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Suche nach Gründen
US-Konjunkturdaten

Sharewise-Sentiment
 
 
Suche nach Gründen
von Jochen Steffens
Heute kam die Meldung, dass die Deutsche Börse AG sich gegen eine Finanztransaktionssteuer ausgesprochen hat. Auch sie vermutet, dass eine solche Steuer neue, unregulierte Märkte entstehen lässt (siehe Steffens Daily von gestern). Die Begründung der Deutschen Börse drückt es sogar noch deutlicher aus: Eine solche Transaktionssteuer würde die Umsätze an regulierten und transparenten Märkten bestrafen, während Umsätze an intransparenten und nicht überwachten Märkten belohnt würden. Dieser Logik kann man sich nicht entziehen - besonders dann nicht, wenn man sich erinnert, wie sehr sich die Regierungen weltweit für mehr Transparenz der Märkte und mehr Regulation eingesetzt haben. Da passt doch was nicht zusammen…
Leerverkäufe - das Rally-Potenzial
Mittlerweile lese ich sogar schon wieder Meldungen, in denen beim Thema Leerverkäufe alles durcheinander gebracht wird. Einen wichtigen Punkt bei Leerverkäufen sollte man nicht vergessen: Wenn ich eine Aktie (ob nun gedeckt oder ungedeckt) leer verkaufe, muss ich diese, um den Gewinn einzustreichen, auch wieder zurückkaufen. Diese Käufe werden den Kurs wiederum stützen. Man kann also nicht durch Leerverkäufe eine Aktie langfristig am Boden halten. Dazu müssen tatsächlich immer neue Leerverkäufe hinzukommen. Nur so kann man ein Wertpapier in den Keller treiben.  Wenn jedoch sehr viele Leerverkäufer in einer Aktie sind, bedeutet das gleichzeitig, dass sich ein großes Kaufpotential in dieser Aktie oder dem Wertpapier befindet.
Umgekehrt kennen wir diesen Effekt besser: Wenn eine Aktie sehr stark gestiegen ist, dann befindet sich ebenfalls ein großes Verkaufspotential in der Aktie. Aus diesem Grund reagieren wir als Antizykliker doch auf Euphorie und stark steigende Kurse mit Skepsis. Also, wenn man Leerverkäufe generell verteufelt, müsste man quasi auch die Käufe von Aktien verteufeln. Ich denke, das zeigt wie unsinnig solche Aussagen sind. Nein Leerverkäufe erhöhen die Liquidität in einem Wertpapier. Eine höhere Liquidität ist immer wünschenswert, da so der Kurs die fundamentale Situation einer Aktie oder eines Wertpapiers besser abbildet.
Märkte wieder sehr schwach

Die Märkte brechen heute weiter ein. Offiziell heißt es als Begründung, dass nun auch andere Länder überlegen, die ungedeckten Leerverkäufe einzugrenzen. Eigentlich wäre das doch zu begrüßen, denn es wäre ein Schritt zu einer internationalen Regelung.  Ich glaube nicht, dass das DER Grund ist. Genau betrachtet ist er etwas dürftig. Meines Erachtens sind es zurzeit viele kleine „Gründe“, die Unsicherheit stiften und auf eine generelle Verunsicherung stoßen. Die Krise in Europa, aber auch die neueste Eskalation im Konflikt zwischen Nord- und Südkorea. Hinzu kommen die politischen Probleme Barack Obamas. Gestern ist die Finanzmarktreform im Senat unerwartet gescheitert. Der Generalstreik in Griechenland dürfte auch belasten.
Erstanträge steigen wieder deutlich
Hinzu gesellten sich im weiteren Verlauf unerwartet schlechte US-Konjunkturdaten. So ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um 25.000 auf 471.000 gestiegen. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 440.000 Erstanträge gerechnet. Wie schon beschrieben, kann nur ein sich erholender Arbeitsmarkt die wirtschaftliche Erholung in den USA unterstützen. Hier entstehen natürlich sofort Sorgen, dass die Binnenkonjunktur in den USA nicht wie erhofft anzieht.
Euro stabilisiert sich
Eigentlich hätte der DAX heute steigen müssen, denn der Euro stabilisiert sich. In den letzten Wochen wurde der fallende Euro oft als Grund für die Schwäche des DAX angesehen. Aber gut, mittlerweile hat sich bei vielen Anleger immer mehr der Gedanke durchgesetzt, dass ein schwacher Euro gut für die Wirtschaft sei. Vielleicht denken diese jetzt, ein steigender Euro wirkt sich tendenziell schwächend aus und verkaufen. Die Frage ist nun nur, welche der beiden Sichtweisen nun zu weit hergeholt ist...
Die Stabilisierung des Euros geschieht in der Nähe von sehr wichtigen Marken (siehe Steffens Daily von gestern) und muss deswegen ernst genommen werden. Gerade die Nähe dieser wichtigen Marken dürfte mitverantwortlich dafür gewesen sein, dass in einigen Währungspaaren heftige Shortsqueezes entstanden sind. Welche extremen Auswirkungen eine solche Short-Squeeze haben kann, sehen Sie zum Beispiel im Währungspaar Euro / Australischer Dollar:

Ja, so geht es, wenn die Shorts einem in der Hand verbrennen. Ich hatte vorgestern noch gefragt, ob Sie jetzt noch in diesem Chart auf weiter fallende Kurse setzen wollen. Anschließend setzte die Short-Squeeze ein. Verrückt…
Short-Squeeze  
Eine Short-Squeeze entsteht, wenn sehr viele Short-Positionen in einem Wertpapier oder wie hier in einem Währungspaar aufgebaut wurden. Plötzlich steigen die Kurse und diejenigen, die auf weiter fallende Kurse gesetzt haben, müssen ihre Positionen auflösen. Das passiert indem sie die Wertpapiere zurückkaufen. Es entsteht somit ein Kaufdruck, der wiederum dazu führt, dass immer mehr Anleger, die auf fallende Märkte gesetzt haben, aussteigen wollen oder müssen. Sicherlich werden dabei auch viele Stopps bei den Short-Positionen ausgelöst, die ebenfalls zu weiteren Käufen führen. Es entsteht eine Art Teufelskreis, der zu solch eruptiven Bewegungen führt.
Und genau dieser Chart belegt doch eindrucksvoll, was ich oben geschrieben habe: Wenn sehr viele Short-Positionen aufgebaut wurden, ist das auf der anderen Seite auch ein enormes Kaufpotenzial.
Hin und Her
Das Hin und Her der letzten Woche ist wirklich nervig und wirkt sich auf die meisten Trader zermürbend aus. Ob sich ein Boden ausbildet oder der Markt noch einmal dynamischer abtaucht, ist schwer zu sagen. Wir haben heute viele Aktien durchgeschaut und dabei eigentlich nichts gefunden, was sich direkt zum Kauf aufdrängt. Insgesamt reagiert der Markt nicht auf positive Meldungen.
Das Problem ist nur, wenn sich der Markt für eine Richtung entscheidet, wird es wahrscheinlich sehr, sehr schnell gehen.
Viele Grüße
 
Jochen Steffens


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US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
  
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche um 25.000 auf 471.000 gestiegen. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 440.000 Erstanträge gerechnet.
 
Hatte ich vor zwei Wochen noch geschrieben, dass sich eine klare Abwärtstendenz bildet, ist diese Hoffnung mit den aktuellen Werten wieder hinfällig. Die Erstanträge bleiben weiterhin auf einem hohen Niveau. Es wird sehr spannend, wie sich die neuen Stellen in den USA zum Jahresende hin entwickeln.

Sharewise Sentiment
von Jochen Steffens
 

Eigentlich ist der Markt immer noch viel zu bullish. Immer noch sind 52 % der befragten Anleger optimistisch und das trozt der ganzen "Horror-Nachrichten" aus Europa. Das ist ein Punkt, der mir nicht gefällt und der tendenziell dafür spricht, dass durchaus auch noch weiter fallende Kurse möglich sind.
 

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