In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: ...
Börse - Intern ist ein börsentäglicher Newsletter vom Börsenprofi Sven Weisenhaus. Sollten Sie diesen kostenlosen Newsletter noch nicht beziehen, können Sie sich → hier anmelden.


Der Präsident der Federal Reserve Bank of Boston, Eric Rosengreen, erwartet, wie schon einige andere vor ihm, dass das von der amerikanischen Notenbank angestrebte Ziel der Vollbeschäftigung selbst bei anhaltendem Wachstum noch Jahre dauern kann. Auch die Erreichung der von der Fed angestrebten Wachstums- und Inflationsraten werde noch Jahre dauern. Doch eine andere Aussage dürfte viele Anleger verwundern: Inflation wird in der nächsten Zeit keine Gefahr für die USA darstellen, so Rosengreen.
Dabei macht das Sinn. Wie soll ohne ein starkes Anziehen des Arbeitsmarktes bei einer von der Binnenwirtschaft abhängigen Volkswirtschaft Inflation entstehen? Zumindest eine Lohn/Preis-Spirale ist kaum anzunehmen. Nein, die USA haben es mit Deflationsgefahren zu tun. Auf der einen Seite wird die notwendige Rückführung der hohen Staatsverschuldung sich belastend auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Ein niedriges Wachstum wird es schwer machen, die hohe Arbeitslosigkeit abzubauen. Und eine hohe Arbeitslosigkeit wird dazu führen, dass der Konsum niedrig bleibt, und somit die Preise nicht steigen können. Auf der anderen Seite werden sich die Folgen der Finanzmarktkrise noch einige Zeit „deflationär“ auswirken, da es noch dauern wird, bis die Kreditvergabe in den USA wieder ein normales Level erreicht.
Exportierte Inflation
Ungemach droht damit allein von der Rohstoffseite. Es besteht die Gefahr, dass die Rohstoffpreise noch mehr steigen, wenn der Dollar weiter (zu den Rohstoffwährungen) abwertet. Allerdings könnte sich diese Gefahr schnell als weniger relevant herausstellen.

Ohne weltwirtschaftliches Wachstum keine steigenden Rohstoffpreise

Immer mehr Analysten weisen auf die Gefahr hin, dass das immense Wachstum in China in Gefahr kommen könnte. Gehen wir einmal, ohne diese Annahmen nun genauer zu überprüfen, davon aus, dass dem so sein wird. Wenn sowohl die USA mit einem schleppenden Wachstum zu kämpfen haben, die EU mit dem Schuldenabbau beschäftigt - ebenfalls kein starkes Wirtschaftswachstum erzeugen kann und dann auch noch der asiatische Raum wirtschaftlich zu schwächeln anfängt, werden natürlich auch die Rohstoffpreise wenig Aufwärtspotenzial haben. Wenn die Nachfrage sinkt, fallen auch die Preise.
Sinkende Rohstoffpreise voraus?
Haben die Rohstoffpreise also ihren Zenit erreicht? Zu dieser These passt die Meldung, auf die ich gestern schon einmal ganz kurz eingegangen bin: Die australische Regierung will die Gewinne der Minenkonzerne ab dem Jahr 2012 mit 40 Prozent besteuern. Damit wäre Australien das Land mit der höchsten Minensteuer weltweit. Die Regierung begründet den Schritt damit, dass ein Hauptteil der Aktionäre der Minen (hier geht es wohl hauptsächlich um Rio Tinto und BHP Billiton) aus dem Ausland kommem. Ein großer Anteil der Gewinne aus australischen Bodenschätzen fließe somit ins Ausland ab. Und eben das will die Regierung verhindern.
Häufig Hinweis auf den Zenit
Interessanterweise fallen solche brachialen Beschlüsse von Regierungen gerne mit dem Zenit der Entwicklung zusammen. Wir haben in den letzten 10 Jahren einen großen Boom bei den Rohstoffen und insbesondere bei der Nachfrage nach Rohstoffen gesehen. Auslöser war hier natürlich unter anderem China. Durch diese steuerliche Maßnahme wird die Wettbewerbsfähigkeit der australischen Minen erheblich beeinträchtig. Wenn nun tatsächlich Chinas Wachstum gefährdet ist, und die Nachfrage sinkt (oder nicht mehr so schnell steigt), könnte es tatsächlich sein, dass australische Minen bald zu den Verlierern im weltweiten Wettbewerb gehören. Die Folgen für die australische Wirtschaft wären fatal, und die Regierung eines Landes hätte mal wieder, wie so oft, sehr zyklisch und damit falsch reagiert.
Es wird allerdings auch darauf ankommen, was die australische Regierung mit den zusätzlichen Steuereinnahmen macht. Wenn sie diese in den Geldkreislauf fließen lässt, wird zum Beispiel die Inflationsgefahr dramatisch zunehmen. In einem Land, in dem sowieso schon die „Holländische Krankheit“ droht, müsste dieses Geld in einen Staatsfonds angelegt werden (zur „Holländischen Krankheit“ siehe nächster Artikel).
Gerne sind solche, wie gesagt, brachialen Gesetze der entscheidende Hinweis darauf, dass eine Entwicklung den Zenit erreicht hat.
Deflation bleibt damit das Thema
Wenn die Rohstoffpreise demnach tatsächlich in der nächsten Zeit toppen (das kann auch noch ein bis zwei Jahre dauern), wird die Wahrscheinlichkeit für eine Deflation in den USA deutlich höher sein, und so machen Rosengreens Aussagen Sinn. Dazu passt auch das, was die EZB heute nach der Zinssitzung gemeldet hat. Die Märkte sollen sich auf „anhaltend niedrige“ Zinsen einstellen. Das Zinsniveau im Euroraum sei angemessen und die Risiken für die Preisentwicklung ausgeglichen. Solche Aussagen machen nur in einem deflationären Umfeld Sinn. Hier wirkt sich die Schuldenproblematik aus. Länder, die hoch verschuldet sind, können nicht wirtschaftlich stimulierend eingreifen. Das Rückfahren von Schulden wirkt sich tendenziell immer schwächend auf die Wirtschaft aus, so dass auch hier die deflationären Tendenzen deutlich höher sind.
Deutschland vor einem Boom?
Diese Mischung könnte allerdings für Deutschland in den nächsten Jahren explosiv werden, zumindest wenn die aktuellen Probleme nicht eskalieren und zu einem Zusammenbruch der EU o.ä. führen. Niedrige Zinsen bei einer sinkenden Währung müssten eigentlich in diesem exportabhängigen Land zu einem heftigen Boom führen (auch wenn nur 40 % der Exporte Deutschlands in Länder außerhalb der EU gehen). Normalerweise würde ein solcher Boom über den Außenhandelsüberschuss zu einer stärkeren Währung führen, die sich regulierend (dämpfend) auswirkt. Wenn der Euro in dieser Situation jedoch „künstlich“ niedrig bleibt (bedingt durch die übrigen Länder in der EU) könnten wir in Deutschland schnell zu einem hohen wirtschaftlichen Wachstum zurückfinden – das jedoch schnell auch gefährlich werden koennte. Ich hoffe nur, dass die entsprechende Regierung so schlau ist, ebenfalls einen Staatsfonds (siehe nächsten Artikel) zu gründen…
Viele Grüße
Jochen Steffens

Die Fragen um die Sicherheit und Stabilität des Euro werden nun immer drängender
Aus diesem Grund haben wir gestern eine Sondermeldung des Stockstreet Investment-Strategie heraus gegeben.
Lesen Sie, was Torsten Ewert zu den Hilfsmaßnahmen für Griechenland und über Spekulationen gegen die Euroländer schreibt. Welcher Rolle spielen die CDS-Prämien und vor allem: Was bedeutet das alles für Ihr Vermögen?

Holländische Krankheit
von Jochen Steffens
Die Holländische Krankheit verdankt ihren Namen den wirtschaftlichen Entwicklungen in den Niederlanden infolge der Erdgasfunde vor der Küste im Jahr 1960.
Wenn ein Land Güter (zumeist Rohstoffe) in großem Umfang exportiert, entsteht ein Außenhandelsüberschuss, durch den es zu einer Aufwertung der Währung kommt. Geschieht das, wie aktuell in Australien (siehe australischer Dollar), hat die verbleibende Exportwirtschaft des Landes Probleme sich auf dem Weltmarkt gegen die Konkurrenz zu behaupten. Das wiederum führt dazu, dass diese schrumpft oder gar ganz verschwindet.
Da sich gleichzeitig die Importe extrem verbilligen, werden immer mehr Waren (billig) importiert, was weitere Industriezweige zerstört. Beides führt  zur Arbeitslosigkeit. Schlimmer ist aber, dass sich die Wirtschaft des Landes damit immer mehr auf die Rohstoffgewinnung konzentriert. Damit wird sie extrem abhängig von den Rohstoffpreisen und natürlich vom Wohl und Wehe der Rohstoffindustrie.  Gerne stolpern derartige Volkswirtschaften von Rezessionen bei niedrigen Rohstoffpreisen (und bei geringer Wettbewerbsfähigkeit der Rohstoffindustrie) zu extremen Boomphasen, wenn die Rohstoffpreise steigen.
Eine Lösung für das Problem sind Staatsfonds (siehe Norwegen). Die Staatsüberschüsse werden in einen Fond investiert. Dieser kann später zum Ausgleich von Preisschwankungen bei Rohstoffen eingesetzt werden. Durch dieses Abschöpfen von Geld aus dem Geldkreislauf kann zudem eine Inflation vermieden werden. Zudem sind weitere andere positive Einsatzgebiete der Gelder denkbar und werden zum Teil in einigen Ländern umgesetzt (Klimaschutz, Altersabsicherung der Bevölkerung etc, siehe zum Beispiel Norwegen.)


US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind um 7.000 auf 444.000 gesunken. Analysten hatten mit 440.000 Erstanträgen gerechnet. Damit wurden die Erwartungen nahezu getroffen. Interessanter wird morgen der monatliche US-Arbeitsmarktbericht.



Damit wird der Abwärtstrend nun wieder aufgenommen - zwar sehr langsam, aber es ist zumindest margial eine Verbesserung zu erkennen.
Die Produktivität in den USA ist im ersten Quartal um 3,6 Prozent gestiegen. Analysten hatten lediglich mit einem Produktivitätszuwachs von 2,4 Prozent gerechnet. Es zeigt sich, dass das US-Wirtschaftswachstum an Fahrt gewinnt.

Sharewise Sentiment
von Jochen Steffens
 
Noch sind die Bullen in der Überzahl. Das spricht eigentlich dafür, dass die Konsolidierung noch anhalten muss. Mich verwundert diese positive Einschätzung allerdings etwas. Angesichts der ganzen Katastrophenmeldungen aus Griechenland, Portugal und Spanien hätte ich mit einem deutlich pessimistischeren Bild gerechnet.

Hier können Sie übrigens bei der Community „Sharewise.com“ Mitglied werden, mit einer persönlichen Einladung von Jochen Steffens 

Anmeldung zum kostenlosen Newsletter "Börse - Intern"

  • Kostenloser Tagesbericht vom Börsenprofi Sven Weisenhaus.
  • Börsentäglich nach Börsenschluss direkt zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Newsletter "Börse - Intern" ab der nächsten Ausgabe.

Anmeldung zum kostenlosen Rohstoffdienst

  • Die ganze Welt der Rohstoffe in einem Newsletter.
  • Mehrmals pro Woche direkt per E-Mail kostenlosen zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Rohstoffdienst ab der nächsten Ausgabe.

Alle Angebote von Stockstreet.de

  • Logo Steffes Daily
  • Logo Der Rohstoffdienst
  • Logo Premium-Trader
  • Logo Hebel-XXL
  • Logo Investment-Strategie
  • Logo Aktien-Perlen
  • Logo Allstar-Trader
  • Logo Target-Trend-Spezial

Allstar-Trader

Das erwartet Sie

Allstar-Trader Cover

Vom Traden leben!

Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Investment-Strategie

Das erwartet Sie

Investment-Strategie Cover

Ihr langfristig orientierter Börsendienst
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Premium-Trader

Das erwartet Sie

Premium-Trader Cover

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Target-Trend-Spezial

Das erwartet Sie

Target-Trend-Spezial Cover

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und Beispiele lesen!

Aktien-Perlen

Das erwartet Sie

Aktien-Perlen Cover

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Hebel-XXL

Das erwartet Sie

Hebel-XXL Cover

Zocken aus Leidenschaft!

Begleiten Sie uns in
das Casino der Hebelprodukte!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!