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Banken-Pleitewelle droht
von Jochen Steffens
 
Das Protokoll der letzten US-Notenbank-Sitzung hat wie erwartet nicht viel Neues gebracht. Die Fed geht davon aus, dass die Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt, die hohen Energiepreise und die weiterhin angespannte Lage am US-Immobilienmarkt das Wirtschaftswachstum in den USA in den nächsten Quartalen belasten wird. Die Konjunkturaussichten könnten sich zudem weiter eintrüben, wenn sich die Lage an den Finanzmärkten verschlechtern sollte.
Etwas Uneinigkeit herrschte bei der Frage ob der Inflationsdruck abnehmen werde. Generell geht die Fed aber davon aus, dass die Energie- und Rohstoffpreise sich beruhigen werden und somit auch der Inflationsdruck abnehmen wird.  
Die meisten Analysten gehen nach der Veröffentlichung des Fed-Statements davon aus, dass es zunächst zu keinen weiteren Zinsschritten kommen wird. Das beruhigte natürlich die Aktienmärkte.
 
Banken-Pleitewelle droht
 
Die Sorgen kommen von anderer Seite: Nach Angaben des staatlichen Einlagensicherungsfonds der USA ist die Zahl der Banken, die in Schieflage geraten sind, von 90 im ersten Quartal 2008 auf nun 117 Banken im zweiten Quartal angestiegen. Die Gewinne der insgesamt 8500 Banken sollen gleichzeitig zum ersten Quartal um 86 Prozent auf 5 Mrd. Dollar gesunken sein!

Das ist umso kritischer, da auf die US-Banken die teuerste Refinanzierungswelle ihrer Geschichte zukommt. Sie müssen bis Ende 2009 Anleihen im Volumen von über 800 Mrd. Dollar zurückzahlen, während sich der Renditeaufschlag zu den US-Staatsanleihen auf über 4 % ausgeweitet hat.
 
Es kann also gut sein, dass bis zum Jahresende noch einige sehr schlechte Nachrichten aus dem US-Bankensektor zu hören sein werden. Besser wird es dann wahrscheinlich 2009. Denken Sie aber immer daran: Börsen nehmen Entwicklungen vorweg – irgendwann "demnächst" werden diese anfangen darauf zu spekulieren, dass das Gröbste der Finanzkrise hinter uns liegt.
 
Dax erholt sich

Der Dax erholte sich nach anfänglichen Verlusten im Anschluss an die Veröffentlichung der US-Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter. Diese konnten im Juli um 1,3 % zulegen, nachdem sie bereits im Vormonat um 1,3 % gestiegen sind. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,2 % gerechnet. Auch diese Zahlen muss man im Zusammenhang mit den anderen sich leicht verbessernden US-Wirtschaftsdaten sehen. Wie ich hier schon mehrfach darauf hingewiesen habe, werden sich die niedrigen Zinsen natürlich positiv auf das US-Wirtschaftswachstum in den USA auswirken. Erste Anzeichen dieser Verbesserung konnte man in den letzten Wochen bereits erkennen. Diese ersten Anzeichen werden sich nun immer mehr verdichten.

Eines darf jedoch nicht passieren: Der Ölpreis darf nicht zu sehr ansteigen. Denn die Zinsen in den USA können nur so lange niedrig bleiben, wie der Inflationsdruck durch die stark gefallenen Rohstoffpreise rückläufig ist. Die niedrigen Zinsen werden erst über ein stärkeres Wirtschaftswachstum neuen Inflationsdruck aufbauen. Das aber natürlich zeitversetzt. Irgendwann wird der Markt anfangen dieses Thema zu spielen. Spätestens wenn im September die Umsätze in den Markt zurückkommen, werden wir also eine Entscheidung erleben.
 
 
W-Formation gescheitert
 
Die gestrige W-Formation ist mit dem heutigen Kurseinbruch zum Handelsbeginn im Dax gescheitert. Es kam zunächst nicht zu einem nachhaltigen Ausbruch über das Zwischenhoch. Wie ich gestern geschrieben habe, ist die Prognosequalität dieser Formation ohne diesen Ausbruch eher gering. So langsam muss man durch die letzten Entwicklungen im Dax-Stundenchart die Dax-Analyse umstellen:
 
 
 
 
 
Sollten sich die Kurse auf dem aktuellen Niveau fangen, bildet sich ein neuer Aufwärtstrend (blau). Dann könnten die Kurse recht zügig das Niveau von 6750 Punkten erreichen. Allerdings kann es sich bei der aktuellen Bewegung auch noch um eine Flagge handeln (rote Formation). Sollte also die untere Trendlinie nachhaltig (und mit Dynamik) gebrochen werden, müssen wir aufgrund dieser Betrachtung mit Kursen um 6000 Punkten rechnen.
 
Eigentlich seitwärts
 
So schön auch dieser Trend aussehen mag, solange die Kurse die enge Range der letzten Tage nicht verlassen, würde ich einfach noch von einer Seitwärtsbewegung ausgehen. Das bedeutet, dass es erst beim Bruch der 6360-Punkte-Marke bullisher wird. Die 6229er-Marke stellt hingegen die untere Unterstützung dar, und erst beim Bruch der 6200er Marke wird es bearisher. So gesehen hat sich nichts verändert, aber diese neue Analyse muss man im Auge behalten.

Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 
 

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