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Seit 11 Jahren ist nichts passiert
von Jochen Steffens
 
Hinweis: Am Rosenmontag wird aus gegebenem Anlass kein Steffens Daily erscheinen.
 
Der Dow Jones kämpft wieder mit der 10.000-Punkte-Marke. In wenigen Wochen ist es genau 11 Jahre her, dass er zum ersten Mal diese Marke überwunden hat. Das war am 12.03.1999. Wenige Jahre zuvor ist der Dow Jones Industrial in die aktuelle Seitwärtsbewegung eingeschwenkt.
 
 
Langfristige Strategien, die darauf abzielen, einen Index zu kaufen und dann 10 Jahre schlafen zu gehen, hätten in den letzten elf Jahren schlechter als jedes noch so langweilige Festgeldkonto abgeschnitten. Hier zeigt sich, dass auch die Aktienmärkte immer wieder in Phasen geraten, in denen die viel gerühmte langfristige Buy-and-Hold Strategie keine Rendite erwirtschaftet.
  
Immer wiederkehrende Normalität
 
Und derart lange Seitwärtsphasen sind durchaus keine Seltenheit an den Märkten. Sie hat es immer wieder gegeben. Dazu der langfristige Dow Jones Chart:
 
 
Sie dauern offenbar zwischen 20 und 25 Jahren, wie man erkennen kann. In der aktuellen Seitwärtsbewegung befinden wir uns seit 1996. Die Vermutung liegt nahe, dass wir auch dieses Mal noch mindestens bis in das Jahr 2016 in dieser Seitwärtsbewegung verbleiben, zumal auch viele fundamentale aber auch makroökonomische Gründe ein solches Szenario unterstützen.
 
Was läuft falsch?
 
Aber dieser Dow Jones Chart zeigt auch etwas anderes. Es ist nicht die Politik, es sind nicht verschiedene volkswirtschaftliche Theorien (Neoliberalismus, Monetarismus, Keynesianismus u.a.) oder sonstige Faktoren die Schuld haben, an der aktuellen Entwicklungen. Es scheint sich vielmehr um einen ganz normalen Zyklus der Marktwirtschaft zu handeln, den man wahrscheinlich einfach so akzeptieren muss. Selbst in der Bibel sind solche Zyklen bekannt: Nach sieben guten Jahren folgen sieben schlechte Jahre.
 
Einfluss auf die besten Analagestrategien
 
Die besten Anlagestrategen haben mit diesem Zyklus zu kämpfen. Schauen wir uns dazu den Verlauf von Berkshire Hathaway an:
 
 
Selbst Warren Buffett, der oft genug als größte Investment Legende gepriesen wurde, ist Opfer dieser Seitwärtsbewegung geworden. 1997 kam der Kurs zum ersten Mal in den Bereich von 60.000 – 80.000 Dollar. 2008, also 11 Jahre später, fielen die Kurse erneut in dieses Band zurück. Ganz deutlich ist zu erkennen, wie mit dem Jahr 1997 der steile Aufwärtstrend von einem deutlich flacheren Anstieg abgelöst wurde. Ich will damit nicht Warren Buffett kritisieren, immerhin hat er es trotz Seitwärtsbewegung, trotz Crashs und Krisen geschafft, die Berkshire Hathaway in einem Aufwärtstrend zu halten. Aber es wurde mit seiner Strategie offenbar seit 1997 um ein Vielfaches schwieriger. Interessanterweise müsste gerade Warren Buffett die aktuelle Situation eigentlich kennen.
 
Alles schon einmal erlebt?
 
1967, also mitten in der letzten großen Seitwärtsbewegung, schrieb Warren Buffett in einem Brief an die Kunden seines Investmentpools Buffett Partnership: „Ich kann mit den herrschenden Bedingungen nichts mehr anfangen“. Damals war der Markt zu einem sehr kurzfristig orientierten Trader- und Zockermarkt verkommen.
 
Konsequent löste Buffett seinen Investmentpool auf und gründete Berkshire Hethaway – eine Beteiligungsfirma. Erst 1974, also nach dem letzten großen Crash in der letzten Seitwärtsbewegung, der mit dem aktuellen Crash vergleichbar ist, hörte man von Warren Buffett in einem Forbes Interview: „Jetzt ist die Zeit zu investieren und reich zu werden“. Eigentlich war er damit noch ein paar Jahre zu früh. Aber die grundsätzliche Richtung stimmte - besonders für seine Beteiligungen. Und genau genommen war es auch der große, fast 20 Jahre andauernde Trend, der anschließend mit dafür verantwortlich war, dass aus ihm diese heute jedem Börsianer bekannte Investmentlegende wurde.
 
Welches ist nun die richtige Anlagestrategie?
 
Aus diesem Zyklus lassen sich natürlich höchst interessante Anlagestrategien ableiten. Zunächst muss man seine Anlagestrategie lediglich an die aktuelle Zyklusphase anpassen. Noch befinden wir uns, mittlerweile klar erkennbar, in einem Seitwärtsmarkt. Noch ist kurz- bis mittelfristiges Traden gewinnbringender. Doch als langfristig orientierter Anleger sollte man so langsam damit anfangen, sich bei Kursrücksetzern solide Unternehmen ins Depot zu legen. Schon bald könnte die Zeit der Buy-and-Hold Strategien wiederkommen. Und um Warren Buffett zu zitieren: Dann „ist die Zeit zu investieren und richtig reich zu werden.“
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens
 
US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan ist im Februar nach den Ergebnissen der ersten Umfrage entgegen den Erwartungen der Analysten auf 73,7 Punkte gesunken. Analysten hatten mit einem Wert um 75 Punkten gerechnet.
 
 
Interessant ist, dass die Erwartungen weiter angestiegen sind, aber die Einschätzung der aktuellen Situation sank. Das ist ein Hinweis darauf, dass die bullishe Stimmung in den USA noch vorherrscht, während aber schon die aktuelle Situation sich wieder eintrübt. Gewöhnlich ist das kein gutes Zeichen.
 
Die Lagerbestände sind im Dezember um 0,2 % zurückgegangen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,2 %. Die Umsätze sind um 0,9 % gestiegen. Das Verhältnis Lagerhaltung zum Umsatz (Inventories/Sales Ratio) liegt in den USA bei 1,26.

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