Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

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Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 12. Oktober 2018:
DAX: Top-Formation oder ABC-Korrektur?

Ein Hauptgrund für den aktuellen Handelsstreit ist für US-Präsident Donald Trump das hohe Defizit seines Landes im Handel mit anderen Nationen. In den acht Monaten bis einschließlich August summiert sich das Defizit auf rund 391 Milliarden Dollar - ein Plus von 8,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei stößt Trump insbesondere das große Ungleichgewicht im Handel mit China negativ auf. Und daher werden ihm die folgenden Zahlen ganz sicher nicht gefallen.

China erzielt rekordhohen Exportüberschuss

Denn Chinas Exportüberschuss aus dem Handel mit den USA ist auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Im September lag er bei 34,13 Milliarden Dollar und damit gut drei Milliarden Dollar höher als im Vormonat. Seit Jahresbeginn summiert sich der Überschuss auf 225,79 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr waren es in diesem Zeitraum 196,01 Milliarden Dollar und im Gesamtjahr 375 Milliarden Dollar.

Trumps Zölle wirken (noch) in die entgegengesetzte Richtung

Paradoxerweise könnten ausgerechnet Trumps Zölle für diese Entwicklung verantwortlich sein. Denn Verbraucher und wahrscheinlich vor allem Unternehmen scheinen mehr Waren gekauft haben - quasi auf Lager - um den durch die Zölle und Gegenzölle steigenden Preisen zuvorzukommen. Daher könnten in den aktuellen Handelsdaten Vorzieheffekte stecken.

Die Vorzieheffekte gelten allerdings wohl weniger für Waren aus den USA. Denn die US-Exporte nahmen im August im Vergleich zum Vormonat sogar um 0,8 % ab, besonders wegen des sinkenden Absatzes von Sojabohnen, die China mit Gegenzöllen belegt hat. Der Wettlauf der Strafzölle schadete den USA also bislang mehr als den Chinesen.

Die US-Importe legten derweil um 0,6 % zu und erreichen mit fast 263 Milliarden Dollar einen Rekordwert. Dabei wurden so viele Autos aus dem Ausland importiert wie noch nie. Und auch dies könnte den angedrohten Zöllen auf Autos aus der EU geschuldet sein, weil eventuell Auto-Importe in die USA im Hinblick auf diese Zollandrohung vorangetrieben wurden.

Der Handelsstreit wird noch über Monate anhalten

Ob sich die Zölle auch noch wie von Trump gewünscht auswirken, wird man erst frühestens in den Oktoberdaten sehen. Denn die jüngsten US-Zölle auf chinesische Produkte im Umfang von 200 Milliarden US-Dollar sind erst ab dem 24. September in Kraft getreten. Daher wird sich der Handelskonflikt auch noch eine Weile hinziehen. Denn sowohl Trump als auch China werden die tatsächliche Wirkung dieser Zölle wohl erst abwarten, bevor gegebenenfalls neue Zölle beschlossen werden bzw. China einlenkt. Jedenfalls hat Trump jüngst Gespräche mit China abgelehnt mit dem Hinweis, dass China zwar angeblich verhandeln wolle, aber „noch nicht so weit“ sei.

Über den Börsen wird der Belastungsfaktor Handelsstreit wohl noch Monate lang schweben. Aber er dürfte in seinem aktuellen Ausmaß längst in den Kursen eingepreist sein. Daher sehe ich die Zinsentwicklung derzeit als das viel größere Problem.

Sorgen vor einem steileren Zinspfad sind unbegründet

Die jüngsten Diskussionen und Sorgen über einen möglicherweise steileren Zinspfad der US-Notenbank halte ich allerdings für völlig unbegründet. Auch die gestrigen Inflationsdaten aus den USA zeigen, dass es kaum einen Grund gibt, den Zinsturnus zu beschleunigen. So legten die Konsumentenpreise im September nur um 0,1 % gegenüber dem Vormonat zu. Und auch die Kernrate zog lediglich um 0,1 % an. Entsprechend verharrte die Jahresrate der Kernrate bei 2,2 %, während die gesamte Inflationsrate auf 2,3 % nachgab.

Entwicklung der Inflation in den USA

Die Grafik zeigt sehr eindrucksvoll, dass sich die Erwartung der Fed, die Inflation werde sich wieder der 2%-Zielmarke annähern, zu erfüllen scheint.

DAX hält sich perfekt an die Target-Trend-Linien

Und somit hat sich an der fundamentalen Situation und Entwicklung nichts geändert. Dennoch ist der DAX mittlerweile zweifelsfrei unter seine bisherigen Korrekturtiefs gefallen (siehe folgender Chart), womit eindeutig bearishe Signale gesendet wurden und eine Topbildung wahrscheinlich ist.

DAX - Target-Trend-Analyse

Wieder einmal faszinierend ist, wie perfekt sich die Kurse dabei an den Linien der Target-Trend-Methode halten. So hat der DAX heute exakt an der Mittellinie bei 11.525 Punkten eine Unterstützung gefunden (siehe grüner Pfeil im Chart).

Und wenn es dem Index nun gelingt, im Rahmen einer Gegenbewegung in den ehemaligen Unterstützungsbereich (grün) oder besser sogar noch über die Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten zurückzugelangen, muss das Szenario einer wie auch immer gearteten Topformation (SKS, Diamant) überdacht werden. Schließlich hat selbst eine richtige SKS (die hier wie schon beschrieben aber derzeit nicht vorliegt) „nur“ eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 90 %. Das bedeutet, in 10 % der Fälle steigen die Kurse auf neue Hochs.

Kommt es also zu der Gegenbewegung, könnten wir seit Januar nur eine simple ABC-Korrektur sehen. Die Abwärtsbewegung zum März-Tief wäre die Welle A, die Gegenbewegung die Welle B und der Weg zum aktuellen Korrekturtief die Welle C.

Solange dem DAX allerdings diese Kurserholung nicht gelingt - und aktuell zeigen sich die Kurse eher schwach - muss man natürlich weiter an dem bearishen Szenario festhalten. Fallen die Kurse unter die Mittellinie bei 11.525 Punkten, ist das nächste Ziel der Bären die Rechteckgrenze bei 11.170 Punkten.


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Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 11. Oktober 2018:
Das ist der wichtigste Grund für die aktuellen Kursverluste

Die aktuellen (folgenden) Charts der US-Indizes sprechen Bände. Und sie erinnern stark an das Geschehen vom Jahresbeginn. Das gilt auch für die Kommentare zu den gestrigen Kurseinbußen. Auf der einen Seite wird von Panik gesprochen, auf der anderen Seite versucht man zu beschwichtigen.

Bullenfallen haben heftig zugeschnappt

Der S&P 500 wurde jedenfalls mit der Rückkehr unter das ehemalige Allzeithoch bei 2.872,87 Punkten (siehe roter Pfeil im folgenden Chart), über die ich gestern bereits berichtete, bis zum Handelsschluss direkt bis unter den Aufwärtstrendkanal (dunkelgrün) durchgereicht. Die erwartete Bullenfalle hat also mit etwas Zeitverzögerung doch noch zugeschnappt - und zwar sehr heftig. Das dürfte für einige Anleger sehr schmerzhaft gewesen sein.

S&P 500 - Chartanalyse

Ähnlich dramatisch waren die Kursverluste im Dow Jones. Hier fielen die Kurse im nachbörslichen Handel noch bis auf 25.165 Punkte, was im folgenden Chart nicht zu sehen ist - daher ist ersatzweise der rote Pfeil eingezeichnet. Und auch hier hat damit eine Bullenfalle zugeschnappt.

Dow Jones - Chartanalyse

Zudem scheint es, als hätten die Anleger nun doch noch auf die jüngste Zinsanhebung der Fed mit massiven Gewinnmitnahmen reagiert, wenn auch hier ebenfalls mit einer gewissen Zeitverzögerung.

Und das gilt auch für Technologiewerte. Der Nasdaq100 (siehe folgender Chart) wurde ebenfalls, wie der S&P 500, bis unter seinen Aufwärtstrendkanal gedrückt. Außerbörslich wurde auch noch die wichtige Unterstützung bei 7.000 Punkten (blaue Linie) um rund 100 Zähler unterschritten.

Nasdaq100 - Chartanalyse

Logisch, dass daher heute schon wieder der Begriff „Crash“ überall zu hören ist. Doch jetzt schon von einem Crash zu sprechen, ist völlig überzogen. Der Dow Jones notierte im außerbörslichen Tief von 25.165 Punkten gerade einmal 6,6 % unter seinem Allzeithoch (26.951,81).

Charttechnischer Ausbruch am Anleihemarkt belastet

Und es ist gar nicht überraschend, dass man in den aktuellen Kursverlusten Parallelen zur Entwicklung vom Jahresanfang sieht. Denn wenn man sich den aktuellen Kursverlauf der 10-jährigen US-Staatsanleihen anschaut (siehe folgender Chart), dann erkennt man sehr schön, dass die Marke von 3 % inzwischen nachhaltig nach oben gebrochen wurde (dicke rote Linie, rote Ellipse).

Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen
(Quelle: fred.stlouisfed.org)

Die Korrektur am Jahresanfang wurde ausgelöst, als die 2,6%-Marke dynamisch überschritten wurde (roter Kreis). Zwischen diesen beiden Ereignissen hatten sich die Aktienkurse also lediglich stabilisiert und in Folge von steigenden Unternehmensgewinnen auch wieder deutlich erholt, bis hin zu neuen Allzeithochs.

Doch schon in der Börse-Intern vom 20. September war die folgende Warnung zu lesen: „Sollte aber bald am Anleihemarkt der nächste Ausbruch erfolgen - und danach sieht es charttechnisch bereits aus - dann könnten die Aktienmärkte wieder genauso reagieren, wie sie es bereits Anfang des Jahres getan haben. Vielleicht ist schon die nächste Zinsanhebung der US-Notenbank in der kommenden Woche der Auslöser für diese Entwicklung.“ Wir erleben also aktuell nichts, was wir nicht auch schon in der Vergangenheit gesehen haben - wie gesagt, eben dieses Mal nur mit einer Zeitverzögerung.

Börse folgt einer bestimmten Systematik

Und genau das ist das Schöne an der Börse: Übergeordnet betrachtet spiegelt sie immer wieder die fundamentalen Entwicklungen wider. Und so ergeben sich auch immer wiederkehrende Muster. Mit diesen kann man an der Börse erfolgreich Geld verdienen. Allerdings braucht man die nötige Erfahrung, um diese Entwicklungen und Muster frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu interpretieren.

Steigende Zinsen werden zum dauerhaften Problem für Aktien

In der Börse-Intern vom 20. September war entsprechend auch zu lesen, dass sich der Aktienmarkt mit steigenden Anleiherenditen immer nachhaltiger belastet zeigen dürfte. Und deshalb hatte ich auch schon vor einigen Monaten eine Seitwärtstendenz auf hohem Niveau erwartet, weil der Zinsanstieg durch die Aktivitäten der Notenbanken vorhersehbar war. Diese Seitwärtstendenz dürfte sich mit den aktuellen Kursverlusten weiter etablierten.

Was die zwischenzeitlichen Allzeithochs angeht, hatte ich Mitte Februar geschrieben, dass ein Überschießen auf der Oberseite und der Unterseite durchaus einzukalkulieren ist. Und so könnten nun natürlich auch die aktuellen Kursverluste etwas über das Ziel hinausschießen. Das hängt ganz davon ab, wie schnell sich die Märkte beruhigen können und die panikartigen Verkäufe enden. Dies sollte man vielleicht noch etwas abwarten. Heute sieht vorerst alles nach einer Konsolidierung aus. Aber das ist nach plötzlichen Kursverlusten zwischen 3 % und 5 % auch normal.

Topbildung im DAX vollendet?

Und was den DAX angeht: Auch wenn im deutschen Leitindex nun vieles nach einer vollendeten Topbildung aussieht, so ist es natürlich immer noch möglich, dass wir auch hier aktuell nur ein Überschießen auf der Unterseite sehen und sich das vermeintliche Top noch als Bärenfalle erweist. Schließlich ist die fundamentale Bewertung unserer heimischen Aktien durch die jüngsten Kursverluste nun sogar noch günstiger geworden und damit weit entfernt von der relativ hohen Bewertung diverser US-Aktien. Aber zunächst sollte nun einfach erst einmal eine Marktberuhigung abgewartet werden.


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Sven Weisenhaus
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PS: Im Allstar-Trader haben Bernd Raschkowski und seine Leser von den aktuellen Kurseinbrüchen massiv profitiert. Binnen nur drei Tagen wurde mit einem Hebel-Bear-Zertifikat auf Symrise ein Gewinn in Höhe von 17,93 % realisiert. Davor hatte Bernd rechtzeitig diverse Long-Positionen geschlossen.


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Börse - Intern vom 10. Oktober 2018:
US-Aktien geben vor dem Start der Berichtssaison deutlich nach

Übermorgen startet in den USA die Berichtssaison zum 3. Quartal 2018. Dann legen als erstes die Banken JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo ihre Zwischenberichte vor. Auch hierzulande werden sich die Unternehmen in den kommenden Wochen in die Bücher blicken lassen. Und damit wird sich zeigen, inwieweit die DAX-Werte durch die aktuellen Kursverluste schon zu Schnäppchen geworden sind, wie in der gestrigen Börse-Intern angedeutet.

Aktuelle Umsatz- und Gewinnprognosen

Aktuellen Prognosen zufolge wird der Aktienmarkt durch ordentliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen fundamental weiterhin gut unterstützt. Für die Unternehmen aus dem S&P 500 gehen die Analysten derzeit von einem Umsatzwachstum in Höhe von 7,3 % und einem Gewinnwachstum von Höhe von 19,2 % aus. Das ist jeweils etwas weniger als noch im Mai und August erwartet. (Im folgenden Diagramm ist links in blau die Entwicklung der Erwartung des Gewinnwachstums und rechts die Entwicklung der Erwartung des Umsatzwachstums dargestellt.)

S&P 500: Umsatz- und Gewinnerwartungen 3. Quartal 2018

Aber es kommt durchaus häufig vor, dass Analysten ihre hohen Erwartungen im Zeitablauf etwas zurücknehmen. Und genauso oft kommt es auch vor, dass diese Erwartungen dann übertroffen werden. Man kann also aus früheren Erfahrungen getrost davon ausgehen, dass die tatsächliche Gewinnwachstumsrate in einer Bandbreite zwischen 20 und 25 % liegen wird. Denn in den vergangenen fünf Jahren haben die tatsächlichen Ergebnisse der S&P 500-Unternehmen die Gewinnerwartungen um durchschnittlich 4,6 % übertroffen.

S&P 500 ist deutlich unter sein ehemaliges Allzeithoch zurückgefallen

Angesichts solcher Aussichten erscheint das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des S&P 500 von aktuell 16,7 nicht überteuert. Ich möchte aber (erneut) darauf hinweisen, dass die aktuellen Gewinnwachstumsraten bereits in ähnlicher Höhe erwartet wurden und im kommenden Jahr nicht mehr zu halten sein werden. Sie dürften sich voraussichtlich halbieren (siehe Börse-Intern vom 8. August). Und an der Börse wird nun einmal die Zukunft gehandelt.

Daher ist es aus meiner Sicht auch nur allzu verständlich, dass der S&P 500 mit dem heutigen Tage wie erwartet wieder deutlich unter sein ehemaliges Allzeithoch bei 2.872,87 Punkten zurückgefallen ist (siehe roter Pfeil im Chart).

S&P 500 - Chartanalyse

Dabei wurde auch zeitgleich die nächste Aufwärtstrendlinie gebrochen, so dass sich nun die bearishen Signale schon deutlich mehren. Und da sich der Anstieg auf ein neues Allzeithoch inzwischen als Bullenfalle erwiesen hat, kann man, wie in der Börse-Intern vom 11. September beschrieben, nun zu kleinen Short-Positionen greifen.


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Börse - Intern vom 9. Oktober 2018:
Kaum fallen die US-Indizes etwas, herrscht Krisenstimmung

Inhaltsverzeichnis

Kaum fallen die US-Indizes etwas, herrscht wieder Krisenstimmung

Es ist schon wirklich kurios mitanzusehen, wie einige Marktentwicklungen in den Medien derzeit völlig überdramatisiert werden, obwohl sie schon vor Monaten vorherzusehen waren. Dass die US-Notenbank die Zinsen stetig anheben würde, hat sich schon vor über einem Jahr angekündigt. Warum derzeit die Furcht vor schneller als erwartet steigenden Leitzinsen geschürt wird, ist mir schleierhaft.

Dass der US-Dollar infolge dieser Leitzinsentwicklung jedenfalls gegenüber anderen Währungen an Stärke gewinnen würde, ist sicher auch keine Überraschung. Dass die US-Valuta dabei insbesondere gegenüber Schwellenländerwährungen zulegen würde, hätte man sich auch noch zusammenreimen können. Und dass Leitzinsanhebungen zu einem Anstieg der Anleiherenditen nicht nur in den USA führen würden, konnte man auch schon vor Monaten in den Gazetten lesen.

Gut, einige Wechselkursentwicklungen waren in dieser Stärke vielleicht nicht vorherzusehen. Und der Anstieg der Anleiherenditen in Italien wurde durch die jüngste Haushaltsdebatte beschleunigt. Doch grundsätzlich war mit Entwicklungen in diese Richtung zu rechnen. Und daher dürfte sich eigentlich niemand von den aktuellen Marktbewegungen überrascht zeigen.

Chinesische Zentralbank reagiert auf US-Zölle

Auch dass die chinesische Zentralbank (PBoC) am Wochenende zum dritten Mal in diesem Jahr eine Reduzierung des Reservesätze für die meisten Banken bekanntgegeben hat, sollte nicht gleich als ein Anzeichen für eine Krise gewertet werden. Stattdessen ist die Lockerung der Geldpolitik schlicht eine Reaktion auf den zunehmenden Handelskonflikt mit den USA, der ja nun auch schon seit einigen Monaten schwelt und dessen Schritte in Sachen Zöllen von den Beteiligten auch stets frühzeitig angekündigt wurden.

Dass die PBoC nun das Kreditwachstum anzuschieben versucht und so ein Gegengewicht zu den negativen Konjunktureffekten bilden möchte, die aus den US-Zöllen resultieren, ist doch nur allzu verständlich. So werden durch die aktuelle Absenkung des Reservesatzes netto rund 750 Milliarden Renminbi Liquidität freigesetzt, die in die chinesische Wirtschaft fließen können und die negative Wirkung der Zölle kompensieren sollen.

Schuldenprobleme sind auch längst bekannt

Sicherlich wird damit das (weltweite) Verschuldungsproblem verschärft. Aber auch dieses Problem ist längst bekannt. Schließlich sah sich der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner aktuellen Prognose nicht das erste Mal genötigt, vor der weltweiten Verschuldung zu warnen. Und dass er die Erwartung für das weltweite Wirtschaftswachstum in diesem und im kommenden Jahr von 3,9 % auf 3,7 % leicht reduziert hat, ist sicherlich auch kein Drama.

Warum vor diesem Hintergrund ein bekannter Fernsehsender auf seiner Internetpräsenz aktuell diese Information mit der Androhung betitelt, dass der Boom der Weltwirtschaft zu Ende geht, und in dem Artikel große Gefahren wegen einer Verschuldung auf Rekordniveau heraufbeschwört, hat wohl unter anderem auch damit zu tun, das solche Angst-Themen einfach mehr Klicks bringen. Angst verkauft sich, gerade beim Thema Börse. Doch Angst ist ein schlechter Ratgeber!

Leser der Börse-Intern sind längst bestens informiert

Als Leser der Börse-Intern sollte Sie das alles aber nicht verunsichern. Denn wir haben auch das Verschuldungsthema schon längst besprochen - genauso wie sämtliche anderen aktuell vom Markt heiß diskutierten Probleme. Und auch, dass die Aktien- und Anleihekurse derzeit leicht belastet sind, sollte Sie nicht mehr wundern. Vielmehr deutet sich damit lediglich an, dass die steigenden Zinsen in Verbindung mit den nachlassenden Liquiditätsspritzen tatsächlich wie erwartet auf die Kurse drücken und sich damit die übergeordnete Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau etabliert, so wie sie im DAX schon seit Monaten sichtbar ist.

Lassen Sie sich von reißerischen Nachrichten also weiterhin nicht verunsichern. Meiden Sie Angst und Panikmache und bleiben Sie stets sachlich. Noch gibt es überhaupt keinen Grund zur Panik. Freuen wir uns stattdessen gemeinsam darüber, dass die Kurse auch in den USA endlich wieder nachgeben und damit bald neue Kauf- und Schnäppchenkurse winken könnten - insbesondere an unseren heimischen Börsen!


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DAX rutscht auf ein neues Korrekturtief

So sind die DAX-Werte gerade schon auf bestem Wege, zu echten Schnäppchen zu werden. Denn hier hat sich der Trend der aktuellen Konsolidierung (siehe blauer Pfeil im folgenden Chart) inzwischen beschleunigt (roter Pfeil). Dabei kam es heute sogar zu einem neuen Korrekturtief.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Sehr gut informiert über diese kurzfristige Verschärfung der bearishen Signale waren die Leser des „Target-Trend-Spezial“. Denn durch die täglichen DAX-Analysen im 5-Minuten-Chart wurden sie sehr zeitnah und detailliert darüber aufgeklärt, welche wichtigen Unterstützungen im DAX zu beachten waren und welche Konsequenzen aus deren Bruch resultieren.

Fibonacci-Marke kündigte neues Korrekturtief an

Dass der deutsche Leitindex heute zum Beispiel wieder das Korrekturtief bei 11.865,47 Punkten angelaufen und sogar unterschritten hat, lag am Bruch des 61,80%-Fibonacci-Retracements der vorangegangenen Aufwärtsbewegung (siehe roter Pfeil im folgenden Chart).

DAX - Fibonacci-Retracements

Diese Marke hatten wir im „Target-Trend-Spezial“ schon am Montag vergangener Woche angesprochen und geschrieben, dass das Korrekturtief bei 11.865,47 Punkten wieder in den Fokus gerät, wenn das 61,80-Retracement bei 12.091,93 Punkten unterschritten wird. Und heute ergänzten wir in der vorbörslichen Analyse, dass die am 11. September begonnene Aufwärtsbewegung nun als beendet gilt und man damit rechnen muss, „dass sich die Ende Mai begonnene Abwärtstendenz fortsetzt und es sogar noch zu einem neuen Korrekturtief kommt“. Genau dieses Tief war dann um 13:44 Uhr bereits erreicht.

Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten bestätigt ihre Relevanz

Aber auch die Leser der Börse-Intern waren bestens informiert. Denn in dem bekannten (folgenden) Tageschart liegt das 61,80er Retracement exakt am unteren Ende der schmalen grünen Unterstützungszone. Diese wurde am vergangenen Freitag exakt angelaufen und gestern unterschritten (roter Pfeil). Danach steuerte der DAX die Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten an, die auch im Korrekturtief vom 11. September schlimmeres verhinderte (grüner Pfeil Nr. 1). Heute konnte sich der DAX aufgrund der starken Kurserholung (siehe auch Charts oben) über diese Marke retten (grüner Pfeil Nr. 2).

DAX - Target-Trend-Analyse

Egal ob im „Target-Trend-Spezial“ oder hier in der „Börse-Intern“ - die Target-Trend-Methode leistet in Kombination mit anderen Elementen der Charttechnik (z.B. Fibonacci-Marken) perfekte Arbeit und weist den Anlegern auf unvergleichliche Weise den richtigen Weg. 

DAX ist noch unentschieden

Nun gilt unverändert, dass man vorsichtig sein muss, weil der DAX einerseits mit den Tiefs im Umfeld der 11.880er Rechteckgrenze und den fallenden Hochs entlang der Konsolidierungslinie eine Art abfallendes Dreieck zu etablieren scheint (siehe Börse-Intern vom vergangenen Freitag) und andererseits die Diamant-Formation (siehe gestrige Börse-Intern) nach unten hin auflösen und damit komplettieren könnte (unterhalb von 11.727 Punkten).

Die Korrekturtiefs vom Frühjahr könnten aber noch Schlimmeres verhindern. Am 5. März lag das Tief bei 11.830,98 Zählern und am 26. März wurde noch ein tieferes Tief bei 11.726,62 Punkten ausgebildet. An diesen Marken könnte der DAX wieder nach oben drehen, sollten die Kurse nachhaltiger unter die Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten fallen.

Daher sollte man sich mit Trades im DAX aktuell noch zurückhalten, solange sich der Index zwischen den Korrekturtiefs und den fallenden Hochs befindet und sich damit noch nicht für eine Ausbruchsrichtung entschieden hat. Wie ich bereits am Freitag schrieb, dürfte eine Entscheidung nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen, weil sich der DAX einkeilt. Daher sollte man die Geduld bis zu einer Richtungsentscheidung aufbringen und erst dann prozyklisch long oder short einsteigen.


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PS: Im „Target-Trend-Spezial“ hatten wir passend zur Erwartung im DAX bei 12.185 Punkten zu einem kleinen Short-Trade geraten. Wer damit heute am bisherigen Korrekturtief ausgestiegen ist, konnte sehr schnell einen ordentlichen Gewinn erzielen. Ebenfalls auf fallende Kurse hat der Allstar-Trader gesetzt.

Außerdem haben wir im „Target-Trend-CFD“ jüngst einen Long-Trade im USD/JPY mit einem schönen Gewinn abgeschlossen. Bei 111,4 Yen eingestiegen, wurde der Trade bei 114,35 Yen per Take-Profit beendet. Wir haben also auch von der Stärke des US-Dollar gegenüber anderen Währungen profitiert und damit die aktuellen Entwicklungen an den Märkten perfekt ausgenutzt.


Börse - Intern vom 8. Oktober 2018:
DAX: Top-Formation und weitere Warnsignale

Inhaltsverzeichnis

DAX: Top-Formation und weitere Warnsignale

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

in diesem Jahr mussten wir uns bereits zweimal mit möglichen Top-Formationen im DAX beschäftigen – zunächst Ende April und dann noch einmal Anfang August. Nun gibt es dazu erneut Anlass, und die Zahl der Warnsignale nimmt dabei zu.

Diamant als neue Top-Formation?

Im April sah alles nach einer SKS aus (Schulter-Kopf-Schulter-Formation), die sich aber bald danach als formal hinfällig erwies. Im August war es bestenfalls noch eine sehr verschobene (und damit keine regelgerechte, sondern eine unzuverlässige) SKS oder ein ebenso unsicherer Diamant (auf den ein Leser in einem Kommentar zu dem damaligen Beitrag hinwies).

Inzwischen zeichnet sich das Szenario des Diamants aber recht konkret ab. Dazu der folgende Chart:

DAX-Monatsschart ab 2009 (1)

Charttechnisch ist ein Diamant eine zweiteilige Formation, bei der sich zunächst ein nach rechts öffnendes Dreieck bildet, dem sich ein klassisches, „schließendes“ Dreieck anschließt. Dadurch entsteht eine Raute – das typische Symbol des Diamanten (siehe blaue Linien).

Was diese Top-Formation auf keinen Fall ist

Nun spielt in der Charttechnik häufig die Symmetrie der Formationen eine große Rolle und damit sind wir auch schon beim wichtigsten Kritikpunkt an dieser Formation: Dieser „Diamant“ ist auf der Unterseite sehr flach – seine Tiefs liegen zumindest in einer relativ schmalen Zone (grünes Band).

Diese Zone kann man mit etwas gutem Willen auch als „Linie“ auffassen, wodurch man geneigt sein könnte, diese Formation auch weiterhin als SKS anzusehen. Und tatsächlich findet man derzeit einige Analysen, die genau das behaupten.

Allerdings gilt natürlich weiterhin das, was ich im August über diese vermeintliche SKS sagte: Es ist keine – daher eignet sich diese Formation zumindest nicht für das klassische Trading. Doch es besteht nach wie vor die Gefahr, dass es trotzdem eine Top-Formation wird. Und die nun mögliche Diamant-Formation erhöht diese Gefahr deutlich. Zudem gibt es andere Gefahrensignale, die dieses Szenario stützen.

Der Diamant als charttechnisches Mysterium

Bevor ich auf diese Gefahrensignale detaillierter eingehe, kurz einige Hinweise zu diesem vermeintlichen Diamanten. Diese Formation ist so selten, dass es – abgesehen von der Rauten-Form – keine konkreten Regeln gibt, wie sie auszusehen hat. Das hängt auch damit zusammen, dass schon die linke Seite der Formation – das sich öffnende Dreieck – charttechnisch weitgehend unbestimmt ist. Zu diesem gibt es außer den beiden äußeren Begrenzungslinien ebenfalls keine weiteren Anhaltspunkte, z.B. eine typische Umsatzentwicklung (siehe unterer Chartteil). Das gilt dann folglich auch für den Diamanten insgesamt.

Die klassische Charttechnik behandelt daher den Diamanten auch recht stiefmütterlich, zumal sich einige Beispiele finden lassen, bei denen Diamanten keine Top-, sondern Fortsetzungsformationen waren.

Das ist nicht so abwegig, wie es klingt. Dazu brauchen wir uns nur den psychologischen Ablauf während der Bildung dieser Formation zu veranschaulichen: Der erste (linke) Teil des Diamanten – das sich öffnende Dreieck – ist die bekannte Broadening Formation, die eine deutliche Unsicherheit der Marktteilnehmer signalisiert.

Der psychologische Ablaufplan der Diamant-Formation

Diese Broadening Formation endet in neun von zehn Fällen bearish – wenn das also einmal nicht geschieht, sondern ein klassisches Dreieck (und damit ein Diamant) folgt, ist das zunächst ein ermutigendes Zeichen! Schließlich setzen sich die Bären nicht sofort durch, sondern die Bullen erreichen erst einmal einen Aufschub – auch wenn es vorerst nicht mehr als ein Abwarten ist.

Und wenn sich in dieser Wartezeit die Zweifel und Unsicherheiten verflüchtigen, die zu der Broadening Formation geführt haben, dann kann es natürlich auch weiter aufwärts gehen!

Die aktuellen Unsicherheiten hat Sven Weisenhaus hier zuletzt mehrfach erwähnt: die fundamentale Überbewertung von Aktien, die Liquiditätsverknappung durch die Notenbanken und die potenziell steigenden Zinsen, die dadurch mögliche Belastung der Schwellenländer sowie natürlich auch der andauernde Handelsstreit oder eine mögliche Krise in Italien. All diese Unsicherheiten sind nach wie vor vorhanden – verflüchtigt hat sich bisher keine davon!

Die weiteren Warnsignale

Bei der Bewertung der Diamant-Formation stoßen wir daher schnell auf weitere charttechnische Warnhinweise:

  • Der DAX bildete seit 2015 einen aufsteigenden Keil (rote Linien im Chart oben), der als sogenannter Bear-Keil eine mögliche Trendabschlussformation ist. Im September brach der DAX den Keil nach unten und bestätigte diesen Ausbruch durch einen Wiederanstieg an die untere rote Linie. Seitdem fällt der Kurs wieder.

  • Das Allzeithoch im Januar wurde klar unterhalb der Oberkante des grünen Trends gebildet, was ein weiteres Schwächezeichen der Bullen war.

  • Der Diamant entstand im Bereich des alten Allzeithochs bei 12.391 Punkten (dicke gestrichelte rote Linie) und kann damit als Kampf um diese Marke gedeutet werden. Dabei kam es zu mehren Fehlausbrüchen nach oben. Inzwischen fehlt den Bullen aber offenbar die Kraft, die Kurse nochmals über dieses Niveau zu treiben.

Ein weiteres Gefahrenmoment zeigt der folgende Chart:

DAX Tageschart seit Januar 2018 (2)

Das ist der gleiche Chart wie oben – nur in logarithmischer Kursskalierung. Dadurch verläuft der langfristige Aufwärtstrend seit 2009 anders, so dass seine Unterkante im aktuellen Kursbereich liegt. Und der DAX ist nun dabei, diesen Aufwärtstrend zu brechen – das wäre das nächste bearishes Signal!

Wann die Top-Formation abgeschlossen ist

Was bedeutet dies alles nun für die drohende Top-Formation? Charttechnisch gilt eine Diamant-Formation als beendet, wenn eine ihrer beiden rechten Begrenzungslinien nach oben oder unten gebrochen wird. Das Top im DAX wäre also formal bei einem Bruch der rechten unteren blauen Linie abgeschlossen.

Da diese Linie aber sehr flach verläuft und knapp unter ihr noch die grüne Widerstandszone zwischen ca. 11.900 und 11.700 Punkten liegt, bleibt für mich das entscheidende Bären-Signal ein Rückfall unter das bisherige Jahrestief vom März bei 11.727 Punkten.

Dynamisch abwärts bis 10.000 Punkte?

Wenn es dazu kommt, könnte es auch sofort recht dynamisch abwärts gehen. Grund dafür sind die diversen Abwärtstrends, die im DAX bereits etabliert sind (siehe folgender Chart):

DAX Tageschart seit Juni 2016

So ist nicht nur ein Rückfall bis an die Unterkante des bisherigen übergeordneten Abwärtstrends (rot schattiert) möglich, sondern der DAX kann dabei durchaus auch entlang der deutlich steileren gestrichelten roten Linien fallen. Eine entsprechende Trendbeschleunigung deutet sich durch die jüngsten Hochs bereits an (siehe Pfeile).

Echte Unterstützung bietet erst das nächste Target

Vor der runden 10.000er Marke, die sich aufgrund des ersten Charts (ganz oben) als mögliches Ziel ergibt, finden sich nur wenige weitere Unterstützungen (dicke blaue Linien). Die markanteste liegt bei gut 10.800 Punkten und bildet dort sogar ein Target (siehe gelber Kreis).

Aber wie gesagt, diese Marken werden erst relevant, wenn der DAX unter das März-Tief fällt. Noch besteht aber die Chance, dass die US-Indizes ihre Rally fortsetzen, was im DAX mindestens zu einer Bodenbildung führen sollte. In jedem Fall werden wir für Sie in der Börse-Intern die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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Trader-Sentiment für 41. KW 2018 (08.10. - 12.10.)

Der DAX zeigte sich zum Start in die vergangene Handelswoche (dunkles Rechteck im folgenden Chart) zunächst recht stark und konnte am Montag bis im Hoch bei 12.373,29 Punkten um rund 1 % zulegen. Da sich in der Umfrage zuvor die Mehrheit der Anleger mit einem Anteil von 55,19 % für fallende Kurse ausgesprochen hatte, erfüllte das Sentiment seine Funktion als Kontraindikator zu dieser Zeit sehr gut.

Am Dienstag kehrte der DAX dann zwar zum Schlusskurs der Vorwoche zurück (blaue Linie) und pendelte bis Freitag um diese Marke herum, da die Kurse aber auch in dieser Zeit noch überwiegend im Plus notierten, kann man auch hier noch argumentieren, dass das Sentiment durchaus als Kontraindikator funktioniert hat.

Erst am Freitag gaben die Kurse stärker nach, wodurch der DAX die Woche letztlich noch mit einem Minus von 1,1 % abschloss. Ob man davon ausgehen kann, dass die Stimmung zu diesem Zeitpunkt noch unverändert bearish war und das Sentiment seine Funktion als Kontraindikator am Ende doch nicht erfüllt hat, ist diskussionswürdig.

Jedenfalls hat die erneute Kursschwäche im DAX dazu geführt, dass sich die Stimmung der Anleger nicht gerade verbessert hat. Im Gegenteil - in der aktuellen Umfrage haben sogar 61,33 % der Teilnehmer auf den Button für einen fallenden DAX geklickt. Damit hat das Bärenlager noch einmal 6,14 Prozentpunkte hinzugewonnen.

Vielleicht gelingt es dem DAX dieses Mal, vor dem Hintergrund des zunehmenden Pessimismus seine Schwäche nachhaltiger abzulegen.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team -
www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 5. Oktober 2018:
Nach einer Korrektur in die Jahresendrallye?

Während der Durchbruch bei den Verhandlungen um einen Nachfolger für das Nafta-Abkommen die Aktienmärkte in den USA beflügelte (siehe gestrige Börse-Intern) und die Anleger den Dow Jones sowie den Nasdaq100 auf neue Allzeithochs trieben, konnten Euro-Aktien nicht mithalten. Denn hierzulande wurde die Stimmung in dieser Woche durch die Haushaltspläne der italienischen Regierung getrübt.

Italiens Haushaltspläne schüren Angst vor neuer Schuldenkrise

Die Regierungsparteien Italiens kündigten für 2019 ein Haushaltsdefizit von 2,4 % an. Das ist dreimal so viel wie die Vorgängerregierung anvisiert hatte. Zwar liegt das Defizit damit noch unter den 3 %, die laut Maastricht-Regeln erlaubt sind, und es wird wohl auch in den kommenden drei Jahren unter dieser Grenze bleiben, doch Italien sitzt auf einem Schuldenberg von 131 % der Wirtschaftsleistung. Und das ist mehr als doppelt so viel wie erlaubt (60 %). Nur Griechenland, das mit mehreren Milliarden-Hilfsprogrammen gerettet werden musste, ist noch höher verschuldet.

An den Finanzmärkten sorgten die Budgetpläne daher für Verunsicherung. Aus Furcht vor einer neuen Schuldenkrise wurden „sichere Häfen“ wie Bundesanleihen und Edelmetalle gesucht, während der Euro und Aktien aus dem Eurogebiet verkauft wurden. Insbesondere italienische Bankaktien rauschten in die Tiefe. Und die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen kletterte auf über 3 %.

DAX setzt Konsolidierung fort

Für den DAX hatte das aber überschaubare Konsequenzen. Denn der deutsche Leitindex war zuvor schon kurz nach der Leitzinsanhebung der US-Notenbank am Trendhoch bei 12.458,3 Punkten gescheitert (siehe roter Pfeil im folgenden 5-min-Chart) und hatte dann im Grunde lediglich seine vorangegangene, leicht abwärts gerichtete Konsolidierung fortgesetzt (blaue Pfeil), wenn auch unter erhöhter Volatilität.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Und diese Konsolidierung ist aus Sicht der Target-Trend-Methode (siehe folgender Chart) gar nicht ungewöhnlich. Denn demnach hangelt sich der DAX aktuell quasi idealtypisch entlang einer (rot gestrichelten) Konsolidierungslinie der Target-Trend-Methode nach unten (gelber Pfeil).

DAX - Target-Trend-Analyse

Dabei ist der deutsche Leitindex heute wieder an die schmale grüne Unterstützungszone herangelaufen, die sich insbesondere aus den Tiefs von Juni und August begründet. Selbst wenn diese Zone unterschritten wird, wäre dies nicht bearish zu werten. Schließlich war der DAX auch zuvor schon bis an die Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten gefallen, hatte sich dann aber wieder deutlich erholt.

Konsolidierung im Aufwärtstrend vs. Topformation

Vorsichtig muss man derzeit sein, weil der DAX mit den Tiefs im Umfeld der 11.880er Rechteckgrenze und den fallenden Hochs entlang der Konsolidierungslinie eine Art abfallendes Dreieck zu etablieren scheint. Doch ein echtes abfallendes Dreieck sehe ich darin nicht. Denn die Tiefs liegen auf horizontaler Ebene zu weit verstreut auf unterschiedlichen Niveaus. Daher spricht die aktuelle Konsolidierung eher für eine Pause im übergeordneten Aufwärtstrend.

Dieses Szenario steht allerdings im krassen Gegensatz zu einer nach wie vor auch noch möglichen großen Top-Formation. Daher sollte man sich mit neuen Trades im DAX solange zurückhalten, bis die aktuelle Seitwärtskonsolidierung klar in eine Richtung aufgelöst wird. Da sich der DAX langsam einkeilt und die Kursamplituden kürzer werden, dürfte eine Entscheidung nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Kommt es dabei zu einem klaren und dynamischen Anstieg über die rot gestrichelte Abwärtstrendlinie, könnte ich mir eine Jahresendrally im DAX vorstellen.

US-Indizes zeigten gestern deutliche Schwäche

Leider passen die überkauften US-Indizes nicht in dieses Bild. Will der DAX eine Jahresendrally aufs Börsenparkett legen, sollte es zuvor noch etwas abwärts gehen - insbesondere in den US-Indizes. Denn nach einer stärkeren Gegenbewegung könnten die US-Indizes auch noch einmal zulegen und mit ihnen zusammen auch der DAX endlich mal wieder Stärke zeigen.

Passend dazu hat es gestern die ersten Anzeichen für eine Schwäche in den US-Indizes gegeben. Grund dafür war ein deutlicher Zinsanstieg bei US-Staatsanleihen. Zehnjährige US-Anleihen notierten mehr als 0,4 Basispunkte über dem Vortagesniveau und erreichten im Tageshoch mit 3,23 % den höchsten Stand seit 2011.

Der S&P 500 war zuvor schon im jeweiligen Hoch von drei Tageskerzen an der oberen Linie seines aktuellen Aufwärtstrendkanals abgeprallt und dann mit der gestrigen Tageskerze unter die steile Aufwärtstrendlinie gefallen (siehe rote Pfeile im folgenden Chart). Kurzfristig liegen damit hier schon einmal klar bearishe Signale vor.

S&P 500 - Chartanalyse

Allerdings macht ein einzelner Tag noch keine ausgedehnte Korrektur. Und in der jüngeren Vergangenheit wurden solche Verluste sehr schnell wieder aufgeholt. Es besteht aber mit dem gestrigen Kursverlauf zumindest die Möglichkeit einer stärkeren Korrektur. 

Zumal auch der Nasdaq100 an der oberen Linie seines (inneren) Aufwärtstrendkanals abgeprallt und gestern stärker gefallen ist (siehe roter Pfeil im folgenden Chart). 

Nasdaq100 - Chartanalyse

Kommt es heute zu einer bestätigenden Abwärtskerze, könnte damit die erhoffte Korrektur eingeleitet worden sein. Und vielleicht ist diese dann die Basis für eine Erholungsrally zum Jahresende (Jahresendrally).

Aber noch liegen für einen Einstieg im DAX keine klaren Signale vor. Deshalb sollte man auf klarere Signale warten. Für die DAX-Anleger heißt dies, wie oben bereits erwähnt, warten, bis eine klare Richtungsentscheidung zu erkennen ist.


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Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 4. Oktober 2018:
USMCA beflügelt die Aktienkurse in den USA

Die US-Indizes haben sich in dieser Woche bislang sehr positiv entwickelt. Dow Jones (siehe folgender Chart) und Nasdaq 100 konnten sogar neue Allzeithochs erreichen. Im Dow Jones ist damit nun im Vergleich zur Analyse vom vergangenen Freitag klar, dass die Bullen mit dem Rücksetzer am ehemaligen Allzeithoch bei 26.616,71 Punkten lediglich Kraft für den nachhaltigeren Ausbruch auf ein neues Hoch gesammelt hatten.

Dow Jones - Chartanalyse

Die Märkte verhalten sich damit nach der jüngsten Zinsanhebung der US-Notenbank klar anders als bei den beiden vorangegangenen Zinsschritten (siehe rote Pfeile im Chart). Die Anleger reagierten dieses Mal nicht so negativ auf die Zinsanhebung. Auch hier scheint also inzwischen der typische Gewöhnungseffekt eingetreten zu sein.

USMCA beflügelt die Aktienkurse

Allerdings profitierten die Aktienmärkte in dieser Woche auch vom Durchbruch bei den Verhandlungen um einen Nachfolger für das Nafta-Abkommen. Kanada hatte am Montag verkündet, dem neu verhandelten Abkommen mit den USA und Mexiko beizutreten. Mexiko und die USA hatten bereits Ende August eine vorläufige Einigung erzielt.

Der Nachfolger des 1994 geschlossenen Nafta-Abkommens (Nordamerikanisches Freihandelsabkommen - Englisch: North American Free Trade Agreement, kurz NAFTA) soll USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (United States Mexico Canada Agreement, kurz: USMCA) heißen und eine der größten Freihandelszonen der Welt regeln. Diese umfasst ein Gebiet mit rund 500 Millionen Menschen und einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lightizer und die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland lobten das neue Abkommen in einer gemeinsamen Stellungnahme. Es sorge für freiere Märkte, faireren Handel und ein robustes Wirtschaftswachstum in der Region. Und das wäre natürlich positiv für die Aktienmärkte, die entsprechend erleichtert reagierten, auch wenn die Zölle auf Stahl und Aluminium aus Kanada, die Trump erhoben hatte, trotz der Einigung vorerst bestehen bleiben.

Was wurde eigentlich konkret beschlossen?

Neue Allzeithochs in den US-Indizes sind natürlich klar bullish zu werten. Ob sich diese fundamental mit dem neuen Abkommen begründen lassen, ist fraglich. Denn Details darüber, was eigentlich konkret Neues im Vergleich zum Nafta-Agreement beschlossen wurde, sind nicht bekannt. Und inwiefern sich diese Vereinbarungen positiv auf die Wirtschaft der USA auswirken werden, ist ebenfalls noch nicht feststellbar. Hier fehlen einfach konkrete Zahlen. Viele Marktteilnehmer dürften bei der Einschätzung der Lage ähnliche Probleme haben.  Und damit bleibt es bei der Frage, ob die Gewinne der US-Unternehmen weiter in die aktuell erreichten Bewertungsniveaus hineinwachsen können.

Anhand der Formulierung dieses Absatzes können Sie jedenfalls erkennen, dass ich weiterhin nur eingeschränkt bullish bin. Denn die jüngsten Anstiege der US-Indizes sind mir schon wieder zu steil. Neue Long-Positionen würde ich daher derzeit nicht mehr eingehen. Allerdings sollte man angesichts der anhaltenden Stärke der Kurse derzeit auch nicht short gehen. Das kommt erst in Frage, wenn der Dow Jones unter das ehemalige Allzeithoch bei 26.616,71 Punkten zurückfällt und die steile Aufwärtstrendlinie gebrochen wird.


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Ihr
Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 1. Oktober 2018:
Anleger überall im Risikomodus?

Inhaltsverzeichnis

Anleger überall im Risikomodus?

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

zunächst ein Hinweis in eigener Sache: Morgen findet die alljährliche große Redaktionssitzung von Stockstreet statt und am Mittwoch ist Feiertag. Daher erhalten Sie die nächste Börse-Intern erst am Donnerstag, den 04. Oktober 2018.

 


In der Vorwoche hatte ich die Frage gestellt, ob die Anleger Gefahren wie den Handelsstreit und seine möglichen Auswirkungen auf China oder den Brexit eventuell unterschätzen. Aber nicht nur bei Dow Jones und Co. scheinen die Börsianer unbekümmert in den Risikomodus zu schalten.

 

Argentinien – war da was?

So lief der argentinische Aktienindex Merval in der Vorwoche wieder bis an sein Allzeithoch vom Januar. Es scheint fast so, als sei nichts gewesen. Ach, war da was? Ja, und zwar brachen nahezu zeitgleich zu den jüngsten Turbulenzen in der Türkei und dem damit verbundenen Einbruch der Türkischen Lira auch der Argentinische Peso und eben der argentinische Aktienmarkt ein, dessen Barometer der Merval ist.

Auslöser dafür war im April die völlig überraschende Bitte Argentiniens an den Internationalen Währungsfonds (IWF) um einen Hilfskredit. Nachdem der neue Präsident Macri im Dezember 2015 sein Amt übernommen hatte, ging es in Argentinien nach Staatsbankrott und chaotischer Politik scheinbar wieder aufwärts. Doch das erwies sich spätestens dann als Illusion, als Argentinien nach der ersten Hilfsanfrage an den IWF vom April kaum vier Monate später um einen weiteren Kredit bat.

Die Hintergründe dieses Dramas lasse ich an dieser Stelle bewusst unberücksichtigt. Hier geht es nur darum, was der Kursverlauf der Börsen darüber aussagt.

Währungs- und Aktienmarkt im Vergleich

Dazu der folgende Chart, der den Aktienmarkt und die Währung Argentiniens (gegenüber dem US-Dollar) vergleicht:

Argentinien: Merval vs. Peso

(Quelle. MarketMaker)

Die gelben Ellipsen markieren, wie sich die beiden Ereignisse an den Börsen niederschlugen: Während im April Währung und Aktienmarkt noch kräftig einbrachen, kam es Ende August zwar noch zu einem neuen Tief an den Aktienmärkten, aber danach stiegen die Kurse steil an – und erreichten, wie gesagt, fast schon wieder ihr Allzeithoch vom Januar.

Der Argentinische Peso brach hingegen erneut drastisch ein. Er verlor bis August insgesamt mehr als 55 % und markierte in der Vorwoche ein neues Tief. Der Merval hingegen verlor seit seinem Januarhoch „nur“ gut 30 % - und legte seitdem wieder fast 43 % zu!

Was die aktuelle Stärke des Merval tatsächlich bedeutet

Es scheint, als würden die Anleger bei derart risikoreichen Märkten wieder beherzt zugreifen, was man als bullishes Zeichen für die Märkte deuten könnte.

Tatsächlich täuscht dieser Eindruck – und zwar im Falle Argentinien ganz massiv. Denn durch den Währungscrash bleibt für ausländische Investoren von diesen Kursgewinnen kaum noch etwas übrig. In US-Dollar gerechnet brach der Merval nämlich um fast 65 % ein – also noch stärker als die Währung! Und auch nach der jüngsten Erholung beträgt das Minus immer noch fast 50 % (+48,5 %).

Die scheinbare Stärke des Merval in der aktuellen Krise ist also nur der Kauflust inländischer Investoren geschuldet. Wobei von Lust keine Rede sein kann. Es dürfte eher blanke Verzweiflung sein, um sich vor dem galoppierenden Kaufkraftverlust durch den Währungsverfall zu schützen. Und diese Methode kommt wohl nur für Vermögende infrage, welche die dadurch gebundene Liquidität nicht brauchen. Denn solange das Geld im Aktienmarkt steckt, kann es natürlich nicht anderweitig verwendet werden.

Eine bewährte Strategie

Allerdings ist diese Strategie in Argentinien inzwischen erprobt und bewährt. Seitdem das Land 2001 pleiteging, wertete der Peso gegen den US-Dollar um rund 97,6 % ab. Entsprechend schossen Preise und Inflation nach oben und entwerteten das Geld der meisten Menschen.

Der Aktienmarkt stieg in dieser Zeit jedoch um mehr als das 182-Fache. In US-Dollar gerechnet, war das immer noch mehr als eine Vervierfachung des Wertes vor der Krise. Argentinier, die 2001 ihr Geld am Aktienmarkt in Sicherheit bringen konnten, haben also die Krise mehr als glimpflich überstanden. Diese Erfahrungen dürften die Argentinier auch diesmal durch massive Verzweiflungskäufe bei Aktien umsetzen. Nur so ist die Stärke des Merval zu erklären.

Insgesamt jedoch ist nicht nur in Argentinien und der Türkei weiterhin eine Kapitalflucht ausländischer Anleger zu beobachten. Die Währungsentwicklung der betroffenen Länder spiegelt dabei deren Gefahrenpotenzial wider: Länder, die aufgrund ihrer Fundamentaldaten anfälliger sind für die Auswirkungen des US-Handelsstreits oder steigende Zinsen, verzeichnen stärkere Kapitalabflüsse und damit Währungsverluste als widerstandsfähigere Staaten. Das Problem dabei ist, dass auch die Kapitalabflüsse bzw. der damit einhergehende Währungsverfall eine Krise beschleunigen können.

Wo die nächste Krise ausbrechen könnte

Noch ist das alles für die meisten Anleger kein Thema. Aber die Währungsmärkte gelten als sehr sensibel für alle Krisensymptome. Und mehr als die Hälfte der möglichen Krisenländerwährungen erlitt in diesem Jahr bereits mehr als zweistellige Kursverluste.

Wenn das so weitergeht, könnte eine Währungskrise in den Schwellenländern wie 1997/98 drohen. Damals verlief sie relativ harmlos, weil die Weltwirtschaft weiter boomte. Das ist derzeit zwar scheinbar auch so, aber Handelsstreit und drohendes Brexit-Chaos hinterlassen erste Bremsspuren – z.B. bei den Investitionen. Und dieses Investitionsdefizit wirkt sich stets am Beginn der Wertschöpfungsketten am stärksten aus. Und genau dort stehen diese Schwellenländer.

Es wäre also nicht verwunderlich, wenn wir in einigen Monaten mit einer Schwelländerkrise kämpfen. Aber natürlich hoffe ich weiterhin, dass das nicht geschieht.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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Trader-Sentiment für 40. KW 2018 (01.10. - 05.10.)

Der DAX zeigte sich in der vergangenen Handelswoche (helles Rechteck im folgenden Chart) kontinuierlich belastet. Lediglich im Umfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank kam es kurzzeitig zu einem dynamischen Kursanstieg, der aber genauso schnell auch wieder verkauft wurde.

Am Ende landete der deutsche Leitindex bei 12.246,73 Punkten und damit 184,15 Punkte bzw. 1,48 % im Minus. Dagegen steht ein zwischenzeitlich im Hoch erreichter Gewinn von gerade einmal 25,81 Zählern. Die Handelswoche war also klar bearish. Und damit war das Sentiment dieses Mal kein guter Kontraindikator. Denn in der Umfrage zuvor hatte mit 52,92 % der Großteil der Anleger fallende Kurse erwartet.

Verständlich, dass dies die Stimmung der Anleger nicht gerade positiv beeinflusst hat. Damit ist insbesondere der Kursverlauf des DAX gemeint. Denn mit den aktuellen Verlusten könnte es natürlich sein, dass der Index wieder nachhaltig zur Schwäche neigt und wir in den beiden Wochen zuvor nur eine Gegenbewegung im Abwärtstrend gesehen haben. Jedenfalls glauben in der aktuellen Umfrage 55,19 % der Anleger, dass es mit dem DAX weiter abwärts gehen wird.

Damit hat das Bärenlager gegenüber der bereits skeptischen Stimmung in der vorangegangenen Umfrage noch einmal 2,27 Prozentpunkte hinzugewonnen. Mit diesem zunehmenden Pessimismus müsste der DAX gemäß der Sentimenttheorie aber seine Schwäche in der neuen Handelswoche überwinden können.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team -
www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 30. September 2018:
Ein wichtiges Thema, das uns alle angeht!

Das Thema Aktien und langfristige „Geldanlage“ ist angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik bei zunehmender Rentenproblematik das wohl wichtigste Thema unserer Zeit! Und es betrifft jeden! Doch die meisten winken, wenn Sie allein das Wort nur hören, schon ab. Zu kompliziert, zu mühsam, zu viele Fallstricke.

Es geht aber auch einfacher! Viel einfacher!

Doch dazu später. Zunächst folgendes: Nur wenn Sie sich frühzeitig, sprich „jetzt“ über lukrative und dabei seriöse Möglichkeiten der Geldanlage informieren, haben Sie die Chance Ihres Lebens auf:

  • frühzeitige, finanzielle Unabhängigkeit oder
  • ein sorgenfreies, luxuriöses Leben in der Zukunft

Aber zunächst: Warum ist es ein derart wichtiges Thema?

Was sind die wichtigsten Faktoren Ihres Lebens?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, welches die drei wichtigsten Punkte in Ihrem Leben sind? Vielleicht klingt das bei Ihnen so:

  1. Die Lebensplanung: Beruf, Familie
  2. Gesundheit
  3. Das Thema „Geldanlage“

Wenn Sie auch zu denjenigen gehören, die Punkt 1 und 2 noch bejahen, bei Punkt 3 aber eher abwinken, sollten Sie bedenken:

Eine vernünftige Geldanlage wird Ihnen z. B. helfen:

1. ihre Familie langfristig gut zu versorgen

2. die beruflichen und finanziellen Chancen Ihrer Kinder maßgeblich zu verbessern

3. die im Alter steigenden Kosten für die eigene Gesundheit abzusichern

4. auch eine mögliche Rentenlücke zu schließen.

Egal wofür Sie das Geld brauchen: Je größer Ihre finanzielle Freiheit, desto besser werden Sie die Probleme in Ihrer Zukunft meistern können.

Und das kann doch nur bedeuten: Der wichtigste Faktor in Ihrem Leben ist eigentlich das Thema: Geldanlage!

Kurz: Sie hätten das Thema Geldanlage eigentlich auf Platz 1 setzen müssen! Das hätten Sie nicht gedacht, oder? Wer einmal diesen Zusammenhang verstanden hat, wird sich fragen, warum sich so wenige Menschen damit auseinandersetzen.

Komplex, schwierig, langweilig?

Einer der Gründe dafür ist: Viele fühlen sich von dem unendlich scheinenden Angebot und den zum Teil komplizierten Produkten schlichtweg überfordert. Vielleicht kennen Sie das: Sie sitzen Ihrem Bankberater gegenüber, verstehen kein Wort von dem, was er Ihnen erzählt und haben das unbestimmte Gefühl, er will Ihnen lediglich die Produkte der eigenen Bank aufschwatzen.

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Warum Ihr finanzieller Wohlfühlfaktor bei der Geldanlage entscheidend ist

Sehr wichtig ist, dass Sie sich mit Ihrer Geldanlage wohlfühlen. Fühlen Sie sich nicht wohl, werden Sie langfristig keinen Erfolg haben. Wenn Ihnen das „Ur-Vertrauen“ in Ihre Entscheidungen fehlt, werden Sie ständig geneigt sein, diese Entscheidungen infrage zu stellen und sprunghaft von einer Anlage zur nächsten wechseln. Dies ist der Hauptgrund, warum Geldanlage so oft scheitert! Und darum ist es uns so wichtig, dass Sie verstehen, was die entscheidenden Punkte sind, um welche Chancen es geht, wo die Risiken liegen – denn nur so werden Sie sich rundum wohlfühlen. Wenn Sie umfassend informiert sind, wird aus Unsicherheit Sicherheit. Eine Sicherheit, die zur finanziellen Unabhängigkeit führen wird.

Geballte Erfahrung und Finanzkompetenz: Ihr Strategieexperte Torsten Ewert

Torsten Ewert ist seit Ende der 1980er-Jahre begeisterter Börsianer und fast genauso lange als Trader auf eigene Rechnung erfolgreich. Einem größeren Kreis von Anlegern wurde er als Chefredakteur von "Ewerts Strategie-Depot" bekannt, einem langfristigen Börsendienst, mit dem er seine Kunden erfolgreich durch die anfänglichen Wirren der Finanzkrise steuerte.

Seit mehr als zehn Jahren schreibt er nun unter anderem für Stockstreet, gibt Seminare und ist Ansprechpartner für diverse Finanzmedien. Bei Stockstreet war er von Anfang 2009 bis September 2018 für die „Investment Strategie“ als Chefredakteur verantwortlich – den Börsenbrief, der die langfristige Geldanlage bereits als Hauptthema hatte. Dabei hat er vielen Lesern erfolgreich zu einer lukrativen Geldanlage verholfen.

Er ist Mitautor des Buchs über die Target-Trend-Methode und darüber hinaus vielen Lesern auch als Co-Autor der Börse-Intern bekannt, in der er seit mehr als zehn Jahren jeden Montag seine treffsicheren Analysen veröffentlicht.

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  • Die Sonderausgaben zu speziellen Themen
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Börse - Intern vom 28. September 2018:
Leitzinsanhebung der US-Notenbank - Und nun?

Nach der Zinsanhebung durch die US-Notenbank scheinen sich die Aktienanleger immer noch keine klare Meinung dazu gebildet zu haben. Denn ein neuer Trend hat sich in den großen US-Indizes seitdem nicht gebildet. Stattdessen laufen die Kurse weiterhin auf und ab und treten letztlich auf der Stelle.

Dow Jones zeigt am Allzeithoch leichte Schwäche

Allerdings lassen sich im Dow Jones durchaus Anzeichen einer leichten Schwäche erkennen, womit sich das bereits bekannte Muster aus den vorangegangenen Zinsanhebungen wiederholen könnte (rote Pfeile im Chart).

Dow Jones - Chartanalyse

Allerdings war es dem Dow Jones zuvor gelungen, wie in der Börse-Intern vom 12. September beschrieben, die horizontale Marke bei 25.800 Zählern von oben erfolgreich zu testen (grüne Pfeile) und dann mit weiter steigenden Kursen seinen Aufwärtstrend (grün) zu beschleunigen sowie das Allzeithoch bei 26.616,71 Punkten zu erreichen.

Und angesichts des steilen Anstiegs, der sogar zu einem neuen Allzeithoch führte, ist eine erneute Konsolidierung nun nicht ungewöhnlich. Denn nur selten werden solch wichtige Marken im ersten Anlauf nachhaltig überwunden, wenn sie nach einer so langen Aufwärtsbewegung angelaufen werden.

Daher ist im Moment noch unklar, ob die Bullen lediglich Kraft für den nachhaltigen Ausbruch sammeln oder die Bären nach der Zinsanhebung wieder die Oberhand gewinnen und erneut für deutliche Kursverluste sorgen können.

Das Idealszenario ist eingetreten

Das Idealszenario aus der Chartanalyse vom 12. September lautete jedenfalls, dass der Dow Jones bis zum Sitzungstermin der Fed sein Allzeithoch erreichen und dann zunächst daran abprallen sollte. Genau so ist es tatsächlich gekommen. Nun bleibt eben abzuwarten, ob die Anleger auch dieses Mal negativ auf die Zinsanhebung reagieren.

Erneuter Kursrutsch befürchtet

Meine aktuelle Erwartung an die US-Indizes sollte nicht überraschen: Angesichts der relativ hohen fundamentalen Bewertung und der zuletzt wieder stark und steil gestiegenen Kurse kann ich mir einen erneuten Kursrutsch durchaus vorstellen. Zumal ab der kommenden Woche noch ein Belastungsfaktor hinzukommt:

US-Notenbank entzieht dem Markt 50 Milliarden Dollar

Was in den Medien keine Erwähnung gefunden hat, ist der am Mittwoch vom Federal Open Market Committee (FOMC) ebenfalls getroffene Beschluss, ab Oktober weniger Geld aus fälligen Staatsanleihen und Hypothekenpapieren zu reinvestieren. Die Summen, die zukünftig nicht mehr in den Markt zurückfließen, erhöhen sich jeweils von 24 auf 30 und von 16 auf 20 Milliarden US-Dollar. Die US-Notenbank entzieht dem Markt also ab Oktober nicht mehr „nur“ monatlich 40 Milliarden, sondern dann sogar 50 Milliarden US-Dollar.

Fed-Plan zur Reduzierung der Reinvestitionen

Nun kommt dieser Beschluss natürlich nicht unerwartet, sondern er setzt lediglich den bereits bekannten Plan um, über den hier auch schon wiederholt berichtet wurde (Stichwort „Schubumkehr“). Doch es verwundert schon, dass dies in den Medien und an den Märkten offenbar kaum ein Thema ist. Ich sehe darin jedenfalls einen starken Belastungsfaktor für die Aktienmärkte, zumal die EZB gleichzeitig ab Montag ihre Anleihekäufe halbiert.

Fazit

Es bleibt bei meiner Erwartung an eine große Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau, weil die Aktenkurse einerseits durch eine anhaltend positive Wirtschaftsentwicklung und steigende Unternehmensgewinne gestützt werden, andererseits jedoch der zunehmende Liquiditätsentzug durch die Notenbanken belastet.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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