Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

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Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 11. Dezember 2017:
Freundlicher Jahresausklang 2017, holpriger Jahresstart 2018?

Der DAX lässt es in der neuen Handelswoche bislang gemächlich angehen. Aktuell sehen wir leichte Kursverluste, die aber noch sehr moderat ausfallen. Im Hoch erreichten die Kurse heute einen Stand von 13.192,42 Punkten, bevor sie anschließend abbröckelten. Damit ist der DAX exakt vom oberen Ende seiner aktuellen Seitwärtsrange abgeprallt (siehe roter Pfeil im folgenden Chart).

DAX - Seitwärtsbewegung

Nachdem es zuvor, wie am vergangenen Freitag beschrieben, bereits einen Fehlausbruch gab, steigt mit dem heutigen Rücksetzer die Wahrscheinlichkeit, dass sich der deutsche Leitindex wieder der 13.000er Marke nähert und sich die Seitwärtsrange bis zum Verfallstag am Freitag fortsetzt.

Zurückhaltung vor wichtigen Ereignissen

Ein solches zurückhaltendes Kursverhalten ist absolut typisch vor wichtigen Ereignissen. Immerhin entscheiden am Mittwoch bzw. Donnerstag die Notenbanken Fed und EZB über ihre zukünftige Geldpolitik. Überraschungen sollte es hierbei zwar nicht geben (was zu erwarten ist, hatte ich in der vergangenen Woche ausführlich geschrieben), aber dennoch nehmen die Anleger im Vorfeld gerne eine leicht defensive Haltung ein.

Auch eine Seitwärtsbewegung wäre ein freundlicher Jahresausklang

Vielleicht verschiebt sich ein möglicher Schlussspurt im DAX daher auf die nächste Woche. Doch selbst wenn die Jahresendrally auch dann ausbleibt und der deutsche Leitindex lediglich im Bereich der 13.000er Marke das Jahr abschließt, könnte man von einem freundlichen Jahresende sprechen. Denn immerhin hätte es der DAX dann am Ende auf eine ansehnliche Jahresperformance von ca. +13 % gebracht.

Window Dressing

Eine stabile Entwicklung ist auch deshalb bis zum Jahresende zu erwarten, weil die institutionellen Anleger regelmäßig  „Window Dressing“ betreiben. „Window Dressing“ meint das „Aufhübschen der Schaufenster“ - im übertragenen Börsensinne möchte man also in den Hochglanz-Broschüren der Fonds nur die besten Werte ausweisen. Große Fonds halten daher an den gut gelaufenen Positionen fest und sichern sich so deren Performance zum Stichtag 31.12.2017. So können die Fondsmanager in ihrer typischen Manier den Kunden belegen, dass sie in 2017 auf die richtigen Titel gesetzt haben.

Jahresstart 2018 könnte kritisch werden

Kritisch könnte es demnach allerdings zum Jahresstart 2018 werden. Ein freundlicher Jahresausklang ist aus meiner Sicht nämlich nur ein Friedensangebot der Bären auf Zeit. Denn was kann die Kurse nach dem „Window Dressing“ noch treiben oder auf ihrem Niveau halten? Wie in der vergangenen Woche geschrieben, liegen derzeit alle Karten auf dem Tisch. Es sind also alle fundamentalen Fakten bekannt. Dementsprechend dürften auch alle Informationen in den Kursen eingepreist sein.

Angesichts der relativ hohen (KGV-)Bewertung einiger Aktien könnte es daher gut sein, dass die gut gelaufenen Titel nur noch deshalb gehalten werden, damit sie sich zum Stichtag 31.12.2017 im Fondsdepot befinden. Aber was spricht dann dagegen, diese Werte zum Jahresbeginn 2018 aus dem Depot zu werfen?!

Anfang 2016 verlor der DAX ein Fünftel an Wert

Wie so etwas aussehen kann, haben wir zum Start in das Jahr 2016 gesehen. Das Jahr 2015 verlief zuvor grundsätzlich positiv (siehe folgender Chart) und hielt sich ziemlich perfekt an das saisonale Muster. Zunächst kam es zu einem kleinen Rücksetzer, auf den dann ein starker Jahresgebinn folgte. Der Sommer lief wenig berauschenden und folgte die typische Herbstkorrektur. Und dank einer Jahresendrallye konnte der DAX im Jahr 2015 letztlich von 9.805,55 auf 10.743,01 Punkte (blaue Linien) um 9,56 % zulegen - und damit fast so viel wie am aktuellen Jahr 2017.

DAX - Jahr 2015 und Jahresbeginn 2016

Doch pünktlich zum Jahresbeginn 2016 (vertikale Linie) gaben die Kurse dann kräftig nach. Bis zum 11. Februar 2016 verlor der DAX im Tief bei 8.699,29 Zählern fast ein Fünftel an Wert (-19 %).

Es fehlt ein neuer Kurstreiber

Anfang 2017 hatten wir diesen negativen Effekt nicht, weil kurz zuvor Donald Trump als neuer US-Präsident mit seiner Steuerreform und anderen konjunkturellen Versprechen die Märkte beflügelte. Doch für den Jahresbeginn 2018 sehe ich aktuell keinen ähnlichen Kurstreiber. Die größere Korrektur, die schon seit langem fällig ist, könnte die Märkte also zum Start in das Jahr 2018 ereilen.


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Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 8. Dezember 2017:
Basis für ein freundliches Jahresende

Im Streit um den US-Haushalt wurde eine Haushaltssperre und damit ein erzwungener Regierungsstillstand ("government shutdown") erneut verhindert - vorerst. Die Regierung stimmte dafür, die Finanzierung der Regierungsausgaben zunächst bis zum 22. Dezember zu verlängern. Hätte es heute keine Einigung auf eine Übergangsfinanzierung gegeben, hätten Bundesbehörden schließen müssen.

Solider US-Arbeitsmarktbericht

Positiv ist heute auch der US-Arbeitsmarkt ausgefallen. Im November wurden 228.000 neue Stellen geschaffen, was über den Erwartungen lag (200.000).

neu geschaffene Stellen in den USA

Zudem blieb die Arbeitslosenquote auf dem niedrigen Niveau des Vormonats (4,1 %).

Arbeitslosenquote der USA

Damit steht einer möglichen Jahresendrally kaum mehr etwas im Wege. Zumal die Aktienmärkte auch charttechnisch inzwischen den Grundstein dafür gelegt haben. Denn die leicht bearishen Signale, die sich noch vor kurzem dies- und jenseits des Atlantiks abgezeichnet hatten, sind inzwischen hinfällig.

Einbruch der US-Indizes nur von kurzer Dauer

So war der Einbruch in den US-Indizes nur von sehr kurzer Dauer. Zwar kam es zu Wochenbeginn noch zu weiteren Kursverlusten, doch liefen diese ohne jegliche Dynamik ab. Das sprach bereits gegen eine klare Stärke der Bären. Und inzwischen haben sich die Notierungen deutlich erholt. Die US-Indizes stemmen sich also weiterhin erfolgreich gegen eine Korrektur.

Bullishe Attacke auf die Seitwärtsrange im DAX

Und der DAX hat sich heute sogar aufgemacht, seine Seitwärtsrange nach oben zu verlassen (siehe roter Kreis im Chart).

DAX - Seitwärtsbewegung

Es könnte also zu einem freundlichen Jahresende kommen. Allerdings war der aktuelle Ausbruch lediglich ein Fehlversuch. Und es ist durchaus fraglich, ob sich der DAX von der 13.000er Marke lösen kann.

Verfallstagsgrafik: Setzt sich das Pendeln um die 13.000er Marke fort?

Denn die aktuelle Verfallstagsgrafik deutet darauf hin, dass sich das Pendeln um diese psychologisch wichtige Marke noch etwas fortsetzen wird.

Verfallstagsgrafik

Wir sehen für den Dezember ein sehr gemischtes Bild. Die größte Gesamtposition der Put und Calls liegt im betrachteten Bereich genau an der 13.000er Marke - das ist wohl auch mit ein Grund dafür, dass sich der DAX zurzeit von dieser Marke nicht lösen kann.

Zwischen 12.000 und 13.000 Punkte ist das Bild fast homogen. Die 12.800er Position fällt hier allerdings noch ins Auge.  Und nach oben sehen wir, dass ab 13.200 Punkten die Put-Positionen ausdünnen und die Call-Positionen zunehmen.

Kursziel für den kommenden Freitag: 13.000 Punkte

Der wahrscheinlichste Abrechnungskurs für den kommenden Freitag liegt also bei 13.000 Punkten. Über 13.200 sollten die Kurse nicht steigen - geschieht dies, müssten die Stillhalter sich absichern, was einen Trend stark beschleunigen könnte. Fallen die Kurse hingegen deutlich, so wird die 12.800er Marke interessant. Unterhalb dieser wird es erst bei 12.500 für die Stillhalter kritischer, so dass bei fallenden Kursen bis zu dieser Marke kaum mit einer Trendbeschleunigung durch Absicherungspositionen zu rechnen ist. - Und so passt die Verfallstagssituation perfekt zum aktuellen Chartbild des DAX: Die Seitwärtsbewegung (gelbes Rechteck im Chart oben) könnte also bis zum Verfallstag am Freitag kommender Woche durchaus noch weitergehen.


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Börse - Intern vom 7. Dezember 2017:
Das ist von der Fed zu erwarten

Während die EZB dem wirtschaftlichen Treiben aktuell recht tatenlos zuschauen kann (siehe gestrige Börse-Intern), dürfte die Fed am kommenden Mittwoch ihr Leitzinsband um 25 Basispunkte auf 1,25 bis 1,50 % anheben. An diesem von den FOMC-Mitgliedern lang vorbereiteten Zinsschritt haben die Märkte aktuell keinen Zweifel mehr. Er ist schon seit einigen Wochen mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 % eingepreist (siehe Grafiken aus der Börse-Intern vom vergangenen Montag und vom 23. November).

US-Wirtschaft brummt

Und dass die Fed den Spielraum hat, die Zinsen anzuheben, belegen immer mehr Konjunkturdaten. So wurde das BIP-Wachstum für das dritte Quartal 2017 am vergangenen Freitag sogar von 3,0 auf 3,3 % angehoben.

Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA

Der Arbeitsmarkt befindet sich schon längst unter Vollbeschäftigung und die Stimmung in den Unternehmen ist nahe dem Hochpunkt (siehe auch „Boomende US-Konjunktur“).

US-Einkaufsmanager nur etwas weniger optimistisch

Während die Einkaufsmanager der Eurozone immer optimistischer werden und Rekordwerte erreicht werden, hat sich das Bild in den USA zwar jüngst minimal eingetrübt, doch sämtliche Einkaufsmanagerindizes notieren noch komfortabel oberhalb der Marke von 50 Punkten, ab der zukünftiges Wachstum signalisiert wird.

So sind der ISM-Einkaufsmanagerindex der Industrie im November von 58,7 auf 58,2 Punkte und der entsprechende Markit-Index von 54,6 auf 53,9 Punkte gesunken. Ähnlich sieht es für den Dienstleistungsbereich der USA aus. Der Markit-Index ging von 55,3 auf 54,5 und der ISM-Index von 60,1 auf 57,4 Punkte zurück.

Zu beachten ist dabei jedoch, dass diese Ergebnisse auf Stimmungsumfragen basierend, die noch vor der vom Senat beschlossenen Steuerreform erhoben wurden. Es sollte daher noch abgewartet werden, wie sich dieser Beschluss auf die Stimmung auswirkt. Die Dezember-Daten werden uns darüber Auskunft geben.

Positiver Wachstumstrend setzt sich zum Jahresende fort

In jedem Fall kann man als Fazit der gestrigen und heutigen Analyse der Wirtschaftsdaten sagen, dass die Wachstumsaussichten dies- und jenseits des Atlantiks zum Jahreswechsel positiv bleiben. Spekulationen auf stärkere Leitzinserhöhungen in den USA wurden mit den aktuellen Stimmungsindikatoren zwar nicht forciert, die Einkaufsmanagerdaten geben aber auch keinen Anlass, am eingeschlagenen Zinspfad der US-Notenbank zu zweifeln.

Zinsfantasie beendet Aufwärtstrend im EUR/USD

Die grundsätzlich positiven Wirtschaftsaussichten sind auch ein Grund dafür, dass sich die Aktienkurse auf hohem Niveau halten können und von einer beginnenden Korrektur in den US-Indizes weiterhin kaum eine Spur zu sehen ist. Und die durchaus vorhandene Zinsfantasie in den USA dürfte ein Grund dafür sein, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro keine Schwäche mehr zeigt.

Am 23. November berichtete ich noch von einem bullishen Ausbruch aus einem kurzfristigen Abwärtstrendkanal (rot im folgenden Chart) und einem bestätigenden Retest des Ausbruchsniveaus (grüner Pfeil).

EUR/USD - Chartanalyse

Eigentlich erhärtete sich damit der Eindruck, dass der Abwärtstrendkanal lediglich eine zwischenzeitliche Korrektur im übergeordneten Aufwärtstrend war und dieser Aufwärtstrend wiederaufgenommen wurde. Doch tatsächlich konnten die Kurse nur kurzzeitig von dem bullishen Ausbruchssignal profitieren. Inzwischen befinden wir uns wieder auf dem Niveau, welches wir auch schon Ende Juli gesehen haben - die Kurse bewegen sich seitdem also nur seitwärts (oranger Pfeil). Die dynamische Aufwärtstendenz, die man bis dahin seit Jahresbeginn sehen konnte, scheint also erst einmal beendet.

Inzwischen sind die Zukunftsperspektiven sowohl für die Wirtschaft als auch für die Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks ausreichend in den Kursen eingepreist. Und so könnte sich im EUR/USD eine neue Seitwärtstendenz etablieren (oberes Rechteck), bis sich die Perspektiven ändern.


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Börse - Intern vom 6. Dezember 2017:
Das ist von der EZB zu erwarten



Kleiner Hinweis in eigener Sache:
Stockstreet hat vom Nikolaus ein neues Design für die Börse-Intern erhalten. Das haben wir natürlich sofort für Sie umgesetzt. Wir hoffen, dass es Ihnen gefällt.

Viele Grüße
Ihr Stockstreet Team



Nachdem die US-Steuerreform vom Senat durchgewunken wurde, rücken nun die Notenbanken wieder in den Fokus der Anleger. Denn in der kommenden Woche entscheidet am Mittwoch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) über die zukünftige Ausrichtung ihrer Geldpolitik.

Inflationsdruck in der Eurozone noch sehr gering

Von der EZB werden allerdings keine neuen Maßnahmen erwartet. Zwar läuft die Wirtschaft der Eurozone immer runder, doch das Hauptziel der EZB, eine Inflation nahe 2 %, ist noch in weiter Ferne. So ist die jährliche Inflation im Euroraum im November 2017 nur leicht gestiegen - laut einer ersten Eurostat-Schätzung auf 1,5 %. Sie erreichte damit lediglich wieder den Wert von August und September, nachdem die Rate im Oktober auf 1,4 % nachgegeben hatte.

Inflation im Euroraum

Spektakulär ist der aktuelle Anstieg also bei Betrachtung der Entwicklung der vergangenen Monate nicht. Man kann höchstens von einer Stabilisierung bzw. auf Sicht von einem halben Jahr von einem sehr langsamen Anstieg sprechen (im Juni und Juli lag die Rate jeweils bei 1,3 %).

Inflation dürfte in 2018 moderat ansteigen

Dieser Anstieg dürfte sich allerdings vor dem Hintergrund einer sinkenden Arbeitslosigkeit fortsetzen. Die Arbeitslosenquote im Gemeinschaftsgebiet des Euros ist im Oktober 2017 auf 8,8 % weiter gesunken, von 8,9 % im Vormonat. Damit wurde der niedrigste Stand seit Januar 2009 erreicht. In der gesamten EU lag die Arbeitslosenquote sogar nur noch bei 7,4 % - ein weiterer Rückgang gegenüber 7,5 % im September und der tiefste Wert seit November 2008.

Arbeitslosenquote in der Eurozone und der EU
(Grafikquelle: Eurostat)

Die Arbeitslosenquote ist ein nachlaufender Indikator und findet daher generell derzeit wenig Beachtung. Zumal auch die Geldpolitik nur indirekt auf diese Daten schaut. Wichtiger ist für die Notenbanken die Inflation. Allerdings kann eine sinkende Arbeitslosigkeit zu steigenden Löhnen führen - steigende Löhne führen zu steigendem Konsum - steigender Konsum führt zu mehr Nachfrage - mehr Nachfrage zu höheren Preisen - und höhere Preise bedeuten höhere Inflation.

Und die Arbeitslosenquote wird weiter sinken. Denn für die kommenden Monate ist weiteres Wirtschaftswachstum zu erwarten, weshalb auch der Personalbedarf weiter zulegen wird. Darauf deuten zumindest die aktuellen Einkaufsmanagerdaten hin.

Einkaufsmanager weiterhin sehr optimistisch

Die Einkaufsmanager in der Eurozone blicken nämlich weiterhin höchst positiv in die Zukunft. Der Markit-Index für das verarbeitende Gewerbe ist im November auf 60,1 Punkte angestiegen, nach 58,5 Punkten im Oktober (siehe folgende Grafik). Er erreichte damit den zweithöchsten jemals gemessenen Wert. Nur im April 2000 gab es einen noch höheren Wert.

IHS Markit-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes in der Eurozone
(Grafikquelle: tradingeconomics.com)

Noch optimistischer sieht es für die deutsche Wirtschaft aus. Hier legte der Markit- Einkaufsmanagerindex sogar auf 62,5 Punkte zu, von 60,6 Zählern im Vormonat (siehe folgende Grafik). Auch hier wurde der zweithöchste Wert der Historie erreicht. Nur im Februar 2011 stand er mit 62,7 Punkten noch höher.

IHS Markit-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland
(Grafikquelle: tradingeconomics.com)

Die deutsche Wirtschaft produziert inzwischen am Anschlag. Es liegen Kapazitätsengpässe vor und die Lieferverzögerungen stehen auf Rekordhoch.

Inflationsziel wird wohl erst Ende 2018 erreicht

Sowohl in der Eurozone insgesamt als auch in Deutschland im Speziellen wird dadurch der Druck auf die Inflation erhöht. Es wird früher oder später zu höheren Verbraucherpreisen kommen. In den vorgelagerten Stufen sind die Preise bereits gestiegen. Bleibt der Anstieg der Inflation beim bisherigen Tempo, wird erst spät im Jahr 2018 die Zielrate der EZB von 2,0 % erreichen. Das passt aber aktuell noch durchaus mit der Geldpolitik der EZB zusammen. Wohl nicht ganz zufällig läuft das QE-Programm der EZB mindestens bis September 2018, wenn auch ab Januar 2018 mit auf 30 Mrd. Euro pro Monat halbierten Anleihekäufen.

Wirtschafts- und geldpolitisch ist alles „im Flow“

Daher wird sich die EZB in ihrem eingeschlagenen Pfad auch mit den aktuellen Konjunkturdaten bestätigt sehen. Änderungen in der Geldpolitik wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Zumal die Notenbank sicherlich erst einmal abwarten wird, wie sich die Halbierung der monatlichen Anleihenkäufe ab Anfang 2018 auswirken wird. Daher wird auch der Einfluss der kommenden Wirtschaftsdaten aus der Eurozone auf die Börsenkurse relativ gering bleiben. Es sei denn, es gibt große Überraschungen. Wirtschafts- und geldpolitisch ist daher derzeit alles „im Flow“.

Was bewegt den DAX?

Den DAX müssen daher aktuell andere Themen bewegen. Aber weil inzwischen auch die Steuerreform, wie eingangs bereits geschrieben, quasi beschlossene Sache ist, dürfte derzeit eigentlich alles in den Kursen eingepreist sein. Und vielleicht ist dies wiederrum ein Grund dafür, dass sich die Anleger derzeit so stark an der runden 13.000er Marke orientieren und diese ihre Anziehungskraft voll ausspielen kann (siehe gestrige Börse-Intern).

Nachdem der DAX heute wieder unter die psychologisch wichtige Marke abgetaucht ist, steuert er sie aktuell wieder von unten an (siehe grüner Pfeil im Chart).

DAX - Target-Trend-Analyse

Charttechnisch hat sich also im DAX seit gestern nichts verändert. Wer aber dem gestrigen Rat gefolgt und heute am unteren Ende der Range „long“ gegangen ist, kann schon auf kleine Gewinne blicken.

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Börse - Intern vom 5. Dezember 2017:
Die hohe Anziehungskraft der runden Marken

Inhaltsverzeichnis

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Die hohe Anziehungskraft der runden Marken

Das war schon eine irre Berg- und Talfahrt, die wir da am vergangenen Freitag im DAX gesehen haben. Über einen Großteil des Handelsgeschehens hatte ich an diesem Tag bereits in der Börse-Intern berichtet. Zu diesem Zeitpunkt war der DAX im Bereich von rund 13.000 Punkten dynamisch aus seiner Flaggenformation nach unten ausgebrochen (siehe roter Kreis im DAX-Chart unten), im Tief bis auf fast 12.800 Zähler gerutscht und danach wieder bis an das Ausbruchsniveau zurückgelaufen. Doch das eigentliche Spektakel begann erst danach.

Neue Meldung zur Russland-Affäre

Denn als eine Meldung über die Nachrichtenticker lief, dass die US-Justiz den früheren nationalen Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump, Michael Flynn, wegen Falschaussagen in der Russland-Affäre formell angeklagt und vorgeladen hat, brachen auch die US-Indizes ein. Der Dow Jones büßte binnen sechs Minuten fast 300 Punkte ein (siehe folgender Chart). Und nach einer schnellen Kurserholung kam es in weiteren 15 Minuten zu einem neuerlichen 250-Punkte-Rutsch. Insgesamt verlor der Dow Jones in dieser Zeit von über 24.300 auf nur noch knapp 23.900 Punkte.

Dow Jones - kurzfristige Chartanalyse

Mit dem Dow Jones brach der DAX erneut ein (rote Ellipse im folgenden Chart). Durch die erneuten Kursverluste war der Ausbruch aus der Flagge aus Sicht der Bären zunächst erfolgreich getestet und bestätigt.

DAX - Chartanalyse

Doch der Spuk war relativ schnell vorbei. Die Kurse erholten sich im weiteren Handel deutlich und am Ende blieben am US-Aktienmarkt kaum noch Verluste übrig. Offenbar besannen sich die Anleger wieder auf die US-Steuerreform, die kurz vor der Abstimmung im US-Senat stand.

US-Senat verabschiedet Trumps Steuerreform

Und tatsächlich wurde am Samstagmorgen (MEZ) Vollzug gemeldet. Mit 51 zu 49 Stimmen fiel die Entscheidung denkbar knapp und ziemlich exakt entlang der Parteilinien aus. Kein einziger Demokrat votierte dafür und unter den Republikanern stimmte nur ein Senator dagegen.

Da das Abgeordnetenhaus zuvor eine eigene Vorlage verabschiedet hatte, müssen beide Entwürfe nun zwar noch unter einen Hut gebracht werden. Erst dann kann Präsident Trump das Gesetz nach abschließenden Abstimmungen in beiden Häusern des Kongresses unterzeichnen. Aber die Chancen sind sehr groß, dass dies noch vor Weihnachten geschieht. Denn die Vorlagen beider Kongress-Kammern unterscheiden sich lediglich in einigen Punkten und stimmen in ihrer Zielrichtung überein.

Steuerreform befeuert Kurserholung

Im Kern geht es um eine massive Senkung der Unternehmenssteuern von derzeit 35 auf 20 %. Und da weniger Steuern auch höhere Gewinne bedeuten, erklärt sich damit die schnelle Erholung der Aktienkurse. Der DAX gelangte dadurch im zweiten Anlauf zu Beginn der neuen Woche sogar zurück in die Flaggenformation (siehe grüne Ellipse im Chart oben). Und damit ist der bearishe Ausbruch vom Freitag egalisiert.

Die hohe Anziehungskraft der runden Marken

Im Prinzip kann man die bisherige Flagge nun als Seitwärtskonsolidierung betrachten (siehe rechtes Rechteck im folgenden Chart). Und diese verläuft in einer Range von rund 200 Zählern oberhalb und 150 Punkten unterhalb der runden 13.000er Marke (blaue Linie). Im Prinzip pendelt der Dax also seit drei Wochen schon um diese psychologisch wichtige Marke.

DAX - hohe Anziehungskraft von runden Marken

Es ist schon beeindruckend, welche Anziehungskraft diese runden Marken auf die Kurse haben. Denn schon im Oktober hielt diese Marke den DAX wochenlang in ihrem Bann (siehe linkes Rechteck im Chart).

Will man den DAX traden, dann könnte es sich aktuell anbieten, am oberen Ende der aktuellen Range auf fallende Kurse und am unteren Ende auf steigende Kurse zu setzen. Und kommt es zu einem Ausbruch aus der Range, kann man prozyklisch einsteigen.


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Börse - Intern vom 4. Dezember 2017:
Steht eine Rezession in den USA bevor?

Inhaltsverzeichnis

Steht eine Rezession in den USA bevor?

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

in den USA wird seit einigen Wochen eine hitzige Diskussion über die möglichen Auswirkungen einer sich abflachenden Zinsstrukturkurve geführt. Das Abflachen und vor allem die Inversion dieser Kurve waren in den vergangenen Jahrzehnten ein recht zuverlässiger Rezessionsindikator. Damit ist natürlich auch die jüngste negative Entwicklung in den USA ein gefundenes Fressen für die Bären. Zu Recht?

Änderungen der Zinsstruktur als Warnsignal

Die Zinsstruktur ist das Verhältnis verschiedener Zinssätze zueinander. Üblicherweise werden dafür Zinsen für Staatsanleihen unterschiedlicher Laufzeiten genommen. Trägt man diese in ein Diagramm ein, erhält man die Zinsstrukturkurve. Da sich die Anleihenkurse und damit die Renditen der Anleihen börsentäglich ändern, ist jede Zinsstrukturkurve nur eine Momentaufnahme.

Insbesondere die Änderungen der Zinsstruktur werden von Ökonomen und Investoren aufmerksam verfolgt. In der folgenden Abbildung habe ich daher der aktuellen Zinsstrukturkurve für US-Staatsanleihen (blau) diejenige von vor einem Jahr (orange) gegenübergestellt:

Zinsstruktur USA

(Quelle: US. Department of Treasury)

Unten, auf der horizontalen Achse werden nach rechts aufsteigend die üblichen Laufzeiten der Anleihen (in Monaten bzw. Jahren) aufgetragen, auf der vertikalen Achse die dazugehörigen durchschnittlichen Marktrenditen dieser Anleihen. (Links für die blaue und gelbe Kurve, rechts für die grau gestrichelte.)

Was normale und inverse Zinsstruktur aussagen

Im Normalfall haben länger laufende Anleihen eine höhere Rendite, weil für längere Laufzeiten das Risiko für die Anleger größer wird (z.B. Kapitalverluste durch die Inflation während der Laufzeit). Die Zinsstrukturkurve zeigt dann einen steigenden Verlauf – wie es für beide Kurven im Diagramm der Fall ist. In diesem Sinne ist also auch die aktuelle Zinsstrukturkurve völlig „normal“. Warum also die Aufregung?

Im Diagramm ist zu erkennen, dass die aktuelle (blaue) Kurve flacher verläuft als die Kurve vor einem Jahr (orange). Die kurzfristigen Zinsen sind also gestiegen, während die langfristigen sogar leicht gefallen sind. Wenn dieser Prozess weitergeht, dann könnte es zu einer sogenannten inversen Zinsstrukturkurve kommen, also einer Linie, die tendenziell fällt. Geschieht das, bedeutet es nichts anderes, als dass die kurzfristigen Zinsen höher als die langfristigen sind. Das war z.B. Anfang 2007 der Fall – vor der Finanzkrise und dem Crash von 2008 (siehe grau gestrichelte Kurve).

Angebot und Nachfrage bei Anleihen bei nahender Rezession

Wie kommt es nun zu einer inversen Zinsstruktur? Warum verlangen die Anleger dann offenbar keinen Risikoausgleich mehr für lang laufende Anleihen, sondern akzeptieren niedrigere Renditen, als sie für „Kurzläufer“ erhalten? Die landläufige Erklärung ist, dass die Anleger zu dieser Zeit fallende Zinsen erwarten. Daher sichern sie sich durch verstärkten Kauf von Anleihen mit langer Laufzeit deren noch hohe Renditen.

Die dadurch erhöhte Nachfrage nach „Langläufern“ treibt die Preise (= Kurse) für diese Anleihen. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach „Kurzläufern“, also fallen die Preise (=Kurse). Bei Anleihen stehen aber Kurse und Renditen in umgekehrter Wechselwirkung (steigende Kurse = sinkende Renditen und umgekehrt). Also fallen die langfristigen Zinsen und die kurzfristigen steigen. Wenn dieser Mechanismus stark genug ist und lange genug andauert, dann „kippt“ eben die Zinsstrukturkurve und wird invers.

Der letzte Satz ist dabei entscheidend: Damit es zu einer inversen Zinsstrukturkurve kommt, müssen also die Zinssenkungsängste der Anleger hinreichend groß und nachhaltig sein. Das ist aber vor allem im Vorfeld einer nahenden Rezession der Fall, weil die Anleger davon ausgehen, dass die Zentralbank – in den USA also die Fed – die Rezession wie üblich mit Zinssenkungen bekämpft.

Sendet die Zinsstruktur tatsächlich jetzt schon ein Warnsignal?

Und genau das ist der entscheidende Punkt für die Bären, die aus der aktuellen Abflachung der Zinsstrukturkurve herauslesen, dass die USA auf eine Rezession zusteuern. Anlass dafür ist, dass die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen und 2-jährigen US-Staatsanleihen Anfang November sehr dynamisch unter eine wichtige Unterstützung fiel (siehe rote Linie in folgendem Chart).

Renditedifferenz 10J.-2J. seit 2009

(Quellen: MarketMaker mit Daten von investing.com; eigene Berechnungen)

Die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen und 2-jährigen Staatsanleihen ist eine oft genutzte Vereinfachung der Zinsstrukturkurve, die sich auch sehr gut im Zeitverlauf darstellen lässt. Dabei zeigt eine fallende Kurve eine flacher werdende Zinsstrukturkurve an und umgekehrt. Wenn die Kurve dann unter die Nulllinie fällt, liegt eine inverse Zinsstruktur vor.

Und im Zeitverlauf sieht man allerdings sehr deutlich, dass die Renditedifferenz schon seit 2011 fällt – mit nur mehr oder weniger starken Unterbrechungen. Die bisher letzte Unterbrechung endete im Dezember 2016; seitdem fällt die Kurve faktisch wieder kontinuierlich. Der jüngste Rückgang ist dabei nicht einmal besonders auffällig – wenn man vom Durchbruch der roten Linie absieht.

Ein scheinbar idealer Rezessionsindikator

Im langfristigen Bild (siehe folgender Chart) zeigt sich tatsächlich, dass allen Rezessionen (grau schattierte Zeiträume) seit Ende der 1970er Jahre eine inverse Zinsstruktur vorausging (siehe rote Füllungen). Es gab nur eine Ausnahme: Im Jahr 1998 wurde die Zinsstruktur zwar kurzzeitig invers (siehe blauer Pfeil), aber die Rezession blieb zunächst aus. Vor der nächsten Rezession von 2001 gab es jedoch nochmals eine klar inverse Zinsstruktur.

Renditedifferenz 10J.-2J. seit 1977

(Quellen: National Bureau of Economic Research, MarketMaker mit Daten von investing.com; eigene Berechnungen)

Allerdings zeigt der Chart auch, dass die aktuelle Renditedifferenz (gestrichelte Linie) noch kein alarmierendes Niveau erreicht hat. In diesem Bereich gab es in den vergangenen Jahrzehnten selbst nach dynamischeren Rückfällen als derzeit immer wieder eine Umkehr nach oben – und damit keine Rezession. Das ist im Übrigen auch das, was die Frühindikatoren, wie die Einkaufsmanagerindizes, bislang noch ganz klar signalisieren (siehe z.B. Börse-Intern vom 8.11.2017). Und es gab bisher noch nie eine Rezession in den USA, wenn die Einkaufsmanagerindizes – so wie zurzeit – auf hohem Niveau waren und weiter anstiegen. (Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe sprang z.B. erst im September auf seinen höchsten Stand seit Juni 2004!)

Warum die Zinsstruktur ein schwieriger Rezessionsindikator ist

Der Chart zeigt aber darüber hinaus ebenfalls, dass die Zinsstruktur zum Teil bereits extrem früh kippt – lange bevor es tatsächlich zu einer Rezession kommt. Im Durchschnitt der vergangenen Rezessionsperioden (der „Double Dip“ der 1980er Jahre wird als eine Rezession gezählt) wurde die Zinsstruktur knapp 18 Monate vor dem tatsächlichen Beginn der Rezession invers. Vor der Finanzkrise 2007 waren es sogar zwei Jahre! Fürs Timing taugt dieser Indikator also nicht.

Können wir also getrost zur Tagesordnung übergehen und die flachere Zinsstruktur ignorieren? Eigentlich schon – denn erst bei anhaltender Abwärtsdynamik der Renditedifferenz und deren Durchbruch durch die Nulllinie wird es kritisch. Trotzdem will ich zum Abschluss auf mögliche Gründe für die jüngste Abflachung der Zinsstrukturkurve eingehen.

Zunächst ist festzuhalten, dass die Anleger entgegen der üblichen Interpretation der Zinsstrukturkurve noch keine sinkenden Zinsen erwarten. Das gilt zumindest für die Leitzinsen der Fed. Hier zeigen die Fed Futures, welche die Zinserwartungen der Märkte zu den jeweiligen Fed-Sitzungsterminen wiedergeben, dass die Anleger bis Ende 2018 mit schrittweise weiter steigenden Leitzinsen rechnen (siehe folgende Grafik). Die „Leitzins-Struktur“ ist also weiterhin normal – und nicht invers!

Impliziter Fed-Leitzins

(Quellen: CME Group; eigene Berechnungen)

Der entscheidende Sinneswandel der Anleger

Allerdings gab es offenbar einen deutlichen Sinneswandel unter den Anlegern, was die Konsequenz der Fed betrifft. Wir erinnern uns: Bei ihren ersten Zinserhöhungen 2016 agierte die Fed eher zögerlich und setzte diese mehrmals mit fast fadenscheinig wirkenden Begründungen sogar aus. Und so gab es noch weit ins laufende Jahr hinein Analysten und Anleger, die nicht so recht an eine Normalisierung der Geldpolitik glaubten.

Das änderte sich erst im Sommer dieses Jahres als die Fed deutliche Ansagen hinsichtlich einer Reduzierung ihrer Bilanzsumme machte und auch die Wirtschaftslage mit klar optimistischen Worten beschrieb. Erst dann reagierten auch die Anleger dementsprechend eindeutig (siehe folgender Chart).

Fed Funds Future 12/2017 vs. Zinsen

(Quellen: MarketMaker mit Daten von investing.com, CME Group; eigene Berechnungen)

Noch bis Anfang September lag die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt im Dezember bei unter 50 %, wie die Fed Funds Futures für die Dezember-Sitzung der Fed zeigen (siehe grüne Kurve). Danach (siehe gelbes Rechteck) stieg der Wert dynamisch an – aufgrund der genannten Änderung in der Kommunikation der Fed.

Was die aktuelle Zinsstruktur tatsächlich bedeutet

Parallel dazu stiegen auch die kurzfristigen Zinsen (rote Kurve) nachhaltig und vor allem kräftig an. Nur diese werden ja durch den Leitzins unmittelbar beeinflusst. Die langfristigen Zinsen (blaue Kurve) reagierten dagegen nur kurzzeitig und blieben danach auf nur leicht erhöhtem Niveau wieder konstant. Denn die langfristigen Zinsen reagieren eher auf nachhaltige Änderungen des Inflationsniveaus und der Inflationserwartungen. Aber aufgrund eines nach wie vor verhaltenen Anstiegs der Löhne und der Rohstoffpreise in den USA besteht vorerst keine Gefahr einer deutlich höheren Inflation. Und so kommen die langfristigen Zinsen vorerst weiterhin nicht so recht vom Fleck.

Letztlich ist also das Abflachen der Zinsstrukturkurve nur Ausdruck der Anpassung der Märkte an die Geldpolitik und die wirtschaftlichen Gegebenheiten und keine Rezessionsangst. Es mag noch andere Gründe geben, aber die genannten sind die offensichtlichsten und klar nachvollziehbar. Lassen Sie sich also nicht durch eventuelle Weltuntergangsszenarien verunsichern. Noch ist die Rally intakt, auch wenn schon erste Überhitzungserscheinungen auszumachen sind. Eine Korrektur dürfte diese aber rasch abbauen. Selbst wenn diese weiterhin ausbleibt, kann diese Übertreibung noch lange weitergehen. Und solange sollten Sie Ihre Gewinne weiter laufen lassen.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


Die Börsenbriefe von Stockstreet

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Trader-Sentiment für 49. KW 2017 (04.12. - 08.12.)

Vor einer Woche hatten stolze 60,32 % der Voting-Teilnehmer auf den Button für einen steigenden DAX geklickt. Einen derart hohen Optimismus mit mehr als 60 % Bullen hatten wir zuletzt Anfang Juli 2016 gemessen. Und weil das Sentiment ein Kontra-Indikator ist, deutete damit nicht nur das Chartbild des DAX, sondern auch die Stimmung recht eindrucksvoll darauf hin, dass wir lediglich eine Konsolidierung im Abwärtstrend gesehen haben und somit wieder fallende Notierungen folgen.

Tatsächlich stellte sich die Seitwärtsbewegung anschließend als Flagge im Abwärtstrend heraus (siehe dunkles Rechteck im folgenden Chart). Schon zu Wochenbeginn zeigte der DAX Schwäche. Er konnte zwar am Mittwoch mit einer Aufwärtslücke einen Sprung in die Gewinnzone machen, doch damit blieb er unter dem Hoch der Vorwoche (helles Rechteck) und die Kurse konnten kaum weiter zulegen, sondern brachen noch am selben Tag wieder ein.

Am Ende kam es mit einem Schlusskurs bei 12.861,49 Punkten zu einem Wochenminus in Höhe von fast 200 Zählern bzw. 1,51 %. Damit hat das Sentiment relativ klar als Kontra-Indikator funktioniert - und das idealtypisch bei einem besonders hohen Ungleichgewicht.

Die Verluste im DAX haben auch deutliche Spuren in der Anlegerstimmung hinterlassen. Von den 60,32 % Bullen sind in der aktuellen Umfrage nur noch 48,48 Prozentpunkte übrig geblieben.

Damit sind nun sogar die Bären in der Überzahl. Die Stimmung ist also von klar optimistisch auf leicht pessimistisch gedreht. Und so steht in dieser Woche wohl eine Kurserholung an. Damit könnte sich die Seitwärtsbewegung zwischen rund 12.800 und 13.200 Punkten fortsetzen. Und auch dies würde zum Stimmungsbild passen, weil das Ungleichgewicht zwischen Bullen und Bären aktuell relativ gering ist.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team
- www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 1. Dezember 2017:
Ein klares Signal für einen Short-Einstieg im DAX

Inhaltsverzeichnis

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Ein klares Signal für einen Short-Einstieg im DAX

Die Suche nach Einstiegsmöglichkeiten war nach zwei Tagen schon beendet. Denn heute lagen glasklare Signale für einen Short-Einstieg im DAX vor. Unter hoher Dynamik brach der deutsche Leitindex aus seinem flachen Aufwärtstrendkanal (orange im folgenden Chart) nach unten aus (roter Kreis). Damit stellte sich der Trendkanal tatsächlich als Flagge im Abwärtstrend heraus.

DAX - Flaggenformation wurde nach unten aufgelöst

Im „Target-Trend-Spezial“ hatten wir dieses Szenario für unsere Abonnenten aufgrund einer Elliott-Wellen-Zählung schon seit Tagen verfolgt. Und im „Target-Trend-CFD“ sind wir folglich beim heutigen Ausbruch mit einem Short-Trade bei 12.952 Punkten eingestiegen und haben in Erwartung einer Gegenbewegung bei 12.832 Punkten ziemlich genau am Tief die Gewinne mitgenommen.

Trading ist schwerer als es im Nachhinein ausschaut

Charttechnisch kann es manchmal eben sehr einfach sein. Allerdings war das Trading im DAX wesentlich schwieriger, als es hier nun im Nachhinein ausschaut. Denn der DAX verhält sich aktuell völlig anders als die US-Indizes. Dort gab es nur sehr begrenzte Rücksetzer. Und diese wurden, wie schon so oft in der Vergangenheit, bereits wenig später wieder vollständig aufgeholt. Damit erklärt sich auch die rasche Kurserholung im DAX, die wir heute nach dem bearishen Ausbruch gesehen haben. Sie hat den DAX bereits wieder bis an das Ausbruchsniveau zurückgeführt. Nicht ohne Grund hatte ich vorgestern geschrieben, dass sich der DAX zwar bereits willig zeigt, weitere Kursrückgänge zu vollziehen, eine stärkere Korrektur aber ohne die US-Indizes einfach nicht machbar ist. Dass die Idee einer Flagge und die Elliott-Wellen-Zählung tatsächlich aufgingen, war also keineswegs eindeutig.

Der DAX ist schwer angeschlagen

Dennoch: Der DAX ist durch den heutigen Kursrutsch angeschlagen. Denn nun ist eine zweite Abwärtswelle gestartet. Und wenn diese genauso lang wird, wie die erste, fällt der DAX noch bis auf fast 12.500 Punkte (siehe rote Linien im folgenden Chart).

DAX - mögliches Kursziel aus zweiter Abwärtswelle

Es sind aber noch nicht Hopfen und Malz verloren. Denn zwei Abwärtswellen können nach der Elliott-Wellen-Theorie auch eine abgeschlossene ABC-Korrektur ergeben. Und dabei muss die zweite Abwärtswelle nicht genauso lang sein wie die erste. Demnach könnte der Spuk mit dem neuen Korrekturtief bereits beendet sein. Zumal der DAX mit seiner schnellen Kurserholung die Mittellinie bei 12.945 Punkten (grüner Pfeil im folgenden Chart) und sogar die 13.000er Marke zurückerobern konnte.

DAX - Target-Trend-Analyse

Die Fibonacci-Marken (lila Linien) haben übrigens wunderbar funktioniert. Weil das 61,80 % Retracement nicht überwunden werden konnte, war mit der zweiten Abwärtswelle zu rechnen. Das hatten wir nicht nur im „Target-Trend-Spezial“ immer wieder betont, sondern diese Information gab es auch hier in der Börse-Intern , unter anderem schon am 16. November (siehe „DAX-Korrektur: Fibonacci-Marken geben Auskunft“).

Auf die US-Indizes kommt es an

Diese Fibonacci-Marken sind mit dem neuen Korrekturtief aber nun irrelevant. Vielmehr kommt es jetzt darauf an, ob die Mittellinie bei 12.945 Punkten auch weiterhin verteidigt werden kann. Gelingt es dem DAX sogar, nachhaltig in die Flaggenformation zurückzukehren, wäre bereits deutliche Entwarnung angesagt.

Dreht der DAX aber an der Flagge wieder mit Dynamik nach unten, wäre das Ausbruchsniveau aus Sicht der Bären lediglich erfolgreich getestet und man kann weiterhin bzw. erneut auf Short-Trades setzen. Diese sollten aber relativ klein sein, solange die US-Indizes weiterhin Stärke zeigen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Börse - Intern vom 30. November 2017:
Was die jüngsten Kursrücksetzer im DAX und Nasdaq100 bedeuten

Gestern gab es dynamische Abwärtsbewegungen im DAX und im Nasdaq100. Besonders im Nasdaq100 sah der Kursrutsch durchaus crashartig aus - zumindest im kurzfristigen Bereich (siehe folgender 5-Minuten-Chart).

Nasdaq100 - Kursrutsch

Ich erinnere dazu gerne an die Börse-Intern vom 12. Oktober, in der ich davor warnte, solche kurzfristigen Kursbewegungen zu überbewerten. Der Kursrutsch sieht nur deshalb so dramatisch aus, weil die Volatilität zuvor sehr gering war. (Zum Thema Volatilität habe ich am Ende des heutigen Textes noch ein interessantes Detail.)

Die typische Suche nach den Gründen

Dennoch begann gestern natürlich sofort wieder die typische Suche nach den Gründen für die plötzlichen Verluste. Da waren die aktuellen Kurskapriolen im Bitcoin für viele ein gefundenes Fressen. Dessen Kurs schwankte alleine gestern zwischen  11.400 und 9.200 USD mal eben um fast 25 % auf und ab. Heute geht es bis auf „nur noch“ knapp 9.000 USD weiter abwärts. (Wer am Hoch gekauft hat, verlor also binnen weniger Stunden mal eben mehr als ein Fünftel seines Einsatzes! Für die, die auf Jahressicht 1.000 % gewonnen haben, dürfte es weniger schmerzhaft sein.)

Bitcoin - BTC/USD - Kursschwankung um 25 %

Daraus wurden dann gleich ganze Zusammenhänge gesponnen. Weil gestern auch besonders die Chip-Aktien verloren, wurde argumentiert, dass für die Erzeugung von Kryptowährungen wohl zukünftig doch nicht so viel Rechenleistung und damit weniger neue Hardware benötigt wird, als bislang erwartet. - Irgendwie scheint derzeit alles mit Bitcoin & Co. in Verbindung gebracht zu werden.

Kryptowährungen: Eine enorme Spekulationsblase

Vielleicht mag an der Story ja ein kleines Stück Wahrheit dran sein. Doch sie zeigt in jedem Fall eindeutig, mit was für einer Spekulationsblase wir es bei diesem Thema aktuell zu tun haben. Ich will damit nicht sagen, dass sich Kryptowährungen zukünftig nicht etablieren können, aber sicher nicht in der Menge, wie sie derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen. Für einige Anleger wird es daher ein sehr böses Erwachen geben.

Häufig wurden vermeintliche Marktführer durch andere überholt

Das mag nicht zwingend für Bitcoin-Anleger gelten, vielleicht aber doch. Denn in der Vergangenheit war es sehr oft so, dass sich nicht die erste Garde einer neuen Generation durchgesetzt hat. - Facebook war nicht das erste soziale Netzwerk - ich erinnere nur an MySpace, die VZ-Netzwerke usw. - und VHS war auch nicht der erste oder beste Videostandard. Und so droht auch bei Bitcoin die völlig reale Gefahr, von einer anderen Internetwährung abgelöst zu werden.

Simple Gewinnmitnahmen

Aber Kryptowährungen sollen heute gar nicht mein Thema sein. Es geht vielmehr um das Thema Spekulation. Da passt Bitcoin zwar sehr gut rein, aber gemeint ist die Spekulation um die Gründe für die gestrigen Kursbewegungen. Ich hätte dazu auch eine These: Wie wäre es mit ganz simplen Gewinnmitnahmen?! Für die brauchte es noch nie konkrete Gründe. Sie treten einfach immer mal wieder nach längeren Aufwärtstrends auf. Und so haben die Kursbewegungen auch gestern vielleicht wieder Nachrichten gemacht, nicht umgekehrt.

Die These von Gewinnmitnahmen nach übertriebenen Aufwärtsbewegungen passt meiner Meinung nach auch deshalb besser, weil sich in der jüngeren Vergangenheit sehr viele Small-Caps innerhalb weniger Tage im Kurs vervielfacht haben. Und diese Kursanstiege, die offenbar zu der allgemeinen Euphorie gehörten, über die Torsten Ewert und ich kürzlich schrieben, wurden inzwischen zu einem Großteil korrigiert.

Was die jüngsten Kursbewegungen im DAX und Nasdaq100 bedeuten

Mir fällt jedenfalls bei Betrachtung der heutigen Kursbewegungen auf, dass bei den US-Technologiewerten die gestrigen Kursverluste nicht sofort wieder aufgeholt wurden (siehe Chart des Nasdaq100 oben). Im DAX hingegen (siehe folgender Chart) hat es heute wieder eine recht schnelle Kurserholung gegeben. Damit befindet sich der deutsche Leitindex nach wie vor innerhalb seiner kurzfristigen Tradingrange. Und die lässt sich mit dem jüngsten Tief nun auch auf der Unterseite etwas enger zeichnen. Ansonsten bleibt hier alles beim Alten (siehe gestrige Börse-Intern) - und der weitere Kursverlauf dadurch ungewiss.

DAX - Aufwärtstrend oder Flagge im Abwärtstrend?

Im Nasdaq100 hat es durch die Konsolidierung auf dem tieferen Niveau und die bislang nur schwache Gegenbewegung hingegen eine deutliche Änderung zum bisherigen Kursverhalten gegeben. Und dies könnte auf einen kurzfristigen Trendwechsel bzw. eine beginnende Schwächephase hindeuten. Denn dass insbesondere die Technologiewerte besonders stark nachgegeben haben, ist typisch für eine bevorstehende Korrektur. Häufig verabschieden sich nämlich zuerst die spekulativen Anleger aus dem Markt, bevor die konservativen ihre Positionen auflösen. Zuerst fällt also der Nasdaq100, dann folgen S&P 500 und Dow Jones.

Es fehlen die bestätigenden Signale für eine bevorstehende Korrektur

Auf die bestätigenden Rückschläge der beiden letztgenannten Indizes müssen wir allerdings noch warten, damit sich das Szenario einer beginnenden Korrektur bestätigt. Kommt es nicht auch dort bald zu Kursrückgängen und holt stattdessen der Nasdaq100 seine Verluste wieder auf, wie schon der DAX, muss man wohl noch länger auf eine allgemeine Marktschwäche warten.

Und genau danach sieht es derzeit eher aus. Denn der Dow Jones markiert aktuell ein Rekordhoch nach dem nächsten - inzwischen hat er mit wieder zunehmendem Tempo die Marke von 24.000 geknackt (siehe rote Ellipse im folgenden Chart).

Dow Jones - Übertreibung im Aufwärtstrend

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber bei diesem Chart wird mir schwindelig - wir sehen hier einen Anstieg um +35 % innerhalb von nur etwas mehr als einem Jahr! Der S&P 500 folgt auf „leisen Sohlen“.  Mit einem Kurssprung um 1 % gelang dem breiten US-Index am Dienstag erst der neunte Handelstag des Jahres, der eine Veränderung um mehr als 1 % brachte. Diese extrem niedrige Volatilität zusammen mit dem nicht enden wollenden Kursanstieg ohne größere Korrektur ist für mich schier unglaublich. Und der Nasdaq100 erholt sich inzwischen doch auch etwas stärker von seinen gestrigen Verlusten. Ein Ende dieser Rally scheint am US-Markt also nicht in Sicht.

Und so geht meine Suche nach Einstiegsmöglichkeiten weiter. Vielleicht werde ich in anderen Märkten fündig, bei denen die Lage klarer als im DAX scheint und keine Überbewertung oder Euphorie wie bei US-Aktien oder Bitcoin herrscht. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
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Die Börsenbriefe von Stockstreet

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Börse - Intern vom 29. November 2017:
Die Suche nach neuen Trades und Investments

Auf der Suche nach kurzfristigen Tradingchancen und/oder längerfristigen Investitionsmöglichkeiten stoße ich derzeit immer wieder auf die gleichen Meldungen: der anstehende Wechsel im Chefsessel der Fed, die geplante Steuerreform in den USA und seit gestern auch wieder ein nordkoreanischer Raketentest. Aber nichts davon scheint derzeit geeignet, die bestehenden Trends an den Börsen zu beeinflussen oder gar zu beenden. Stattdessen setzt sich zum Beispiel im DAX die Konsolidierung und in den US-Indizes die Aufwärtsbewegung fort.

US-Indizes: Für neue Long-Positionen zu spät, für Short-Trades zu früh

Keine Frage - angesichts der anhaltenden Aufwärtstrends haben die US-Indizes schöne Gewinne abgeworfen. Doch Kursentwicklungen der Vergangenheit sind leider keine Garantie dafür, dass es in der Zukunft so weitergeht. Und ich möchte angesichts der hohen Bewertung der US-Indizes, die durch die weit fortgeschrittenen Trends erreicht wurde, aktuell nicht mehr auf den fahrenden Zug aufspringen. Long-Positionen bieten sich daher aus meiner Sicht nur noch sehr kurzfristig und eng abgesichert an. Ähnliches gilt für Short-Trades. Denn angesichts der intakten Aufwärtstrends sind größere Positionen auf fallende Kurse weiterhin nicht ratsam.

DAX: Wildes Auf und Ab erfordert ein glückliches Händchen

Beim Blick auf den DAX stelle ich fest, dass das Niveau der aktuellen Konsolidierung auch schon im Juni dieses Jahres erreicht wurde (siehe oranger Pfeil im folgenden Chart). Im Grunde kommt der deutsche Leitindex also schon seit ca. einem halben Jahr nicht mehr vom Fleck.

DAX - Chartanalyse

Wobei das nur für langfristige Investoren gilt. Denn immerhin ging es vom Juni-Hoch bei 12.951,54 Punkten bis Ende August um 1.082,70 Zähler bzw. 8,36 % nach unten, dann bis Anfang November 1.656,72 Zähler bzw. 13,96 % nach oben, bevor anschließend erneut 677,68 Punkte bzw. 5,01 % abgegeben wurden. Mit einem sehr geschickten Händchen war es also für kurz- und mittelfristige Anleger und Trader möglich, ordentliche Gewinne zu erzielen. Einige Marktteilnehmer werden sich bei diesem unkalkulierbaren Auf und Ab aber auch böse die Finger verbrannt haben.

Neuer Aufwärtstrend oder Flagge im Abwärtstrend?

Nun befindet sich der DAX aber schon seit zwei Wochen in einer Konsolidierung. Und dabei ist derzeit völlig unklar, ob es bald weiter nach oben oder abermals nach unten geht. Man kann kurzfristig einen leichten Aufwärtstrend (orange im folgenden Chart) erkennen. Dieser könnte also für steigende Kurse sprechen. Doch man kann ihn auch als Flagge im Abwärtstrend sehen, was für eine Fortsetzung der Korrektur und damit für bald wieder stark fallende Kurse spricht.

DAX - Aufwärtstrend oder Flagge im Abwärtstrend?

Es ist also auch hier schwierig, ähnlich wie bei den US-Indizes, sich derzeit neu zu positionieren. Zumal man auch von den Target-Trend-Marken (siehe folgender Chart) derzeit keine neuen Signale erhält, weil der DAX immer noch zwischen der Mittellinie bei 12.945 und der Rechteckgrenze bei 13.300 Punkten hin und her pendelt.

DAX - Target-Trend-Analyse

Damit bleibt auch bei den Fibonacci-Marken (lila Linien) alles beim Alten: Weil der DAX nach wie vor nicht mehr als 50 % der Korrekturbewegung wettgemacht hat und damit das 61,80-Prozent-Retracement noch nicht überschritten wurde, gibt es auch hier noch keine neuen Signale.

Darum hoffe ich auf eine Korrektur am Aktienmarkt

Meine Hoffnungen ruhen daher weiterhin auf der längst überfälligen Korrektur am US-Aktienmarkt. Denn dann würde neuer Schwung in die Kurse kommen. Die Kurse laufen nämlich nach unten meist dynamischer als nach oben. Und mit fallenden Notierungen würde sich endlich neues Aufwärtspotential ergeben, so dass sich auch Long-Positionen wieder lohnen - sowohl im DAX als auch in den US-Märkten.

Eine Korrektur am Aktienmarkt muss aber von den US-Aktien ausgehen. Denn der DAX zeigt sich bereits willig, aber stärkere Verluste wurden hier bislang dadurch verhindert, dass sich die US-Indizes erfolgreich gegen die Korrektur stemmen - obwohl sie stark überkauft sind!

Mit Hoffnung lässt sich allerdings an der Börse kein Geld verdienen. Und so muss ich mich aktuell am Aktienmarkt zurückhalten und stattdessen in anderen Märkten nach Einstiegsmöglichkeiten suchen, bei denen die Lage klarer scheint. Dies zumindest solange, bis auch am Aktienmarkt aus meiner Sicht wieder klare Einstiegschancen entstehen - für Long- oder Short-Positionen.

Fazit

Was will ich Ihnen mit der heutigen Analyse sagen? Manchmal muss man sich an der Börse in Geduld üben. Man muss nicht permanent investiert sein. Wenn man am Aktienmarkt keine Einstiegsgelegenheit sieht - wie aktuell bei mir der Fall - dann kann man die Entwicklung auch einfach mal eine Weile von der Seitenlinie aus beobachten. Entdeckt man dann neue, klare Signale, kann man einsteigen. An der Börse wird es zukünftig noch mehr als genug neue Chancen geben.

Und natürlich werde ich Sie sofort informieren, wenn ich solche Chancen entdecke. Aktuell gibt es wieder erste dynamische Abwärtstendenzen in den Aktienindizes. Insbesondere im Nasdaq100 hat es im kurzfristigen Bereich soeben einen crashartigen Rutsch gegeben, aber auch der DAX gibt recht dynamisch nach. Es dürfte nun spannend werden, ob es sich wieder nur um einen kurzen Rücksetzer gehandelt hat oder die erhoffte Korrektur damit begonnen hat.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


PS: Im „Target-Trend-CFD“ konnten wir durch den sehr kurzfristigen Charakter dieses Börsendienstes heute bereits jeweils eine kleine Short-Order im Nasdaq100 und im DAX platzieren und diese eng absichern. Im Nasdaq100 haben wir den Stopp sogar schon auf Einstandskurs bei 6.397 Punkten nachgezogen, so dass wir nun keine Verluste mehr erleiden und dem weiteren Geschehen entspannt zusehen können.


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Börse - Intern vom 28. November 2017:
DAX-Konzerne mit fast makelloser Bilanz

Wir befinden uns derzeit in einer Phase der Euphorie. Das wurde mit den gestrigen Ausführungen in der Börse-Intern zum Stockstreet-Trader-Sentiment und dem Artikel von Torsten Ewert noch einmal sehr deutlich. Und wir haben auch gute Gründe dafür. Denn die Aktienkurse, die insbesondere in den USA auf immer neue Allzeithochs steigen, werden getrieben von einem weltweiten BIP-Wachstum, das sich dynamischer zeigt als von den führenden Wirtschaftsinstituten zuvor erwartet. Und die Prognosen für die Zukunft werden immer weiter nach oben geschraubt, weil auch diverse Frühindikatoren Rekordwerte verzeichnen.

Steigende Unternehmensgewinne treiben die Aktienkurse

Die starke Weltwirtschaft wirkt sich natürlich positiv auf die Unternehmensgewinne aus, die der eigentliche Kurstreiber für steigende Aktienkurse sind. Dass die Berichtssaison in den USA zum dritten Quartal deutlich besser verlief als zuvor erwartet, hatte ich bereits berichtet. Aber auch die DAX-Konzerne haben eine fast makellose Bilanz.

DAX-Konzerne mit fast makelloser Bilanz

Am vergangenen Donnerstag präsentierte mit Thyssen-Krupp das letzte Unternehmen aus dem DAX seine Quartalsbilanz. Und damit lagen 29 von 30 DAX-Konzernen in jedem einzelnen Quartal 2017 beim operativen Ergebnis (EBIT) im grünen Bereich. Einzige Ausnahme: Der Rückversicherer Munich Re rutschte im dritten Quartal in die roten Zahlen, weil drei Hurrikane im Spätsommer milliardenschwere Schäden in den USA anrichteten. Dass unter den bislang 90 DAX-Quartalsberichten des Jahres 2017 nur ein einziger negativer EBIT-Wert zu finden ist, sucht aber bereits seinesgleichen.

DAX-Konzerne erneut auf Rekordkurs

Dabei nahmen die 30 größten deutschen börsennotierten Konzerne so viel ein wie noch nie. Zwischen Juli und September steigerten sie ihren Umsatz um 4 % auf 329 Milliarden Euro. Zwar sank der operative Gewinn vor Steuern gegenüber dem sehr starken Vorjahreszeitraum um 9 % auf knapp 29 Milliarden Euro, doch ist das immer noch der zweihöchste Gewinn für die DAX-Unternehmen seit Auflage des Index im Jahr 1988.

Und dass es nicht abermals zu einem neuen Rekordgewinn reichte, lag insbesondere an dem Verlust von Munich Re. Die Hurrikane „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ bescherten dem Rückversicherer ein Minus von 1,7 Milliarden Euro im dritten Quartal. Alle übrigen Dax-Konzerne bilanzierten schwarze Zahlen.

Für das Gesamtjahr 2017 ist aber auch bei den Gewinnen ein neuer Rekordwert drin. Denn bis zum Ende des dritten Quartals waren schon 106 Milliarden Euro in den Kassen der Dax-Unternehmen hängen geblieben. Kommen im vierten Quartal „nur“ 17 Milliarden hinzu, was lediglich dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre entspricht, läge der summierte Jahresgewinn bei 123 Milliarden Euro. 2016 waren es nach EBIT-Definition 114 Milliarden (nach 92 Milliarden in 2015).

Warum hinkt der DAX den US-Indizes so deutlich hinterher?

Kein Wunder also, dass die Aktienmarktrally bislang kein Ende findet. Verwunderlich ist dabei aber, dass der DAX trotz der soeben genannten hervorragenden Zahlen den US-Märkten so deutlich hinterher hinkt. Das gilt insbesondere, wenn man sich nicht den DAX-Performanceindex, sondern den DAX-Kursindex anschaut (siehe folgender Chart). Denn der hat es noch nicht einmal nachhaltig über sein Hoch aus dem Jahre 2015 geschafft (rote Linie), sondern ist gerade erst eindrucksvoll mit einem Ausbruchsversuch gescheitert (roter Kreis).

DAX-Kursindex

Aber irgendwie passt das Ganze auch zu meiner Erwartung an eine baldige allgemeine Aktienmarktkorrektur. Sollte diese in Kürze einsetzen oder mit dem aktuellen Rücksetzer bereits begonnen haben, könnte der DAX-Kursindex damit lediglich Schwung für den nachhaltigen Ausbruch holen. Und dann würde sich enormes Kurspotential ergeben, mit dem eine Aufholjagd gegenüber den US-Indizes einsetzen könnte. Auch aus diesem Grund bleibe ich dabei: Man sollte US-Aktien untergewichten und Euro-Aktien übergewichten!


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