Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

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Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 27. Oktober 2020:
DAX: Worauf soll man nun setzen?

Nach dem gestrigen sehr schwachen Wochenauftakt sind im DAX auch heute keine Anzeichen von Stärke zu sehen. Stattdessen zeigt sich der Index durch die diversen bearishen Signale belastet, die gestern gesendet wurden. Dabei sah es noch am Freitag gar nicht so schlecht für die Bullen aus. Bullishe und bearishe Signale lagen also wieder einmal sehr eng beieinander.

Doch das ist in Seitwärtsbewegungen normal. Und genau davor hatten wir unsere Leser des Target-Trend-Spezial jüngst in den börsentäglichen DAX-Analysen auch wiederholt gewarnt. Zitat zum Beispiel aus der vorbörslichen Ausgabe vom Freitag: „Man sollte die kurzfristigen Signale nicht überbewerten, weil sich der DAX weiterhin in einer übergeordneten Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau befindet […]. Und Seitwärtsbewegungen sind durch häufige plötzliche und unkalkulierbare Richtungswechsel geprägt.

Doch schauen wir uns die jüngsten Entwicklungen der Reihe nach an:

In der vergangenen Woche war die Welt der Bullen noch in Ordnung

Am Donnerstag war hier in der Börse-Intern zu lesen, dass der DAX im Tagestief exakt auf dem Niveau der Welle „(w)“ landete (siehe grüner Kreis im folgenden 30-Minuten-Chart) und die übergeordnete Seitwärtsbewegung (siehe gelber Pfeil im Tages-Chart unten) damit auf der Unterseite bestätigt wurde (untere Begrenzung des roten Roundings). Durch den Bruch der Aufwärtstrendkanäle (grün im 30-Minuten-Chart) lagen zwar kurzfristig bearishe Signale vor, doch übergeordnet betrachtet war noch nichts Schlimmes passiert.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Zumal dem DAX am Freitag eine ordentlich Kurserholung und eine Rückkehr bis an die Aufwärtstrendkanäle gelangen (roter Kreis). Die Seitwärtsbewegung wurde damit zunächst noch fortgesetzt. Und so war zu diesem Zeitpunkt sogar ein erneuter Anstieg bis an das obere Ende der Seitwärtsbewegung denkbar.

Bullenträume zerplatzten

Doch mit der gestrigen Abwärtslücke und dem anschließenden nachhaltigen Rutsch auf ein neues Korrekturtief zerplatzten derartige Bullenträume. Es stellte sich heraus, dass der DAX am Freitag mit dem Rücklauf an die Abwärtstrendkanäle von unten lediglich den Trendbruch getestet und durch das Abprallen von der Trendkanallinie nach unten ihn letztlich bestätigt hat. Mit dem Ausbruch auf ein neues Korrekturtief wurden dann im kurzfristigen Bereich weitere bearishe Signale gesendet.

Das double zigzag lässt die Bullen hoffen

Doch mit Blick auf die Elliott-Wellen-Zählung im Chart oben haben die Bullen noch Hoffnung. Denn letztlich wurde mit den Verlusten von gestern und heute lediglich die laufende Welle C verlängert, womit die Formation des „double zigzag“ nun ihren idealtypischen Verlauf erreicht hat.

Elliott-Wellen-Formation: double zigzag

Denn das Tief der zweiten ABC-Formation liegt im DAX nun unter dem Tief der ersten, genau so, wie es die theoretische Formation auch erwarten lässt. Und so könnten auf das double zigzag nun bald wieder steigende Kurse folgen.

Rounding-Top steht dem double zigzag entgegen

Doch diesen Hoffnungen der Bullen aus dem double zigzag steht das Rounding-Top entgegen.

DAX - Target-Trend-Analyse

So hat der DAX inzwischen die Mittellinie bei 12.235 Punkten klar unterschritten und ein Niveau erreicht, welches er zuletzt am 25. Juni markiert hat (roter Pfeil). Die aktuelle Abwärtsbewegung hat eine ähnliche Dynamik wie die Aufwärtsbewegung von Ende Mai bis Anfang Juni. Und so scheint sich das Rounding-Top zu komplettieren und seine bearishe Wirkung zu entfalten.

Keine leichte Situation für Trader

Diese Kursentwicklung ist für Trader mitunter schwierig zu handeln. Es stehen sich zwei Formationen gegenüber und es findet ein schneller Wechsel zwischen bullishen und bearishen Signalen statt. Viele stellen sich daher die Frage, worauf man setzen soll: Auf eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung nach der Kurserholung vom Freitag? Oder auf ein Ende des double zigzag und damit bald wieder steigende Kurse? Oder auf die bearishe Wirkung des Rounding-Tops?

Nicht ohne Grund hatte ich am Donnerstag vergangener Woche geschrieben, dass eine abwartende Haltung derzeit am sinnvollsten ist. Wenn Sie aber trotz der aktuell schwierigen Situation aktiv sein möchten, dann helfen Ihnen vielleicht folgende Tipps:

Aktuell ist die Ausgangslage eher bearish zu werten. Wenn der DAX aber die Aufwärtslücke vom Montag schließen und die Rechteckgrenze bei 12.590 Punkten zurückerobern kann, wären einige bearishe Signale wieder neutralisiert. Und in diesem Fall wäre es tatsächlich denkbar, dass nach der Korrektur bzw. Konsolidierung in Form des double zigzag ein neuer Aufwärtstrend einsetzt.


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Ihr
Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 26. Oktober 2020:
Haben Sie schon den Value-Blues?

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

Sie wissen sicherlich, dass man die Aktienwelt nach unterschiedlichen Kriterien einteilen kann. So kennt man zyklische und nichtzyklische (defensive) Aktien, Aktien die eine (hohe, konstante, steigende, …) Dividende bringen und solche die nichts/wenig zahlen oder – gemessen an der Marktkapitalisierung – große und kleine Aktien usw.

Heute soll es aber um eine andere bekannte Unterscheidung gehen: Value (Wert) vs. Growth (Wachstum).

Warum Value und Growth meist zwei getrennte Welten sind

Value-Investing dürfte Ihnen ein Begriff sein – Warren Buffett ist der bekannteste Vertreter dieser Anlagestrategie, bei der es darum geht, möglichst viel (Unternehmens-)Wert zu erhalten für den Preis, den man an der Börse dafür in Form der Aktie zahlt. Und auch Wachstumsaktien sind den meisten unter Ihnen sicherlich seit Langem ein Begriff.

Weniger klar ist, warum Wachstumsaktien keine Value-Aktien sein können und umgekehrt. Tatsächlich sind die Grenzen fließend und es gab auch schon Zeiten, als Wachstumsunternehmen wie Google an der Börse unterbewertet waren, z.B. nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000, als die Anleger für eine Zeitlang die Nase voll von wachstumsstarken Technologiewerten hatten.

Aber in der Regel sind Value und Growth zwei getrennte Welten. Das zeigen auch die Zusammensetzungen einschlägiger Indizes (siehe folgende Abbildung), denn natürlich gibt es längst für alle großen Märkte sogenannte Style-Indizes, die Value- bzw. Growth-Aktien separat abbilden.

Growth- und Value-Indizes im Spiegel der Zahlen

(Quelle: FTSE Russell; Stand 30.9.2020. Hinweis: Aus Darstellungsgründen ist die Länge der Balken untereinander nicht proportional.)

Wie zu erwarten, sind Value-Aktien (siehe rechter Teil) bei klassischen Bewertungskriterien wie dem Kurs-Buchwert- und Kurs-Gewinn-Verhältnis besser als Growth-Aktien (links), die wiederum höhere Wachstumskennziffern aufweisen. Die aktuelle Diskrepanz zwischen Growth- und Value-Aktien kommt in dieser Darstellung dadurch zum Ausdruck, dass Growth-Aktien eine deutlich höhere durchschnittliche Marktkapitalisierung erreichen und inzwischen auch nur noch eine klare Minderheit von Aktien zum Growth-Universum gehört.

Ist die Corona-Pandemie ein Game Changer?

Eine Ursache dafür ist die mögliche Übertreibung, die wir seit etlichen Monaten vor allem an den US-Börsen und speziell bei den (wachstumsstarken) Technologiewerten beobachten. Diese haben Sven Weisenhaus und ich auch hier in der Börse-Intern schon mehrfach thematisiert. Aber die Corona-Pandemie, die vor allem in Sachen Digitalisierung die Karten vielfach neu gemischt hat, wurde von manchem Analysten bereits als Game Changer eingestuft – also ein Ereignis, das die Spielregeln komplett ändert.

Danach geht die jahrelange Rally der Technologiewerte nun nicht etwa in eine Übertreibung über (z.B. im NASDAQ 100). Stattdessen beschert der Digitalisierungsschub, den Corona nun ausgelöst hat, den Technologiewerten in den nächsten Jahren gigantische Gewinne, welche die aktuell scheinbar übertriebenen Bewertungen letztlich rechtfertigen.

Demnach würde also die Rally der Wachstumswerte (= Growth-Aktien) weitergehen. Und genau aus diesem Grund erklären manche Analysten Value-Aktien für tot.

Growth ist wieder in, Value out

Tatsächlich entwickeln sich Value-Aktien und die entsprechenden Indizes seit Jahren und Monaten schlechter als Growth-Aktien und -Indizes. Falls Sie z.B. einen Fonds mit Dividendenaktien im Depot haben, werden Sie wissen, was ich meine. Für alle anderen illustriert der folgende Chart diese Entwicklung:

Growth- und Value-Indizes im Chart-Vergleich

(Quellen: MarketMaker, Wilshire Associates, eigene Berechnungen)

So ist der hier dargestellte Value-Index für die US-Large Caps, also die Aktien mit der größten Marktkapitalisierung, seit Mitte 2016 im freien Fall – der sich ab Ende 2019 nochmals beschleunigt hat. Das ist an der fallenden Kurve im unteren Chartteil am besten zu erkennen (siehe rechter roter Pfeil), welche die relative Stärke (RS) des Value-Index zum Growth-Index zeigt.

Wer will, darf den Beginn dieser Schwäche auch auf Mitte 2007 datieren (gestrichelte rote Linie). Allerdings sehe ich in dieser Schwäche zunächst nur eine Gegenreaktion auf die enorme Stärke des Value-Segments seit 2000. Dafür spricht auch die zwischenzeitliche Seitwärtsbewegung der RS-Kurve (siehe rechtes gelbes Rechteck).

Wie im Jahr 2000

Wenn Sie schon vor 20 Jahren an der Börse aktiv waren, wird Sie dieses Verhalten an die Übertreibung erinnern, die im Jahr 2000 endete (siehe linker roter Pfeil/Linie). Auch damals galten Value-Aktien als tot. Ich erinnere nur an den Gegensatz von „New Economy“ und „Old Economy“, der damals konstruiert wurde. Jedes Unternehmen, dass nur einen Hauch von Internet-, Mobilfunk- oder Medienfantasie geltend machen konnte, war bei den Anlegern beliebt. Alle anderen wurden gnadenlos abgestraft.

Das führte zu der absurden Situation, dass in dieser Zeit des Technologiebooms mit der Deutschen Telekom und Siemens ein ehemaliger Staatskonzern und ein Industriekonglomerat zu den stärksten Werten im DAX gehörten. Wobei Siemens nur aufgrund seiner (kleinen) Mobilfunksparte gehypt wurde, während das Gros des Geschäfts weiterhin „alter Kram“ war.

Aber wie Sie im Chart sehen, werden solche extremen einseitigen (Fehl-)Entwicklungen irgendwann korrigiert. Value-Aktien werden eines Tages wieder modern – und wenn es nur deshalb ist, weil dann niemand mehr Growth-Aktien haben will. Daher preisen andere Analysten schon jetzt wieder Value-Aktien als Alternative zu teuren Wachstumswerten und Technologieaktien an.

Es kann noch (viel) schlechter werden, bevor es besser wird

Passend dazu gibt es aktuell Studien, die den Value-Aktien sogar eine historisch günstige Bewertung und Qualität bescheinigen. So will ein Analyst herausgefunden haben, dass Value-Aktien derzeit so schlecht bewertet seien, wie seit 100 Jahren bzw. seit dem 1. Weltkrieg nicht mehr. Lassen wir mal dahingestellt, ob es überhaupt ausreichend belastbare Daten für eine solche Aussage gibt. Aber selbst, wenn das so ist: Es gibt keine Gewähr dafür, dass die Bewertung jetzt besser wird; sie kann durchaus noch sehr viel schlechter werden!

Ein anderer konstruierter Zusammenhang ist, dass die jüngste starke Schwäche der Value-Aktien durch die US-Präsidentschaftswahl 2016 ausgelöst wurde und mit der bevorstehenden Wahl eine erneute Trendwende – diesmal zum Besseren – eingeleitet wird (siehe blaue Pfeile im Chart). Tatsächlich begann die Schwächephase bereits Mitte 2016, also mehrere Monate vor der Wahl. Und auch aktuell zeigen die Value-Indizes bereits eine leichte Stärke, also ebenfalls vor den Wahlen. (Und ob diese Stärke eine Trendwende ist oder nur ein Zwischenspiel, muss sich erst noch herausstellen.)

Wann Sie in Growth oder Value investieren sollten und wann nicht

Viel entscheidender ist das Gesamtbild, das der langfristige Chartvergleich zwischen Value- und Growth-Indizes zeigt: Danach ist unter dem Strich egal, welchen Anlagestil man bevorzugt – letztlich gleichen sich die Ergebnisse auch nach stärkeren Diskrepanzen immer wieder an. Wer nicht die Chuzpe (und das berühmte „Näschen“ für das richtige Timing) hat, kann auf lange Sicht keinen entscheidenden Vorteil mit Value- oder Growth-Aktien erzielen.

Das gilt zumindest, sofern wir auf der Ebene breiter Indizes bleiben, die ich hier gewählt habe. Bei Einzelaktien sieht das alles ganz anders aus, wie etliche finanzwissenschaftliche Studien und nicht zuletzt die Erfolge von Warren Buffett und anderen Value-Investoren zeigen. Wenn Sie also langfristig aussichtsreiche Value-Aktien finden und diese in nächster Zeit eine deutliche Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt zeigen, dann ist jetzt sicherlich eine günstige Gelegenheit, um diese heruntergeprügelten Werte zu günstigen Kursen nach und nach aufzusammeln – trotz der verbleibenden Risiken.

Aber welcher Privatanleger hat schon Zeit und Daten, um entsprechende Aktien systematisch nach Value-Kriterien auszuwählen? Für die meisten Anleger werden daher Fonds und dabei insbesondere ETFs das Mittel der Wahl für ihre langfristige Geldanlage sein. Das ist völlig in Ordnung. Aber dann sollten Sie aus dieser „Not“ eine Tugend machen und einfach auf die breiten Märkte, also große Indizes wie den S&P 500, den STOXX Europe 600 oder den MSCI World setzen. Style-Indizes – egal ob Value/Growth oder andere Kombinationen – oder ähnlichen Schnickschnack brauchen Sie nicht.

Warum Value-Aktien trotzdem in jedes Depot gehören

Und was machen Sie nun, wenn Sie doch einen Dividendenfonds mit (schwachen) Value-Aktien im Depot haben? Dann haben Sie diesen hoffentlich als ertragsorientierter Anleger gekauft, um genau diese Dividenden als laufende Erträge zu vereinnahmen, z.B. im Ruhestand. Und dann wird dieses Kaufmotiv vermutlich das entscheidende gewesen sein. Und wenn das immer noch der Fall ist, dann gibt es keinen Grund, Ihre Entscheidung zu revidieren.

Aber auch alle anderen Anleger können einen gewissen Value-Anteil im Depot vertragen. Schließlich sind Value-Aktien meist defensive Aktien, die ein Depot vor allem in turbulenten Börsenphasen stabilisieren. Sie sind also ein sinnvoller Baustein zur Diversifikation Ihres Depots. Und in den marktbreiten Indizes/ETFs ist dieser bereits „automatisch“ eingebaut. Den Value-Blues brauchen Sie also nicht zu bekommen bzw. sollten ihn ganz schnell abschütteln.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch viele heitere Momente in dieser trüben Herbstzeit und viel Erfolg mit Ihrer Geldanlage!

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

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Börse - Intern vom 23. Oktober 2020:
Corona führt zu unterschiedlichen Wegen

Heute wurden mit den Schnellschätzungen zu den Einkaufsmanagerindizes von IHS Markit aktuelle Stimmungsindikatoren veröffentlicht. Und diese fielen entsprechend der aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus aus. Bereits mit den Einkaufsmanagerdaten des Vormonats zeigte sich, dass die steigenden Infektionszahlen wieder deutliche Spuren in der Wirtschaft hinterlassen. „Denn gerade den Einkaufsmanagern aus dem Dienstleistungsbereich, der auf möglichst uneingeschränkte Freizeitaktivitäten der Menschen angewiesen ist, bereitet die Wiedereinführung von Restriktionen zunehmend Sorgen“, hieß es dazu in der Börse-Intern vom 23. September. Und natürlich hat sich diese Tendenz mit Blick auf die immer neuen Rekordwerte und die schärferen Maßnahmen verstärkt.

Zweiteilung der Wirtschaft wird immer deutlicher

Das Barometer für den Dienstleistungssektor in Deutschland fiel um 1,7 auf 48,9 Punkte und damit wieder unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

IHS Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistung Deutschland

Während viele Dienstleister also zunehmend unter den Eindämmungsmaßnahmen leiden und ihren Betrieb einschränken müssen, kann die Industrie weitgehend unbelastet ihrer Tätigkeit nachgehen. Laut den Einkaufsmanagerdaten kann sie ihre Erholung sogar in zunehmendem Tempo fortsetzen. Deren Barometer stieg um 1,6 auf 58,0 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2018.

IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie Deutschland

In Summe führte dies dazu, dass der Gesamt-Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, nur moderat nachgab, um 0,2 auf 54,5 Punkte.

IHS Markit Gesamt-Einkaufsmanagerindex Deutschland

Die Schwächen im Service-Bereich und die Stärken im produzierenden Gewerbe gleichen sich also in etwa aus, so dass sich die gesamte Wirtschaft Deutschlands seit vier Monaten in einem recht konstanten Tempo erholt. Die Zweiteilung der Wirtschaft birgt aber Risiken. So könnte die Industrie durchaus von der sinkenden Nachfrage nach Dienstleistungen belastet werden.

Wirtschaft der Eurozone schrumpft wieder

Gleiches gilt für die Wirtschaft der gesamten Eurozone. Auch hier leiden insbesondere die Dienstleister unter der zweiten Infektionswelle. Das entsprechende Barometer fiel auf 46,2 Punkte, von schon nur 48,0 Zählern im September, und rutschte damit tiefer in den Kontraktionsbereich. Derweil kann die Industrie auch hier, genau wie in Deutschland, an Wachstumstempo zulegen. Der Index stieg von 53,7 auf 54,4 Punkte.

Da der Industrieindex damit nur um 0,7 Zähler zulegte, der Service-Index aber mit -1,8 Punkten deutlich stärker verlor, zeigte sich der Gesamt-Einkaufsmanagerindex insgesamt belastet. Er gab um 1,0 Zähler nach und fiel mit nur noch 49,4 Punkten unter die Wachstumsschwelle von 50. Die Wirtschaft der Eurozone schrumpft demnach also wieder.

IHS Markit Gesamt-Einkaufsmanagerindex Eurozone

Immerhin wurden die Daten in etwa so erwartet und fielen sogar teilweise leicht besser aus als befürchtet. Daher hatten sie keine größeren Auswirkungen auf die Börsen.

Wenige Gewinner und viele Verlierer in der Pandemie

Allerdings zeigt sich beim Blick auf die Details, also auf die Aktienkurse der einzelnen Unternehmen schon sehr deutlich, wer inzwischen Gewinner und Verlierer der Pandemie ist. Viele Aktienkurse laufen kontinuierlich aufwärts, während ebenso viele in ähnlicher Stringenz abwärts tendieren. Wobei Gewinner in vielen Fällen nicht der richtige Begriff ist. Denn diverse Aktien erholen sich bislang auch nur von den scharfen Kurseinbrüchen. Nur relativ wenige Titel stehen derzeit höher als vor dem Corona-Crash.

Auch den Gewinnern droht noch mal eine Delle

Dabei halte ich die „Leichtigkeit“, mit der viele Aktien aktuell nach oben laufen, für gefährlich oder riskant – zumindest für die Anleger, die erst jetzt noch auf den längst fahrenden Zug aufspringen wollen. Denn irgendwann laufen Schutzmaßnahmen, wie in Deutschland die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht oder die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes aus. Und dann könnte die Wirtschaft noch einmal eine Delle erfahren, von der dann auch Unternehmen getroffen werden können, die sich aktuell zunehmender Aufträge und Verkäufe erfreuen.

Logisch, wenn mehr Unternehmen ihren Betrieb einstellen und mehr Menschen vom Kurzarbeitergeld auf Arbeitslosenunterstützung wechseln müssen, wird weniger investiert und konsumiert. Wie tief die Delle dann ausfallen wird, hängt ganz entscheidend davon ab, wie lange der Staat die Sondermaßnahmen aufrecht erhält, wie weit sich die Wirtschaft vom Corona-Schock erholt haben wird und wie gravierend die aktuelle zweite Welle noch ausfällt. Je schneller die Neuinfektionen eingedämmt werden und je weiter sich die Wirtschaft erholt bzw. je weniger die Konjunkturerholung durch die zweite Welle gebremst wird, desto kleiner dürften die Effekte aus dem Ende der stattlichen Hilfsmaßnahmen ausfallen.

US-Wirtschaft wächst im Industrie- UND im Service-Sektor

Von derartigen Sorgen scheint die US-Wirtschaft weit entfernt. Hier konnten alle drei Einkaufsmanagerindizes zulegen: Das Barometer für die gesamte US-Wirtschaft legte von 54,3 auf 55,0 Punkte zu und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2019.

IHS Markit Gesamt-Einkaufsmanagerindex USA

Der Index für die Industrie stieg von 53,2 auf 53,3 Punkte und auch der Service-Index konnte hier zulegen, von 54,6 auf 56,0 Zähler. Damit machte er sogar einen deutlich größeren Sprung nach oben als der Industrie-Index. Und der Dienstleistungssektor der USA wächst schneller als die Industrie.

Die Börse verfolgt knallhart wirtschaftliche Interessen

In den Wirtschaftsdaten spiegeln sich die unterschiedlichen Herangehensweisen der USA und der Eurozone im Umgang mit dem Coronavirus wider. Allerdings funktioniert die US-Wirtschaft auch ganz anders als die der Eurozone. Sie ist zum Beispiel deutlich weniger sozial, unter anderem beim Arbeitnehmerschutz. Auch deshalb lässt sich trefflich darüber streiten, welcher Weg der bessere oder richtige ist. Wobei man auch noch ethische und viele weitere Faktoren berücksichtigen muss.

Allein gemessen an den Einkaufsmanagerindizes von IHS Markit gelingt es aktuell jedenfalls der US-Wirtschaft besser, die Corona-Krise zu überwinden. Und da die Börse ihren Fokus emotionslos ausschließlich auf die wirtschaftliche Entwicklung richtet, erklärt es sich auch, warum der DAX gestern bis auf das Niveau vom 25. September zurückgefallen ist, während die US-Indizes noch deutlich über ihren vor einem Monat markierten Kursen stehen.


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Börse - Intern vom 22. Oktober 2020:
Wird nach der Welle C auch das Rounding-Top vollendet?

Seit der Analyse von vorgestern hat der DAX seine am Montag gestartete Abwärtsbewegung fortgesetzt und damit den aus der Elliott-Wellen-Analyse abgeleiteten Kursverlauf fortgesetzt (roter Pfeil im folgenden Chart).

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Gestern kam es bereits zum bearishen Bruch der Aufwärtstrendkanäle (grün). Dabei wurde auch das Tief der jüngsten Welle A unterschritten. Und schon damit hat sich die erwartete Welle C etabliert. Bei einer anschließenden Kurserholung stieß der DAX dann auch noch von unten an die gebrochene Aufwärtstrendkanallinie, prallte von dieser aber nach unten ab und bestätigte damit den Trendbruch. Es wurden damit kurzfristig sehr bearishe Signale gesendet.

DAX befindet sich noch in einer Seitwärtsrange

Mit dem heutigen schwachen Handelsauftakt wurden diese bearishen Signale bestätigt. Der DAX erreichte sogar exakt das Niveau, welches mit dem Pfeil angedeutet wurde. Aber das ist völlig nebensächlich. Denn ich könnte jetzt natürlich wunderbar behaupten, dass ich genau dieses Kursziel mit dem Pfeil eingezeichnet habe, doch tatsächlich sollte der Pfeil lediglich die Kursrichtung anzeigen, nicht jedoch ein Kursziel.

Nimmt man den idealtypischen Verlauf eines „double zigzag“ (siehe folgende Grafik), dann wären sogar noch weitergehende Kursverluste zu erwarten, weil hier das Tief der zweiten ABC-Formation unter dem der ersten liegt.

Elliott-Wellen-Formation: double zigzag

Doch heute endeten die Kursverluste vorerst exakt auf dem Niveau der Welle „(w)“ (siehe horizontale Linie im Chart oben). Das passt zu der übergeordneten Seitwärtsbewegung (siehe gelber Pfeil im folgenden Chart), die damit auf der Unterseite bestätigt wurde.

Rounding-Top ist noch nicht vollendet

Auch das Tief der Rounding-Formation (rot im folgenden Chart), die ich bereits am 15. Oktober in den Target-Trend-Chart eingezeichnet hatte, wurde mit dem heutigen Tief erreicht.

DAX - Target-Trend-Analyse

Aber auch das ist eher Zufall bzw. der Tatsache geschuldet, dass ich das Tief des Roundings auf das Tief vom 25. September eingezeichnet hatte. Genauso gut hätte ich es aber bis zum Tief vom 30. Juli und somit exakt auf die Mittellinie bei 12.235 Punkten legen können.

Bruch der Rechteckgrenze ebenfalls bearish zu werten

Genau diese Linie ist aus Sicht der Target-Trend-Methode auch aktuell das Kursziel des DAX, weil die Rechteckgrenze bei 12.590 Punkten unterschritten wurde. Und da das Hoch der heutigen Tageskerze exakt an dieser Marke und die gesamte Tageskerze somit im hellbauen Rechteck liegt, gilt der bearishe Bruch der 12.590er Rechteckgrenze als nachhaltig.

Wird nun die Mittellinie bei 12.235 Punkten nicht nur erreicht, sondern unterschritten, ist die Rechteckgrenze bei 11.880 Zählern das nächste Kursziel des DAX. Und damit droht das Rounding-Top seine bearishe Wirkung zu entfalten, was noch deutlich tiefere Kurse nach sich ziehen würde.

Abwartende Haltung sinnvoll

Doch noch ist es nicht so weit. Bislang befindet sich der DAX noch in einer Seitwärtsrange. Es wäre aber durchaus riskant, darauf zu setzen, dass sich diese fortsetzt oder sie gar nach oben aufgelöst wird. Denn die Chartformationen sprechen eher für weiter fallende Kurse. Eine abwartende Haltung ist daher derzeit am sinnvollsten.


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Börse - Intern vom 21. Oktober 2020:
Darum könnte der EUR/USD jetzt richtig durchstarten

Die Aktienmärkte zeigen sich weiterhin hin- und hergerissen zwischen den Gefahren, die durch die steigenden Neuinfektionszahlen entstehen können, und den Chancen, die sich durch die Verabschiedung eines weiteren Konjunkturpaketes durch die US-Regierung ergeben.

Vor dem Start des offiziellen Börsenhandels in den USA zeigten sich die Aktienmärkte heute wieder belastet. In den vergangenen Tagen ist es immer wieder zu teils scharfen Rücksetzern gekommen. Doch eine klare Korrekturbewegung hat sich daraus nicht entwickelt. Zwar fielen die Kurserholungen immer kürzer aus, so dass sich tiefere Hochs bildeten, doch für einen klaren Abwärtstrend fehlten die tieferen Tiefs. Dazu beispielhaft der Chart des S&P 500:

S&P 500 - Chartanalyse

Im kleinen gelben Rechteck sind die tieferen Hochs durch die rote Abwärtslinie klar erkennbar. Derweil wurde auf der Unterseite das Tief vom 15. Oktober nicht nachhaltig unterschritten (grüne horizontale Linie). So wirkt die moderate Abwärtstendenz eher wie eine Konsolidierung der vorangegangenen Kursgewinne. Und das lässt bald wieder steigende Kurse erwarten.

Neues Hilfspaket binnen 48 Stunden?

Befeuert werden könnten diese durch ein Ende des Gerangels um das neue Konjunkturpaket in den USA. Laut Aussagen des Stabschefs des Weißen Hauses, Mark Meadows, streben die US-Regierung und die Demokraten im Repräsentantenhaus eine Einigung innerhalb der nächsten 48 Stunden an.

Es dürfte außer Frage stehen, dass neue Wirtschaftshilfen im Billionenbereich große Auswirkungen haben werden. Ich stelle mir allerdings die Frage, wie schlecht es Teilen der US-Wirtschaft noch gehen muss, wenn auch ein Dreivierteljahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie derart gewaltige Finanzspritzen nötig sind.

Denn immerhin sollte man berücksichtigen, dass die US-Regierung bereits Maßnahmen im Volumen von mehr als drei Billionen Dollar zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie genehmigt hat. Die Verschuldung der USA steigt allein damit bereits um weit mehr als 10 %. Und nun geht es schon um ein fünftes Hilfspaket. Wenn dieses ein Volumen von ca. 2 Billionen Dollar hat, was in der Mitte der jüngsten Forderungen von Demokraten und Republikaner läge, dann macht allein das rund 10 % des in 2019 erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukts (BIP) der USA (21,44 Billionen USA) aus.

Ein neues Hilfspaket birgt auch Risiken

Und das alles soll zu einem Zeitpunkt kommen, zu dem sich die US-Wirtschaft laut diversen Wirtschaftsdaten schon sehr weit von dem Wirtschaftseinbruch des 2. Quartals 2020 erholt hat. Sicherlich, der Arbeitsmarkt in den USA hat noch eine Menge Aufholbedarf. Und viele kleine Firmen benötigen noch Hilfen. Daher bleibt nur zu hoffen, dass das neue Konjunkturpaket dementsprechend sehr zielgerichtet eingesetzt wird. Sonst könnten die Inflation stärker ansteigen als von der US-Notenbank gewünscht und die Aktienmärkte in eine Blase gehen, was wieder sehr viel neue Probleme mit sich bringen würde.

Ganz zu schweigen von den Risiken, die sich durch den extrem schnellen Anstieg der Verschuldung ergeben können. Womöglich strebt auch deshalb der EUR/USD jüngst wieder deutlich nach oben. Einerseits schwächt die stark steigende US-Verschuldung den Dollar schwächt und andererseits trafen Anleihen der Europäischen Union auf eine extrem hohe Nachfrage.

Gemeinsame Schuldenaufnahme der EU setzt neue Maßstäbe

Zwei Anleihen über insgesamt 17 Milliarden Euro wurden gestern von den Investoren mit mehr als 233 Milliarden Euro nachgefragt. Diese Überzeichnung stellt für eine Anleiheemission im Euroraum einen Rekord dar. Dieses große Interesse der Investoren ist ein klares Anzeichen dafür, dass die Finanzierung des EU-Wiederaufbaufonds, der mit insgesamt 750 Milliarden Euro ausgestattet werden soll, überhaupt kein Problem sein wird. Der Euro(-Raum) wirkt damit stabil und zieht Investoren an.

EUR/USD etabliert eine neue Aufwärtsbewegung

Vor diesem Hintergrund ist es dem EUR/USD gelungen, eine neue Aufwärtsbewegung zu etablieren. Das untere Ende einer Seitwärtsrange (gelbes Rechteck im folgenden Chart) und die Abwärtstrendlinie (rot) konnten knapp verteidigt und damit ein höheres Tief markiert werden (siehe grüner Pfeil). Und mit dem anschließenden Anstieg wurde das Zwischenhoch vom 9. Oktober überwunden.

EUR/USD - Chartanalyse

Mit dem höheren Tief und dem höheren Hoch definiert sich schon ein Aufwärtstrend (siehe auch Trendkanal im folgenden Chart).

EUR/USD - Chartanalyse

Der Aufwärtstrend könnte sich noch schneller fortsetzen, als mit dem Trendkanal angedeutet, denn mit dem Zwischenhoch könnte eine Welle 1 und mit dem höheren Tief eine Welle 2 zu Ende gegangen sein. Der aktuelle dynamische Anstieg wäre dann Teil einer Welle 3. Und diese ist meist die stärkste in einem Aufwärtstrend. Das hat man auch im abgeschlossenen 5-gliedrigen Aufwärtszyklus von Mai bis August gesehen (großer grüner Trendkanal).

EUR/USD - Elliott-Wellen-Analyse

Bestätigt wird dieses bullishe Szenario, wenn der EUR/USD nun den Aufwärtstrend und die Seitwärtsrange dynamisch nach oben bricht (grüner Pfeil). Kritisch wird es für die Bullen erst wieder, wenn das höhere Tief (mögliche Welle 2) unterschritten wird.

Sollten Sie meinen vorangegangenen Analysen gefolgt sein und Long-Positionen gewagt haben (siehe zum Beispiel Börse-Intern vom vergangenen Freitag), dann dürften Sie nun schon auf Gewinne blicken. Für einen kostenlosen Newsletter ist das sicherlich nicht schlecht. Im Gegenteil: So profitieren Sie ganz konkret von Ihrer täglichen Lektüre der Börse-Intern!


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Börse - Intern vom 20. Oktober 2020:
DAX legt das nächste Puzzlestück zum Rounding-Top

Durch den scharfen Kursrutsch vom Donnerstag vergangener Woche war die Gefahr, dass der DAX auf ein neues Korrekturtief fällt, deutlich höher als die Chance, dass er bald wieder auf über 13.000 Punkte steigen kann. Doch schon am Freitag kam es zu einer starken Kurserholung, so dass wieder Entwarnung gegeben werden konnte. Und zum Start in die neue Handelswoche ist es dem DAX sogar gelungen, die am Donnerstag gerissene Abwärtslücke vollständig zu schließen (siehe gelbe Ellipse im folgenden Chart).

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Danach drehten die Kurse allerdings wieder nach unten und bröckelten kontinuierlich ab. Wollten die Anleger also nur die Kurslücke schließen, und geben sich die Bullen nun wieder geschlagen, so dass nun die Bären wieder das Ruder übernehmen?

Aktuell lässt sich diese Frage noch nicht beantworten. Denn der DAX sendet widersprüchliche Signale. So befindet er sich einerseits in einer Aufwärtstendenz (siehe grüne Trendkanäle im folgenden Chart), was wohl einige Anleger als bullish interpretieren würden.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Doch im Rahmen dieser Aufwärtstendenz überschneiden sich die Wellen andererseits deutlich (siehe auch roter Pfeil), was aus Sicht der Elliott-Wellen gegen einen impulsiven Aufwärtstrend und stattdessen für eine korrektive Gegenbewegung spricht.

DAX - double zigzag

Die hier dargestellte Formation mehrerer ABC-Bewegungen bezeichnet man in der Elliott-Wellen-Theorie als „double zigzag“.

Elliott-Wellen-Formation: double zigzag

Diese Elliott-Wellen-Formation hat es auch in den untergeordneten Wellen der Welle 2 im ersten Chart oben gegeben (siehe dazu auch Börse-Intern vom 1. Oktober).

Aber solche Chartanalysen und daraus womöglich resultierende Kursprognosen sind mit großer Vorsicht zu genießen. Denn nach wie vor befindet sich der DAX in einer Seitwärtsbewegung (siehe gelber Pfeil im folgenden Chart). Und in Seitwärtskonsolidierungen sind, wie am vergangenen Donnerstag bereits geschrieben, „plötzliche und unvorhersehbare Richtungswechsel eher an der Tagesordnung“.

DAX - Target-Trend-Analyse

Das Szenario eines double zigzag bzw. ganz allgemein weiter fallender Kurse im DAX ist aber aktuell durchaus wahrscheinlich, weil der DAX mit dem Schließen der Abwärtslücke und den anschließend wieder gefallenen Kursen das mögliche Rounding-Top (roter Bogen) weiter etabliert hat (roter Pfeil).

Um dieses zu vollenden, müssen die Kurse aber nach wie vor bis unter die Mittellinie bei 12.235 Punkten fallen. Und dazu muss zuerst die Rechteckgrenze bei 12.590 Zählern unterschritten werden.


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Börse - Intern vom 19. Oktober 2020:
Was ist mit dem NASDAQ 100 los?

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

im DAX blieb es in der Verfallstagswoche bei der von mir erwarteten Seitwärtsbewegung. Zum Verfallstermin am vergangenen Freitag wurde der DAX bei 12.812,26 Punkten abgerechnet – und damit sehr dicht an dem in der Vorwoche genannten Optimum für die Stillhalter bei 12.850 Punkten.

Auch mit Beginn der neuen Woche bleibt der DAX in seiner Seitwärtsbewegung gefangen. Das gibt uns Zeit, auf eine andere bemerkenswerte Entwicklung zu schauen: die mögliche Abkehr der Anleger vom bisherigen Favoriten NASDAQ 100.

Technologiewerte rücken in den Fokus der Aufmerksamkeit

Wie ich in der Vorwoche betont hatte, beginnt nun die heiße Phase der US-Quartalsberichtssaison. In dieser und den beiden folgenden Wochen werden mehr als 400 Unternehmen des S&P 500 ihre Zahlen vorlegen, also gut 80 % aller S&P500-Mitglieder.

Während es in der Vorwoche die Banken waren, die im Zentrum des Zahlenreigens standen, geht es nun zunehmend für die wichtigen Technologiewerte darum, durch gute Ergebnisse und/oder optimistische Ausblicke in der Gunst von Anlegern und Analysten zu steigen.

So werden in dieser Woche mit IBM und Intel zwei Indexschwergewichte und Tech-Veteranen Einblick in ihre Bücher geben, außerdem Tesla und Netflix. Letztere sind keine klassischen Tech-Werte, aber vielbeachtete und vor allem bedeutsame Unternehmen. Sie können für den NASDAQ 100 bestimmend sein, der bekanntlich der Treiber der bisherigen Rally war.

Können die Tech-Größen ihre Vorschusslorbeeren noch rechtfertigen?

Schon in der Vorwoche zeigte sich, dass die Anleger nicht mehr automatisch den Tech-Größen zujubeln. So stieß Apples Präsentation des neuen iPhone 12, auf die ich in der Vorwoche hinwies, auf wenig Begeisterung bei den Börsianern: Apple gehörte am Dienstag, dem Tag der Präsentation zu den Schlusslichtern des NASDAQ 100. Nur einige Touristikunternehmen mussten an diesem Tag größere Tagesverluste hinnehmen…

Auch bei Tesla und Netflix hängen die Trauben hoch. Bei Tesla wird es z.B. vor allem darum gehen, ob das Unternehmen seine Prognose aufrechterhalten wird, in diesem Jahr 500.000 Fahrzeuge auszuliefern. Bei Netflix haben erst kürzlich etliche Analystenhäuser ihre Kursziele erhöht, darunter Morgan Stanley, Goldman Sachs und Bank of America. Für das Unternehmen geht es also darum, diese Vorschusslorbeeren zu rechtfertigen.

Wie die Tech-Rally den Markt insgesamt überdehnt hat

Falls sich die Anleger enttäuscht zeigen, könnte es nicht nur für Apple, Tesla und Netflix nach unten gehen, sondern für den NASDAQ 100 insgesamt. Als Rally-Treiber haben die Technologiewerte sehr starken Anteil am Anstieg des S&P 500. Das ist kein neues Phänomen, sonders es war während der Technologieblase Ende der 1990er Jahre genauso (siehe dunkelrote Säulen im folgenden Diagramm).

S&P 500 - Sektoraufteilung im Zeitablauf

(Quelle: Standard & Poor’s)

Nach dem Platzen der Blase ab dem Jahr 2000 musste der Technologiesektor seinen Spitzenplatz für die Finanzwerte (lila Säulen) räumen. Auch die Energiewerte (braune Säulen) waren Ende 2007 führend im S&P 500. Die Finanzwerte mussten bekanntlich in der Finanzkrise Federn lassen, die Energieunternehmen gingen mit dem Einbruch der Ölpreise unter.

Favoritenwechsel sind nichts Neues

Favoritenwechsel an der Börse sind also nichts Neues. Und auch, wenn der Technologiesektor von seiner extremen Vormachtstellung des Jahres 2000 (34,5 % Anteil im S&P 500) derzeit noch ein Stück weit entfernt ist, so ist sein Gewicht im US-Leitindex allein in den vergangenen knapp 22 Monaten um satte 40 % gestiegen – von 20,1 % Ende 2018 bis auf aktuell 28,2 %!

Wenn also die Technologiewerte demnächst erneut in Ungnade bei den Investoren fallen – aus welchen Gründen auch immer – wird es auch für den US-Markt insgesamt steil bergab gehen.

Die Beliebtheit des NASDAQ 100 ist nicht mehr ungebrochen

Auffallend ist, dass die Beliebtheit des NASDAQ 100 – und damit der Technologiewerte – offenbar nicht mehr ungebrochen ist, wie es noch bis vor Kurzem der Fall war. Dazu der folgende Chartvergleich von NASDAQ 100 (oben) und S&P 500 (unten):

Chartvergleich NASDAQ 100/S&P 500 ab Juni 2020

Ich habe den Juni als Startzeitpunkt gewählt, weil in diesem Monat der NASDAQ 100 über sein Februarhoch ausbrach. Der S&P 500 war damals noch ein gutes Stück von seinem Februarhoch entfernt (siehe jeweils dicke dunkelgrüne Linien). Der NASDAQ 100 zeigte also eine klare Stärke und lief dem breiten Markt voraus: Der S&P 500 folgte ihm erst im August auf neue Hochs.

Übergeordnet ist das scheinbar auch weiterhin der Fall – schließlich notiert der NASDAQ 100 immer noch komfortabel über der dunkelgrünen Linie, während der S&P 500 längst wieder mit ihr kämpft. In den vergangenen Wochen zeigten sich aber immer wieder kleinere Schwächesignale des NASDAQ 100 (siehe Pfeile).

Kleine Schwächesignale – selbst in der Aufwärtsbewegung

In der Septemberkorrektur konnte der NASDAQ 100 anders als der S&P 500 in der kleinen Gegenbewegung nicht bis an das zuvor markierte Zwischenhoch vorstoßen (siehe blaue Linie, linker roter Pfeil im oberen bzw. linker grüner Pfeil im unteren Chartteil). Dieses Schwächesignal könnte man noch dem üblichen Muster zuschreiben, wonach der NASDAQ 100 in Korrekturen stärker verliert als der S&P 500 (im September z.B.: NASDAQ 100 -14,16 %; S&P 500 -10,55 %).

Aber unlängst zeigte er sich sogar in der neuen Aufwärtsbewegung schwächer und schaffte den Ausbruch über die blaue Linie erst einen Tag später als der S&P 500 (siehe rechter roter Pfeil im oberen und rechter grüner Pfeil im unteren Chartteil). Das ist sehr ungewöhnlich, denn bisher zeigte sich der NASDAQ 100 in Aufwärtsbewegungen sofort sehr stark.

„Unerklärliches“ Wechselspiel von Stärke und Schwäche

Es gab allerdings auch einige eindeutige Stärkezeichen des Technologieindex. So gab es im NASDAQ 100 am Ende der Septemberkorrektur kein neues Tief mehr, im S&P 500 dagegen schon. Und in der Vorwoche drehte der NASDAQ 100 deutlich vor der blauen Linie wieder nach oben, während der S&P 500 fast bis zurück auf diese Linie fiel.

Natürlich können Sie nun sagen, dass ich Gespenster sehe oder Erbsenzählerei betreibe. Aber die Marktbeobachtung und Charttechnik leben davon, dass man das Gras wachsen hört und Mosaikstein an Mosaikstein fügt. Und zusammen mit anderen Hinweisen ergibt sich für mich folgendes Bild: Die Anleger sind offenbar uneins über die weitere Richtung des NASDAQ 100 und damit des Marktes.

Welche beiden Gruppen ihren Kampf ausfechten

Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass es inzwischen zwei Gruppen gibt, deren unterschiedliche Ansichten über den Markt unter anderem in oben genannten „Nicklichkeiten“ zum Ausdruck kommen: Die eine Gruppe ist weiterhin bullish und nutzt jeden Rücksetzer zum Einstieg bei den beliebten Technologietiteln. Ich wage die Behauptung, dass dies eher die unerfahrenen und jungen Anleger sind, die womöglich weder die Finanzkrise noch die Baisse ab 2000 als Börsianer erlebten.

Die andere Gruppe kauft nicht mehr unbesehen diese überteuerten Technologiewerte, sondern nutzt entsprechende Gelegenheiten eher zum Verkauf. Das dürften erfahrene und professionelle Anleger sein, die ihr Kapital allmählich umschichten. (Wohin dieses Geld womöglich fließt und welche Indizien ich dafür sehe, habe ich den Leser meines „Geldanlage-Briefs“ in den vergangenen zwei Wochenausgaben detailliert erklärt.)

Ein gewohnt frühzeitiger Hinweis von Stockstreet

Beide Phänomene – sowohl das Wechselspiel von Stärke und Schwäche im NASDAQ 100 als auch die mögliche Kapitalumschichtung – stecken derzeit noch ganz in ihren Anfängen. (Aber solche frühen Hinweise von uns kennen Sie ja inzwischen zur Genüge.)

Es kann sein, dass sich diese Tendenzen verstärken, aber es ist genauso möglich, dass sie sich wieder verflüchtigen. Ein Anlass für Letzteres könnte z.B. eine Eskalation der Corona-Pandemie sein, welche die Wirtschaft zu weiterer Digitalisierung zwingt und dadurch die Geschäfte der Tech-Werte (und damit ihre Aktienkurse) wieder ankurbelt.

Wenn es allerdings dazu zu kommt, aber die Kurse des Technologiesektors dann keine hinreichende Stärke zeigen, wäre das übrigens eine Bestätigung meiner These.

Steigen die Kurse weiter an der „Mauer der Angst“?

Klar ist aber auch: In jeder Übertreibung gibt es solche und andere Zweifel. Das haben wir im laufenden Bullenmarkt seit 2009 oft genug erlebt und hier beschrieben. Die meisten Zweifel verflüchtigen sich und die Kurse steigen an der „Mauer der Angst“ weiter nach oben. Das kann auch jetzt wieder der Fall sein. Insbesondere wenn der NASDAQ 100 demnächst erneut eine uneingeschränkte Stärke zeigt, sind die Zweifler einmal mehr Lügen gestraft worden.

Achten Sie also in nächster Zeit vor allem auf die Technologiewerte und den NASDAQ 100. Die bevorstehende heiße Phase der Quartalsberichtssaison wird dazu reichlich Gelegenheit bieten.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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Börse - Intern vom 16. Oktober 2020:
Neben Corona belastet zunehmend auch die Brexit-Unsicherheit

Auch heute wurden wieder neue Rekorde in Sachen Corona gemeldet. Trotzdem haben sich die Aktienmärkte von den gestrigen Kursverlusten deutlich erholt. Waren es also wirklich die immer weiter steigenden Corona-Zahlen, welche die Anleger kurzzeitig verunsichert haben?

Letztlich lässt sich dies natürlich nicht genau sagen. Denn man müsste quasi jeden Anleger befragen, um die genauen Motive für die Aktienverkäufe zu erfahren. Das ist aber schlicht unmöglich. Man kann daher nur die Indizien betrachten, um zu einer These zu gelangen.

Und es gibt ein weiteres Indiz dafür, dass die Frage mit ja beantwortet werden kann, ob steigende Corona-Zahlen die jüngsten Kursverluste in DAX & Co. verursacht haben. So weist die Kursentwicklung des EUR/USD darauf hin, dass durch die steigenden Neuinfektionen im Eurogebiet nicht nur die Kurse bei Aktien gedrückt wurden.

Der Euro zeigt deutliche Schwäche

Denn der Euro befindet sich gegenüber dem US-Dollar seit Dienstag wieder deutlich auf dem Rückzug. Der Wechselkurs droht erneut aus der Seitwärtsrange (gelbes Rechteck im folgenden Chart) und unter die wichtige Abwärtstrendlinie (dick rot) zurückzufallen. Damit steht das vor genau einer Woche geschilderte Szenario eines neuen Aufwärtstrends nach der ABC-Korrektur auf der Kippe.

EUR/USD - Chartanalyse

Die Schwäche des Euro kann damit begründet werden, dass zwar auch in den USA die Corona-Zahlen hoch und steigend sind, die dortige Regierung aber weniger restriktive Maßnahmen beschließt, als es in der Eurozone der Fall ist.

Oder sind die stockenden Brexit-Verhandlungen das Problem?

Man kann die Schwäche des Euros aber auch mit dem zunehmenden Risiko eines No-Deal-Brexit begründen. Da dies für die USA und somit den Dollar wesentlich weniger problematisch ist, wäre es logisch, dass der Euro schwächer und der Dollar stärker wird. Und es wäre auch ein Grund dafür, dass die Aktienmärkte hierzulande gestern wesentlich stärker nachgegeben haben als in den USA. Es ist also nicht eindeutig, was die Aktienkurse und den Euro jüngst wieder belastet hat. Vermutlich war es einfach ein Mix aus beiden Problemfeldern.

Ein neues Zwischenhoch könnte dem Euro Flügel verleihen

Jedenfalls lässt sich sagen, dass es ein sehr bullishes Signal wäre, wenn der EUR/USD im aktuellen Umfeld sein jüngstes Zwischenhoch überwinden könnte. Denn dann gilt das Szenario eines neuen Aufwärtstrends weiterhin. Der erste Anstieg nach der ABC-Korrektur könnte dann die Welle 1, der Rücksetzer die Welle 2 und der neue Anstieg die Welle 3 eines neuen 5-gliedrigen Aufwärtsimpulses sein. Bestätigt wird dies, wenn das Hoch der Welle B überwunden wird. Denn dann wäre die ABC-Korrektur mit noch höherer Wahrscheinlichkeit zu Ende und der EUR/USD zudem nach oben aus der gelben Seitwärtsrange ausgebrochen.

Ein neues Korrekturtief wäre bearish zu werten

Je näher sich der EUR/USD allerdings dem Tief der Welle C nähert, desto kritischer wird es für dieses bullishe Szenario. Wird das Tief der Welle C sogar unterschritten, setzt sich die Konsolidierung bzw. Korrektur klar fort. Dann könnten noch die tiefer liegenden Fibonacci-Marken angelaufen werden (blaue Linien im folgenden Chart).

EUR/USD - Chartanalyse

Ein Erreichen der 38,20%-Marke wäre für eine Korrektur nach einem abgeschlossenen 5-gliedrigen Aufwärtstrend (grüner Trendkanal) eigentlich sogar wünschenswert, damit die erzielten Kursgewinne ausreichend verdaut werden.

Long-Trades bieten sich weiterhin an

Vor einer Woche hatte ich geschrieben, dass man sowohl im EUR/USD als auch im Goldpreis Long-Positionen wagen kann. Allerdings folgte noch der Rat, sich für einen der beiden Basiswerte zu entscheiden. Und mit Blick auf die jüngsten Rücksetzer, die auch den Goldpreis betrafen, war dies ein guter Rat. Ich denke man kann auch weiterhin im EUR/USD long bleiben, solange der Wechselkurs nicht beginnt, dynamisch zu fallen und das 61,80er Retracement gebrochen wird.


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Börse - Intern vom 15. Oktober 2020:
Unvorhersehbarer Stimmungsumschwung

Bis gestern noch haben die meisten Anleger die steigenden Infektionszahlen ignoriert, obwohl bereits immer neue Rekorde in Sachen Corona gemeldet und immer mehr Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus in Europa beschlossen wurden. Letztlich konnte das nicht gut und spurlos an den Börsen vorüber gehen.

Erholung des DAX bricht in sich zusammen

Um ca. 11:25 Uhr (MESZ) hatte der DAX heute vom gestrigen Schlusskurs aus fast 3,3 % verloren. Es folgte zwar eine leichte Kurserholung, doch diese fiel sehr schwächlich aus. Und sie konnte nicht mehr verhindern, dass der DAX mit dem heutigen Tage sämtliche bullishe Signale der vergangenen zwei Wochen ausradierte.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Dabei hatte der DAX erst vor genau einer Woche die September-Korrektur beendet, indem er mehr als 61,80 % der in dem vergangenen Monat erlittenen Kursverluste aufholte (siehe auch „DAX beendet die September-Korrektur“). Vieles deutete damit darauf hin, dass sich der Index nach der ABC-Korrektur in einen neuen 5-gliedrigen Aufwärtstrend befand. Und mit der hohen Dynamik der Aufwärtswelle, die am Zwischentief von Anfang Oktober startete, sah es nach einer starken Welle 3 aus.

Doch ebenfalls schon vor genau einer Woche wies ich darauf hin, dass die Corona-Infektionen vielerorts wieder sprunghaft anstiegen und dabei sogar Rekordstände erreichten. Und ich mahnte, mit einem Auge die Entwicklung in Sachen Corona zu verfolgen. Nun hat der Anstieg im DAX, den ich auch als „sehr wackelig“ beschrieb, ein Ende gefunden.

Unvorhersehbarer Stimmungsumschwung

Das war keineswegs so vorhersehbar. Mit einer anhaltend positiven Stimmung unter den Anlegern hätte sich das bullishe Elliott-Wellen-Szenario im DAX durchaus fortsetzen können, bis hin zu neuen Allzeithochs  – auch in den US-Indizes (siehe dazu auch „Die zweite Corona-Welle hinterlässt Spuren an den Märkten“). Doch die Warnzeichen waren klar zu erkennen und die Aktienmärkte nach wie vor „charttechnisch überkauft und fundamental hoch bewertet“. Damit sind sie einfach anfällig für neuerliche Rücksetzer.

Und im DAX hat der heutige Rücksetzer „die Vorzeichen getauscht“. Statt eines kurzfristig klar bullishen Chartbildes macht der Kursverlauf nun den Eindruck, dass wir nach der ABC-Korrektur lediglich eine Gegenbewegung gesehen haben, die jetzt in einer zweiten Korrekturwelle gemündet ist. Die Gefahr, dass der DAX auf ein neues Korrekturtief fällt, ist deutlich höher als die Chance, dass er bald wieder auf über 13.000 Punkte steigen kann.

Im DAX droht eine große Umkehr

Übergeordnet betrachtet ist noch nichts Schlimmes passiert. Im Tief konnte der DAX heute die Rechteckgrenze bei 12.590 Punkte verteidigen (grüner Pfeil), womit er lediglich wieder die Seitwärtsbewegung fortsetzt (gelber Pfeil). Und in einer Seitwärtsbewegung sind plötzliche und unvorhersehbare Richtungswechsel eher an der Tagesordnung.

DAX - Target-Trend-Analyse

Es besteht allerdings auch die Gefahr, dass sich ein Rounding-Top ausgebildet hat (roter Bogen), welches nun kurz vor der Vollendung steht. Gibt der DAX bis unter die Mittellinie bei 12.235 Punkte nach, sollte man ein Ansteuern der Mittellinie bei 11.525 Zähler einkalkulieren.


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PS: Die heutigen Kursverluste haben uns dazu veranlasst, in den Stockstreet-Börsenbriefen wieder einige Gewinne mitzunehmen. Heute Mittag erfolgte aus dem Aktien-Perlen-Depot eine Teilgewinnmitnahme bei ASML, die den Lesern einen Ertrag von +7 % sichert. Und um ca. 16 Uhr wurde ein weiterer Teilverkauf vorgenommen – die Aktien von Ansys brachten satte 45 % Gewinn ein. Wenig später folgte beim Hightech-Trader eine Verkaufsorder für die Aktien von Roku. Hier wurden 40,33% Gewinn in nur 3 Monaten eingetütet.
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Börse - Intern vom 14. Oktober 2020:
Inflation: US-Notenbank kann abwarten, EZB wird nachbessern

Gestern wurden in den USA die Inflationsdaten für den Monat September veröffentlicht. Und wieder ist es zu einem Anstieg der jährlichen Inflationsrate gegenüber dem Vormonat gekommen. So stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr um 1,4 %, nach einem Plus von 1,3 % im August (siehe dunkelblaue Balken in der folgenden Grafik). Die Inflationsrate nähert sich damit weiterhin dem Ziel der US-Notenbank von 2 %.

Inflation in den USA (jährlich)

Allerdings nimmt der Anstieg der Inflationsrate deutlich ab. Hatte es im August noch ein Plus von 0,3 Prozentpunkten gegeben so waren es nun schon nur noch 0,1 Prozentpunkte. Setzt sich diese Tendenz fort, dann wird es noch Monate dauern, bis das Inflationsziel der Fed erreicht ist. Zudem blieb die Kernrate, bei der die volatilen Preise für Energie- und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, im September unverändert bei +1,7 %.

Die Fed dürfte sehr zufrieden sein

Über zu stark steigende Preise muss sich die US-Notenbank also derzeit keine Sorgen machen. Genau auf diese Entwicklung hatte ich bereits zur Veröffentlichung der monatlichen US-Arbeitsmarktdaten am 2. Oktober hingewiesen (siehe „Die Märkte laufen wieder in geregelten Bahnen“). Die Arbeitsmarktdaten waren damals an den Börsen spurlos vorbei gegangen, weil „sie sich in Richtung bzw. entlang des vorgezeichneten Pfades der US-Notenbank bewegen“, schrieb ich. Und weiter:

Ähnliches ist dann auch für die Inflation zu erwarten. Zuletzt näherte sich die Inflationsrate mit großen Schritten dem durchschnittlichen Inflationsziel der Federal Reserve von 2 %. Auch hier dürfte sich diese Tendenz weiter fortsetzen, das Tempo der Entwicklung aber abnehmen. Denn mit einer schnellen Rückkehr der US-Bürger in Arbeit stieg deren Konsum. Das hat die Preise angetrieben. Wenn nun aber immer weniger Arbeitslose zurück in ihren Job kehren, dürfte auch die Konsumnachfrage weniger steil ansteigen und somit auch der Preisdruck weniger stark zunehmen.

Genau diese Erwartung hat sich nun in den aktuellen Inflationsdaten manifestiert. Und wenn sich die aktuelle Tendenz fortsetzt, dann wird es noch Monate dauern, bis das Inflationsziel der US-Notenbank erreicht wird. Und selbst dann werden die Währungshüter nicht genötigt sein, mit restriktiveren Maßnahmen zu reagieren, weil sie mit dem jüngsten Strategieschwenk eine temporär höhere Inflation als hinnehmbar beschlossen haben. Und so gingen eben auch die gestrigen US-Inflationsdaten an den Märkten spurlos vorbei.

Wird die EZB ihre Anleihekäufe ausweiten?

Während die US-Notenbank mit der Preisentwicklung im Dollarraum sehr zufrieden sein kann, dürften die Sorgenfalten der Europäischen Zentralbank (EZB) bislang nicht kleiner geworden sein. Denn im Euroraum will die Inflation einfach nicht anspringen. Gestern wurde noch vor den US-Daten gemeldet, dass die Inflationsrate in Deutschland für September final -0,2 % betrug, nach 0,0 % im August und -0,1 % im Juli.

Inflation in Deutschland (jährlich)

Am kommenden Freitag folgen die endgültigen Daten zur Inflation in der Eurozone. Bei der Schnellschätzung vom 2. Oktober wurde hier ein Wert für September von -0,3 % gemeldet, nach -0,2 % im August.

Inflation in der Eurozone (jährlich)

Und mit Blick auf die Daten aus Deutschland ist nicht zu erwarten, dass die endgültigen Zahlen zur Eurozone eine deutlich höhere Inflationsrate ausweisen werden.

Anleihemarkt preist bereits neue Maßnahmen der EZB ein

An den Märkten wird inzwischen bereits zunehmend eingepreist, dass die EZB ihr Anleihekaufprogramm ausweiten wird, um der Inflation einen zusätzlichen Impuls zu verleihen. Der Bund-Future, der den Anleihemarkt in Deutschland widerspiegelt, ist zum Beispiel jüngst aus einer Art aufsteigenden Dreieck nach oben ausgebrochen und auf ein Niveau geklettert, welches er zuletzt vor mehr als einem halben Jahr gesehen hat.

Bund-Future - Chartanalyse

In den vorangegangenen Analysen zum Bund-Future war ich davon ausgegangen, dass sich das zusätzliche Angebot an Bundesanleihen durch die Schuldenaufnahme der Regierung und die Nachfrage der EZB infolge der Anleihekäufe in etwa die Waage halten werden und sich eine Seitwärtsbewegung etabliert (siehe Börse-Intern vom 17. Juli und 20. Mai). Diese hat es auch gegeben, doch dabei tendieren die Kurse seit dem Corona-Einbruch im März eher aufwärts.

Einige Hochs kann man mit einer horizontalen Linie verbinden (rot) und die drei markanten Tiefs mit einer Aufwärtslinie (grüne Linie). Dadurch bildet sich eine Art aufsteigendes Dreieck, welches nun nach oben aufgelöst wird.

Doch diese Formation ist nicht idealtypisch. Und daher sehe ich nun auch keinen starken Aufwärtsimpuls. Stattdessen gehe ich eher von einer Fortsetzung der Aufwärtstendenz aus.

Bund-Future - Chartanalyse

Doch abhängen wird dies auch von den weiteren Aktivitäten der EZB. Womöglich wird die Notenbank noch etwas beobachten, wie die Verhandlungen der EU zu dem Konjunkturprogramm im Volumen von 750 Milliarden Euro laufen. Spätestens wenn im Dezember die neuen Projektionen der EZB-Volkswirte vorliegen und bis dahin nicht absehbar ist, wie die 750 Milliarden verteilt werden, dürfte sich die EZB aber genötigt sehen nachzulegen, wenn die neuen Projektionen dann reduzierte Inflationserwartungen ausweisen.

Trades im Bund-Future bieten sich aktuell kaum noch an

Bislang hatte ich geschrieben, dass man die mögliche Seitwärtsbewegung im Bund-Future (gelbes Rechteck in den Charts oben) ausnutzen kann, indem man „am oberen Ende der möglichen Range short und am unteren Ende […] long“ geht. Doch da die Volatilität deutlich abgenommen und sich die Handelsspanne in der Aufwärtstendenz eingeengt hat (rote und grüne Aufwärtslinie im letzten Chart), machen solche Trades aktuell nur für sehr kurzfristig ausgerichtete Akteure Sinn. Es gibt bessere Märkte zum Traden.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
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