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Während in den USA feierlich der Independence-Day begangen wird, also auch die Börsen geschlossen bleiben und unter anderem auch aus diesem Grund der DAX impulslos bleibt, haben wir Zeit, uns noch einmal den Gold-Chart nach der Target-Trend-Methode anzuschauen. Hier gibt es eine interessante Entwicklung:

Wir sehen eine Art Bodenformation am unteren Ende der großen Seitwärtsbewegung (grünes Rechteck) und in der Mitte des ebenfalls gültigen Abwärtstrendkanals (blaue Abwärtslinien) in Form einer W-Formation. Sollte das kleine Zwischenhoch bei knapp 1.640 Dollar überwunden werden, spräche das dafür, dass die Kurse wieder bis zur 1.800-Dollar-Marke laufen werden (obere Begrenzung des grünen Rechtecks). Interessanterweise liegen auf dem Weg dorthin mehrere Targets. Ein Beta-Target auf dem Kreuzungspunkt der blauen Abwärtstrendlinie und der roten Aufwärtstrendlinie. Hier gibt es aber keine weiteren relevanten Linien, die dieses Target bestätigen. Und dann ein schwaches Alpha-Target etwas höher und zeitlich nach hinten versetzt (roter Kreis). Hier treffen sich zwar mehrere Linien, wovon die meisten aber für sich genommen nicht sonderlich relevant sind (deswegen „schwaches Alpha-Target“). Trotzdem können wir davon ausgehen, dass dieses im August / September erreicht wird.

Der Target-Bereich und die Eintrittswahrscheinlichkeit

Ich würde diese ganze Zone einfach als Target-Bereich identifizieren, der zusammengenommen eine vergleichsweise hohe Anziehungskraft auf die Kurse ausüben wird. Aufgrund der hohen Trefferquote der in den vergangenen Jahren hier im Steffens Daily vorgestellten Alpha-Targets folgender Hinweis: Auch Alpha-Targets werden lediglich nur mit einer, wenn auch hohen, Wahrscheinlichkeit erreicht – es gibt keine Sicherheit. Bei einem derart nahen Alpha-Target wie im Gold-Chart,  liegt die Trefferwahrscheinlichkeit so bei ca. 85-90 %. Das bedeutet also in einem bis zwei von zehn Fällen, wird das Target trotz aller Analysen nicht erreicht. Vergessen Sie das nicht!

Wie tradet man so ein Setup?

Und damit sei ausnahmsweise ein kleiner Einblick in die Trickkiste gestattet.

Als erstes müssen Sie sich bewusst machen, dass niemand weiß, wie sich der Goldpreis entwickeln wird – niemand weiß, welche Nachrichten morgen oder eine Sekunde nach dem Trade eintreffen. Also muss man sich erst einmal Gedanken darüber machen, wo man sich absichert.

Der Schutz, die Worst-Case-Szenarien:

Theoretisch ist es immer möglich, dass irgendetwas geschieht, was eine Position zum Beispiel über Nacht massiv in Minus bringt. Je nach Art der Anlageart, zum Beispiel Derivate, kann es sogar sein, dass bei bestimmten Nachrichten der Handel ausgesetzt wird. Kurz, Sie müssen immer mit allem rechnen und deswegen dürfen Sie die Positionsgröße niemals auch nur ansatzweise existenziell werden lassen!

Der Ausstieg

Noch bevor Sie einen Blick auf die möglichen Gewinne werfen, müssen Sie sich um den Ausstieg kümmern, für den Fall, dass es nicht so läuft wie erhofft. Hier gibt es zwei Varianten (gerechnet je Unze Gold):

  1. Die Gesamtposition wird unter der 1.578er Marke, also dem Tief von vor vier Handelstagen, mit einem Stopp abgesichert. Bei einem Kaufkurs von 1.613 Dollar fiele ein Verlust von 35 Dollar (oder etwas mehr, je nach tatsächlichem Ausstiegszeitpunkt) an.  Hintergrund dieses Stopps: Wenn die Kurse jetzt noch mal so weit zurückkommen, ist die mögliche W-Formation hinfällig.

  2. Die Gesamtposition wird unter dem Tief im Mai und damit unterhalb der großen Seitwärtsbewegung bei 1.523,50 Punkten abgesichert. Es verbliebe ein Verlust von 89,5 Dollar (oder mehr). Das wäre die sicherere Variante.

Es hängt von dem möglichen Gewinn ab, für welche dieser Varianten Sie sich entscheiden.
[Anmerkung: Als deutscher Anleger müssten Sie hier auch noch die Währungseventualitäten berücksichtigen! Das lassen wir für dieses Beispiel aber außen vor.]

Die Kursziele:

Als erstes Kursziel eignet sich das gelbe Target bei 1.678 Dollar. Aktuell steht der Kurs bei 1.613 Dollar. Gewinnspanne: 65 Dollar – also nicht sehr viel. Hier kommt also höchstens die erste Stopp-Variante in Frage: Eigentlich wäre es besser, wenn das mögliche Gewinnziel mindestens das Doppelte als der Stopp erbringen würde, also 70 Dollar. Aber gut, machbar ist dieser Trade, wenn auch nicht wirklich schön.

In der zweiten Stopp-Variante wäre der Verlust sogar höher als der mögliche Gewinn, so etwas sollte man per se meiden.

Das rote Alpha-Target und ein gewisses Plus

Das rote Alpha-Target lässt aber auf einen Kursziel von 1.700 Dollar oder 87 Dollar Gewinn hoffen. Auch in diesem Fall müsste man sich für die 1. Stopp-Variante entscheiden. Nur wenn das rote Alpha-Target erreicht wird, dann ist auch der Abwärtstrendkanal nach oben aufgelöst. Gleichzeitig wäre auch die Mitte des grünen Rechtecks, also der bisherigen Seitwärtsbewegung, nach oben aufgelöst, was dafür spräche, dass die Kurse auch noch bis zur 1.800er Marke laufen könnten. Und dann wird es spannend.

Eine interessante Trading-Technik

Sie sichern die Gesamtposition immer noch unterhalb der 1.578er Marke (Variante 1.) ab. (Wie gesagt, schöner wäre es, man könnte die 2. Variante nehmen, aber damit funktioniert der ganze Trade nicht.) Sie teilen daraufhin Ihre Position in drei (oder mehrere) Positionen auf.

Die ersten beiden erwerben Sie direkt. Die dritte nachdem das letzte Zwischenhoch bei 1. 638 Dollar überwunden wurde. Als erstes muss dann der mögliche Verlust der Gesamtposition errechnet werden:

Die möglichen Verluste bei Stopp unter 1.578 Dollar

Zwei  Position erworben bei 1.613 Dollar: möglicher Verlust 2*35 Dollar = ca. 70 Dollar

Dritte Position (sofern der Goldpreis weiter steigt) erworben bei 1.638 Dollar: möglicher Verlust 60 Dollar

Zusammen also mindestens 130 Dollar möglicher Verlust

Die möglichen Gewinne

Die ersten beiden Positionen werden beim Erreichen des roten Targets, sprich bei 1.700 Punkten verkauft. Das ergibt einen Gewinn von 2* 83 Dollar = 166 Dollar. Eigentlich sollte man das Doppelte des möglichen Verlustes als Gewinn anstreben, also 260 Dollar. Aber es ist auch noch nicht die Gesamtposition. Es verbleibt die dritte Position, die bei 1.638 Punkten erworben wurde.

Wenn der Kurs nach dem Erreichen des roten Targets wieder zusammenbricht und der Stopp ausgelöst wird, verringert sich der Gewinn um 60 Dollar – also den Verlust, den in diesem Fall die dritte Position erleiden würde. Es bliebe dann aber immer noch ein Gewinn von 106 Dollar in den Büchern stehen. Diese Variante ist durchaus möglich, da es sich bei dem aktuellen Anstieg des Goldpreises auch lediglich um einen Test der unteren Aufwärtstrendlinie (rote Linie) von unten handeln könnte!

Doch interessant wird es, wenn der Kurs tatsächlich, wie die charttechnische Situation es erwarten lässt, an die 1.800er Marke laufen wird. Die Oberkante des Rechtecks liegt bei der 1.790er Marke. Wenn man hier verkauft, gesellen sich zu den bereits erzielten 166 Dollar weitere  152 Dollar hinzu – macht zusammen 318 Dollar. Das ist deutlich mehr als das Doppelte des möglichen Gesamtverlustes.

Insgesamt ist das damit ein machbarer, wenn auch nicht idealer  Trade! Schöner ist es, wenn die charttechnische Situation ein deutlich höheres Chance/Risiko-Verhältnis aufzeigt und der Stopp etwas sicherer platziert werden könnte. Aber ich wollte Ihnen anhand des Goldpreises einmal zeigen, wie man mit den Chancen und Risiken der Charttechnik umgehen kann und wie emotionslos das Traden dann wird.

Das Schmankerl

Es gibt bei diesem Trade auch noch ein Schmankerl. Die dritte Position ist, sobald das rote Target erreicht wurde, sozusagen „frei“. Das heißt, Sie haben eine Position im Markt, die als Gesamtposition (unter normalen) Umständen keinen Verlust mehr erleiden kann. So etwas ist herrlich, denn Sie können zum Beispiel entspannt abwarten, ob Gold nicht doch aus dem Rechteck nach oben ausbricht. Geschieht das, wäre das nächste Kursziel das ehemalige Hoch des Goldpreises bei 1.900 Punkten. Die letzte Position würde dann bereits 262 Dollar Gewinn erzielen, die Gesamtposition also 428 Dollar. Sollte dieses Hoch auch noch dynamisch gebrochen werden, könnte man sogar noch länger investiert bleiben. Und genau das ist das Sympathische an dieser Art des Tradens. Tatsächlich gleichen nämlich diese verbleibenden Restpositionen, sofern diese einmal ins Laufen kommen, gerne die Verluste einiger anderer Position aus. Ein schönes Spiel.

Aber Sie wissen niemals, welche der getradeten Positionen in den Stopp läuft – das kann auch jetzt bei Gold passieren. Deswegen ist es so wichtig, dass der mögliche Gewinn immer deutlich höher ist, als der mögliche Verlust. Mit dieser Aufsplittung von Positionen kann man dann noch das letzte Quäntchen aus einem Trade herausholen. Sicherlich kann man, wenn das Gesamtbild sehr positiv ist, auch zusätzliche Positionen an weiteren wichtigen Marken erwerben – man muss bei dieser Spielart allerdings immer dafür sorgen, dass das mögliche Minus der Gesamtposition vergleichsweise niedrig bleibt!

Viele Grüße

Jochen Steffens


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