In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Die chinesische Zentralbank hat in dieser Woche erneut die Leitzinsen erhöht. Daraufhin gingen die Rohstoffpreise zurück. Hintergrund dieses ...
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Inhaltsverzeichnis

Die Folgen der chinesischen Zinspolitik und das Ende eines guten Indikators

Die chinesische Zentralbank hat in dieser Woche erneut die Leitzinsen erhöht. Daraufhin gingen die Rohstoffpreise zurück. Hintergrund dieses Kursrückgangs war die Sorge, dass sich die chinesischen Zinserhöhungen negativ auf das Wachstum in China und damit auch auf das Weltwirtschaftswachstum auswirken werden.

Der Zinsatz auf einjährige Ausleihungen wurde um 25 Basispunkte auf 6,06 Prozent erhöht, die Verzinsung von Einlagen stieg ebenfalls um 0,25 Basispunkte auf 3,0 Prozent. Die chinesische Zentralbank reagierte mit diesem Zinsschritt darauf, dass die Inflation immer noch über der inoffiziellen Zielmarke von 4 % liegt. Und das wiederum hängt damit zusammen, dass die bisherigen Bemühungen, das Wirtschaftswachstum in China zu dämpfen, wenig Erfolg hatten. Somit kämpft China immer noch mit der Sorge einer Überhitzung des Wachstums und der damit verbundenen Crash-Gefahr.

Die Charts sprechen eine andere Sprache

Interessanterweise spiegeln die Indizes, besonders der ShangHai-A-Index, diese Blase aber nicht wider:

Trotz immensen Wirtschaftswachstums befindet sich der ShangHai-A-Index seit August 2009 in einem eindeutigen Abwärtstrend (rote Linien). Lediglich im Oktober 2010 kam es zu einem Ausbruchsversuch, der letzten Endes jedoch gescheitert ist (roter Pfeil). Mit diesem Fehlsignal ist der Abwärtstrend erst einmal wieder intakt.

Vorlaufindikator am Ende

Wie Sie sich vielleicht noch erinnern können, hatte ich den ShangHai A-Index als einen der sehr frühen Vorlaufindikatoren für den Dow Jones vorgestellt, hier die beiden Charts im Vergleich:

Zunächst brach der ShangHai-A-Index ein, der Dow Jones (rot) folgte deutlich später (blauer Pfeil). Dann bildete der ShangHai-A Index einen Boden und wieder folgte der Dow Jones einige Monate zeitverzögert. Mitte 2009 ging zunächst der chinesische Index in eine Seitwärtsbewegung über (grüner Pfeil), und wieder dauerte es einige Monate bis auch der Dow Jones konsolidierte. Aber seit Anfang November 2011 scheint der Dow Jones ein eigentümliches Eigenleben zu führen. Während sich der ShangHai-A-Index immer noch in einem Abwärtstrend befindet (siehe erster Chart), bricht der Dow Jones dynamisch nach oben aus.

Das ist neu. Und diese Veränderung ist eigentlich nur dadurch zu erklären, dass der Zinsunterschied zwischen diesen beiden Ländern, also der USA und China mittlerweile so groß geworden ist, dass es einen merklichen Effekt auf die Entwicklung der Indizes hat – dazu gleich noch mehr.

Was ist mit den Crash-Gefahren

Der Abwärtstrend im ShangHai-A-Chart lässt den Schluss zu, dass hier die Sorgen vor einer wirtschaftlichen Abkühlung durch die Zinserhöhungen eingepreist werden. Doch etwas, dass die Anleger bereits erwarten, führt nur in den seltensten Fällen zu einem Crash. Das bedeutet, aus Sicht der Börsen gelingt es der chinesischen Zentralbank zurzeit ziemlich gut, die Wirtschaft abzudämpfen, auch wenn das bei den tatsächlichen Konjunktur-Kennzahlen noch anders aussieht. Sorgen um einen ausgewachsenen Crash, besonders an den Börsen, muss man sich demnach eher nicht machen. Allerdings kann es natürlich zu einer längeren und unter Umständen auch dynamischeren Konsolidierung kommen.

Die letzte und gleichzeitig interessanteste Frage

Die letzte Frage, die sich dann noch stellt, ist: Wie wirken sich die Zinserhöhungen und die damit verbundene Belastung der chinesischen Wirtschaft auf die US-Wirtschaft aus. Glaubt man den Kursentwicklungen der Indizes, scheint das positiv bewertet zu werden. Allerdings muss man berücksichtigen, dass es hier zu Umschichtungen kommt. Geld fließt aus China in die US-Märkte zurück. Und genau hier wirken sich die Zinserhöhungen aus, denn dahinter steht die Sorge, dass sich das Wirtschaftswachstum in China tatsächlich abkühlen werde. Und da will man natürlich nicht investiert sein.

Wie gesagt, in so einem Umfeld kommt es in der Regel nicht zu einem Börsencrash. Tatsächlich könnte China sogar in nächster Zeit wieder höchst interessant werden, dann nämlich, wenn das Wirtschaftswachstum auf ein moderates Niveau zurückfährt. Wenn das geschieht, wird die Börse mögliche Zinssenkungen einpreisen und dementsprechend ansteigen. Irgendwann würde dann das ganze Geld wieder aus den USA zurück nach China fließen.

Aber bis dahin kann es gut sein, dass diese Umschichtungen noch eine Weile weiter gehen. Das wiederum wird die US-Indizes zusätzlich weiter antreiben. Im Moment ist der Indikator damit quasi auf den Kopf gestellt: die fallenden Kurse in China sind der Hinweis auf steigende Kurse in den USA.  

Viele Grüße

Jochen Steffens


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