Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter


Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 15. Januar 2021:
1,9 Billionen Dollar: Viel Geld für wenig Wachstum!

Die Aktienmärkte haben heute etwas kräftiger nachgegeben. Ein Grund dafür dürften Gewinnmitnahmen gewesen sein. Diese hatten sich zuvor bereits angedeutet. Denn während Anleger schon eine ganze Weile auf negative Nachrichten nicht mit Verkäufen reagiert hatten, so konnten positive Nachrichten sie zuletzt auch nicht mehr zu weiteren Käufen animieren. Selbst die Meldung, dass Bidens Konjunkturpaket ein Volumen von 1,9 Billionen Dollar haben wird, ging an den Kursen spurlos vorüber.

Sehr viel Geld für Unternehmen, Kommunen, Bürger und die Impfkampagne

Konkret sollen 440 Milliarden Dollar an kleinere Unternehmen und Kommunen fließen, die besonders von der Pandemie betroffen sind. Und 415 Milliarden Dollar werden laut Bidens Plan in den Kampf gegen das Virus und für die Impfkampagne investiert. Daneben können sich die US-Bürger noch einmal über Direkthilfen freuen: Dieses Mal sollen 1.400 Dollar fließen, nachdem man sich im vergangenen Jahr bereits auf Einmal-Zahlungen in Höhe von 600 Dollar geeinigt hatte. Und die zusätzliche Arbeitslosenhilfe soll von derzeit 300 auf 400 Dollar pro Woche erhöht und obendrein bis September verlängert werden. Insgesamt sind damit rund eine Billion Dollar an direkten Hilfen für private Haushalte vorgesehen.

Diese erscheinen auch nötig, nachdem sich die Lage am Arbeitsmarkt jüngst wieder eingetrübt hat. Gestern wurde gemeldet, dass in der vorigen Woche 965.000 US-Amerikaner einen Antrag auf staatliche Unterstützung gestellt haben. In der Woche davor waren es „nur“ 784.000.

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA

Und zur Erinnerung: In der Corona-Krise gingen in den USA insgesamt mehr als 22 Millionen Jobs verloren, aber nur gut zwölf Millionen wurden seitdem neu geschaffen.

Sehr viel Geld mit eher bescheidenen Effekten

Experten gehen davon aus, dass dieses Hilfspaket der US-Wirtschaft einen zusätzlichen Wachstumsschub von einem Prozentpunkt verleihen kann. Das klingt zunächst gut, aber man muss dies einmal in Relation zur Investition des Staates setzen: Das Hilfspaket von Joe Biden macht 10 % das US-BIP aus. Mit jedem Dollar, den Biden bzw. die US-Regierung für die zusätzlichen Hilfen ausgibt, wächst die Wirtschaft lediglich um 10 Cent. Hier stellt sich im Hinblick auf die ausufernde Verschuldung der USA die Frage, ob Kosten und Nutzen noch in einem angemessenen Verhältnis zu einander stehen.

Buy the rumors, sell the Facts?

Die Aktienmärkte konnte dies jedenfalls nicht mehr weiter befeuern. Hier muss man allerdings einräumen, dass die Kurse im Vorfeld dieser Ankündigung bereits ordentlich gelaufen sind und sogar Summen von 3 oder gar 4 Billionen Dollar für das neue Hilfspaket genannt wurden. Mit 2 Billionen hatte die Mehrheit der Marktteilnehmer gerechnet. Und insofern blieben die 1,9 Billionen sogar etwas hinter den mehrheitlichen Markterwartungen zurück.

Einen direkten Zusammenhang zwischen womöglich enttäuschten Anlegern und den heute fallenden Aktienkursen gab es allerdings nicht. Denn bis um 16:00 Uhr (MEZ) präsentierten sich die Aktienmärkte noch recht stabil. Erst dann kam es zu einem stärkeren Kursrutsch. Zu diesem Zeitpunkt war die Meldung über das Konjunkturpaket aber längst durch. Insofern sehe ich hier einfach nur normale Gewinnmitnahmen, die eventuell auch nur „Verfallstagseffekte“ sein können.

Im DAX droht ein Fehlausbruch

Der DAX wurde übrigens zum heutigen Verfallstermin mit einem Kurs von 13.857,72 Punkten abgerechnet. Damit hat die Verfallstagsanalyse von Torsten Ewert mal wieder ziemlich exakt ins Schwarze getroffen. Denn es ist den Stillhaltern tatsächlich gelungen, den DAX in Richtung der größten Call-Position bei 13.800 Punkten zu drücken.

Charttechnisch müssen die Bullen nun direkt zum Gegenangriff übergehen, damit sich die bearishen Signale, die mit dem heutigen Kursrutsch gesendet wurden, nicht entfalten können. Schließlich ist der DAX unter das ehemalige Allzeithoch bei 13.795,24 Punkten zurückgefallen (siehe rote Ellipse im folgenden Chart), womit ein Fehlausbruch mit bearishen Konsequenzen droht.

DAX - Target-Trend-Analyse

Und im Detail betrachtet (siehe folgender Chart) hat der DAX die gebrochene Aufwärtstrendlinie der vermeintlichen Keilformation (blaue Linien) von unten getestet und ist danach nach unten abgeprallt.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Damit liegen nun seit dem neuen Allzeithoch ein tieferes Hoch und ein tieferes Tief vor. Dabei kann es sich aber auch bloß um eine simple ABC-Korrektur handeln.

US-Indizes haben sich wieder einmal sehr schnell vom Kursrutsch erholt

Ob die Anleger nach dem heutigen Verfallstermin mit dem Kursrutsch ab ca. 16:00 Uhr eine neue Richtung eingeschlagen haben und sich eine nachhaltigere Tendenz zu Gewinnmitnahmen entwickelt oder die Kursverluste sofort wieder für Schnäppchenkäufe genutzt werden, muss noch abgewartet werden. Aktuell sieht es nach Letzterem aus. Denn insbesondere die US-Indizes haben sich wieder einmal sehr schnell von ihren Kursverlusten erholt.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren bis zum Premium Trader und Allstar Trader für schnelle Gewinne. Die sehr spekulativen Optionsscheine Expert Trader und Target-Trend-CFD sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


Börse - Intern vom 14. Januar 2021:
Shanghai Composite: In China ist noch mehr zu holen

Inhaltsverzeichnis

Stockstreet-Marktberichte jetzt auch börsentäglich per E-Mail

Wie Sie vorgestern in der Börse-Intern lesen konnten, veröffentlicht Stockstreet auch Marktberichte. Dabei handelt es sich um kurze Zusammenfassungen des Marktgeschehens. Bisher geschah dies unregelmäßig. Doch zum neuen Jahr wird dieser Dienst nun auch regelmäßig und börsentäglich angeboten.

Und das Beste: Ab sofort können Sie auch diese Marktberichte kostenlos per E-Mail als Newsletter beziehen. Wir sehen darin eine sehr gute Ergänzung zur Börse-Intern.Bernd Raschkowski

Autor der Stockstreet-Marktberichte ist Bernd Raschkowski, bereits bekannt als Chefredakteur des Allstar-Traders und des HighTech-Traders.

Wenn Sie den neuen Newsletter ab sofort beziehen möchten, dann klicken Sie auf den folgenden Link und melden Sie sich am besten sofort an:

https://www.stockstreet.de/marktberichte-boerse-newsletter-kostenlos


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren bis zum Premium Trader und Allstar Trader für schnelle Gewinne. Die sehr spekulativen Optionsscheine Expert Trader und Target-Trend-CFD sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


Shanghai Composite: Chinas Wirtschaft und Aktienmarkt boomen

Die Privatbank Berenberg hat kürzlich berichtet, dass Investoren zuletzt vermehrt Mittel aus Geldmarkt-ETFs abgezogen haben und dieses Geld in Schwellenländer-Aktien geflossen ist.

ETF-Flüsse
(Quelle: BERENBERG)

Ähnliches habe ich jüngst schon öfter gelesen. Und es lässt sich festgestellt, dass sich im asiatischen Raum die Aktienkurse derzeit sehr stark präsentieren. Damit scheint klar, dass tatsächlich Geld in diese Richtung fließt.

Asiatische Märkte senden stark bullishe Signale

Der japanische Nikkei-Index steht zum Beispiel aktuell so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr. Und auch der chinesische Shanghai Composite hat jüngst deutlich zugelegt (siehe grüne Ellipse im folgenden Chart). Nach einer längeren Seitwärtskonsolidierung, die im Juli 2020 begann, konnte er dadurch seinen Aufwärtstrend seit dem Jahreswechsel fortsetzten.

Shanghai Composite - Chartanalyse

Im Chart ist noch meine Chart- und Elliott-Wellen-Analyse vom 4. März 2020 zu sehen. Ich hatte schon damals mit einer Fortführung der Aufwärtstendenz gerechnet (grüner Pfeil). Allerdings wurde aus der simplen ABC-Korrektur noch eine komplexere Konsolidierung, die sich nun als sogenanntes Double-Zigzag zählen lässt:

Shanghai Composite - Elliott-Wellen-Analyse

Kommen da bei Ihnen Erinnerungen auf? Im DAX hatte ich die Kursentwicklung von September bis November 2020 ebenfalls als Double-Zigzag gezählt:

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Und erst im Anschluss an diese Korrekturphase begann ein neuer 5-gliedriger Aufwärtstrend, von dem inzwischen die Wellen 1 und 2 abgeschlossen sind und nun die Welle 3 läuft. Das gilt sowohl für den DAX als auch den Shanghai Composite (siehe graue Ziffern in den Charts), allerdings auf unterschiedlichen Zeitebenen.

Gelingt dem Shanghai Composite der nachhaltige Ausbruch?

Und dieser Aufwärtstrend kann sich im Shanghai Composite noch eine ganze Weile fortsetzen. Denn mit dem aktuellen Anstieg über die Marke von 3.587,03 Punkte wurde das Hoch von Anfang 2018 überwunden.

Shanghai Composite - langfristige Chartanalyse

Gelingt dieser Anstieg nachhaltig und werden dann auch noch die Zwischenhochs von Ende 2015 / Anfang 2016 bei rund 3.680 Punkten übersprungen (oberste horizontale Linie), sollte über kurz oder lang auch das Hoch von Anfang 2015 bei 5.178 Zählern erreicht werden.

Wenn der Ausbruchsversuch scheitert

Dieses bullishe Szenario wird erst hinfällig, wenn der Shanghai Composite an den aktuellen horizontalen Widerständen abprallt und unter das Tief der Welle 2 zurückfällt. Dann ist zu erwarten, dass sich die Seitwärtsbewegung zwischen rund 3.600 und 2.600 Punkten noch etwas fortsetzt und die Bullen nach dem aktuellen dynamischen Anstieg seit Anfang 2020 erst noch neuen Schwung für einen Ausbruch über 3.700 Punkte holen müssen.

Chinas Wirtschaft boomt – Profiteur der Corona-Krise

Auch fundamental wäre ein weitergehender Anstieg des Index übrigens sehr gut untermauert. Denn China hat sich schon längst als einer der Profiteure der Corona-Pandemie erwiesen. Die Infektionszahlen sind im Vergleich zu anderen Ländern extrem niedrig und die Konjunkturdaten schon eine ganze Weile wieder äußerst positiv.

Passend dazu wurden heute Außenhandelsdaten für den Monat Dezember und das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Demnach stiegen die chinesischen Ausfuhren allein Dezember um 18,1 % zum Vorjahresmonat zu, nachdem es im November sogar eine Zunahme von 21,1 % gegeben hatte.

Entwicklung der chinesischen Exporte

Ein Grund dafür ist, dass China viele Güter herstellt, die in der Corona-Pandemie weltweit gefragt sind. Dazu gehören zum Beispiel Hygieneartikel und medizinische Ausrüstungen wie Masken oder auch technische Geräte wie Laptops, PCs und Bildschirme für das Arbeiten zu Hause.

Und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Denn seit dem kurzen Einbruch im Februar, März und April notiert der Einkaufsmanagerindex von IHS Markit wieder komfortabel oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und aktuell sogar höher als in den Monaten und Jahren vor der Krise.

Einkaufsmanagerindex China

Dieser Frühindikator deutet damit recht eindrucksvoll darauf hin, dass die chinesische Wirtschaft auch weiterhin stark wächst.

Im Vergleich zu den Vorjahren dürfte das Wachstum in 2020 zwar insgesamt mau ausgefallen sein (ca. 2 % vs. 6 %), aber China wird wohl als einzige große Volkswirtschaft 2020 überhaupt ein Wachstum zeigen. Und im laufenden Jahr soll es ein Wirtschaftswachstum von 7,9 % geben.

Fazit

In der Analyse vom 4. März 2020 hatte ich meinen Rat bekräftigt, „einen ordentlichen Anteil des verfügbaren Kapitals in China anzulegen“, da es den Anschein machte, dass China das Gröbste hinter sich hatte. Die weitere Entwicklung der Konjunkturdaten sowie die Kursentwicklung des Shanghai Composite mit seinem starken Anstieg bestätigen nun, dass China-Investments eine gute Idee waren. Und ich gehe davon aus, dass hier noch mehr zu holen ist.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Börse - Intern vom 13. Januar 2021:
DAX: Aufwärtsbewegung steht kurzfristig auf wackeligen Beinen

Inhaltsverzeichnis

Stockstreet-Marktberichte jetzt auch börsentäglich per E-Mail

Wie Sie gestern in der Börse-Intern lesen konnten, veröffentlicht Stockstreet auch Marktberichte. Dabei handelt es sich um kurze Zusammenfassungen des Marktgeschehens. Bisher geschah dies unregelmäßig. Doch zum neuen Jahr wird dieser Dienst nun auch regelmäßig und börsentäglich angeboten.

Und das Beste: Ab sofort können Sie auch diese Marktberichte kostenlos per E-Mail als Newsletter beziehen. Wir sehen darin eine sehr gute Ergänzung zur Börse-Intern.Bernd Raschkowski

Autor der Stockstreet-Marktberichte ist Bernd Raschkowski, bereits bekannt als Chefredakteur des Allstar-Traders und des High-Tech-Traders.

Wenn Sie den neuen Newsletter ab sofort beziehen möchten, dann klicken Sie auf den folgenden Link und melden Sie sich am besten heute noch an:

https://www.stockstreet.de/marktberichte-boerse-newsletter-kostenlos

(Dazu noch ein kurzer Hinweis: Wenn Sie sich bereits gestern für diesen neuen Newsletter angemeldet, jedoch heute Morgen keine Ausgabe erhalten haben, dann lief Ihre Anmeldung leider aufgrund eines technischen Fehlers ins Leere. Bitte melden Sie sich dann jetzt noch einmal an. Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Danke!)


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren bis zum Premium Trader und Allstar Trader für schnelle Gewinne. Die sehr spekulativen Optionsscheine Expert Trader und Target-Trend-CFD sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


DAX: Aufwärtsbewegung steht kurzfristig auf wackeligen Beinen

Es wird mal wieder Zeit, einen Blick auf den Target-Trend-Chart des DAX zu werfen.

DAX - Target-Trend-Analyse

Zuletzt war dies in der Börse-Intern vom 16. Dezember der Fall. Damals war der DAX noch nicht nachhaltig auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen. Und es kam anschließend zu einem Rücksetzer, mit dem eine Bullenfalle zuzuschnappen drohte (siehe rote Ellipse im Chart und Börse-Intern vom 5. Januar).

Doch diese Bullenfalle kann man inzwischen eher als Bärenfalle bezeichnen. Denn der DAX konnte letztlich doch wieder zulegen und, zumindest aus heutiger Sicht, nachhaltig auf ein neues Allzeithoch ausbrechen. Die neue Rekordmarke lautet 14.131,52 Punkte.

Target-Trend-Methode zeigt weiterhin den Weg

Während es nach der klassischen Charttechnik auf dem Niveau eines neuen Rekordhochs kaum noch Widerstände gibt, insbesondere keine horizontalen, ist dies bei der Target-Trend-Methode anders. Hier fungieren die Rechteck- und deren Mittellinien als horizontale Hürden. Und so kommt es für uns nicht ganz überraschend, dass sich die Bullen derzeit an der Rechteckgrenze bei 14.010 Punkten die Zähne ausbeißen bzw. die Hörner stoßen.

DAX - Target-Trend-Analyse

Seit fünf Tagen kämpft der DAX mit dieser Rechteckgrenze. Drei Tageskerzen endeten im Hoch exakt an der Marke. Und die dazwischenliegende Kerze hatte ihr Tief auf der Rechteckkante.

Das sind die nächsten Kursziele von Bullen und Bären

Sollte dieser Kampf zugunsten der Bären ausgehen, so hätte auch der nachhaltigere Ausbruch auf ein neues Rekordhoch das Potential, zu einer Bullenfalle zu werden. Dies gilt umso mehr, wenn der DAX bis unter die Mittellinie bei 13.655 Punkten rutscht. Denn in diesem Fall ist die Rechteckgrenze bei 13.300 Zählern das Kursziel der Bären. Und wenn diese unterschritten wird, ist der DAX wieder in der Range der vergangenen Wochen und Monate angekommen. Und damit läge eine klare Bullenfalle vor.

Kann die 14.010er Rechteckgrenze aber klar überwunden werden, so liegt das nächste Kursziel der Bullen an der Mittellinie bei 14.365 Zählern. Auf dem Weg dorthin muss man noch mit Widerstand durch eine Konsolidierungslinie (rot gestrichelt) rechnen.

Welche Wahrscheinlichkeit wiegt mehr?

Da sich der DAX wieder recht komfortabel in seinem ehemaligen Aufwärtstrendkanal eingefunden hat (grün im folgenden Chart), ist das bullishe Szenario derzeit etwas wahrscheinlicher.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Allerdings gilt es auch zu berücksichtigen, dass der Index seit dem Oktober-Tief binnen relativ kurzer Zeit schon wieder recht ordentlich zugelegt hat (+23 %) und daher auch die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten schärferen Rücksetzer steigt.

Aufwärtsbewegung seit Dezember auf wackeligen Beinen

Skeptisch stimmt mich auch, dass die Aufwärtsbewegung seit Dezember nicht überschneidungsfrei läuft. Aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie ist das eher ein korrektives Muster als der Kursverlauf einer starken Aufwärtsbewegung. Und man könnte auch versucht sein, darin einen Bear-Keil zu sehen (blaue Linien im folgenden Chart).

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Allerdings wurde dieser inzwischen sowohl nach oben als auch nach unten gebrochen, ohne dass dies bullishe oder bearishe Konsequenzen gehabt hätte. Insofern ist die Relevanz dieser vermeintlichen Keil-Formation fraglich.

Fazit

Da die Aufwärtsbewegung seit Dezember auf etwas wackeligen Beinen steht und nicht viel fehlt, damit sich der Ausbruch auf ein neues Rekordhoch im DAX als Fehlsignal entpuppt, wäre ich derzeit sehr vorsichtig. Long-Positionen sind zwar zu bevorzugen, es könnte aber je nach persönlichem Tradingstil und zeitlichem Anlegehorizont Sinn machen, Gewinne mitzunehmen, wenn der DAX (dynamisch) unter sein ehemaliges Rekordhoch bei 13.795 Punkten zurückfällt.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


PS: Apropos Gewinnmitnahmen – Leser der Stockstreet-Börsenbriefe konnten sich jüngst wieder über zahlreiche Gewinne freuen. Gestern wurde aus dem Depot des Optionsscheine-Expert-Traders ein Trade auf die Deutsche Telekom verkauft – mit einem Gewinn in Höhe von 24 %. Zudem wurde beim Trade auf ASML ein Teilgewinn in Höhe von 50 % der Gesamtposition realisiert – bei einem Kursgewinn von 89 %. Und am Montag wurden aus dem Depot des Allstar-Trader Gewinnmitnahmen bei Evotec (+10,67 %) und SGL Carbon (+11,17 %) getätigt
Nutzen Sie die noch laufende Jubiläums-Aktion, um die Stockstreet-Börsenbriefe auf Herz und Nieren zu testen (siehe folgender Text).


Börse - Intern vom 12. Januar 2021:
Bund-Future: Trendwende bei den Renditen

Heute früh war in den Stockstreet-Marktberichten bereits zu lesen, dass sich der Aktienhandel aktuell etwas ruhiger und mit einer richtungslosen Tendenz präsentiert. Daher kann ich heute sehr gut auf ein Thema genauer eingehen, welches gestern von Torsten Ewert und heute auch in dem Marktbericht bereits aufgegriffen wurde: die Entwicklung der Zinsen.

Renditen der US-Staatsanleihen schießen nach oben

Im Stockstreet-Marktbericht war dazu heute Folgendes zu lesen: „In den vergangenen Monaten gab es stets dieselben Themen an den Börsen: Corona-Infektionszahlen, Impfstoff-Entwicklung und die geldpolitische Maßnahmen der internationalen Notenbanken. Seit gestern wird an den Märkten jedoch ein anderes Thema gespielt: Der schnelle Anstieg der Renditen der US-Staatsanleihen belastet immer mehr die Stimmung in New York. Während die Papiere mit einer Laufzeit von 10 Jahren im Dezember noch bei 0,90 % gesehen wurden, sind die Renditen kürzlich auf 1,14 % gestiegen. Dies ist der höchste Wert seit Februar 2020.

Zudem ist es mit +26,7 % der schnellste Renditeanstieg seit der Finanzkrise, was aber einfach auch daran liegt, dass die sich die Renditen auf einem extrem niedrigen Niveau bewegen. In der Finanzkrise wurde das Tief der 10-jährigen US-Staatsanleihen bei rund 2 % markiert. Und selbst bei den Tiefpunkten 2012 und 2016 waren es immerhin noch ca. 1,4 % und damit mehr als das aktuell erreichte Niveau.

Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen

Dennoch ist der Anstieg sehr dynamisch. Und er bedeutet eine Trendbeschleunigung.

Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen

Die Trendwende bei den Renditen scheint damit besiegelt. Und das gilt auch für den Anleihemarkt hierzulande.

Trendwende zeichnet sich auch im Bund-Future ab

Schauen wir uns dazu den Bund-Future an, der den Markt für Bundesanleihen repräsentiert und quasi das Äquivalent zu den Charts oben darstellt, weil er sich auf eine fiktive 10-jährige Bundesanleihe (mit einem Kupon von 6 %) bezieht.

Bund-Future - Chartanalyse

Im Chart ist noch der Bear-Keil zu sehen, den ich in der letzten Analyse des Bund-Future vom 14. Oktober 2020 ins Spiel gebracht hatte (dicke grüne und rote Line). Aus diesem brach der Bund-Future allerdings nicht nach unten aus, wie es bei einer solchen Formation zu erwarten gewesen wäre, sondern der Ausbruch erfolgte nach oben. Dabei stiegen die Kurse auch über die Seitwärtsrange (gelbes Rechteck) hinaus.

EZB sorgte noch einmal für bullishe Impulse

Diese Kursbewegung dürfte der Tatsache geschuldet gewesen sein, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Anleihekäufe noch einmal ausgeweitet hat, was natürlich für eine höhere Nachfrage auch nach Bundesanleihen sprach und somit die Anleihekurse noch einmal steigen ließ. Anleger hatten dies, wie üblich, antizipiert und den Bund-Future bereits im Vorfeld der eigentlichen geldpolitischen Entscheidung kräftig steigen lassen.

Doch der Ausbruch stellte sich als Fehlsignal und Bullenfalle heraus. Denn die Kurse gaben wenig später noch kräftiger nach und brachen sogar die Aufwärtstrendlinie der Keilformation. Noch hatte dies keine bearishen Konsequenzen. Stattdessen setzte sich die Folge höherer Tiefs zunächst fort (grüne Kreise), wohl weil die Aussicht auf eine Aufstockung der EZB-Anleihekäufe noch wirkte. Dabei wurde die untere Linie des Bear-Keils mehrfach durchlaufen, womit diese Formation nach dem Fehlausbruch nach oben weiter an Relevanz einbüßte.

Mit der Bullenfalle kam die Wende

Allerdings blieb die obere Linie des Keils (rot) weiterhin relevant als Widerstand. Nur noch einmal gelang es den Bullen, diese Hürde relativ deutlich zu überwinden, ebenso wie die obere Begrenzung der Seitwärtsrange. Doch auch dieses Mal stellte sich der Ausbruch als Bullenfalle und Fehlsignal heraus (roter Kreis im folgenden Chart).

Bund-Future - Chartanalyse

Zu allem Übel wurde dabei auch noch ein tieferes Hoch markiert, womit sich schon eine Abwärtstrendlinie (rot) einzeichnen ließ. Und inzwischen hat der Bund-Future kräftig nachgeben und damit die Folge der höheren Tiefs gebrochen (rote Ellipse). Auf ein tieferes Hoch folgte also ein tieferes Tief. Und damit liegt nun eine Trendwende vor.

Bund-Future - Chartanalyse

Der zweite Fehlausbruch und die Trendwende fanden dabei exakt einen Tag nach der geldpolitischen Entscheidung der EZB vom 10.12.2020 statt. Wir haben es also mit einem typischen „sell the facts“-Effekt zu tun.

Prognosen gingen sehr gut auf

Letztlich ging die Prognose vom 14. Oktober 2020 zur Kursentwicklung des Bund-Future und den Tätigkeiten der EZB sehr gut auf:

Und daher sehe ich nun auch keinen starken Aufwärtsimpuls. Stattdessen gehe ich eher von einer Fortsetzung der Aufwärtstendenz aus“, hieß es zum Bund-Future. Mit Blick auf den Chart war dies korrekt. Und weiter:

Spätestens wenn im Dezember die neuen Projektionen der EZB-Volkswirte vorliegen und bis dahin nicht absehbar ist, wie die 750 Milliarden verteilt werden, dürfte sich die EZB aber genötigt sehen nachzulegen, wenn die neuen Projektionen dann reduzierte Inflationserwartungen ausweisen“, hieß es damals zur Geldpolitik. Die 750 Milliarden sind immer noch nicht verteilt und die EZB legte daher nach.

Short-Trades machen jetzt wieder verstärkt Sinn

Schon in den vorangegangenen Analysen hatte ich zum Bund-Future dazu geraten, auf eine Fortsetzung der Seitwärtsrange zu setzen, indem man „am oberen Ende der möglichen Range short […] geht“. Im Oktober hatte ich die Empfehlung allerdings temporär eingeschränkt und geschrieben, dass „solche Trades aktuell nur für sehr kurzfristig ausgerichtete Akteure Sinn“ machen. Durch die sich inzwischen abzeichnende Trendwende hebe ich die Einschränkung nun auf. 


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren bis zum Premium Trader und Allstar Trader für schnelle Gewinne. Die sehr spekulativen Optionsscheine Expert Trader und Target-Trend-CFD sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


Börse - Intern vom 11. Januar 2021:
Die blinden Flecke von Anlegern und Analysten

Inhaltsverzeichnis

Die blinden Flecke von Anlegern und Analysten

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

In der Vorwoche hatte ich mich mit der Frage beschäftigt, was uns das Jahr 2021 mit auf den Weg gegeben hat. Heute soll es darum gehen, was wir vom neuen Jahr 2021 erwarten können – natürlich aus Sicht der Börsianer.

Beliebte Jahresausblicke

Solche Ausblicke auf das neue Jahr sind in den Finanzmedien sehr beliebt. Fast überall finden Sie entsprechende Berichte in der einen oder anderen Form. Und diesmal gibt es einen erstaunlichen Konsens – nicht nur zu den Kursprognosen der großen Indizes (dazu später mehr), sondern vor allem zu den Trends, die den Lauf der Finanzmärkte in diesem Jahr bestimmen sollen.

Diesen Konsens kann man mit wenigen Sätzen zusammenfassen: Die Wirtschaft und die Unternehmensgewinne werden sich stark erholen, wobei die Zinsen und die Inflation dennoch niedrig bleiben. Die Aktienmärkte werden weiter zulegen, wenn vielleicht auch nicht mehr so dynamisch wie nach dem Corona-Crash 2020.

In dem bevorstehenden wirtschaftlichen Aufschwung werden sich zyklische Werte und andere bisherige Corona-Verlierer besser entwickeln als die Technologiewerte, die von den Investoren bislang favorisiert werden. Da diese Nachzügler tendenziell niedriger bewertet sind als Apple, Tesla und Co., also sogenannte Value-Werte sind, soll sich das Value Segment der Aktienmärkte nach Ansicht der meisten Analysten in diesem Jahr besser entwickeln als Growth-Werte.

Was machen der Dollar und die Zinsen?

Ein weiterer Punkt, den viele Beobachter unisono betonen, ist eine weitere, nachhaltige Schwäche des US-Dollars gegenüber (fast) allen anderen Währungen. Gründe dafür sind die niedrigen Zinsen in den USA, die den bisherigen Zinsvorteil – und damit die Attraktivität – des Dollars seit der Corona-Krise dahinschmelzen ließen.

Und weil die Fed mehrfach erklärt hat, die Zinsen auch bei einem stärkeren Anstieg der Inflation (insbesondere über ihr 2%-Ziel) vorerst unverändert zu lassen, sollten zumindest die Leitzinsen aus heutiger Sicht nicht vor Ende 2022 steigen (siehe Börse-Intern vom 17.12.2020).

Allerdings besteht, wie oben schon erwähnt, weitgehend Einigkeit, dass die Inflation nicht steigen wird. So lautet zumindest der Konsens unter den Wall-Street-Analysten für die USA. Einige namhafte Investoren und Ökonomen sehen das anders, und auch Sven Weisenhaus hat bereits Mitte August vergangenen Jahres darauf hingewiesen, dass eine steigende Inflation das große Thema für 2021 werden könnte.

Inflationäre Sorglosigkeit

Diese Sorglosigkeit bezüglich der Inflation bei vielen Beobachtern ist erstaunlich, weil das Erholungsszenario, dass Märkte und Analysten im Blick haben, alle Voraussetzungen für steigende Inflationsraten hat: Durch die wirtschaftliche Erholung, aber mehr noch durch die Lockerungen nach einer „Durchimpfung“ der Bevölkerung, ist ein Nachfrageschub bei bestimmten Waren und Dienstleistungen zu erwarten, der zu einem Teil auch auf einen gewissen Nachholeffekt zurückgehen dürfte.

Da dieser Schub in vielen westlichen Ländern (die vielfach in einem vergleichbaren Pandemiestadium sind) synchron entstehen wird, könnte es zu einer Angebotslücke kommen, die preis-, also inflationstreibend wäre. Es sei denn, die Unternehmen bauen ihre bisherigen Kapazitäten so schnell wieder auf und unterbieten sich dann erneut im Preis – diesmal, um zu überleben. Das ist zumindest im stark gebeutelten Dienstleistungssektor denkbar (wo der Kapazitätsaufbau auch schneller geht).

Doch unabhängig davon müssen viele Unternehmen bei steigender Nachfrage ihre Lagerbestände wieder aufbauen, die sie in der Krise reduziert haben, um Liquidität zu schaffen und ihre Kapitalbindung zu reduzieren. Das betrifft aber vor allem Rohstoff- und Industrieunternehmen.

Zumindest letztere leiden inzwischen nicht mehr so stark unter der Krise, sondern sind jetzt schon gut ausgelastet. Sie können auch ihre Kapazitäten nicht so schnell ausweiten, wenn es zu dem erwarteten Nachfrageschub kommt. Zumindest für eine Zeitlang dürfte es dann zu steigenden Preisen kommen. Davon sind dann auch die Rohstoffe betroffen, die am Anfang der Wertschöpfungs- und Preiskette stehen.

Investitionsprogramme als Preistreiber

Ein weiterer preistreibender Faktor sind die möglichen Infrastruktur- und Investitionsprogramme, die durch die Mehrheit der Demokraten im US-Kongress nun leichter durchsetzbar und damit wahrscheinlicher geworden sind. Sie werden über Schulden finanziert und führen damit tendenziell zu einer höheren Geldmenge – vor allem, solange die Fed weiterhin Staatsanleihen kauft.

Und die Fed und die anderen großen Zentralbanken haben klargemacht, dass ihre Geldpolitik auch trotz steigender Inflation vorerst expansiv bleibt. Eine Begrenzung der Inflation durch Fed und Co. ist also so bald nicht zu erwarten.

Die spannende Frage für 2021 ist also, wie sich unter diesen Bedingungen die Zinsen entwickeln werden. Am kurzfristigen Ende (das hauptsächlich die Zentralbanken beeinflussen) sollte sich wenig tun. Aber die langfristigen Zinsen könnten steigen, weil die wirtschaftliche Erholung neue Investitionen erfordert, die finanziert werden müssen. Eine steigende Kreditnachfrage dürften aber die Banken nur zu gerne zu einer Erhöhung der Zinsen nutzen – schließlich leiden sie lange genug unter der Niedrig-, Null- und Negativzinspolitik der Zentralbanken.

Negativszenarien „Double Dip“ und Inflation

Aber eine steigende Inflation und ein Zinsanstieg, der von den Zentralbanken nicht bekämpft wird, kann die Konjunkturerholung früher als erwartet beenden. Vermutlich geschieht das noch nicht in diesem Jahr, aber wenn z.B. ein „Double-Dip“ (ein weiterer, schneller Konjunktureinbruch nach 2020) absehbar wird – z.B. für 2022 – könnten zumindest die Aktienmärkte schon in diesem Jahr leiden. Schließlich nehmen die Börsen wirtschaftliche Entwicklungen 6 bis 9 Monate vorweg.

Durch das Inflationsszenario könnten auch andere der eingangs genannten Konsensmeinungen rasch Makulatur werden: Wenn z.B. in den USA die Zinsen stärker als erwartet steigen, wird der Dollar wieder attraktiver. Anleger, die auf einen fallenden Dollar gesetzt haben – um z.B. „billig“ in überteuerte US-Aktien zu investieren – könnten dann ihr Kapital aus dem Aktienmarkt abziehen, und das womöglich schlagartig.

Und ein starker Dollar würde für den Rest der Welt Importe aus dem Dollarraum verteuern. Das beträfe vor allem Rohstoffe. Das Inflationsproblem würde sich dadurch in Regionen verschärfen, die auf Rohstoffimporte angewiesen sind. Dazu gehört neben Europa vor allem Japan, für das derzeit viele Analysten ein starkes Aktienjahr 2021 in Aussicht stellen.

Der blinde Fleck des 2021er Szenarios

Die so eingängige Konsensmeinung hat also einen riesengroßen blinden Fleck. Und bekanntlich geht die Börse den Weg des größten Schmerzes und steuert oft genau die Punkte an, welche die Börsianer nicht auf dem Schirm haben.

Unter diesem Blickwinkel betrachten wir jetzt die Prognosen für den DAX:

DAX-Prognosen 2021 im Überblick

Quellen: FAZ, eigene Darstellung

Diese Prognosen wurden ca. Mitte Dezember bei einem DAX-Stand von ca. 13.500 Punkten abgegeben (siehe grüne Linie). Inzwischen steht der DAX bei mehr als 14.000 Punkten, also schon über dem Wert, den die meisten Analysten als Kursziel ausgegeben haben.

Der blinde Fleck der DAX-Prognosen

Dennoch: Abgesehen von einem einzigen Analysten rechnen alle Befragten mit einem steigenden DAX, wobei selbst 15.000 oder 16.000 Punkte offenbar vorstellbar sind. Keine Frage, möglich ist es, dass der DAX um 11 oder 18 Prozent steigt, wenn die Konjunktur in diesem Jahr brummt.

Aber der blinde Fleck fast aller Analysten liegt auf der Unterseite: Die Mehrheit erwartet weder stagnierende noch gar fallende Kurse. Und da wir bei Stockstreet diese Kursprognosen seit 2010 verfolgen, wissen wir: Nur in den seltensten Fällen erfüllt Miss Börse die Wünsche der Analysten und lässt die Kurse im Bereich der Konsensmeinung landen. Oft genug überzieht sie kräftig – manchmal ins Positive, häufig aber ins Negative.

Die einhelligen Meinungen der Analysten und Kursprognostiker zu den Szenarien und Kursverläufen für 2021 sollten Ihnen also eine Warnung sein: Achten Sie aufmerksam auf Anzeichen, dass Konjunktur und Aktienkurse von den Wunschvorstellungen abweichen. Und legen Sie sich rechtzeitig Alternativen für diese Fälle zurecht, um Ihr Depot und Ihr Vermögen zu schützen.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen viel Erfolg für das bevorstehende Börsenjahr 2021!

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren bis zum Premium Trader und Allstar Trader für schnelle Gewinne. Die sehr spekulativen Optionsscheine Expert Trader und Target-Trend-CFD sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


Der DAX zum Januar-Verfallstag

Unseren üblichen Blick auf den DAX zum ersten (kleinen) Verfallstag im Januar am Freitag dieser Woche können wir diesmal recht kurz und knapp halten. Die aktuelle Konstellation ist recht eindeutig.

Die aktuelle Verfallstagspositionierung

Der Blick auf das Verfallstagsdiagramm zeigt es:

Verfallstagsdiagramm DAX Januar 2021

Beim derzeitigen Stand von rund 13.950 Punkten (siehe grüne Pfeile) ist der DAX knapp unter die große Call-Position (blaue Balken) bei der runden 14.000er Marke gerutscht, die damit vorerst wieder aus dem Geld liegt. Die Stillhalter dürften daran interessiert sein, dass dies so bleibt.

Mehr noch: Auch die größte Call-Position der aktuellen Positionierungen bei 13.800 Punkten ist nun wieder in greifbarer Nähe! Die Stillhalter dürften versucht sein, auch diese Position aus dem Geld zu ziehen. Und ihre Chancen dazu stehen gut (siehe folgender Chart).

DAX - Tageschart seit Ende Februar 2020

Ein eindeutiges Kursziel und zwei Alternativen

Denn bei knapp 13.800 Punkten liegt das alte Allzeithoch des DAX von Mitte Februar 2020 (13.795,24 Punkte). Es wäre also nur „natürlich“, wenn der DAX bis dahin zurücksetzt, dann wieder steigt und dadurch den Ausbruch bestätigt. Die Bären dürften genau auf dieses Szenario traden, die Bullen werden dem wenig entgegensetzen wollen, sondern könnten diese Atempause nutzen, um neue Kräfte zu tanken.

Die 13.800-Punkte-Marke, die heute schon getestet wurde, ist also auch zum Verfallstag das klare Kursziel des DAX! Sofern es wider Erwarten zu einem Fehlausbruch am alten Allzeithoch kommt, also der Kurs nachhaltig unter 13.800 Punkte zurückfällt, hätten die Stillhalter auch die Chance, den DAX bis auf den theoretisch günstigsten Abrechnungskurs nach der Max-Pain-Kurve (siehe unterer Teil im Verfallstagsdiagramm) bei 13.600 Punkten zu treiben. Das ist aber vorerst nur das unwahrscheinlichere Szenario.

Der Vollständigkeit halber hier nur der übliche Hinweis, dass bei einem vorherigen erneuten Anstieg des DAX die Kurse wieder klar in den bullishen Bereich der aktuellen Verfallstagskonstellation steigen. Das würde stärkere Absicherungsmaßnahmen der Stillhalter erfordern, die den DAX-Kurs weiter nach oben treiben würden. Insbesondere bei einem DAX-Stand oberhalb von 14.000 Punkten wird dieses dritte Szenario wieder wahrscheinlicher und kann durchaus zu einem weiteren dynamischen Anstieg des DAX führen – zumindest bis zum Verfallstag am Freitag.


Börse - Intern vom 8. Januar 2021:
Ölpreis: Nachstes Kursziel 57 USD, dann 60 USD

Inhaltsverzeichnis

20 Jahre Stockstreet – die Jubiläumsaktion!

Sehr verehrte Damen und Herren,

in diesem Jahr feiert Stockstreet.de sein 20-jähriges Jubiläum. Wir sind sehr stolz darauf, dass Stockstreet in den vergangenen 20 Jahren trotz vieler Krisen und Crashs am Markt bestehen bleiben konnte. Viele unserer Konkurrenten sind in dieser Zeit vom Markt verschwunden – dass wir nach wie vor da sind, ist wohl der beste Beweis für unsere seriöse und gute Arbeit!

Feiern Sie mit uns dieses Jubiläum mit einem Mega-Angebot

Sie können dieses Jubiläum und das neue Jahr mit uns gemeinsam zelebrieren, denn wir bieten Ihnen an: Testen Sie drei Monate einen unserer Dienste für den Preis von einem Monat! Kurz: Es gibt ein ganzes Quartal zum Preis von einem Monat!

Wahrscheinlich wird das erste Quartal das schwierigste in diesem Jahr, und wie viel besser wäre es, dieses mit uns zusammen zu bestreiten? Mit den kompetenten Tipps und Marktkommentaren unserer erfahrenen Trader, die alle mehrere Jahrzehnte Erfahrung mitbringen!

Melden Sie sich jetzt hier zu einem unserer Dienste an!

Und nutzen Sie jetzt diese grandiose Chance, vielleicht genau das Richtige zu tun, um auch in den kommenden schwierigen Zeiten von der Börse zu profitieren!


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren bis zum Premium Trader und Allstar Trader für schnelle Gewinne. Die sehr spekulativen Optionsscheine Expert Trader und Target-Trend-CFD sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


Ölpreis: Nachstes Kursziel 57 USD, dann 60 USD

Saudi-Arabien will in den kommenden Monaten weniger Öl produzieren. Das Land möchte damit ein Zeichen setzen, um die meisten anderen der Staaten der OPEC+ zu einem Verzicht auf eine Erhöhung ihrer Förderquoten zu bewegen. Dazu werde die Ölproduktion im Februar und März um zusätzlich eine Million Barrel pro Tag gekürzt, kündigte der saudische Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman bereits am vergangenen Dienstag bei den Verhandlungen der OPEC+ an. Die Förderleistung Saudi-Arabiens würde dadurch von 9,1 auf 8,1 Millionen Barrel am Tag sinken.

Laut dem Minister haben bereits einige andere Länder zugesagt, weitere 425.000 Barrel am Tag zur neuerlichen Förderkürzung beizusteuern. Die restlichen Staaten sollen ihre aktuellen Fördermengen beibehalten. Nach Angaben des Energieministers von Kasachstan könnten sein Land und Russland dagegen nach ersten Vereinbarungen im Februar und März die Produktion um 75.000 Barrel pro Tag erhöhen. Ursprünglich hatten die beiden Länder eine Erhöhung der Fördermenge um 500.000 Fass pro Tag ab Januar gefordert (siehe dazu auch Börse-Intern vom 9. Dezember).

Ölpreise ziehen kräftig an

Bereits am Montag hatte der saudische Energieminister auf die noch fragile Nachfrage hingewiesen und angesichts neuer Risiken durch die ansteckendere Coronavirus-Mutationen zur Vorsicht gemahnt. Bereits nach Bekanntwerden dieser Meldung zogen die Ölpreise kräftig an (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart der Ölsorte WTI).

Ölpreis der Sorte West Texas Intermediate (WTI)

Damit kam die Nachricht über die Angebotskappung genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn der Ölpreis der Sorte West Texas Intermediate (WTI) drohte gerade am Zwischenhoch von März 2020 abzuprallen. Doch mit dieser Meldung im Rücken gelang der Anstieg darüber. Dabei ist der Ölpreis auch in die Handelsspanne zurückgelangt, die im Jahr 2019 bis in das Jahre 2020 hinein kursbestimmend war (oberes gelbes Rechteck im folgenden Chart).

Ölpreis der Sorte West Texas Intermediate (WTI)

Und dadurch eröffnet sich jetzt weiteres Kurspotential bis auf zunächst rund 57 USD (obere Begrenzung des unteren Rechtecks.

Erst 57 USD, dann 60 USD

Und wenn diese Hürde übersprungen wird, sind auch wieder Preise von 60 USD wahrscheinlich. Dieses Kursniveau hatte ich bereits am 9. Dezember als erreichbar gesehen (siehe „Neuer Schub für den Ölpreis – jetzt sind 60 USD wieder erreichbar). Es gilt als akzeptabel für die meisten Länder der OPEC+. Und mit der aktuellen Meldung über eine erneute Förderkürzung zeichnet sich immer stärker ab, dass dieser „Wunschpreis“ auch noch erreicht werden soll.

Niedrige US-Ölförderung hilft der OPEC+

Hilfreich ist für die OPEC+ dabei auch, dass die Ölproduktion der USA aktuell noch fast 40 % unterhalb der Vor-Corona-Höchststände liegt, wie die folgende Grafik der Privatbank Berenberg zeigt.

Öl-Produktion in den USA
(Quelle: BERENBERG)

An Long-Positionen auf die Ölpreise kann man folglich noch festhalten. Zur Gewinnsicherung bietet sich nun ein Stop-Loss unterhalb der Ausbruchskerze vom Montag an.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


PS: Mit zwei Long-Trades auf den Dow Jones konnten die Leser des Target-Trend-CFD heute bei Erreichen unseres Kursziels von 31.250 Punkten (oberste Linie einer möglichen Trompetenformation, siehe auch Börse-Intern von Mittwoch) einen Gewinn in Höhe von 489,33 Euro realisieren – binnen nur zwei Handelstagen.
Nutzen Sie die Jubiläums-Aktien, um die Stockstreet-Börsenbriefe auf Herz und Nieren zu testen.


Börse - Intern vom 7. Januar 2021:
Märkte in der Liquiditätsfalle

Inhaltsverzeichnis

20 Jahre Stockstreet – die Jubiläumsaktion!

Sehr verehrte Damen und Herren,

in diesem Jahr feiert Stockstreet.de sein 20-jähriges Jubiläum. Wir sind sehr stolz darauf, dass Stockstreet in den vergangenen 20 Jahren trotz vieler Krisen und Crashs am Markt bestehen bleiben konnte. Viele unserer Konkurrenten sind in dieser Zeit vom Markt verschwunden – dass wir nach wie vor da sind, ist wohl der beste Beweis für unsere seriöse und gute Arbeit!

Feiern Sie mit uns dieses Jubiläum mit einem Mega-Angebot

Sie können dieses Jubiläum und das neue Jahr mit uns gemeinsam zelebrieren, denn wir bieten Ihnen an: Testen Sie drei Monate einen unserer Dienste für den Preis von einem Monat! Kurz: Es gibt ein ganzes Quartal zum Preis von einem Monat!

Wahrscheinlich wird das erste Quartal das schwierigste in diesem Jahr, und wie viel besser wäre es, dieses mit uns zusammen zu bestreiten? Mit den kompetenten Tipps und Marktkommentaren unserer erfahrenen Trader, die alle mehrere Jahrzehnte Erfahrung mitbringen!

Melden Sie sich jetzt hier zu einem unserer Dienste an!

Und nutzen Sie jetzt diese grandiose Chance, vielleicht genau das Richtige zu tun, um auch in den kommenden schwierigen Zeiten von der Börse zu profitieren!


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren bis zum Premium Trader und Allstar Trader für schnelle Gewinne. Die sehr spekulativen Optionsscheine Expert Trader und Target-Trend-CFD sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


Märkte in der Liquiditätsfalle

Trotz aller Proteste und Versuche in den USA, noch am Ergebnis der Präsidentschaftswahl zu rütteln, hat der künftige Präsident Joe Biden entscheidende Erfolge erzielt. Einerseits haben die Demokraten die zwei Senats-Stichwahlen im Bundesstaat Georgia gewonnen. Damit übernimmt die Partei quasi die volle Kontrolle über den Kongress. Biden kann somit seine Vorhaben deutlich leichter umsetzen. Zudem hat der Kongress Bidens Wahl zum Präsidenten bestätigt. Und Trump sagte immerhin eine geordnete Machtübergabe zu.

Trump-Aktien raus, Biden-Aktien rein

An den Börsen waren gestern bereits dementsprechende Marktbewegungen zu sehen. Zu den Gewinnern am Aktienmarkt gehörten insbesondere Finanz-, Industrie- und Energiewerte. Investoren setzen offenbar nun verstärkt darauf, dass die Demokraten die Staatsausgaben noch stärker erhöhen, um die heimische Wirtschaft in der Corona-Krise weiter anzukurbeln. Ein von den  Demokraten kontrollierter Senat kann problemlos für eine höhere Staatsverschuldung stimmen. Und vor diesem Hintergrund sind auch die Anleihe-Renditen gestiegen. Zehnjährige T-Bonds rentierten erstmals seit zehn Monaten wieder über die Marke von 1 %. Das ist wiederrum positiv für Banken.  Zugleich wird davon ausgegangen, dass unter Bidens Regierung große Technologiekonzerne strenger reguliert und höher besteuert werden, weshalb der Technologieindex gestern gegenüber den Blue-Chips Schwäche zeigte.

Ist ein mehrheitlich demokratischer Senat gut für Aktien?

Diese Marktbewegungen sind soweit auch plausibel. Heute zeigt sich allerdings ein umgekehrtes Bild: Technologieaktien steigen stärker als Blue-Chips, wobei die Aktienkurse aber insgesamt deutlich zulegen. Und hier muss man sich dann schon etwas wundern, wenn man in den vergangenen Wochen und Monaten die Marktkommentare diverser Medien verfolgt hat.

Zuerst war es so, dass ein Präsident Trump für die Aktienmärkte als besser betrachtet wurde, weil er eine wirtschaftsfreundlichere Politik betreibt, unter anderem mit Steuersenkungen für Unternehmen. Als sich dann ein Wahlsieg Bidens abzeichnete, wurden die steigenden Aktienmärkte damit begründet, dass dieser zwar für höhere Steuern, aber zugleich für größere Hilfsprogramme steht. Und da die Zeichen zunächst noch auf einen überwiegend republikanischen Senat standen, setzten Anleger angeblich darauf, dass dadurch Steuererhöhungen nicht so einfach durchsetzbar wären.

Nun ist letzteres aber nicht mehr der Fall. Denn der Senat ist mit dem Ergebnis der Stichwahl nun faktisch in demokratischer Hand. Warum steigen die Aktienmärkte heute dennoch? Müssten die Kursanstiege, die es angeblich angesichts eines mehrheitlich republikanischen Senats gegeben hat, nicht durch entsprechende Verkäufe wieder rückgängig gemacht werden?

Letztlich zeigt sich, dass Kurse Nachrichten machen. Zu den immer weiter steigenden Aktienkursen suchen sich die Medien einfach die passende Erklärung. Ob nun Trump oder Biden Präsident wird, der Senat in mehrheitlich demokratischer oder republikanischer Hand ist, letztlich ist laut den Medienberichten jede Variante positiv für den Aktienmarkt. Im Grunde könnte man aber auch einfach auf eine altbekannte Börsenweisheit verweisen: Politische Börsen haben kurze Beine.

Märkte in der Liquiditätsfalle

Mir machen die Kursentwicklungen derweil immer größere Sorgen. Denn die Aktienmärkte sind nicht getrieben durch die Wahlergebnisse in den USA, sondern durch die Liquidität der Notenbanken. Es scheint, als könnten die Kurse nur noch steigen. Und der Grund dafür ist die sogenannte Liquiditätsfalle.

Wirtschaft schrumpft, Aktienkurse steigen

Heute hat die Europäische Zentralbank (EZB) berichtet, dass die zweite Pandemiewelle der Wirtschaft im Euro-Raum deutlich zusetzt. Die Währungshüter gehen sogar davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal des vergangenen Jahres wieder geschrumpft ist, wie sich dem heute veröffentlichten Wirtschaftsbericht entnehmen lässt. Demnach könne sich das verarbeitende Gewerbe zwar weiterhin gut behaupten, im Dienstleistungssektor sei die Aktivität jedoch durch die neuerlichen Einschränkungen der sozialen Kontakte und der Mobilität massiv beeinträchtigt.

Mit anderen Worten: Die massive Liquidität der Notenbanken kann ein Schrumpfen der Wirtschaft insgesamt nicht verhindern. Das Geld landet über Geschäftsbanken und die Kreditwirtschaft auf den Konten der Empfänger, es wird aber nicht in voller Höhe in den Wirtschaftskreislauf gegeben. Stattdessen wird ein Teil davon gespart bzw. angelegt, unter anderem eben in Aktien, weshalb die Kurse immer weiter steigen, solange jeden Monat hunderte Milliarden an Euros und Dollars nachfließen.

Negative Inflation trotz EZB-Billionen

Ein Indiz dafür, dass ein gewichtiger Teil des Geldes nicht in der Wirtschaft landet, ist neben der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts die Inflation. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat heute in einer ersten Schätzung mitteilte, sind die Preise im Euro-Raum im Dezember bereits den fünften Monat in Folge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Erneut lag das Minus bei 0,3 %, wie auch schon im November, Oktober und September.

Inflation in der Eurozone (jährlich)

Würde die Notenbankliquidität ausschließlich zu mehr Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen führen, hätten wir es mit steigenden Preisen zu tun. Stattdessen steigen aber lediglich die Vermögenspreise, also unter anderem die Aktienkurse.

Das Ende des Aufwärtstrends am Aktienmarkt

Und das ist ganz sicher keine gesunde Entwicklung. Denn wenn die Einschränkungen, womöglich dank der Impfungen, gelockert oder ganz aufgehoben werden, wird der Konsum steigen. Dann wird sich die Wirtschaft auch im Dienstleistungsbereich und im Einzelhandel erholen, und das womöglich sehr schnell. Dabei dürften einige Investments aufgelöst und das Geld in Reisen und andere Dienstleistungen oder Güter investiert werden. Der Aufwärtstrend am Aktienmarkt könnte damit auslaufen.

Die höhere Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen wird früher oder später zu steigenden Preisen führen. Und wenn damit die Inflation anzieht, müssen die Notenbanken irgendwann gegensteuern. Zwar haben die Währungshüter bereits angekündigt, höhere Inflationsraten eine Zeitlang zu tolerieren, doch letztlich werden sie die Liquiditätszufuhr stoppen und womöglich sogar umkehren, um überschüssiges Geld aus dem Wirtschaftskreislauf zu nehmen. Und damit könnte sich der Aufwärtstrend am Aktienmarkt ebenfalls umkehren. Zumal in dieser Phase die Zinsen und Renditen stärker steigen und diese damit bereits vor dem Eingreifen der Notenbanken zu einer zunehmenden Konkurrenz für den Aktienmarkt werden.

Schon im vergangenen Jahr hatte ich geschrieben, dass man in 2021 insbesondere auf die Inflation bzw. die Inflationserwartungen blicken sollte (siehe "Das könnte das große Thema für 2021 werden").

Genießen Sie die noch steigenden Aktienkurse!

Noch ist das alles Zukunftsmusik. Aktuell sind wir nach wie vor in der Phase, in der ein Teil der Notenbankliquidität nicht in den Wirtschaftskreislauf, sondern in die Finanzmärkte fließt. Für weiter steigende Kurse braucht es dabei keine besonderen Ereignisse, wie ein Wahlergebnis in den USA. Und negative Nachrichten, wie eine schrumpfende Wirtschaft aufgrund von härteren Maßnahmen im Kampf gegen das Virus, können den Aufwärtsdrang der Aktienkurse auch nicht stoppen. Die Frage ist nur, wie lange noch.

Denn bedenken Sie, dass die Börse zukünftige Ereignisse vorwegnimmt. An den Börsen spricht man von 6 bis 9 Monaten. Und im Herbst sollen die meisten Menschen geimpft sein. Dann könnte sich das Leben normalisieren und oben beschriebener Prozess in Gang kommen. Wenn die Börsen aber genau dies 6 bis 9 Monate vorher einpreisen, dann muss man davon ausgehen, dass der Aufwärtstrend am Aktienmarkt in diesem Jahr, womöglich sogar schon in der ersten Jahreshälfte oder vielleicht auch bereits im ersten Quartal endet.

S&P 500 folgt dem Dow Jones

Gestern hatte ich bereits von einer Trendbeschleunigung im Dow Jones geschrieben, welche die letzte Phase des Aufwärtstrends darstellen könnte. Diese Trendbeschleunigung ist seit heute auch im S&P 500 zu erkennen (siehe folgender Chart). Der marktbreite Index macht sich gerade auf, seinen engen Aufwärtstrendkanal der vergangenen Tage und Wochen nach oben zu verlassen (grüner Pfeil).

S&P 500 - Chartanalyse

Nehmen Sie also nun noch diese Kursgewinne mit Long-Positionen mit. Vergessen Sie aber nicht, die Stopps nachzuziehen. Je nach persönlichem Anlage- bzw. Tradingstil könnte es Sinn machen auszusteigen, wenn der S&P 500 unter die Hochs von Anfang November oder Anfang September zurückfällt (rote horizontale Linien).

Den Letzten beißen die Hunde

Und machen Sie sich bewusst, dass Sie, wenn Sie jetzt noch mit neuen Trades auf weiter steigende Kurse setzen, womöglich derjenige sind, der den höchsten Preis für eine Aktie zahlt. Je weiter die Kurse steigen und je weiter der oben beschriebene Prozess fortschreitet, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie ab einem bestimmten Zeitpunkt niemanden mehr finden, der bereits ist, Ihnen Ihre Aktien zu einem noch höheren Preis abzukaufen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Börse - Intern vom 6. Januar 2021:
Umschichtungen zum Jahresbeginn

Inhaltsverzeichnis

20 Jahre Stockstreet – die Jubiläumsaktion!

Sehr verehrte Damen und Herren,

in diesem Jahr feiert Stockstreet.de sein 20-jähriges Jubiläum. Wir sind sehr stolz darauf, dass Stockstreet in den vergangenen 20 Jahren trotz vieler Krisen und Crashs am Markt bestehen bleiben konnte. Viele unserer Konkurrenten sind in dieser Zeit vom Markt verschwunden – dass wir nach wie vor da sind, ist wohl der beste Beweis für unsere seriöse und gute Arbeit!

Feiern Sie mit uns dieses Jubiläum mit einem Mega-Angebot

Sie können dieses Jubiläum und das neue Jahr mit uns gemeinsam zelebrieren, denn wir bieten Ihnen an: Testen Sie drei Monate einen unserer Dienste für den Preis von einem Monat! Kurz: Es gibt ein ganzes Quartal zum Preis von einem Monat!

Wahrscheinlich wird das erste Quartal das schwierigste in diesem Jahr, und wie viel besser wäre es, dieses mit uns zusammen zu bestreiten? Mit den kompetenten Tipps und Marktkommentaren unserer erfahrenen Trader, die alle mehrere Jahrzehnte Erfahrung mitbringen!

Melden Sie sich jetzt hier zu einem unserer Dienste an!

Und nutzen Sie jetzt diese grandiose Chance, vielleicht genau das Richtige zu tun, um auch in den kommenden schwierigen Zeiten von der Börse zu profitieren!


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren bis zum Premium Trader und Allstar Trader für schnelle Gewinne. Die sehr spekulativen Optionsscheine Expert Trader und Target-Trend-CFD sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


Umschichtungen zum Jahresbeginn

Die aktuelle Situation der Aktienmärkte erinnert mich sehr stark an den Beginn des vergangenen Jahres. Denn auch damals standen die Aktienindizes auf Rekordniveaus. Und auch damals waren die Aktien im Durchschnitt sehr hoch bewertet. Anfang 2020 war die Wirtschaftsleistung allerdings noch nicht durch die Corona Pandemie gedämpft, weshalb die Aktienmärkte heute sogar noch höher bewertet sind. Und genau wie vor einem Jahr ignorieren die Anleger dennoch die immer dramatischeren Zahlen rund um das Coronavirus.

Hoffnungen auf ein Ende der Krise durch Impfstoffe

Nun ist die Situation von heute allerdings nicht 1:1 mit der von damals vergleichbar. Denn inzwischen weiß man wesentlich mehr über das Coronavirus. Und es sind bereits Impfstoffe zugelassen. Die Börsen blicken daher in die Zukunft, in der Hoffnung, dass sich bei einer durchgeimpften Bevölkerung das Leben wieder normalisiert.

Es bleiben Fragen offen

Doch ähnlich wie Anfang 2020 gibt es noch Ungewissheiten in Bezug auf die Pandemie. So ist zum Beispiel unklar, wie lange die Immunität nach einer Impfung anhält. Und es ist unklar, ob Geimpfte das Virus weiterverbreiten können. Zudem grassieren inzwischen Virus-Mutationen, von denen teilweise unklar ist, ob die aktuellen Impfstoffe auch gegen diese neuen Varianten wirken. Eigentlich mögen die Börsen derartige Unsicherheit nicht. Und somit gäbe es derzeit durchaus gute Gründe, sich vorsichtshalber aus einigen Aktienpositionen zu verabschieden.

Die Flut hebt alle Boote

Doch ein weiterer gravierender Unterschied zur Situation vor einem Jahr ist die zusätzliche Liquidität, die inzwischen zur Verfügung steht. Schließlich haben die Notenbanken binnen Jahresfrist Billionen an Dollars, Euros und sonstigen Währungen in die Märkte gepumpt. Und dieses Mehr an Liquidität führt natürlich zu einer etwas anderen Ausgangssituation. Wenn man es so ausdrücken will, steht der „Meeresspiegel“ deutlich höher als vor einem Jahr, was quasi alle „Boote“ etwas nach oben hebt.

Die Stimmung der Anleger kann jederzeit kippen

Dennoch sehe ich die Gefahr, dass die Stimmung der Anleger kippen kann und es zu ähnlichen Abverkäufen kommt, wie wir sie Anfang 2020 gesehen haben. Man kann aktuell sogar schon beobachten, dass einige Blasen platzen. Man muss sich nur die Kursentwicklungen einiger weniger Aktien anschauen, insbesondere an den US-Märkten, dann erkennt man, dass die Luft dort mit einem ziemlichen Druck entweicht und Anleger inzwischen binnen nur 2 Wochen plötzlich auf Kursverlusten von mehr als 60 % sitzen.

Gestern wurde ich zum Beispiel auf fuboTV und QuantumScape aufmerksam gemacht. Letztere ist von 125 auf unter 46 Dollar binnen weniger Tage abgestürzt und damit noch schneller eingebrochen, also sie zuvor nach oben geschossen war.

Und wenn ein solches Schicksal Börsenschwergewichten wie Tesla oder durchaus auch Apple blüht, dann könnte dies den Gesamtmarkt erheblich belasten, auch wenn bei Apple wohl keine Kursverluste von 60% drohen.

USA verschärfen erneut einen Handelskonflikt

Gestern hatte ich übrigens auch die nach wie vor schwelenden Handelsstreitigkeiten angesprochen.  Und hier hat sich gegenüber der Situation vor einem Jahr ebenfalls nicht viel verändert. Im Gegenteil:  In der Nacht zum heutigen Mittwoch hat US-Präsident Donald Trump Transaktionen mit acht chinesischen Apps untersagt. Der scheidende Amtsinhaber unterzeichnete eine entsprechende Verordnung. Und natürlich sorgt dieser Schritt für weitere Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und China. Chinas Außenministerium kündigte bereits „notwendige Maßnahmen“ an, welche die legitimen Rechte der chinesischen Unternehmen gewährleisten sollen, ohne dabei konkret zu werden.

Nun könnte man natürlich annehmen, dass der Spuk in zwei Wochen vorbei ist, wenn die Machtübergabe an Joe Biden erfolgt ist. Doch dieser hat bereits durchblicken lassen, dass er vorerst wohl keine Entschärfung der Handelsstreitigkeiten mit China vornehmen wird. Zwar ist eine weitergehende Eskalation des Handelsstreits mit Joe Biden nicht zu erwarten, doch hat er auch gesagt, er wolle Verhandlungsspielräume nicht aus der Hand geben. Ohne Zugeständnisse Chinas wird es also auch unter einem Präsidenten Biden keine Entspannung im US-chinesischen Handelsstreit geben.

Hohes Korrekturpotential, geringes Kurspotential

Und so ist diese Belastung der Wirtschaft aktuell aus meiner Sicht auch nicht ausreichend an den Börsen eingepreist, da die Aktienindizes teilweise schon deutlich höher stehen als Anfang 2020, was insbesondere für die US-Märkte gilt.

Korrekturpotential ist also massig vorhanden, während das weitere Aufwärtspotenzial angesichts der fundamentalen Bewertung weitestgehend ausgereizt erscheint. Einzig und allein die Liquidität der Notenbanken ist derzeit noch ein Grund für weiter steigende Aktienkurse. Aber ob das reicht?

Demokraten winkt ein Sieg

Was man aktuell am Markt sehr gut beobachten kann, sind die gestern schon angesprochenen Umschichtungen. Denn der Nasdaq 100 notierte im Future-Handel mehr als 2 % im Minus, während der Dow Jones kaum Schwäche zeigte. Wobei man heute auch den Eindruck gewinnen konnte, dass die Anleger dabei auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Denn plötzlich drehten die Aktienindizes wieder nach oben.

Diese Marktbewegungen können aber auch mit den Prognosen zur Senatswahl in Georgia zusammenhängen, wo sich aktuell ein Sieg für beide Demokraten abzeichnet. Es dürfte daher spannend sein, was passiert, wenn das Wahlergebnis eingepreist ist.

Aufwärtstrendbeschleunigung möglich

Der Dow Jones markierte jedenfalls heute sogar ein neues Allzeithoch und konnte vom Tief am Montag schon beinahe 1.000 Punkte bzw. mehr als 3,1 % zulegen. Damit endeten nun schon zwei größere Abwärtskerzen mit einer langen Lunte (siehe grüne Pfeile im folgenden Chart).

Dow Jones - kurzfristige Chartanalyse

Auf eine Attacke der Bären folgte also jeweils ein starker Gegenangriff der Bullen, die damit letztlich das Zepter in der Hand behielten. Und mit dem heutigen Kursanstieg ist nun sogar eine Beschleunigung des Aufwärtstrends möglich. Womöglich gelangen wir damit in eine finale Übertreibung, bevor das böse Erwachen folgt.

Dabei sollte man im Dow Jones die oberste Linie einer möglichen Trompetenformation (lila) im Auge behalten, die ein mögliches Ziel und zugleich Ende der aktuellen Aufwärtsbewegung sein könnte.

Dow Jones - langfristige Chartanalyse

Sollte der Dow Jones allerdings unter das Tief der Tageskerze vom Montag rutschen, würde ich Gewinne mitnehmen und womöglich sogar mit kleinen Positionen auf weiter fallende Kurse spekulieren.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


PS: Schon wieder können sich Leser der Stockstreet-Börsenbriefe über einen Gewinn freuen. Dieses Mal wurde ein Trade aus dem Depot des HighTech-Trader beendet. Mit den Aktien von Disney konnte ein Gewinn in Höhe von 16,25 % binnen weniger Monaten erzielt werden.
Nutzen Sie die Jubiläums-Aktien, um die Stockstreet-Börsenbriefe auf Herz und Nieren zu testen.


Börse - Intern vom 5. Januar 2021:
Auch in der Jahresendrally wurden negative Nachrichten ignoriert

Inhaltsverzeichnis

20 Jahre Stockstreet – die Jubiläumsaktion!

Sehr verehrte Damen und Herren,

in diesem Jahr feiert Stockstreet.de sein 20-jähriges Jubiläum. Wir sind sehr stolz darauf, dass Stockstreet in den vergangenen 20 Jahren trotz vieler Krisen und Crashs am Markt bestehen bleiben konnte. Viele unserer Konkurrenten sind in dieser Zeit vom Markt verschwunden – dass wir nach wie vor da sind, ist wohl der beste Beweis für unsere seriöse und gute Arbeit!

Feiern Sie mit uns dieses Jubiläum mit einem Mega-Angebot

Sie können dieses Jubiläum und das neue Jahr mit uns gemeinsam zelebrieren, denn wir bieten Ihnen an: Testen Sie drei Monate einen unserer Dienste für den Preis von einem Monat! Kurz: Es gibt ein ganzes Quartal zum Preis von einem Monat!

Wahrscheinlich wird das erste Quartal das schwierigste in diesem Jahr, und wie viel besser wäre es, dieses mit uns zusammen zu bestreiten? Mit den kompetenten Tipps und Marktkommentaren unserer erfahrenen Trader, die alle mehrere Jahrzehnte Erfahrung mitbringen!

Melden Sie sich jetzt hier zu einem unserer Dienste an!

Und nutzen Sie jetzt diese grandiose Chance, vielleicht genau das Richtige zu tun, um auch in den kommenden schwierigen Zeiten von der Börse zu profitieren!


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren bis zum Premium Trader und Allstar Trader für schnelle Gewinne. Die sehr spekulativen Optionsscheine Expert Trader und Target-Trend-CFD sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


Auch in der Jahresendrally wurden negative Nachrichten ignoriert

Verehrte Leserinnen und Leser,

ich freue mich, Sie im neuen Jahr wieder begrüßen zu dürfen. Und auch ich wünsche Ihnen für 2021 alles erdenklich Gute, insbesondere Gesundheit, aber auch vor allem Zufriedenheit in allen Lebensbereichen und natürlich viel Erfolg bei Ihren Investments!

US-Konjunkturpaket vs. Coronavirus-Mutation

In der Pause der Börse-Intern gab es trotz des feiertagsbedingt eingeschränkten Börsenhandels durchaus interessante Ereignisse und Marktbewegungen. So machten in den USA Republikaner und Demokraten noch vor Weihnachten nach langem Ringen den Weg für weitere milliardenschwere Corona-Hilfen frei. Am 21. Dezember hatte man sich auf ein Konjunkturpaket im Umfang von rund 900 Milliarden Dollar verständigt. Zwar musste das Gesetz zunächst noch beide Kammern des Kongresses passieren, doch galt dies als reine Formsache.

Eigentlich hätte diese Meldung ein guter Grund für steigende Aktienkurse sein können. Doch an diesem Tag gaben die Aktienmärkte kräftig nach. Der DAX rutschte in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Punkten zurück (siehe rote Ellipse im folgenden Chart), womit sich der vorangegangene bullishe Ausbruch aus der mehrwöchigen Seitwärtsbewegung als Fehlsignal entpuppte. Eine Bullenfalle drohte zuzuschnappen.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Als Grund dafür wurde eine neue und möglicherweise ansteckendere Coronavirus-Variante genannt, welche den Anlegern die Kauflaune verdorben haben soll. Das ist auch plausibel, weil viele europäische Länder den Flugverkehr aus Großbritannien einstellten und Häfen sowie der Eurotunnel geschlossen wurden, um die Ausbreitung der neuen Virus-Vvariante zu bremsen. Zudem machte ein ansteckenderes Virus härtere Lockdowns wahrscheinlicher.

Bullen ließen sich das Ruder nicht lange aus der Hand nehmen

Denkbar ist aus meiner Sicht aber auch, dass die Märkte lange Zeit die Hoffnung auf das US-Konjunkturpaket gespielt hatten und es dann zu einem „sell the facts“-Effekt kam, als das Paket in trockenen Tüchern war. Für diese Theorie spricht auch, dass die Kurse schon am nächsten Tag wieder anstiegen, obwohl die neue Virus-Variante und die damit verbundenen neuen Einschränkungen noch in der Welt waren. Jedenfalls ließen sich die Bullen nicht lange das Ruder aus der Hand nehmen.

Trump verweigerte seine Unterschrift

Und das auch dann nicht, als der noch amtierende US-Präsident Donald Trump in der Nacht zum 23. Dezember die Unterzeichnung des neuen Corona-Hilfspakets zunächst ablehnte. Er forderte Nachbesserungen, unter anderem eine Anhebung der Einmalhilfe für alle US-Bürger von 600 auf 2.000 Dollar. Damit war klar, dass die Anleger wieder in ihrem Tunnel waren und negative Nachrichten ignoriert wurden.

Womöglich setzten die Anleger aber auch darauf, dass Trump seine Blockadehaltung gegenüber den neuen Corona-Hilfen aufgeben würde. Und als am 28. Dezember genau diese Nachricht über die Ticker lief, zeigten sich die Kurse davon auch völlig unbeeindruckt. Logisch, wenn die Meldung zuvor bereits eingepreist war.

Allzeithochs zum Jahresende trotz neuer Handelsstreitigkeiten

Am 29. Dezember konnte der DAX dann sogar noch ein neues Allzeithoch markieren, nachdem die Demokraten signalisierten, einer Anhebung der Einmalhilfen auf 2.000 Dollar zuzustimmen. Aber offenbar setzten Anleger anschließend darauf, dass es auch dazu nicht kommen würde. Denn nach dem Allzeithoch legten die Kurse nicht weiter zu, sondern bröckelten stattdessen ab. Womöglich auch, weil die Republikaner im US-Senat offenließen, ob sie einer höheren Einmalzahlung für US-Bürger zustimmen werden.

Aber größere Verluste ließen die Anleger in der Jahresendrally nicht zu. Auch nicht am letzten Handelstag des Jahres 2020, an dem die US-Indizes noch auf neue Allzeithochs steigen konnten, obwohl die USA neue Strafzölle auf Produkte aus der EU ankündigten. Dabei ging es wieder um den Streit über rechtswidrige Subventionen für die Luftfahrtindustrie zwischen den USA und der EU. Siehe dazu auch Börse-Intern vom 3. Dezember. Aber damals lautete der Titel schon „Auch negative Nachrichten lassen die Anleger kalt“. Also eigentlich soweit alles beim Alten.

Warum auch nicht? Schließlich ist nur wegen eines Jahreswechsels nicht plötzlich alles anders, sind Entwicklungen nicht abgeschlossen und wird nicht einfach ein neues Kapitel aufgeschlagen. Stattdessen ist Börse ein fortlaufender Prozess. Was Börsianer Ende 2020 beschäftigt hat, wird sie auch Anfang 2021 umtreiben.

Die Jahresperformance beginnt bei Null

Wobei eines im neuen Jahr doch neu startet: Die Performance der Fondsmanager. Denn diese steht mit dem Ende des vergangenen Jahres nun fest und beginnt mit dem neuen Jahr bei null. Es könnte daher durchaus sein, dass die Fondsmanager bis zum Ende des vergangenen Jahres ihre am Ende noch positive Jahresperformance halten wollten. Und mit Beginn des neuen Jahres könnten sie nun geneigt sein, einige ihrer inzwischen deutlich überteuerten Positionen auf den Markt zu werfen. Eine dadurch ausgelöste Marktkorrektur würde zwar die Performance zunächst belasten, es besteht aber noch genügend Zeit, um diese bis zum Jahresende 2021 wieder aufzuholen.

Der schwache Jahresauftakt ist für diese Theorie ein erstes Indiz. Insbesondere die US-Indizes und einige zuvor extrem hochgejubelte Aktien haben gestern deutlich verloren. Doch man sollte die Signale der ersten Handelswoche noch nicht allzu ernst nehmen. Hier spielen zu viele andere Faktoren eine Rolle. Tatsächlich finden in dieser Zeit zwar schon teilweise Umschichtungen statt, die mit der Performance und dem Jahreswechsel zu tun haben, ein Fingerzeig auf das Jahr ist das aber noch nicht.

Warten wir also ab, welche Trends sich bis zur nächsten Woche herauskristallisieren. Womöglich wird auch erst dann das Wahlergebnis aus der heutigen Senatswahl in den USA feststehen. Mich würde es jedenfalls nicht wundern, wenn wir einen eher schwachen Jahresbeginn erleben werden.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


PS: Um den Jahreswechsel herum lief es für die Stockstreet-Börsenbriefe weiterhin sehr gut. Das Depot des Target-Trend-CFD landete zum Jahresende 2020 auf einem Rekordhoch. Und gestern konnten die Leser dieses Dienstes mit einem Short-Trade auf den Dow Jones von den gefallenen Kursen profitieren. Mehr als 200 Euro Gewinn wurden nach nur 1 Stunde und 18 Minuten realisiert. Daneben wurden aus dem Depot des Allstar-Trader heute Aktien von Salzgitter mit einem Gewinn von 58,57 % verkauft. Diese starke Performance wurde binnen gerade einmal 4 Monaten erzielt.
Nutzen Sie die Jubiläums-Aktien, um die Stockstreet-Börsenbriefe auf Herz und Nieren zu testen.


Börse - Intern vom 4. Januar 2021:
20 Jahre Stockstreet – die Jubiläumsaktion!

Inhaltsverzeichnis

20 Jahre Stockstreet – die Jubiläumsaktion!

Sehr verehrte Damen und Herren,

in diesem Jahr feiert Stockstreet.de sein 20-jähriges Jubiläum. Wir sind sehr stolz darauf, dass Stockstreet in den vergangenen 20 Jahren trotz vieler Krisen und Crashs am Markt bestehen bleiben konnte. Viele unserer Konkurrenten sind in dieser Zeit vom Markt verschwunden – dass wir nach wie vor da sind, ist wohl der beste Beweis für unsere seriöse und gute Arbeit!

Feiern Sie mit uns dieses Jubiläum mit einem Mega-Angebot

Sie können dieses Jubiläum und das neue Jahr mit uns gemeinsam zelebrieren, denn wir bieten Ihren an: Testen Sie drei Monate einen unserer Dienste für den Preis von einem Monat! Kurz: Es gibt ein ganzes Quartal zum Preis von einem Monat!

Wahrscheinlich wird das erste Quartal das schwierigste in diesem Jahr, und wie viel besser wäre es, dieses mit uns zusammen zu bestreiten? Mit den kompetenten Tipps und Marktkommentaren unserer erfahrenen Trader, die alle mehrere Jahrzehnte Erfahrung mitbringen!

Melden Sie sich jetzt hier zu einem unserer Dienste an!

Und nutzen Sie jetzt diese grandiose Chance, vielleicht genau das Richtige zu tun, um auch in den kommenden schwierigen Zeiten von der Börse zu profitieren!


Zum Jubiläum

Mein Name ist Jochen Steffens - vor 20 Jahren – im Jahr 2001 – habe ich zusammen mit Torsten Reidel Stockstreet gegründet. Kurze Zeit später stieß Michael Jansen zu uns. Ich kann mich gut an die Zeit erinnern: Eine 20-jährige Rally hatte ihr Ende gefunden, und eine dreijährige Baisse stand vor der Tür – an die Anschläge vom 11. September 2001 können sich bestimmt auch noch viele von Ihnen erinnern. Es war der Gamechanger, dem noch zweieinhalb Jahre lang weitere Verluste folgten. Am Ende hat der DAX mehr als 70 Prozent an Wert verloren!

Viele Trader, die in den goldenen Börsenjahren 1999 bis März 2000 viel Geld verdienten, hatten das meiste dieses Geldes im Jahr 2001 bereits wieder verloren. Und so trieben sich in dieser Zeit viele Aktienpusher und Möchtegern-Trader am Markt herum – ehemalige Trader, die kein Geld mehr verdienten, hofften mit Börsentipps reich zu werden. Wir wollten damals dem ganzen Wahnsinn mit seriösen Marktberichten und Aktienanalysen etwas entgegensetzen. Und so starteten wir unseren kostenlosen Börsen-Newsletter, den es durchgehend bis heute gibt – allerdings mussten wir den Namen den neuen Gegebenheiten anpassen. Und so heißt dieser Börsen-Newsletter heute „Börse-Intern“. Den Newsletter, den Sie gerade lesen!

Die Anfänge waren – selbstgebastelt!

Zurückblickend bin ich sehr stolz darauf, was aus Stockstreet in diesen 20 Jahren geworden ist! Es zeigt, dass etwas an unserem Konzept richtig war. Und wenn ich mir heute unsere erste Internetseite anschaue, muss ich schmunzeln – selbst zusammengezimmert, völlig befreit von jeder tiefergehenden Programmierfähigkeit, aber irgendwie hat es funktioniert - bis heute.

Natürlich hat sich in den vergangenen 20 Jahren viel verändert. Torsten Reidel und Michael Jansen haben sich anderen Zielen gewidmet, aber wir sind immer noch gut befreundet. Mittlerweile ist unser Team deutlich gewachsen, und professionelle Mitarbeiter haben den Aufbau und die Programmierung der Webseite und der Kundenverwaltung übernommen. Aber eines - und das ist mir sehr wichtig - ist geblieben, nämlich der Geist von damals: Seriosität, Kompetenz und Verlässlichkeit sind uns heute noch genauso wichtig wie damals.

Und so hoffe ich, dass wir auch in den kommenden 20 Jahren weiter für Sie da sein werden und dass wir alle zusammen die kommenden Jahre und Jahrzehnte, ob Rallys, Crashs, Krisen oder Epidemien, gemeinsam gut überstehen.

Ich danke Ihnen auf jeden Fall für Ihr Vertrauen, das Sie uns in den vergangenen 20 Jahren entgegengebracht haben, denn schlussendlich sind Sie es, die dieses Jubiläum ermöglichen.


Auch im Namen des Stockstreet-Teams:

 Vielen Dank!!!

 Ihr

 Jochen Steffens

PS: Hier geht es zu unseren Börsenbriefen, die Sie drei Monate zum Preis von einem testen können…


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren bis zum Premium Trader und Allstar Trader für schnelle Gewinne. Die sehr spekulativen Optionsscheine Expert Trader und Target-Trend-CFD sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


Was uns das Jahr 2020 mit auf den Weg gibt

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

zunächst wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben alles Gute für das neue Jahr 2021 – vor allem natürlich Gesundheit, Wohlergehen und Zufriedenheit in allen Lebensbereichen!

2020 – ein erfolgreiches Jahr?

Vor einem Jahr, in meinem ersten Artikel des Jahres 2020 habe ich fast wörtlich dieselben Wünsche geäußert – ohne zu ahnen, wie wichtig das Thema Gesundheit im Verlauf des Jahres noch werden würde. Und ich bin mir völlig bewusst, dass nicht alle Menschen das gleiche Glück wie ich hatten: In meinem Verwandten- und Bekanntenkreis gibt es bisher niemanden, der durch die Pandemie gesundheitlich oder wirtschaftlich nachhaltig betroffen ist.

Es mag daher zynisch klingen, wenn ich das Jahr 2020 als ein gutes und erfolgreiches Jahr bezeichne. Sicher, die Börse ist meist zynisch. Aber ich will diese Wertung gar nicht auf die Börse beschränken, obwohl dort der Erfolg am einfachsten messbar ist: Mehr als die Hälfte der Indizes aus den Industrie- und Schwellenländern bzw. den großen Wirtschaftsräumen schaffte es zum Jahresende ins positive Terrain. Gleiches gilt für die Branchenindizes. Angesichts der Schwere der Pandemie hat dieses Ergebnis im Frühjahr sicher kaum jemand von uns erwartet!

Ein schneller Erfolg, auch für die Börsen

Diese überraschende Robustheit der Börsen hat natürlich ihre Ursachen im „richtigen“ Leben. Dort wurden die Grundlagen für dieses Ergebnis gelegt. Die wichtigste Ursache ist sicherlich die atemberaubend zügige Entwicklung von Impfstoffen. Bedenken wir: Am zweiten Wochenende des Jahres 2020 hatten chinesische Wissenschaftler das Genom des SARS-CoV-2-Virus vollständig identifiziert und diese Information allen Forschern der Welt zur Verfügung gestellt.

Sofort begannen Pharmaunternehmen und Forschungsinstitute mit der Suche nach Impfstoffen. Trotz dieser beispiellosen Anstrengungen mussten wir zunächst davon ausgehen, dass es – wie bisher – noch Jahre dauert, bis ein Impfstoff gefunden und in ausreichender Menge produziert wird. Doch bereits nach 10 Monaten konnten zunächst BioNTech/Pfizer, dann Moderna und AstraZeneca/Universität Oxford Vollzug melden.

Eine echte Menschheitsleistung

Und noch vor dem Jahresende 2020 waren die Impfstoffe produziert und wurden in mehreren Ländern bereits verabreicht. Noch schneller waren nur Russland und China mit ihren Impfstoffen. Inzwischen wurde weltweit mehreren Millionen Menschen die erste Dosis verabreicht – eine herausragende Leistung der Wissenschaft und der Pharma- und Biotechindustrie und ein Beweis, dass die Menschheit trotz mancher pessimistischen Prognosen grundsätzlich bereit und in der Lage ist, an einem Strang zu ziehen!

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, die Medizinerin Alena Buyx, nannte daher auch „die schnelle Entwicklung des Impfstoffes […] eine echte Menschheitsleistung“. Daran ändert auch die berechtigte Kritik nichts, die man an einzelnen Abläufen äußern kann. Ein solch Riesenprojekt so schnell und erfolgreich gemeistert zu haben, ist zweifellos ein sehr hoffnungsvolles Signal.

Problembewältigung in Rekordgeschwindigkeit

Doch nicht nur die Pharmabranche kann einmalige Erfolge vorweisen. Auch Unternehmen etlicher anderer Branchen haben in Rekordgeschwindigkeit Probleme bewältigt, die ihnen wohl noch vor einem Jahr unüberwindlich vorgekommen wären: die Digitalisierung diverse Betriebsabläufe (z.B. in Vertrieb und Service) durch Homeoffice und Videokonferenzen, wodurch jahrzehntealte Selbstverständlichkeiten und bislang „alternativlose“ Prozesse plötzlich hinfällig waren.

Besonders erfreulich ist, dass dieser Wandel nicht nur Großkonzernen gelang, sondern auch vielen kleineren Unternehmen: Ein Großhändler für betriebliche Hygieneprodukte schaffte es sogar, seine Neukundenakquise zu digitalisieren, ein Event-Veranstalter schuf in Windeseile eine digitale Plattform, über die seine Unternehmenskunden größere Online-Meetings problemlos organisieren und abhalten können und ein Spielzeughändler, der bislang unter anderem Spieleabende veranstaltete, verlegte diese – mit einem pfiffigen, zugkräftigen Konzept – ebenfalls ins Internet.

Selbst die gebeutelte Gastronomiebranche schaffte es hier und da, ihren Gästen neue – digitale – Angebote zu machen, die gerne genutzt werden.

Das erfreulichste Ergebnis des Jahres 2020

Diese Kreativität, Lösungsorientierung und Wendigkeit der Unternehmen sind für mich das erfreulichste Ergebnis des Jahres 2020 – und ein sehr positives Gegengewicht zu den eher düsteren Prognosen und Berichten der Medien, die bei mir zum Teil den Eindruck erweckten, die Wirtschaft verfalle angesichts der Pandemie kollektiv ins Jammern.

Das mag hier und da so gewesen sein. Und zweifellos gelang nicht jeder Firma eine reibungslose, schnelle oder zumindest überlebenssichernde Anpassung an die Bedingungen der Pandemie. Aber offenbar bewältigte die Mehrzahl der Unternehmen diese Herausforderung.

Die Wiederauferstehung der Wirtschaft nach der Pandemie

Und genau das spiegeln auch die Börsen wider mit ihrer positiven Entwicklung im vergangenen Jahr. Sicherlich ist ein Teil des Börsenaufschwungs den geld- und konjunkturpolitischen Maßnahmen von Zentralbanken und Regierungen zu verdanken. Aber die Kursverläufe nach den Impfstoff-Erfolgsmeldungen im November zeigen, dass die Anleger an eine Rückkehr zur Normalität glauben (wie auch immer diese konkret aussehen mag).

So legten seit dem Impfstoffdurchbruch von BioNTech Anfang November vor allem Aktien aus konjunktursensiblen Branchen zu, z.B. aus dem Rohstoffsektor, der Autobranche, dem verarbeitenden Gewerbe allgemein, aber auch aus der Freizeit-, Touristik- und Reisebranche. Diese Unternehmen galten bisher als Corona-Verlierer, denen auch die staatlichen Hilfsmaßnahmen wenig nutzten. Ihre „Wiederauferstehung“ ist also ein Zeichen, dass die Investoren nun endgültig eine Besserung der Lage erwarten.

Börsianer sind Optimisten, aber die Börse lehrt auch Optimismus

Die Börse lehrt uns also Optimismus. Und diesen Optimismus sollten wir nicht nur bei unseren Investments übernehmen, sondern auch im „richtigen“ Leben. Es ist zwar ohnehin so, dass wir Anleger per se optimistisch sind. Warum sollten wir sonst unser sauer verdientes Geld für Jahre oder gar Jahrzehnte in irgendwelche Unternehmen stecken?

Leider kommt vielen von uns dieser Optimismus immer wieder abhanden – und das nicht nur im Crash oder bei (Börsen-)Krisen. Dieser Stimmungswandel ist eine der häufigsten Ursachen für die schlechten Ergebnisse, die viele (private) Anleger einfahren.

Wie Sie (noch) bessere Börsianer werden

Das Jahr 2020 hat uns aber gezeigt: Selbst die stärkste Bedrohung kann überwunden werden – mitunter von Einzelnen, aber noch viel eher durch die gemeinsamen Anstrengungen von uns allen. Das ist meiner Meinung nach das, was uns von 2020 im Gedächtnis bleiben sollte – nicht die vielen negativen Schlagzeilen, die immer noch die Nachrichten dominieren.

Und ich bin überzeugt: Wenn Sie sich diese Sichtweise zu eigen machen, dann werden Sie auch an der Börse (noch) erfolgreicher sein. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für das neue Jahr, dass alles, was Sie erleben werden, einen positiven Effekt für Sie hat – natürlich auch für Ihre Investments!

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

PS: Melden Sie sich jetzt noch schnell zu unserer Neujahrs-Jubiläumaktion an!


Anmeldung zum kostenlosen Newsletter "Börse - Intern"

  • Kostenloser Tagesbericht vom Börsenprofi Sven Weisenhaus.
  • Börsentäglich nach Börsenschluss direkt zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Newsletter "Börse - Intern" ab der nächsten Ausgabe.

Anmeldung zum kostenlosen Rohstoffdienst

  • Die ganze Welt der Rohstoffe in einem Newsletter.
  • Mehrmals pro Woche direkt per E-Mail kostenlosen zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Rohstoffdienst ab der nächsten Ausgabe.

Alle Börsenbriefe und Börsen-Newsletter von Stockstreet.de

  • Logo Börse-Intern
  • Logo Rohstoffe & Devisen News
  • Logo Stockstreet Marktberichte
  • Logo Premium-Trader
  • Logo Optionsscheine-Expert-Trader
  • Logo Geldanlage-Brief
  • Logo Aktien-Perlen
  • Logo Allstar-Trader
  • Logo Target-Trend-Spezial

Allstar-Trader

Das erwartet Sie

Allstar-Trader Cover

Vom Traden leben!

Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Geldanlage-Brief

Das erwartet Sie

Geldanlage-Brief Cover

Ihr langfristig orientierter Börsendienst
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Premium-Trader

Das erwartet Sie

Premium-Trader Cover

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Jochen Steffens

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Target-Trend-Spezial

Das erwartet Sie

Target-Trend-Spezial Cover

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und Beispiele lesen!

Aktien-Perlen

Das erwartet Sie

Aktien-Perlen Cover

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Optionsscheine-Expert-Trader

Das erwartet Sie

Optionsscheine-Expert-Trader Cover

Der Börsendienst für volatile Zeiten

Die besten Trades in volatilen Märkten

von Manfred Ries

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Target-Trend-CFD

Das erwartet Sie

Target-Trend-CFD Cover

CFD-Trading mit
der revolutionären Methode!

Schneller Handel, schnelle Gewinne!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und Beispiele lesen!

Hightech-Trader

Das erwartet Sie

Hightech-Trader Cover

Profitieren Sie vom Hightech-Boom

Mit Hightech Aktien, Crypto Währungen und Bio-Techs

von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und Beispiele lesen!