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Bafin verbietet ungedeckte Leerverkäufe

Ausgabe vom 19.05.2010

 
Bafin verbietet ungedeckte Leerverkäufe
 
Bafin verbietet ungedeckte Leerverkäufe
von Jochen Steffens
Der DAX bricht heute plötzlich über 2,5 % ein. In den Medien wird als Hauptgrund angegeben, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) seit Mitternacht ungedeckte Leerverkäufe von zehn deutschen Finanzinstituten, Schuldtitel von Staaten der Euro-Zone sowie Kreditausfallversicherungen (CDS)  verboten hat. Bei ungedeckten Leerverkäufen handelt es sich um Leerverkäufe, bei denen der Verkäufer die Aktie (das Wertpapier) nicht einmal geliehen hat.
Eigentlich ist diese Maßnahme zu unterstützen. Ungedeckte Leerverkäufe können zu Problemen führen. Doch bringen kurzfriste Aktionen nicht viel. Hier müssten international vernünftige und vor allem überprüfbare Regelungen gefunden werden. Untersuchungen haben ergeben, dass ein kurzfristiges Verbot keinen erkennbar positiven Einfluss hat. Wir erinnern uns noch an die Leerverkaufs-Verbote im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise. Meines Erachtens gab es auch damals keine nennenswert positiven Effekte. Wobei wir natürlich nicht wissen, was passiert wäre, wenn es dieses Verbot nicht gegeben hätte.
Verunsicherung führt zu Kurseinbruch
Das Problem ist nur, dass zurzeit der Aktionismus der deutschen Regierung bei einigen Anlegern ein unsicheres Gefühl aufkommen lässt. Einige haben wohl den Eindruck, dass solche Maßnahmen ein Hinweis dafür sind, dass die Krise noch schlimmer sei, als bereits vermutet. Und tatsächlich, dieser Aktionismus wirkt etwas unbeholfen, und man fragt sich: Was soll das alles?
Eine mögliche Erklärung
Interessanterweise ist durch diese Aktion eine Meldung untergegangen, die meiner Meinung nach wesentlich brisanter ist. Bereits gestern wurde gemeldet, dass der US-Senat einstimmig (!) für eine Klausel gestimmt hat, die zu einem Problem für die EU werden könnte. Diese Klausel besagt, dass die USA von ihrem Veto-Recht Gebrauch machen sollen, sofern der Internationale Währungsfonds (IWF) Kredite an Staaten vergibt, deren Staatsschulden das jährliche Bruttosozialprodukt übersteigen. So soll sichergestellt werden, dass die Staaten diese Kredite auch zurückzahlen können. Hintergrund dieser Klausel ist, dass die USA indirekt mit bis zu 40 Mrd. Dollar an den IWF-Hilfen für Griechenland beteiligt sind. Nach den milliardenschweren Rettungsaktionen der Finanzindustrie und den teuren Konjunkturprogrammen regt sich in den USA Widerstand gegen finanzielle Hilfen für das Ausland.
Noch tritt diese Klausel nicht in Kraft, erst muss noch das Repräsentantenhaus darüber abstimmen. Sollte das jedoch geschehen, wäre der schöne Rettungsplan für Griechenland in Gefahr.
In diesem Zusammenhang könnte der Aktionismus der Bundesregierung Sinn machen. Vielleicht wird durch das Verbot von Leerverkäufen möglichst früh versucht, die Weichen für den Fall zu stellen, dass das Rettungspaket für Griechenland über ein Veto der USA gekippt wird.
Die Ärmsten der Armen
Ob die Klausel allerdings durch das Repräsentantenhaus kommt, ist fraglich. Immerhin würde sie nicht nur Griechenland, sondern auch einige der ärmsten Länder dieser Erde treffen. Zudem höhlt sie, soweit ich weiß, auch eine der Kernaufgaben des IWFs aus. Hier wird sich sicherlich noch Widerstand regen.
Euro, Euro, wohin fällst du noch?
Der Euro ist nach diesen Nachrichten zunächst weiter zurückgekommen. Im weiteren Handel erholte er sich allerdings wieder leicht. Dazu ein Blick auf den Chart:



Noch befindet sich der Euro in einem sehr breiten Aufwärtstrend (rote Linien). Gefährlich ist, dass er gerade die Mittellinie unterschritten hat. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass er nun versucht, an die untere Linie des Trendkanals zu laufen. Das muss allerdings nicht in einem Rutsch passieren. Denkbar wäre auch eine wesentlich langsamere, zum Schluss seitwärts gerichtete Bewegung.
„abc“-Konsolidierung
Doch zunächst ist es erst einmal eine „abc“-Konsolidierung. Die erste Abwärtsbewegung vom Hoch ist „a“. Die Gegenbewegung „b“ und die aktuelle Abwärtsbewegung „c“.  „c“ ist in den meisten Fällen genau so lang wie „a“. Das ist durch die blauen Rechtecke gekennzeichnet. Demnach ist sogar noch etwas Platz nach unten. Im Bereich von 1,20 Dollar trifft der Euro auf jeden Fall auf eine breite Unterstützung, deren Kernbereich ich hier grün gekennzeichnet habe und der von 1,12 bis 1,17 Dollar verläuft. Hier wird der Euro alles tun, um eine Gegenbewegung zu starten.
Das vermutet sogar der IWF, der den Euro mittlerweile nahe seinem fairen Wert sieht, der bei 1,17 Dollar liegen soll.
Es ist also davon auszugehen, dass so langsam die Dynamik des Abverkaufs im Euro nachlassen sollte. Wir kommen in einen Bereich, der gut unterstützt ist.
Überbewertung ade
Schaut man sich den Chart an, ergibt sich noch eine andere Sichtweise: Tatsächlich hat der Euro in den letzten Wochen/Monaten lediglich seine massive Überbewertung abgebaut. Angesichts der Tatsache, dass auch in Europa mittlerweile die Leitzinsen nahe null notieren, und auch hier die Schuldenproblematik wächst, fragt es sich doch sowieso, mit welchen fundamentalen Argumenten eine massive Überbewertung des Euros gegenüber dem Dollar begründet werden könnte. Und das war wohl auch der Grund, warum viele Spekulanten auf einen fallenden Euro gesetzt haben…
Viele Grüße
Jochen Steffens

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