg

Natürlich fragt man sich, wer denn den DAX derart hochgekauft hat, obwohl die Situation in Griechenland noch nicht eindeutig geklärt ist. Die Antwort ist in diesem Fall sogar vergleichsweise einfach: Zunächst handelte es sich um eine Short-Squeeze (Bei einer Short-Squeeze lösen Anleger, die auf fallende Märkte gesetzt hatten, panikartig ihre Positionen auf. Gleichzeitig werden Stopps diverser Shortpositionen ausgelöst. Eine Short-Position, die aufgelöst wird, gleicht einem Kauf. Short-Squeezes sind also höchst impulsive Aufwärtsbewegungen nach länger fallenden Kursen.)

Ein weiterer Grund für den Anstieg ist, dass nach den Nachrichten vom Wochenende wieder Geld in den europäischen Markt fließt. Vor kurzem waren die Barreserven diverser Europa-Fonds auf den höchsten Stand seit sechs Jahren gestiegen. Diese Fonds müssen natürlich, sobald sich abzeichnet, dass es in Griechenland zu einer Einigung kommt, vorsichtig wieder einsteigen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Und wenn großen Fonds in einer Short-Squeeze bei gleichzeitig geringem Verkäufermarkt einsteigen, dann kommt es zu solchen Kursreaktionen.

Und warum fällt der Euro so heftig?

Sehr interessant ist, dass der Euro gleichzeitig deutlich einbricht:

Das mag den einen oder anderen Börsianer verwundern. Aber es gibt eine Reihe von möglichen Gründen, die diesen Kursrückgang erklären. Ein wichtiger Grund ist, dass eben ausländische Fonds, die wieder in Europa einsteigen, gleichzeitig den Euro verkaufen, um sich vor Währungsturbulenzen zu schützen. Denn sobald die Griechenlandproblematik aus dem Fokus rückt, wird die Geldpolitik der EZB und Fed wieder wichtiger für die Anleger werden. Da die Fed die Zinsen anheben will, während die EZB nach wie vor extrem expansiv vorgeht, spricht vieles dafür, dass der Euro eher schwächer und der Dollar eher stärker werden sollte.

Modifizierte Analyse zum Euro-Chart

Aus den Bewegungen der vergangenen Wochen im Euro/US-Dollar ergibt sich eine leicht modifizierte Chartanalyse. Die obere Begrenzung einer möglichen Seitwärtsbewegung habe ich nun von 1,1211 Dollar auf 1,144 Dollar angehoben, wie sie nun auch in dem neuen Chart eingezeichnet ist. Es kann gut sein, dass diese Seitwärtsbewegung noch eine Weile bestehen bleibt. Noch fehlt allerdings die erneute Bestätigung der unteren Linie bei 1,046 Dollar. Doch selbst wenn sich diese Seitwärtsbewegung durchsetzen sollte, rechne ich weiterhin damit, dass die Parität noch erreicht wird. Das wird spätestens dann geschehen, wenn sich nach der ersten Zinserhöhung in den USA weitere Zinserhöhungen oder eine sich anziehende Inflation abzeichnen.

Viele Grüße,

Ihr

Jochen Steffens


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