Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

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Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 13. Mai 2022:
Auch die Signale im Dow Jones sprechen für eine Kurserholung

Vielleicht erinnern Sie sich noch – am 22. April hatte ich zu folgendem Chart des Dow Jones geschrieben, dass der Index mit großen Schritten von seinem neuen Erholungshoch zurückgekommen war. Damit schien sich meine Elliott-Wellen-Analyse zu bewahrheiten, wonach das Hoch der grünen Welle 5 erreicht wurde (siehe „US-Indizes senden wieder bearishe Signale“).

Dow Jones - Chartanalyse

Inzwischen sieht der Chart wie folgt aus:

Dow Jones - Elliott-Wellen-Analyse

Die Elliott-Wellen-Analyse hat tatsächlich gestimmt - die Kurserholung endete nach der Welle 5. Dabei passt der 5-gliedrige Verlauf eigentlich nicht so recht zwischen zwei Korrekturwellen. Denn der Dow Jones ist inzwischen auf ein neues Korrekturtief gefallen. Und damit befindet er sich nun, wie der S&P 500 und der Nasdaq 100, ebenfalls in einer zweiten großen Abwärtswelle (rote Rechtecke im folgenden Chart).

Dow Jones - Chartanalyse

Vielleicht war die 5-gliedrige Aufwärtsbewegung daher kein impulsiver Aufwärtstrend, sondern eine ABCDE-Formation. Das ist für mich aber aktuell nebensächlich. Wichtig ist nur, dass die Analyse den richtigen Weg gewiesen hat und man erwarten konnte, dass es mit den Kursen wieder abwärts geht.

Im Rahmen der zweiten Korrekturwelle hat der Dow Jones gestern die Mittellinie bei 31.185 Punkten bis auf wenige Punkte erreicht. Dort bildete sich eine Wendekerze. Diese wurde heute durch steigende Kurse bestätigt. Damit scheint die von mir erwartete erneute Kurserholung der US-Indizes zu laufen (siehe dazu Börse-Intern von Montag und gestern). Und somit geht es jetzt ebenfalls wieder in die erwartete Richtung.

In den Chart des Dow Jones kann man nun auch einen Abwärtstrendkanal einzeichnen:

Dow Jones - Chartanalyse

Dieser verbindet fast punktgenau die Hochs und Tiefs. So weit, so charttechnisch attraktiv. Stellt sich nur die Frage, wie sich die Kurse weiterentwickeln.

Die zweite Korrekturwelle ist im Dow Jones bislang kürzer als die erste. Ich erwarte daher, dass es nach der Kurserholung noch ein weiteres Korrekturtief gibt. Doch erst einmal muss man abwarten, wie lange und weit die Kurserholung läuft.
Ein Anstieg bis über die Mittellinie bei 32.915 Punkten würde für einen ähnlichen Verlauf wie bei der ersten Korrekturwelle sprechen. Und in diesem Fall könnte sich der Dow Jones weiter innerhalb des Abwärtstrendkanals bewegen.
Fällt die Kurserholung kürzer aus, rechne ich damit, dass die zweite Korrekturwelle größer wird als die erste und es zu einer Beschleunigung der Abwärtstendenz kommt. Aber das bleibt abzuwarten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


PS: In meinen Börsenbriefen habe ich die Leser auf eine Kurserholung vorbereitet und entsprechende Käufe getätigt. Wenn Sie wissen möchten, wie genau auch Sie nun von steigenden Kursen profitieren können, dann melden Sie sich JETZT HIER an!


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Börse - Intern vom 12. Mai 2022:
S&P 500 hat erste Kursziele erreicht

Vor genau zwei Wochen befand sich der S&P 500 aus meiner Sicht bereits auf dem Weg zum Kursziel von 3.815 Punkten. Damals sah der Chart wie folgt aus:

S&P 500 - Chartanalyse

Mit dem gestrigen Tagestief wurde bereits das Kursziel aus dem Prinzip der Wellengleichheit exakt abgearbeitet (rote Rechtecke).

S&P 500 - Chartanalyse

Jetzt muss man abwarten, wie sich der Index auf dem aktuellen Niveau verhält – ob er zum Beispiel auch noch das 38,20%-Fibonacci-Retracement bei 3.815,20 Punkten erreicht oder gar noch weiter fällt.

In diesem Zusammenhang erinnere ich auch noch einmal an den langfristigen Chart, den ich zuletzt am 22. März besprochen habe (siehe „Ein sehr plausibles Szenario für den S&P 500“):

S&P 500 - langfristige Chartanalyse

Demnach wurde heute die Rechteckgrenze bei 3.905,59 Punkten erreicht, die ebenfalls als Unterstützung dienen kann. Zwar wurde sie sogar etwas unterschritten, angesichts der hohen Dynamik der jüngsten Kursentwicklungen sollte man aber Fehlausbrüche einkalkulieren.

Die US-Indizes sind kurzfristig schon recht stark überverkauft. In der gestrigen Wochenausgabe des „Börse-Intern Premium“ war dazu zu lesen, dass der S&P 500 seit dem Hoch der Kurserholung von Ende März mehr als 15 % in 30 Handelstagen verloren hat. Zum Vergleich: Vom Rekordhoch hat der Index in mehr als 4 Monaten insgesamt 19,54 % verloren.
Dazu schilderte ich den Lesern noch anhand des folgenden Charts, dass sich die zweite Korrekturwelle im S&P 500 5-gliedrig zählen lässt und der Index schon fast 61,80 % des Kursanstiegs korrigiert, der im Ende Oktober 2020 als zweite Aufwärtswelle nach dem Corona-Crash begann (graue Linien = Fibonacci-Retracements).

S&P 500 - Elliott-Wellen-Analyse

Wie vorgestern hier bereits geschrieben, halte ich daher eine baldige Gegenbewegung für gut möglich, sogar zunehmend wahrscheinlich. „Wer mutig ist, kann mit einer kleinen Long-Position darauf setzen. Aber letztlich sollte man aufgrund der gesamten Marktsituation (geldpolitische Wende, Ukraine-Krieg, Null-Covid-Strategie in China) von weiteren Korrekturtiefs ausgehen“, schrieb ich dazu. Und das gilt auch für den S&P 500. Dieser könnte im Rahmen seiner aktuellen Abwärtswelle sogar noch in einen kleinen Sell-Off gehen, bevor es zu einer Kurserholung kommt. Man sollte also aktuell nicht unüberlegt ins fallende Messer greifen, sondern vorsichtig agieren und sich nur schrittweise bzw. mit kleinen Positionen in den Markt wagen.


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Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 11. Mai 2022:
DAX konnte wichtige Marke knapp verteidigen

Die zarten Ansätze von Kurserholungen an den Aktienmärkten erhielten heute durch neue Daten zur Inflation einen Dämpfer. Die Teuerung in den USA hat sich zwar erstmals seit August 2021 abgeschwächt, doch fiel der Rückgang geringer aus als erwartet. So betrug die jährliche Inflation im April 8,3 %, nachdem es im März sogar 8,5 % waren, wie ich gestern noch berichtete. Mehrheitlich war der Markt aber von einem Rückgang auf 8,1 % ausgegangen.

Inflation der USA (jährlich)

Und auch der Rückgang bei der Kerninflation von 6,5 % auf 6,2 % reichte den Anlegern nicht. Sie hatten sich einen noch niedrigeren Wert von 6,0 % erhofft. Daher lösten sich die Kursgewinne der Aktienindizes nach Veröffentlichung der Daten binnen Sekunden in Luft auf. Mit Beginn des offiziellen US-Handels zeigte sich dann aber wieder Stärke.

DAX: Jetzt wird es langsam sehr eng

Am 26. April war zum DAX zu lesen, dass sich womöglich lediglich eine ABC-Korrektur in einem neuen Aufwärtstrend ausbildet. Und schon am 19. April schrieb ich: „Erst wenn die Abwärtsbewegung wieder aufgenommen wird und dabei mehr Fahrt aufnimmt, muss man erneut deutlich vorsichtiger werden.“ Das galt auch am 26. April noch.

Seitdem ist der DAX ein drittes Mal an seiner wichtigen Abwärtstrendlinie nach unten abgeprallt (siehe rote Pfeile im folgenden Chart). Und er ist dabei auf ein neues Tief in der seit Ende März laufenden Konsolidierung gefallen. Die ABC-Korrektur ist damit aus dem Rennen.

DAX - Chartanalyse

Allerdings konnte der DAX im neuen Tief der Konsolidierung das 61,80er Retracement der März-Kurserholung verteidigen (grüner Pfeil), auch wenn er es genau genommen um 8 Punkte unterschritten hat. Und so besteht durchaus noch die Möglichkeit, dass sich die ABC-Korrektur lediglich zu einem ABCDE-Muster ausgeweitet hat, welches ich im Target-Trend-Spezial bereits am Montag ins Spiel gebracht hatte.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Allerdings war im Target-Trend-Spezial dazu auch zu lesen, dass die Konsolidierung (roter Abwärtstrendkanal) im Verhältnis zum vorangegangenen Kursanstieg schon relativ lange anhält. Und wenn der DAX nun das 61,80er Retracement noch einmal unterschreiten sollte, wurde sich das Chartbild weiter eintrüben.

Und dann wird eine (ABCDE-)Konsolidierung im Aufwärtstrend zunehmend unwahrscheinlich. Stattdessen müsste man damit rechnen, dass nach den US-Indizes auch der DAX im Rahmen einer zweiten Korrekturwelle ein neues Korrekturtief erreicht.

Sollte der DAX aber über das Hoch der möglichen Welle D steigen und damit die wichtige Abwärtstrendlinie im vierten Anlauf gebrochen werden, lägen die Vorteile im kurzfristigen Bereich wieder auf Seiten der Bullen.


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Börse - Intern vom 10. Mai 2022:
So abhängig ist der Aktienmarkt von der Notenbankliquidität

Torsten Ewert hat gestern bereits berichtet, dass die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell eine Erhöhung des Leitzinses um einen halben Prozentpunkt auf die neue Spanne von 0,75 % bis 1,00 % beschlossen haben. Aus meiner Sicht ist noch interessant, dass diese Entscheidung einstimmig fiel.

Auch wurde gestern das „Quantitative Tightening“ (QT) angesprochen, also die Straffung der Geldpolitik über Zinserhöhungen hinaus. „Im konkreten Fall bedeutet es, dass die Zentralbanken ihre Anleihebestände wieder verkaufen, um die übermäßige Liquidität aufzusaugen“, schrieb Torsten Ewert dazu.

Zunächst 47,5 Milliarden, dann 95 Milliarden Dollar

Die US-Notenbank (Fed) wird ihr im Rahmen des „Quantitativ Easing“ (QE) aufgebautes Anleiheportfolio zunächst um bis zu 47,5 Milliarden Dollar pro Monat reduzieren. Ab September soll das Abbau-Tempo dann auf bis zu 95 Milliarden Dollar gesteigert werden. Diese Entscheidung kann auch ein Grund dafür gewesen sein, dass die Aktienmärkte zunächst mit Kursgewinnen reagiert haben. Schließlich galt im Vorfeld ein Tempo von 95 Milliarden Dollar pro Monat als wahrscheinlich, wie ich am 8. April berichtete. Dass die Fed nun zunächst nur mit der Hälfte beginnt, war für die Aktienmärkte sicherlich eine positive Nachricht.

Schon 47,5 Milliarden Dollar sind viel

Aber Liquiditätsentzug ist Liquiditätsentzug. Und in der letzten Straffungsphase von Herbst 2017 bis Herbst 2019 wurden die Anleihebestände um maximal 50 Milliarden Dollar je Monat verringert. Allerdings tastete sich die Fed damals an diese Summe erst langsam heran, wie die folgende Tabelle zeigt:

Plan der Fed zur Bilanzverkürzung

Dass die Fed nun mit in etwa der gleichen Größenordnung startet, mit der sie im Herbst 2018 aufgehört hat, ist also keine wirklich gute Nachricht. Und dass zudem schon ab September doch die 95 Milliarden Dollar umgesetzt werden, musste man womöglich erst realisieren. Und nachdem dies geschehen war, wurde nicht nur die erste Marktreaktion egalisiert, sondern die Aktienkurse sind auch noch weiter gefallen.

Der neue Plan der Fed zur Schubumkehr

Jedenfalls steht nun der neue „Plan der Fed“ zur „Schubumkehr“, wie ich den Liquiditätsentzug 2017 und 2018 genannt hatte. Und ich erinnere daran, dass ich bereits im vergangenen Jahr sehr frühzeitig vor dem neuerlichen Entzug gewarnt habe, zum Beispiel in der Börse-Intern vom 19. Februar 2021 unter der Überschrift „Was die Rally wirklich abwürgen könnte“.

In dieser Ausgabe hatte ich übrigens auch berichtet, dass „die US-Notenbank (Fed) womöglich ein Überhitzen der US-Wirtschaft und sehr wahrscheinlich ein Überschießen der Inflation über das Ziel von 2 %“ riskieren wird und dass sich die Blasen am Aktienmarkt daher weiter aufblähen werden. – Im März lag die Inflation in den USA bei 8,5 % (siehe folgende Grafik) und die Rally am Aktienmarkt setzte sich noch bis Ende 2021 fort.

Inflation der USA (jährlich)

Aber ich schrieb damals auch: „Schon einmal hat das Ende der Anleihekäufe die Aktienmärkte einbrechen lassen. Das war im Jahr 2018.“ Der DAX verlor damals fast 25 %, also ein Viertel. Und ich schrieb: „Erschreckend, wie der Liquiditätsentzug die Aktienmärkte hat einbrechen lassen, oder? Und faszinierend, wie vorhersehbar dies eigentlich im Nachhinein war, oder?

Das Ende der Anleihekäufe ließ auch die Aktienmarktrally enden

Schauen wir jetzt einmal auf die aktuelle geldpolitische Wende der US-Notenbank und die Kursentwicklung der Aktienmärkte. Beginnen wir mit den Beschlüssen der Fed:

Anfang November 2021 wurde das monatliche Tempo der Anleihekäufe reduziert, zunächst von 120 auf 105 Milliarden Dollar, ab Dezember dann auf 90 Milliarden Dollar. Schon auf der nächsten FOMC-Sitzung Mitte Dezember wurde das Tempo erhöht und die Anleihekäufe um 30 Milliarden Dollar monatlich reduziert. Im Januar wurden noch für 60 Milliarden Dollar Wertpapiere gekauft, im Februar sollten es nur noch 30 Milliarden sein, ab Anfang März floss keine zusätzliche Liquidität mehr in den Markt. Und auf der Sitzung im März wurde das „Quantitative Tightening“ (QT) angekündigt, welches nun konkretisiert wurde (siehe oben).

Jetzt nehme ich beispielhaft den Nasdaq 100 (siehe folgender Chart) und stelle fest, dass der Technologieindex am 22. November 2021 sein Rekordhoch markiert hat. Kurs vor Jahresende wurde dieses zwar noch einmal angelaufen, aber nicht mehr erreicht. Und Anfang 2022 setzte eine dynamische Korrektur ein, mit der im Tief ein Minus von 22,34 % verbucht wurde.

Nasdaq 100 - Chartanalyse

Es folgte eine starke Kurserholung, an die sich eine zweite Korrekturwelle angeschlossen hat. Mit dieser erhöhte sich das Minus auf (bislang) insgesamt 27,61 %. (DAX und Euro STOXX 50 haben derweil mehr als 23 % verloren, beim S&P 500 sind es -17,5 %, beim Dow Jones etwas mehr als -13 %.)

Der Liquiditätsentzug hat noch nicht einmal begonnen

Faszinierend, wie vorhersehbar dies eigentlich im Nachhinein (wieder) war, oder? Und erschreckend, dass der aktuelle Liquiditätsentzug der US-Notenbank noch nicht einmal begonnen hat. Ich mag mir daher gar nicht ausmalen, wo der Nasdaq 100 und die anderen Aktienindizes noch hinwandern könnten, wenn ab September monatlich fast 100 Milliarden Dollar aus dem Markt gezogen werden. Ich denke, Sie werden verstehen, dass ich vor diesem Hintergrund davon ausgehe, dass die zweite Korrekturwelle noch etwas anhält (wie mit den roten Rechtecken im Nasdaq 100-Chart skizziert).

Nasdaq 100: Chance auf eine Gegenbewegung

Leser des Target-Trend-Spezial hatten von mir während der Börse-Intern-Pause übrigens am vergangenen Freitag eine aktuelle (Elliott-Wellen-)Analyse zum Nasdaq 100 erhalten (siehe dazu auch „Neues Korrekturtief im Nasdaq 100 bestätigt zweite Korrekturwelle“): 

Nasdaq 100 - Elliott-Wellen-Analyse

Heute stellt sich der Chart wie folgt dar:

Nasdaq 100 - Elliott-Wellen-Analyse

Das skizzierte Kursziel wurde also zügig angesteuert. (Es lohnt sich, auch Abonnent des Target-Trend-Spezial zu sein.) Und es ist gut möglich, dass es nun bald zu einer Gegenbewegung kommt. Wer mutig ist, kann mit einer kleinen Long-Position darauf setzen. Aber letztlich sollte man aufgrund der gesamten Marktsituation (geldpolitische Wende, Ukraine-Krieg, Null-Covid-Strategie in China) von weiteren Korrekturtiefs ausgehen.


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Börse - Intern vom 9. Mai 2022:
Neue Börsenvokabeln und -strategien

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Crash oder Bärenmarkt, den Sie an der Börse erlebten? Vermutlich sind Sie – wie die meisten – einige Zeit vorher zur Börse gekommen. In dieser „guten Zeit“ haben Sie bestimmte Fähigkeiten erlernt und Erfahrungen verinnerlicht. Aber die waren plötzlich nichts mehr wert.

QT statt QE

So oder ähnlich ist es erfahrungsgemäß den meisten Tradern ergangen. Und in den vergangenen Jahren ist eine neue Generation von Börsianern herangewachsen, die nun dieses Schicksal ereilt. Aber auch einige gestandene Fondsmanager müssen sich umstellen. Dieser Umschwung ist auch an den neuen Vokabeln zu erkennen, die inzwischen in der Börsenberichterstattung die Runde machen.

Da können wir z.B. vom „Quantitative Tightening“ (QT) lesen. Seit der Finanzkrise haben wir das „Quantitativ Easing“ (QE) kennengelernt, eine ultralockere Geldpolitik, die über konventionelle Zinssenkungen hinausging, z.B. durch Anleihekäufe, die Wirtschaft und Märkte Liquidität zugeführt haben. Quantitative Tightening ist das genaue Gegenteil, also die Straffung der Geldpolitik über Zinserhöhungen hinaus. Im konkreten Fall bedeutet es, dass die Zentralbanken ihre Anleihebestände wieder verkaufen, um die übermäßige Liquidität aufzusaugen.

Jetzt macht die Fed wirklich Ernst

Es ist erstaunlich, dass dieser Begriff erst jetzt verstärkt die Runde macht, obwohl z.B. die Fed bereits 2018 einen ersten Versuch unternahm, durch Verkäufe von Anleihen ihre Bilanz zu reduzieren. Damals spielte dieser Begriff keine Rolle in der öffentlichen Diskussion – vermutlich deshalb, weil die Fed ihre Bilanz nur halbherzig reduzierte. Erst Mitte 2019 gab es eine intensivere, aber nur kurzzeitige Diskussion dazu, wie der Verlauf der Google-Suchanfragen zu diesem Thema zeigt.

Google-Suche

Quelle: Google Trends

Spätestens seit Beginn dieses Jahres ist aber die Diskussion über das Quantitative Tightening endgültig entbrannt. Und inzwischen zeigt sich auch die Fed entschlossen, die Geldpolitik zu straffen. Die Inflation lässt ihr auch keine andere Wahl.

Feierlaune nach der Fed-Sitzung

Das hat Fed-Chef Powell auf seiner Pressekonferenz nach dem FMOC-Meeting in der vergangenen Woche nochmals bekräftigt. Zuvor hatte die Fed wie erwartet die Zinsen erneut angehoben – diesmal um einen halben Prozentpunkt.

Auch wenn die Medien ausgiebig darauf hingewiesen haben, dass dies die erste Zinserhöhung in dieser Größenordnung seit dem Jahr 2000 war, so blieb dieser Schritt doch ohne größere Wirkung auf die Märkte. Schließlich war er seit Langem angekündigt, von den Marktteilnehmern längst erwartet und daher eingepreist.

Dennoch gab es eine auffällige Reaktion an den Finanzmärkten im Nachgang der Fed-Sitzung:

S&P 500 - %-min-Chart 4.-5. Mai 2022

Nach der Veröffentlichung des Statements am Mittwochabend (MESZ) – siehe linke graue Linie – gab es zunächst die üblichen volatilen Ausschläge in beide Richtungen. Erst mit Beginn der Pressekonferenz von Fed-Chef Powell (siehe zweite graue Linie) stiegen die Aktienkurse steil an.

„Triple-Schritte“ statt Trippelschritte?

Der Grund dafür: Powell antwortete auf die Frage eines Reporters, ob Zinsschritte von einem dreiviertel oder einem ganzen Prozentpunkt möglich sind nur: „Eine Erhöhung um 75 Basispunk­te ist nichts, was der Ausschuss aktiv erwägt.“ Das wurde von den Medien so interpretiert, dass Powell derart starken Zinserhöhungen eine generelle Absage erteilt hat.

Doch Powells Aussage lässt jede Menge Hintertürchen offen. So könnte man gedanklich ein „jetzt noch nicht“ hinzufügen oder aber mutmaßen, dass die Fed-Mitglieder solche Schritte zwar noch nicht erwägen, aber immerhin darüber nachdenken. Eine kategorische Absage sieht anders aus.

Trotzdem sahen die Bullen darin ein Kaufsignal und trieben die Kurse nach oben. Der Grund dafür könnte gewesen sein, dass am vergangenen Freitag immerhin mehr als 35 % der Marktteilnehmer im Juni doch mit einem solchen „Triple-Schritt“, also einer Erhöhung um 0,75 Prozentpunkte gerechnet haben. Das wäre das Dreifache des üblichen Trippelschritts von 0,25 Prozentpunkten.

Zins- und Rezessionsängste kehren zurück, die Abwärtstrends bleiben

Aber die bullishe Stimmung verflog rasch. Schon im vorbörslichen Handel am Donnerstag begannen die Kurse, wieder abzubröckeln. Und mit Beginn der Sitzung (rote Linie) fielen sie genauso schnell, wie sie am Tag zuvor gestiegen sind.

Konkrete Gründe dafür gab es nicht – außer den üblichen: Kriegs-, Zins und Rezessionsängste. Vor allem letztere dürfte die Kurse in den USA gedrückt haben, denn falls Kriegsängste die Anleger bedrücken würden, hätten die europäischen Indizes stärker nachgeben müssen. Doch der schwächste Index ist derzeit der Nasdaq 100: Er fiel seit dem Zwischenhoch Ende März um satte 18 % und markierte schon mehrfach neue Jahrestiefs:

Nasdaq 100-Tageschart seit November 2021

Er bleibt damit in seinem Abwärtstrend. Und offensichtlich hat er im April die nächste Abwärtswelle begonnen, was an den beiden Ausbruchskurslücken (schwarze Pfeile) frühzeitig erkennbar war. Die folgenden Konsolidierungen (gelbe Rechtecke) stellen offenbar nur kurze Pausen in diese Abwärtsbewegung dar, keine Umkehrpunkte. (Allerdings könnte es nun, an der Unterkante des roten Trends, eine Gegenbewegung – einen sogenannten Bounce – geben.)

Lieb gewordene Strategien funktionieren nicht mehr

Und damit müssen sich die Börsianer eine neue Vokabel einprägen. Statt „Buy the dip“ könnte es künftig heißen „Sell the bounce“ – also verkaufe in jeder Gegenbewegung. Das dürfte vor allem für viele Börsennovizen eine schwierige Umstellung sein. Sie konnten bisher mit „Buy the dip“ wenig falsch machen.

Umso schwieriger wird das Umgewöhnen sein. Und was dieses Umgewöhnen am meisten bremst, ist die Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass es wieder besser wird. Dass die alten, wohl vertrauten Verhältnisse wieder zurückkehren und die bisherige Strategie wieder funktioniert. Oder auch nur die Hoffnung auf einen besseren Ausstiegszeitpunkt.

Zeitenwende – auch an der Börse

Aber auch gestandene Fondsmanager und Investoren müssen sich umstellen. Denn auch ein seit Jahrzehnten gültiges Muster funktioniert nicht mehr: Anleihen sind kein stabilisierendes Element mehr im Portfolio, so wie es immer noch gepredigt wird. Die Anleiherenditen steigen mit der Inflation. Damit fallen die Kurse dieser Anleihen. Das klassische Mischfonds-Konzept – ein Verkaufsschlager der Finanzindustrie der vergangenen Jahre – versagt also in der aktuellen Marktlage.

Als Anleger müssen wir uns also nicht nur neue Vokabeln merken, sondern auch neue Strategien entwickeln. Offenbar hat auch an der Börse eine Zeitenwende begonnen.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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Börse - Intern vom 29. April 2022:
EUR/USD erreicht wichtigen Unterstützungsbereich


Zunächst ein wichtiger Hinweis:

In der kommenden Woche bin ich auf einer Recherche- und Fortbildungsreise in den USA. Daher erscheint die nächste Börse-Intern-Ausgabe am 9. Mai.

Die Wirtschaft in Deutschland ist im ersten Quartal 2022 laut vorläufigen Berechnungen um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen (nach -0,3 % Ende 2021). Damit wurden die Markterwartungen getroffen.

Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschland

Nun ist auch für Deutschland klar, dass die Einkaufsmanager zu optimistisch waren (siehe dazu „Sind die Einkaufsmanager zu optimistisch?“ und „US-Wirtschaft überraschend geschrumpft“).

Die Basis für gewinnbringende Anlageentscheidungen

Für die Börsen waren diese Nachrichten kaum relevant. Denn sie betreffen die Vergangenheit. An der Börse wird aber bekanntlich die Zukunft gehandelt. Und daher hatte die Veröffentlichung der Daten heute keinen erkennbaren Einfluss auf die Kurse.

Warum bespreche ich sie dennoch? Weil es aus meiner Sicht wichtig ist, solche Daten in den richtigen Kontext zu setzen, zum Beispiel auch durch einen Abgleich mit der Stimmung der Einkaufsmanager. Denn nur so kann man die Informationen richtig einordnen, die man zum Verlauf der Konjunktur erhält. Und nur so ergibt sich zusammen mit dem Kursverlauf an den Börsen ein vollständiges Bild, anhand dessen man Anlageentscheidungen treffen kann.

Außenhandel belastet

Vor diesem Hintergrund ist es zum Beispiel auch eine wichtige Information, dass laut dem Statistischen Bundesamt insbesondere der Außenhandel das deutsche Wirtschaftswachstum bremste. Die Lockdowns in China und der Krieg in der Ukraine lassen grüßen. Und da diese Probleme bislang weiter bestehen, dürften sie sich auch noch eine Weile belastend auf die Wirtschaft auswirken – und somit auch auf die Aktienkurse.

Inflation der Eurozone weiter gestiegen

Eine weitere wichtige Information ist, dass die Inflation in der Eurozone erneut gestiegen ist. Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, sieht die jährliche Teuerung in einer ersten Schätzung für April 2022 bei +7,5%, gegenüber 7,4% im März. Die Kernrate legte von +2,9 % auf +3,5 % zu.

Inflation der Eurozone (jährlich)

Zwar hatten auch diese Daten heute scheinbar kaum Einfluss auf die Kurse, doch es ist wichtig zu wissen, dass der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) hoch bleibt, die geldpolitische Wende schneller voranzutreiben, insbesondere durch den starken Anstieg der Kerninflation hoch bleibt. Andernfalls hätte zum Beispiel der Euro zum Dollar womöglich weiter abgewertet.

Elliott-Wellen und Prinzip der Wellengleichheit dieses Mal nicht hilfreich

Das Zögern der EZB hat den EUR/USD unter Druck gebracht. Und er hat in den vergangenen Tagen noch einmal deutliche Kursverluste hinnehmen müssen. Dadurch hat er eine wichtige Aufwärtstrendlinie gebrochen (dick grün im folgenden Chart). Das klar bearishe Chartbild, welches ich in der Analyse vom 8. März feststellte, hat sich also weiter durchgesetzt. Und das Elliott-Wellen-Szenario einer bereits abgeschlossenen 5-gliedrigen Abwärtsbewegung (rote Ziffern) sowie das Prinzip der Wellengleichheit (rote Rechtecke) haben in diesem Fall nicht gegriffen. Das hatte sich aufgrund der hohen Abwärtsdynamik in der vermeintlichen Welle 5 allerdings angedeutet.

EUR/USD - langfristige Chartanalyse

Angesichts der Tatsache, dass die US-Wirtschaft im 1. Quartal 2022 geschrumpft ist, verwundert dies dennoch etwas. Aber die US-Notenbank (Fed) drückt eben deutlich stärker auf das Gaspedal als die EZB. Und apropos Gas: Dass Bulgarien und Polen plötzlich nicht mehr von Russland mit Gas beliefert werden, hat dem EUR/USD natürlich zusätzlich zugesetzt.

EUR/USD erreicht wichtigen Unterstützungsbereich

So befindet sich der Wechselkurs weiter auf der Suche nach einem Boden. Diesen könnte er aber nun im Unterstützungsbereich zwischen ca. 1,05 und 1,035 USD finden (grüner Balke). Dort wurden in den Jahren 2015 und 2017 diverse Tiefs markiert. Und da der EUR/USD bereits Anfang März überverkauft war, und sich diese Lage durch die weitergehenden Kursverluste noch verschärft hat, rechne ich fest mit einer baldigen Kurserholung in diesem Bereich.

Daher bleibt es dabei: Große Short-Positionen würde ich im EUR/USD unverändert nicht mehr eingehen. Stattdessen sollte man auf neue Umkehrsignale warten, um dann auf eine (längere) Kurserholung zu setzen. Und ich glaube nicht, dass es schadet, wenn man auf aktuellem Niveau (ca. 1,055 USD) bereits jetzt einen kleinen Long-Trade wagt.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
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PS: Ich hatte für die US-Indizes eine Kurserholung erwartet. Und diese hat es bereits gegeben. Leser des Target-Trend-CFD konnten dadurch gestern bereits einen hohen Gewinn mit einem Long-Trade auf den Nasdaq 100 realisieren. Um 16:05 Uhr rein, um 20:52 Uhr raus – 421,58 Euro verdient – pro CFD-Kontrakt.
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Börse - Intern vom 28. April 2022:
US-Wirtschaft geschrumpft +++ S&P 500 auf dem Weg zum Kursziel

Inhaltsverzeichnis

S&P 500 auf dem Weg zum Kursziel von 3.815 Punkten

Am 22. März beschrieb ich unter anderem mit folgendem Chart ein aus meiner Sicht sehr plausibles Szenario für den S&P 500.

S&P 500 - mögliches Szenario

Demnach sollte die Kurserholung nach der ersten Korrekturwelle nur eine Bärenmarktrally sein, auf die eine zweite Korrekturwelle folgt, so dass sich eine große ABC-Korrektur bildet.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Am Tag darauf erhielt ich Zuspruch von einigen Lesern. Einer schrieb zum Beispiel:
Hallo, ich möchte nochmals meinen Respekt aussprechen für die treffenden Newsletter von Sven Weisenhaus. Gestern von einer ABC Korrektur gesprochen, heute ging's nach unten. Kein Blabla, alles nachvollziehbar. Einfach super.
Und eine andere Mail lautete:
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, Ihre Analysen bringen es auf den Punkt. Ich bin bezüglich des Kursverlaufs im S&P und im DAX genau Ihrer Meinung.

Aber aus meiner Sicht kam das Lob zu früh. Und so antwortete ich den Lesern:
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. […] Mit den Kursen ging es nach meiner Analyse vom 22. März noch einmal nach oben. Ein einzelner Tag mit Rücksetzern ist eben noch kein Trendwechsel. Grundsätzlich bleibe ich aber bei meiner Einschätzung, wonach es noch zu einer zweiten Korrekturwelle kommen wird.

Erst noch weiter rauf, dann wieder kräftig abwärts

Tatsächlich legte der S&P 500 von rund 4.500 Punkten noch bis zum 29. März auf 4.637,30 Zähler um etwas mehr als 3 % zu. Doch dann drehten die Kurse wieder nach unten. Und aus der gestrigen Analyse des Nasdaq 100 wissen wir bereits, dass inzwischen wohl die zweite Korrekturwelle läuft.

S&P 500 - Chartanalyse

Zwar hat der S&P 500 noch kein neues Korrekturtief markiert, mit dem gestrigen Tief bei 4.163,04 Punkten ist er aber nur noch knapp von einem solchen entfernt. Das Tief der ersten Korrekturwelle wurde am 24. Februar bei 4.114,65 Punkten markiert.

Bereits erneut zweistellig verloren

Der S&P 500 hat also seit dem Hoch der Bärenmarktrally 10,23 % und damit erneut zweistellig verloren. Und er muss nun nur noch rund 50 Zähler bzw. 1,163 % nachgeben, um ein neues Korrekturtief zu markieren. Ich glaube, dass ihm dies noch gelingen wird. Und ich erwarte auch noch weiter fallende Kurse. An meinem Kursziel von etwa 3.815 Punkten halte ich fest, auch wenn sich dieses Kursziel nun nicht mehr aus dem Prinzip der Wellengleichheit ableiten lässt (rote Rechtecke). Das 38,20%-Fibonacci-Retracement bleibt aber ein interessantes Kursziel (graue Linien).

S&P 500 - Chartanalyse

Aber wie gestern bereits zum Nasdaq 100 geschrieben, ist das bisherige Korrekturtief eine horizontale Unterstützung, an der es erst einmal zu einer neuerlichen Kurserholung kommen kann (dicke grüne Linie).


US-Wirtschaft überraschend geschrumpft

Die erste Korrekturwelle der Aktienindizes lässt sich übrigens inzwischen auch anhand von harten Fakten mit der fundamentalen Entwicklung erklären. Denn wie das US-Handelsministerium heute auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte, ist die Wirtschaft der USA im ersten Quartal 2022 geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel aufs Jahr hochgerechnet um 1,4 %.

USA Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Von Reuters befragte Experten hatten hingegen mit einem Zuwachs von 1,1 % gerechnet, nachdem Ende 2021 sogar noch ein Plus von 6,9 % erreicht worden war.

Einkaufsmanager deutlich zu optimistisch

Kein Wunder, dass die Aktienkurse von Jahresbeginn bis Mitte März gefallen sind, könnte man daher resümieren. Und ich darf vor diesem Hintergrund an meine Vermutung erinnern, dass die Einkaufsmanager zu optimistisch waren (siehe „Sind die Einkaufsmanager zu optimistisch?“). Denn selbst bei dem Stimmungseinbruch im Januar blieb der Frühindikator für die US-Wirtschaft oberhalb der Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird (siehe auch „Ukraine-Krieg dämpft die Wirtschaft überraschend wenig“).

S&P Global Gesamt-Einkaufsmanagerindex USA

Interessant ist auch, dass Ende 2021 viele Betriebe ihre in der Pandemie reduzierten Lagerbestände wieder aufgefüllt hatten, was für den hohen Zuwachs beim BIP im Schlussquartal sorgte. Nun haben vor allem der Außenhandel und die Lagerkomponente für das aktuell enttäuschende Ergebnis gesorgt.

Passend dazu hatte ich am 8. Februar (siehe „US-Wirtschaft auf einem absteigenden Ast?“) Folgendes geschrieben:
Hinzu kommt, dass die US-Wirtschaft Ende 2021 trotz der Omikron-Welle zwar kräftig an Schwung gewonnen hat, aber der Hauptwachstumstreiber Lagerinvestitionen waren, welche um rund 240 Milliarden US-Dollar in die Höhe schossen und somit sage und schreibe knapp 5 Prozentpunkte zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum von +6,9 % beitrugen.

Mit Börse-Intern kostenlos bestens informiert

Vor diesem Hintergrund freue ich mich, dass ich Sie als meine treuen Stockstreet-Leser wieder einmal rechtzeitig warnen konnte. Sie sehen also, die Börse-Intern, die für alle Leser völlig kostenlos ist, wurde wieder einmal ihrem Anspruch gerecht, wichtige Entwicklungen frühzeitig korrekt vorwegzunehmen. Und das zu Zeiten, als dies noch kaum jemand auf dem Schirm hatte. Auch die Aktienmärkte offenbar nicht, die stattdessen noch bis ins neue Jahr hinein ihren übertriebenen Kursanstieg fortsetzten.

Stau vor Shanghai

Und ich möchte Sie weiterhin warnen, mit einem Thema, auf das ich auch bereits aufmerksam gemacht habe (siehe unter anderem „No-Covid-Strategie lässt Chinas Wirtschaft schrumpfen“):
Vor dem weltgrößten Containerhafen der chinesischen Metropole Shanghai stauen sich viele Fracht- und Containerschiffe sowie Tanker. Das zeigt die folgende Statista-Grafik eines aktuellen Kartenausschnitts von Fleetmon, einem Online-Trackingportal für Schiffe.

Fracht- und Tankschiffe im Hafengebiet von Shanghai am 28. April 2022

Grund für den Stau ist der harte Lockdown, den die chinesische Regierung aufgrund ihrer No-Covid-Strategie verhängt hat. Die Weltwirtschaft stellt sich deswegen auf möglicherweise schwerwiegende Folgen ein. Das hat natürlich auch Konsequenzen für die Aktienmärkte, die jüngst wieder deutliche Schwäche gezeigt haben. Und sie dürften belastet bleiben. Schließlich wirkt sich der Stau noch länger negativ auf die Lieferketten aus, die sowieso längst gestört sind und zu der hohen Inflation beigetragen haben. Letztere muss nun von den Notenbanken bekämpft werden, was ebenfalls zu Lasten der Aktienmärkte geht.


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Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 27. April 2022:
Neues Korrekturtief im Nasdaq 100 bestätigt zweite Korrekturwelle

Der russische Staatskonzern Gazprom hat gestern angekündigt, seine Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien ab heute einzustellen. Als Begründung wurden fehlende Zahlungen in Rubel genannt. Die Lieferungen würden so lange gestoppt, bis die Zahlungen erfolgt seien, hieß es. Zuvor hatte die Regierung in Moskau gewarnt, dass Gaslieferungen unterbrochen werden könnten, wenn keine Zahlungen in Rubel erfolgen.

Vorhandene Kursschwäche zusätzlich befeuert

Von einigen Medien wurde diese Meldung als Grund für die gestrigen Kursverluste an den Aktienmärkten genannt. Doch tatsächlich hat die Nachricht „nur“ eine bereits vorhandene Kursschwäche verstärkt. Einige Aktien wurden kamen zusätzlich unter Druck, was den gesamten Markt noch weiter nach unten zog.

Hinzu kam eine Sorge, dass die Geschäftsberichte von Microsoft und Alphabet (Google), die gestern nach Börsenschluss veröffentlicht wurden, die Erwartungen verfehlen könnten. Das führte insbesondere beim Nasdaq 100 gegen Handelsende zu einer regelrechten Verkaufspanik.

Nasdaq 100 rutscht auf neues Korrekturtief

Der Technologieindex rutschte dadurch sogar auf ein neues Korrekturtief. Am 14. März waren die Kurse bei 13.020,40 Punkten in eine starke Kurserholung gegangen. Diese endete knapp unterhalb des 61,80%-Fibonacci-Retracements der gesamten Korrekturbewegung seit dem Rekordhoch vom 22.11.2021. Und gestern fiel der Index bis auf 13.009,65 Punkte.

Nasdaq 100 - Target-Trend-Analyse

Damit wurde das Ende der ABC-Korrektur (hellgrüne Buchstaben im Chart) besiegelt. Und die von mir erwartete zweite große Abwärtswelle ist, zumindest schon im Nasdaq 100, eindeutig angelaufen.

Baldige Kurserholung wahrscheinlich

Im Target-Trend-Spezial, in dem dieser Chart regelmäßig analysiert wird, war heute Morgen allerdings zu lesen, dass der aktuelle 5-gliedrige Abwärtsimpuls (hellrote Ziffern) bereits weit gelaufen ist. Und theoretisch ist er durch die 5 Wellen auch schon vollständig. „Zudem trifft er mit dem Korrekturtief der ersten großen Korrekturwelle auf eine wichtige Unterstützung. Es ist daher mit einer Gegenbewegung/Kurserholung zu rechnen“, so der Hinweis zum nun erwarteten Kursverlauf der kommenden Tage. Und: „Diese kann durchaus bis zur Welle 4 (hellrot) zurücklaufen. Ein Erreichen der Rechteckgrenze bei 14.320 Punkten ist absolut möglich.

Nächstes Kursziel liegt bei unter 12.000 Punkten

Doch die übergeordnete Richtung ist nun wieder klar abwärts gerichtet. Long-Positionen sind daher aktuell riskant. Denn der Nasdaq 100 kann im Rahmen der zweiten Abwärtswelle auch leicht noch bis unter 12.000 Punkte fallen. Wie ich darauf komme? Durch einen Blick über den Tellerrand (siehe folgender Chart).

Im Rahmen des Aufwärtstrends nach dem Corona-Crash hatten wir es mit einer Vielzahl kleiner abc-Korrekturen zu tun. Dabei gab der Nasdaq 100 um bis zu 14,16 % nach (hellrote Markierungen). Seit dem Bruch dieses Aufwärtstrends hat der Index im Rahmen seiner ersten Korrekturwelle 22,34 % verloren (dunkelrot) und dabei 38,20 % des Aufwärtstrends korrigiert. Wir haben es also aktuell eindeutig mit einer größeren Korrektur zu tun.

Nasdaq 100 - langfristige Chartanalyse

Wird daraus eine große ABC-Korrektur (rote Punkte), so kann man nach dem Prinzip der Wellengleichheit (rote Rechtecke) ein Kursziel dafür ermitteln. Und demnach kann die zweite Korrekturwelle bis knapp unter das 50%-Fibonacci-Retracement reichen, welches bei 11.768,39 Punkten liegt.


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PS: Auch die Leser des HighTech-Trader haben jüngst von den erneut schwächelnden Aktienmärkten profitiert. Gestern wurde ein Short-Trade auf den S&P 500 mit einem Gewinn von 30,25 % beendet, der erst am 18. März ins Depot gewandert war.
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Börse - Intern vom 26. April 2022:
DAX: ABC-Korrektur oder zweite Abwärtswelle?

Am Freitag berichtete ich, dass die Einkaufsmanager womöglich zu optimistisch sind und der ifo-Geschäftsklimaindex scheinbar besser zum tatsächlichen Konjunkturverlauf passt (siehe „Sind die Einkaufsmanager zu optimistisch?“). Gestern wurden nun die aktuellen Umfrageergebnisse des ifo-Instituts für April veröffentlicht. Und demnach konnte sich der Stimmungsindikator nach dem historischem Einbruch vom März – die Erwartungen gaben um 13,3 Punkte nach (siehe „Düstere Wolken am Konjunkturhimmel“) – lediglich auf dem niedrigen Niveau stabilisieren. Das Geschäftsklima erholte sich geringfügig von 90,8 auf 91,8 Punkte.

ifo-Geschäftsklimaindex

Die Erwartungen der rund 9.000 befragten Unternehmen stiegen dabei von 84,9 auf 86,7 Punkte, die aktuelle Lage wurde minimal besser eingestuft (von 97,1 auf 97,2). Die ifo-Konjunkturuhr steckt damit weiterhin tief im Abkühlungs-Quadranten.

ifo-Konjunkturuhr

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft bleiben also laut den ifo-Daten gedämpft.

DAX rutscht auf tieferes Tief

Vor diesem Hintergrund verwundert es wenig, dass der DAX ein neues Tief in der Korrektur markiert hat, die seit dem Hoch der Kurserholung vom 29. März läuft.

DAX - Chartanalyse

Zuvor war der DAX noch einmal in die ehemalige Seitwärtsrange zurückgekehrt (kleines gelbes Rechteck), scheiterte aber am oberen Ende der Spanne, auch weil ihm dort wichtige Abwärtstrendlinien entgegenkamen (dick rot).

Am 6. April hatte ich zu dem folgenden Chart aus dem Target-Trend-Spezial geschrieben, dass ich die Wahrscheinlichkeit für eine zweite große Korrekturwelle durch den damaligen Kursverlauf höher einschätze. „Das ändert sich erst, wenn die Indizes ihre jüngsten Zwischenhochs (Wellen b) überwinden können“, hieß es dazu. Im DAX war damit das Zwischenhoch vom 5. April bei 14.603,44 Punkten gemeint. Und dieses wurde bei der jüngsten Kurserholung knapp verpasst (siehe rote Ellipse im folgenden Chart). Am Donnerstag vergangener Woche drehte der DAX bei 14.598,11 Zählern wieder nach unten.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Der deutsche Leitindex hat also ein bullishes Signal verpasst und mit dem tieferen Tief stattdessen ein bearishes gesendet.

Nur eine ABC-Korrektur in der Kurserholung?

Doch die Bullen müssen damit die Flinte noch nicht ins Korn werfen. Denn man kann die aktuelle Abwärtstendenz immer noch als Konsolidierung in der Kurserholung werten (roter Trendkanal im folgenden Chart).

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Womöglich bildet sich lediglich eine ABC-Korrektur in einem neuen Aufwärtstrend aus. Am 19. April schrieb ich: „Erst wenn die Abwärtsbewegung wieder aufgenommen wird und dabei mehr Fahrt aufnimmt, muss man erneut deutlich vorsichtiger werden.“ Das gilt unverändert. Rutscht der Index zum Beispiel dynamisch unter 13.388,65 Punkte, würde er das wichtige 61,80%-Fibonacci-Retracement der Kurserholung unterschreiten (graue Linien im folgenden Chart).

DAX - Fibonacci-Retracements

Das wäre ein klares Warnsignal und ein Indiz für eine zweite große Korrekturwelle. Ein Bruch der Abwärtstrendlinie(n) und ein Anstieg über das aktuelle Zwischenhoch (Welle B) würde dagegen für das bullishe Szenario der ABC-Korrektur sprechen.


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PS: Leser der Stockstreet-Börsenbriefe konnten die fallenden Kurse seit dem Hoch der Erholungen von Ende März gewinnbringend nutzen. Beim Target-Trend-CFD lief am Freitag vergangener Woche ein Short-Trade auf den S&P 500 bei 4.280 Punkten in den Take-Profit. Satte 552,40 Euro Gewinn ließen sich damit automatisiert verdienen. Gemessen am Kapitaleinsatz (ca. 593 Euro) entspricht dies einer Rendite von +93 %. Und die Performance aller abgeschlossenen Trades knackte die Marke von +15.000 Euro.

Depotperformance der abgeschlossenen CFD-Trades

Auch die Leser des „Börse-Intern Premium“ konnten mit einem Short-Trade auf den S&P 500 einen hohen Gewinn erzielen. Am 29. März eröffnet, konnten wir die Position gestern mit einem Gewinn von etwas mehr als 30 % schließen. Und dieser Gewinn reiht sich wunderbar in die Liste der im laufenden Jahr bislang abgeschlossenen Trades ein:

Performance der abgeschlossenen Trades

Mit nur einem Verlust und 10 erfolgreich abgeschlossenen Trades liegt das Gesamtdepot im laufenden Jahr rund 20 % im Gewinn, während die Aktienindizes zweistellig im Minus notieren.
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Börse - Intern vom 25. April 2022:
Wenn das Sentiment mit der Marktbreite…

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

sicherlich ist Ihnen schon aufgefallen, wie widersprüchlich manche Börsenweisheiten sind: Im Aufwärtstrend soll man einerseits Gewinne laufen lassen, andererseits heißt es, dass an Gewinnmitnahmen noch niemand gestorben ist. Und wenn die Kurse fallen, soll man zwar nicht ins fallende Messer greifen, aber auch antizyklisch handeln. Kein Wunder, dass auch die Sentimentdaten nicht immer so einfach zu interpretieren sind.

„Die Masse liegt falsch“ vs. „Die Weisheit der Vielen“

Und auch dafür haben die Börsianer die passenden Sprüche parat: „Die Masse liegt falsch“, wird gern gesagt, wenn die Umfragen Stimmungsextreme ermitteln. Doch mitunter gehen die Kurse dann doch in die Richtung, welche die Anleger erwartet haben. Dann hat wohl die „Weisheit der Vielen“ die Märkte gelenkt.

Und erfahrene Trader wissen: An der Börse gibt es zu jeder „Regel“ auch das Gegenteil. Oft lässt sich aus diesem Gegenteil auch Kapital schlagen – wenn man die Kriterien findet, um daraus ein „System“ zu machen. Der folgende Chart zeigt eine mögliche Variante:

NYSE Composite vs. bullish Sentiment

Quellen: MarketMaker mit Daten von VWD und AAII, eigene Berechnungen

Hier habe ich längerfristige Kaufsignale markiert (siehe grüne Dreiecke im oberen Chartteil), die entstehen, wenn der Anteil der Bullen unter den US-Privatanlegern (siehe unterer Chartteil) nach längerer Zeit über 55 % steigt.

Nach landläufiger Meinung wäre ein solches Extrem – das bisher nur in 5,8 % aller Fälle auftrat – ein antizyklisches Verkaufssignal. Aber wie Sie sehen, steigen die Kurse nach diesen Signalen noch einige Zeit weiter. Nur in zwei der acht Fälle trat das Signal kurz vor einem Hoch auf.

Bearishe Stimmung = bullishe Wende? Nicht immer…

Mit ihrer bearishen Meinung liegen die Anleger dagegen viel seltener richtig, wie der folgende Chart zeigt:

NYSE Composite vs. bearish Sentiment

Quellen: MarketMaker mit Daten von VWD und AAII, eigene Berechnungen

Hier gibt es nicht nur viel mehr Signale, sondern sie zeigen auch tatsächlich sehr oft eine bullishe Wende. Doch die Anleger haben immerhin 2007/08 den richtigen Instinkt bewiesen und am bzw. nach dem Hoch die Marktlage zu Recht sehr skeptisch beurteilt (Bärenanteil größer als 50 %).

Eine weiteres Schwächesignal von der Marktbreite

Und genau das ist nun wieder der Fall (siehe Pfeil). Aber weil das bearishe Stimmungssignal allein zu unsicher ist, habe ich nach weiteren Warnzeichen gesucht. Dabei bin ich bei der Marktbreite fündig geworden.

Diese ist an der US-Börse NYSE schon seit November in einem Abwärtstrend, während die Kurse des NYSE Composite als relevantes Marktbarometer Anfang Januar noch ein neues Hoch markierten. Und in der Vorwoche zeigte sich der Gesamtmarkt besonders schwach: Zuletzt konnten nur noch sehr wenige Aktien zulegen. Am Freitag fiel deren Zahl auf einen Wert, der nur in 3,1 % aller Fälle unterschritten wird. Das geschieht – ähnlich wie bei der bearishen Stimmung – oft an kleineren oder größeren Tiefs. Aber fast genauso oft fallen die Kurse danach weiter.

Stimmung und Marktbreite: Gemeinsam stark

Sowohl das Signal der Marktbreite als auch das bearishe Stimmungssignal sind also wenig aussagekräftig, wenn man diese Signale isoliert betrachtet. Anders ist es jedoch, wenn man sie übereinanderlegt. Das habe ich in folgendem Chart gemacht:

NYSE Composite vs. bearish Sentiment und Marktbreite

Quellen: MarketMaker mit Daten von VWD, AAII und Barron‘s, eigene Berechnungen

Seit 2002 gab es in drei Fällen ein Aufeinandertreffen beider Signale jenseits eines Tiefs in kurzer zeitlicher Folge und auf ähnlichen Kursniveaus (siehe Pfeile). 2013 war es ein Fehlsignal, aber 2007 und 2008 zeigten diese parallelen Signale den bevorstehenden Einbruch korrekt an.

Was diese Fälle relevant macht

Nun kann man einwenden, dass diese drei Fälle statistisch nicht relevant sind. Doch wie 2007/08 haben wir es aktuell mit einer Reihe von Krisen zu tun, die Wirtschaft und Börsen unter Druck bringen können. Damals war es eine Immobilienkrise, die zur Subprime- und Finanzkrise und schließlich zu einer Wirtschaftskrise geführt hat.

Diesmal hat die Corona-Krise zu einer Material- und Transportkrise geführt, aus der eine inflationäre Krise geworden ist. Und die geopolitische Krise, die durch Russlands Überfall auf die Ukraine ausgelöst wurde, verstärkt die bisherigen Krisen nur noch.

Und wie 2007/08 war es bisher so, dass die Märkte diese Krisen weitgehend ignorierten. Erst allmählich scheinen die Investoren die Probleme einzupreisen. Die schwache Marktbreite und die schlechte Anlegerstimmung könnten also Indizien dafür sein, dass die Aktienmärkte der Realität nun Tribut zollen.

So sollten Sie sich nun positionieren

Der starke Rückfall am Freitag könnte daher der Auftakt für eine neue Abwärtswelle gewesen sein, zumal sich dieser Abverkauf heute in Asien und Europa fortsetzte. Es ist also nach wie vor Vorsicht bei Neuengagements angebracht. Und weiterhin gilt, dass man starke Positionen laufen lassen kann (aber gegen stärkere Rückschläge absichern sollte), während schwache Positionen liquidiert werden sollten, um Cash für einen Neueinstieg bei tieferen Kursen aufzubauen.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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