Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

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Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 13. Juni 2019:
Der Goldpreis baut weiter Druck nach oben auf


Zunächst ein Hinweis: Morgen erscheint keine Börse-Intern. Die nächste Ausgabe erhalten Sie am kommenden Montag.


Gestern hatte ich den jüngsten Kursanstieg des EUR/USD als Beispiel dafür genannt, dass die Börsen aktuell verstärkt auf sinkende US-Leitzinsen setzen und diese in den Kursen bereits einpreisen. Heute möchte ich die Kursentwicklung des Goldpreises als einen weiteren Beleg für diese Entwicklung anführen.

Krisenwährung Gold ist immer stärker gefragt

Bereits am Freitag vergangener Woche hatte ich mit Blick auf die schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA geschrieben, dass diese in das Bild einer sich abschwächenden Wirtschaft passten und deshalb sichere Häfen gesucht werden. Neben der Nachfrage nach Anleihen stieg auch die Nachfrage nach Gold (siehe „Schwacher US-Arbeitsmarktbericht heizt Zinssenkungsfantasien an“). Der Goldpreis stieg dadurch weiter und stieß im Hoch erstmals seit dem 20. Februar wieder an den horizontalen Widerstand bei rund 1.350 USD (siehe roter Pfeil im Chart).

Gold - Chartanalyse

Der dynamische Kursanstieg begann allerdings bereits Ende Mai bzw. Anfang Juni (grüner Pfeil). Zu dieser Zeit drohte sich der Handelsstreit zu einem Währungs- und Technologiekrieg auszuweiten (siehe Börse-Intern vom 29.05.2019) und es mehrten sich die Signale, dass dies zu einer Rezession führen könnte (siehe auch Börse-Intern vom 04.06.2019). Den jüngsten Preisanstieg in der „Krisenwährung Gold“ kann man also relativ klar der Verschärfung des Handelsstreit und einer damit einhergehenden erhöhten Risikoaversion der Anleger sowie deren zunehmenden Zinssenkungsfantasien zuordnen.

Fortsetzung der Aufwärtstendenz im Goldpreis wahrscheinlich

Sowohl im EUR/USD als auch im Goldpreis sollten sich die jüngsten Kurstendenzen angesichts der fundamentalen Entwicklungen fortsetzen. Während diese im EUR/USD allerdings zu einer Trendwende führen könnten (siehe gestrige Börse-Intern), ist im Goldpreis mit einer Trendfortsetzung zu rechnen.

Denn der Kurs des Edelmetalls befindet sich bereits seit Ende 2015 in einer Aufwärtstendenz, wie der Chart oben zeigt. Zwar wurden in dieser Zeit diverse Aufwärtstrendlinien (grün) gebrochen, doch wie der folgende Chart noch etwas deutlicher zeigt, ist die Tendenz von höheren Tiefs noch intakt. Die Anleger zeigen also Bereitschaft, ab immer höheren Niveaus den Preis wieder nach oben zu treiben (dicke grüne Linien).

Gold - langfristige Chartanalyse

Bei rund 1.350 USD bzw. in einem Bereich zwischen ca. 1.350 und 1.375 USD herrscht zwar auf dem immer gleichen Niveau eine hohe Verkaufsbereitschaft (dicke rote Linie), doch durch die steigenden Hochs nimmt der (Aufwärts-)Druck auf diesen horizontalen Widerstand bzw. Widerstandsbereich zu. Es bildet sich eine Art aufsteigendes Dreieck, das gewöhnlich mit einer dynamischen Ausbruchsbewegung nach oben verlassen wird.

Auf eine intakte Tendenz von höheren Tiefs kommt es an

Dieses bullishe Szenario wird erst dann hinfällig, wenn die Tendenz von höheren Tiefs klar gebrochen wird. Dies wäre bei einem Unterschreiten des Tiefs von Ende Mai bei 1.266 USD der Fall. Danach ist von einer Fortsetzung der Seitwärtstendenz auszugehen, die ich ursprünglich (schon 2016) erwartet hatte (gelbes Rechteck). Dies ist insbesondere dann zu erwarten, wenn sich die aktuellen Krisensignale entschärfen, der Handelskonflikt also auf eine Lösung zusteuert.

Strategie für Gold-Trader und -Anleger

Doch aktuell erscheint ein Ausbruch nach oben wahrscheinlicher. Und daher gilt weiterhin mein Rat aus der vorangegangenen Gold-Analyse vom 29.03.2019: Da sich abzeichnet, dass sich der Goldpreis am oberen Ende der erwarteten Seitwärtsrange halten kann, kann man langsam Gold-Positionen aufbauen, um frühzeitig von einem möglichen bullishen Ausbruch zu profitieren. Wer es hingegen prozyklisch mag, der wartet diesen Ausbruch zunächst ab. Setzt sich stattdessen die Seitwärtstendenz fort, kann man versuchen, die erwartete Range gewinnbringend zu nutzen, indem man am oberen Ende short und am unteren Ende long geht.


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Börse - Intern vom 12. Juni 2019:
Der EUR/USD hat beste Chancen für eine Trendwende

Heute wurden in den USA Daten zur Inflation veröffentlicht. Demnach sind die Preise im Mai um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, nach 2,0 % im April. Die Kernrate der Verbraucherpreise betrug +2,0 % beim Vorjahresvergleich, nach zuvor +2,1 %.

Entwicklung der Inflation in den USA

Nach zwei vorangegangenen Anstiegen hat sich der Preisdruck also wieder etwas abgeschwächt. Spekulationen auf sinkende US-Leitzinsen wurden damit untermauert. Allerdings befindet sich die Kernrate exakt auf dem Inflationsziel der US-Notenbank, weshalb sicherlich noch keine Notwendigkeit für inflationsanheizende Zinssenkungen besteht. Dementsprechend waren die heutigen Marktreaktionen auf die Daten auch gering.

EUR/USD: Börsen preisen Zinssenkungen durch die US-Notenbank ein

Allerdings hat es in den vergangenen Tagen in Erwartung zukünftiger Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) bereits eindeutige Positionierungen der Anleger gegeben. So hat zum Beispiel der EUR/USD seinen Abwärtstrend gebrochen (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart) und eine kurzfristige Trendwende vollzogen.

EUR/USD - Chartanalyse

Der Grund dafür ist folgender: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat kürzlich beschlossen, ihren Leitzins bis über das erste Halbjahr 2020 auf dem aktuellen Niveau halten zu wollen. Kommt es bis dahin zu Zinssenkungen durch die Fed, würde sich die Differenz zwischen den jeweiligen Leitzinsen der Notenbanken reduzieren. Der Dollar bleibt dann zwar wegen der weiterhin höheren Zinsen in den USA als Anlagewährung attraktiver als der Euro, allerdings in einem geringeren Maße. Und diese Entwicklung hat sich in einem Anstieg des EUR/USD eskomptiert.

Der EUR/USD hat beste Chancen auf eine nachhaltige Trendwende

Dabei könnte sich die kurzfristige Trendwende in dem Währungspaar in einen nachhaltigen Kurswechsel verwandeln. Denn bis vor einigen Wochen bzw. Monaten deuteten die Wirtschaftsdaten in den USA noch auf eine weitere Zinsanhebung durch die Fed hin. Inzwischen haben sich aber die Konjunkturindikatoren so deutlich eingetrübt, dass nun eher eine Zinssenkung wahrscheinlich ist.

Bisher sprach vieles für die Fortsetzung der Abwärtstendenz

Als ich den EUR/USD zuletzt am 12. Februar analysiert hatte (siehe vertikale Linie im Chart), machte sich der Wechselkurs gerade auf, seine Seitwärtstendenz nach unten zu verlassen und damit die übergeordnete Abwärtstendenz fortzusetzen (siehe „Darum könnte sich die Talfahrt im EUR/USD bald fortsetzen“). Damals schrieb ich: „Die Zinsdifferenz zwischen Euro- und Dollarraum wird [..] auf absehbare Zeit – wahrscheinlich mindestens bis Juni – unverändert bleiben. Für die Kursentwicklung von EUR/USD ergibt sich daraus eine Patt-Situation. Aber wenn sich die Konjunktur in einigen Euro-Ländern bei gleichzeitig steigender Verschuldung verschlechtert [gemeint war Italien], übt dies Druck auf den Euro aus. Und wenn die US-Notenbank Fed – vielleicht im Sommer – vor der EZB die nächste Zinsanhebung vornehmen wird, dann dürfte auch dies den Euro weiter belasten.“ Da der EUR/USD tatsächlich seitdem weiter nachgab, war diese Einschätzung völlig korrekt. Dabei wurde sogar das 61,80%-Fibonacci-Retracement der dynamischen Aufwärtsbewegung von Anfang 2017 bis Anfang 2018 durchbrochen (schwarze Linien im Chart oben), womit der Aufwärtstrend nach langer Zeit endgültig beendet wurde.

Nun ist eine neue Aufwärtstendenz möglich

Doch inzwischen ist die Situation eine andere. In der Börse-Intern vom 4. Juni zeigte ich diverse Anzeichen für eine drohende Wirtschaftsschwäche auf (siehe „Die Warnzeichen für eine nahende Rezession mehren sich“). Und ich räumte erstmals ein, dass eine Zinssenkung durch die Fed inzwischen ein durchaus nachvollziehbarer Schritt sei. Genau zu diesem Zeitpunkt brach der EUR/USD seine Abwärtstrendlinie und legte seitdem weiter zu. Es scheint also so, dass nicht nur ich Anfang Juni aufgrund der veränderten Datenlage einen Meinungsschwenk vollzog, sondern der Devisenmarkt die Lage ebenfalls nachhaltig anders einschätzt.

Mitte Februar riet ich zu Short-Trades im EUR/USD, wobei ich allerdings wegen der langsamen Anpassungen der Geldpolitik „nur relativ moderate Kursveränderungen“ erwartete. „Wir haben es also beim EUR/USD mit einem Trading-Markt zu tun, bei dem man eher kleinere Kursbewegungen ausnutzen kann“, schrieb ich dazu. Das gleiche gilt auch heute – allerdings bevorzuge ich nun Long-Positionen.

Der Aufwärtstrend von 2017/2018 wurde zwar durch das Unterschreiten des 61,80er Retracements beendet, doch nun könnte eine Gegenbewegung einen Teil des Abwärtstrends aufholen. Aus Sicht der Fibonacci-Marken liegt das Mindestziel dieser Bewegung bei 1,16606 USD.

EUR/USD - Chartanalyse

Dies würde ein Mindestkurspotential von 3 % bedeuten. Absichern kann man mögliche Long-Trades zu Beginn unterhalb des Tiefs der Abwärtsbewegung bei rund 1,11 USD.


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Börse - Intern vom 11. Juni 2019:
DAX sendet weitere bullishe Signale

Die Aktienmärkte tendieren in der laufenden Woche bislang freundlich. Während in Deutschland am gestrigen Montag feiertagsbedingt nur außerbörslich gehandelt wurde und die heimischen Aktien daher erst heute offiziell weiter zulegen, zeigten die Aktienmärkte in den USA und in einigen Ländern Europas bereits gestern überwiegend steigende Kurse.

Mexiko und USA erzielen Einigung

Grund dafür waren leichte Entspannungssignale in Sachen Handelsstreit: Nach tagelangen Verhandlungen zwischen Mexiko und den USA hatte Trump am Freitagabend die von ihm angedrohten Strafzölle auf alle Importe aus dem Nachbarland auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Mexiko verpflichtete sich im Gegenzug dazu, Maßnahmen gegen illegale Migration zu ergreifen. Ohne diese wären sonst am Montag US-Strafzölle in Kraft getreten.

Weitere Strafzölle auf chinesische Waren verschoben

Zudem hat US-Präsident Donald Trump auch die geplante Erhöhung der Importzölle auf bestimmte chinesische Waren verschoben. Er hatte bereits durchblicken lassen, dass er ein Treffen mit Chinas Präsidenten Xi auf dem G20-Gipfel abwarten möchte. Der Gipfel findet am 28. und 29. Juni in Osaka statt.

DAX sendet weitere bullishe Signale

Für den DAX waren diese Entwicklungen eine gute Vorlage, um weitere bullishe Signale zu senden. So gelang dem deutschen Leitindex heute der Ausbruch über wichtige Widerstände (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart), wie zum Beispiel die rot gestrichelte Konsolidierungslinie.

DAX - Target-Trend-Analyse

Damit wurde auch ein Abwärtstrendkanal (rot schattiert) gebrochen, den man auf die ABC-Korrektur legen kann. Dies ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass die ABC-Korrektur abgeschlossen ist und wir damit lediglich eine moderate Gegenbewegung im Aufwärtstrend gesehen haben.

Bestätigt wird dies nun, wenn der DAX auch noch die Mittellinie bei 12.235 Punkten überwinden kann, an der er im heutigen Tageshoch noch gescheitert ist (roter Pfeil im Chart). Gelingt dies und kann das Hoch der Welle B vom 16. Mai bei 12.301 Zählern überboten werden, ist die ABC-Korrektur eindeutig beendet. Das Trendhoch ist dann die letzte Hürde, bevor die Bullen die Rechteckgrenze bei 12.590 Punkten als nächstes Kursziel nach der Target-Trend-Methode erreichen können.

Fällt der DAX dagegen in den Abwärtstrendkanal zurück, muss man noch etwas vorsichtig bleiben. Die Konsolidierung könnte dann noch etwas weitergehen - aus der ABC-Korrektur könnte dann zum Beispiel noch eine ABCDE-Formation oder ein Doppel-Zickzack werden.


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Börse - Intern vom 7. Juni 2019:
Schwacher US-Arbeitsmarktbericht heizt Zinssenkungsfantasien an

Die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Mai sind deutlich schwächer ausgefallen als von den Marktteilnehmern im Durchschnitt erwartet. Aber zuerst die positive Nachricht: Laut dem offiziellen Bericht blieb die Arbeitslosenquote unverändert und wie erwartet bei 3,6 %.

Arbeitslosenquote in den USA

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg jedoch im vergangenen Monat nur um 75.000. Die Konsensschätzung lag hier bei 175.000, also mehr als doppelt so hoch, nachdem im April sogar noch 224.000 neue Stellen geschaffen wurden. Aber diese Zahl wurde auch noch von 263.000 nach unten revidiert und der März-Wert von 189.000 auf 153.000 zusammengestutzt.

neu geschaffene Stellen in den USA

Auch der Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne lag unter den Erwartungen. Er belief sich im Mai auf +0,2 % gegenüber dem Vormonat und +3,1 % zum Vorjahr, nach +0,2 % und +3,2 %. Die Erwartungen lagen bei +0,3 % bzw. +3,2 %.

Die Märkte reagierten zunächst auf eine schwächere Wirtschaft

Die schlechten Zahlen passen in das Bild einer sich abschwächenden Wirtschaft. Und eigentlich wäre dies ein Grund für fallende Aktienkurse. In einer ersten Reaktion warfen die Anleger auch einige Anteile auf den Markt. Der Goldpreis stieg, ebenso wie die Nachfrage nach Anleihen. Sichere Häfen wurden also gesucht. Und der Dollar zeigte zum Euro erwartungsgemäß Schwäche. Soweit reagierten die Märkte also völlig plausibel.

Dann setzten sich Zinssenkungsfantasien durch

Doch während sich die übrigen Trends nicht umkehrten, drehten die Aktienmärkte plötzlich wieder deutlich nach oben und stiegen dynamisch weiter an. Und diese Reaktion hat wohl mit den jüngsten Aussagen einiger Notenbanker zu tun. Denn die schwachen Arbeitsmarktdaten haben wohl die Zinssenkungsfantasie, die seit ca. einer Woche wieder köchelt, weiter angeheizt. Sämtliche Kursentwicklungen passen dazu, inkl. der steigenden Aktienkurse.

Dow Jones und S&P 500: Nächstes Signal für das Ende der Korrektur

Der Dow Jones hat dadurch inzwischen mehr als 61,80 % seiner jüngsten (ABC-)Korrektur aufgeholt (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart), womit diese auch aus dieser Sicht als beendet gilt.

Dow Jones - Chartanalyse

Damit nimmt mein Szenario einer nur moderaten Konsolidierung bzw. eines dem saisonalen Muster folgenden Kursverlaufs weiter Form an.

Gleiches gilt auch für den S&P 500, wenn auch nur sehr knapp.

S&P 500 - Chartanalyse

Natürlich kann es angesichts der inzwischen bereits wieder erfolgten Kursgewinne noch zu erneuten Rücksetzern kommen, insbesondere da der S&P 500 gerade auch wieder das obere Ende einer möglichen Seitwärtsrange erreicht hat, doch neue Hochs erscheinen aktuell wahrscheinlicher als ein neues kurzfristiges Korrekturtief, geschweige denn einer Korrektur, die in Richtung Dezember-Tief läuft.

DAX: Viele Anzeichen für eine moderate Gegenbewegung im Aufwärtstrend

Ähnliches gilt auch für den DAX. Auch hier ist es zu einer ABC-Korrektur gekommen, die nun bereits wieder in einen neuen Aufwärtstrend übergegangen sein könnte.

DAX - Target-Trend-Analyse

Dass wir nur eine kleine Gegenbewegung im Aufwärtstrend sehen, dafür spricht auch, dass die ABC-Korrektur im DAX deutlich moderater bzw. flacher abgelaufen ist als in den US-Indizes. Allerdings ist auch hier, ähnlich wie im S&P 500, durchaus noch einmal mit einem kleinen Rücksetzer zu rechnen. Denn der DAX ist heute an wichtige Widerstände herangelaufen, von denen insbesondere die rot gestrichelte Konsolidierungslinie hauptverantwortlich für die aktuelle Korrektur gemacht werden kann.

Fazit

Es mehren sich die Anzeichen, dass die Erwartung an eine nur moderate Konsolidierung in den Aktienmärkten erfüllt ist. Und es mehren sich die Anzeichen, dass sich das saisonale Muster fortsetzt, wonach es bis zum Hochsommer in den US-Indizes sogar noch auf neue Hochs gehen kann, bevor es dann für längere Zeit nur noch seitwärts geht.


Ich wünsche Ihnen schöne Pfingstfeiertage
Ihr
Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 6. Juni 2019:
EZB hält Leitzinsen länger niedrig

Überraschung beim heutigen EZB-Zinsentscheid! Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihr Niedrigzinsversprechen um ein halbes Jahr verlängert. Die Leitzinsen sollen nun noch bis über das erste Halbjahr 2020 auf dem aktuellen Niveau gehalten werden. Bislang galt dies „nur“ bis zum Ende des laufenden Jahres. Es ist nach der Notenbanksitzung vom März bereits das zweite Mal, dass die Aussicht auf steigende Zinsen zeitlich nach hinten verschoben wird.

Reaktion auf niedrigste Inflation seit April 2018

Ein Hauptgrund für diese Entscheidung dürfte die niedrige Inflation sein. Diese betrug nach einer ersten Schnellschätzung vom vergangenen Dienstag im Mai nur noch 1,2 %, nach noch 1,7 % im April. Und sie fiel damit auf den niedrigsten Wert seit April 2018 zurück. Die Kernteuerung fiel mit 0,8 % auf den März-Wert zurück, der ebenfalls das niedrigste Niveau seit April 2018 darstellte.

Entwicklung der Inflation in der Eurozone

Da verwundert es auch nicht, dass die Volkswirte der EZB die Projektionen für die Inflation für das Jahr 2020 zurückgenommen haben, von bisher 1,5 % auf nun 1,4 %. Die Prognose für das laufende Jahr hoben sie allerdings von 1,2 % auf 1,3 % an.

EZB hält Rezession für wenig wahrscheinlich

Immerhin entwickelte sich aber die Wirtschaft in der Eurozone zuletzt stabil. So ist die Arbeitslosigkeit im April auf das niedrigste Niveau seit August 2008 zurückgegangen, also auf das Niveau vor der Finanzkrise.

Entwicklung der Arbeitslosenquote
(Quelle: Eurostat)

Und beim Blick auf die gestrige Veröffentlichung zum Gesamt-Einkaufsmanagerindex (Composite PMI) für die Eurozone im Mai stellt man fest, dass es mit 51,8 Punkten nicht zu einer erneuten Stimmungsverschlechterung gekommen ist (April: 51,5). Stattdessen zeichnet sich mit einem 5-Monats-Hoch vielmehr eine Stabilisierung auf ermäßigtem Niveau bzw. inzwischen sogar eine leichte Aufwärtstendenz seit dem Januar-Tief ab.

IHS Markit-Einkaufsmanagerindex der Gesamtwirtschaft in der Eurozone

Im historischen Kontext ist das Niveau des aktuellen Umfrageergebnisses aber lediglich im Einklang zu bringen mit einem BIP-Wachstum von 0,2 % zum Vorquartal. Die höhere Wachstumsdynamik des 1. Quartals 2019 dürfte also nur vorrübergehender Natur gewesen sein.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Eurozone

EZB-Chef Mario Draghi verwies dazu in der heutigen Pressekonferenz auf die globalen Entwicklungen, also auf die Handelsstreitigkeiten. Auch dies wird ein Grund für die heutigen Entscheidungen des EZB-Rates gewesen sein. Zumal die EZB-Volkswirte auch beim Wachstum für 2020, genau wie bei der Inflation, etwas pessimistischer geworden sind. So soll das BIP-Wachstum nun bei 1,4 % liegen, statt bisher 1,6 %.

Vorteile für Banken mit hoher Nettokreditvergabe

Zudem gab die EZB weitere Details zu der bereits zuvor beschlossenen neuen Serie vierteljährlicher gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO) bekannt. Banken mit höherer Nettokreditvergabe profitieren von niedrigeren Zinssätzen. So soll die Kreditvergabe attraktiver gemacht und damit angekurbelt werden, um die Wirtschaft und damit auch die Inflation weiter anzutreiben.

Fazit

Die Inflation in der Eurozone ist moderat, ebenso wie das Wirtschaftswachstum. Die EZB beschließt daher in kleinen Schritten immer wieder neue Maßnahmen, um stützend oder treibend in den Markt einzugreifen. Über den Erfolg dieser Maßnahmen lässt sich streiten. Das Ziel der EZB, eine Inflationsrate von nahe 2 % zu erreichen, haben sie jedenfalls bislang verfehlt.

Das wird wohl auf absehbare Zeit auch für die heute beschlossenen Maßnahmen gelten, die aber auch eher kosmetischer Natur scheinen. Denn die meisten Analysten hatten vor Mitte 2020 sowieso nicht mit einer Zinsanhebung gerechnet. Und die TLTROs waren bereits beschlossene Sache. Daher blieben Kursreaktionen an den Börsen heute auch gering.

Die laufenden Trends werden derzeit lediglich fortgesetzt: Der Aktienmarkt führt seine (moderate) Konsolidierung nach der vorangegangenen Kursrally fort, Staatsanleihen insbesondere aus den USA und Deutschland bleiben gefragt und die zuletzt stärker gesunkenen Anleihenrenditen damit schwach, die Ölpreise tendieren abwärts und der Goldpreis aufwärts. In das Bild einer schwächelnden Wirtschaft, das die Märkte mit ihren Kursentwicklungen längst zeichnen, fügen sich die aktuellen Maßnahmen der EZB einfach nur ein. Die EZB-Sitzung kann man somit schnell abhaken.


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Börse - Intern vom 5. Juni 2019:
Führt eine starke Kurserholung in die Seitwärtskonsolidierung?

Die gestrige Mahnung, dass eine defensive Haltung für Trader und Anleger vor dem Hintergrund der sich häufenden Warnzeichen einer nahenden Rezession sinnvoll ist, möchte ich heute noch einmal bekräftigen. Allerdings möchte ich heute hinzufügen, dass dies nicht bedeutet, sich komplett aus dem Aktienmarkt zu verabschieden.

Korrigiert der Aktienmarkt nur die übertriebene Kursrallye?

Nicht ohne Grund lautet eine Börsenweisheit: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern.“ Denn wenn sich in den Wirtschaftsdaten eine Rezession abzeichnet, hat man das Tief am Aktienmarkt meist bereits hinter sich. Und vielleicht waren die Kursverluste bis Ende 2018 bereits der aktuelle Tiefpunkt am Aktienmarkt. Genauso, wie wir damals eine Übertreibung nach unten gesehen haben, könnten wir mit der anschließenden viermonatigen Kursrallye, die einigen Indizes sogar neue Rekordstände bescherte, eine Übertreibung nach oben gesehen haben. Und diese wird nun möglicherweise lediglich korrigiert bzw. konsolidiert.

S&P 500 und Dow Jones am Mindestkorrekturkursziel

Der S&P 500 hat jüngst beispielsweise nach seiner rekordverdächtigen Aufwärtsbewegung inkl. neuem Allzeithoch ziemlich genau das Mindestkorrekturkursziel dieser Bewegung von 38,20 % erreicht und von dort wieder nach oben gedreht (siehe grüner Pfeil im Chart).

S&P 500 - Chartanalyse

Theoretisch kann es nun sogar schon wieder auf neue Höhen gehen. Zumal mit dem gestrigen Tageshoch (2.804,49 Punkte) das Tief der ersten Abwärtswelle vom 13. Mai (2.801,43 Punkte) überschritten wurde. Aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie liegt damit eine Überschneidung vor. Und diese deutet darauf hin, dass wir hier aktuell keinen 5-gliedrigen Abwärtsimpuls sehen, sondern eben nur eine (ABC-)Korrektur, also eine Gegenbewegung nach den vorangegangenen Kursgewinnen.

Das gleiche gilt auch für den Dow Jones. Hier wurde das 38,20%-Fibonacci-Retracement als Mindestkorrekturkursziel zwar vorgestern intraday unterschritten, auf Schlusskursbasis aber verteidigt (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart). Und anschließend sind die Kurse auch hier über das Tief der ersten Abwärtswelle (Welle A) gestiegen, so dass ebenfalls eine Überschneidung vorliegt und die ABC-Korrektur damit beendet sein kann.

Dow Jones - Chartanalyse

Ich schreibe dabei bewusst „kann“, weil sich die Welle C theoretisch noch solange fortsetzen könnte, wie das Hoch der Welle B nicht überschritten wurde. Im S&P 500 wäre das bei 2.892,15 und im Dow Jones bei 25.957,63 Punkten der Fall.

Doch aktuell sehe ich mich in meiner Erwartung bestätigt, dass wir in den US-Indizes wohl eine moderate Konsolidierung erleben, so wie ich es unter anderem schon am 30. April und damit noch vor Beginn der aktuellen Korrektur prognostiziert hatte (siehe „Anstieg der Aktienkurse ist fundamental begründet, aber ausgereizt“).

Technologietitel in Sondersituation

Das gilt auch für den Nasdaq 100, obwohl die Kurse hier deutlich stärker gefallen sind. Der Technologieindex ist vorgestern bis an das Tief vom Februar 2018 bei 6.164 Punkten und damit unter sein 38,20er Retracement gerutscht. Zudem ist ihm mit der anschließenden Kurserholung noch keine Überschneidung gelungen.

Nasdaq 100 - Chartanalyse

Doch dies lässt sich mit einer Sondersituation erklären. Neben der Befürchtung, dass Technologieunternehmen wie Apple Opfer von Retourkutschen aus China werden könnten, gab es Berichte, dass die US-Regierung die Marktmacht der vier Technologieriesen Facebook, Apple, Google und Amazon untersuchen will. Amazon und Facebook würden demnach von der Branchenaufsicht FTC geprüft, die Google-Mutter Alphabet und Apple vom Justizministerium.

Die beiden voneinander getrennten Fälle können regulatorische Eingriffe zur Folge haben, die bis hin zu einer Aufspaltung der Konzerne reichen könnten. Dementsprechend belastet zeigten sich die Aktienkurse der Unternehmen und damit auch die US-Technologiebörse Nasdaq. Aktien von Facebook und Alphabet verloren alleine an einem Tag jeweils rund 7 %, Amazon gab 5,2 % nach und Apple knapp 2 %. Und da es sich dabei um Schwergewichte handelt, zog dies den gesamten Index nach unten.

Eine starke Kurserholung führt in die Seitwärtskonsolidierung

Unabhängig davon zeigt mir die Dynamik der jüngsten Abwärtswellen aber auch an, dass die Konsolidierung noch eine Weile anhalten wird, selbst wenn die ABC-Korrekturen in den US-Indizes beendet sind. Dazu verweise ich auch noch einmal auf die Saisonalität.

Dow Jones - saisonaler Kursverlauf in US-Vorwahljahren
(Quelle: www.stockstreet.de/saisonale-charts)

Demnach wäre es möglich, dass die US-Aktien jetzt sogar bis zum Hochsommer wieder zulegen können. Doch dann sollten sie endgültig in eine länger anhaltende Seitwärtstendenz übergehen. Damit würde sich einerseits die „große Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau“ fortsetzen, die ich hier schon seit vielen Monaten propagiere. Andererseits könnten sich die Kurse dann bis zum Jahresende als die moderate Konsolidierung, die ich seit dem 30. April erwartet habe, am oberen Ende dieser großen Seitwärtsrange auf hohem Niveau seitwärts bewegen.

Fazit

Aufgrund der jüngsten Kursverluste an den Aktienmärkten, der Verschärfungen im Handelskonflikt sowie der Anzeichen für eine nahende Rezession bzw. zumindest einer Wachstumsverlangsamung ist Vorsicht geboten. Doch dabei bieten die Aktienmärkte durchaus noch Chancen. Denn von einem Bärenmarkt sind wir noch weit entfernt. Es deutet sich lediglich eine anhaltende Konsolidierung an. Doch diese ist kein Grund, sich aus dem Aktienmarkt zu verabschieden. Vielmehr kann man auch Seitwärtstendenzen sehr gut zum Trading nutzen. Wie das geht, zeigen wir regelmäßig in unseren Stockstreet-Börsenbriefen.


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Ihr
Sven Weisenhaus
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PS: Auch in unseren Stockstreet-Börsenbriefen sind wir übrigens nicht vollständig aus den Aktienmärkten ausgestiegen. Vielmehr wurden hier lediglich Positionen reduziert und/oder sogar Short-Chancen genutzt. Im Target-Trend-CFD haben wir uns zum Beispiel mit einer Reihe von Short-Trades in die gestiegenen Kurse eingekauft und dann von fallenden Kursen profitiert. So zeigt die folgende Tabelle unsere jüngsten Trades im Dow Jones.

Short-Trades im Dow Jones

Daneben konnten wir ähnliche Gewinne mit Short-Trades auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 erzielen. Wollen auch Sie solche Gewinne realisieren? Dann melden Sie sich hier an.


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Börse - Intern vom 4. Juni 2019:
Die Warnzeichen für eine nahende Rezession mehren sich

Am Mittwoch der vergangenen Woche hatte ich geschrieben, dass im Handelsstreit der USA gegen diverse Länder der Welt neue dunkle Wolken aufziehen und sich der Handelsstreit auch zu einem Währungs- und Technologiekrieg ausweitet. Seitdem hat sich der Konflikt weiter verschärft. Dabei ist es inzwischen recht unübersichtlich geworden, weil es immer mehr Betroffene und Maßnahmen gibt.

Indien: Das neueste Opfer der Trumpschen Handelspolitik

Indien ist das neueste Opfer der Trumpschen Handelspolitik. Ab morgen werde die bisherige Sonderbehandlung Indiens im Rahmen eines Handelsprogramms für Entwicklungsländer beendet, kündigte US-Präsident Donald Trump kürzlich in einer Erklärung an. Indien biete den USA keinen „gerechten und angemessenen“ Zugang zu seinen Märkten, so die Begründung. Daher werde dem Land der zollfreie Export ausgewählter Waren in die USA, der mit dem bisherigen Sonderstatus verbunden war, ab morgen nicht mehr gewährt. Indien gehen damit Exportvergünstigungen im Wert von 5,6 Milliarden US-Dollar verloren.

USA belegen alle Warenimporte aus Mexiko mit Zöllen

Mexiko hat es jüngst aber noch härter getroffen. Denn US-Präsident Donald Trump kündigte  Strafzölle auf alle Warenimporte aus Mexiko ab dem 10. Juni an. Damit will er das Land dazu bewegen, die illegale Migration über die gemeinsame Grenze in die USA zu stoppen. Mexiko drohte umgehend Gegenmaßnahmen an.

Kurioserweise hatten die USA noch vor weniger als zwei Wochen verkündet, dass es für die Nachbarländer USA, Kanada und Mexiko keine Zollschranken mehr beim Handel mit Stahl- und Aluminiumprodukten geben soll, was im Zusammenhang mit dem gemeinsam ausgehandelten Freihandelsabkommen USMCA zu sehen sein sollte (siehe auch Börse-Intern vom 21. Mai).

Absolute Unberechenbarkeit sorgt für hohe Unsicherheit

Erst keine Zölle mehr auf Stahl- und Aluminiumprodukte, dann plötzlich Zölle auf alle Warenimporte aus Mexiko. Die US-Regierung sorgt mit solchen, sich widersprechenden Nachrichten für hohe Unsicherheit. Und gerade Unsicherheit mögen die Börsen überhaupt nicht. Daher erscheint eine defensive Haltung für Trader und Anleger aktuell weiterhin sinnvoll, auch wenn sich die Kurse heute etwas von den weiteren Verlusten der vergangenen Tage erholen können.

USA und China überziehen sich gegenseitig mit neuen Maßnahmen

Zumal der große Handelsstreit zwischen den USA und China weiterhin im Zentrum steht und es auch hier zu einer weiteren Verschärfung gekommen ist. Bereits in der vergangenen Woche hatte das US-Handelsministerium neue Strafzölle auf chinesische Waren angekündigt, diesmal auf Matratzen sowie Bierfässer aus rostfreiem Stahl. (Auch Lieferungen dieser Waren aus Deutschland und Mexiko wurden mit Zöllen belegt.) China warf den USA daraufhin „nackten Wirtschaftsterrorismus“ vor. Und wohl als Antwort auf den Huawei-Bann der USA nahm China das US-Unternehmen FedEx in den Fokus von Ermittlungen verbunden mit der Drohung, weitere US-Betriebe auf eine schwarzen Liste zu setzen. Wenig später wurden die eigenen Landsleute zunächst vor einem Studium in den USA gewarnt und dann eine generelle Reisewarnung für die Vereinigten Staaten ausgesprochen. Chinesen müssten unter anderem mit Schikanen durch US-Behörden rechnen.

In diesem Handelskrieg werden nun alle Register gezogen

Insbesondere die jüngsten Aussagen und Reaktionen der chinesischen Regierung zeigen, dass wir längst nicht mehr nur von einem Zollstreit sprechen können. Stattdessen haben wir es inzwischen mit einem klaren Handelskrieg zu tun, bei dem nun scheinbar alle Register gezogen werden, um dem Gegner zu schaden.

Rezession im Anmarsch?

Vor diesem Hintergrund ist es kaum ein Wunder, dass sich die Börsen scheinbar mehr und mehr auf eine nahende Rezession einstellen. Dass die Aktienmärkte jüngst wieder deutlich nachgegeben haben, kann noch als normale Gegenbewegung auf die vorangegangenen Kursgewinne gewertet werden. Auch dass der Goldpreis kürzlich sehr dynamisch angestiegen ist (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart), kann man noch der Aktienmarktkorrektur „in die Schuhe schieben“.

Gold - Chartanalyse

Aber dass die Ölpreise trotz deutlicher Angebotsdefizite am Ölmarkt jüngst sehr stark gefallen sind (siehe rote Ellipse im folgenden Chart), ist ein klares Signal für eine drohende Wirtschaftsschwäche.

Ölpreise im Sinkflug

Auch die immer weiter sinkenden Renditen am Anleihemarkt deuten auf eine starke Flucht in sichere Häfen. Die Umlaufrendite in Deutschland hat schon wieder das Tief aus dem Jahre 2016 erreicht.

Umlaufrendite

Und selbst in den USA, wo der Leitzins um mehr als 2,25 % höher steht als in der Eurozone, sind die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen seit geraumer Zeit im Sinkflug und lagen Ende vergangener Woche nur noch bei 2,14 %.

Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen

Zudem haben sich die Frühindikatoren in den USA und China zuletzt deutlich abgeschwächt. Kein Wunder, dass der Fed-Chef von St. Louis, James Bullard, aufgrund der Eintrübung der konjunkturellen Perspektiven die Notwendigkeit sieht, den Leitzins in den USA schnell zu senken. Mit Blick auf die Zinskurve sei die Geldpolitik zu restriktiv, so Bullard. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen wäre das ein durchaus nachvollziehbarer Schritt.

Fazit

Zusammengenommen sind die aktuellen Entwicklungen ein deutliches Warnzeichen für die Wirtschaft und die Börsen. Es gilt daher am Aktienmarkt weiterhin vorsichtig zu sein. Und die von mir längst erwartete „große Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau“ an den (US-)Aktienmärkten dürfte sich nun mit immer höherer Wahrscheinlichkeit noch eine ganze Weile fortsetzen.


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Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 3. Juni 2019:
NASDAQ 100: Kursziel Dezembertief?

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

die Unsicherheiten hinsichtlich des Handelsstreits haben die Kurse der großen Indizes in der Vorwoche kräftig gedrückt. Wenn diese neu begonnene Abwärtswelle weitergeht, könnte z.B. der DAX (der wieder sowohl unter die 12.000er Marke als auch in seinen alten, übergeordneten Abwärtstrend abgetaucht ist) bis zur runden 10.000-Punkte-Marke fallen.

Nach starker Rally starke bearishe Signale

Viel wichtiger für die Börsen ist aber die Situation der US-Indizes und hier insbesondere des NASDAQ 100. Der Grund: Der NASDAQ 100 war während des gesamten bisherigen Bullenmarkts der entscheidende Rallytreiber. Er hat seit 2009 nicht nur sein ehemaliges Allzeithoch in der Technologieblase von 2000 überwunden, sondern führte auch kurzfristig stets die Rally an. So konnte er nach den Rückschlägen von Anfang 2018 als einziger der großen US-Indizes schnell, nachhaltig und mehrfach neue Allzeithochs erreichen. Und auch in der starken Erholungsrally zu Beginn dieses Jahres gelang ihm als einzigem ein klarer Ausbruch auf neue Hochs.

Kurz: Mit dem NASDAQ 100 (bzw. den Technologiewerten) steht und fällt die Rally. Und daher ist der jüngste Kursverlauf im NASDAQ 100 so bedeutsam. Dazu zunächst der übergeordnete Wochenchart:

NASDAQ100-Wochenchart ab 2019

Bereits hier sind einige klar bearishe Zeichen zu erkennen, die sich zuletzt noch häuften. Da ist zunächst einmal natürlich der Fehlausbruch am alten Allzeithoch von 2018 (siehe rote Ellipse). Dieser war solange zu verschmerzen, wie der NASDAQ 100 in seinem bisherigen Aufwärtstrend (grün) blieb. Diesen betätigte er dann sogar, zusammen mit der blauen Unterstützung bei gut 7.300 Punkten (siehe gelber Kreis).

Wie tief der Kurs nun fallen könnte

Aber dann ging es Schlag auf Schlag: Erst wurde der Aufwärtstrend gebrochen, dann die blaue Unterstützung. Und in der Vorwoche fiel der NASDAQ 100 auch noch durch die breite grüne Unterstützungszone oberhalb von 7.200 Punkten (die er zuvor ebenfalls bestätigt hat; siehe grüner Pfeil) – und das mit einer zunehmenden Abwärtsdynamik, wie die lange bearishe Wochenkerze zeigt.

Zusammengenommen deuten diese Rückschläge darauf hin, dass eine neue Abwärtswelle im NASDAQ 100 begonnen hat. Diese könnte den Kurs nach der Target-Trend-Methode theoretisch bis auf 6.417 bzw. 5.29 Punkte drücken. Die Kursziele nach klassischer Charttechnik sind das Tief vom Februar 2018 bei 6.164 Punkten, die runde 6.000er Marke bzw. das knapp darunter liegende Tief vom Dezember bei 5.985 Punkten.

Als nächste kurzfristige Unterstützungen dienen dem NASDAQ 100 nun das Zwischenhoch vom Dezember und das 38,2%-Niveau der jüngsten Aufwärtsbewegung, die beide knapp oberhalb der 7.100-Punkte Marke liegen. Allerdings sind diese Kursmarken inzwischen fast erreicht und die aktuelle Abwärtsdynamik spricht eher dafür, dass sie auch bald durchschlagen werden sollten.

Auch kurzfristig jede Menge Warnzeichen

Denn leider gibt es auch aus kurzfristiger Sicht klar bearishe Signale, wie der folgende Tageschart seit Ende 2018 zeigt:

NASDAQ100-Tageschart ab Oktober 2018

Hier sieht man deutlich, dass die Bullen den Angriffen der Bären zuletzt kaum noch etwas entgegenzusetzen hatten. Erkennbar ist das an den häufiger und größer werdenden Kurslücken im Chartbild (siehe rote Pfeile). Kurslücken treten im NASDAQ 100 überproportional häufig auf und werden meist auch (bald) wieder geschlossen. Das sieht man hier sehr gut an den ersten drei Abwärtskurslücken, die in der ersten kurzen Abwärtswelle unmittelbar nach dem neuen Allzeithoch auftraten.

Die vier folgenden Kurslücken in der nächsten Abwärtswelle zerklüften das Chartbild dagegen sehr deutlich, da sie nicht oder kaum noch geschlossen wurden. Außerdem wurden mit diesen Kurslücken auch die genannten wichtigen Unterstützungen überwunden und viel Kerzen der jüngsten Abwärtsbewegung haben aufgrund ihrer langen „Dochte“ bearishen Charakter.

Kurslücken und neue Abwärtsdynamik könnten eine Trendwende einleiten

Eine solche Häufung von Kurslücken nach einer Kursumkehr (in dem Fall von einer Aufwärts- zu einer Abwärtsbewegung) können sogenannte Ausbruchskurslücken sein, mit der eine – zumindest zeitweilige – Trendwende eingeleitet wird.

Und auch im Tageschart ist gut zu erkennen, warum die fast erreicht nächste Unterstützung bei 7.107 Punkten vermutlich nicht lange Bestand haben wird: Der Kurs sprang am Freitag erneut dynamisch und mit einer deutlichen Kurslücke (siehe unterster roter Pfeil) auf ein neues Verlaufstief. Die Gegenreaktion der Bullen im Tagesverlauf blieb verhalten und der NASDAQ 100 schloss nur knapp oberhalb seines Tagestiefs kurz vor der 7.107er Linie. Dabei entstand erneut ein bearishes Kerzenmuster.

Zu erwarten ist jetzt allenfalls eine kurze Gegenreaktion bis an die ehemaligen Unterstützungszonen bei 7.200 oder 7.300 Punkten – bevor die Abwärtsbewegung wieder aufgenommen wird.

Welche zwei Faktoren die Bären noch stoppen können

Die entscheidende Frage ist natürlich, ob die oben genannten theoretischen Kurspotenziale, die sich charttechnisch ergeben, auch tatsächlich ausgeschöpft werden. Im Chart ganz oben sind dazu die weiteren charttechnischen Unterstützungen (gestrichelte Linie) sowie die die Fibonacci-Niveaus eingezeichnet. Danach hat der NASDAQ 100 sowohl an der 50%- als auch an der 61,8%-Fibonacci-Marke eine zusätzliche charttechnische Haltelinie. Diese bieten den Bullen eine gute Basis, um eine Gegenwehr einzuleiten.

Es gibt aber noch zwei übergeordnete Faktoren, die für die Bullen sprechen. Zum einen sind die fundamentalen Treiber, die zu der eingangs erwähnten Technologierally führten, noch intakt. Einzelne Aspekte mögen zwar zeitweilig in den Hintergrund treten, aber andere könnten dafür stärkere Bedeutung erlangen – so dass der Technologieboom durchaus noch eine Weile weitergehen könnte.

Zum anderen gibt es aber einen sehr starken übergeordneten charttechnischen Treiber der laufenden Rally: Nach dem starken Rückfall von Ende 2018 war nach allen historischen Vorbildern ein anhaltende Schwächephase an den US-Börsen zu erwarten, in der früher oder später neue Tiefs erreicht werden sollten. Dazu kam es bekanntlich nicht. Stattdessen sahen wir eine beeindruckende Rally, zum Teil mit neuen Hochs!

Der jüngste Anstieg war keine gewöhnliche Rally!

Einige charttechnische Signale, die diese Rally begleiten, deuten wiederum darauf hin, dass mit der aktuellen Rally womöglich doch keine stärkere Abwärtsbewegung verbunden ist. Vergleichbare Signale gab es zuvor erst neunmal seit 1967. Bemerkenswert daran ist, dass zuvor meist markante Tiefs markiert wurden und dann fulminante (Zwischen-)Rallys eingeleitet wurden. Das war z.B. nach allen Tiefs der großen Seitwärtsbewegung von 1966 bis 1982 der Fall, nach dem Einbruch infolge des ersten Irakkriegs 1990, aber auch nach dem Tief der Finanzkrise 2009. Zuletzt gab es 2016 eine vergleichbare Erholung – nach dem Einbruch infolge des überraschenden Brexit-Votums.

In allen diesen Fällen wurden die zuvor markierten Tiefs – wenn überhaupt – erst nach mehreren Jahren wieder erreicht (das war allerding auch nur in der großen Seitwärtsbewegung der 1960er bis 1980er Jahre so). Und abgesehen von 2016, als die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen für Verunsicherung sorgten, gab es in der ersten Korrektur nach dem Anstieg vom Tief keinen Kursrückgang, der signifikant unter die 38,2%-Fibonacci-Linie reichte.

Wie der S&P 500 Hilfestellung leisten könnte

Diese Angaben gelten allerdings für den S&P 500 (da die Kurshistorie des NASDAQ 100 nicht bis 1967 zurückreicht) und können daher nicht 1:1 auf den NASDAQ 100 übertragen werden, da dieser bekanntlich eine viel höhere Volatilität hat als der S&P 500. Daher zur Einordnung ein abschließender Blick auf den US-Leitindex:

S&P500, Tageschart, seit September 2018

Hier sehen wir zunächst ähnlich bearishe kurzfristige Signale wie beim NASDAQ 100 – auffällige Kurslücken, mit denen mehrfach wichtige, zuvor noch verteidigte Unterstützungen (blau) gebrochen wurden. Der S&P 500 ist allerdings noch ein Stück weiter von seiner 38,2%-Marke entfernt als der NASDAQ 100 und hat dort ebenfalls eine (kleine) zusätzliche charttechnische Unterstützung (gestrichelt).

Darunter liegen mit der 2.700er Marke, der grünen Zone und dem 50%-Fibonacci-Niveau weitere Haltelinien in recht dichter Staffelung. Es besteht also eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich der S&P 500 in diesem Bereich fängt. Sofern er sogar nur eine „einfache“ ABC-Korrektur absolviert, hätte er sein Kursziel fast schon erreicht (siehe gelbe Rechtecke).

Darauf kommt es nun an

Für den weiteren Verlauf wird es also nun darauf ankommen, ob die Börsianer aufgrund der jüngsten Entwicklungen im Handelsstreit (siehe dazu auch Börse-Intern vom 27.05.2019) eine grundsätzlich andere Haltung als bislang eingenommen haben. Die bisherige Haltung war weitgehend von Gelassenheit geprägt. Wenn diese Gelassenheit nun der Angst gewichen ist, dürfte die Abwärtsbewegung tatsächlich mit Dynamik weitergehen und dabei unter Umständen die Dezembertiefs erreichen.

Aus stimmungstechnischer Sicht gab es zuletzt zwar einen deutlichen Einbruch des Sentiments, aber dieser ist so stark, dass er zumindest kurzfristig eher wieder (antizyklisch) bullish zu werten ist. Falls also die jüngsten Rückschläge doch nur eine Schrecksekunde waren und kein Stimmungswechsel, bestehen gute Chancen, dass die Korrektur bald vorbei ist. Die genannten Chartmarken in den US-Indizes können Ihnen dabei als Orientierungshilfe dienen.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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Börse - Intern vom 29. Mai 2019:
Folgen dem Handelskrieg auch noch ein Währungs- und Technologiekrieg?


Zunächst ein Hinweis: Aufgrund des morgigen Feiertages (Christi Himmelfahrt) erscheint die nächste Ausgabe der Börse-Intern erst am kommenden Montag.


Im Handelsstreit der USA gegen diverse Länder der Welt ziehen neue dunkle Wolken auf. Denn US- Präsident Donald Trump sucht offenbar neue Wege, um China und andere Länder noch stärker unter Druck zu setzen. US-Handelsminister Wilbur Ross schlug laut n-tv jüngst ein neues Gesetz vor, das Strafzölle auf Importe aus Ländern vorsieht, die „ihre Währung zum Dollar abwerten“ und damit „ihre Exporte subventionieren“.

USA werfen China Währungsmanipulation vor

Ross nannte dabei kein konkretes Land, aber US-Präsident Donald Trump hatte zuvor China bereits mehrfach vorgeworfen, die eigene Währung schwach zu halten, um so Exporte anzukurbeln. Und vergangene Woche hätte die US-Regierung Peking schon mit Strafen wegen der Abwertung des Yuan gedroht, so n-tv. Da stellt sich mir die Frage, welche Strafen das noch sein könnten. Denn weitere Strafzölle sind ja kaum möglich, schließlich hatten die USA auch ohne das Thema Währungsmanipulation bereits angedroht, bald sämtliche Waren aus China mit Importzöllen zu belegen.

Das Thema der Währungsmanipulation ist auch nicht neu. Dass es nun wieder auf die Agenda gekommen ist, kann damit zusammenhängen, dass Trump mit seinem Handelsstreit gegenüber China bislang nicht die erhofften Ergebnisse erzielt – die verhängten Zölle haben China nicht zum Einlenken gebracht und stattdessen wird die heimische US-Wirtschaft zunehmend belastet.

USA werfen acht weiteren Ländern Währungsmanipulation vor

Allerdings müssen laut einem aktuellen Bericht des US-Finanzministeriums auch acht weitere Länder in diesem Zusammenhang „genau beobachtet werden“. Dies seien neben China Irland, Italien, Japan, Südkorea, Malaysia, Singapur, Vietnam und Deutschland. Zwar kommt das Finanzministerium in dem Bericht zu dem Ergebnis, dass bislang keiner der großen Handelspartner der USA seine Währung manipuliert hat, und mir ist es auch ein Rätsel, wie Deutschland oder Italien ohne die anderen Länder der EU den Euro manipulieren sollen. Doch dass Deutschland auf der Liste auftaucht, zeigt mir, dass die USA scheinbar Argumente sammeln, die sie in zukünftigen Verhandlungen als Druckmittel vorbringen können. Und wenn sich die USA an China „abgearbeitet“ haben, werden wohl die nächsten Länder in den Fokus genommen.

Folgt dem Handelskrieg auch noch ein Technologiekrieg?

Allerdings ist im Streit mit China ein Ende längst nicht in Sicht. Denn das Land zeigt sich derzeit nicht wehrlos. Nachdem die US-Regierung neben dem Handelskrieg auch einen Technologiekrieg angezettelt hat, in dem sie Huawei auf eine sogenannte schwarze Liste setzte, erwägt China laut aktuellen Medienberichten inzwischen, den Export von Seltenen Erden in die USA zu begrenzen. China besitzt nach Schätzungen rund 80 bis 90 % der globalen Vorkommen dieser wichtigen Rohstoffe für elektronische Bauteile. Und die USA beziehen 80 % ihres Bedarfs aus China.

Aktienmärkte etablieren die ABC-Korrektur

Kein Wunder also, dass sich die Aktienmärkte heute wieder belastet zeigen. Der DAX hat dadurch, nicht ganz unerwartet, seinen Aufwärtstrendkanal gebrochen (siehe roter Kreis im folgenden Chart). Und mit im Tagestief 11.828,75 Punkten wurde auch das Tief der ersten Abwärtswelle (11.844,47) unterschritten. Damit hat sich nun schon die ABC-Korrektur etabliert.

DAX - Target-Trend-Analyse

Wie gestern dazu aber bereits geschrieben, muss der Bruch des Aufwärtstrendkanals nun nicht automatisch zu stark fallenden Kursen führen. Und passend dazu scheint der DAX heute mit der Unterstützungszone unterhalb der Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten bereits einen Halt gefunden zu haben. Daher gilt es nun erst einmal, weiterhin genau zu beobachten, wie sich die Kurse verhalten. Erst wenn es morgen zu einer bearishen Anschlusskerze kommt, sollte man auf weiter fallende Kurse setzen.


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Börse - Intern vom 28. Mai 2019:
Der Bruch eines Aufwärtstrendkanals ist nicht automatisch bearish

Die Märkte verhalten sich in dieser Woche bislang sehr ruhig. Das liegt einerseits daran, dass die US-Börsen gestern feiertagsbeding geschlossen blieben. Und ohne die richtungsweisenden Kursentwicklungen von dort tendierten auch die Notierungen hierzulange lediglich orientierungslos und in sehr engen Bahnen seitwärts. Andererseits pendeln die Kurse aber auch heute lediglich unter relativ geringer Volatilität seitwärts. Als Grund dafür kann der heutige Mangel an für die Börse relevanten Nachrichten genannt werden.

DAX keilt sich ein

Für die Seitwärtstendenz des DAX ist aber auch die aktuelle charttechnische Situation verantwortlich. Denn der deutsche Leitindex bildet gerade ein symmetrisches Dreieck aus. Von oben drückt weiterhin die Konsolidierungslinie auf die Kurse (siehe roter Pfeil im folgenden Chart). Und von unten erhalten sie vom Aufwärtstrendkanal Unterstützung (grüner Pfeil). 

DAX - Target-Trend-Analyse

Grundsätzlich ist dieses Kursverhalten bullish zu werten. Denn derartige Seitwärtskonsolidierungen in Form eines symmetrischen Dreiecks gelten als trendbestätigend. Und so wäre ein Ausbruch nach oben und somit die Fortsetzung des Aufwärtstrends zu erwarten.

Der DAX ist noch überkauft

Allerdings verlief der Aufwärtstrend bislang recht steil. Er führte im DAX binnen nur etwas mehr als 4 Monaten zu einem Kursanstieg von rund 20 %. Und die aktuelle, bislang recht kurze Konsolidierung reicht noch nicht aus, um die deutlich überkaufte Lage des DAX abzubauen. Daher bestehen an einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung zum aktuellen Zeitpunkt noch Zweifel.

Ein Bruch des Aufwärtstrendkanals ist nicht automatisch bearish

Kommt es stattdessen zu einem Bruch der unteren Linie des Aufwärtstrendkanals, wäre dies charttechnisch erst einmal ein bearishes Signal. Allerdings sollte man in diesem Fall zunächst genau beobachten, wie sich die Kurse anschließend verhalten. Denn ein solches bearishes Signal bedeutet nicht, dass die Kurse direkt stark fallen müssen. Es beendet vielmehr lediglich den bisherigen Aufwärtstrend.

Bleiben die Kurse im Anschluss ruhig und stabil, könnte der DAX seitwärts aus dem Trendkanal herauslaufen. Und damit würde sich einfach nur die von mir erwartete moderate Konsolidierung fortsetzen. Mit ihr wird die überkaufte Situation im Zeitablauf abgebaut und so die Basis für bald wieder steigende Kurse gelegt. Allerdings muss sich dann erst entscheiden, ob die Kurse nach oben oder unten aus der Seitwärtsbewegung ausbrechen. Meist ist eine solche Seitwärtstendenz (= Rechteck) allerdings trendbestätigend und daher eher bullish zu werten.

Häufig, wenn die Kurse seitwärts aus einem Trendkanal herauslaufen, führt das auch lediglich dazu, dass sich ein flacherer oder breiterer Aufwärtstrend etabliert. Und das wäre dann ebenfalls bullish zu werten.

Geben die Kurse mit dem Trendbruch allerdings dynamisch nach, könnte sich damit eine klassische ABC-Korrektur ausbilden. Auch diese wäre nicht bearish zu werten. Denn es wäre einfach nur eine stärker abwärts gerichtete Form einer moderaten Konsolidierung (= Flagge).

Fibonacci-Marken zeigen einen starken Markt an

Bislang spricht vieles nur für moderate Konsolidierungen an den Aktienmärkten. So auch die Fibonacci-Marken. Zur Erinnerung: Am 9. Mai hatte ich geschrieben, dass man bearishe Szenarien erst stärker in Erwägung ziehen muss, wenn der DAX mehr als 61,80 % seiner Aufwärtsbewegung korrigiert, also bis unter 11.102,97 Punkte fällt (siehe „DAX: Auf das Ausmaß der Gegenbewegung kommt es jetzt an“). Bislang findet der DAX aber bereits am 23,60%-Fibonacci-Retracement Unterstützung.

DAX - Fibonacci-Retracements

Selbst wenn der Index nun bis an die 38,20er Marke bei 11.926,74 Punkten fällt, wäre damit nur das Mindestziel einer Gegenbewegung erreicht.

Fazit

Das kurzfristige Chartbild im DAX ist aktuell noch als klar bullish zu werten. Selbst wenn der steile Aufwärtstrendkanal in Kürze gebrochen wird, ist dies noch kein klares Verkaufsignal.


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