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Die großen Trends starten in Stimmungstiefs
US-Konjunkturdaten  

Die großen Trends starten in Stimmungstiefs
von Jochen Steffens

Mal rauf und runter und wieder rauf, aber entscheiden will sich der DAX noch nicht. Ein seltsamer Markt ist das zurzeit. Goldene Löffel kann man sich als Trader momentan sicherlich nicht verdienen. Also blicken wir ein wenig in die Vergangenheit. Am Dienstag wurde das Verbrauchervertrauen des Conference Boards in den USA veröffentlicht. Es notiert fast auf historischen Tiefstständen. Aber das verwundert angesichts hoher Arbeitslosigkeit und der großen Probleme in den USA nicht. Die Stimmung der US-Bürger ist auf dem Tiefpunkt.

Der langfristige Vergleich

Einige von Ihnen werden sich an meinen Vergleich der aktuellen Situation mit der Situation der 60-80er Jahre in den USA erinnern. Diesem Vergleich liegt ein Zyklus zugrunde, der besagt, dass auf 15-20 Jahre Seitwärtsbewegungen ebenso 15-20 Jahre Aufwärtstrends folgen. Die letzte dieser großen Seitwärtsbewegungen hatten wir in den 60-80 Jahren, als der Dow Jones Industrial 20 Jahre lang immer wieder an der 1.000-Punkte-Marke scheiterte.

Interessant ist, wie sich das Verbrauchervertrauen damals entwickelte. Dazu müssen wir auf das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan zurückgreifen, da die Daten des Conference Boards in meiner Datenbank lediglich bis 1997 zurückreichen.

In dem letzten großen Börsencrash der Seitwärtsbewegung in den 60-80er Jahren sank das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan auf 57 Punkte. Lassen Sie sich nicht davon täuschen, dass diese Seitwärtsbewegung so klein aussieht: In diesem Crash brach der Dow Jones vom Hoch bei 1067,20 Punkte auf 573,22 Punkte ein, also um knapp 50 %.

Danach lief die Börse von 1975 bis Mitte der 80er seitwärts. Allerdings gesellten sich zu den strukturellen Problemen in den USA noch geopolitische Probleme hinzu. Damals kam es nach den Ölkrisen zu der Krise im Iran und auch der sowjetische Einmarsch in Afghanistan belastete die Märkte. Diese Faktoren führten dazu, dass der Ausbruch des Dow Jones aus seiner Seitwärtsbewegung um einige Jahre verzögert wurde.

Das Verbrauchervertrauen

Doch werfen wir einen Blick auf das Verbrauchervertrauen. Mit dem Crash 1974/75 rutschte das Verbrauchervertrauen auf ein bis dahin historisches Tief von 57 Punkten (linker blauer Pfeil). Genau das gleiche geschieht in der aktuellen Situation (rechte blaue Pfeile).

Man mag es kaum glauben aber 1975 war die Stimmung in den USA ähnlich desaströs wie heute. Angesichts der Ölkrisen, hoher Arbeitslosigkeit und Produktivitätsproblemen wurde sogar ebenfalls die Systemfrage gestellt. Doch das war nicht einmal das Stimmungstief. Wenige Jahre später sank die Stimmung im Zuge der oben genannten geopolitischen Verwerfungen auf ein noch niedrigeres Niveau (roter Pfeil), das sogar die aktuelle Stimmung in den USA noch unterbot. Kaum vorstellbar.

Schlechte Stimmung ist eine gute Ausgangslage für Rallys

Das Bemerkenswerte an dieser Grafik ist aber etwas anderes. Als die Stimmung ihren Tiefpunkt fand, starteten die Börsen ihren großen langjährigen Aufwärtstrend, und dahinter verbirgt sich eine Gesetzmäßigkeit.

Tatsächlich können die wirklich großen Aufwärtstrends nur dann starten, wenn die Stimmung in der Bevölkerung derart negativ und aussichtslos ist. Das mag etwas schwierig zu glauben sein. Dreht man es jedoch um, wird es deutlicher: Die großen langjährigen Trends enden immer dann, wenn die Stimmung extrem euphorisch wird. Das Stichwort dazu: Die Hausfrauen-Rally. Und auch das sieht man in der obigen Grafik deutlich. Der gleiche Effekt nur eben am anderen Extrem.

Die kleinen Anleger sind immer die Dummen

Dieser Zusammenhang erklärt auch, warum die wenigsten Anleger an den Börsen ein Vermögen machen. Um in der aktuellen Stimmungslage zu investieren (also jetzt), muss man schon verdammt ignorant sein. Die Krisen scheinen zu gewaltig, die Gefahren zu hoch, die Chancen zu aussichtslos, als dass man den Mut hätte, auf langfristig steigende Aktienmärkte zu setzen. Glauben Sie mir, ich mache mir auch viele Sorgen. Aber genau das ist der Grund, warum ich mir seit geraumer Zeit langsam aber kontinuierlich ein langfristiges Depot aufbaue.

An dem Verbrauchervertrauen sehen Sie, dass die Stimmung zum Schluss der großen Seitwärtsbewegung der 60-80er ähnlich erdrückend gewesen sein muss. Niemand hätte damals geglaubt, dass der Dow Jones auf 10.000 Punkte steigt – wirklich niemand!

Und was ist, wenn es genau wie damals ist?

Wer sagt Ihnen, dass jetzt nicht genau das Gleiche geschieht? Wer sagt Ihnen, dass wir nicht in wenigen Monaten oder Jahren den Start eines 15 bis 20 jährigen Aufwärtstrends erleben und damit diesen alten Börsenzyklus fortsetzen? (sofern nicht ähnliche geopolitische Probleme wie Anfang der 80er auftauchen).

Es geht dabei nicht darum, jetzt blind sein gesamtes Vermögen in Aktien zu investieren. Das ist Unsinn. Die Gefahren sind da und niemand kann Ihnen versprechen, dass es nicht doch noch einen riesigen Knall gibt.

Wichtig ist jedoch, sich nicht von der negativen Mainstream-Meinung verrückt machen zu lassen. Nur dann können Sie die Chancen sehen, wenn sie kommen. Wenn in den nächsten Jahren eine solche Rally startet, sollten Sie einfach dabei sein – vorsichtig aber beherzt. Das ist alles.

Und ich verspreche Ihnen, die meisten Anleger werden erst dann wieder mutig investieren, wenn das Verbrauchervertrauen und damit auch das Vertrauen der Anleger, erneut in der Nähe der Hochs steht. Und das ist bekanntlich kein guter Zeitpunkt, Aktien zu kaufen…

Reich wird man nur, wenn man die Chancen in den Zeiten sieht, in denen es keine Chancen zu geben scheint…

Viele Grüße

Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind um 16.000 auf saisonbereinigt 453.000 gesunken. Analysten hatten mit 460.000 Erstanträgen gerechnet. Der weniger volatile gleitende Vier-Wochendurchschnitt fällt damit weiter und zwar auf 458.000. Das ist das niedrigste Niveau seit Ende Juli.

Wichtig ist, dass der Vierwochendurchschnitt weiter fällt und somit kein neuer Aufwärtstrend bei den Erstanträgen entsteht. Sollten die Werte weiter fallen, würde das meine Vermutung bestätigen, dass sich der US-Arbeitsmarkt ab November beruhigt.

Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex stieg überraschend deutlich auf 60,4 Punkte. Analysten hatten lediglich mit 55,6 Punkten gerechnet, nach zuvor 56,7 Punkten.

 

Damit stabilisiert sich dieser Index nach dem kleinen Einbruch im Vormonat doch wieder auf höherem Niveau. Das muss als positives Zeichen für den ISM-Index gewertet werden, der morgen veröffentlicht wird.

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