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Panik-Modus in turbulenten Zeiten
von Jochen Steffens
 
Jetzt fängt der Hexentanz wohl schon ein paar Tage früher an. Der Dax konnte die 6000er Marke nicht halten, und schon rauscht es in die Tiefe. Ein sehr gefährliches Niveau. Die nächsten großen Positionen liegen bei 5800 Punkten. Wenn diese Marke auch noch gerissen wird, dürften einige Stillhalter nervös werden. Ich bin aber auf der anderen Seite auch noch nicht sicher, ob es in den nächsten Tagen nicht doch noch zu impulsiven Gegenbewegungen nach oben kommt.
 
Heute hat Goldman Sachs, die weltweit größte Investmentbank, ihre Quartalszahlen gemeldet. Der Konzerngewinn brach um 70 % ein. Die Eigenkapitalrendite liegt nur noch bei 8,8 %, nach 20,4 % zuvor. Damit ist nun auch dieses große Unternehmen in den Sog der Krise geraten, obwohl die Zahlen zumindest besser sind, als erwartet, und Goldmann macht immerhin noch Gewinn. Die Aktie verliert trotzdem knapp 10 %.
 
AIG kurz vor dem Konkurs?
 
AIG hat gestern um die 60 % verloren. Gerüchten zufolge hat AIG nur noch heute Zeit, um darzulegen, wie das Unternehmen an 70 Mrd. Dollar herankommen kann. Dann wird auch dieses Unternehmen Konkurs anmelden müssen. Ein Konkurs von AIG wäre katastrophal, da sehr viele andere Finanzunternehmen in Geschäftsbeziehungen zu AIG stehen. Analysten erwarten für den Fall einer Insolvenz einen Domino-Effekt, der auch noch einige weitere Unternehmen mit in den Abwärtsstrudel des Versicherers ziehen könnte.
 
Eigentlich würde ich sage, dass die Versicherung sicherlich gerettet wird, notfalls tritt die US-Regierung als Retter auf. Doch die USA können nicht alle maroden Unternehmen aufkaufen, zumal auch die US-Bevölkerung da nicht mitspielen wird. Ich bin gespannt, was da nun für eine Lösung gefunden wird.
 
Aber man kann es trotzdem kurz und einfach machen: Wenn AIG gerettet wird, könnte es das heute gewesen sein. Wenn nicht... dann geht es wohl noch eine Ebene tiefer.
 
Fed wird wahrscheinlich die Zinsen senken
 
Ich muss mit der aktuellen Entwicklung an den Märkten meine gestrige Vermutung, dass es besser wäre, die Fed würde die Zinsen nicht senken, relativieren. Es wird zu einer solchen Zinssenkung kommen, die Fed hat kaum eine Wahl. Der Markt will die Zinssenkungen sehen, und die Fed wird den Markt nicht enttäuschen. Auch wenn ich immer noch glaube, dass es besser wäre, die Zinsen unverändert zu belassen. Einfach weil es ein Zeichen von Kontinuität wäre – aber ich habe (vielleicht zum Glück) kein Stimmrecht... 
 
Zudem bricht der Ölpreis weiter ein und notierte bereits zeitweilig unter 90 Dollar. Das dämpft den Inflationsdruck in den USA erheblich. Wenn nun auch noch die US-Wirtschaft in eine Rezession fällt, wird auch von dieser Seite der Inflationsdruck nachlassen. Das lässt der Fed zumindest die Chance, die Zinsen weiter zu senken, beziehungsweise niedrig zu halten. Auch kann es gut sein, dass im Falle einer Rezession schnell wieder Deflationssorgen aufkommen. Diese werden gemeinhin mit niedrigen Zinsen bekämpft. So gesehen kann also die Fed bei ihrer Niedrigzinspolitik bleiben.  
 
Finanztitel sind die Verlierer
 
Im Sog dieser Ereignisse kommen heute auch im Dax wieder die Finanztitel unter die Räder. Der Markt ist angeschlagen und wird gerade angezählt. Dazu der aktuelle Dax-Chart:
 
 
 
Der Dax hat damit nun seine Keilformation leicht nach unten gebrochen. Wenn es im Anschluss an die Fed-Sitzung heute Abend zu einem Reversal kommen sollte, wäre das bullish. Gerne werden solche Keilformationen und Dreiecke zunächst auf der einen Seite verletzt, bevor sie auf der anderen Seite signifikant ausbrechen.

Wenn aber auch dieser Bruch nach unten nachhaltig wird, wird es charttechnisch noch düsterer, als es sowieso schon durch den Bruch des letzten Tiefs und damit der 6000er Marke geworden ist. Auch das passt zum AIG-Problem.
 
Panik-Modus
 
Aber meiner Meinung nach befindet sich der Dax im Panik-Modus. Hier ist kein rationales Handeln mehr zu erkennen. Einige Aktien werden abgestraft, als ob sie bald pleite gehen. Es wird geschmissen, was das Zeug hält. Ich kann mich nur wiederholen; Wenn Sie im Hinblick auf die Abgeltungssteuer ein langfristiges Depot planen, kaufen Sie diese Schwäche. Nicht alles auf einmal, sondern nach und nach. Sie haben bis zum Jahresende Zeit! Und wenn es dann immer noch düster aussehen sollte, sichern Sie Ihr langfristiges Depot ab, bis die Krise vorbei ist.
 
Aber auch als kurzfristiger Anleger sollten Sie sich nicht beeinflussen lassen. Wenn Sie sich an das gehalten haben, was ich hier in den letzten Monaten gesagt habe, sollten Sie nur vorsichtig investiert sein. In diesem Fall gilt: Machen Sie sich jetzt frei von aller Panik. Lassen Sie sich nicht von dem Hin und Her, nicht von den schlechten Nachrichten, nicht von den Kursen verrückt machen! Bleiben Sie ruhig und gelassen und fokussieren Sie Ihre Konzentration auf die Chancen, die in solchen Situationen entstehen! Seien Sie froh, wenn Sie genügen Cash auf dem Konto haben, um dann, wenn sich alle verbrannt haben, noch halbwegs ohne Blessuren einsteigen zu können.
 
Ich weiß, dass es schwer ist, sich von der Massenstimmung zu lösen. Aber das muss man als Anleger können, sonst hat man an den Börsen nichts zu suchen. Denken Sie immer daran, es gab schon viele Krisen an den Märkten und selbst nach 1929 rotierte die Börsenwelt weiter – und auch dieses Mal wird die Börse sich irgendwann wieder fangen. Wer dann noch aufrecht steht, der hat gewonnen!

Viele Grüße

Jochen Steffens
  
P.S. Wie jeden Dienstag hier noch der Hinweis auf meine Kolumne "Hexensabbat als Kaufchance" bei www.boerse-online.de. Ich gehe dort auf Verfallstage als Umkehrpunkte ein.
 

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US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens
 
Die Verbraucherpreise sind im August um 0,1 % gesunken. Das lag in den Erwartungen. Im Monat zuvor waren die Preise um 0,8 % geklettert. Auf das Jahr gesehen stiegen die US Verbraucherpreise um 5,4 %.

Die Kernrate stieg allerdings noch um 0,2 % gestienoch. Das war  ebenfalls so erwartet worden. Im Vormonat hatte die Kernrate noch um 0,3 % zugelegt. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Kernrate um 2,5 % geklettert.
 
Dass die Verbraucherpreise den Erzeugerpreisen etwas hinterherhinken, damit war zu rechnen. Aber auch hier sieht man, dass der Inflationsdruck weiter nachlässt. Sollten sich die Rohstoffpreise nicht erheblich erholen, werden wir hier bei der nächsten Veröffentlichung noch einen deutlicheren Rückgang erleben.
Der nachlassende Inflationsdruck konnte natürlich heute keine großartige Erholung an den Märkte bewirken. Hier half eher das Gerücht, dass es Rettungspläne für die AIG geben soll.

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