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Neue Deutsche Welle

Neue Deutsche Welle
Bernd Raschkowski

Erinnern Sie sich noch, wie negativ der Standort Deutschland vor einigen Jahren gesehen wurde? Steigende Arbeitslosenzahlen, zu hohe Lohnnebenkosten, angehobener Mehrwertsteuersatz, unfähige Regierung, schlechtes Schulsystem, zu wenig Akademiker etc. Der Wirtschaftsstandort Deutschland könne im internationalen Vergleich einfach nicht mehr mithalten, hieß es damals in verschiedenen Studien. Und wie sieht es heute aus? Im Herbst 2010 ist von dem negativen Geschwätz nicht mehr viel zu sehen – im Gegenteil!

Nur rund zwei Jahre nach der Lehman-Pleite und dem Hypo-Real-Desaster sowie der damit verbundenen größten Wirtschaftskrise der vergangenen 70 Jahre blickt die deutsche Wirtschaft wieder positiv in die Zukunft und zieht den Neid vieler Länder auf sich. Im zweiten Quartal dieses Jahres stieg das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands um 2,2 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres. Für das Gesamtjahr 2010 wird ein Wirtschaftswachstum von mindestens drei Prozent erwartet – für good old Germany extrem viel. Für das Jahr 2011 sieht es mit einem erwarteten Wachstum von 1,9 Prozent ähnlich gut aus. Plötzlich ist Deutschland wieder angesagt.

Getragen wird der Aufschwung in erster Linie durch den Exportsektor. Besonders die Automobil- und Maschinenbaubranche freut sich über die gestiegene Nachfrage ihrer Produkte und kommt den Aufträgen aus der ganzen Welt kaum noch nach. Mittlerweile springt aber auch die Inlandsnachfrage wieder an. Erst kürzlich stieg der GfK-Konsumklimaindex auf 4,9 Punkte und verblüffte damit selbst hartgesottene Optimisten.

Hausaufgaben gemacht

Doch wie kommt es zu dem stärksten Wachstum Deutschlands seit über 20 Jahren? Wie immer spielen viele Faktoren zusammen. Zum einen profitiert Deutschland mit seiner ausgeprägten Exportwirtschaft besonders von dem niedrigen Euro-Kurs, der durch die Probleme in Griechenland & Co. stark unter Druck geraten ist. Zum anderen sind die Reallöhne – anders als bei den europäischen Nachbarn – in den vergangenen Jahren gesunken und liegen heute sogar unter dem Niveau von 1990. Darüber hinaus haben deutsche Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht, in vielen Fällen konnte die technologische Führungsposition der Firmen sogar weiter ausgebaut werden. Auch die konsequenten Sparprogramme der Unternehmen zeigen ihre positive Wirkung.

Konjunkturlokomotive Deutschland

Der Boom „Made in Germany“ wird längst auch über die Landesgrenzen hinaus bewundert. Ungläubig rätseln die Nachbarn Frankreich, Großbritannien und Italien, die alle nicht über ein Wachstum von 0,6 Prozent im zweiten Quartal hinaus gekommen sind, über das Geheimnis des neuen Erfolgs. Selbst die sonst so dynamische Wirtschaftsmacht USA kann mit der neuen deutschen Welle nicht mithalten und blickt neidisch auf die guten Wirtschaftsbeziehungen zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen.

Risiken nicht außer Acht lassen

Natürlich darf man jetzt nicht die rosa-rote Brille anziehen und sich auf dem jüngsten Erfolg ausruhen. Nach wie vor gibt es verschiedene Unsicherheitsfaktoren wie zum Beispiel die (auch in Deutschland) hohe Staatsverschuldung oder der wieder anziehende Euro. Vor allem muss man aber auch beachten, dass die Leitzinsen in Folge der Finanzkrise immer noch historisch niedrig sind und somit aktuell schlaraffenland-ähnliche Zustände herrschen. Langfristig werden die Zinsen wieder steigen und die wirtschaftliche Erholung auf eine harte Probe stellen.

Chancen auf eine Jahresendrally

Dennoch: Deutschland ist besser als sein Ruf. Die Aussichten auf einen langfristigen, stabilen Aufschwung stehen gut. Und damit zum Dax: Der deutsche Leitindex notiert zwar aktuell immer noch unterhalb des Widerstands bei rund 6.355 Punkten, die Chancen für einen Ausbruch nach oben stehen meiner Meinung nach jedoch besser als für einen erneuten Einbruch. Solange die Märkte mit Liquidität geflutet werden bleibe ich für den Aktienmarkt optimistisch. Ich könnte mir durchaus eine Jahresendrally vorstellen, die den Dax in den kommenden Wochen bis auf das Niveau von 6.700 Punkten ansteigen lässt. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Viele Grüße und gute Investments,

Bernd Raschkowski


P.S.: Nach diversen Urlaubsvertretungen hier im Steffens Daily haben mich in den vergangenen Wochen zahlreiche Mails von Lesern erreicht. An dieser Stelle möchte ich mich für das positive Feedback ausdrücklich bedanken! Auch in Zukunft würde ich mich über Ihre Meinungen, Anregungen oder auch kritischen Anmerkungen freuen.
 

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