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Nasdaq100 generiert Verkaufssignal
US-Konjunkturdaten
 
Nasdaq100 generiert Verkaufssignal
von Jochen Steffens
Jetzt mehren sich die Warnsignale. Ich hatte ja schon darauf hingewiesen, dass der Ifo-Index, der ZEW-Index und der ISM-Index in Bereiche gelaufen sind, in denen man aufpassen muss. Nun kommen auch noch charttechnische Gefahren hinzu:
Das Verkaufssignal
Ich bin nach wie vor skeptisch, ob die Kursverluste in den USA tatsächlich hauptsächlich mit den Problemen hier in Europa zu tun haben. Aber mittlerweile ist der Zusammenhang zumindest deutlicher zu erkennen, als noch vor ein paar Wochen. Hintergrund des gestrigen Kursrutsches war wohl auch ein Gerücht: Spanien solle den Internationalen Währungsfonds angerufen haben, hieß es. Das wurde jedoch schnell dementiert. Trotzdem steigen die Credit-Spreads weiter und belegen damit die hohe Verunsicherung.
Warum der Nasdaq und nicht der S&P500?
Aber es kann auch einen wesentlich profaneren Grund für den starken Einbruch in den USA gegeben haben. Auffällig war, dass sich ganz besonders der Nasdaq100 schwach zeigte. Das ist eigentlich ungewöhnlich. Wenn Finanzprobleme die tatsächliche Ursache gewesen wären, hätte der S&P500 zu den Hauptverlierern gehören müssen, da dieser Index deutlich finanzlastiger ist.
Wir wissen, dass die US-Anleger sehr chartverliebt sind. Und im Nasdaq100 ist es mit der gestrigen Kerze zu einem doch relevanten und sehr eindeutigen Verkaufssignal gekommen:
Drei Formationen gleichzeitig



Es bildete sich ein sogenanntes Island-Reversal. Dazu muss es zunächst zu einem Aufwärts-Gap (Gap=Kurslücke) kommen, das ist hier gegeben (linkes grünes Rechteck). Dann sollte der Kurs eine Weile bei hohen Umsätzen fluktuieren. Auch das ist hier der Fall (die Umsätze sind allerdings nicht eingezeichnet). Dann sollte es zu einem Gap-Down kommen (rechtes grünes Rechteck). Durch die beiden Kurslücken entsteht ein Island (engl. für Insel), das sozusagen von den anderen Kursen abgetrennt ist.
Island-Reversal weisen nicht auf große Tops hin
Beruhigend ist, dass Island-Reversals gemeinhin nicht auf große Tops hinweisen, sondern eher in Zwischenkonsolidierungen auftreten. Weniger beruhigend ist in diesem Falle das Kursziel des Reversals. Es liegt nämlich am Anfang der letzten Minorbewegung, die zu dem Island Reversal führte. Da es im Nasdaq100 vor dieser Formation zu einem sehr homogenen Aufwärtstrend gekommen ist, würde das bedeuten, dass eigentlich die 1.780er Marke das Kursziel wäre. Allerdings passt diese große Spanne nicht so recht zu den gewohnten Kurszielen eines Islands-Reversals. Vielleicht muss man aber auch die Bewegung von der 1.940/1.950 Punkte-Marke an als Minorbewegung definieren. Hier gab es in dem Aufwärtstrend eine kleine Minikonsolidierung (blaues Rechteck). Dieses Kursziel wurde allerdings heute bereits abgearbeitet.
Der versteckte Diamant und eine SKS
Auffällig ist, dass in dem Island-Reversal auch noch zwei weitere Formation versteckt sind: Zunächst ein kleiner Diamant (rote Linien). Als die rechte untere Linie des Diamanten mit einem Gap Down gebrochen wurde, kam es zu dem deutlichen Abverkauf – sehr typisch. Ein Diamant kann durchaus auf große Topformationen hinweisen, und das macht die Sache brenzliger. Allerdings ist er sehr klein und nicht ganz idealtypisch ausgebildet worden. Wenn man zu diesem Diamant das kleine Zwischentop links (S) hinzunimmt, entsteht zudem eine Art Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Aus beiden Formationen ergibt sich ein Kursziel, das bei 1.940-1.950 Punkten liegt. Und das ist, wie gesagt, bereits erreicht worden. Auf jeden Fall ist in dieser Entwicklung wirklich für jeden  Charttechniker etwas dabei und das erklärt den Abverkauf in den USA vielleicht sogar besser.

Nicht mehr viel Platz


Das bedeutet andersherum gesehen: Wenn der Markt nun dreht, hätten wir es tatsächlich nur mit einer kleine Konsolidierung zu tun. Bricht er jedoch die Unterstützungen, wird es brenzlig.
Eine Krise, die man nicht abschätzen kann

Leider ist es uns nicht möglich abzuschätzen, wie sich die Situation in Spanien und Portugal, wie auch in Italien und sogar Großbritannien weiter entwickeln. Wenn es zu einem Dominoeffekt kommen sollte, werden wir sicherlich noch weiter fallende Kurse gerade hier in Europa sehen. Sollte diese Krise dann auch auf die USA übergreifen, wird es dunkeldüster.
Etwas Sorge bereitet mir die Entwicklung des Euros. Das hat schon Crash-Charakter. Mittlerweile gibt es Gerüchte, dass die USA den Euro „platt machen“ wollen, damit der Dollar wieder zur unangefochtenen Weltleitwährung wird. Obwohl tatsächlich der Euro aus den USA immer wieder gebashed wird, halte ich dieses Gerücht für wenig stimmig. Zudem können die Amerikaner kein Interesse daran haben, den Dollar zu sehr aufzuwerten.
Sollte es in Europa tatsächlich zu einem Dominoeffekt kommen, würde das die Banken mit in den Abwärtsstrudel ziehen. Das wiederum hätte fatale Folgen für die weltweiten Finanzmärkte und damit auch für die USA. Zudem, wenn sich hier in Europa die Staatspleiten häufen, würden schnell auch die USA selber in den Fokus rücken.
Ein solcher Plan könnte also schnell zu der eigenen Grube werden.

Erste Trader stellen sich gegen den Trend

Gerade der crashartige Charakter des Euro-Einbruchs holt natürlich die Trader auf den Plan. Schon höre ich von den ersten Tradern, dass sie „in den Euro“ wollen. Sie setzen darauf, dass die Rohstoffwährungen bald unter Druck kommen. China scheint ein wenig zu schwächeln, auch die zusätzlichen Steuern in Australien könnten sich belastend auf die Rohstoffnationen auswirken. Da der Euro zu diesen Währungen extrem gefallen ist, gibt es hier, wenn man das Tief erwischt, natürlich schnelles Geld zu verdienen.
Aber bei Währungen bin ich immer vorsichtig. Es gibt diesen alten Spruch, dass Trends in Währungen immer länger anhalten, als man denkt. Ich fürchte somit, dass es noch etwas zu früh ist, auf eine nachhaltige Erholung des Euros und einen Fall der Rohstoffwährungen zu setzen.
Wenn jedoch die riesigen Short-Positionen im Euro gedreht werden müssen, kann schon ein heftiges Hennen-Rennen starten. Ich vermute aber, das wird erst passieren, wenn die EU sinnvolle Notmaßnahmen beschließt, um ein zweites Griechenland zu verhindern oder die EZB verkündet, den Euro stützen zu wollen, etc. …
Viele Grüße
Jochen Steffens


US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Der ISM-Dienstleistungsindex verharrt im April mit 55,4 Punkten auf dem Stand des Vormonats. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 56,0 Punkte gerechnet.

Im ISM-Dienstleistungsindex sehen wir noch keine Extreme, wie beim ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes. Dabei machen die Dienstleister rund 80% der US-Wirtschaft aus. Er ist demnach der Wichtigere von den beiden ISM-Indizes. Man muss allerdings bedenken, dass zu den Dienstleistern auch die Finanzinstitute gehören und die leiden immer noch unter den Nachwehen des Finanzmarktcrashs. So gesehen sollte man aus der unterschiedlichen Entwicklung des ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes und des ISM-Dienstleistungsindex keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Die vom Personaldienstleister ADP erstellte Umfrage zum US-Arbeitsmarkt ergibt, dass im April von privaten Unternehmen 32.000 Jobs geschaffen wurden. Analysten hatten mit 30.000 Stellen gerechnet. Allerdings schließt der ADP-Bericht nicht die Stellenentwicklung im öffentlichen Sektor mit ein. Analysten gehen davon aus, dass die Behörden, wegen der in den USA stattfindenden Volkszählung, eine große Anzahl von Arbeitskräften eingetellt haben. So kommt es, dass für den Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am Freitag veröffentlich wird, mit 185.000 neuen Stellen gerechnet wird.
Insofern gibt der ADP-Bericht ein klareres Bild wieder und hier kann noch nicht wirklich von einer nachhaltigen Trendwende gesprochen werden.

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