Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

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Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 21. Juni 2018:
Die New-Economy trotzt Zöllen und steigenden Zinsen


Zunächst ein wichtiger Hinweis:
Am morgigen Freitag erscheint keine Börse-Intern. Die nächste Ausgabe erhalten Sie somit am kommenden Montag.


Immer mehr Länder steigen in den Zollstreit mit den USA ein. Nach der EU, China, Mexico und Russland verhängen nun auch die Türkei und Indien Gegenzölle auf Produkte aus den USA. Indien erhöht seine Zölle auf Stahl und Eisen sowie auf Agrarprodukte aus den USA. Und das Volumen der türkischen Zölle entspricht mit 267 Millionen Dollar der Belastung, die durch die neuen US-Abgaben auf türkische Produzenten voraussichtlich zukommt.

Nasdaq100 erreicht neues Allzeithoch

Während sich die Aktienindizes der Old-Economy vom Handelskrieg oder von steigenden Zinsen schon mehr oder weniger stark belastet zeigen, halten sich die Indizes mit den Technologiewerten, die nicht so stark von Zöllen oder steigenden Zinsen betroffen sind, deutlich besser. Der Nasdaq100 zum Beispiel markierte gestern mit 7.309,992 Punkten sogar noch ein neues Allzeithoch (siehe folgender Chart).

Nasdaq100 - langfristige Chartanalyse

Doch auch hier drohen inzwischen wieder Rücksetzer.

Nasdaq100 am oberen Ende seines Aufwärtstrendkanals

Denn während Dow Jones und S&P 500 jeweils eine Seitwärtsrange zu etablieren scheinen, zeichnet sich im Nasdaq100 derzeit noch ein klarer Aufwärtstrendkanal nach der Target-Trend-Methode ab (grün im folgenden Chart). Und hier wurde nun das obere Ende dessen innerer Range (dunkelgrüner Bereich) erreicht.

Nasdaq100 - Aufwärtstrendkanal

Dieser innere Bereich entspricht dabei dem alten Aufwärtstrendkanal, der sich von November 2016 bis Anfang 2018 etabliert hatte. Er wurde lediglich durch die hohe Volatilität der vergangenen Monate ausgeweitet, ohne dabei seine eigentliche Aufwärtsdynamik zu verlieren, so dass die Begrenzungen der neuen Hochs und Tief genau parallel zum alten Aufwärtstrendkanal verlaufen.

Setzten sich also die allgemeinen Kursverluste fort, dann dürften sich auch die Technologiewerte dem nicht ewig entziehen können. Und aus charttechnischer Sicht wäre genau jetzt der Zeitpunkt, an dem der Nasdaq100 wieder in Richtung seiner runden Marke von 7.000 Punkten drehen könnte. Dort träfe der Index dann unter Umständen auch auf die untere Linie seines inneren Aufwärtstrendkanals und dürfte hier einen ersten Halt finden.


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Börse - Intern vom 20. Juni 2018:
Im Streit um Zölle überschlagen sich die Ereignisse

Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem es keine Meldungen über neue Handelszölle gibt. Und in den Mainstream-Medien wurden die jüngsten Kursverluste an den Aktienmärkten natürlich genau diesen Meldungen zugeschrieben. Insbesondere die erneuten Eskalationen im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit seien für die starken Kursverluste im DAX verantwortlich. Dabei stellt sich mir dann nur die Frage, warum der DAX deutlich stärker und nachhaltiger abgegeben hat als die US-Indizes, obwohl deutsche Firmen doch von den Zöllen zwischen China und den USA nur indirekt betroffen sind - wenn überhaupt. Irgendetwas kann an der Argumentation der Medien also nicht stimmen.

Taktische Drohungen vs. Tatsachen

Ich will damit nicht behaupten, dass die angekündigten Zölle keine Auswirkung auf die Aktienkurse haben. Aber genau wie bei den jüngsten Entscheidungen der Europäischen Zentralbank handelt es sich dabei bislang nur um verbale Absichtserklärungen. Im Streit um Zölle könnte man auch von Drohungen sprechen, die zunächst nur rein taktischer Natur sind. Am Ende zählen an den Märkten jedoch Tatsachen - wie zum Beispiel die Zinsanhebung der Fed. Und so erscheint es mir persönlich viel wahrscheinlicher, dass die erneute Zinsanhebung der US-Notenbank bzw. die Positionierung der FOMC-Mitglieder in Richtung einer vierten Zinsanhebung im laufenden Jahr der Auslöser für die jüngsten Kursverluste war. Dies bestätigt meines Erachtens auch der folgende Chart des Dow Jones recht eindrucksvoll.

Dow Jones - Chartanalyse

Wie schon bei der Zinsanhebung im März kam auch die jüngste Abwärtsbewegung unmittelbar nach der Fed-Zinsentscheidung ins Rollen. Die Ankündigung neuer Zölle hat diese dann lediglich verstärkt. Und natürlich muss man die Entwicklungen der Zölle durchaus im Auge behalten. Denn hier scheinen sich die Ereignisse inzwischen zu überschlagen.

Trump droht China inzwischen mit Zöllen im Umfang von 200 Mrd. Dollar

Ganz vorne mit dabei ist natürlich US-Präsident Donald Trump, der inzwischen die Verhängung von neuen Zöllen auf chinesische Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar angekündigt hat. Zuvor war „nur“ von Zöllen die Rede, die sich auf 100 Milliarden Dollar summieren würden, wenn China auf die US-Zölle mit Gegenmaßnahmen reagiert. So sollten die Zölle nach dem Abschluss des juristischen Prozesses dann in Kraft treten, wenn China sich weigert, seine Praktiken zu ändern und zudem darauf besteht, seine jüngst angekündigten Gegenzölle umzusetzen.

Trump hatte erst am Freitag Strafzölle von 25 Prozent auf 1.102 Produkte aus China im Wert von 50 Milliarden US-Dollar verhängt. Als Reaktion kündigte Peking umgehend Vergeltungszölle auf amerikanische Waren im Wert von ebenfalls 50 Milliarden Dollar an.

EU-Staaten beschließen Gegenzölle

Aber das ist nur der Streit zwischen den USA und China. Die USA haben sich jedoch noch mit einigen anderen Ländern in einen Handelsstreit begeben. So haben zum Beispiel bereits am vergangenen Donnerstag die EU-Staaten ihre angekündigten Gegenzölle auf US-Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro beschlossen. Die Mitgliedsländer hätten „einstimmig“ für den Vorschlag der EU-Kommission gestimmt, hieß es dazu aus Brüssel. Die Zölle mussten anschließend noch formell von den EU-Kommissaren abgesegnet werden, was aber auf deren heutigem Treffen passiert ist. Die Zölle treten nun am kommenden Freitag, den 22. Juni, in Kraft.

Dieser Termin geht mit den WTO-Regeln konform. Hiernach hätten die Zölle frühestens heute in Kraft treten können. Die EU hatte ihre Gegenzölle in Höhe von 25 % vorsorglich schon vor Wochen bei der Welthandelsorganisation angemeldet. Die US-Zölle sollen dagegen nicht mit den Regeln der WTO vereinbar sein.

Gleichzeitig bereitet die EU-Kommission schon eine zweite Stufe von Strafzöllen vor. Diese sollen ab 2021 weitere US-Produkte im Wert von 3,6 Milliarden Euro belegen. In Summe würden so US-Waren im Wert von 6,4 Milliarden Euro ins Visier genommen - genau der Wert, mit dem die USA Stahl und Aluminium aus Europa mit Zöllen belegt.

Auch Mexiko und Russland kontern US-Zölle

Einige Tage zuvor hatte bereits Mexico Einfuhrzölle in Höhe von 20 % auf Schweinefleisch aus den USA verhängt. Die Entscheidung dazu sei Teil der Vergeltungsmaßnahmen der mexikanischen Regierung für die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auch auf Stahl und Aluminium aus Mexico. Durch die Zölle seien 90 % der Schweinefleischimporte aus den USA betroffen. Das Volumen beträgt gut eine Milliarde Dollar pro Jahr.

Und erst gestern verkündete auch Russland, auf die amerikanischen Stahl- und Aluminiumzölle zu reagieren. Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin berief sich dazu auf Russlands Rechte als Mitglied der Welthandelsorganisation WTO.

China senkt Importzölle auf fast 1.500 Konsumgüter

Dabei zeigt die Eskalationsspirale durchaus bereits Wirkungen. Denn schon vor Tagen hatte China angekündigt, seine Importzölle auf fast 1.500 Konsumgüter zu senken - von Kosmetik bis zu Haushaltsgeräten. Der durchschnittliche Zollsatz falle auf 6,9 % von derzeit 15,7 %, kündigte das Finanzministerium in Peking dazu an. Das entspreche einer Senkung um 60 %. Die neue Regelung trete am 1. Juli in Kraft. Und schon im Dezember hatte China die Zölle auf knapp 200 Produkte von 17,3 % auf 7,7 % gesenkt, darunter Lebensmittel, Pharmaartikel und Bekleidung. Daneben hatte China kürzlich ein Angebot zum Kauf von US-Gütern im Wert von knapp 70 Milliarden Dollar vorgelegt. Dies würde eine Steigerung von US-Exporten nach China um 53,8 % im Vergleich zu 2017 bedeuten.

Zu wenig, zu spät

Offenbar ist Trump dies aber zu wenig. Ihm ist das hohe Handelsdefizit seines Landes mit China, welches im vergangenen Jahr nach US-Angaben gut 375 Milliarden Dollar betrug, ein Dorn im Auge, das offenbar sofort „behandelt“ werden muss. Ob neue Zölle dagegen allerdings die richtige „Medizin“ sind, bleibt abzuwarten. Die zukünftigen Handelsbilanzen der Länder werden es zeigen.

Geldpolitik und Zölle lasten anhaltend, aber moderat auf den Aktienmärkten

Für die Aktienkurse sind diese Maßnahmen jedenfalls eher Gift - allerdings eines der Sorte, auf das man sich vorbereiten kann. Denn wie sich bislang zeigt, wurden schon sehr viele Zölle angekündigt, aber bislang nur relativ wenige tatsächlich verhängt. Selbst wenn nun Gegenmaßnahmen auf Gegenmaßnahmen folgen, so wird sich die Eskalationsspirale nur langsam drehen.

Genau wie die zunehmend restriktivere Geldpolitik der Notenbanken wird also auch der Handelsstreit nicht plötzlich besonders stark, sondern eher über einen längeren Zeitraum auf den Aktienkursen lasten. Und das passt sehr gut zu meiner Erwartung einer länger anhaltenden Seitwärtsbewegung der Aktienmärkte auf hohem Niveau, die sich mit dem jüngsten Kursrutsch im Dow Jones auch inzwischen konkreter zu etablieren scheint (gelbes Rechteck im Chart oben).


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Börse - Intern vom 19. Juni 2018:
Die DAX-Bullen haben ihre Vorteile verspielt

Nach dem dynamischen Kursanstieg des DAX vom vergangenen Donnerstag hatten die Bullen eigentlich alle Chancen auf ihrer Seite (siehe auch „DAX: Oberhalb von 12.945 Punkten bleiben die Bullen im Vorteil“). Wer hier nach der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) Long-Trades wagte, hat sicherlich nichts falsch gemacht.

Der Kursverlauf von Freitag war bereits Fragen auf

Doch der Kursverlauf vom Freitag warf bereits Fragen auf. Denn der DAX gab an diesem Tag zwar zunächst nur einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder ab, doch er drehte dabei unmittelbar vor dem Mai-Hoch bei 13.204,31 Punkten (kurze rote Linie im folgenden Chart) mit einer bearishen Kerze wieder nach unten. Dabei machte der Kursverlauf intraday den Eindruck, als würde sich der DAX wieder verhalten wie vor der EZB-Sitzung - also konsolidieren. Und das deutete nicht darauf hin, als wäre der bullishe Impuls durch die EZB-Sitzung von Dauer.

Am Montag war der Fehlausbruch komplett

Genau das schrieben wir auch unseren Lesern des „Target-Trend-Spezial“ noch vor Beginn der neuen Handelswoche. Und die gestrige Handelseröffnung unterhalb der Mittellinie bei 12.945 Punkten (siehe roter Pfeil im folgenden Chart) bestätigte diese Skepsis. Denn damit war der DAX bereits unter das Ausbruchsniveau gerutscht, womit die Bullen ihren Vorteil verspielten und man bereits von einem Fehlsignal bzw. einer Bullenfalle sprechen konnte.

DAX - Target-Trend-Analyse

Doch es kam noch schlimmer. Denn durch die anschließenden Kursverluste rutschte der deutsche Leitindex auch noch unter das Tief der Ausbruchskerze vom Donnerstag. Und damit wurde der gesamte Anstieg neutralisiert.

Hat die Zinsanhebung der Fed doch eine zweite Abwärtswelle eingeleitet?

Daher wiesen wir im „Target-Trend-Spezial“ darauf hin, dass sich unterhalb von 12.823 Zählern ein neuer Short-Trade anbot. Wer diesem Hinweis folgte, liegt mit der Position bereits im Plus. Denn heute setzte der DAX seine Kursverluste fort und erreichte sogar wieder exakt die Rechteckgrenze bei 12.590 Zählern (grüner Pfeil im Chart). Damit scheinen wir nun wohl doch noch die befürchtete zweite Abwärtswelle zu sehen, die sich durch die Elliott-Wellen-Analyse andeutete (siehe auch Börse-Intern vom vergangenen Dienstag).

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Es liegt nun die Vermutung nahe, dass sich die tatsächliche Zinsanhebung der Fed gegenüber der nur verbalen Absichtserklärung der EZB im Hinblick ihrer Wirkung auf die Kurse letztlich durchgesetzt hat und diese, wie am vergangenen Mittwoch bereits angedeutet, doch die erneute Abwärtswelle an den Aktienmärkten eingeleitet hat.

Korrekturbewegungen sind sehr schwer zu prognostizieren

Wie weit diese Welle nun läuft, muss leider einfach abgewartet werden. Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass der Wind an den Börsen derzeit sehr schnell drehen kann. Und gerade Korrekturbewegungen bzw. Konsolidierungen innerhalb von Aufwärtstrends lassen sich nur sehr schwer prognostizieren - und dementsprechend auch nur sehr schwer handeln. Genau so eine Bewegung sehen wir nach der 5-gliedrigen Aufwärtsbewegung (grüne Ziffern im Elliott-Wellen-Chart oben) gerade mit der ABC-Korrektur im DAX (grüne Buchstaben).

Unser Rat im „Target-Trend-Spezial“ lautete daher heute früh auch, angesichts der vielen Fehlsignale, die wir in den vergangenen zwei Wochen im kurzfristigen Bereich gesehen haben, den Stopp zum Short-Trade bei weitergehenden Kursverlusten im DAX schnell nachzuziehen - möglichst auf Einstandskurs.

Das sind nun die wichtigen Marken im DAX

Wenn die Rechteckgrenze bei 12.590 Punkten gebrochen wird, ist ein neues Korrekturtief im DAX wahrscheinlich. Das nächste Kursziel der Bären ist dann das 50%-Fibonacci-Retracement der im März begonnenen, 5-gliedrigen Aufwärtsbewegung bei 12.465,47 Punkten (siehe blaue Linien im Elliott-Wellen-Chart). Knapp darunter formieren sich derzeit das ehemalige Allzeithoch bei 12.390,75 Zählern (rote Linie im Target-Trend-Chart) und die untere Linie der ehemaligen Broadening-Formation (gelbe Abwärtslinie im Target-Trend-Chart) zu einer Kreuzunterstützung. Beide haben aber inzwischen nur noch eine untergeordnete Relevanz. Bedeutender ist nach unten hin wohl das 61,80%-Retracement bei 12.291,1 Punkten. Spätestens hier sollte der nächste (5-gliedrige) Aufwärtstrend starten. Und dieser zeichnet sich ab, wenn der DAX das Mai-Hoch bei 13.204,31 Punkten überwinden kann.


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Börse - Intern vom 18. Juni 2018:
Was Sie während der WM beim Trading beachten sollten

Inhaltsverzeichnis

Was Sie während der WM beim Trading beachten sollten

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

die vergangene Woche brachte eine Reihe wichtiger Ereignisse für die Börsen (ZEW-Konjunkturerwartungen, Notenbanksitzungen von Fed und EZB, Verfallstag), die natürlich vordinglich den Raum in Ihrer Börse-Intern einnahmen. Aber es gab auch ein weiteres wichtiges Ereignis: der Beginn der Fußball-WM in Russland. Daher heute dazu, was Sie als Anleger darüber wissen müssen.

Fußball und Börse

Fußball ist die wichtigste Nebensache der Welt, heißt es. Papst Johannes Paul II – selbst bekennender Fußball-Fan – formulierte es ähnlich: „Unter allen unwichtigen Dingen ist Fußball bei weitem das Wichtigste.“ Aber nicht nur der Papst und viele Kolumnisten, auch Wissenschaftler und Banker sind fußballbegeistert. Und so verwundert es nicht, dass Großereignisse, wie eine Fußball-WM, immer wieder zum Anlass genommen werden für mehr oder weniger ernsthafte Betrachtungen über den Einfluss von WM-Fußballspielen auf die Börse.

Dabei gibt es zwei grundsätzliche Ansätze. Der erste basiert auf einer ökonomischen Sichtweise. Danach bringt eine Fußball-WM für das austragende Land einen Investitionsschub durch den Bau von Stadien, Unterkünften, Infrastruktur usw. Davon profitieren die ausführenden (Bau-)Firmen – gegebenenfalls eben an der Börse. Auch Sportartikelhersteller, wie Adidas und Nike, sollten laut dieser Theorie von der Fußball-WM durch Verkauf neuer Fan-Trikots usw. profitieren. Wenn man diesen Faden weiterspinnt, dann kann man alle möglichen „Profiteure“ eines solchen sportlichen Großereignisses finden.

Allein im Musterdepot meiner Stockstreet-Investment-Strategie gibt es drei bis vier Aktien von Unternehmen, die mit ihren Produkten oder Leistungen direkt oder indirekt an der WM beteiligt sind: Covestro stellt z.B. für den traditionellen Adidas-WM-Ball Polyurethanbeschichtungen her, die den Textilien, die im Ball verwendet werden, hervorragende Flugeigenschaften sowie eine extrem hohe Wasserbeständigkeit verleihen und zugleich für optimale Ballbeherrschung sorgen. Der Aufzughersteller Kone hat unter anderem im Lushniki-Sportpark in Moskau Aufzugssysteme und Rolltreppen installiert und der Großküchengerätehersteller Rational liefert für den Koch der deutschen Fußballnationalmannschaft Hochleistungs-Zubereitungssysteme, mit denen das 60- bis 70-köpfige Mannschaftsteam dreimal täglich mit mehreren Gängen versorgt werden kann. Und vermutlich landen bei der Munich Re einige der Versicherungskontrakte zur Rückversicherung, die unter anderem der Versicherungskonzern Allianz für die WM in großem Umfang abgeschlossen hat.

Was eine WM ökonomisch wirklich bringt

Doch schon diese kurze Aufzählung zeigt: Für merkliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen sind solche Projekte bei den genannten Großkonzernen viel zu klein. Sie sind zwar prestigeträchtig und machen sich daher gut in Hochglanzbroschüren und Pressemeldungen, aber ihr Geld verdienen die Unternehmen anderswo. Das müssen sie auch, schließlich ist eine Fußball-WM nur alle vier Jahre.

Auch bei den Sportartikelfirmen hinterlässt eine Fußball-WM keinen wirtschaftlichen Effekt, der an der Börse konkret und eindeutig reproduzierbar messbar wäre. Dazu der folgende Chart:

NAP-Index und Sport-Großereignisse

(Quellen: MarketMaker, Wikipedia, eigene Berechnungen)

Den „NAP-Index“, der im Chart gezeigt wird, habe ich berechnet aus den jährlich gleichgewichteten Kursen der drei großen Sport-Aktien, Nike, Adidas, Puma (= NAP). Nun kann man zwar bis 2002 eine positive Kursreaktion bei diesen Aktien im Vorfeld einer Fußball-WM erkennen (rote Punkte), aber das dürfte hauptsächlich an der positiven damaligen Börsenlage insgesamt gelegen haben – denn danach verliert sich dieses Muster. Auch andere sportliche Großereignisse, wie die Olympischen Sommer- und Winterspiele (grüne Dreiecke), hatten allenfalls sporadisch positive Effekte.

Mythos statt heißer Tipp

Das ist auch logisch, denn wenn man noch weitere Sport-Highlights wie Kontinentalmeisterschaften hinzunimmt, hätten diese Unternehmen und ihre Aktien faktisch jährlich einen vermeintlichen Kurstreiber. Auch die Champions League oder der Super Bowl in den USA finden jedes Jahr statt. Aktien können aber nun mal nicht immer steigen und solche absehbaren und permanenten „Kurstreiber“ haben auf Dauer einfach keine Wirkung mehr – weil sie letztlich sofort eingepreist werden.

Der vermeintliche „heiße Tipp“ mancher Börsenzeitschrift, im Jahr vor einer Fußball-WM auf Adidas und Co. zu setzen, ist also eher ein Mythos als eine Anlagestrategie. Da erscheint es sinnvoller, ständig in der Sportartikelbranche investiert zu sein. Denn der Indexverlauf des NAP-Index in den vergangenen mehr als 30 Jahren ist schon beeindruckend – trotz zwischenzeitlicher kräftiger Kursrückgänge. Diese hätte man dann z.B. gut für Nachkäufe nutzen können.

Fußballeuphorie auch an der Börse?

Der zweite Ansatz, mit dem man als Anleger angeblich von einer Fußball-WM profitieren kann, soll der Sieg oder die Niederlage einer Mannschaft oder gar der Gewinn des Weltmeistertitels sein. Dutzende Untersuchungen zu diesem Thema wurden in den vergangenen Jahren durchgeführt. Selbst honorigste Banken haben sich mit diesem Thema beschäftigt. Was auch nicht verwundert, denn – wie eingangs erwähnt – Fußballfans gibt es überall. Aber irgendwie scheinen all diese fußballbegeisterten Analysten dem Glauben verfallen zu sein, dass man unbedingt auch an der Börse irgendeinen Effekt messen muss, wenn z.B. Brasilien wieder einmal zaubert.

Während also die vermeintliche Logik für den ersten Ansatz strikt ökonomisch ist, basiert sie für diesen zweiten Ansatz auf einer rein stimmungstechnischen Sichtweise: Die gute Stimmung nach einem gewonnenen WM-Spiel und natürlich vor allem der Titelgewinn soll sich auch auf die Börsen übertragen. Deshalb steigen dann die Kurse – so die verblüffend einfache „Theorie“ hinter diesem Ansatz.

Verheißungsvolle Ergebnisse

Nun beschleichen einen schon nach kurzem Nachdenken mit dem gesunden Menschenverstand Zweifel an dieser These: Klar, verbessert ein Sieg bei einem WM-Spiel auf breiter Front die Stimmung im Land des Siegers. Man denke an ausgelassene Fan-Partys, Autokorsos und Ähnliches. Und diese gute Stimmung mag auch hier und da einen wirtschaftlichen Impuls auslösen: Es werden mehr Bier und Grillzutaten gekauft oder auch Fanartikel.

Aber das sind kurzfristige Effekte, die zudem im gesamtwirtschaftlichen Rahmen wenig Wirkung entfalten dürften. Dagegen erschließt es sich ganz und gar nicht, warum selbst ein WM-Titelgewinn zu längerfristigen stimmungsgetriebenen Kursanstiegen an den Börsen führen sollte. Man stelle sich einfach Folgendes vor: Der gemeine Fußballfan geht voller Euphorie über den gewonnenen WM-Pokal zur Börse und ordert Aktien – und das Woche für Woche, mehrere Monate lang. Eine absurde Vorstellung, oder?

Dennoch gibt es Untersuchungen, die genau das verheißen. So wollen Goldman-Sachs-Analysten herausgefunden haben, dass die Börse im Land des Fußball-Weltmeisters im Monat nach dem Titelgewinn stets haussierte. Angeblich sei diese Regel seit 1974 nur einmal durchbrochen worden.

Wie stark die Börse nach WM-Spielen „bebt“

Für meine Leser der Stockstreet Investment Strategie habe ich diese These mal spaßeshalber überprüft. Sie ist jedoch mehr Wunsch als Wirklichkeit. Denn es gibt zwar derartige positive Effekte, aber mitunter stiegen die Kurse der „Verlierer-Börse“ stärker als die der „Gewinner-Börse“. Oder die „Gewinner-Börse“ stieg zwar, hinkte aber dem Gesamtmarkt hinterher. Und in schwachen Börsenphasen, wie 2002 und 2010, war weder mit dem Gewinner noch dem Verlierer der sprichwörtliche Blumentopf zu gewinnen. Auch 2014 fiel der DAX nach Deutschlands Titelgewinn erst einmal kräftig: -6,8 % innerhalb der nächsten vier Wochen. 

Die einzige wirklich wissenschaftliche Studie, die ich zu diesem Thema gefunden habe und die belastbare Ergebnisse präsentiert, ist eine Arbeit dreier Universitätsprofessoren aus den USA und Norwegen. Diese Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass – und jetzt halten Sie sich fest! – ein Ausscheiden in der KO-Runde der WM zu einem anormalen Verlust des jeweiligen Länderindex am darauffolgenden Börsentag von 49 Basispunkten führt. Das sind -0,5 % – wow!

Am Wochenende des 30.6./1.7. finden die ersten vier Achtelfinals (KO-Runden) statt – also sollten Sie sich den darauffolgenden Montag schon mal fürs Power-Trading frei nehmen. Immerhin locken vier richtig „lukrative“ Short-Trades! Zumindest, wenn die Kurse nicht gerade steigen. Viel Glück, jedenfalls…

Da hätte man selbst drauf kommen können!

Aber im Ernst: Das Ergebnis der Studie klingt plausibel, auch wenn es eigentlich erstaunlich ist, dass es überhaupt einen so klaren (wenn auch nur sehr kleinen), stabil messbaren Effekt gibt. Aber sofern solche Spiele überhaupt einen Einfluss auf die Börsen haben, dürfte dieser tatsächlich nur von sehr kurzer Dauer sein.

Ein anderes nachvollziehbares Ergebnis liefert – und auch jetzt bitte wieder vorsichtshalber hinsetzen – die EZB. Ja, auch die scheinbar humorlosen Notenbanker beschäftigen sich offenbar hin und wieder mit Nichtigkeiten wie Fußball – wer hätte das gedacht! Und ausgerechnet der Chef-Analyst der EZB fungiert als Co-Autor einer Studie, die allerdings keine so wirklich überraschenden Ergebnisse liefert. Ihr kurzes Fazit: Während der WM-Spiele gehen die Börsenumsätze zum Teil drastisch zurück, weil „die Leute abgelenkt sind“.

Börsianer gucken also auch Fußball, statt zu traden – da hätte man glatt selbst drauf kommen können! Erstaunlich sind nur die Ausmaße dieser Ablenkung: Laut EZB geht der Umsatz im Durchschnitt um 40 % zurück, wenn die eigene Mannschaft mitspielt. In fußballverrückten Ländern wie Brasilien und Argentinien kann der Umsatzeinbruch auch schon mal 75 oder gar 80 Prozent betragen. Damit kommt der Börsenhandel praktisch zum Erliegen.

Der ultimative Fußball-Tipp für Börsianer

Es scheint nun naheliegend, für den eigenen Handel während der Fußball-WM auf Börsenplätze auszuweichen, die nicht „fußballverseucht“ sind. Erste Wahl scheint dafür die US-Börse zu sein: Fußball – in den USA Soccer genannt – läuft dort sportlich immer noch eher unter „ferner liefen“ und die US-Mannschaft ist bei der WM nicht dabei. Also sollte es keinen stärkeren Handelseinbruch geben.

Andere Märkte, die infrage kommen, könnten Italien, Niederlande und Österreich sein, deren Teams ebenfalls kein WM-Ticket ergattert haben. Doch Vorsicht: Laut der EZB-Studie gehen die Handelsumsätze auch dann zurück, wenn die eigene Mannschaft nicht spielt. Oder haben Sie heute nicht nebenbei ein bisschen auf das Schweden-Spiel geschielt oder gehört? Na, sehen Sie!

Der Umsatzeinbruch liegt ohne Beteiligung der eigenen Mannschaft immerhin noch bei deutlichen 30 % im Durchschnitt aller untersuchten 15 Länder der Studie. Und da etliche Italiener, Österreicher und Niederländer begeisterte Fußball-Fans sind, auch wenn die eigene Mannschaft nicht bei der WM dabei ist, werden sie trotzdem zugucken. Schon um Deutschland verlieren zu sehen… (Träumt weiter, Leute!)

Und erfahrene Trader wissen: Nur wenig steht einem erfolgreichen Trading so sehr im Weg wie ein mauer, lustloser und dünner Handel. Da bleibt man am besten an der Seitenlinie – egal aus welchen Gründen.

Vielleicht ist es also das Beste, ganz auf das Traden zu verzichten, wenn Fußball läuft. Man kommt ja doch irgendwie zu nichts…

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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Trader-Sentiment für 25. KW 2018 (18.06. - 22.06.)

Vor einer Woche hatte der Anteil der Pessimisten um 2,26 Prozentpunkte zugelegt. Das Bärenlager erlangte dadurch mit 54,46 % ein noch stärkeres Übergewicht. Und damit standen die Chancen für stärkere Kursgewinne im DAX noch besser als schon in der Woche zuvor.

Und tatsächlich konnte der DAX anschließend eine fast lupenreine Gewinnwoche auf das Börsenparkett legen (siehe dunkles Rechteck im folgenden Chart). Nur zu Wochenbeginn geriet der Index kurzzeitig unter den Schlusskurs der Vorwoche (blaue Linie). Doch von diesem Tief an war die Tendenz aufwärts gerichtet. Und mit freundlicher Unterstützung der Europäischen Zentralbank konnten sich die Bullen am Donnerstag über eine starke Aufwärtsbewegung freuen, die vom Wochentief bei 12.751,66 bis zum Hoch bei 13.170,05 Punkten zu einem Gewinn in Höhe von 418,39 Zählern bzw. 3,28 % führte.

Zwar bröckelten die Notierungen am Freitag noch etwas ab, doch es blieb mit am Ende 13.010,55 Punkten immerhin noch ein Wochengewinn in Höhe von 244 Zählern bzw. 1,91 %. Damit hat das Sentiment nun zum zweiten Mal in Folge wieder gute Dienste als Kontraindikator geleistet.

Trotz der ordentlichen Kursgewinne im DAX bleiben die Anleger aber unverändert skeptisch. In der aktuellen Umfrage haben 54,99 % der Anleger den Weg in das Lager der Bären gefunden (zuvor 54,46 %).

Und da der Anteil der Pessimisten damit noch einmal leicht zugelegt hat, stehen die Chancen für weitere Kursgewinne im DAX erneut sehr gut.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team -
www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 15. Juni 2018:
DAX: Oberhalb von 12.945 Punkten bleiben die Bullen im Vorteil

Die Aktienmärkte haben gestern auf die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) mit deutlich steigenden Notierungen reagiert. Vor dem Hintergrund der länger und stärker als erwartet fließenden Liquidität gelang dem DAX dabei endlich der Ausbruch über die Mittellinie bei 12.945 Punkten (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart), womit die drohende zweite Abwärtswelle endgültig hinfällig wurde.

DAX - Target-Trend-Analyse

Mit viel Schwung konnte in diesem Zuge auch die 13.000er Hürde übersprungen werden. Dabei dürfte der heutige große Verfallstag eine gravierende Rolle gespielt haben. Wie Torsten Ewert am vergangenen Montag berichtete, hatten sich die Stillhalter am Terminmarkt für einen DAX-Kurs unterhalb von 13.000 Punkten positioniert. Doch nach dem plötzlichen Ausbruch des DAX mussten sich die Stillhalter neu orientieren. Und das verstärkte die gestrige Kursrally nochmals.

Heute gab der DAX allerdings wieder etwas nach (siehe roter Pfeil im Chart) und näherte sich zum Abrechnungstermin am Mittag der 13.000er Marke. Damit ist es den Stillhaltern gelungen, den Index fast punktgenau auf dem Niveau der größten Positionen abzurechnen.

Gute Chancen für weiter steigende Kurse

Da damit nun ein Belastungsfaktor für den DAX wegfällt, könnte sich die gestrige Aufwärtsbewegung bald fortsetzen. Das Hoch der im März begonnenen Rally bei 13.204,31 Punkten ist allerdings schon die nächste Hürde. Wird diese aber überwunden, ist die Rechteckgrenze bei 13.300 Punkten das Kursziel der Bullen nach der Target-Trend-Methode. Und von dort aus ist es nicht mehr weit bis zum Allzeithoch.

Und wenn dem DAX der Sprung über das Mai-Hoch gelingt, wäre dies ein klarer Hinweis darauf, dass das Elliott-Wellen-Szenario weiterhin gültig ist.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Der bullishe Ausblick dieses Szenarios wird nun erst gestört, wenn der DAX den gestrigen Ausbruch neutralisiert. Dazu müssten die Kurse bis unter das Tief der Tageskerze vom Donnerstag bei ziemlich genau 12.800 Punkten fallen. Kritisch wäre es aber bereits zu werten, wenn die Mittellinie bei 12.945 Zählern wieder unterschritten wird. Dann könnte man bereits von einem Fehlausbruch des DAX sprechen. Wirklich bearish wäre aber erst ein neues Korrekturtief unterhalb der Rechteckgrenze bei 12.590 Punkten bzw. des knapp darunter liegenden Tiefs von Ende Mai.


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Börse - Intern vom 14. Juni 2018:
Wie die Notenbanken Fed und EZB die Märkte überraschten

Inhaltsverzeichnis

Die US-Notenbank beschreitet einen steileren Zinspfad

Die US-Notenbank hat gestern wie erwartet beschlossen, den Leitzins erneut um 25 Basispunkte auf 1,75 - 2,00 % anzuheben. Die Entscheidung fiel einstimmig. Alle acht stimmberechtigten Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) stimmten für die zweite Anhebung in diesem Jahr und die siebte im laufenden Zinszyklus.

Fed ist für die US-Wirtschaft optimistischer

Dem Statement zum Zinsentscheid und den neuen Fed-Projektionen ist zu entnehmen, dass die Notenbank die Entwicklung der US-Wirtschaft leicht positiver als noch im Mai sieht. Die Projektionen zum Wirtschaftswachstum wurden daher für 2018 im Vergleich zum Mai leicht nach oben angepasst - auf 2,7 - 3,0 % (zuvor: 2,6 - 3,0 %). Auch die Prognose für die Arbeitslosenrate ist leicht optimistischer und liegt jetzt bei 3,6 - 3,7 % (zuvor: 3,6 - 3,8 %).

Inflation temporär oberhalb des Fed-Ziels

Die Inflationserwartungen sind laut Fed-Statement derweil unverändert. Auf der Pressekonferenz teilte Fed-Präsident Jerome Powell mit, der Ölpreisanstieg könne allerdings zu einem vorübergehenden Anstieg der Inflation über 2 % führen. Und das erklärt wohl auch, warum die Fed in ihren neuen Projektionen die PCE-Inflation nun zwischen 2,0 und 2,1 % liegen sieht, statt zuvor 1,8 - 2,0 %.

Projektionen der US-Notenbank
(Quelle: federalreserve.gov)

Zwei weitere Zinsanhebungen im laufenden Jahr

Vor diesem Hintergrund ist besonders anzumerken, dass eine ganze Textpassage aus dem Statement gestrichen wurde. Dabei handelte sich insbesondere um die „Forward Guidance“, wonach der Leitzins voraussichtlich noch einige Zeit unter dem Niveau bleiben wird, welches auf längere Sicht erwartet wird. Dies war gestern ein erster Hinweis auf einen leicht steileren Zinspfad. Mit den etwas später veröffentlichten „Dot Plots“ - also den Zinserwartungen der einzelnen Notenbank-Mitgliedern (siehe folgende Grafiken) - wurde dann klar, dass die Notenbanker im Mittel für das laufende Jahr nun mit zwei weiteren Zinsschritten rechnen statt wie bisher nur noch mit einem.

Ein Vergleich der Dot-Plots aus der Börse-Intern vom 21.03.2018 und der aktuellen Fed-Sitzung verdeutlicht dies. In der folgenden Grafik sind mit Punkten die bisherigen Zinserwartungen der einzelnen Notenbank-Mitglieder dargestellt.

Dot Plots der US-Notenbank
(Quelle: federalreserve.gov)

Und die nächste Grafik zeigt die aktuellen Zinserwartungen nach der jüngsten FOMC-Sitzung.

Dot Plots der US-Notenbank

Es zeigt sich hier sehr klar, dass sich die Erwartungen deutlich nach oben verschoben haben, was auf einen leicht steileren Zinspfad und eine vierte Zinsanhebung in 2018 hindeutet.

Moderate Marktreaktionen

Der Markt hatte den vierten Zinsschritt bislang nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % eingepreist. Und daher gibt es nun Anpassungsbedarf. Die Anleihenkurse tendierten direkt nach dem Zinsentscheid bereits abwärts. Und auch die Aktienkurse gaben in den USA nach.

Insgesamt waren die Marktbewegungen aber, wie in der gestrigen Börse-Intern erwartet, deutlich moderater als beim vorangegangenen Zinsschritt. Der DAX bewegte sich fast gar nicht vom Fleck. Er zeigte damit eine relative Stärke, die dem bearishen Sentiment geschuldet sein kann. Und der Euro zeigte zum US-Dollar nach einer ersten Abwärtsreaktion sogar überraschend schnell wieder Stärke, was angesichts der nun noch schneller zunehmenden Zinsdifferenz etwas merkwürdig ist.

Vielleicht handelte es sich hierbei um das typische „sell the facts“, da der Euro bereits vor dem Zinsentscheid leicht verloren und tagelang konsolidiert hatte. Vielleicht spekulierten die Märkte damit aber auch bereits auf die heutige EZB-Zinsentscheidung.


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EZB verlängert das QE-Programm und gibt einen Zinsausblick

In diesem Fall hätten sich die Märkte etwas verspekuliert. Denn mit den Maßnahmen, mit denen der EZB-Rat heute an die Öffentlichkeit trat, haben die Märkte in dieser Form nicht gerechnet. Entsprechend gab der Euro wieder deutlich nach. Schauen wir dazu auf die genauen Gründe:

Hinweis auf eine erste Zinsanhebung

Wie erwartet lässt die EZB den Leitzins unverändert. Allerdings fügte die EZB im Statement zum Zinsentscheid den Satz hinzu, dass die Leitzinsen „mindestens bis zum Ende des Sommers 2019“ auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben werden. Damit gibt sie nun einen konkreteren Zeitplan für eine erste Zinsanhebung vor. Bislang hieß es im Statement dazu lediglich, der EZB-Rat erwarte, „dass die Leitzinsen der EZB für einen längeren Zeitraum und weit über den Horizont der Nettoinventarkäufe hinaus auf ihrem derzeitigen Niveau verharren“.

EZB verlängert das Anleihekaufprogramm

Außerdem gab die EZB bekannt, ihr Anleihekaufprogramm zu verlängern. Bis September 2018 werden die Käufe wie geplant im Volumen von 30 Mrd. Euro monatlich fortgesetzt. Ab Oktober kauft die EZB dann weiterhin Anleihen, allerdings im Umfang von monatlich nur noch 15 Mrd. Euro. Ende 2018 werden die Käufe eingestellt. Dieser Plan steht unter dem Vorbehalt der Daten, die im weiteren Zeitablauf hereinkommen. Das Kapital für fällig werdende Anleihen, welche die EZB im Bestand hat, wird „über einen längeren Zeitraum“ in neue Anleihen reinvestiert.

Wachstum solide, Inflationserwartung verankert

Die EZB begründet diese Maßnahmen damit, dass die bisherigen Daten weiterhin für ein „solides, breit aufgestelltes Wachstum“ sprechen. Die aktuelle wirtschaftliche Abschwächung beruhe auf vorübergehenden Faktoren (Unsicherheiten und Angebotsengpässe). Die Frühindikatoren seien nun zwar schwächer, deuten laut EZB-Chef Mario Draghi aber weiter auf Wachstum hin. (Diese Aussage kennen Sie auch schon von unseren Analysen der entsprechenden Daten hier in der Börse-Intern.) Die Prognosen für das Wachstum 2018 wurden daher leicht zurückgenommen (+2,1 %, zuvor +2,4 %), für die Jahre 2019 (+1,9 %) und 2020 (+1,7 %) blieben die Erwartungen unverändert (siehe auch folgende Tabelle).

Und die Inflationsfortschritte seien substanziell und nachhaltig, weshalb die Inflationserwartungen „verankert“ seien. Für 2018 und 2019 rechnet die EZB nun mit einem Preiszuwachs von jeweils 1,7 % (zuvor jeweils +1,4 %), der auch für 2020 bereits in dieser Stärke erwartet wurde.

Projektionen der EZB
(Quelle: EZB)

Marktreaktionen erwartungsgemäß

Mit der Höhe der Anleihenkäufe, die im Schlussquartal 2018 getätigt werden, hat die EZB die Markterwartungen übertroffen. Experten hatten lediglich mit 10 Mrd. Euro monatlich gerechnet. Im Gegenzug hatte der Markt allerdings nicht mit einer konkreten Aussage zu den Leitzinsen gerechnet. Insofern haben sich beide Ankündigungen quasi ausgeglichen.

Der Markt hat aber dennoch recht deutlich darauf reagiert. Die Aktienkurse legten angesichts der länger und stärker als erwartet fließenden Liquidität relativ kräftig zu, ebenso wie die Anleihenkurse. Der Euro gab dagegen deutlich nach. Die Richtung der jeweiligen Marktbewegungen ist damit aber erwartungsgemäß. Und wie sich dies im Einzelnen charttechnisch ausgewirkt hat, erfahren Sie in den kommenden Ausgaben.


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Börse - Intern vom 13. Juni 2018:
Leitet eine erneute Zinsanhebung wieder eine Abwärtswelle ein?

Eigentlich hätte es kein Puzzleteil mehr gebraucht, um das Bild einer heutigen Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed zu komplettieren. Doch die US-Inflationsdaten, die gestern veröffentlicht wurden, untermauern diesen Zinsschritt noch einmal und zeigen zudem, dass eine restriktivere Geldpolitik in den USA inzwischen sogar nötig ist.

Inflation in den USA steigt auf 6-Jahres-Hoch

Denn die US-Verbraucherpreise sind im Mai um 0,2 % gegenüber dem Vormonat gestiegen, womit die Jahresrate von 2,5 % auf 2,8% zunahm. Die Inflation in den USA liegt damit inzwischen so hoch wie seit sechs Jahren nicht. Klammert man Energie- und Nahrungsmittelpreise aus (Kernrate), dann stiegen die Preise hiernach ebenfalls um 0,2 % gegenüber dem Vormonat an. Die Jahresteuerung der Kernrate nahm von 2,1 % auf 2,2 % zu.

Inflation in den USA

Die (Kernrate der) US-Inflation liegt damit zum dritten Mal in Folge oberhalb des Fed-Ziels. Und dieses Puzzleteil dürfte alle Zweifel an der heutigen Anhebung des Leitzinses durch das FOMC beseitigt haben.

Börsen warten auf den Zinsentscheid

Da dieser Zinsschritt längst eskomptiert ist, blieben die Marktreaktionen auf die gestrige Veröffentlichung der Inflationsdaten gering. Doch das bedeutet nun nicht, dass die Kurse nicht stärker reagieren können, wenn der Zinsschritt heute Abend tatsächlich beschlossen und verkündet wird. Denn auch die vorangegangene Zinsanhebung vom 21. März war zuvor mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 100 % eingepreist. Und dennoch leitete sie eine Abwärtsbewegung ein, wie der folgende Chart aus der Börse-Intern vom 23. März zeigt.

Dow Jones - Entwicklung der Kursverluste

Damals stand der Dow Jones bei ca. 24.850 Punkten und brach nach dem Zinsentscheid binnen zwei Handelstagen bis im Tief auf nur noch rund 23.500 Zählern ein (siehe folgender Chart) - ein Verlust von 1.350 Punkten bzw. mehr als 5 %.

Leitet eine erneute Zinsanhebung wieder eine Abwärtswelle ein?

Bis heute hat sich der Dow Jones auf im Hoch mehr als 25.400 Punkte erholt. Und damit stößt er an wichtige Widerstände. Denn knapp oberhalb von 25.400 Zählern wurden am 16. Februar und 12. März markante Hochs markiert (rote horizontale Linien im Chart).

Dow Jones - Chartanalyse

Kommt es nun mit der nächsten Zinsanhebung erneut zu einer Abwärtsbewegung, dann könnte sich damit die von mir erwartete Seitwärtsrange zwischen rund 23.500 und 25.500 Punkten etablieren (gelbes Rechteck).

Niedrige Volatilität

Allerdings muss man im Vergleich zur Kursentwicklung von Ende März berücksichtigen, dass sich die Märkte nach dem crashartigen Kursrutsch von Anfang Februar inzwischen weiter beruhigt haben. Das Ein- bzw. Auspendeln, über das ich nach dem damaligen Kursrutsch immer wieder geschrieben habe, hat sich fortgesetzt und die Volatilität wie erwartet deutlich abgenommen. Insofern gehe ich davon aus, dass der Dow Jones im Falle einer erneuten Abwärtsbewegung nicht wieder binnen kürzester Zeit um eine vierstellige Zahl nachgibt.

Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass die US-Indizes binnen eines Monats tiefer stehen als heute. Zumal die US-Notenbank ab dem 1. Juli, wie bereits am vergangenen Donnerstag geschrieben (siehe „Die Woche der Notenbanken“), auch noch den Umfang der Nicht-Reinvestitionen aus auslaufenden Staats- und Hypothekenpapiere von aktuell 30 Mrd. auf dann 40 Mrd. US-Dollar pro Monat erhöhen wird. Dem Aktienmarkt drohen also nicht nur höhere Zinsen, sondern auch noch stärker abnehmende Liquidität. Und das wird die Aktienkurse belasten.


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Börse - Intern vom 12. Juni 2018:
Konjunkturausblick trübt sich immer stärker ein

Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wird von den meisten Medien derzeit leicht positiv bewertet. Immerhin wurde eine gemeinsame Erklärung unterschrieben, in der es um die nukleare Abrüstung Nordkoreas geht. Ein Zeitplan oder andere konkrete Vereinbarungen wurden jedoch nicht getroffen. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich der eingeleitete Friedensprozess weiterentwickelt.

Auf die Börsenkurse hatte das Treffen bzw. dessen Ergebnis jedenfalls kaum Einfluss. Angesichts der daraus gewonnenen Erkenntnisse ist diese Marktreaktion aber auch absolut verständlich. Und die Bedeutung des Konfliktes zwischen den USA und Nordkorea für die Aktienkurse hatte ich sowieso in vorangegangenen Ausgaben bereits als gering eingeschätzt.

Handelskonflikt hinterlässt weitere Spuren im Konjunkturausblick

Ähnliches gilt auch für die ZEW-Konjunkturerwartungen, die heute veröffentlicht wurden. Denn das Umfrageergebnis des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist in der Reihe der Frühindikatoren eher von geringerer Bedeutung, weil der ZEW-Index lediglich die Stimmung von Finanzexperten widergibt und daher kurzfristig auch als Kontraindikator betrachtet werden kann.

Dass der aktuelle Wert für Deutschland mit -16,1 Punkten um 7,9 Zähler tiefer in den negativen Bereich und auf den niedrigsten Wert seit September 2012 gerutscht ist, sollte also im Hinblick auf die Börsenkurse nicht überbewertet werden.

ZEW-Konjunkturerwartungen

Zumal zu erwarten war, dass die jüngste Eskalation im Handelskonflikt mit den USA Spuren im Konjunkturausblick hinterlassen würde. Und das gilt natürlich auch für die gesamte Eurozone. So ist auch der Erwartungsindikator der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone gesunken, um 15,0 auf -12,6 Punkte.

Einen erheblichen Anteil an diesem Rückganghaben Befürchtungen, dass die Politik der neuen italienischen Regierung schlussendlich das Finanzsystem destabilisieren könnten. So sind die Erwartungen für Italien um ganze 31,7 Zähler auf einen Stand von -48,4 gesunken.

Wie die Stimmung auf die Konjunktur drückt

Keine Frage - insbesondere die Eskalation im Handelsstreit belasten den Wachstumsausblick. Noch sind die tatsächlichen Auswirkungen der beschlossenen Zölle gering. Doch sie erhöhen die Unsicherheit für Unternehmen - auch weil eine weitere Eskalation mit weiteren Zöllen möglich ist. Und die verunsicherten Unternehmer könnten daher neue oder sogar bereits geplante Investitionen vorerst zurückstellen.

Dadurch würde sich die „weiche“ Stimmungslage auf die „harten“ Konjunkturdaten auswirken. Die Auftragseingänge sind in Deutschland bereits seit vier Monaten rückläufig. Darauf folgten jüngst bereits eine geringere Produktion und ein schwächerer Export (siehe auch folgende Grafik). Und letztlich wird dies zu geringeren Umsätzen und am Ende zu sinkenden Unternehmensgewinnen führen.

Konjunkturdaten der deutschen Wirtschaft

Kein Wunder also, dass sich die Aktienmärkte ebenfalls schon seit Monaten in Seitwärtsbewegungen befinden. Und diese können sich angesichts der negativeren Konjunkturaussichten zu einer großen Topbildung entwickeln.

Bereits in der Börse-Intern vom 18. April hatte ich darauf hingewiesen, dass der aktuelle Wirtschaftszyklus schon sehr reif ist und die deutsche Wirtschaft den Hochpunkt überschritten haben könnte. Seitdem bestätigen die weiteren Wirtschaftsdaten diesen Eindruck.

Im DAX droht weiterhin eine zweite Abwärtswelle

Auch wenn der DAX jüngst im kurzfristigen Bereich eine zweite Abwärtswelle vorerst abwenden konnte (siehe „Hat im DAX heute eine zweite Abwärtswelle begonnen?“), so ist diese noch längst nicht vom Tisch. Denn bis zum Verfallstag am Ende der Woche besteht angesichts der Positionierung der Stillhalter kaum Kurspotential (siehe gestrige Börse-Intern). Und hinzu kommt auch noch eine zunehmend restriktivere Geldpolitik. Die morgige Zinsentscheidung der US-Notenbank hat bereits das Potential, die Aktienkurse deutlich zu drücken. Und damit könnte dann doch noch eine zweite Abwärtswelle im DAX eingeleitet werden (roter Pfeil im folgenden Chart).

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Die aktuelle Lage im DAX bleibt also weiterhin unentschieden. Das liegt natürlich auch daran, dass sich die Kurse immer noch nicht aus der leicht aufwärts gerichteten Konsolidierung der vergangenen Woche lösen konnten (siehe gelber Pfeil im folgenden Chart).

DAX - kurzfristige Target-Trend-Analyse

Und damit steckt der DAX auch weiterhin in der unteren Hälfte seines übergeordneten Rechtecks fest:

DAX - Target-Trend-Analyse

Nachdem der DAX dreimal die Rechteckgrenze bei 12.590 Punkten getestet hat (kleine grüne Pfeile), erfolgte heute der dritte Test der Mittellinie bei 12.945 Zählern (rote Pfeile). Dass diese nicht überwunden werden konnte, passt zur Verfallstagspositionierung. Und auch ein erneuter Anlauf an die untere Rechteckgrenze würde dazu passen.


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Sven Weisenhaus
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PS: Nach dem Gewinn in Höhe von 15 % aus einem Facebook-Trade (siehe Börse-Intern vom vergangenen Donnerstag) hat Torsten Ewert für die Leser von „Aktien-Perlen“ nur einen Tag später schon den nächsten Gewinn realisiert. Eine Rendite von 64 % brachten die Aktien von CANCOM (WKN 541910). Und Bernd Raschkowski konnte für die Leser vom „Allstar Trader“ mit den Aktien von Dürr einen Gewinn in Höhe von 14,23 % erzielen - innerhalb von nur einem Monat.


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Börse - Intern vom 11. Juni 2018:
Eine geruhsame Verfallstagswoche?

Inhaltsverzeichnis

Eine geruhsame Verfallstagswoche?

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

am Freitag dieser Woche ist der nächste Verfallstag, diesmal wieder ein großer. Und so spannend war es lange nicht, denn die Verfallstagspositionierung lässt dem DAX reichlich Spielraum in (fast) alle Richtungen.

Nichtstun ist doch eine Lösung!

Schauen wir also zunächst wie immer auf das aktuelle Verfallstagsdiagramm:

Verfallstagsdiagramm DAX Juni 2018

(Quelle: EUREX)

Beginnen wir diesmal unten im Diagramm mit der Analyse bei der „Schüsselkurve“. Sie zeigt die aufsummierten Beträge, welche die Stillhalter bezahlen müssen, je nachdem zu welchem Kurs der DAX zum Verfallstermin abgerechnet wird. Das Minimum dieser Kurve ist der theoretisch günstigste Wert für die Stillhalter. Er liegt für Juni bei 12.850 Punkten. Und genau in diesem Bereich hat der DAX heute Morgen eröffnet (siehe grüne Pfeile). Die Stillhalter brauchen also nichts weiter tun, als den DAX in den kommenden Tagen auf diesem Niveau zu halten.

Warten auf die Notenbanken und Donald Trump

Und das könnte ihnen womöglich sogar ziemlich leicht gelingen. Denn vor den Zinsentscheidungen von Fed und EZB am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche dürften sich viele Anleger ohnehin zurückhalten. Auch das für morgen geplante Treffen zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Staatsoberhaut Kim und sein Ergebnis werden die Börsianer wohl erst einmal in sicherer Deckung abwarten.

Es besteht also eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass der DAX einfach in dem Kursbereich unterhalb der 13.000-Punkte-Marke verharrt. Dieses Szenario wird auch dadurch begünstigt, dass zwischen 13.000 und 12.500 Punkten nur kleinere Call- und Put-Positionen liegen, die zudem auch relativ ausgeglichen sind (siehe gelbes Rechteck im oberen Teil des Verfallstagsdiagramms). In diesem Kursfenster kann der DAX also problemlos schwanken, ohne dass die Stillhalter groß eingreifen dürften. Denn das Ergebnis für die Stillhalter ändert sich in diesem Bereich kaum.

Warum der DAX in dieser Woche gedeckelt ist

Interessant wird es erst, wenn der DAX bis zum Freitag eine stärkere Bewegung startet. Richten wir dafür unseren Blick zunächst nach oben, denn dort finden sich bei 13.000 Punkten die jeweils größten Positionen an Calls und Puts.

Für die Stillhalter ist diese Marke damit ein „Anker“. Sie können den DAX problemlos bis dorthin laufen lassen – und nehmen damit die große Put-Position (rot) aus dem Spiel. Kritisch wird es aber, wenn der DAX über diese Marke nach oben ausbrechen sollte, denn dann läuft die große Call-Position (blau) ins Geld. Das möchten die Stillhalter natürlich am liebsten verhindern. Bis zum Verfallstag ist daher der DAX bei 13.000 Punkten gedeckelt. Ein Ausbruch über diese Marke dürfte daher bis zum Freitag nur erfolgen, wenn ein sehr bullisher Impuls die Kurse vor allem in den USA weiter nach oben treibt – und den DAX dabei mitreißt.

Dann allerdings könnte der Ausbruch sehr dynamisch werden, weil die Absicherungsmaßnahmen der Stillhalter die Kurse weiter treiben.

Welche Unterstützung Verfallstag und Charttechnik dem DAX bieten

Nach unten dagegen ist der Bereich von 12.500/400 Punkten für den DAX eine ähnliche Grenze. Dort liegen die nächsten größeren Put-Positionen, die ins Geld laufen würden, wenn der DAX darunter zurückfällt. Ab 12.500 Punkten dürften daher die Stillhalter versuchen, einen weiteren Rückfall des DAX zu bremsen.

Unterstützung erhalten sie dabei auch durch die Charttechnik (siehe folgender Chart):

DAX Tageschart seit Februar 2017

Denn genau vor dieser kritischen unteren Grenze liegt eine markante charttechnische Unterstützung: das Hoch der ehemaligen Bodenformation vom Frühjahr (siehe grüne Linie), das durch die jüngsten Tiefs bestätigt und damit verstärkt wurde (grüne Zone).

Dieses bearische Target könnte bis Donnerstag erreicht werden!

Aber auch nach „unten“ gilt natürlich der übliche Warnhinweis: Wenn die Kurse doch durch diese Verfallstagsgrenze brechen, dann könnte die folgende Bewegung sehr dynamisch weitergehen. Und auch dieses Abwärtsszenario ist charttechnisch möglich (siehe Chart oben).

Der DAX läuft ja nach dem Bruch des steilen kurzfristigen Aufwärtstrends seit Anfang April (grün) immer noch in seinem nachfolgenden Korrekturtrend (rot). An dessen Obergrenze ist er bereits am vergangenen Donnerstag gescheitert – und heute Vormittag erneut (siehe Pfeil).

Er sollte also diesen Abwärtstrend auch in den nächsten Tagen fortsetzen. Das passt auch zu dem Elliott-Wellen-Szenario, das Sven Weisenhaus am Freitag präzisierte. Danach liegt das maximale Korrekturpotenzial der laufenden Abwärtsbewegung bei 12.291 Punkten (siehe Börse-Intern vom 08.06.2018). Und knapp oberhalb dieses Niveaus, bei 12.312 Punkten, liegt ein kleines Target (gelber Kreis), dass aus der Unterkante des roten Abwärtstrends, dem Tief von Ende April (blaue Linie) und der Unterkante eines möglichen neuen Aufwärtstrends (gestrichelte Linie) gebildet wird. Und dieses könnte theoretisch sogar noch bis zum Verfallstag erreicht werden – nämlich am Donnerstag (siehe senkrechte Linie).

Bisher lässt es der DAX aber bedächtig angehen

Allerdings deuten die bedächtigen Bewegungen des DAX am heutigen Montag darauf hin, dass die beiden Extremvarianten – ein Ausbruch über 13.000 und unter 12.500/400 Punkte eher unwahrscheinlich sind. Am wahrscheinlichsten ist vielmehr eine Seitwärtsbewegung innerhalb der Kursspanne der vergangenen Woche (12.610 bis 12.925 Punkte) bzw. den Grenzen aus dem Verfallstagsdiagramm (12.500 bis 13.000 Punkte).

Damit stünde uns wieder einmal eine recht geruhsame Verfallstagswoche bevor.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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Trader-Sentiment für 24. KW 2018 (11.06. - 15.06.)

Zwei Mal in Folge konnte man zuletzt nicht von einem Erfolg des Stimmungsbildes als (Kontra-)Indikator sprechen. Doch in der vergangenen Woche bekam die Sentiment-Theorie eine neue Chance, ihre Funktion unter Beweis zu stellen - unter fast gleichen Bedingungen gegenüber der Vorwoche. Denn zuvor waren der DAX die zweite Woche in Folge gefallen (siehe dunkles Rechteck im folgenden Chart) und die Bären wohl auch deshalb in nahezu unveränderte Stärke in der Überzahl.

Und tatsächlich konnte man dieses Mal wieder einen Nutzen aus der Sentiment-Theorie ziehen. Denn ganz im Sinne des Kontraindikators führte die bearishe Stimmung gleich zu Wochenbeginn zu einer deutlichen Kurserholung im DAX (siehe helles Rechteck). Und anschließend konnte sich der Index lange Zeit oberhalb des Schlusskurses der Vorwoche (blaue Linie) halten.

Zwar gab es zum Wochenende hin einen kurzen Ausflug in den Verlustbereich, doch mit dem Schlusskurs von 12.766,55 Punkten rettete der DAX einen kleinen Gewinn von 42,28 Zählern bzw. 0,33 % über die Ziellinie. Und damit kann man argumentieren, dass die überwiegend pessimistische Stimmung zumindest eine Stabilisierung des DAX ermöglicht und weitergehende Kursverluste verhindert hat.

In der neuen Handelswoche könnte sich diese Stabilisierung fortsetzen. Denn die Bären sind weiterhin in der Überzahl. Die aktuelle Umfrage nutzten 54,46 % der Anleger, um auf den Button für einen fallenden DAX zu klicken.

Und da der Anteil der Pessimisten damit um 2,26 Prozentpunkte zugelegt hat, stehen die Chancen für stärkere Kursgewinne im DAX nun sogar noch besser als vor einer Woche.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team -
www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 8. Juni 2018:
Hat im DAX heute eine zweite Abwärtswelle begonnen?

Für Trader ist der DAX derzeit ein echter Graus. Dazu noch einmal der Verweis auf den kurzfristigen 5-Minuten-Chart aus dem „Target-Trend-Spezial“:

DAX - kurzfristige Target-Trend-Analyse

Nachdem ich anhand dieses Charts bereits am vergangenen Dienstag auf das schon seit dem 29. Mai laufende Pendeln um eine Parallellinie hinwies (gelber Pfeil im Chart), setzte sich diese leicht aufwärts gerichtete Bewegung bis gestern weiter fort. Heute brach der DAX dann mit einer relativ großen Abwärtslücke nach unten weg (roter Pfeil). Und so schien sich die Korrektur, die den DAX Ende Mai bereits 700 Punkte gekostet hatte, fortzusetzen.

Wichtige Unterstützung gerät unter Druck

Doch zum dritten Mal gelang den Bullen im Bereich des hellblauen Rechtecks eine Kehrtwende. Den Grund dafür kennen Sie vielleicht bereits aus dem (folgenden) längerfristigen Tageschart. Denn bei 12.590 Punkten liegt die Rechteckgrenze und auf diesem Niveau das wichtige Ausbruchsniveau (langer grüner Pfeil), welches der DAX mit dem jüngsten Rücksetzer zum dritten Mal von oben getestet hat (kleine grüne Pfeile).

DAX - Target-Trend-Analyse

Es ist allerdings aus heutiger Sicht fraglich, wie oft diese Unterstützung noch hält. Denn zwar wurde das Ausbruchsniveau (langer grüner Pfeil) bislang mehrfach erfolgreich getestet, doch gerät es aufgrund der Vielzahl der Tests immer stärker unter Druck.

War der Bruch einer Flagge der Auftakt für die zweite Abwärtswelle?

Kommt es bald wieder zu fallenden Kursen, dann könnte sich die leicht aufwärts gerichtete Konsolidierung als Flagge im Abwärtstrend herausstellen (gelb im folgenden Chart). In diesem Fall könnte die heutige Tageskerze der Auftakt für eine zweie Abwärtswelle gewesen sein (rote Rechtecke).

DAX - zweite Abwärtswelle?

Dann hätten wir es mit einer ABC-Korrektur zu tun, die sehr schön in das Bild der Elliott-Wellen-Analyse passen würde (grüne Buchstaben im folgenden Chart).

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Und das Kursziel, das sich aus dem angedeuteten „Measured Move“ (rote Rechtecke im vorangegangenen Chart) ableiten lässt und leicht oberhalb der Mittellinie bei 12.235 Punkten liegt, würde auch zu den Fibonacci-Retracements passen (blaue Linien im Elliott-Wellen-Chart). Demnach wären bei 12.291,1 Punkten 61,80 % des im März gestarteten und Ende Mai abgeschlossenen Aufwärtstrends (grüne Wellen 1 bis 5 bzw. gelbe Welle 1) korrigiert (Maximalkorrekturkursziel). Von dort aus könnte dann der nächste (5-gliedrige) Aufwärtstrend starten.

Fazit

Die heutige Kurserholung nach dem Bruch der möglichen Flagge hat zunächst Schlimmeres verhindert. Der DAX hat damit weiterhin Chancen, die am 31. Mai gestartete Aufwärtsbewegung fortzusetzen. Kommt es aber bald wieder zu fallenden Kursen und wird dabei ein neues Korrekturtief erreicht, dann ist das Szenario einer zweiten Abwärtswelle ganz klar gültig.

Die Kursverluste müssen dann nicht zwingend bis zum 61,80%-Fibonacci-Retracement laufen. Aber darauf einstellen sollte man sich. Und so lange der DAX oberhalb dieser Marke bleibt, sollte man sich auch auf einen anschließend erneuten Aufwärtstrend einstellen, der dann das Mai-Hoch von rund 13.200 Punkten übertreffen sollte. Dazu aber mehr, wenn es soweit ist.


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