Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

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Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 26. Oktober 2021:
Starkes US-Wachstum zieht Aktienmärkte nach oben

Es ist eine verzwickte Situation, in der sich die Anleger derzeit befinden. Einerseits zeigen die Frühindikatoren unter den Konjunkturdaten an, dass die wirtschaftlichen Probleme durch die gestörten Lieferketten noch nicht gelöst sind und sich die Aussichten für die deutsche und auch die europäische Wirtschaft sogar weiter eintrüben. Andererseits befinden sich die Aktienkurse aber derzeit wieder auf dem Weg nach oben.

Torsten Ewert hat dies gestern damit begründet, dass „die Investoren nach dem 3. Quartal jedes Jahres ihre Blicke nicht nur drei oder sechs Monate nach vorne richten, sondern auf das gesamte folgende Jahr, also fast 15 Monate“. Und man geht davon aus, dass die aktuellen Probleme im kommenden Jahr gelöst sind. Ich zähle mich durchaus dazu, denn auch ich gehe davon aus, dass der aktuelle Flaschenhals auf absehbare Zeit überwunden sein wird.

Die Börse – ein Tummelplatz für sehr verschiedene Individuen

Es gilt dabei lediglich zu beachten, dass es nicht „DIE Investoren“ gibt. Es gibt auch nicht DIE Anleger oder DIE Trader. Denn diese Formulierung, die auch ich durchaus gerne verwende, suggeriert, dass es sich jeweils um eine homogene Gruppe handelt, die einheitlich agiert. Das ist aber leider keineswegs der Fall. Stattdessen haben wir es an der Börse mit sehr vielen Einzelentscheidungen zu tun, bei denen Investoren, Anleger und Trader aus sehr unterschiedlichen Perspektiven auf den Markt blicken, mit unterschiedlichen Zielen, Vorstellungen und Meinungen.

Derzeit scheint der Mehrzahl der Investoren, Anleger und Trader zu der Erkenntnis gekommen zu sein, dass die Aktienmärkte in 15 Monaten höher stehen als aktuell. Denn aktuell sind die kaufwilligen Anleger offensichtlich bereit, zu aktuellen Kursen in den Markt zu gehen, was die Kurse weiter nach oben treibt.

Doch die Stimmung kann sich sehr schnell wieder drehen. Und sicherlich werden einige Anleger nicht schon ganze 15 Monate in die Zukunft blicken. Denn wie Torsten Ewert gestern auch schrieb, richten viele Investoren gewöhnlich ihren Blick „nur“ drei oder sechs Monate nach vorne. Womöglich gehen daher aktuell auch einige Marktteilnehmer davon aus, dass es zwischenzeitlich noch einmal zu fallenden Kursen kommt. Und warum sollten eher kurzfristig orientierter Trader dann jetzt bereits auf steigende Kurse setzen, wenn bei einem späteren Einstieg womöglich höhere Renditen erzielt werden können?!

Der Ausblick für die kommenden 6 Monate bleibt getrübt

Diese kurzfristig orientierten Anleger werden daher womöglich auch kritisch zur Kenntnis genommen haben, dass der ifo-Geschäftsklimaindex im Oktober zum vierten Mal in Folge gesunken ist, wie das ifo-Institut gestern zu seiner Umfrage unter 9.000 Führungskräften mitteilte. Wobei angesichts der Einkaufsmanagerdaten, die bereits in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, dies keine große Überraschung mehr war. Doch die Führungskräfte beurteilten nicht nur ihre aktuelle Lage (siehe blaue Linie im folgenden Chart), sondern auch die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate skeptischer als zuletzt (grüne Linie).

ifo-Geschäftsklimaindex

So wird die deutsche Wirtschaft laut den aktuellen mehrheitlichen Erwartungen im vierten Quartal 2021 wohl nur noch geringfügig wachsen. Viele sehen bereits eine Phase der Stagflation. Und vor diesem Hintergrund könnte ich mir durchaus auch noch einmal einen niedrigeren DAX-Stand vorstellen.

Starkes US-Wachstum zieht Aktienmärkte nach oben

Doch als Leitbörsen der Welt gelten die US-Börsen. Und wenn es dort aufwärts geht, zieht dies regelmäßig auch den DAX mit nach oben. Dabei gibt es gute Gründe, warum die Aktienindizes in den USA derzeit steigen. Denn neben der starken Berichtssaison (siehe auch „Steigende Gewinnerwartungen, steigende Aktienkurse“) hat sich laut den jüngsten Einkaufsmanagerindizes (PMI) von IHS Markit das Wachstum der US-Wirtschaft trotz Lieferengpässen sogar bereits wieder beschleunigt. Der Composite-PMI legte nach zuvor 4 Monatsrückgängen in Folge von zuletzt „nur noch“ 55,0 Punkten im September auf 57,3 Zähler im Oktober recht deutlich zu.

IHS Markit Gesamt-Einkaufsmanagerindex USA

Angesichts dieser (auch relativen) Stärke der US-Wirtschaft verwundert es nicht allzu sehr, dass die US-Aktienindizes im August Hochs und nach relativ moderaten Korrekturen im September Tiefs markiert und somit nur relativ kurz zurückgesetzt haben.

Unterschiedliche fundamentale Entwicklungen sind eingepreist

Es ist also die Frage, ob die Wachstumsabschwächung insbesondere der deutschen und europäischen Wirtschaft mit den Kursverlusten der jüngsten Vergangenheit bereits vollständig verarbeitet wurde und die Börse seitdem bereits die Zukunft spielt, oder ob der DAX der Wirtschaft zu weit vorausgelaufen ist, weil ihn die US-Börsen mit nach oben gezogen haben. Ist letzteres der Fall, könnte es noch einmal zu Rücksetzern kommen, mit denen erst dann die fundamentalen Entwicklungen ausreichend eingepreist werden.

Schaut man allerdings auf die fundamentale Bewertung, dann sind europäische Werte, zum Beispiel gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), bereits wesentlich günstiger bewertet als die US-Indizes. Den fundamentalen Entwicklungen wurde also bereits Rechnung getragen. Dazu noch einmal die Grafik aus der Börse-Intern vom 19. Oktober:

S&P 500 - Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
(Quelle: Berenberg Bank)

Das KGV des S&P 500 liegt demnach bei 21,9, das des Stoxx 600 bei 16,6. Doch beide Aktienmärkte, europäische und US-amerikanische, sind historisch damit immer noch relativ hoch bewertet.

DAX stößt mit einer reifen Aufwärtsbewegung auf Widerstand

Ich kann Ihnen daher die Frage leider auch nicht beantworten, ob es in Kürze noch einmal zu stärkeren Rücksetzern kommt. Deshalb schaue ich auf den Kursverlauf, da dieser mir Anhaltspunkte dafür liefert, wie es in Zukunft weitergehen könnte.

Und im DAX hat sich die aktuelle Aufwärtsbewegung inzwischen 5-gliedrig entwickelt (siehe blaue Ziffern im folgenden Chart). Dabei hat der deutsche Leitindex seine mögliche Seitwärtsrange nach oben verlassen (gelbes Rechteck), die Mittellinie bei 15.785 Punkten erreicht und sich damit auch dem horizontalen Widerstand bei 15.800 Punkten angenähert (roter Pfeil).

DAX - Target-Trend-Analyse

Dadurch stößt der DAX nun mit einer reifen Aufwärtsbewegung auf Widerstand. Gut möglich daher, dass der aktuelle Aufwärtstrend bald zu Ende geht und sich eine (ABC-)Korrektur anschließt. Vom Ausmaß dieser Gegenbewegung wird man dann wieder auf die Verfassung des Marktes schließen können. Fällt sie kurz aus, spricht dies für eine Stärke der Bullen, anderenfalls für eine Rückkehr der Bären. Noch ist die aktuelle Aufwärtsbewegung aber intakt. Und daher gilt es zunächst zu beobachten, wo diese tatsächlich endet und in eine (ABC-)Korrektur mündet.

Fazit

Langfristig sind die Aussichten für die Wirtschaft positiv, weil sich die aktuellen Probleme nach derzeitiger mehrheitlicher Marktmeinung irgendwann auflösen werden und es dann zu Nachholeffekten kommen kann. Das ist übergeordnet betrachtet positiv für den Aktienmarkt. Kurzfristig scheinen sich die Probleme aber eher noch zu verschärfen, was zu Rückschlägen an den Aktienmärkten führen kann, wenn sich die Stimmung der Anleger eintrübt.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Börse - Intern vom 25. Oktober 2021:
Warum neue Allzeithochs kein Widerspruch zur fundamentalen Lage sind

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

da erheben wir hierbei Stockstreet den Anspruch, unsere Leser über das Börsengeschehen aufzuklären, und dann das: Auf meinen Beitrag der Vorwoche schrieb mir ein Leser, dass wir Widersprüchliches von uns geben. Während ich am vergangenen Montag schon die Jahresendrally ausrief, erwartete Sven Weisenhaus noch am Freitag zuvor eine weitere Korrektur. „Ja, was denn nun?“, wollte der Leser wissen.

„Müssen“ die Börsen der Konjunktur folgen?

Nun könnte ich es mir einfach machen und darauf verweisen, dass die US-Indizes zum Teil schon wieder neue Hochs erreicht haben, was eher für Rally als für Korrektur spricht. Oder ich könnte erklären, dass das Eine das Andere nicht ausschließt – also zunächst noch eine kleine Korrektur, dann die Jahresendrally.

Aber letztlich geht es bei der Leserfrage darum, ob sich die Aktienmärkte sklavisch an die „Vorgaben“ der Konjunkturdaten halten müssen oder nicht. Dazu hatten wir bei Stockstreet schon öfter den Vergleich von Wirtschaft und Börse mit Herrchen und Hündchen benutzt, um zu illustrieren, dass die Börse eben nicht ständig dem Pfad der Wirtschaft folgt, sondern – wie ein Hündchen an der Leine – mal vorausläuft, mal hinterherhinkt.

Es ist also keineswegs so, dass die jüngste, kräftige Erholung und der Ausbruch einiger US-Indizes auf neue Allzeithochs ein Widerspruch zur scheinbar mauen fundamentalen Lage sind. Die Märkte sind sehr gut darin, große, berechenbare Trends, wie die Konjunkturentwicklung, einzuschätzen. Daher könnten mit den jüngsten Turbulenzen die verschlechterten Konjunkturaussichten inzwischen eingepreist sein.

In Deutschland scheint es düster auszusehen

Und es ist ja keineswegs so, dass an allen Aktienbörsen Freude und Sonnenschein herrschen. Der DAX z.B. hing den US-Indizes deutlich hinterher und hat sich in der Vorwoche im Gegensatz zu diesen kaum bewegt. Wie Sven Weisenhaus dazu erst am Freitag richtig angemerkt hat, passt diese Kursentwicklung zur Skepsis der Unternehmen, die sich in den einschlägigen Einkaufsmanagerindizes niederschlägt. Im Gegensatz dazu hellte sich die Stimmung in den US-Unternehmen zuletzt wieder auf. Und auch die laufende Quartalsberichtssaison zeigt, dass in den USA die Geschäfte der Unternehmen noch rund laufen.

In Deutschland scheint es dagegen düster auszusehen. So wurde Mitte Oktober das neueste Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsforschungs­institute für Deutschland vorgestellt. Darin mussten die Ökonomen eingestehen, dass sich ihre bisherige Sicht der Dinge als falsch erwiesen hat. Die deutsche Wirtschaft dürfte in diesem Jahr statt um 3,7 nur um 2,4 Prozent zulegen.

Damit reihen sich auch diese Experten in die Gruppe derjenigen ein, die ihre Konjunkturerwartungen reduzieren. So erwartete das ifo-Institut vor einem Jahr ein Wachstum von 5,1 % in Deutschland. Im Juni lag der Schätzwert nur noch bei 3,3 %. Und Anfang Oktober hat die Helaba ihre Konjunkturprognose für Deutschland für 2021 von 3,0 auf 2,6 Prozent zurückgenommen.

Die Autobranche, Deutschlands Sorgenkind?

Dass die Aussichten für Deutschland so gedämpft sind, dürfte vor allem an Deutschlands Vorzeigebranche liegen, der Automobilindustrie. Sie musste im Juli einen Produktionseinbruch von 44 % gegenüber dem Vorjahr, dem Krisenjahr (!) 2020, hinnehmen, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) Anfang Oktober mitteilte. Damit liegen die aktuellen Stückzahlen fast 60 % unter dem Vor­krisenniveau.

Und während manche Unternehmen das Luxusproblem haben, dass ihre Kunden sie zwar mit Aufträgen überhäufen, die sie aber mangels Material und Rohstoffen nicht ausführen können, haben viele Autozulieferer das existenzielle Problem, dass ihnen die Hersteller aufgrund dieses Produktionseinbruchs keine Teile abnehmen. Also geraten sie in Liquiditätsprobleme, und erste Zulieferer sind dadurch auch schon pleite gegangen.

Und dennoch: Wenn die Ökonomen ihre Prognosen reduzieren und die Me­dien vor Konjunkturrisiken warnen, kann man darauf wetten, dass die Märkte dies alles schon längst eingepreist haben. Vielleicht werden die Materialknappheit und die Lieferengpässe noch etwas länger anhalten, als manche derzeit hoffen. Aber sie werden nicht ewig bleiben. Wann und wie genau sich diese Belastungen verflüchtigen, bleibt offen. Aber sie werden verschwinden. Und genau darauf setzen die Börsen.

Natürlich kann es sein, dass die Börsianer dabei schon wieder zu optimistisch sind. Dann werden sie ihre Ansicht nochmals korrigieren müssen, was dann zu besagter Korrektur, also fallenden Kursen, führen könnte.

Wie weit die Börsianer jetzt vorausschauen

Allerdings würde ich darauf nicht wetten. Die Erfahrung lehrt, dass die Investoren nach dem 3. Quartal jedes Jahres ihre Blicke nicht nur drei oder sechs Monate nach vorne richten, sondern auf das gesamte folgende Jahr, also fast 15 Monate. Und im nächsten Jahr sollte nicht nur die Pandemie endlich vorbei sein, sondern auch deren Nachwehen, wie Material- und Lieferengpässe.

Wenn wir also auf die aktuelle Lage schauen oder auf die nähere Zukunft (einige Wochen, wenige Monate), dann sieht es für die Konjunktur noch holprig aus – und damit unter Umständen auch für die Aktienmärkte. Da hat Sven Weisenhaus völlig Recht. Aber falls die Anleger ihre Blicke schon weiter voraus werfen, dann dürften sie ein deutlich freundlicheres Bild sehen. Und das spiegeln nach Meiner Ansicht die Kurse inzwischen wieder.

Ein Indiz für die Ansicht liefert die Autobranche. Denn die aktuellen Produktionsengpässe kann man auch so sehen: Vielleicht erweist es sich ja sogar als Segen, dass in diesem Jahr nicht so viele Autos gebaut worden sind wie geplant. Falls z.B. der E-Auto-Boom anhält, dann dürften die Autohersteller 2022 schon besser dafür gerüstet sein. Viele der Fahrzeuge, die jetzt nicht produziert und daher auch nicht gekauft werden, sollten im nächsten Jahr aber bestimmt neue Besitzer finden. Und vielleicht entscheiden sich einige der Kaufwilligen, die jetzt noch eine Verbrenner gekauft hätten, dann doch schon für ein E-Auto. Das würde der Autoindustrie die Transformation erleichtern.

An der Börse ist die Autobranche längst kein Sorgenkind mehr

An der Börse könnte dieses Szenario längst gespielt werden, den der Index der Autobranche läuft seit Kurzem wieder besser als der DAX (siehe Chart) und zeigt auch im europäischen Branchenvergleich eine sehr hohe Stärke.

Auto-Index vs. DAX

Es wäre also verwunderlich, wenn die Kurse die aktuellen Probleme nicht bereits widerspiegeln würden. Dass sich die Märkte auf einem Allzeithoch befinden, während einige Unternehmen mit logistischen Problemen zu kämpfen haben, bedeutet nicht, dass die Investoren den Bezug zur Realität verloren haben. Es bedeutet vielmehr, dass sie die Situation abgewogen haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass die Rentabilität in den nächsten 3 bis 30 Monaten nicht so stark leiden wird, wie es manche Analysten befürchten.

Im Zweifelsfall sollten Sie also dem Markt vertrauen. Wenn Sie keinen stichhaltigen Grund für größere künftige Probleme sehen können, über den niemand sonst spricht, dann ist die Wahrscheinlichkeit überwältigend groß, dass die herrschenden Sorgen übertrieben sind und die sprichwörtliche Mauer der Angst, an der die Bullenmärkte emporsteigen, nur um einen weiteren Stein erhöht wird.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

PS: Achtung, Kursraketen im Anflug! Weil also auch momentan die Chancen an den Aktienmärkten überwiegen, habe ich für die Leser meiner Aktien-Perlen zuletzt weitere (Nach-)Käufe getätigt. Die betreffenden Aktien-Perlen zeigen ebenfalls eine hohe Stärke – und bei mehreren ist der Kurs nach den jüngsten Quartalszahlen und nach unserem Einstieg schon regelrecht explodiert. Und nein, das sind keine Eintagsfliegen, wie die folgende Liste der Trades aus diesem Jahr zeigt.
Die nächsten Kandidaten stehen schon bereit – wenn Sie sich jetzt anmelden, sind Sie gleich mit dabei und können ebenfalls von meinen Aktien-Perlen profitieren.

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Aktien-Perlen: Abgeschlossene Transaktionen 2021


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Börse - Intern vom 22. Oktober 2021:
Skepsis der Einkaufsmanager passt zum DAX

Heute standen die Barometer für die Stimmung der Einkaufsmanager auf dem Programm. Analysten rechneten für Deutschland mit leichten Rückgängen. Und die Erwartungen wurden erfüllt. Allerdings gab es dabei auch eine Überraschung.

Bereitet die Fed die Märkte auf den Liquiditätsentzug vor?

Doch bevor ich dazu komme, möchte ich noch kurz auf eine aktuelle Wortmeldung des US-Währungshüters Christopher Waller eingehen. Denn dieser sieht Spielraum für den Abbau der krisenbedingt aufgepumpten Bilanz der Notenbank Federal Reserve (Fed). Es gebe keinen Grund, das mittlerweile auf 8 Billionen Dollar angewachsene Portfolio auf einem so hohen Niveau zu belassen, sagte der Fed-Direktor gestern. Man könne die Bilanz quasi auf natürliche Weise schrumpfen lassen, indem auslaufende Papiere nicht mehr ersetzt würden. Dies sei bei einem Großteil der von der Fed gehaltenen Vermögenswerte in den kommenden Jahren problemlos möglich.

Ich möchte nun nicht ausführlich kommentieren, was diese Aussagen konkret bedeuten können. Stattdessen verweise ich dazu auf die Börse-Intern von vorgestern, in der ich bereits geschrieben habe, dass diverse Notenbankbeobachter derzeit davon ausgehen, „dass die Anleihekäufe der Fed bis Juni / Juli 2022 auf null zurückgefahren werden und im direkten Anschluss ein erneuter Liquiditätsentzug beginnt“. Und mit den Worten von Christopher Waller nimmt dieses Szenario und damit auch das langfristige Szenario für den DAX weiter Form an.

Nur noch so viel dazu: Womöglich traf Waller diese Aussagen nicht zufällig. Vielleicht war dies wieder ein Testballon der Notenbank, um zu sehen, wie die Märkte darauf reagieren. Und vielleicht bereitet die Fed die Märkte damit nun schon langsam auf den Liquiditätsentzug vor. Schließlich haben die Börsen die Aussagen recht gelassen vernommen.

Deutsche Wirtschaft verliert weiter deutlich an Schwung

Nun zurück zu den Einkaufsmanagerdaten: Diese passen auch zum aktuellen Verlauf und somit zumindest zum kurzfristigen Szenario des DAX (siehe gestrige Börse-Intern). Denn die deutsche Wirtschaft hat im Oktober weiter an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft, also Industrie und Dienstleistung zusammen, fiel um 3,5 Punkte auf 52,0 Zähler, wie IHS Markit heute zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte.

IHS Markit Gesamt-Einkaufsmanagerindex Deutschland

Der Frühindikator landete damit auf einem Acht-Monats-Tief. Allerdings klingt das dramatischer als es ist. Schaut man sich die Historie dieses Stimmungsindikators an, dann ist ein Wert von 52,0 immer noch positiv zu werten. Denn er liegt nach wie vor oberhalb der Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Das Wachstumstempo hat sich nach den Aufholeffekten der Corona-Krise lediglich normalisiert.

Eingangs hatte ich eine Überraschung bei den Einkaufsmanagerdaten angekündigt: Trotz aller Lieferkettenprobleme und der Materialknappheit sank ausgerechnet das Barometer für die Industrie nur leicht auf 58,2 Punkte, von 58,4 Zählern im September, und damit weit weniger stark als von Experten erwartet (56,5). Es verbleibt auf einem sehr hohen Niveau.

IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie Deutschland

Völlig überraschend scheint das Wachstum der deutschen Industrie insgesamt also durch die aktuelle Gemengelage weit weniger gestört, als man es angesichts der Nachrichtenlage vermuten könnte.

Dagegen hat der Dienstleistungsbereich offenbar wesentlich mehr zu kämpfen. Denn das entsprechende Barometer fiel auf nur noch 52,4 Punkte und damit deutlich tiefer als der Industrieindex.

IHS Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistung Deutschland

Aber auch hier haben wir es noch mit Wachstum zu tun. Und laut IHS Markit bewerteten die befragten Unternehmen insgesamt den Ausblick wieder etwas optimistischer als zuvor, allerdings mit Einschränkungen.

Neue Nahrung für ein Stagflations-Szenario

Besorgniserregend ist daher lediglich, dass die Wachstumsverlangsamung mit einer erneuten Beschleunigung des Anstiegs der Einkaufs- und Verkaufspreise daherkommt. Schienen die Preisindizes von IHS Markit im Sommer ihren Höchststand erreicht zu haben, so hat der jüngste Anstieg der Rohstoffpreise dazu beigetragen, dass die Unternehmen ihre Verkaufspreise im Oktober teilweise wieder mit neuen Rekordraten anhoben, wohl um die gestiegenen Kosten zu decken.

Dadurch befeuern die aktuellen Einkaufsmanagerdaten die Diskussion um das „böse“ Wort der Stagflation. Entsprechend kommentiert IHS Markit die Daten auch damit, „dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland zu Beginn des vierten Quartals 2021 zu stagnieren beginnt“. Daher muss es nicht verwundern, dass sich der DAX trotz seiner jüngsten Kursgewinne noch immer in seiner übergeordneten Seitwärtstendenz befindet (siehe auch gelbes Rechteck im folgenden Chart).

Die Einkaufsmanagerdaten passen insofern zum aktuellen Verlauf des DAX, der sein Erholungstempo seit seinem Hoch im Sommer ebenfalls deutlich verlangsamt hat und aktuell quasi nur noch stagniert.

DAX setzt kurzfristigen Aufwärtstrend fort

Immerhin ist es den Bullen heute gelungen, den Index aus seiner jüngsten Konsolidierung (Flaggenformation) zu treiben und die Kurse dabei auf ein neues Hoch im laufenden Aufwärtstrend zu hieven. Das kurzfristige Elliott-Wellen-Szenario ist damit aufgegangen.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Damit stellt sich nun allerdings die Frage, wie weit die Welle 5 noch trägt (grüner Pfeil). Gestern hatte ich geschrieben, Kurse von 15.700 bis 15.800 Punkte seien im Fall des bullishen Ausbruchs aus der Flagge möglich. Aber will man bei einem Kurspotential von nur 100 oder 200 Punkten bzw. lediglich 0,64 % oder 1,28 % noch long gehen? Schließlich droht aus Sicht der Elliott-Wellen am Ende der Welle 5 wieder ein Rücksetzer in Form einer ABC-Korrektur.

Diese würde auch zu dem saisonalen Verlauf passen, über den ich am 15. Oktober geschrieben habe. Demnach könnte es bis Ende Oktober noch einmal zu einer Schwäche an den Aktienmärkten kommen. Aber will man angesichts der neuen Rekordhochs in den US-Indizes und der jüngsten Stärke des DAX aktuell short gehen?

Weiteres Vorgehen vom Tradingstil abhängig

Wie Sie also mit dem DAX aktuell umgehen, hängt von Ihrem persönlichen Tradingstil ab:

  • Sehr kurzfristig orientierte Trader könnten versuchen, das Restpotential des DAX, welches durch die aktuell klar bullishen Signale vorliegt, mit kleinen Long-Positionen noch auszunutzen.
  • Etwas vorsichtigere Akteure warten vor einem Long-Einstieg vielleicht besser einen Rücksetzer ab, womöglich in Form der anstehenden ABC-Korrektur.
  • Langfristige Anleger können in Erwartung einer Jahresendrally, die womöglich bereits gestartet ist, schon jetzt long gehen.
  • Allerdings ist dafür auch noch Zeit, wenn ein klarer Ausbruch aus der übergeordneten Seitwärtstendenz erfolgt ist.

Angesichts der unsicheren Lage, in der sich der DAX aufgrund dieser Seitwärtstendenz befindet, macht es für Anleger aus meiner Sicht Sinn, sich aus diesem Index möglichst herauszuhalten, bis übergeordnet klare Signale für ein Ende der monatelangen Seitwärtsbewegung vorliegen. Trader können hingegen versuchen, das Auf und Ab in der Handelsspanne auszunutzen (gelbes Rechzteck im DAX-Chart), also am unteren Bereich long einzusteigen, um am oberen Ende auszusteigen. Insofern wäre es bald wieder Zeit, Gewinne mitzunehmen, wenn der DAX auf 15.700 bis 15.800 Punkte gelangt. Und man könnte einen Stop-Loss an das jüngste Ausbruchsniveau bei ca. 15.500 Punkten platzieren, um Gewinne zu sichern.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Börse - Intern vom 21. Oktober 2021:
DAX: Was sich aus den aktuellen Bewegungen erkennen lässt

Nach dem gestrigen langfristigen Blick auf den DAX möchte ich heute wieder die kurzfristige Entwicklung betrachten. Zumal ich vorgestern hier an dieser Stelle geschrieben habe, dass Sie wachsam bleiben und auf die kurzfristige Charttechnik achten sollten, weil diese „Ihnen sehr wahrscheinlich verraten wird, wie sich die Bilanzsaison und das Anlegersentiment entwickeln“.

Zwar hat sich auch heute wieder nicht viel bewegt im DAX, aber die aktuelle Konsolidierung im sehr kurzfristigen Bereich verrät uns etwas über die Verfassung des Marktes und die Stimmung der Anleger – und natürlich auch über die Wahrscheinlichkeiten für zukünftige Kursentwicklungen.

Moderate Konsolidierung bleibt trendbestätigend

In der Börse-Intern von vorgestern hatte ich auch festgestellt, dass es dem DAX gelungen ist, mehr als 61,80 % der gesamten Kursverluste seit seinem Rekordhoch aufzuholen. „Seitdem ist es zu einer Gegenbewegung gekommen. Diese fiel im Vergleich zum vorherigen Anstieg moderat und deutlich flacher aus. Sie ist daher noch keinesfalls bearish, sondern eher als Konsolidierung in der neuen Aufwärtsbewegung zu werten. Und so ist derzeit mit weiter steigenden Kursen zu rechnen“, hieß es dazu. Und das gilt auch jetzt noch.

Denn die moderate und flache Gegenbewegung bildet inzwischen eine Flaggenformation (siehe kleiner roter Abwärtstrendkanal). Diese kann man aus Sicht der Elliott-Wellen als abc-Korrektur zählen (blaue Buchstaben). Beides gilt als Konsolidierung im Trend und spricht somit für bald weiter steigende Kurse im aktuellen Aufwärtstrend.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Dies würde auch zu dem folgenden Szenario passen, wonach die aktuelle Aufwärtsbewegung aus Sicht der Elliott-Wellen ein 5-gliedriger Aufwärtsimpuls ist, wobei die derzeitige abc-Konsolidierung die Welle 4 bildet. Demnach würde es im Rahmen der Welle 5 noch zu weiter steigenden Kursen kommen (grüner Pfeil).

DAX - kurzfristige Elliott-Wellen-Analyse

Dieses bullishe Szenario ist solange intakt, wie der DAX nicht nach unten aus seiner Flagge ausbricht und dabei, wie vorgestern bereits geschrieben, Fahrt aufnimmt. Dann würde sich das aktuell bullishe Chartbild eintrüben.

Entscheidende Kursmarken im DAX

Definitiv hinfällig wird dieses kurzfristige Elliott-Wellen-Szenario, wenn die Kurse bis unter das Hoch der Welle 1 bei 15.268 Punkten fallen. Denn dann läge eine Überschneidung in den Wellen 1 und 4 vor, die es laut der Elliott-Wellen-Regeln in einem 5-gliedrigen Aufwärtstrend nicht geben darf. In diesem Fall würde wohl zunächst eine Fortsetzung der übergeordneten Seitwärtsbewegung anstehen (gelbes Rechteck). Wird sogar das Zwischenhoch vom 8. Oktober bei rund 15.200 Punkten unterschritten, sollte man bereits ein neues Korrekturtief einkalkulieren.

Kann der DAX aber das Hoch der Welle b überwinden, sind ein Ende der abc-Konsolidierung und ein Anstieg im Rahmen der Welle 5 auf ein neues Trendhoch wahrscheinlich. Kurse von 15.700 bis 15.800 Punkte sind dann möglich.

Auch aus wenig Bewegung lässt sich viel herauslesen

Apropos „wahrscheinlich“. Sie sehen also, wie viel uns die aktuelle Konsolidierung über die aktuelle Situation des DAX und die Wahrscheinlichkeiten für zukünftige Kursbewegungen verrät. Bei der kurzfristigen Kursentwicklung lassen sich nun klare Kursmarken bestimmen, die es zu beachten gilt und die entscheidend für die weitere Entwicklung sind.

Übergeordnet nach wie vor seitwärts

Allerdings sollte man dabei beachten, dass sich der DAX übergeordnet betrachtet noch immer in einer Seitwärtsbewegung befindet, in der kurzfristige Kursmuster nur eine untergeordnete Bedeutung haben. Fehlsignale sind daher weiterhin einzukalkulieren.


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Ihr
Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 20. Oktober 2021:
Ein langfristiges Szenario für den DAX

Da sich an der kurzfristigen Situation diverser Märkte jüngst wenig getan hat, habe ich auf der Suche nach einem Thema für die heutige Ausgabe mal wieder meine langfristigen Charts durchgeblättert. Und dabei bin ich auf folgenden DAX-Chart gestoßen:

DAX - langfristige Elliott-Wellen-Analyse

Ich wusste gar nicht mehr, wann ich wohl zuletzt über diesen Chart berichtet habe. Aufgrund der eingezeichneten Pfeile musste es wohl in etwa am Hoch der Welle B gewesen sein, also Anfang 2020. Denn ansonsten hätte ich die Pfeile sicherlich bereits auf den tatsächlichen Kursverlauf angepasst oder diese aus dem Chart entfernt. Also habe ich auf der Suche nach diesem Chart meine gesammelten Bilddateien im Rückwärtsgang durchsucht. Und dabei bin ich auch auf folgende Tabelle aus der Börse-Intern vom 19. Februar 2021 gestoßen:

Plan der Fed zur Bilanzverkürzung

Warum ich beim Anblick dieser Tabelle ins Stocken geriet, verrate ich gleich. Fündig geworden bin ich bezüglich des DAX-Charts letztlich bei der Bilddatei vom 6. März 2020:

DAX - langfristige Elliott-Wellen-Analyse

Ich habe allerdings noch etwas weiter zurückgeblättert, weil ich wissen wollte, ob ich die Prognose einer zweiten Abwärtswelle (Welle C) schon früher aufgestellt habe. Denn am 6. März 2020 war diese inmitten des Corona-Crashs schon am Laufen. Und tatsächlich – ich wurde fündig mit einer Datei vom 22. Januar 2020, mit der ich auf die Möglichkeit eines Doppeltops hingewiesen hatte (siehe auch „Neues Allzeithoch im DAX bislang nur eine erneute Bullenfalle“):

DAX - mögliches Doppeltop

Der Chart von damals stellt sich heute wie folgt dar:

DAX - Doppeltop

Es zeigt sich, dass es tatsächlich zu dem befürchteten Doppeltop gekommen ist. Und das Kursziel, welches sich aus dieser Formation ergab, wurde auch ziemlich genau abgearbeitet (grüne horizontale Linie).

Mit dem Elliott-Wellen-Chart oben vom 6. März 2020 wollte ich, nachdem die Abwärtsbewegung bereits begonnen hatte, inmitten einer vorherrschenden Marktpanik auf die Möglichkeit der Wellengleichheit (rote Rechtecke) und damit auf ein (weiteres) mögliches Kursziel (neben dem Doppeltop) für die Abwärtsbewegung hinweisen (siehe „Übertriebene Panik? +++ Welches Szenario läuft gerade im DAX?“).

Das Elliott-Wellen-Szenario einer ABC-Korrektur ging auf

Letztlich erreichte der DAX das tiefere Kursziel aus dem Doppeltop. Doch am Ende – und darauf kommt es mir heute eigentlich ausschließlich an – legten die Kurse wieder zu und das Elliott-Wellen-Szenario einer ABC-Korrektur ging auf (siehe angepasste blaue Buchstaben im folgenden Chart).

DAX - langfristige Elliott-Wellen-Analyse

Der Chart hat damit auch heute noch eine Relevanz. Denn das Elliott-Wellen-Szenario ist nach wie vor intakt. Und demnach haben wir es nun, nach der ABC-Korrektur, sehr wahrscheinlich wieder mit einem neuen 5-gliedrigen Aufwärtszyklus zu tun, von dem wir bereits die Wellen 1, 2, 3 und 4 gesehen haben (schwarze Ziffern), wobei die Welle 4 vielleicht derzeit noch ausgebildet wird.

Auf eine Welle 4 folgt noch eine Welle 5

Entscheidend ist dabei für mich aktuell nicht, ob es sich um untergeordnete Wellen (schwarz) oder bereits übergeordnete Wellen (blau) handelt. Entscheidend ist, dass auf eine Welle 4 noch eine Welle 5 folgt, die gewöhnlich mit neuen Trendhochs einhergeht. Und bei diesem Szenario hat der DAX auf Sicht von einigen Wochen bzw. gar Monaten noch einiges an Kurspotential. Danach ist dann allerdings wieder mit einer größeren ABC-Korrektur zu rechnen.

Was die Rally wirklich abwürgen könnte

Und damit komme ich auf die obige Tabelle zurück, die ich letztmalig in der Börse-Intern vom 19. Februar 2021 besprochen habe (siehe „Was die Rally wirklich abwürgen könnte“):

Plan der Fed zur Bilanzverkürzung

Diese Tabelle stammt eigentlich aus dem Zeitraum von Oktober 2017 bis Oktober 2018, in dem ich hier in der Börse-Intern diverse Male auf diese Aufstellung verwiesen habe. Bereits in der Börse-Intern vom 19. Februar 2021 hatte ich zum Beispiel auf die Ausgabe vom 3. November 2017 verwiesen, deren Titel dazu recht treffend „Der Zeitplan für die Schubumkehr steht fest“ lautete. Denn die Tabelle zeigt den damaligen Plan der Fed, dem Markt Liquidität zu entziehen, indem die Notenbank monatlich eine bestimmte Summe, die aus auslaufenden Anleihen an die Notenbank fließt, nicht mehr reinvestiert.

Ab Oktober 2017 entzog die Fed dem Markt also Liquidität, und das mit der Zeit in zunehmendem Maße. Und dies hinterließ am Aktienmarkt tiefe Spuren, wie der folgende DAX-Chart zeigt.

DAX - Korrektur durch Liquiditätsentzug

Nachdem die Fed begonnen hatte, ihren Plan umzusetzen, zeigte der DAX deutliche Schwäche (rotes Rechteck). Mehr als 3.300 Punkte bzw. fast 25 % büßte der Index im Zeitraum von November 2018 bis Dezember 2019 ein. Und ein solches Szenario könnte sich wiederholen.

Der neue Plan der Fed

Voraussichtlich schon Anfang des kommenden Monats wird die Fed einen Plan zur Reduzierung ihrer aktuellen Anleihekäufe vorlegen. Diverse Notenbankbeobachter gehen derzeit davon aus, dass die Anleihekäufe bis Juni / Juli 2022 auf null zurückgefahren werden und im direkten Anschluss ein erneuter Liquiditätsentzug beginnt.

Und so wäre es mit Blick auf das obige Elliott-Wellen-Szenario denkbar, dass der DAX nach dem baldigen Abschluss der Welle 4 in eine Jahresendrally geht, die bis in das nächste Jahr hinein anhält, womöglich nach dem typischen saisonalen Muster der vergangenen 5 Jahre.

DAX: saisonaler Kursverlauf 5 Jahre
(Quelle: seasonax.com) DAX, saisonaler Verlauf der vergangenen 5 Jahre

Und wenn ab dem Sommer 2022 wieder die saisonal schwache Phase ansteht, könnte sich diese durch den Liquiditätsentzug der US-Notenbank verstärken. Dabei könnte es zu der oben geschilderten größeren ABC-Korrektur kommen.

Ein langfristiges Szenario für den DAX

Sicherlich ist dies nun ein langfristiges Szenario für den DAX, welches exakt so natürlich nicht eintreten muss. Es sind viele Alternativen denkbar. Doch den Elliott-Wellen-Chart des DAX habe ich bereits vor langer Zeit erstellt. Und das damit verbundene Elliott-Wellen-Szenario ist nach wie vor intakt. Daher erscheint mir der langfristige Ausblick sowohl charttechnisch als auch fundamental (Geldpolitik) sehr plausibel. Ich werde ihn für Sie im Hinterkopf behalten und zu gegebener Zeit sicherlich noch einmal hervorholen, wenn auch nur, um ihn zu aktualisieren und an die weitere Entwicklung anzupassen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 19. Oktober 2021:
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Steigende Gewinnerwartungen, steigende Aktienkurse

Mit einer sehr starken Kurserholung am Donnerstag und Freitag ist es dem DAX gelungen, mehr als 61,80 % der Kursverluste aufzuholen, die er seit seinem Rekordhoch, welches am 13. August bei 16.030,33 Punkten markiert wurde, erlitten hatte (siehe grüner Kreis im folgenden Chart).

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Gemäß der Analyse vom 7. Oktober gilt damit die gesamte Korrekturbewegung aus Sicht der Fibonacci-Marken als beendet und spricht die klassische Charttechnik ebenfalls gegen eine Korrektur und für eine Fortsetzung der Seitwärtstendenz, da der deutsche Leitindex wieder in den oberen Bereich seiner Seitwärtsrange zurückgekehrt ist (gelbes Rechteck).

Seitdem ist es zu einer Gegenbewegung gekommen. Diese fiel im Vergleich zum vorherigen Anstieg moderat und deutlich flacher aus. Sie ist daher noch keinesfalls bearish, sondern eher als Konsolidierung in der neuen Aufwärtsbewegung zu werten. Und so ist derzeit mit weiter steigenden Kursen zu rechnen.

Steigende Gewinnerwartungen, steigende Aktienkurse

Es stellt sich nun natürlich die Frage, warum die Anleger plötzlich wieder so kauffreudig sind, obwohl doch die negativen Faktoren jüngst noch überwogen haben (siehe auch „Negative Faktoren überwiegen – aber kein Grund für Schwarzmalerei“). Und die Antwort ist wieder die gleiche wie schon vor einer Woche: Die Gewinnerwartungen sind jüngst gestiegen (siehe auch „Drohende Stagflation – darum bleiben die Aktienmärkte stabil“). Mit Blick auf die folgende Grafik von Refinitiv scheinen sie auf Wochensicht sogar so dynamisch gestiegen zu sein wie die Aktienindizes.

S&P 500: Gewinnerwartungen 3. Quartal 2021
(Quelle: Refinitiv)

Demnach ist der aktiengewichtete Gewinn des S&P 500 im 3. Quartal 2021 seit Beginn des laufenden Monats von 414,3 Mrd. USD um 1,7 % auf 421,4 Mrd. USD gestiegen (3. Quartal 2020: 319,3 Mrd. USD). Am 1. Oktober lagen die Erwartungen für das Gewinnwachstum im S&P 500 zur aktuell laufenden Berichtssaison noch bei +29,4 %, eine Woche später bei +29,6 % und am vergangenen Freitag bei +32,0 %.

S&P 500: Gewinnerwartungen 3. Quartal 2021
(Quelle: Refinitiv)

Inzwischen sind es sogar +32,4 %. Grund für die Aufwärtsrevisionen sind die weiterhin über den Erwartungen liegenden Geschäftsberichte. Hatten laut der Börse-Intern vom 12. Oktober 76 % der Unternehmen des S&P 500 die Gewinnschätzungen übertroffen, so sind es nach inzwischen 53 vorgelegten Bilanzen 83,0 %. Der langfristige Durchschnitt liegt bei 65,8 % (seit 1994). Dabei weisen die Unternehmen insgesamt Gewinne aus, die 13,9 % über den Schätzungen liegen.

S&P 500: Gewinnüberraschungen 3. Quartal 2021
(Quelle: Refinitiv)

Der durchschnittliche Überraschungsfaktor liegt hier seit 1994 bei 4,0 %. Wir befinden uns nach dem Corona-Einbruch also immer noch in einer besonderen Aufhol-Situation.

Höhere Erwartungen bergen negatives Überraschungspotential

Und es scheint dabei so, dass die Aktienkurse aktuell fast ausschließlich durch die Gewinnerwartungen der Anleger bestimmt werden. Alle anderen Meldungen über Inflationsängste, Probleme des Immobilienmarktes in China etc. sind offenbar lediglich dem Motto „Kurse machen Nachrichten“ geschuldet.

Passend dazu hatte ich in der Börse-Intern vom 12. Oktober geschrieben: „Die weitere Kursentwicklung dürfte davon abhängen, ob die Bilanzsaison die Erwartungen des Marktes erfüllen kann. Aktuell liegt das durchschnittliche Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr bei 29,3 %. Die eintrudelnden Bilanzen müssen also weiterhin über den Erwartungen ausfallen, um die erhofften +29,6 % beim Gewinn noch zu erreichen.“ Und wie wir nun wissen, sind die seitdem veröffentlichten Ergebnisse über den Erwartungen ausgefallen. Das aktuelle Gewinnwachstum liegt sogar bei +36,8 %.

Anleger blicken auch optimistischer in die Zukunft

Übrigens bessern sich nicht nur die Aussichten für die Gewinnentwicklung im 3. Quartal, sondern die Anleger werden auch optimistischer für das aktuell laufende 4. Quartal.

S&P 500: Gewinnerwartungen 4. Quartal 2021
(Quelle: Refinitiv)

Und auch das 1. Quartal 2022 wird positiver beurteilt.

S&P 500: Gewinnerwartungen 1. Quartal 2022
(Quelle: Refinitiv)

Mit einem Gewinnwachstum von nur noch 6,5 % haben wir im kommenden Jahr allerdings die Phase der Aufhol-Effekte nach der Corona-Krise hinter uns gebracht. Die Zeit der extrem hohen Gewinnwachstumsraten ist dann vorbei.

S&P 500: Entwiclung der Ergebnisse der Unternehmen
(Quelle: Refinitiv)

Die Gewinnwachstumsrate für das Gesamtjahr 2022 wird aktuell übrigens auf nur noch +9,1 % geschätzt, nach +46,8 % für 2021. Und ob bei einem solch deutlich niedrigeren Gewinnwachstum das immer noch recht hohe Bewertungsniveau des S&P 500 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von weiterhin mehr als 20 angemessen ist, wird sich in der Zukunft sicherlich klären.

S&P 500 - Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
(Quelle: Berenberg Bank)

Ich gebe auch zu bedenken, dass in 2022 die Zeit der Anleihekäufe zu Ende gehen dürfte. Damit verlieren die Aktienmärkte massiv an Unterstützung.

Die kurzfristige Charttechnik im Auge behalten

Jedenfalls scheinen die Anleger aktuell offenbar zu glauben, dass sich die Lieferkettenprobleme und die Preissteigerungen bereits im laufenden Quartal nicht mehr negativ auf die Margen der Unternehmen auswirken und sich die Lage womöglich sogar entspannt, sodass es jetzt noch einmal lukrativ ist, Aktien zu kaufen.

Sollte sich diese Meinung der Anleger ändern, was angesichts der inzwischen höheren Erwartungen wahrscheinlicher wird, dürfte es auch wieder zu Rückschlägen bei den Aktienindizes kommen. Bleiben Sie also wachsam und achten Sie auf die kurzfristige Charttechnik, die Ihnen sehr wahrscheinlich verraten wird, wie sich die Bilanzsaison und das Anlegersentiment entwickeln.

Setzt der DAX zum Beispiel seine aktuelle Gegenbewegung fort und nimmt er dabei Fahrt auf, würde sich das aktuell bullishe Chartbild eintrüben und zunächst nur eine Fortsetzung der übergeordneten Seitwärtsbewegung anstehen (gelbes Rechteck). Wird sogar das Zwischenhoch vom 8. Oktober bei rund 15.200 Punkten unterschritten, sollte man bereits ein neues Korrekturtief einkalkulieren. Solange dies aber nicht geschieht, ist, wie oben schon geschrieben, mit weiter steigenden Kursen zu rechnen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Börse - Intern vom 18. Oktober 2021:
Ein Jahresendrally-Szenario

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

zunächst eine kurze Nachlese zum Verfallstag am Freitag der vergangenen Woche.

Kurze Verfallstagsnachlese

Vor einer Woche schrieb ich hier zum Kursziel des DAX zum Verfallstag: „15.300 Punkte sind also das klare Kursziel zum Verfallstermin.“ Und weiter: „Ich schätze […] das positive Überraschungspotenzial für die Märkte etwas höher ein als die Gefahr eines erneuten Rückschlags […] Demnach sollte der DAX zum Verfallstermin am Freitag bei 15.300 Punkten oder höher notieren.“ Und ich wies darauf hin, dass Kursausschläge, die den DAX von der 15.300er Zielmarke entfernen, gute Trading-Gelegenheiten ergeben würden.

Trader, die diese Hinweise beherzigt haben, sollten in der Vorwoche ordentliche Gewinne eingefahren haben. Denn das bullishe Alternativszenario ging voll auf:

FDAX-Stundenchart ab 11.10.2021

Der DAX setzte bereits am Dienstag zu Handelsbeginn zurück und bot damit eine gute Einstiegsgelegenheit, die mit klassischen Oszillatoren, wie z.B. dem RSI, selbst im Stundenchart klar angezeigt wurde. (Hinweis: Im Chart habe ich den DAX-Future verwendet, da dieser aufgrund seiner längeren Handelszeit in der Regel die besseren Signale liefert; die Kursdifferenz zum DAX ist aufgrund der niedrigen Zinsen immer noch vernachlässigbar. Alternativ dazu eignen sich CFD-Kurse.)

Und da die Rechteckgrenzen im FDAX etwas anders verlaufen als im DAX ergabe der Kontakt mit der Rechteckunterkante sowie das folgende Kerzen-Umkehrmuster zudem auch ein klassisches charttechnisches Kaufsignal.

Ein (fast) perfekter Verfallstags-Trade

Es gab auch weitere gute Kaufsignale (siehe Pfeile). Und da bis zum Verfallstermin ein starker Aufwärtstrend herrschte, war auch das Positionsmanagement einfach – hier mal mit einem Standard-Stopp-Indikator gezeigt. Und wer daraufhin am Freitagmorgen bei 15.459 Punkten ausgestiegen ist, hat nichts falsch gemacht: Seit dem Einstieg am Dienstagmorgen konnte man immerhin 383 Punkte einfahren –das waren selbst im Mini-Future (5 € pro Punkt) noch 1.915 € Gewinn pro Kontrakt.

Ein schöner Erfolg, auch wenn der DAX etwas höher, bei 15.503,75 €, abgerechnet wurde. Aber erfahrene Trader wissen, dass man nur in absoluten Glücksmomenten einen Trend optimal ausreizen kann…

Auf jeden Fall ist auch die Oktober-Verfallstagsanalyse wieder einmal perfekt aufgegangen.

Da ist doch noch mehr drin!

Aber lässt sich aus diesem Trend nicht noch mehr Kapital schlagen? Schließlich sind dadurch im Tageschart des DAX vier sehr bullishe Kerzen nacheinander und in aufsteigender Tendenz zu erkennen (siehe grüne Ellipse im folgenden Chart):

DAX - Tageschart seit März 2021

Zuletzt gab es einen solchen Fall Ende März (siehe gelbe Ellipse). Danach stieg der DAX bis zu seinem Hoch Mitte August um mehr als 1.000 Punkte oder 6,8 % (siehe Pfeil). Und auch in anderen, ähnlichen Fällen stieg der Kurs innerhalb der folgenden bis zu 100 Tage deutlich: im Durchschnitt von 120 Fällen seit 1991 um 10,1 % bei einem maximalen Drawdown von durchschnittlich nur 3,34 %.

Das ist ein äußerst attraktives Chance-Risiko-Verhältnis! Entscheidend ist dabei das Positionsmanagement, denn natürlich gab es auch Fälle, in denen der Kurs danach mehr oder weniger sofort fiel. Das kann man aber mit einem klassischen Anfangsstopp von z.B. 5 % abfangen. Dann hätte man – zumindest theoretisch – schon ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2. Und nur in 14 % der Fälle wäre man mit diesem Stopp „unglücklich“ ausgestoppt worden, hätte also eine nachfolgende starke Aufwärtsbewegung verpasst.

Trade-Steuerung per Zeitmanagement

Der Clou ist aber das Zeitmanagement. Die Statistik verrät uns, dass das Hoch in der Regel erst nach mehr als 60 Tagen erreicht wird (in knapp 61 % der Fälle; siehe auch folgende Grafik).

DAX: Rallydauer nach 4-Tages-Impuls

Quelle: MarketMaker mit Daten von VWD, eigene Berechnungen

Geschieht das früher, dann bleibt die Performance mau, wie die folgende Tabelle zeigt.

DAX: Rallydauer nach 4-Tages-Impuls

Quelle: MarketMaker mit Daten von VWD, eigene Berechnungen

Das kann man sehr gut zum Positionsmanagement nutzen: Kommt der DAX innerhalb der nächsten 10 Tage nicht vom Fleck, kann man den Stopp schon nachziehen, denn bei einem Rückschlag ist es sehr wahrscheinlich, dass er sein Hoch schon gesehen hat. Innerhalb der nächsten 30 Tage sollte er wenigstens 5 % zugelegt haben, sonst ist das ebenfalls ein Zeichen für Schwäche. Je nach Risikotoleranz kann man dann schon den Stopp auf Kaufkurs nachziehen.

Die nächsten Ziele für die DAX-Bullen

Dieser Trade hat vor allem mit Blick auf eine mögliche Jahresendrally Charme, denn wann, wenn nicht jetzt, sollte der DAX wieder Fahrt aufnehmen?

Charttechnisch sollte der DAX daher nun zügig bis mindestens zum rot gestrichelten Widerstand bei 15.704 Punkten vorstoßen (siehe 2. Chart oben), idealerweise sogar bis zur Rechteckkante bei 15.800 Punkten, bevor er wieder eine moderate Korrektur startet. Ich wäre auch nicht überrascht, wenn wir bis zum Jahresende neue Allzeithochs sehen.

Neuer Sentimentimpuls spricht für steigende Kurse

Dafür spricht aktuell auch die Stimmungslage an den US-Märkten:

S&P 500 vs. Sentiment

Quellen: MarketMaker mit Daten von VWD, AAII

Nachdem es schon vor zwei Wochen eine bullishe Divergenz im Extrembereich bei der Anlegerstimmung gegeben hat (siehe gelbe Ellipsen und Börse-Intern vom 11.10.2021), wurde dieses Setup in der Vorwoche durch einen Sentimentimpuls zurück über die Nulllinie bestätigt. Damit steht – allen fundamentalen Belastungen und allen Unkenrufen der Analysten zum Trotz – einem (Wieder-)Anstieg der Kurse in den USA nichts mehr im Weg. Das gilt nicht nur aus stimmungstechnischer, sondern auch aus charttechnischer Sicht, denn die US-Indizes haben ihre Korrekturformationen gebrochen.

Also: Wenn es nun „plötzlich“ doch zu einer Jahresendrally kommt, dann sagen Sie nicht, Stockstreet hätte Sie nicht gewarnt…

Viel Erfolg und beste Grüße

Ihr Torsten Ewert


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Wieder nur eine ABC-Korrektur im Aufwärtstrend?

Die Aktienmärkte stemmen sich derzeit mit Kraft gegen eine größere Korrektur. Der S&P 500 ist gestern von unten exakt bis an seinen 50-Tage-Durchschnitt zurückgelaufen (blaue Linie im folgenden Chart).

S&P 500 - Chartanalyse

Dabei wurde nach einem höheren Tief auch ein höheres Hoch gebildet, womit nach der ABC-Korrektur bereits eine Trendwende vorliegt. Und nach dem Rücksetzer von gerade einmal 5,87 % notierte der Index gestern schon nur noch 2,37 % unter seinem Rekordhoch.

S&P 500 und Dow Jones nur etwa 2 % unter Rekordhoch

Ähnlich bullish ist die Kursentwicklung beim Dow Jones. Schon am Donnerstag vergangener Woche hatte ich berichtet, dass diesem Index die Fortsetzung der Seitwärtsbewegung gelungen war und er sogar beinahe seine psychologisch wichtige Marke von 35.000 Punkten und das obere Ende seiner Seitwärtsrange erreicht hatte (gelbes Rechteck im folgenden Chart).

Dow Jones - kurzfristige Chartanalyse

Seitdem kam es zwar zu einem erneuten Rücksetzer, aber auch hierbei wurde ein höheres Tief markiert. Mit diesem zeigt sich im Dow Jones sogar eine klare Bereitschaft, bei Rücksetzern schon deutlich früher wieder in den Markt einzusteigen (siehe grüne Aufwärtstrendlinien).

Und nach dem Rücksetzer von hier sogar nur 5,66 %, näherte sich der Dow Jones seinem Rekordhoch gestern schon bis auf 1,99 %.

Dow Jones - langfristige Chartanalyse

Mehr als eine saisonale Schwäche haben die US-Märkte also bislang nicht gesehen. Und das ist angesichts der jeweils vorangegangenen Kursanstiege schon sehr erstaunlich.

Wieder nur eine ABC-Korrektur im Aufwärtstrend?

Selbst der Nasdaq 100, der nach dem Corona-Crash (links unten im folgenden Chart) deutlich weiter über sein Vor-Krisen-Niveau herausgeschossen ist (rote horizontale Linie) als S&P 500 oder Dow Jones, beließ es bei seiner jüngsten saisonalen Schwäche bei einem relativ moderaten Rücksetzer. Das Minus von 8,38 % ist eines der kleinsten der diversen (ABC-)Korrekturen im aktuellen Aufwärtstrend.

Nasdaq 100 - Chartanalyse

Es sollte daher nicht verwundern, dass ich mich noch nicht zufrieden gebe mit den bisherigen Korrekturen und noch mit einem weiteren Rücksetzer auf neue Korrekturtiefs rechne.

Ist die saisonale Schwäche vorbei?

Aber ist die saisonale Schwäche nun nicht vorbei? Schließlich heißt es doch „Sell in May an go away, but remember to come back in September“. Das suggeriert doch, dass man im Oktober bereits mit der typischen Jahresendrally rechnen sollte.

Doch erst am 5. Oktober hatte ich noch geschrieben, dass angesichts der extrem stark gestiegenen Energiepreise noch mit sinkenden Gewinnerwartungen zu rechnen ist und somit auch die saisonale Schwäche noch etwas anhalten könnte, „bevor diese auch in diesem Jahr wahrscheinlich wieder in die typische Jahresendrally übergeht“. Und für diese Erwartung liefert durchaus auch die Saisonalität Gründe:

So fällt beim Blick auf den durchschnittlichen Verlauf des DAX der vergangenen 5 Jahre auf, dass sich der Index ab Mitte Oktober zwar erholt, aber Ende Oktober noch ein neues Korrekturtief markiert, bevor es danach im Rahmen der Jahresendrally wieder aufwärts geht.

DAX: saisonaler Kursverlauf 5 Jahre
(Quelle: seasonax.com) DAX, saisonaler Verlauf der vergangenen 5 Jahre

Und das gilt auch für den S&P 500:

S&P 500: saisonaler Kursverlauf vergangene 5 Jahre
(Quelle: seasonax.com) S&P 500, saisonaler Verlauf der vergangenen 5 Jahre

Ebenso fällt der Nasdaq 100 regelmäßig Ende Oktober auf ein neues Korrekturtief, selbst wenn man einen Zeitraum von mehr als 35 Jahren betrachtet:

Nasdaq 100: saisonaler Kursverlauf vergangene 36 Jahre
(Quelle: seasonax.com) Nasdaq100, saisonaler Verlauf der vergangenen 36 Jahre

Es gilt also durchaus noch vorsichtig zu bleiben, auch wenn bearishe Signale jüngst wieder abgenommen haben. Bei fallenden Kursen gilt aber auch weiterhin, Long-Positionen (zurück) ins Depot zu holen, mit Geldmitteln, die durch vorherige Gewinnmitnahmen frei geworden sind.


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PS: Im Target-Trend-CFD haben wir heute übrigens einen Long-Trade auf den DAX beendet. Bei 15.000 Punkten eingegangen, konnten wir mit dem Ausstieg bei 15.500 Punkten ganze 500 Euro Gewinn (je CFD-Kontrakt) realisieren – binnen nur zwei Wochen.
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Börse - Intern vom 14. Oktober 2021:
Sind höhere Ölpreise ein Problem für Wirtschaft und Aktienmarkt?

Nach Ansicht der Internationalen Energieagentur (IEA) könnte eine globale Energiekrise die Inflation weiter anheizen und die weltweite Erholung von der Corona-Pandemie verlangsamen. Durch steigende Energiepreise steige auch der Inflationsdruck und zusammen mit Stromausfällen könnte es zu einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung kommen, so die IEA.

Das ist nun allerdings keine bahnbrechende Erkenntnis. Zugleich liefert die IEA allerdings gute Gründe für die steigenden Ölpreise: „Rekordpreise für Kohle und Gas sowie wiederkehrende Ausfälle veranlassen den Stromsektor und energieintensive Industrien, sich dem Öl zuzuwenden, um Lichter brennen zu lassen und den Betrieb am Laufen zu halten“, schrieb die Agentur in ihrem monatlichen Bericht. Auch auf diesen Zusammenhang könnte man durchaus auch noch als Laie kommen.

Aufhorchen lässt daher eher die Einschätzung der IEA, dass die Ölnachfrage durch die aktuellen Entwicklungen um eine halbe Million Barrel pro Tag (bpd) ansteigen könnte. Infolge dessen würde sich die weltweite Ölnachfrage im nächsten Jahr auf das Niveau vor der Pandemie erholen, so die Erwartung der IEA. Und sie kommt daher zu dem Ergebnis, dass die großen Ölförderländer der OPEC+ mit der Rohöl-Förderung im vierten Quartal 2021 etwa 700.000 Barrel pro Tag unter der erwarteten Nachfrage bleiben werde. Und damit haben wir einen konkreten Grund für die steigenden Ölpreise.

OPEC+ wird die Angebots- bzw. Nachfragelücke nicht schließen

Eigentlich hatte ich erwartet, dass die OPEC+ in einem solchen Fall einfach mehr Öl fördern würde, um die Ölpreise auf einem Niveau von etwa 60 bis 65 Dollar einzupendeln (siehe auch Börse-Intern vom 20. August), also in etwa in der Mitte der im folgenden Chart markierten Spannen (gelbe Rechtecke).

Ölpreis der Sorte West Texas Intermediate (WTI)

Doch am Montag vergangener Woche hieß es von Seiten der OPEC+ nach einem Online-Treffen der Ölminister der beteiligten Staaten, man werde die geplante Ausweitung der Förderquoten trotz des bestehenden Preisdrucks nicht beschleunigen. Stattdessen werden die Quoten wie vereinbart im November um 400.000 Barrel pro Tag angehoben. Auch für Dezember ist eine solche Erhöhung vorgesehen.

Wir werden die Situation beobachten, wie wir wissen, sinkt die Nachfrage normalerweise im vierten Quartal“, sagte der stellvertretende russische Premierminister Alexander Nowak. Zudem sagte ein Insider, man habe Angst vor einer erneuten Corona-Welle im Herbst, weshalb niemand größere Schritte unternehmen wolle.

Ölförderstaaten können mit den aktuellen Preisen sehr gut leben

Die OPEC+ rechnet also gleich in zweifacher Hinsicht mit einer möglicherweise sinkenden Nachfrage und möchte daher das Angebot nicht stärker erhöhen, um nicht in einen Angebotsüberhang zu geraten, der dann auch wieder die Preise zu weit fallen lassen könnte. Schließlich können diverse OPEC+-Staaten mit Ölpreisen von 80 Dollar besser leben als mit Preisen von 50 oder gar nur 40 Dollar. Denn die Einnahmen aus den Öl-Exporten werden benötigt, um den Staatshaushalt zu finanzieren.

Ölpreise sollten nicht zu stark steigen

Je höher also die Ölpreise, desto höher die Gewinnmarge und umso mehr Spielräume hat man bei den Staatsausgaben. Allerdings dürfen die Ölpreise auch nicht zu weit steigen, weil dies die Wirtschaft belasten würde. Das könnte die Nachfrage nach Öl bremsen und somit zu sinkenden Umsätzen und Gewinnen führen. Im Interesse der OPEC+ liegt also ein möglichst ausgewogener Ölpreis. Und daher gehe ich davon aus, dass die Notierungen auch bald wieder nachgeben.

Jetzt erst in der Welle 5?

Das ließe sich auch charttechnisch begründen, wenn man zum Beispiel die Elliott-Wellen etwas anders zählt als im Chart oben:

Ölpreis der Sorte West Texas Intermediate (WTI)

Hiernach befindet sich der Aufwärtstrend erst jetzt in der Welle 5 und somit der finalen Welle des aktuellen Aufwärtstrends. Und vielleicht läuft diese sogar noch bis auf rund 90 Dollar, wo die Preise dann an das nachhaltige Trendhoch von 2018 gelangen.

Fazit

Wenn die OPEC+ mit ihrer Erwartung richtig liegt, dass die Nachfrage nach Öl zum Jahresende hin abnimmt, dann könnte durch die Förderanhebungen im November und Dezember um jeweils 400.000 Barrel pro Tag die Angebotslücke geschlossen werden und die Ölpreise könnten wieder sinken. Sollte die IEA hingegen richtig liegen mit ihrer Erwartung eines Nachfrageüberhangs im vierten Quartal 2021 von etwa 700.000 Barrel pro Tag, dürften die Ölpreise hoch bleiben.

Die Frage nach dem Huhn und dem Ei

Vergleicht man allerdings die Entwicklung der Ölpreise mit der des DAX (siehe folgender Chart), dann waren steigende Ölpreise selten ein Grund für fallende Kurse am Aktienmarkt. Stattdessen waren fallende Ölpreise eher ein Signal für eine schwächere Nachfrage durch eine geringere Wirtschaftsaktivität, die dann auch die Aktienmärkte belastet hat (rote Rechtecke).

Ölpreis der Sorte Brent vs. DAX

Und hier stellt sich dann die Frage: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Waren also die jeweils gestiegenen Ölpreise der Grund dafür, dass die Wirtschaft Probleme bekommen hat und damit ihre Aktivität zurückgefahren hat, was dann zu fallenden Ölpreisen und Aktienkursen geführt hat? Oder hat zuerst die Wirtschaftsaktivität abgenommen, was dann zu einer geringeren Nachfrage nach Öl (und fallenden Aktienkursen) geführt hat? Diese Frage(n) kann auch ich Ihnen leider nicht beantworten. Jedenfalls sollte man stets die Ölpreise im Blick behalten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Börse - Intern vom 13. Oktober 2021:
Erste Leitzinsanhebung schon im September 2022?

Die Diskussion über den Anstieg der Inflation und eine entsprechende Reaktion der Notenbanken durch ein konkretes Abschmelzen der noch extrem massiven Anleihekäufe hat heute neue Nahrung erhalten. Denn in den USA wurde der Verbraucherpreisindex für September veröffentlicht. Und demnach stieg der Index um 0,4 % gegenüber dem Vormonat, nach +0,3 % im August. Die Jahresteuerungsrate belief sich auf +5,4 %, nach +5,3 % im August.

Inflation der USA (jährlich)

Die Konsensschätzungen lagen bei +0,3 % und +5,3 % und wurden somit übertroffen. Und da die Jahresteuerungsrate nach dem leichten Rückgang im August wieder auf das Hoch vom Juni und Juli zurückkehrte, heizt dies natürlich die Inflations- und Zinsdiskussionen wieder an.

Allerdings legten die Verbraucherpreise ohne Energie und Nahrungsmittel, also in der sogenannten Kernrate, „nur“ um 0,2 % gegenüber dem Vormonat bzw. 4,0 % gegenüber dem Vorjahr zu, nach +0,1 % bzw. +4,0 % im September, und trafen damit exakt die Erwartungen. Und daher gibt es kaum Anlass, die Inflationsentwicklung in den USA zu überdramatisieren. Vielmehr bestätigen sie lediglich die Erwartung, dass die US-Notenbank auf ihrer kommenden Sitzung das Tapering konkret einleiten wird.

US-Notenbank steht zunehmend unter Druck

Zumal es diesbezüglich bereits vor den heutigen Inflationsdaten konkrete Hinweise gab. Erst gestern sagte der US-Notenbanker Raphael Bostic, trotz der zuletzt enttäuschenden Daten vom US-Arbeitsmarkt seien am Jobmarkt genügend Zuwächse erzielt worden, um mit der Reduzierung der monatlichen Anleihekäufe zu beginnen.

Die Notenbanker dürften dabei auch deshalb zunehmend unter Druck stehen, weil die Inflationserwartungen in den USA, gemessen am 5J/5J-Forward, zuletzt wieder deutlich gestiegen sind und kurz davor stehen, das im Mai markierte 5-Jahreshoch bei 2,55 % zu überwinden. Die Notenbank droht damit, dem Markt hinterherzulaufen.

Erste US-Leitzinsanhebung schon im September 2022?

Und inzwischen wird die Notenbank auch bereits vom Markt getrieben. Denn am US-Geldmarkt wird mittlerweile mehrheitlich damit gerechnet, dass eine erste Zinserhöhung der Fed schon im September 2022 ansteht. Für Juli steht die Wahrscheinlichkeit eines Leitzinses auf dem aktuellen Niveau laut den sogenannten Fed Funds Futures noch bei 52,8 %.

Fed Funds Futures für Juli 2022
(Quelle: CME Group)

Doch die Wahrscheinlichkeit, dass am 21. September keine Leitzinserhöhung beschlossen wird, liegt nur noch bei 36 %. Dagegen liegt die Wahrscheinlichkeit eines Leitzinses oberhalb des aktuellen Niveaus zu diesem Termin bei insgesamt 64 %, wobei eine erste Zinsanhebung mit 42,2 % eingepreist ist.

Fed Funds Futures für September 2022
(Quelle: CME Group)

Kein Wunder, dass angesichts dieser Zinsfantasien der US-Dollar jüngst deutliche Stärke gezeigt hat.

EUR/USD setzt Korrektur noch fort

Der EUR/USD ist dadurch auf ein neues Korrekturtief gefallen. Das 38,20%-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung vom März 2020 bis zum Januar 2021 wurde damit nun nachhaltig unterschritten und das 50%-Retracement bei 1,14928 USD angelaufen (siehe graue horizontale Linien im Chart).

EUR/USD - Chartanalyse

Und das Ende der möglichen Welle C lag damit offenbar nicht am vorangegangenen Korrekturtief vom 20. August, wie im Chart noch eingezeichnet. Stattdessen setzt sich die Welle C scheinbar noch etwas fort. Noch ist am Ende der Welle C also eine baldige Wende zurück in eine Aufwärtsbewegung möglich.

Allerdings hält die vermeintliche ABC-Korrektur mit inzwischen 280 Tagen schon fast so lange an wie die vorangegangene 5-gliedrige Aufwärtsbewegung mit 289 Tagen. Das stimmt mich etwas skeptisch, weil man bei einer derart langen Korrektur am Willen der Bullen zweifeln muss.

EUR/USD - Chartanalyse

Aber solange sich die Abwärtsbewegung nicht beschleunigt und der Wechselkurs nicht unter das 61,80er Retracement bei 1,12907 USD rutscht, sehe ich noch Chancen für das bullishe (Elliott-Wellen-)Szenario. Insbesondere, wenn das Tief der möglichen Welle A zurückerobert wird, dürften Long-Positionen wieder Potential haben.

Markt setzt EZB ebenfalls unter Druck

Zumal ich auch aus fundamentaler Sicht weiterhin keine überwiegenden Vorteile für den Dollar sehe (siehe auch „EUR/USD: Zweite Chance für Long-Positionen“). Selbst der sich aktuell abzeichnende Zinsvorteil dürfte nur temporär sein, weil die Europäische Zentralbank (EZB) ebenfalls zunehmend unter Druck gerät, die Zinsen anzuheben.

Denn auch in der Eurozone sind die Inflationserwartungen zuletzt wieder angestiegen, wenngleich hierzulande die mittelfristigen Erwartungen mit rund 1,8 % noch im Rahmen des Zielbereichs der EZB von 2 % liegen.

Am Geldmarkt wird aber eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank mittlerweile auch schon für Ende 2022 fest eingepreist. Laut Reuters wurde am Montag die Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung des Einlagesatzes im Dezember 2022 um ein Zehntel Punkt auf 100 % geschätzt. Am Freitag voriger Woche waren die Chancen darauf nur auf 60 % taxiert worden. Für eine Anhebung bereits im September 2022 stehen die Chancen nach Einschätzung der Akteure am Geldmarkt der Euro-Zone inzwischen bei mehr als 80 %.

USD/JPY schießt durch die Decke

Und daher zeigt sich der Euro im Vergleich zum Dollar noch relativ stark. Anders sieht es zum Beispiel beim japanischen Yen aus. Der USD/JPY ist kürzlich förmlich durch die Decke geschossen, nachdem er sich aus einer (ABC-)Seitwärtskonsolidierung befreien konnte.

USD/JPY - Target-Trend-Analyse

Schon am 26. März lautete der Titel der Börse-Intern „USD/JPY zündet die nächste Raketenstufe“, als ich über diesen Chart aus dem Target-Trend-Spezial berichtete. Zwar pendelte der Wechselkurs anschließend monatelang recht wild auf und ab, doch hat sich dies lediglich als besagte (ABC-)Seitwärtskonsolidierung im neuen Aufwärtstrend herausgestellt, der nun mit einem zweiten Aufwärtsimpuls ebenso dynamisch fortgesetzt wird, wie er mit dem ersten Aufwärtsimpuls eingeleitet wurde (grüne Rechtecke).

Die Aufwärtsbewegung dürfte daher noch weiteres Potential haben. Wie gut, dass wir unseren Lesern des Target-Trend-Spezial rechtzeitig zu einem Long-Einstieg geraten hatten und diesen Tipp im Target-Trend-CFD auch konkret umgesetzt haben. Nach nur weniger als zwei Wochen liegt der Trade nun schon mehr als 250 Euro im Gewinn – bei einem Kapitaleinsatz von gerade einmal etwa 423 Euro macht dies eine Rendite von 59 %. Und inzwischen haben wir den Lesern des Target-Trend-Spezial den Tipp gegeben, die Long-Position auf Einstiegskurs abzusichern. Ohne Risiko kann man die Gewinne nun laufen lassen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
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