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Sarah Palin, Auslöser der schwachen Märkte?
von Jochen Steffens
 
Hinweis: Da ich mich morgen auf der IAM in Düsseldorf befinde, erscheint natürlich am Freitag kein Steffens-Daily. Vielleicht sehen wir uns ja auf der Messe, es würde mich freuen.
 
Heute geht der Dax wieder um über 150 Punkte in die Knie. Also so langsam wird es richtig eklig. Das macht doch keinen Spaß mehr – diese zähe Seitwärtsbewegung kostet den letzten Nerv! Ich hoffe, ich darf das so klar äußern, ich denke aber, seien wir ehrlich, so geht es den meisten Anlegern.
 

Schauen Sie sich den Chart an. Im Prinzip ist seit dem Einbruch im Januar, kaum etwas passiert. Seit Mitte/Ende Juni (!) ist die Range im Dax derart winzig, dass man nur noch im sehr kurzfristigen Bereich (Intraday-Trading) glücklich werden kann. Wenn überhaupt, da die Kursschwankungen sehr zufällig sind. Es ist zum verzweifeln.
 
Die Nominierung der Sarah Palin
 
Ich habe ja eine ganz besondere Theorie dazu, warum die amerikanischen Märkte im Moment einbrechen:
 
John McCain, Präsidentschaftskandidat der Republikaner, hat als seine Vizepräsidentin Sarah Palin vorgestellt. Seit gestern ist sie nominiert. Palin, seit Dezember 2006 Gouverneurin von Alaska, gilt als erzkonservativ.
 
Seitdem McCain Palin als mögliche Vize vorgestellt hat, reißen die „Skandal-Nachrichten“ nicht ab.
 
Die „Skandale“
 
Zunächst ging es nur darum, dass die unverheiratete Tochter von Palin mit 17 Jahren schwanger geworden ist. Palin selbst kämpft radikal gegen Sexualunterricht an den Schulen und für Enthaltsamkeit vor der Ehe.
 
Sie soll sich zudem (das ist nach meinen Informationen bisher nur ein Gerücht) eine Weile für die Abspaltung Alaskas von den USA engagiert haben. Dann gibt es Gerüchte, dass sie „aus purer Rachsucht“ einen Behördenchef gefeuert hat, weil dieser ihren ungeliebten Schwager nicht entlassen habe. Der frühere Mann ihrer Schwester führte damals wohl einen erbitterten Sorgerechtsstreit. Seit kurzem soll zudem ein Video im Internet veröffentlicht worden sein, in dem Palin den Irak-Krieg und den umstrittenen Plan zum Bau einer Gaspipeline durch Alaska als „gottgewollt“ bezeichnet haben soll.
 
Man kann sicherlich über bestimmte Punkte diskutieren. Man muss dabei natürlich auch die zum Teil für Europäer etwas seltsam anmutende Polemik verschiedener Gerüchte im amerikanischen Kontext verstehen. Aber darum geht es mir nicht.

Wetten auf Palins Rücktritt

Es geht mir darum, dass bereits seit zwei Tagen auf den ersten Wettseiten in den USA die Wetten laufen, ob Sarah Salin noch vor der US-Präsidentschaftswahl als Vize zurücktreten muss. Wenn das passiert, wäre das ein Zeichen dafür, so jedenfalls würden die Amerikaner das sehen, dass McCain bei seiner Auswahl nicht sorgsam genug gewesen wäre. Und das wiederum würde bedeuten, dass er auch als Präsident vielleicht nicht die wirklich guten Entscheidungen trifft.
 
Nähe zur alten Bush-Politik

Doch das ist nicht der einzige Punkt. Sarah Palin steht politisch Bush nahe. Und auch das könnte McCain das Genick brechen, denn mit dieser Nominierung wird das Versprechen McCains, dass es zu einem Politikwechsel kommen werde, antastbar. Doch genau dieses Versprechen hatte viele US-Bürger, die von Bush enttäuscht waren, wieder dazu gebracht, möglicherweise für McCain zu stimmen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Demokraten diese Chancen entgehen lassen.
 
Börse reagiert auf einen möglichen Wechsel
 
Nun hatte ich hier bereits darauf hingewiesen, dass die Börsen offenbar sehr genau darauf achten, wer bei der US-Wahl die Nase vorn hat. Sie bevorzugen dabei wie gewohnt den republikanischen Kandidaten.
 
McCain hat allerdings, wie allgemein erwartet, bisher den eigenen Parteitag noch nicht dazu nutzen können, seine Wahlchancen erheblich zu verbessern. Eher das Gegenteil, seit der Nominierung Sarah Palins sind die Wettquoten, wenn auch nur leicht, zurückgegangen. Noch ist der Parteitag nicht zu Ende, es steht noch die Nominierungsrede McCains an. Wenn dieser Parteitag, der generell dazu dient, sich dem Wahlvolk als zukünftiger Präsident vorzustellen, zu keiner deutlichen Verbesserung in den Wahlumfragen führt, muss man diesen als „verpatzt“ bezeichnen. Und genau das könnte der Grund dafür sein, dass die Märkte zurzeit, scheinbar ohne jeden Grund, zurückkommen.
 
Wechsel oder nicht
 
Mein hoch geschätzter Kollege Robert Rethfeld hat dazu übrigens einen interessanten Chart erstellt, nach dem Wahljahre in denen ein Wechsel ansteht, wesentlich schlechter verlaufen, als Wahljahre in denen die amtsführende Partei gewinnt. Nimmt man dann noch hinzu, dass die Börsen generell eher den republikanischen Präsidenten bevorzugen, wird die Börse auf die aktuelle Wahl wahrscheinlich noch heftiger reagieren.
 
Ist es also die Nominierung von Sarah Palin, welche die Börsen belastet? Es spricht einiges dafür.
 
Auf jeden Fall ist mit dem heutigen Kursverlauf von der Stärke des Dax nichts mehr zu erkennen. Wäre ja auch zu schön gewesen...

Viele Grüße
 
Ihr

Jochen Steffens
 
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US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens

Eine Reihe von Konjunkturdaten wurden heute veröffentlicht. Doch wichtiger werden die Arbeitsmarktdaten, die morgen veröffentlicht werden, sein. Allerdings kann das nicht der (einzige) Grund für den Kurseinbruch sein. Es wird erwartet, dass es im August zu einem Stellenabbau von 60.000 – 75.000 kommen wird, nach einem Minus von 51.000 Stellen zuvor. Die ADP Zahlen vom Mittwoch gehen von einem Abbau um 30.000 Stellen aus und lagen damit leicht unterhalb der Prognosen. Die sehr niedrige Prognose für morgen und die ADP Zahlen lassen eigentlich eher erwarten, dass die Arbeitsmarktzahlen innerhalb der Erwartungen oder leicht drüber liegen.
 
Weniger erfreulich waren allerdings die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Die Zahl der Erstanträge ist in den USA auf 444.000 gestiegen. Analysten hatten mit 415.000 bis 420.000 neuen Anträgen gerechnet, nach zuvor 429.000.
 
 
Leider ist damit der Abwärtstrend in den Zahlen unterbrochen worden. Doch diesen Anstieg muss man im Zusammenhang mit dem Ende der Feriensaison sehen. Viele haben sich erst nach dieser Arbeitslos gemeldet. Insoweit ist diese Zahl auch nicht sonderlich verblüffend.
 
 
Die Lohnstückkosten (im "Nonfarm Business") sind im zweiten Quartal zum Vorquartal um 0,5 % gesunken. Analysten gingen von einem Anstieg um 1,3 % aus.
 
Deutlich ist auch hier der Rückgang des Inflationsdrucks zu erkennen. Eigentlich müsste das die Börsen freuen. Auf Jahressicht kletterten die Lohnstückkosten allerdings noch um 0,6 %.
 
Auch die Arbeitsproduktivität (im Nonfarm Business) ist im zweiten Quartal saisonbereinigt und annualisiert um 4,3 % gestiegen. Damit wurde die vorläufige Veröffentlichung von 2,2 % nach oben revidiert. Analysten hatten mit einem Anstieg von 3,0 bis 3,5 % gerechnet, nach 2,6 % im Vorquartal.
Auch das ist eigentlich erfreulich.
 
 
Sogar der ISM-Dienstleistungsindex ist im August überraschend auf 50,6 Punkte gestiegen, nach 49,5 Punkten zuvor. Analysten hatten hingegen mit einen Rückgang auf 49,0 gerechnet. Damit zeigt er wieder Wachstum an!
 
Auch hier wieder: Der Preisindex ist sehr deutlich um 7,9 Punkte auf 72,9 Punkte zurückgegangen.
 

Doch auch diese positiven Zahlen hatten keinen Einfluss auf den Markt. Also entweder gibt es eine Nachricht im Markt, die wir noch nicht kennen, oder es ist tatsächlich das, was ich oben geschrieben habe. Ärgerlich, dass ich morgen den ganzen Tag nicht da bin...
 
 
 

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