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Weitere Warnsignale – Jetzt aber Vorsicht!

Weitere Warnsignale – Jetzt aber Vorsicht!
von Jochen Steffens

Jetzt müssen wir vorsichtig werden. Vielleicht erinnern Sie sich noch an diesen Chart, den ich Ihnen vor kurzem vorgestellt hatte:

Ich hatte hier den Bereich eingezeichnet, in dem sich der Dow Jones in den letzten 11-12 Jahren die meiste Zeit aufgehalten hat. Er liegt zwischen 9.650 und 11.400 Punkten (hier als grünes Rechteck markiert). Auf der Zeitebene zeigen die blauen Rechtecke die Phasen an, in denen sich der Dow innerhalb dieses Bereichs aufgehalten hat und die roten, die Phasen, in denen er sich außerhalb aufhielt. Anhand der Verteilung der Farben ist bereits deutlich zu erkennen, dass sich der Dow Jones tatsächlich überwiegend, nämlich nahezu in zwei Dritteln der Zeit in diesem Bereich zwischen 9.650 und 11.400 Punkten aufgehalten hat.

Dow Jones scheitert an historischem Widerstand

Zwar konnte der Dow Jones sein Jahreshoch überwinden, allerdings scheiterte er jetzt an dieser 11.400er Marke, also an der oberen Begrenzung dieses wichtigen Rechtecks. Und angesichts der historischen Relevanz dieses Rechtecks ist diese Marke sicherlich bedeutender als das Jahreshoch selbst. Es steigt somit die Gefahr, dass der Dow Jones wieder deutlicher zurückfällt und damit in diesem Rechteck verbleibt, das bereits seit über 11 Jahren den Dow quasi gefangen hält.

S&P500 generiert Fehlsignal am Jahreshoch

Das ist umso unerfreulicher, als der S&P500 an seinem Jahreshoch nun ein Fehlsignal ausgebildet hat:



Fehlsignale sind häufig starke Zeichen, die auf eine Gegenbewegung schließen lassen. Das heißt, auch hier ist es möglich, dass der S&P500 noch deutlicher zurückkommt. Wenn man dann noch den Nasdaq100 hinzunimmt, der unter seinem Mehrjahreshoch aus dem Jahr 2007 steht, wird einem als Charttechniker schon etwas mulmig zumute:

Die Ähnlichkeit mit den 70er Jahren

Aber es gibt noch einen weiteren Punkt, der bedenklich stimmt. Wie Sie wissen, vergleiche ich die aktuelle Situation seit 1997 mit der langen Seitwärtsbewegung des Dow Jones in den 60er und 70er Jahren. Und da kam es am Ende dieser Seitwärtsbewegung 1974 zu einem Crash, der dem aktuellen in vielerlei, sogar auch fundamentaler Hinsicht gleicht. Auf die Einzelheiten möchte ich hier jetzt nicht eingehen, schauen Sie sich aber folgenden Chartvergleich an:

 

Links sehen Sie die Entwicklung des Crash zwischen 1973 und 1977. Rechts die aktuelle Entwicklung im Nasdaq100. Sofort fällt die überraschende Ähnlichkeit der beiden Kursverläufe auf (auf die ich hier im Steffens Daily auch bereits mehrfach hingewiesen habe). Interessant ist die Erholungsrally nach dem Crash. Es kam jeweils zu einer dynamischen Erholung, der eine längere, große Konsolidierung folgte (rote Pfeile). Im Anschluss an diese Konsolidierung kam es zu einem höchst dynamischen, fast senkrechten Anstieg der Kurse (blaue Pfeile). Dieser konnte 1976 nicht fortgeführt werden. Stattdessen kam es zu einem langsamen, aber deutlichen Kursverfall. Droht uns also jetzt eine ähnliche Entwicklung?

Nicht überbewerten

Das kann man sicherlich nicht ausschließen. Aber man darf natürlich diese heute hier vorgestellten Fakten nicht aus dem Kontext reißen. Im Prinzip ist es nur ganz normal, dass die oben vorgestellten Indizes an diesen markanten Widerständen nach der fulminanten Rally der letzten Wochen Schwierigkeiten haben. Den Bullen ist einfach zunächst die Luft ausgegangen – ein ganz normaler Prozess.

Auch die Ähnlichkeit mit den 70er Jahren ist natürlich nur ein Indiz, mehr nicht. Solche Ähnlichkeiten tauchen immer wieder auf, aber sie enden auch irgendwann. Leider weiß man nie, wann das genau ist.

Noch bullish!

Grundsätzlich bleibe ich aber trotz dieser charttechnischen Fakten aufgrund der fundamentalen Gegebenheiten noch bei meiner bullishen Ausrichtung(!).

Allerdings gehöre ich nicht zu den Tradern, die permanent bullish oder bearish sind, egal was passiert. Als Trader muss man sich Börse jeden Tag aufs Neue erschließen und natürlich jeden Tag seine eigene Meinung kritisch hinterfragen. Ansonsten wird man, wie leider viele meiner Kollegen, betriebsblind.

Und aus diesem Grund müssen wir die oben gezeigten Fakten durchaus als Warnsignale begreifen. Sie sind ein Aufruf, sehr vorsichtig zu werden und eventuell auch erste Gewinne einzutüten und andere Positionen mit Stops abzusichern. Über diese Stops können Sie dann die Investitionsquote für den Fall weiter fallender Kurse Stück für Stück verringern.

Falls Sie bereits jetzt schon erste Verkäufe wagen, müssen Sie allerdings auch in der Lage sein, sofort wieder einzusteigen, wenn diese Warnsignale nach oben aufgelöst werden.

Das wäre der Fall, wenn der Dow Jones nachhaltig über der 11.400-Punkte-Marke ausbricht, der S&P500 dann sicherlich auch sein Jahreshoch nach oben auflöst und der Nasdaq100 sein Mehrjahreshoch aus dem Jahr 2007 überwindet.

Viele Grüße

Jochen Steffens

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