Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

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Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 18. August 2017:
Saisonale Korrektur nun auch in den US-Indizes angelaufen?

Inhaltsverzeichnis

Saisonale Korrektur nun auch in den US-Indizes angelaufen?

Nach dem DAX scheinen inzwischen auch die US-Indizes in eine Korrektur überzugehen. Bereits in der vergangenen Woche kam es dort am Donnerstag zu einem starken Kursrutsch. Bereits am Dienstag hatten die US-Indizes jedoch ihre Verluste weitestgehend aufgeholt. Und so sah es bis Mittwoch so aus, als würde sich die (Herbst-)Schwäche in den US-Indizes wieder nicht durchsetzen können. Doch gestern kam es hauptsächlich in den USA erneut zu starken Kursverlusten. (Der DAX gab zwar auch nach, verlor aber deutlich weniger.) Dabei wurde lediglich im Nasdaq100 noch kein neues Korrekturtief markiert, im Gegensatz zum Dow Jones und S&P 500 (und DAX).

Bestätigende Kurskerzen abwarten

Ob damit nun allerdings die Bullen endgültig aufgegeben haben, bleibt noch abzuwarten. Weitere Hinweise dafür gibt es erst, wenn sich nach dem heutigen Verfallstag auch in der kommenden Woche die Verluste in den US-Indizes fortsetzen und die Abwärtsbewegung damit Schwung aufnimmt bzw. beibehält. Denn Konsolidierungen mit zwischenzeitig scharfen Rücksetzern haben wir in der Vergangenheit häufig gesehen. Aber es kam dabei nicht zu einer Reihe von langen bearishen Kerzen. Doch genau das wäre das bislang fehlende Signal für eine nachhaltig angelaufene (Herbst-)Korrektur. Kommt es hingegen in Kürze erneut zu deutlichen Kurserholungen, spricht dies dafür, dass auch dieser Rücksetzer nur eine kleinere Konsolidierung mit insgesamt relativ milden Verlusten in den US-Indizes ist.

Warnsignale häufen sich

Letztlich häufen sich derzeit aber die Warnsignale. Und das zumindest vorläufige Ende der Aufwärtstrends an den Aktienmärkten zeichnet sich schon seit einigen Wochen mehr und mehr ab. Der DAX erreichte schon am 20. Juni sein Hoch und befindet sich seitdem in einem glasklaren Abwärtstrend.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Die US-Indizes konnten noch bis Ende Juli weiter zulegen. Dadurch liefen der DAX und die US-Indizes um ca. 7 bis 9 % auseinander. Gleichzeitig legte der Euro in dieser Zeit um 7 % zu. Die Divergenz konnte man bis dahin also noch mit der Wechselkursentwicklung erklären.

Ein Schwenk zu defensiven Investments

Am 27. Juli erreichte dann aber auch der Nasdaq100 sein Hoch. S&P 500 und Dow Jones folgten etwas später am 8. August. Während der Dow Jones in der Zwischenzeit noch zehn Tage in Folge zulegen konnte, tendierte der S&P 500 schon nur noch seitwärts. Und dies ist ein wichtiges Signal, denn es bedeutet, dass sich die US-Anleger ab Ende Juli aus den spekulativen Technologieaktien verabschiedet haben und ihr Engagement auf die eher defensiven Schwergewichte aus dem Dow Jones ausrichteten. Damit war klar: Die Risikoneigung der Anleger nimmt ab.

Diese Entwicklung zeichnete sich zuvor auch schon durch steigende Kurse bei sicheren Häfen wie Anleihen und Edelmetallen ab. Der Bund-Future als Beispiel für die Anleihenmärkte legte zum Beispiel bereits seit dem 7. Juli wieder kontinuierlich zu und der Goldpreis markierte am 10. Juli sein letztes markantes Tief. Und letztlich ist es dann danach auch wiederholt zu breiten und teilweise sehr dynamischen Rücksetzern an den Aktienmärkten gekommen.

Puzzlestücke ergeben ein Bild

Im Nachhinein ist es natürlich immer leicht, die einzelnen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Doch wir haben Sie rechtzeitig gewarnt. So schrieb ich bereits in der vergangenen Woche und damit direkt nach der Sommerpause der Börse-Intern, „dass die US-Indizes S&P 500 und Nasdaq100 ausgerechnet seit Ende Juli keinen Schwung mehr haben und zuletzt nur noch die eher defensiven Schwergewichte aus dem Dow Jones noch zulegen konnten.“

Offensichtlich sind nun auch die US-Märkte im Sommerloch angekommen. Nun fragt sich nur noch, wie tief das Loch ist, also wie weit und wie lange die Kurse fallen. In US-Nachwahljahren tun sie dies, wie Sie bereits wissen, üblicherweise bis in den November.  Hier dazu noch einmal der durchschnittliche Verlauf des Dow Jones in US-Nachwahljahren:

Dow Jones - durchschnittlicher Kursverlauf in US-Nachwahljahren


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DAX bestätigt Bruch des Aufwärtstrendkanals

Passend zu der Erwartung an weiter fallende Kurse hat der DAX übrigens inzwischen den Ausbruch aus seinem übergeordneten Aufwärtstrendkanal bestätigt:

DAX - Target-Trend-Analyse

Nach dem Bruch des Trendkanals (gelb) rutschte der deutsche Leitindex zunächst bis an die Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten. Dort kam ihm die 200-Tage-Linie (blau) zur Hilfe (siehe grüner Pfeil). Es folgte eine Gegenbewegung, die exakt bis an die untere Trendkanallinie zurückreichte (roter Pfeil). Und von dieser Linie ist der DAX nun nach unten abgeprallt. Damit wurde der Ausbruch aus dem Aufwärtstrendkanal getestet und bestätigt.

Kurz- und mittelfristig bearish

Kommt es nun auch noch zu einem Bruch der Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten und damit zu einem neuen Korrekturtief, sind nicht nur die kurzfristigen Signale klar bearish, sondern vorerst auch die mittelfristigen. Dies ändert sich nur, wenn der DAX bald aus dem Abwärtstrendkanal nach oben ausbrechen (siehe Chart im oberen Artikel) und sich doch noch in den Aufwärtstrendkanal zurückarbeiten kann.


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Börse - Intern vom 17. August 2017:
Starke Unternehmenszahlen aus den USA

Unmittelbar im Anschluss von Zinssitzungen der Notenbanken wird regelmäßig ein Statement zum Zinsentscheid veröffentlicht. Darin werden die konkreten Beschlüsse erläutert. Einige Wochen später wird zusätzlich das Protokoll der Beratungen veröffentlicht, welches etwas mehr Details enthält. Anleger und Trader erhoffen sich, daraus weitere Informationen zur geldpolitischen Ausrichtung der Notenbank ablesen zu können. Entsprechend genau wird jeder Satz, teilweise sogar einzelne Wörter, unter die Lupe genommen.

In den meisten Fällen geht aus den Fed-Protokollen jedoch nicht mehr hervor, als aus dem Statement. Es gibt lediglich Details preis, welcher Notenbanker sich in Sachen zukünftiger Zinserhöhung (oder Zinssenkung) wie konkret positioniert, also wann und ob er eine Zinsanhebung (bzw. Zinssenkung) befürwortet. Und daraus kann man höchstens Stimmungen bzw. Tendenzen ableiten.

Fed-Protokoll: Nichts, was man nicht längst schon wusste

So auch aktuell wieder: Wie aus dem gestern veröffentlichten Protokoll zur Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am 25. und 26. Juli hervorgeht, waren sich die Mitglieder des Offenmarktausschusses der Notenbank (FOMC), über den Zeitplan künftiger Zinserhöhungen weiterhin uneinig. Denn es war unklar, warum die Inflation in den vergangenen Monaten niedriger blieb als gewünscht. Einigkeit herrschte hingegen, dass bald mit dem Abbau der aufgeblähten Notenbankbilanz begonnen werden soll. Wie gesagt: Nichts, was man nicht längst schon wusste.

Mir ist es daher schleierhaft, warum die Medien und einige Marktexperten diese Protokolle so wichtig nehmen. Zum Glück sind die meisten Marktteilnehmer deutlich rationaler. Und so kam es auch nicht zu nennenswerten oder nachhaltigen Kursreaktionen.

Starke Unternehmenszahlen aus den USA

Doch bleiben wir in den USA. Denn nachdem ich gestern bereits über den Verlauf der Berichtssaison bei den DAX-Unternehmen berichtet habe, möchte ich heute darauf eingehen, wie sich die US-Unternehmen geschlagen haben. Nachdem inzwischen rund 90 % der S&P 500-Unternehmen ihre Finanzberichte für das 2. Quartal 2017 vorgelegt haben, zeichnet sich ab, dass deren Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal um durchschnittlich 5,1 % und die Gewinne um 10,2 % gestiegen sind. Das sind ohne Frage sehr starke Zahlen.

Fachleute waren im Vorfeld bereits von einer starken Bilanzsaison in den USA ausgegangen. Doch Anfang Juli lagen die Erwartungen noch bei +4,6 % bei den Umsätzen und +6,5 % bei den (Gewinnen). Diese Erwartungen wurden also, insbesondere beim Gewinn, klar geschlagen. Immerhin haben fast drei Viertel aller Quartalsberichte (73 %) die Gewinnprognosen übertroffen. Und auch beim Umsatz gab es bei rund 69 % aller Unternehmen höhere Zuwächse als prognostiziert.

Gewinnüberraschungen bei den Unternehmen des S&P 500
(Quelle: FactSet)

Das Wachstum scheint bereits eingepreist

Bereits gestern hatte ich aber die Frage aufgeworfen, wie viel von diesen bullishen Faktoren bereits in den Aktienkursen enthalten ist. Antwort: Womöglich noch viel mehr, als die Unternehmen tatsächlich geliefert haben. Das zeigt folgende Statistik: Laut Zahlen von FactSet haben die Aktien der Unternehmen aus dem S&P 500, welche die Gewinnerwartungen übertrafen, im Durchschnitt einen Kursrückgang (!) von 0,3 % hinnehmen müssen. (Dazu wurden die Kurse zwei Tage vor und zwei Tage nach der Veröffentlichung der Bilanzen verglichen.)

Und das ist ein wichtiger und hochinteressanter Punkt! Denn es ist das erste Mal seit dem 2. Quartal 2011, dass die Aktien der Unternehmen aus dem S&P 500 mit positiven Ergebnisüberraschungen durchschnittlich einen Kursrückgang in diesem 4-Tage-Fenster verzeichneten (damals -2,1%). Im Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre stiegen die Kurse sonst um durchschnittlich 1,4 %.

Kursreaktionen auf Geschäftszahlen
(Quelle: FactSet)

Der folgende Chart illustriert, wie weit und wie lange die Kurse (blau) dem Gewinntrend (schwarz) vorausgelaufen sind.

S&P 500 Kursentwicklung vs. Gewinnentwicklung
(Quelle: FactSet)

Dadurch wurden die Aktien der Unternehmen im S&P 500 immer teurer. Aktuell sind sie mit dem 17,4-fachen des Gewinns bewertet. Das ist überdurchschnittlich teuer. Denn im fünfjährigen Durchschnitt liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 15,4 und im zehnjährigen sogar nur bei 14.

KGV des S&P 500
(Quelle: FactSet)

Die aktuell leicht negativen Kursreaktionen auf die jeweiligen Geschäftszahlen sind also nur allzu verständlich. Sollten sich die jüngsten Kursverluste fortsetzen, würden sich die Kurse lediglich wieder einer „fairen“ Bewertung annähern.

Nachlassender Wachstumstrend

Zumal zwar auch im 3. Quartal steigende Umsätze und Gewinne erwartet werden, die Zuwächse aber kleiner ausfallen dürften. Für das 3. Quartal 2017 prognostizieren Analysten „nur noch“ ein Gewinnwachstum von 5,2 % und ein Umsatzwachstum von 4,9 %. Allerdings könnten auch diese Prognosen wieder zu vorsichtig sein. Dennoch: Mit einem KGV von 17,4 ist auch ein höheres Wachstum mehr als eingepreist.

11 % Kurspotential im S&P 500?

Analysten erwarten für den S&P 500 derzeit einen weiteren Kursanstieg um 11 % auf 2705,48 Punkte in den nächsten 12 Monaten. Ich halte diese Prognose durchaus für realistisch. Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn es zwischenzeitlich zu einer stärkeren Korrektur kommt und die Kurse dann von einem (deutlich) niedrigeren Niveau aus in Richtung 2.705 Punkte laufen.


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Börse - Intern vom 16. August 2017:
DAX-Unternehmen: Rekorde bei Umsätzen und Gewinnen

Wie bereits berichtet, konnte in der Eurozone im 2. Quartal 2017 ein solides Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) erreicht werden. Die heutige zweite Schätzung von Eurostat bestätigte die mit der ersten Meldung am 1. August veröffentlichten Zahlen von +0,6 % gegenüber dem Vorquartal. Insgesamt sieht es damit im Moment so aus, als könne im Gesamtjahr ein Wachstum von etwas mehr als 2 % erzielt werden.

Deutsche Wirtschaft wächst solide und kontinuierlich

Die deutsche Wirtschaft ist im 2. Quartal 2017 genauso stark gewachsen wie die Eurozone. Auch hier legte das BIP gegenüber dem Vorquartal um 0,6 % zu, wie das Statistische Bundesamt gestern in seiner ersten Schätzung mitteilte. Das war zwar etwas weniger als vom Marktkonsens erwartet und deutlich weniger als die Stimmungsindikatoren angezeigt hatten (siehe zur Erinnerung: „6 Prozent BIP-Wachstum? - Stimmung ist zu euphorisch“), das Quartalsplus des Zeitraums von Januar bis März wurde aber von 0,6 % auf 0,7 % nach oben revidiert. Damit liegt das Wachstum des ersten Halbjahrs nun exakt auf Höhe der Erwartungen.

Entwicklung des BIP in Deutschland

Und die zweite Jahreshälfte dürfte für die deutsche Wirtschaft ähnlich positiv verlaufen. Die Bundesbank rechnet aktuell mit +1,9 % beim BIP im Gesamtjahr. Im vergangenen Jahr lag das Plus (nach aktuellen Revisionen) ebenfalls bei 1,9 %.

Entwicklung des BIP in Deutschland

Dieses solide Wachstum spiegelt sich auch in den Unternehmensbilanzen wider.

Rekorde bei den Umsätzen und Gewinnen

So verzeichneten die 30 Unternehmen des DAX laut der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY im 2. Quartal 2017 so hohe Umsätze und Gewinne wie noch nie zuvor. Der operative Gewinn legte demnach um fast ein Drittel auf gut 39 Milliarden Euro zu. Die Umsätze kletterten um 6 % auf 344 Milliarden Euro. Laut der Deka kam es unterm Strich zu einem Gewinnanstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit wurden die Rekordeinnahmen des ersten Quartals fortgesetzt.

Das stärkste Gewinnwachstum erzielten die Energiekonzerne E.ON und RWE (343 % beziehungsweise 238 %). Zuvor hatten diese Unternehmen allerdings lange Zeit unter dem Atomausstieg stark gelitten. Doch die Altlasten scheinen verdaut und die Aktienkurse schnellen daher in die Höhe.

Wachstumstrend dürfte in der zweiten Jahreshälfte anhalten

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die deutsche Wirtschaft brummt und die Unternehmen Rekordzahlen schreiben. Die Stimmung ist trotz der aktuellen Sorgen weiterhin sehr gut. Dies signalisieren auch die zuletzt veröffentlichten Indikatoren (siehe dazu u.a. Börse-Intern vom vergangenen Freitag). Daher dürfte auch die zweite Jahreshälfte positiv verlaufen. Bereits jetzt haben neun Unternehmen aus dem DAX mit der Vorlage der Halbjahresberichte ihre Umsatz- oder Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach oben korrigiert. Nur zwei Unternehmen haben eine Gewinn- oder Umsatzwarnung abgegeben. 2017 dürfte also für die DAX-Unternehmen ein Rekordjahr werden.

Wie viel Wachstum ist bereits eingepreist?

Fraglich ist nur, wie viel von diesen bullishen Aussichten bereits in den Aktienkursen enthalten ist. Denn davon wird abhängen, ob die jüngsten Kursgewinne im DAX bereits das Ende der Korrektur bedeuten oder es sich lediglich um eine Gegenbewegung im seit Juni laufenden Abwärtstrend handelt. Grundsätzlich ist der DAX noch relativ günstig bewertet. Doch mit Blick auf die Saisonalität und die hohe Bewertung an den US-Märkten sollte man in den kommenden Wochen noch mit weiteren Rückschlägen rechnen. Diese dürften dann aber zu günstigen (Nach-)Kaufkursen führen.

Mit anderen Worten: Kurzfristig bin ich skeptisch für den Aktienmarkt, mittel- bis langfristig jedoch nach wie vor bullish. Letztlich wird die Charttechnik den Weg weisen. Dazu hatte ich gestern die entscheidenden Signalgeber für den DAX bereits genannt.


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Börse - Intern vom 15. August 2017:
DAX: Aufwärtstrendkanal vs. Abwärtstrendkanal

Heute früh gab es zwei spannende Meldungen: Air Berlin hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Zuvor hatte Hauptaktionär Etihad erklärt, seine finanzielle Unterstützung einzustellen. Daher sei man „zu dem Ergebnis gekommen, dass für die Air Berlin PLC keine positive Fortbestehensprognose mehr besteht“, so das Unternehmen.

Bundesregierung gewährt Air Berlin einen Übergangskredit von 150 Millionen Euro

Damit der Flugbetrieb dennoch fortgeführt werden kann, stellt die Bundesregierung einen Übergangskredit von 150 Millionen Euro zur Verfügung. Andernfalls wäre ein Rückflug von mehreren Zehntausend Reisenden sowie Urlauberinnen und Urlauber nach Deutschland mit Air Berlin nicht möglich gewesen, hieß es in einer Erklärung des Bundeswirtschaftsministeriums. Lufthansa überlegt, Teile von Air Berlin zu übernehmen.

Kursverlauf der Aktie kannte nur eine Richtung

Air Berlin fliegt seit Jahren Defizite ein. Alleine in 2016 lag der Verlust bei 780 Millionen Euro. Zudem machte das Unternehmen zuletzt vermehrt durch Flugausfälle und Verspätungen auf sich aufmerksam. Die Aktien vom Air Berlin wurden nach der Meldung vom Handel ausgesetzt und brachen dann um rund 40 % ein. Die Katastrophe kündigte sich im Kursverlauf aber längst an. Ein Investment war dieses Unternehmen nie wert.

Air Berlin - Verlauf des Aktienkurses

Bundesverfassungsgericht hat Bedenken gegen das QE-Programm der EZB

Die zweite wichtige Meldung des Tages betrifft die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Bundesverfassungsgericht hat Bedenken gegen das Anleihenkaufprogramm der Notenbank geäußert und lässt dieses daher nun vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) überprüfen. Der Beschluss für die Transaktionen könnte das Mandat der EZB überschreiten, teilte das oberste deutsche Gericht dazu mit. Es bestünden Zweifel, ob mit den Wertpapierkäufen nicht verbotenerweise Staaten finanziert würden. Ursache für diese Entwicklung sind mehrere Verfassungsbeschwerden gegen das seit März 2015 laufende Programm.

Es ist bereits das zweite Mal, dass das Bundesverfassungsgericht in Sachen EZB-Programme den EuGH einschaltet. 2014 gab es bereits Zweifel, ob die Notenbank das sogenannte OMT-Programm (Outright Monetary Transactions) auflegen durfte. Dieses Programm wurde 2016 aber von den Karlsruher Richtern unter bestimmten Bedingungen für verfassungsgemäß erklärt. Es kam allerdings bislang nie zum Einsatz, im Gegensatz zu den Anleihenkäufen.

EZB könnte einem Urteil zuvorkommen

In naher Zukunft dürfte die EZB darüber beschließen, die Wertpapierkäufe ab 2018 zumindest schrittweise zurückzufahren. Ob die Notenbank bis zum Urteil des EuGH überhaupt noch Anleihenkäufe tätigt, bleibt abzuwarten. Es könnte aber sein, dass das Urteil keinen Einfluss mehr auf die Geldpolitik nehmen kann. Daher blieben die Kursreaktionen an den Märkten auch gering.

Kurserholung im DAX folgt der Sentiment und der Verfallstagsanalyse

So konnte der DAX seine bereits am vergangenen Freitag begonnene Kurserholung ungehindert fortsetzen, womit sowohl die Erwartungen aus der Sentiment- als auch aus der Verfallstagsanalyse bislang aufgehen. Dadurch bewegt sich der deutsche Leitindex innerhalb seines kurzfristigen Abwärtstrends (rot im folgenden Chart) wieder nach oben, nachdem er am vergangenen Freitag fast exakt die untere Trendkanallinie erreicht hatte.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Genau diese Kursentwicklung hatten wir unseren Lesern des „Target-Trend-Spezial“ aufgrund einer Elliott-Wellen-Analyse prognostiziert. Wenn Sie an dieser Analyse interessiert sind und wissen wollen, wie es damit weitergeht, dann können Sie sich hier zu dem Börsendienst anmelden: zum Target-Trend-Spezial.

Aufwärtstrendkanal vs. Abwärtstrendkanal

Mit dem jüngsten Tief konnte der DAX nicht nur den Abwärtstrendkanal, sondern auch die Rechteckgrenze bei 11.880 Punkten halten (siehe folgender Chart). Nun steht er durch die Kurserholung bis auf 12.234,64 Zählern im heutigen Hoch exakt an der 12.235er Mittellinie.

DAX - Target-Trend-Analyse

Sie sehen, wie genau die Target-Trend-Methode den DAX-Chart quasi kartographiert. Damit wird es nun spannend: Prallt der DAX an der Mittellinie ab und rutscht er auf ein neues Korrekturtief, wäre damit auch der Ausbruch aus dem Aufwärtstrendkanal bestätigt. Die Signale wären dann weiterhin klar bearish. Kann sich der DAX aber in den Aufwärtstrendkanal zurückarbeiten, würde er damit auch aus dem Abwärtstrendkanal nach oben ausbrechen. In diesem Fall verändern sich die kurzfristigen Signale auf klar bullish. Und das könnte bereits das Ende der Korrektur bedeuten.

Allerdings wäre in diesem Fall auch noch eine längere Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau denkbar. Denn erst, wenn den Bullen der Anstieg auf ein neues Allzeithoch gelingt, wären alle Ambitionen der Bären, die saisonal übliche Herbstkorrektur herbeizuführen, ausgelöscht.

Überraschende Stärke der Bullen

Mich würde eine solche Stärke der Bullen allerdings überraschen. Zu sehr passen die Verluste ins Gesamtbild. Doch an der Börse hilft kein Glauben und Sollen, man muss sich immer hinter den Markt stellen und das traden, was man sieht - nicht das was man denkt. Und hier fällt auf, dass die US-Indizes ihre Verluste bereits wieder weitestgehend aufgeholt haben. Und wenn hier neue Hochs gelingen, wäre das auch ein bullishes Signal für den DAX.


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Börse - Intern vom 14. August 2017:
Wie Sie das Verfallstagsdiagramm analysieren

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Wie Sie das Verfallstagsdiagramm analysieren

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

am Freitag dieser Woche ist wieder Verfallstag, daher schauen wir wie immer zuvor auf das aktuelle Verfallstagsdiagramm. Und da uns zuletzt einige Anfragen von Lesern erreichten, die um Hilfestellung bei der Interpretation der Grafik auf unserer Webseite baten, nehmen wir dies zum Anlass, die Vorgehensweise hier noch einmal genauer zu erläutern.

Was die beiden Diagramme aussagen

Eigentlich sind auf unserer Webseite zwei Diagramme zu sehen: das obere große („Open Interest Diagramm“), das die genaue Verteilung und Größe der Call- (blau) und Put-Positionen (rot) zeigt, und das untere kleine (ohne Bezeichnung) ist die sogenannte „Max Pain“-Darstellung in dem stets eine „Schüsselkurve“ zu sehen ist (siehe folgende Grafik).

Verfallstagsdiagramm DAX August 2017

Das zweite, kleinere Diagramm ist von untergeordneter Bedeutung. Es stellt die Summen dar, welche die Stillhalter aufgrund der aktuellen Positionierung insgesamt – je nach Abrechnungskurs zum Verfallstermin – bezahlen müssen. Dabei ergibt sich stets ein minimaler Wert, der den günstigsten Verfallskurs aus Sicht der Stillhalter darstellt. (Dieser ist zugleich der ungünstigste aus Sicht der Optionskäufer, die dann maximalen Verlustschmerz erfahren – daher der Name).

Aber dieser Max-Pain-Kurs muss nicht zwangsläufig in der Nähe des aktuellen Kurses des DAX (oder eines anderen Basiswerts) liegen, sondern kann theoretisch beliebig weit davon entfernt sein. Dann ist er für die jeweilige Bewertung nahezu bedeutungslos. Trotzdem komme ich darauf später noch einmal zurück, denn eine gewisse Hilfestellung bietet uns diese Darstellung doch.

So kommen Sie am schnellsten zum Ziel

Letztlich liefert also vor allem das große Diagramm die entscheidende Aussage. Bei der Analyse dieses Diagramms geht es zunächst darum, den relevanten Kursbereich zu bestimmen. Ausgangspunkt dafür ist der aktuelle DAX-Kurs. Das sind derzeit rund 12.150 Punkte. Jetzt werden im (oberen) Diagramm die jeweils größten Call- und Put-Positionen im Umfeld dieses Kurses gesucht. Das sind die Call-Positionen bei 12.400 bzw. 12.500 Punkten sowie die Put-Position bei 12.000 Punkten.

Da die Call-Position „oben“ und die Put-Position „unten“ liegt, sind beide aus Sicht der Stillhalter zunächst nicht relevant, solange der DAX innerhalb dieses Korridors bleibt. Denn die Stillhalter sind die Gegenpartei zu den angezeigten Positionen – sie müssen nur zahlen, wenn diese Put und Calls zum Verfallstermin im Geld sind. Das heißt, wenn der Dax am Freitag über 12.400 bzw. 12.500 Punkten steht, muss der Stillhalter für die jeweilige Call-Position zahlen, wenn er unter 12.000 Punkten steht für die entsprechende Put-Position.

Wenn der DAX jedoch in dem Korridor zwischen 12.000 und 12.400 Punkten bleibt, würden die genannten Positionen wertlos verfallen, wenn der DAX zum Verfall wie aktuell bei 12.150 Punkten steht. Anders wäre es, wenn eine große Put-Position oberhalb (also zum Beispiel bei 12.300 Punkten) oder eine große Call-Position unterhalb (also zum Beispiel bei 12.000 Punkten) des aktuellen Kurses liegt. Je nach Größe und Entfernung vom aktuellen Kurs wäre diese dann als Zielmarke geeignet. Dabei gilt: Je dichter am Kurs diese Position liegt und je größer sie ist, desto relevanter ist sie. Kleinere Positionen sind dagegen weniger relevant und große Positionen, die sehr weit vom aktuellen Kurs entfernt liegen, sind in der Regel längst abgesichert.

Die aktuelle Verfallstagsprognose für den DAX

Aufgrund dieser Konstellation (DAX zwischen niedriger Put- und höherer Call-Position ohne relevante „Ziel-Position“) ergibt sich zunächst nur ein (grober) Zielbereich von 12.000 bis 12.400 Punkten, in dem sich der DAX aus aktueller Sicht bis zum Verfallstag bewegen könnte. Mitunter kann man diesen relativ weiten Bereich auf einen konkreten Zielwert eingrenzen, aber in diesem Fall ist das (mit Hilfe des oberen Diagramms) nicht sinnvoll möglich.

In so einem Fall kann man tatsächlich das untere Diagramm zu Hilfe nehmen, das mit seinem Minimum bei 12.350 Punkten in diesem Fall sogar einen ganz konkreten Wert in dem Zielbereich liefert. Wenn das Minimum nicht im Zielbereich liegt, dann lässt sich nur eine Tendenz ablesen, und zwar ist es dann (etwas) wahrscheinlicher, dass sich der DAX in die Richtung bewegt, in der die Werte (Säulen) im unteren Diagramm fallen.

Behalten Sie stets die weitere Entwicklung im Auge!

Natürlich muss man eine solche punktuelle Analyse im Weiteren gegebenenfalls anpassen. So stand der DAX Ende vergangener Woche zeitweilig unter 12.000 Punkten, womit die 12.000er Put-Position relevant wurde, da sie oberhalb des aktuellen DAX-Kurses stand. Sie lief also Gefahr, stärker ins Geld zu rutschen.

Damit wurde sie zunächst zu einer Zielmarke für die Stillhalter, die in einem solchen Fall versuchen, den Kurs an der 12.000er Marke zu halten oder wieder darüber zu hieven (das ist ein Grund für die heutige Stärke des DAX). (Im Fall einer Call-Position knapp unterhalb des aktuellen Kurses ist es natürlich umgekehrt: Dann versuchen die Stillhalter, den Kurs unter diesen Wert zu drücken.)

Ob den Stillhaltern das gelingt, hängt natürlich von der Kursdynamik ab: Wenn diese schwach ist (wie beim Rutsch unter 12.000 Punkte vor ein paar Tagen), kann die Kursstabilisierung an der Zielmarke gelingen. Ein weiterer, stärkerer Kursimpuls über die Zielmarke hinaus (im aktuellen Fall also unter 12.000 Punkte) so kurz vor dem Ultimo würde das aber schnell ändern. Dann müssten die Stillhalter Maßnahmen ergreifen, um die 12.000er Put-Position sowie gegebenenfalls auch andere, tiefer liegende Put-Positionen, die ins Geld laufen, abzusichern – sprich ihre Verluste einzugrenzen. Sie müssten dann Short-Positionen aufbauen (die ihnen bei fallenden Kursen Gewinne bringen), damit sie die Verluste aus den Put-Optionen neutralisieren können.

Wie sich Absicherungsmaßnahmen auswirken

Diese zusätzlichen Absicherungsmaßnahmen würden aber natürlich die ohnehin schon bestehende Abwärtsdynamik verstärken. Der Grund: Da die Stillhalter oft große institutionelle Anleger sind und die Positionen, die sie absichern müssen, daher meist ebenfalls sehr groß sind, entsteht zusätzlicher Verkaufsdruck. (Analoges gilt natürlich für den Fall einer starken Aufwärtsdynamik.)

Allerdings lassen sich dann meist kaum noch Erkenntnisse aus dem Verfallstagsdiagramm über den zu erwartenden Zielwert zum Verfallstag ziehen, weil die Kursdynamik häufig unberechenbar wird. Allenfalls die nächstgrößere Position könnte ein Anhaltspunkt sein. So ist die 11.800er Put-Position die nächste markante Position unterhalb der 12.000er und damit unter Umständen eine mögliche Zielmarke. Aber erfahrungsgemäß sind andere Methoden (z.B. charttechnische) besser geeignet, den weiteren Verlauf zu verfolgen, wenn eine „Verfallstags-Zielmarke“ kurz vor dem Verfallstag gebrochen wird.

Fazit

Diese ausführliche Darstellung konnte hoffentlich einige Ihrer Fragen zu dieser durchaus komplexen Analyse klären. Für alle Leser, die nur am Ergebnis interessiert sind, hier noch einmal das Fazit: Solange der DAX zwischen 12.000 und 12.400 Punkten bleibt, ist einer Seitwärtsbewegung in diesem Bereich bis zum Verfallstag am wahrscheinlichsten. Dabei besteht eine gewisse Tendenz zur Oberseite in Richtung des „idealen“ Zielwerts bei 12.350 Punkten. Kritisch wird es jenseits der genannten Marken, wenn dabei eine starke Kursdynamik aufkommt. Aus Sicht der aktuellen Verfallstagspositionierung sollte jedoch der DAX bei 12.000 Punkten nach unten gut abgesichert sein.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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Trader-Sentiment für 33. KW 2017 (14.08. - 18.08.)

Vor einer Woche berichteten wir, dass nach einem leichten Übergewicht auf Seiten der Bären (51,15 %) nun die Bullen ein wenig mehr auf die Waagschale geworfen hatten (52,12 %). Das Ungleichgewicht war damit allerdings erneut relativ gering, so dass weiterhin von einer ausgeglichenen Stimmung gesprochen werden konnte. Daher waren wieder sowohl steigende als auch zu fallende Kursen zu erwarten. Doch aus Sicht des Sentiments als Kontraindikator sollte dieses Mal wegen des Stimmungsumschwungs hin zum Optimismus am Ende statt eines Gewinns ein Verlust stehen.

Tatsächlich kam es in der vergangenen Woche (siehe dunkles Rechteck im folgenden Chart) zunächst sowohl zu fallenden als auch zu steigenden Kursen. Am Montag wurde zu Handelsstart der Schlusskurs der Vorwoche (blaue Linie im folgenden Chart) mit im Hoch 12.336 Punkten leicht überboten und am späten Dienstag dieses Hoch noch einmal angelaufen. Erst dann gaben die Kurse kräftig nach. Doch die Kurstendenz war im gesamten Zeitraum überwiegend abwärts gerichtet und am Ende stand der erwartete Wochenverlust (-2,3 %). Damit wurden die Erwartungen aus der Stimmungsanalyse zum vierten Mal in Folge zu 100 Prozent erfüllt.

Und zum dritten Mal in Folge erleben wir mit der aktuellen Umfrage einen Schwenk in der Anlegerstimmung. Nachdem das Übergewicht vor einer Woche vom Bärenlager zum Bullenlager wechselte, ist nun wieder das Lager der Bären in der Mehrzahl. Nur noch 47,94 Prozent der Voting-Teilnehmer haben in der aktuellen Umfrage auf den Button für einen steigenden DAX geklickt.

Das Fazit dieser Entwicklung ist nach den vergangenen Analysen damit klar: Das Ungleichgewicht ist nach wie vor relativ gering. Daher muss man das Sentiment als Kontraindikator weiterhin mit Vorsicht genießen. In den vergangenen Wochen wurden die aus dem Stimmungsbild abgeleiteten Erwartungen aber bestens erfüllt. Und der entscheidende Punkt ist, dass sich die Stimmung erneut gedreht hat und die Kursverluste im DAX wieder zu einem überwiegenden Pessimismus geführt haben. Damit sollte man sich für die kommenden Handelstage auf eine Gegenbewegung im deutschen Leitindex einstellen.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team -
www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 11. August 2017:
Ist die Nordkorea-Krise der Grund für den Kursrutsch?

Überall wird derzeit die Nordkorea-Krise als Grund für die fallenden Aktienkurse genannt. Es fragt sich jedoch, ob das nicht vielmehr ein typischer „Aufhänger“ im Sommerloch ist. Denn eigentlich gibt es andere Gründe, die für eine Korrektur sprechen. Gründe, auf die wir hier in den vergangenen Wochen vermehrt hingewiesen haben. Doch wie bei so vielen Korrekturen stürzen sich die Medien einfach auf die aktuellen Themen und damit die populäreren Gründe, weil die anderen Sachverhalte oft zu komplex sind. Kurse machen eben Nachrichten, und nicht umgekehrt.

Nach den gestrigen Kursverlusten stehen die Zeichen aber heute zunächst auf Konsolidierung. Das gibt uns die Gelegenheit, auf die konjunkturelle Entwicklung zu schauen. Gestern hatte ich geschrieben, dass die jüngsten Wirtschaftsdaten meine bisherige Markteinschätzung bestätigt haben.

Stärkeres Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2017

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA ist im zweiten Quartal 2017 mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,6 % gewachsen, nachdem es im 1. Quartal 2017 nur um revidiert 1,2 % zugelegt hatte.

Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA

Das BIP der Euro-Zone ist im 2. Quartal 2017 um 0,6 % gewachsen. Im 1. Quartal 2017 war die Wirtschaft im Euroraum um 0,5 % gewachsen (von 0,6 % nach unten revidiert).

Entwicklung des BIP im Euroraum

Nun könnte man meinen, die US-Wirtschaft sei im zweiten Quartal mit +2,6 % deutlich stärker gewachsen als die Wirtschaft der Eurozone mit +0,6 %. Dem ist aber nicht so. Denn im Gegensatz zu den US-Daten werden die europäischen Zahlen nicht auf das Jahr hochgerechnet.

Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres ist das BIP im Euroraum im 2. Quartal 2017 übrigens um 2,1 % gestiegen, nach +1,9 % im Vorquartal. Einen höheren Wert gab es zuletzt im 1. Quartal 2011.

Beschleunigtes Wachstum wurde so erwartet

Da die meisten Experten mit diesen Wachstumsraten gerechnet hatten, wurden sie auch längst durch gestiegene Aktienkurse eingepreist. Sogar die im zweiten Quartal erkennbare Wachstumsbeschleunigung sowohl in den USA als auch in der Eurozone war bereits durch die Frühindikatoren angezeigt und daher keine Überraschung.

Die Stimmungsindikatoren waren zuletzt sogar auf ein so hohes Niveau angestiegen, dass die damit signalisierten Wachstumserwartungen kaum mehr mit dem realistisch möglichen Wachstum in Einklang standen (siehe zur Erinnerung: „6 Prozent BIP-Wachstum? - Stimmung ist zu euphorisch“). Und so verwundert es auch nicht, dass diese Stimmungsindikatoren zuletzt leicht nachgaben:

Stimmung nähert sich wieder der Realität an

Das gilt zum Beispiel für die Markit-Einkaufsmanagerindizes in Deutschland und der gesamten Eurozonenindustrie sowie den ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie. Auch der Chicagoer Einkaufsmanagerindex für die regionale Wirtschaft der USA gab im Juli nach. Beim ISM-Index für den Dienstleistungsbereich der USA gab es sogar einen recht kräftigen Rückgang, der auf ein 10-Monats-Tief führte (siehe Grafik).

ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich der USA
Grafik: ISM-Index für den Dienstleistungsbereich der USA (Quelle: tradeeconomics.com)

Doch auch wenn all diese Indikatoren gefallen sind, so liegen sie dennoch allesamt weiterhin komfortabel oberhalb der Schwelle von 50 Punkten. Und damit signalisieren sie in den jeweiligen Regionen für die kommenden Monate weiteres Wirtschaftswachstum. Und das ist der wichtige Punkt.

Die leichten Rückgänge in diesen Indikatoren sind also kein Signal für einen nahenden konjunkturellen Abschwung oder gar für den Weg in die nächste Rezession. Stattdessen sehen wir jetzt genau die Entwicklung, die ich hier prognostiziert hatte. Aber, und damit sind wir bei der aktuellen Situation, der Rückgang in den Frühindikatoren bestätigt auch, dass sich das Wirtschaftswachstum nicht weiter beschleunigt und sich daher der Kursanstieg nicht im bisherigen Tempo fortsetzen wird.

Korrektur im Aufwärtstrend

Und so bleibt es dabei: Die Konjunkturdaten bieten grundsätzlich weiterhin eine solide Basis für eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends an den Aktienmärkten. Es ist allerdings fraglich, wie viel von dem zukünftigen Wachstum bereits in den Kursen eingepreist ist. Die Kurse sind schließlich bereits lange und weit gestiegen.

Rücksetzer werden durch die oben genannten Faktoren und auch aus saisonaler Sicht immer wahrscheinlicher. Mit den aktuellen Kursverlusten und der fortgeschrittenen Korrektur im DAX haben wir bereits einen Vorgeschmack auf das erhalten, was uns in den US-Indizes in den Monaten August bis November noch erwarten kann. Doch unverändert gilt, dass durch die saisonale Korrektur der übergeordnete Aufwärtstrend lediglich unterbrochen wird. Die Nordkorea-Krise kann dabei der Auslöser für die saisonale Korrektur sein, nicht jedoch der eigentliche Grund.


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Ihr
Sven Weisenhaus
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PS: Im „Target-Trend-CFD“ konnten wir die den jüngst scharfen Rücksetzer in den US-Indizes übrigens für einen schellen Trade im Dow Jones nutzen. Am Mittwoch sind wir bei Kursen von 21.998 Punkten am Abend um 20:34 Uhr mit einer Short-Position eingestiegen, die schon am nächsten Tag um 18:35 Uhr bei 21.880 Zählern per Take-Profit beendet wurde.

Und für den Fall, dass das nicht schon wieder das Ende der Korrektur war, haben wir noch Short-Positionen auf den S&P 500 und den Nasdaq100 im Markt. Diese sind bereits teilweise auf Einstandskurs abgesichert, so dass Verluste ausgeschlossen sind und wir die Gewinne laufen lassen können.

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Börse - Intern vom 10. August 2017:
Das Ende der dynamischen Kursgewinne?

Vor rund zwei Wochen ging die Börse-Intern in die alljährliche Sommerpause. Heute melden wir uns wieder zurück. Und wenn man nur grob auf die Marktentwicklungen schaut, könnte man fast meinen, in der Zwischenzeit sei nicht viel passiert.

Die jüngsten Wirtschaftsdaten haben die bisherige Markteinschätzung bestätigt. Damit sind auch die Erwartungen an die Geldpolitik unverändert. Und so verwundert es kaum, dass die Aktienkurse gemessen an den Indizes in den wichtigsten Regionen meist lediglich seitwärts tendierten. Der Euro hat derweil seine steile Aufwärtsbewegung beendet. - Willkommen im Sommerloch! Wirft man allerdings einen Blick auf die Details, so erkennt man doch interessante Entwicklungen.

Neue Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank

Die US-Notenbank hat auf ihrer jüngsten Sitzung am 26. Juli wie erwartet keine Änderungen an den geldpolitischen Maßnahmen beschlossen. Im schriftlichen Statement zum Zinsentscheid gab es jedoch Hinweise auf den zukünftigen Zeitplan. Statt, wie im Juni formuliert, die Reinvestitionen aus den Anleihebeständen der Notenbank grundsätzlich beizubehalten, will sie dies nach dem neuen Wortlaut nur noch „im Moment“ tun („for the time being“). Im Juni prognostizierte die Fed den Beginn der Bilanznormalisierung „in diesem Jahr“. Nun will sie damit „relativ bald“ starten.

Daraus kann man Schlussfolgern, dass auf der nächsten Sitzung im September (19./20.) die konkreten Beschlüsse zur Bilanzreduzierung gefasst und veröffentlicht werden. In der dann auch wieder stattfindenden Pressekonferenz (auf der jüngsten Sitzung gab es planmäßig keine) kann Fed-Chefin Janet Yellen die Modalitäten ausführlich erläutern. Daher ist dieser Starttermin auch organisatorisch sinnvoll. Bislang wurde der Start der Bilanzreduzierung zum Beginn des Jahres 2018 erwartet. Nach dem aktuellen Wortlaut des Statements ist auch ein früherer Startermin denkbar. Vielleicht schon zum Start des dritten Quartals 2017, also ab 1. Oktober.

Das Ende der dynamischen Kursgewinne

Vor diesem Hintergrund wird ein Ende der dynamischen Kursgewinne in den US-Indizes immer wahrscheinlicher. Denn der Zeitpunkt, an dem die US-Notenbank dem Markt die bisher so wichtige und kurstreibende Liquidität langsam entzieht, rückt immer näher. Durch das behutsame Vorgehen der Notenbanken wird dabei sicherlich kein Crash am Aktienmarkt ausgelöst. Und auch eine übergeordnete Trendwende ist nicht zu erwarten. Aber der zukünftige Kursanstieg dürfte sich nicht im bisherigen Tempo fortsetzen und von scharfen Rücksetzern unterbrochen werden. Solche Rücksetzer haben wir auch jüngst bereits gesehen. Und die Saisonalität spricht dafür, dass sie sich in den kommenden Tagen und Wochen noch häufen werden.

US-Indizes auf Allzeithoch, DAX auf neuem Korrekturtief

Bislang halten sich die US-Indizes aber immer noch sehr stabil. Der Dow Jones Industrial konnte in den vergangenen Tagen sogar zehn Mal in Folge ein neues Allzeithoch erklimmen, am Dienstag bei 22.179,11 Punkten (Start der Serie = grüner Pfeil im Chart).

Dow Jones - Chartanalyse

Doch dann folgte an diesem Tag einer der besagten scharfen Rücksetzer. Dennoch wurde mit der beeindruckenden Gewinnserie noch offensichtlicher, dass sich der DAX und die US-Indizes in verschiedene Richtungen bewegen (siehe folgender Chart). Seit dem Hoch vom 20. Juni bei 12.951,54 Punkten hat der DAX rund 6 % verloren. Die US-Indizes konnten derweil neue Hochs erklimmen.

Vergleich der Aktienindizes

Und daran scheint nicht mehr nur der starke Euro schuld zu sein. Denn der hat inzwischen seine steile Aufwärtsbewegung beendet und wieder leicht nachgegeben. Trotzdem ist der DAX weiter gefallen und die US-Indizes sind auf neue Allzeithochs gestiegen. Hier dürfte vielmehr die sich zuspitzende Lage der deutschen Autobauer negativ auf den heimischen Gesamtmarkt durchgeschlagen sein.

DAX im Abwärtstrendkanal

Wir haben aber am Dienstag im Handelsverlauf auch einen erneuten Vorgeschmack darauf bekommen, dass auch die US-Indizes durchaus korrekturanfällig sind und sehr schnell dynamische Verluste entstehen können. Ich erwarte aufgrund der Saisonalität, dass es in den kommenden Wochen in den US-Indizes ebenfalls zu einer deutlichen Korrektur kommt. Das würde allerdings für den DAX selbst bedeuten, dass sich auch hier die Verluste noch ausweiten.

Bislang hat sich der Index an unseren Fahrplan gehalten. „Solange die Kurse unterhalb der rot gestrichelten Linie bleiben, ist mit einem weiteren Korrekturtief zu rechnen“, hieß es in der letzten Ausgabe der Börse-Intern vor der Sommerpause. Tatsächlich konnte der deutsche Leitindex die Mittellinie des Abwärtstrendkanals nicht nachhaltig überwinden, weil er diese exakt am Kreuzwiderstand mit den Zwischentiefs von Ende Juni bzw. Anfang Juli ansteuerte (roter Pfeil im Chart). Und so kam es zu einem erneuten Anlauf auf die untere Linie des kurzfristigen Abwärtstrendkanals und damit zu einem neuen Korrekturtief.

DAX - Chartanalyse

Dann stabilisierten sich die Kurse allerdings (grüner Pfeil) und es etablierte sich bei rund 12.100 Punkten eine solide Unterstützung (grüne Linie). Nach oben hin festigte sich aber auch der Widerstand bei ca. 12.320 Punkten. Und so kam es zu der eingangs erwähnten zweiwöchigen Seitwärtsbewegung.

Heute wurde diese nach unten verlassen, womit sich eine Fortsetzung der Korrektur andeutet. Damit scheint auch der Kampf um den seit mehr als einem Jahr gültigen Aufwärtstrendkanal (gelb im folgenden Chart) verloren zu gehen (roter Pfeil).

DAX - Target-Trend-Analyse

Aus Sicht der Target-Trend-Methode ist die zweiwöchige Seitwärtstendenz ein idealtypisches Pendeln um die Mittellinie bei 12.235 Punkten. Dabei haben Bullen und Bären ihre Kräfte gemessen. Mit dem heutigen Kursrutsch wurde nach der klassischen Charttechnik der Aufwärtstrend nun nachhaltig gebrochen (roter Pfeil). Nach der Rechteckmethode wird das nächste bearishe Signal erst generiert, wenn der DAX das aktuelle Rechteck nach unten verlässt, also unter die 11.880 Punkte Marke fällt.  

DAX-Korrektur könnte vor dem Ende stehen

Die US-Indizes zogen aber bislang kaum mit, weshalb die Situation für den DAX noch nicht allzu dramatisch ist. Zumal auch noch die runde Marke von 12.000 Punkten als psychologisch wichtige Anlaufmarke und Unterstützung dienen kann. Tatsächlich lag das heutige Tief bislang mit 11.993,73 Zählern ziemlich exakt an der runden Marke. Wenn die US-Indizes also nicht bald mit einer Korrektur nachziehen, sondern stattdessen sogar in Kürze wieder neue Allzeithochs anstreben, könnte die Korrektur im DAX im größeren Bereich der 12.000er Marke enden.

Ziehen die US-Indizes bald nach?

Angesichts des mittel- und langfristig stark überkauften Zustands der US-Indizes ist es aber wahrscheinlich, dass es auch dort bald zu einer Korrektur kommt. Zumal die saisonal schwache Zeit begonnen hat.

Dow Jones - durchschnittlicher Kursverlauf in US-Nachwahljahren

Vielleicht ist es kein Zufall, dass die US-Indizes S&P 500 und Nasdaq100 ausgerechnet seit Ende Juli keinen Schwung mehr haben und zuletzt nur noch die eher defensiven Schwergewichte aus dem Dow Jones noch zulegen konnten. Denn in US-Nachwahljahren beginnt genau Ende Juli die saisonale Schwächephase.


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Börse - Intern vom 25. Juli 2017:
Das sind die relevanten Trendkanäle im DAX

Hinweis Sommerpause:

Wie jedes Jahr geht die Börse-Intern auch in diesem Jahr in eine zweiwöchige Sommerpause - ab morgen, den 26.07.2017. Die nächste Ausgabe der Börse-Intern erhalten Sie daher am Donnerstag, den 09.08.2017.

Wenn Sie in dieser Zeit weiter Informationen zum Markt von uns erhalten wollen, können Sie sich zum Beispiel einfach hier zu unserem Whats-App-Service anmelden: hier klicken.


Wir haben einen vorläufigen Gewinner der aktuellen Korrektur im DAX. Mit dem gestrigen Tagestief hat sich nämlich der leicht angepasste und am 4. Juli vorgestellte Trendkanal endgültig als der derzeit relevanteste herauskristallisiert.

DAX - Target-Trend-Analyse

Schon am vergangenen Freitag zeigte sich, dass der DAX im jüngsten Zwischenhoch exakt die Mittellinie dieses Trends von unten getestet hat, um dann wieder nach unten abzudrehen (siehe roter Pfeil im Chart). Gestern hat der DAX dann die untere Trendlinie dieses Aufwärtstrendkanals exakt angesteuert und ist wieder gestiegen.

Der kurzfristige Abwärtstrendkanal

Nicht ganz so exakt hat der DAX dabei die untere Linie des kurzfristigen Abwärtstrendkanals getroffen (grüner Pfeil im folgenden Chart).

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Unseren Lesern im „Target-Trend-Spezial“ hatten wir dazu allerdings gestern bereits in der vorbörslichen Analyse geschrieben, dass diese untere Abwärtslinie noch nicht so präzise gesetzt werden konnte wie die obere Linie des Trendkanals. Denn die obere Linie wurde einfach auf die beiden Hochs gelegt. Auf der Unterseite hatten wir aber bislang nur die beiden Tiefs von Ende Juni bzw. Anfang Juli, die auf gleicher Höhe markiert wurden. Die untere Linie richtete sich daher nach der rot gestrichelten Mittellinie dieses Trendkanals. Diese wurde aufgrund einer Vielzahl von Auflagepunkten bestimmt.

Und obwohl das aktuelle Tief im DAX die untere Linie nicht exakt erreichte, erscheint der Trendkanal dennoch genau so, wie er aktuell eingezeichnet ist, relevant zu bleiben. Denn mit der heutigen Gegenbewegung steuerte der DAX exakt den Kreuzungspunkt aus der Mittellinie des Trendkanals und den beiden Tiefs vom 30. Juni und 6. Juli an (roter Pfeil).

Der Fahrplan für den DAX

Damit ist der kurzfristige Fahrplan für den DAX klar: Solange die Kurse unterhalb der rot gestrichelten Linie bleiben, ist mit einem weiteren Korrekturtief zu rechnen. Denn dann dürfte der DAX erneut die untere Linie des Abwärtstrendkanals anlaufen - und das an einer tieferen Stelle als zuletzt. Wie es dann weitergeht, hängt von der anschließenden Aufwärtsbewegung ab.

Steigt der DAX aber in Kürze über diese Mittellinie, ist erst einmal wieder die obere Linie des Abwärtstrends das nächste Kursziel. Und wenn dieser Trend nach oben aufgelöst wird, könnte sich der DAX innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrend (siehe erster Chart) sogar auf neue Allzeithochs schwingen.

Hierauf sollten Sie in den kommenden Tagen achten

Mit dieser Chart-Analyse dürften Sie für die kurze Zeit der Sommerpause der Börse-Intern gut gerüstet sein. Denn Sie wissen nun, welche Kursmarken es in den nächsten Tagen im DAX zu beachten gilt. Achten Sie dabei auch auf das morgige Zinsergebnis der US-Notenbank Fed und noch stärker auf die vorläufigen Zahlen zum BIP-Wachstum der USA im zweiten Quartal 2017, die am Freitag veröffentlicht werden. Ein Zinsschritt oder eine Änderung im Fed-Statement werden nicht erwartet. Zumal keine Pressekonferenz stattfinden wird, auf der neue Informationen erklärt werden könnten. Und für das US-BIP gehen Experten von einem Wachstum in Höhe von 2,6 % aus. Kommt es beim Zinsentscheid oder beim BIP-Wachstum zu Abweichungen von den Erwartungen, könnte es stärkere Kursbewegungen geben.

Börsentägliche DAX-Analysen auch während der Sommerpause

In der nächsten Börse-Intern am 10.08.2017 werde ich sicherlich darauf eingehen, für welchen Weg sich der DAX letztlich entschieden hat. Wenn Sie bis dahin nicht warten können oder wollen, dann lesen Sie doch solange die Analysen im „Target-Trend-Spezial“. Hier werden Sie auch während der Sommerpause der Börse-Intern an jedem Handelstag mit einer aktuellen kurzfristigen DAX-Analyse für den jeweiligen Handelstag versorgt.


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Börse - Intern vom 24. Juli 2017:
Wann und wie Sie am besten investieren

Inhaltsverzeichnis

Wann und wie Sie am besten investieren

Hinweis Sommerpause: Wie jedes Jahr geht die Börse-Intern auch in diesem Jahr in eine zweiwöchige Sommerpause, von Mittwoch, den 26.07.2017, bis Mittwoch, den 09.08.2017. 

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Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

Sir John Templeton, Gründer des legendären Templeton Growth Fund, soll einmal gefragt worden sein, wann die beste Zeit zum Investieren sei. Templetons lapidare Antwortet: „Die beste Zeit zu investieren ist, wenn Sie das Geld dafür haben.“

Ein „Universal-Tipp“ von Sir John Templeton

Wie viele einfache Wahrheiten lässt die Antwort den Frager zunächst scheinbar ratlos zurück. Wenn aber zu dem Zeitpunkt, an dem ich das Geld habe, die Märkte zu fallen beginnen? Oder ich gar kurz vor einem Crash Geld habe und anlege? Oder der Markt vor einer jahrelangen Seitwärtsbewegung steht?

Templetons Antworten auf derlei Nachfragen sind leider nicht überliefert. Aber seine Ansichten über die langfristigen Perspektiven des Marktes hat er mehrfach ausführlich dargelegt. Und so lässt sich seine Meinung dazu mit hoher Wahrscheinlichkeit nachvollziehen: Über einen angemessenen Zeitraum werden Aktienmärkte immer steigen, einfach weil die wirtschaftliche und vor allem die technische Entwicklung immer weiter voranschreiten und die Unternehmen davon profitieren – und damit auch ihre Aktienkurse. Irgendwann ist dann auch ein noch so dramatisch erscheinender Crash, wie z.B. der von 1987, nur eine Fußnote in der Börsengeschichte.

Beste und allerbeste Investitionszeitpunkte

Sir John hatte also durchaus Recht mit seiner etwas launischen Bemerkung. Aber natürlich können wir auch dem zweifelnden Frager zustimmen: Es scheint – bezogen auf den Aktienmarkt – beste und allerbeste Investmentzeitpunkte zu geben. Letztere treten regelmäßig im Tief nach einem Crash auf. (Das wusste übrigens auch Templeton und nutzte es konsequent aus!). Jetzt hingegen – nach mehr als acht Jahren Bullenmarkt, der nach mancher Definition inzwischen der längste der Börsengeschichte ist – sieht eine Investition in Aktien nicht mehr ganz so verlockend aus.

Aber Hand aufs Herz: Haben Sie vor acht Jahren die Chance zum Einstieg kurz nach dem Tief klar erkannt und konsequent genutzt? Damals erschien die Lage mindestens ebenso wenig aussichtsreich wie jetzt – wenn auch aus anderen Gründen. Erst im Rückblick stellte sich heraus, dass es eine historische Einstiegschance war.

Also macht es natürlich keinen Sinn, im aktuellen Bullenmarkt stur auf die Baisse oder gar einen Crash zu warten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir dann wieder von neuen Ängsten heimgesucht werden und auch die nächste große Einstiegschance verpassen.

Warum Investmententscheidungen weh tun (müssen)

Investmententscheidungen (und viele andere große Entscheidungen) sind also keine einfachen Entscheidungen. Wir müssen uns dabei stets über alle Ängste und Sorgen hinwegsetzen, die gegen diese Entscheidung sprechen. Das ist mindestens unangenehm, mitunter kann es sogar fast schmerzhaft sein. Vielleicht auch aus diesem Grund sagte ein anderer Großmeister der Börse, André Kostolany, einmal: „Das an der Börse verdiente Geld ist Schmerzensgeld: Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.“

Es fällt uns Menschen natürlich schwer, freiwillig Schmerzen zu ertragen. Unser innerer Schweinehund sorgt sogar dafür, dass wir unsere „Komfortzone“ möglichst nicht verlassen und keine unnötigen Risiken eingehen. Eine Investmententscheidung ist aber zwangsläufig mit Risiken verbunden. Sie läuft unserem natürlichen Sicherheitsbedürfnis daher eigentlich völlig zuwider. Und so finden wir stets gute Gründe, diese und andere unangenehme Entscheidungen aufzuschieben.

Schon die eingangs erwähnte Frage an Sir John Templeton zeigt, dass der Fragesteller ebenfalls von solchen Ängsten geplagt wurde – z.B. der Angst, den falschen Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Und auch er wollte der schwierigen Entscheidung zu investieren eigentlich ausweichen: Durch eine detaillierte Antwort zu den besten (oder wenigstens guten) Investitionszeitpunkten hätte Templeton ihm die Entscheidung letztlich abgenommen („Sir John hat gesagt…“).

Eine perfekte Methode, um zu investieren

Mit seiner Antwort hat Templeton dem Fragesteller und uns allen aber indirekt doch eine Anleitung gegeben, wie wir die Schwierigkeit, Investmententscheidungen zu treffen, elegant umgehen: Wir investieren einfach immer dann, wenn wir Geld dafür haben.

Natürlich findet man auch dann noch eine Ausrede: „Ich habe aber momentan kein Geld dafür!“ Doch diese Schwierigkeit ist leicht auszuräumen: mit dem guten alten Sparplan. Hier trifft der Automatismus Ihres Brokers die konkrete Entscheidung für Sie und investiert z.B. an jedem Monatsersten eine bestimmte Summe. Das Einzige, das Sie tun müssen, ist, den Sparplan einmal anzulegen. Mit den inzwischen weit verbreiteten ETFs ist auch die Frage schnell und kostengünstig geklärt, worin man investiert.

Nun klingt natürlich ein Sparplan nicht sonderlich aufregend. Und für größere Summen erscheint er eher unpraktikabel (obwohl auch recht hohe regelmäßige Sparplansummen und Einmalanlagen möglich sind!). Aber das „Sparplan-Prinzip“ kann man auch ganz allgemein auf Investments anwenden.

Wie Sie „regelbasiert“ anlegen

Denn hinter dem „Sparplan-Prinzip“ steckt eine konkrete Regel. Im Fall des Sparplans lautet diese: „Investiere monatlich einen festen Betrag in das Wertpapier XYZ.“ Natürlich kann man andere Regeln wählen. Wichtig ist nur, dass man sich auch dann daran hält, wenn man den vom Broker gebotenen „Anlage-Automatismus“ des Sparplans nicht hat.

Nun werden Sie sich fragen, wie man sinnvolle Regeln auswählt. Das ist aber vielleicht sogar einfacher als gedacht. Investmentregeln gibt es schließlich genug. Eine der ältesten und bekanntesten ist z.B. die „Dogs of the Dow“-Strategie, die man in ihren diversen Varianten auch auf andere Indizes anwenden kann. Bei Bedarf finden Sie im Internet verschiedene, auch recht komplexe Anlagestrategien.

Viele dieser Strategien erscheinen auf den ersten Blick recht kompliziert, auch in der Anwendung. Da müssen z.B. Aktien nach bestimmten (fundamentalen und anderen) Kriterien herausgesucht werden. Das klingt nach viel Arbeit. Aber dank inzwischen gut verfügbaren Aktien-Scannern (z.B. auf Onvista) ist der Aufwand überschaubar. Und die langfristigen Strategien erfordern häufig nur einmal im Jahr eine Neubewertung der Anlage. Man muss also nicht ständig Zahlen wälzen.

Diese Tücken müssen Sie unbedingt vermeiden!

Trotzdem hat dieses Vorgehen auch seine Tücken. Schuld sind wieder unser innerer Schweinehund und unser Sicherheitsbedürfnis. Wer einmal im Jahr (meist zum Jahreswechsel) sein Depot begutachten soll, kann dabei gerne mal nachlässig werden: „Was soll ich mir die wertvollen Feiertage mit Aktienkennzahlen um die Ohren schlagen? Im Januar ist es dafür auch noch früh genug.“ Doch plötzlich rückt der Sommerurlaub näher und das Depot ist immer noch das gleiche.

Oder man hält es im Jahresverlauf nicht aus, das Depot einfach laufen zu lassen. Da melden die Nachrichten einen „Einbruch im DAX“ und im Fernsehen wird vor einer Rezession oder weltpolitischen Verwicklungen gewarnt. Da ist es doch vielleicht sicherer, alles zu verkaufen. Oder uns fehlt die nötige Geduld: Man hört von einem Tipp, der das schnelle Geld verspricht, das man sich erhofft. Warum soll man da auf die Aktiengewinne warten, die ja scheinbar so mickrig ausfallen? Und schon werden alle guten Vorsätze über den Haufen geworfen.

Doch auch wer weiß, dass er nicht der geborene Do-it-yourself-Anleger ist, findet Lösungen. So findet man bei ausreichendem Anlagevolumen z.B. bei einem Vermögensverwalter Hilfestellung, der dann alle weiteren Entscheidungen trifft. Möglich ist natürlich auch die Unterstützung durch einen Börsenbrief – für Langfristanleger z.B. die Stockstreet Investment Strategie. Hier erhalten Sie konkrete Empfehlungen, die Sie dann nur noch umsetzen müssen.

Tun Sie was!

Welche Variante Sie auch wählen – wichtig ist, dass Sie eine Entscheidung treffen, zu der Sie auch längerfristig stehen. Ständige Richtungswechsel Ihrer Investmentphilosophie sind genauso kontraproduktiv wie gar keine Entscheidung. In beiden Fällen verlieren Sie wertvolle Zeit und damit Rendite.

Die Urlaubszeit bietet häufig gute Gelegenheiten über solche und andere grundsätzlichen Dinge in Ruhe nachzudenken. Nutzen Sie also den Tatendrang, den wir häufig aus dem Urlaub mitbringen – und tun Sie etwas. Ich wünsche Ihnen für Ihre Investments in jedem Fall viel Erfolg!

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


Die Börsenbriefe von Stockstreet

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Trader-Sentiment für 30. KW 2017 (24.07. - 28.07.)

Vor einer Woche berichteten wir, dass sich die Stimmung der Anleger um 180 Grad gedreht hatte und nach vier Wochen Pessimismus die Mehrzahl der Anleger auch mal wieder optimistisch in die Zukunft blickte. Doch damit war angesichts des Sentiments als Kontraindikator zu erwarten, dass aus der vermeintlichen Trendwende im kurzfristigen Chartbild des DAX lediglich eine Gegenbewegung wird (siehe dunkles Rechteck im Chart), auf die wieder fallende Kurse und damit eine Fortsetzung der Korrektur folgen.

Das helle Rechteck im Chart verdeutlicht, dass die Erwartungen aus der Stimmungsanalyse zu 100 Prozent erfüllt wurden. Der DAX musste in der vergangenen Handelswoche herbe Verluste einstecken. Auf Wochensicht entstand ein Minus von fast 400 Punkten bzw. 3,1 Prozent. Eindeutiger kann ein Punktgewinn für die Sentimenttheorie kaum ausfallen.

Vor diesem Hintergrund darf man nun sehr gespannt sein, welche Prognose sich aus der aktuellen Umfrage ableiten lässt. Auffällig ist dabei eine gewisse Parallelität zum vorangegangenen Voting. Da hatte die vermeintliche Trendwende im DAX zu einer Trendwende in der Stimmung geführt. Und nun hat eine Wiederaufnahme der Korrektur eine Rückkehr des Pessimismus hervorgerufen. Statt 57,73 Prozent Bullen haben wir nun 56,49 Prozent Bären im Markt.

Die Stimmung folgt also dem DAX. Und aktuell ging mit den purzelnden Kursen auch die Laune der Anleger in den Keller. Damit steht für die neue Handelswoche eigentlich wieder eine mögliche Trendwende an. Allerdings sind für die 30. Kalenderwoche aus saisonaler Sicht hohe Verluste zu erwarten (siehe Börse-Intern vom vergangenen Donnerstag). Insofern sollte man besser nicht auf eine Trendwende setzen, aber angesichts des Sentiments als Kontraindikator durchaus auf eine Gegenbewegung oder zumindest stabile Kurse.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team -
www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 21. Juli 2017:
Die zweite Abwärtswelle im DAX rollt

Der DAX hat heute kräftige Verluste hinnehmen müssen. Gestern noch bei 12.447 Punkten aus dem Handel gegangen, fiel der Index inzwischen bis auf 12.190 Punkte. Die Verluste beliefen sich damit alleine am heutigen Tage auf über 2 %. Und sie führten dazu, dass der DAX auf ein neues Korrekturtief rutschte. Die bisherigen Tiefs vom 30. Juni (12.319) und 6. Juli (12.316,43) boten nur kurz Halt (siehe roter Pfeil im Chart).

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Die Seitwärtsrange (gelbes Rechteck), die ich am 28. Juni als Alternative zum gebrochenen Aufwärtstrend (grüne und rote Linie) ins Spielt gebracht hatte, ist damit Geschichte. Stattdessen wird nun deutlicher, dass der DAX von einem kurzfristigen Aufwärtstrend in einen kurzfristigen Abwärtstrend übergegangen ist.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Ob damit allerdings auch ein übergeordneter Trendwechsel stattgefunden hat, muss sich erst noch herausstellen. Klar ist zunächst einmal nur, dass aktuell tatsächlich die zweite Abwärtswelle der laufenden Korrektur rollt (siehe rote Pfeile im folgenden Chart).

DAX - Target-Trend-Analyse

Für diesen Fall hatte ich am 4. Juli bereits ein Kursziel zwischen 11.980 Punkten und 11.641 Punkten ausgemacht. Welches Niveau der DAX genau ansteuert, hängt dabei davon ab, welchen Aufwärtstrendkanal die Anleger als den relevanten erachten. Da die Korrektur allerdings erst später startete, als am 4. Juli erwartet, sind die unteren Linien der Trendkanäle inzwischen weiter angestiegen. Daher liegt das Kursziel nun zwischen 11.765 und 12.117 Punkten. Letzteres leitet sich aus dem alternativen Aufwärtstrendkanal ab, den ich ebenfalls am 4. Juli präsentiert hatte.

DAX - Target-Trend-Analyse

Geht man dagegen nach dem Prinzip der Wellengleichheit, dann würde der DAX bei 12.041 Punkten landen, wenn die zweite Abwärtswelle genauso lang wird wie die erste.

Sie sehen also, eine klare Prognose für ein punktgenaues Korrekturkursziel lässt sich derzeit nicht eindeutig festlegen. Aber man kann einen Zielbereich definieren. Dabei erscheint aktuell der neue Aufwärtstrendkanal (gelb im vierten Chart) besonders relevant zu sein, weil der DAX im jüngsten Zwischenhoch exakt dessen Mittellinie ansteuerte und dann wieder nach unten abdrehte. Und so sollte man nun zunächst genau beobachten, wie sich der DAX verhält, wenn er die untere Linie dieses Trends bei ca. 12.117 Punkten erreicht.

Dort würde der DAX dann übrigens auch die untere Linie seines kurzfristigen Abwärtstrendkanals erreichen (rot im zweiten Chart), so dass spätestens dann mit einer Gegenbewegung zu rechnen ist. Und an dieser Gegenbewegung wird sich dann die Stärke bzw. Schwäche der Marktteilnehmer ablesen lassen. Mehr dazu in der nächsten Woche, wenn es soweit ist.


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Ihr
Sven Weisenhaus
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PS: Im „Target-Trend-CFD“ sind wir übrigens rechtzeitig in die zweite Abwärtswelle eingestiegen. Mit einem Short-Trade auf den DAX haben wir einen ordentlichen Gewinn erzielt.


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