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Sell Off oder 6300 Punkte zum Verfall!
von Jochen Steffens
 
Eben wurde gemeldet, dass das Handelsbilanzdefizit der USA im Juli nach vorläufigen Berechnungen wieder auf 62,20 Mrd. Dollar angestiegen ist. Analysten gingen lediglich von einem Defizit in Höhe von 58,80 Mrd. Dollar aus.
 
 
Im Chart erkennen Sie, dass das Handelsbilanzdefizit auf hohem Niveau verweilt. Eigentlich wurden durch den preiswerten Dollar die Exporte begünstigt. Diese ziehen auch an. Sie legten um 3,3 % auf 168,15 Mrd. Dollar zu. Allerdings stiegen gleichzeitig auch die Importe und zwar um 3,9 % auf 230,35 Mrd. Dollar. Hintergrund für den Anstieg der Exporte ist nach wie vor der hohe Preis für Importöl und andere Rohstoffe.
 
Zwar fing der Ölpreis bereits Mitte Juli an zu fallen, aber Ende Juli notierte er immer noch bei 130 Dollar.
 
 
 
Sie sehen, dass der Ölpreis (grün / rote Kerzen) ab Mitte Juli in diesen scharfen Abwärtstrend übergegangen ist. Gleichzeitig verlor aber auch der Euro gegenüber dem Dollar (dunkelblaue Kerzen) massiv an Wert, sprich der Dollar zeigte Stärke. Interessant sind nun die Auswirkungen auf das Handelsbilanzdefizit im August.
 
Handelsbilanz im August sollte deutlich zurückgehen.
 
Eigentlich müsste das Handelsbilanzdefizit im August deutlich schrumpfen, eben weil der Ölpreis massiv zurückgekommen ist und damit der Wert der Importe deutlich abgenommen haben sollte. Auf die Exporte wird sich die neue Dollarstärke allerdings erst zeitversetzt auswirken. Das bedeutet, mittelfristig wird der stark gestiegene Dollar auch wieder zu einem Sinken der Exporte führen, da US-Produkte teurer werden. Wenn es also zu einem kurzfristigen und starken Rückgang des Handelsbilanzdefizits kommt, wovon auszugehen ist, wird dieser Effekt durch den starken Dollar später schnell wieder kompensiert werden.
Die heutige Veröffentlichung ist demnach ohne weiteren Prognosewert und dürften keine sonderlich lange Auswirkung auf den Markt haben.
 
Das Ausland am Tropf der USA?
 
Um dieses riesige Defizit zu finanzieren ist die USA weiterhin auf massive Mittelzuflüsse aus dem Ausland angewiesen. Dieses Ausland, zum Beispiel China, wird aber noch immer alles tun, um die USA weiter zu unterstützen. Alles andere würde die USA in eine tiefe Rezession stürzen, die eine unter Umständen schwerwiegende Weltwirtschaftskrise nach sich ziehen würde.

Gerade in China könnten die Folgen einer Weltwirtschaftskrise zu erheblichen politischen Verwerfungen führen. Das Land ist eigentlich ein politisches Pulverfass, das nur über ein beständiges Wachstum einigermaßen ruhig gehalten werden kann. China braucht die USA und ich denke, das weiß auch die chinesische Regierung.
 
Ike belastet
 
Nachdem Hurrikan „Ike“ bereits auf Kuba gewütet hat, ist er mittlerweile auf dem Weg Richtung Texas. Die US-Behörden rieten den Bewohnern der Küstengebiete bereits, sich ins Inland aufzumachen. Der Hurrikan konnte über dem warmen Golf von Mexiko neue Kräfte sammeln, so dass Experten davor warnen, dass er sich auch noch zu einem Hurrikan der Klasse 4 entwickeln könne. Die Prognosen gehen davon aus, dass der Hurrikan am Samstag in der Nähe von Houston die USA erreicht.

Und hier liegen ausgerechnet einige der größten Raffinerien der USA. Die Sorge, dass hier Schlimmeres passiert, ist wahrscheinlich mit einer der Gründe, warum der US-Markt aktuell so schwach ist. Und das, obwohl der Ölpreis noch nicht reagiert, sondern eher weiter fällt. Das hat aber wiederum einen anderen Grund:
 
Hedgefonds in Schieflage
 
Ich habe Gerüchte gehört, dass eine ganze Reihe von größeren Fonds und Hedgefonds im Rohstoffsektor in massive Schieflage geraten ist. Hier werden Fondsmanager geradezu dazu gezwungen, Positionen aufzulösen, weil ihnen die Performance wegbricht. Der Einbruch bei manchen Rohstoffwerten. aber auch die massive Dollarstärke sind der Tod der alten Systeme und Absicherungen. Doch das ist nicht das einzige Problem: Offenbar kommt es zusätzlich auch zu Mittelabflüssen durch Anleger, die ebenfalls ihre Performance einbrechen sehen und die Fondsanteile verkaufen. Das heißt, die Fondsmanager müssen zum Teil verkaufen, weil massiv Geld aus den Fonds abgezogen wird. Eine ziemliche Zwickmühle.
 
Dax nächste Woche auf 6300 Punkten oder Sell-Off
 
Nächste Woche Freitag ist wieder großer Verfallstag. Der September-Verfall gehört zu den wichtigsten im Jahr. Normalerweise gebe ich immer einen Tipp zum Verfallstag ab. Dieses Mal möchte ich angesichts der Marktturbulenzen zwei Szenarien beschreiben:
 
Nach den normalen Berechnungen müsste der Dax nächste Woche am Freitag gegen Mittag genau bei 6.300 Punkten notieren. Sollte er allerdings unter die 6.000 Punkte Marke fallen, werden einige gezwungen, ihre Positionen abzusichern. Das könnte in der nächsten Woche zusätzlichen Druck in die Aktienmärkte bringen.
 
Sell-Off wäre bullish
 
Wenn also schlechte Nachrichten den Dax unter diese Marke treiben, kann es sein, dass die Bullen kapitulieren, kapitulieren müssen. Dabei wäre genau das eigentlich bullish. Wenn es in der nächsten Woche tatsächlich zu massiven Kursverlusten käme, könnte genau das der finale Sell-Off sein, der den Markt bereinigt. Ich würde jedenfalls dann, am Montag den 22.09.08 ein paar Long-Positionen wagen. Ansonsten, wie gesagt, 6300 Punkte lautet mein Tip.
 
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens
 
Die Zahl der Erstanträge liegt in den USA bei 445.000. Erwartet wurden 440.000 neue Anträge nach zuvor 444.000.

Damit ergibt sich keine sonderliche Veränderung zum Vormonat. Die Erstanträge bleiben auf hohem Niveau.
 
Die Importpreise sind im August um 3,7 % gefallen. Hier erkennt man den oben beschriebenen Effekt. Die Zahlen sind bereits vom August, nicht wie das Handelsbilanzdefizit vom Juli. Dieser Einbruch der Importpreise sollte sich auf das Handelsbilanzdefizit im August auswirken, zumald die die Ausfuhrpreise lediglich um 0,7 % zurückgegangen sind.
 

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