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ISM-Index erreicht kritisches Terrain
US-Konjunkturdaten
 
ISM-Index erreicht kritisches Terrain
von Jochen Steffens

 
Der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes hat die 60-Punkte-Marke erreicht. Er stieg von zuvor 59,6 auf nunmehr 60,4 Punkte.
Ich hatte in den letzten Wochen schon die Vergleiche: ZEW / DAX und Ifo-Index / DAX vorgestellt. Dieses Mal können wir die Reihe abschließen, in dem wir nun den ISM-Index mit dem S&P500 vergleichen:

 
Hier sehen wir, dass besonders in den letzten 20-25 Jahren Werte um die 60 Punkte gerne auf ein Zwischenhoch oder eine Konsolidierung hingewiesen haben. In den 60er und 70er Jahren erreichte der ISM-Index sogar Werte von 70 Punkten, doch diese Zeiten sind vorbei. Allerdings war in dieser Zeit die Korrelation zwischen Top des S&P500 und Hoch des ISM-Index auch deutlicher.
Trotzdem muss der aktuelle Wert als Warnsignal gewertet werden. Wir befinden uns mit der aktuellen Veröffentlichung im gefährlichen Bereich. Und das passt, wen wundert es, zu den Analysen des Ifo-Index und des ZEW-Index.
Warnsignal, aber noch kein eindeutiges Ausstiegssignal
Aber auch hier wieder der Hinweis: Das ist ein Warnsignal, aber noch kein Ausstiegssignal. Wir sehen nur, dass die Luft nach oben dünner wird. Gerade wenn wir die Situation mit dem Jahr 2004 vergleichen, als die Zinsen in den USA ähnlich niedrig waren, kann es gut sein, dass wir wie damals nur eine kurze Konsolidierung sehen und dass die Rally anschließend dynamisch weiter geht.
Steigende Kurse und sinkender ISM-Index
Wenn wir es in den USA zurzeit mit einer rein liquiditätsgetriebenen Rally zu tun haben - und davon gehe ich aus - ist es durchaus möglich, dass auch dieses Mal wie in den Jahren 2004-2007 der ISM-Index eine Divergenz zum Aktienindex aufbaut. Das heißt, es kann gut sein, dass der ISM-Index mittelfristig sein Hoch gesehen hat, während der Markt weiter steigt. Allerding besteht die Möglichkeit, dass alles noch schneller und noch impulsiver verläuft als in den Jahren 2005-2007.
Kreditklemme in den USA?
Ein Grund für eine Konsolidierung könnte sich in folgender Nachricht verbergen:
In den USA haben Banken zur Ankurbelung von Gewinnen ihre Käufe amerikanischer Staatsanleihen hochgefahren. Sie leihen sich nahezu zinsfrei Geld aus, und legen dieses mit Rendite an. Dabei ist es den Banken sogar egal, ob es zu einer Inflation kommt, da sie nur den Nomina-Betrag zurückzahlen müssen. Die Zinsdifferenz bleibt immer ihr Gewinn.
Doch auf der anderen Seite sinkt die Kreditvergabe der Banken weiter und notiert mittlerweile wieder nahe dem niedrigen Niveau, das wir im Zusammenhang mit der Kreditmarktkrise gesehen haben.
Ein Fass, das nicht überläuft
Das bedeutet, das Geld der Fed fließt in die Banken, wird aber von dort nicht weitergegeben. Das ist ein ähnlicher Effekt, den wir auch in Japan nach 1990 gesehen haben. Diese Kreditmarktklemme ist für die US-Wirtschaft sehr gefährlich. Wenn die Banken das Geld dazu nutzen, ihre Bilanzen aufzupolieren und faule Kredite abzusichern, statt das Geld an die Wirtschaft weiterzugeben, versagt der die Wirtschaft stimulierende Effekt der niedrigen Zinsen. Niemand kann allerdings sagen, ob und wann die Börsen dieses Szenario umsetzten. Noch setzen die Anleger darauf, dass die Löcher bei den Banken bald gestopft sind, das Liquiditäts-Fass endlich überläuft und so das Geld die US-Wirtschaft erreicht.
Fazit: Auch in den USA senden die Konjunkturdaten erste Warnsignale. Diese muss man im Hinterkopf behalten. Sollten gewisse Aspekte, wie zum Beispiel eine Kreditmarktklemme oder andere die Wirtschaft belastende Faktoren an Gewicht gewinnen, könnten wir tatsächlich in eine etwas länger andauernde Konsolidierung übergehen. Darauf weist, wie gesagt, der hohe ISM-Index hin.
Und zum Schluss
Nicht vergessen sollte man, dass die verheerende Ölpest im Golf von Mexiko sicherlich mittel- bis langfristig einen vielleicht sogar erheblich belastenden Einfluss auf die US-Wirtschaft haben wird. Dieser Umstand wird fast überhaupt noch nicht diskutiert.
Viele Grüße
Jochen Steffens


US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
 
Die Bauausgaben sind im März um 0,2 % auf saisonbereinigt 847,3 Milliarden Dollar gestiegen. Das ist der erste Anstieg seit Oktober 2009. Analysten hatten mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet.
Allerdings sind die Ausgaben für private Bauprojekte weiter um 0,9 % auf 550,8 Milliarden Dollar gesunken. Dies ist der niedrigste Wert seit 11 Jahren dar. Der oben genannte Anstieg wird durch öffentliche Ausgabe verursacht, die um 2,3 Prozent zu legten. Wie schon mehrfach gestiegen, ein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung in den USA sollte eigentlich auch mit einer deutlichen Stabilisierung auf dem (privaten) US-Immobilienmarkt zusammenfallen.

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