Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

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Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 22. Januar 2021:
Euphorie und Panik liegen an der Börse häufig sehr eng beieinander


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Die Aktienmärkte konnten in der jüngeren Vergangenheit neue Rekordhochs auch deshalb markieren, weil Anleger und Investoren darauf setzen, dass die wirtschaftlichen Einbußen, die das Corona-Virus im vergangenen Jahr verursacht hat, in diesem Jahr weitestgehend wieder aufgeholt werden. Doch hier in der Börse-Intern war schon sehr früh im vergangenen Jahr zu lesen, dass es keine V-förmige Erholung geben und die Wirtschaft insgesamt wohl erst frühestens im kommenden Jahr wieder ihr Vor-Krisen-Niveau erreichen wird. Ich erinnere dazu an die folgende Grafik aus der Börse-Intern vom 9. Juni 2020.

Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschland Prognose

Und genau diese Einsicht einer sich länger hinziehenden Erholung macht sich allmählich wieder breit. Denn die Menschen erkennen in den anhaltend hohen Infektions- und Todesfallzahlen sowie den Verlängerungen und Ausweitungen der Maßnahmen, dass dieses Szenario, welches schon vor Monaten von Experten aufgestellt wurde, immer mehr zur Realität wird.

Schon früh wurde zum Beispiel die Erwartung geäußert, dass eine Herdenimmunität wohl erst im Herbst 2021 erreicht sein wird. Und es zeichnet sich immer stärker ab, dass es wohl so kommt und die Wirtschaft daher auch in 2021 noch lange Zeit mit Restriktionen zu kämpfen hat und somit noch einige Monate lang belastet sein wird.

Wachstumserwartungen werden bereits wieder zurückgeschraubt

Das Jahr 2021 ist noch sehr jung, und heute tauchen bereits Meldungen auf, dass die Bundesregierung ihre Wachstumserwartung für das laufende Jahr voraussichtlich auf 3,0 % senken wird, nachdem sie zuletzt von einem Plus von 4,4 % ausging. Zur Erinnerung: Im vorigen Jahr war die Wirtschaft letztlich um 5,0 % eingebrochen.

Bezogen auf die Grafik oben lässt sich also sagen, dass der Einbruch der deutschen Wirtschaft in 2020 weniger stark ausfiel als noch im Sommer 2020 erwartet, die Erholung in 2021 aber selbst hinter den damaligen Prognosen zurückbleiben wird, obwohl man zwischenzeitlich wesentlich optimistischer war. Und derzeit kann niemand sagen, ob die Erwartungen nicht noch einmal zurückgeschraubt werden müssen.

Auch die Wirtschaft wird wieder weniger optimistisch

Passend dazu sind auch heute die Einkaufsmanagerdaten von IHS Markit schwächer ausgefallen. Demnach legt die deutsche Wirtschaft angesichts des Corona-Lockdowns zum Jahresauftakt ein so langsames Wachstumstempo an den Tag wie seit sieben Monaten nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft – also Industrie und Dienstleister zusammen – fiel im Januar um 1,2 auf 50,8 Punkte. Der Frühindikator hielt sich damit nur noch knapp über der Marke von 50, ab der Wachstum signalisiert wird.

IHS Markit Gesamt-Einkaufsmanagerindex Deutschland

Da die inzwischen verschärften und verlängerten Maßnahmen in erster Linie den Dienstleistungssektor treffen, fiel der entsprechende Teilindex mit einem Rückgang um 0,2 auf 46,8 Punkte wieder tiefer in den Kontraktionsbereich.

IHS Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistung Deutschland

Vergleichsweise gut schlägt sich weiterhin die Industrie, deren Barometer aber auch nachgab, und zwar sogar um 1,3 Zähler. Mit 57,0 hielt es sich jedoch ganz klar im Wachstumsbereich.

IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie Deutschland

Es herrscht aber insgesamt gedämpfter Optimismus und erhöhte Unsicherheit. Dazu passt die aktuelle Stärke der Aktienmärkte einfach nicht, zumal Anleger und Investoren Unsicherheit eigentlich scheuen wie der Teufel das Weihwasser. In der aktuellen Euphorie und Übertreibung, in der sich die Aktienmärkte zunehmend befinden, ticken die Uhren allerdings etwas anders. Man sollte sich jedoch nicht darauf verlassen, dass das so bleibt.

Euphorie und Übertreibungen nicht überall am Markt

Allerdings muss man hier relativieren und differenzieren. Man hört und liest die ganze Zeit von stark steigenden Aktien und neuen Rekordständen der Aktienindizes. Tatsächlich stimmt das zuletzt noch nur für die US-Indizes, während es beim DAX weniger rosig aussieht. Zwar konnte auch hier bereits Ende 2020 ein neues Rekordhoch markiert werden und der aktuelle Höchststand von 14.131,52 Punkten wurde am 8. Januar markiert, doch im heutigen Tagesverlauf fiel der DAX wieder unter sein ehemaliges Rekordhoch von 13.795,24 Zählern, um das schon seit Tagen gekämpft wird.

DAX kommt seit einem Monat nicht vom Fleck

Im Premium-Trader haben wir unlängst darauf hingewiesen, dass sich der DAX auf Sicht von zwei Wochen unter dem Strich kaum vom Fleck bewegt hat. Und er stand heute im Tief sogar dort, wo er auch schon am 18. Dezember notierte (siehe gelber Pfeil im folgenden Chart). Mit einem Buy-and-hold-Ansatz hat man also mit dem deutschen Leitindex einen Monat lang nichts verdient.

DAX - Target-Trend-Analyse

Und es würde schon eine kleine Korrektur ausreichen, um den DAX wieder auf das Niveau von Juli 2020 zurückzuwerfen (siehe gelber Pfeil im folgenden Chart). Dazu müssen die Kurse lediglich an das untere Ende seines aktuellen Rechtecks bei 13.300 Punkten zurückfallen – das wäre ein Minus von gerade einmal 3,23 %.

DAX - Target-Trend-Analyse

Zwei schwache Handelstage reichen dazu bereits aus. Und dann würde die charttechnische Situation des Index schon wieder sehr gefährlich aussehen und die Medienwelt wahrscheinlich vor einem neuen Einbruch des Index warnen. – Euphorie und Panik liegen an der Börse häufig sehr eng beieinander. Ich komme darauf zurück, wenn der DAX bei 13.300 Punkten steht…

Fazit

Der DAX steht höher, als es die wirtschaftliche Entwicklung eigentlich zulässt. Seit Juli 2020 hat der Index aber bis zu seinem jüngsten Rekordhoch nur um etwas mehr als 6 % zugelegt. Das ist keine Übertreibung und passt von der Tendenz her durchaus noch zu der gedämpften wirtschaftlichen Erholung und den mauen Aussichten. Die eigentliche Übertreibung und Euphorie spielen sich also überwiegend in den USA ab.

Ich setze daher auch primär auf heimische Einzeltitel, wobei es mir auch hier zunehmend schwer fällt, noch günstig bewertete Unternehmen mit aussichtsreicher charttechnischer Entwicklung zu finden. Daher hoffe ich auf eine Marktkorrektur, um wieder mehr Schnäppchenkurse zu bekommen.

Vor diesem Hintergrund gilt, dass „buy & hold“ derzeit nur für langfristige Anleger eine sinnvolle Strategie ist. Kurzfristig orientierte Anleger müssen zu Tradern werden und dabei ein gutes Timing haben. Wenn Sie dabei Hilfe brauchen, bietet sich aktuell noch die Jubiläums-Neujahrsaktion von Stockstreet an.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Geldanlage und beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


PS: In den Stockstreet-Börsenbriefen hat es heute wieder Gewinnmitnahmen gegeben. Aus dem Depot des HighTech-Trader wurden die Aktien von Jenoptik mit einem Gewinn von 11,34 % verkauft. Und auch die Aktien von Dr. Hönle flogen aus dem Depot – mit einem kleinen Gewinn.

PPS: Fast jeden Tag können wir aktuell über erzielte Gewinne für unsere Leser berichten. Werden auch Sie Teil dieser Gemeinschaft und nutzen Sie noch heute die Jubiläums-Neujahrsaktion, mit der Sie alle Stockstreet-Börsenbriefe jeweils für 3 Monate zum Preis von nur einem Monat testen können. Bedenken Sie, dass die Aktion spätestens am Sonntag endet.
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Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

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Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

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Börse - Intern vom 21. Januar 2021:
Die Hausse stirbt in der Euphorie


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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach ihrer heutigen Ratssitzung ihren geldpolitischen Kurs unverändert belassen und die bisherigen Maßnahmen lediglich noch einmal bestätigt. Dabei wurde im Statement zu den geldpolitischen Beschlüssen explizit darauf hingewiesen, dass der Gesamtumfang des Pandemie-Notfallankaufprogramms PEPP nicht voll ausgeschöpft werden muss, wenn auch mit einem geringeren Volumen die günstigen Finanzierungsbedingungen aufrechterhalten werden können.

Dies war aber keine Neuigkeit, so dass die Märkte hiervon nicht überrascht wurden. Und es wurde auch nicht mit neuen Maßnahmen gerechnet, weil erst im Dezember an den Stellschrauben der Geldpolitik nachjustiert worden war und dies erst eine Wirkung entfalten muss. Und da es auch sonst keine neuen Informationen gab, weder im Statement noch in der Pressekonferenz, wurde die Zinssitzung der EZB schnell zum Non-Event.

Noch nie war die Risikobereitschaft von Investoren so hoch

Gewisse Wirkungen entfalten die Maßnahmen der EZB allerdings bereits. So hat sich die Bilanzsumme der Notenbank alleine seit März 2020, also binnen weniger als einem Jahr, um fast 50 % aufgebläht. Konkret ist sie von 4,7 Billionen Euro auf inzwischen mehr als 7 Billionen Euro gestiegen.

Bilanzsumme der Europäischen Zentralbank (EZB)

Derweil mehren sich am Aktienmarkt aktuell wieder zunehmend die Zeichen für eine Übertreibung. Das Handelsblatt berichtet heute über Klaus Kaldemorgen, einen der bekanntesten deutschen Fondsmanager, der vor einer Euphorie bei Technologieaktien warnt. Zudem ist zu lesen, dass aktuell mehr als die Hälfte der von der Bank of America monatlich befragten internationalen Fondsmanager Aktien in den eigenen Portfolios übergewichtet haben. Derart hoch war diese Quote zuletzt vor drei Jahren. (Zur Erinnerung: Vor knapp 3 Jahren, also Ende Januar 2018, markierten die Märkte ein Hoch und brachen danach in wenigen Tagen kräftig ein.) Und 19 % der Investoren gaben dabei an, dass sie mehr Risiken als üblich halten. Eine derart hohe Risikobereitschaft gab es noch nie.

Extreme Kursanstiege binnen kürzester Zeit

Heute haben wir unseren Lesern des Premium-Trader berichtet, dass wir uns jüngst mit Aumann, ADVA und Vossloh von drei Werten getrennt haben, die innerhalb kurzer Zeit sehr stark zugelegt haben. „Vossloh hat in etwas mehr als zwei Monaten um fast 50 % zugelegt. ADVA brachte es in nur 5 Handelstagen auf 26 %. Und Aumann legte Seit Ende Oktober um 80 % und seit Anfang Januar um fast 40 % zu“, hieß es dazu. Und weiter: „Derartige Kursbewegungen sind natürlich nicht alltäglich. Im Gegenteil: Sie sind drei Beispiele für die irren Kursbewegungen, die im Rahmen der laufenden Übertreibungen inzwischen sehr gehäuft vorkommen“.

Bauer ist ein weiterer Wert, der im Premium-Trader gehandelt wurde und der binnen kürzester Zeit extrem stark zugelegt hat. Seit Ende Oktober ist die Aktie vom Tief bis zum Hoch um mehr als 60 % gestiegen. Und im Depot des Allstar-Trader befinden sich Aktien von Heidelberger Druckmaschinen, die alleine gestern um mehr als 30 % zulegen konnten und in dem Depot seit dem Einstieg am 18. Dezember bereits einen Gewinn von 70 % aufweisen. Noch einmal: Wir sprechen hier über einen Kursgewinn von 70 % binnen nur etwas mehr als einem Monat!

Grund für den Kursanstieg bei Heidelberger Druckmaschinen war lediglich die Nachricht, dass das Unternehmen seine Produktionskapazitäten für sogenannte Wallboxen verdoppeln will, um die hohe Nachfrage nach solchen Ladelösungen für Elektrofahrzeuge im privaten Bereich zu bedienen. Dabei ist diese Nachricht nicht neu, denn dieses Vorhaben war auch schon im Dezember avisiert worden. Aber in der aktuellen Marktphase der Euphorie und Übertreibung reicht eben auch eine recycelte oder aktualisierte Meldung, um eine Aktie um 30 % an nur einem Tag in die Höhe zu katapultieren.

Die letzte Phase des Aufwärtstrends

Diese Kursentwicklung ist natürlich schön für die Leser des Allstar-Trader, die sich nun natürlich über hohe Gewinne freuen können. Doch ich beobachte dies inzwischen zunehmend skeptisch, weil solche starken Kursgewinne binnen kürzester Zeit in der letzten Phase eines Aufwärtstrends vorkommen. Eine Hausse wird in der Panik geboren, wächst in der Angst, reift im Optimismus und stirbt in der Euphorie, lautet ein bekannter Börsenspruch.

SentimentTrader.com berichtete am 14. Januar, dass in den vorangegangenen 5 Tagen an den US-Optionsbörsen durchschnittlich fast 27 Millionen Call-Geschäfte getätigt wurden – ein Rekordhoch. Und im Dezember 2020 lag das Handelsvolumen bei Aktien mit einem Kurs von weniger als 5 Dollar bei 1 Billion Stücke. Das ist fünf Mal so viel wie in den Monaten und Jahren zuvor, in denen das Handelsvolumen regelmäßig bei „nur“ rund 100 bis 200 Milliarden Aktien lag.

Anzahl der gehandelten Aktien mit einem Kurs von weniger als 5 Dollar
(Quelle: sentimenttrader.com)

Das ist ein ziemlich klares Anzeichen dafür, dass der Markt aktuell insbesondere von privaten Spekulanten dominiert wird. Und auch das ist ein Anzeichen dafür, dass wir inzwischen wieder in einer sogenannten Dienstmädchenhausse und somit in der Endphase des Aufwärtstrends angelangt sind.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
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PS: Gewinnmitnahmen könnten angesichts der aktuellen Marktlage und einer aus meiner Sicht jederzeit drohenden Korrektur wieder Sinn machen. Im Premium-Trader haben wir genau aus diesem Grund am Dienstag Aktien von ADVA verkauft und damit einen Gewinn in Höhe von 10,25 % realisiert – innerhalb von nur 8 Handelstagen. Und einen Tag später nahmen wir bei den Aktien von Aumann Gewinne in Höhe von 10,22 % mit.
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Börse - Intern vom 20. Januar 2021:
In Sachen Corona stehen die USA aktuell besser da als Europa

Bund und Länder haben einen verlängerten Lockdown mit moderat verschärften Maßnahmen bis zum 14. Februar beschlossen. Dies wird die Wirtschaft natürlich weiter belasten, vor allem im Bereich der kontaktintensiven Dienstleistungen, wie dem Einzelhandel. Der Einzelhandelsverband HDE erwartet, dass die Unternehmen alleine aus diesem Bereich an jedem geschlossenen Verkaufstag im Januar  durchschnittlich 600 Millionen Euro Umsatz verlieren.

Und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung  (DIW) rechnet für Januar mit knapp 60 Milliarden Euro weniger Leistung für die gesamte Wirtschaft, was einem Minus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,8 % entspricht. Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer schätzt derweil sogar, dass die Wirtschaftsleistung während des aktuellen Lockdowns insgesamt um 4 % niedriger ausfällt als ohne Beschränkungen. Im laufenden 1. Quartal 2021 dürfte das BIP laut Krämer daher um 2 % gegenüber Ende 2020 sinken.

Damit könnte sich die deutsche Wirtschaft bereits in einer technischen Rezession befinden, also in einer Phase mit jeweils negativen BIP-Raten in zwei Quartalen in Folge. Denn laut Volkswirten zeichnet sich ab, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland entgegen der ersten Verlautbarung des Statistischen Bundesamts womöglich bereits im 4. Quartal 2020 mit etwa -2 % zurückgegangen ist.

Old-Economy hinkt den Technologiewerten wieder deutlich hinterher

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, wie robust sich der Aktienmarkt präsentiert. Allerdings erkennt man zumindest eine leichte relative Schwäche des DAX gegenüber den US-Indizes und insbesondere gegenüber den Technologiewerten, die inzwischen schon gewohnheitsgemäß von der Corona-Pandemie und weiteren schlechten Nachrichten in dieser Sache profitieren. Der DAX müht sich aktuell noch mit seinem kurzfristigen Abwärtstrendkanal ab, arbeitet aber immerhin an einem Ausbruch nach oben:

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Derweil hat der Nasdaq 100 heute schon ein neues Rekordhoch erreicht (siehe grüner Kreis im folgenden Chart):

Nasdaq 100 - Chartanalyse

Aktienindizes mit einem großen Anteil an Werten der sogenannten Old-Economy hinken dem Nasdaq 100 zum Teil deutlich hinterher.

Handelsstreit mit China wird fortgesetzt

Dabei gibt es allerdings auch für die US-Aktien schlechte Nachrichten. So hat die neue US-Regierung noch einmal bekräftigt, dass sie den vom scheidenden Präsidenten Donald Trump gegenüber China eingeschlagenen Kurs im Wesentlichen fortsetzen wird. Der designierte Außenminister Antony Blinken sagte bei einer Anhörung im Kongress, er stimme zwar nicht mit allen Methoden Trumps überein, aber es sei richtig gewesen, eine härtere Gangart gegenüber China einzulegen. Und er sei  überzeugt, dass es ein parteiübergreifendes Einvernehmen im Kongress gäbe, sich der chinesischen Politik weiterhin zu widersetzen.

Die fundamentalen Belastungen werden weiterhin untergeordnet

Für den Welthandel sind das also keine rosigen Aussichten – und damit eigentlich auch nicht für die Börsen. Aber wen stören solche Entwicklungen, wenn die Notenbanken und Regierungen weiterhin fleißig Geld in die Wirtschaft pumpen, welches zu einem Teil eben auch den Weg an die Finanzmärkte finden?! Die Aktienmärkte laufen also brav weiter aufwärts, wenn auch hierzulande aktuell mal wieder nicht so stark wie in Übersee.

Euro-Anstieg zum US-Dollar wird korrigiert

Eine vergleichbare Tendenz lässt sich übrigens auch beim Euro gegenüber dem Dollar erkennen. Auch hier zeigt sich aktuell eine Schwäche der Eurozone gegenüber den USA. Der EUR/USD hat von seinem jüngsten Trendhoch bei 1,23492 USD bis auf 1,20536 USD nachgegeben.

EUR/USD - Chartanalyse

Und damit hat der Wechselkurs bislang ziemlich exakt 38,20 % der seit Anfang November erzielten Kursgewinne abgegeben (siehe blaue Linien und grüner Pfeil im obigen Chart). Genau diese Kursentwicklung hatte ich erwartet und in der Börse-Intern vom 17. Dezember mit dem roten Pfeil angedeutet.

Ein perfektes Kursziel für eine Gegenbewegung

Insbesondere die Elliott-Wellen hatten eine Gegenbewegung erwarten lassen, weil sich der aktuelle Aufwärtstrend schon 5-gliedrig zählen ließ (grüne Ziffern). Und auf die Welle 5 folgte nun, ganz im Sinne der Elliott-Wellen-Theorie, eine ABC-Korrektur (grüne Buchstaben im folgenden Chart).

EUR/USD - Elliott-Wellen-Analyse

Im Target-Trend-Spezial, in dem wir den EUR/USD regelmäßig analysieren, haben wir unseren Lesern bereits geschrieben, dass die ABC-Korrektur exakt bis an die Welle 4 des vorangegangenen Aufwärtstrends gelaufen ist (grüne Ziffern) und dass dieses Kursziel aus der Elliott-Wellen-Theorie im Rahmen einer Korrektur häufig angelaufen wird. Hier passt dieses Kursziel auch noch exakt zu den Fibonacci-Marken, bei denen das 38,20er Retracement als Mindestziel einer Korrektur gilt. Und in der Target-Trend-Analyse des EUR/USD im Target-Trend-Spezial verläuft bei 1,2034 USD auch noch eine Rechtecklinie. Kein Wunder also, dass der Wechselkurs hier am Montag ein Tief markiert hat und vorerst wieder zulegen konnte.

In die Korrektur hinein Long-Positionen zurück ins Depot holen

Ob damit bereits die Welle 2 abgeschlossen wurde, bleibt abzuwarten. Denkbar ist dies durchaus. Im Target-Trend-CFD haben wir daher auch schon wieder eine Long-Position ins Depot zurückgeholt, nachdem wir diese bei 1,22885 USD mit Gewinn beendet hatten. Allerdings sind wir nur mit einer Teilposition in den Markt zurückgekehrt. Wir werden diese erst ausbauen, wenn der Markt klar signalisiert, dass der Aufwärtstrend bereits wieder aufgenommen wird oder sich die Korrektur fortsetzt und wir zu günstigeren Kursen zum Zuge kommen. Dazu bieten sich die weiteren Fibonacci-Marken an. Das bullishe Szenario ist erst hinfällig, wenn das Tief der Welle C (blau) unterschritten wird. Hier könnte man also einen Stop-Loss für die Long-Positionen platzieren.


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Börse - Intern vom 19. Januar 2021:
Kampf um das ehemalige Rekordhoch im DAX

Der Börsenhandel ist zu Beginn dieser Woche geprägt vom gestrigen Feiertag in den USA. An den Aktienmärkten herrschte ein sehr ruhiges Kursgeschehen. Selbst zur (Wieder-)Eröffnung der heutigen US-Märkte waren richtungsweisende Impulse Mangelware, wohl auch, weil es aus fundamentaler Hinsicht ebenfalls kaum Neues zu berichten gibt. Zwar erlitten die Indizes Verluste, doch wurden dabei keine neuen wichtigen Signale gesendet.

Bullenfalle wurde abgewendet

Der DAX setzte zum Beispiel lediglich von oben an das ehemalige Rekordhoch bei 13.795,24 Punkten zurück. In der Börse-Intern vom Freitag war zu lesen, dass der deutsche Leitindex unter diese Marke zurückgefallen war, womit „ein Fehlausbruch mit bearishen Konsequenzen“ drohte. Doch bereits gestern konnte die psychologisch sehr wichtige Marke zurückerobert und damit eine Bullenfalle abgewendet werden. Stattdessen setzte sich der direkte Kampf um dieses Kursniveau fort (siehe gelbe Ellipse im folgenden Chart).

DAX - Target-Trend-Analyse

Und durch die schnelle Rückeroberung macht die bisherige Kursentwicklung nicht den Eindruck eines schärferen Rücksetzers, sondern es zeichnet sich eher eine Flaggenformation ab (siehe roter Trendkanal im folgenden Chart), die als trendbestätigend gilt, also für bald weiter bzw. wieder steigende Kurse spricht.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Zumal sich die Bullen derzeit auch noch bemühen, den ehemaligen Aufwärtstrendkanal (grün) zu verteidigen. Dieser wurde zwar schon mehrfach gebrochen, womit er an Bedeutung einbüßt, doch die untere Linie hat immer noch eine gewisse Relevanz.

Aufwärtstrend noch klar intakt

Geholfen hat hier aber auch eine Aufwärtstrendlinie, die man an die Zwischentiefs vom 30. Oktober und 21. Dezember 2021 legen kann (dick grün im folgenden Chart).

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Kann der DAX nun das heutige Tageshoch überwinden, wird damit auch die Flagge (roter Abwärtstrendkanal) nach oben verlassen. Und das würde für weiter steigende Kurse sprechen. Gibt der DAX aber nach, so steht die neue Aufwärtstrendlinie zur Disposition. Und mit einem nachhaltigeren Bruch diverser Unterstützungen könnten mehr Bären auf den Plan gerufen werden. Achten Sie also aktuell sehr genau auf das kurzfristige Marktgeschehen!


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PS: Solange die Aufwärtstrends intakt bleiben, kann man die Party natürlich noch genießen. So hat Torsten Ewert nach einem Plus von 12,4 % in nur 6 Tagen für seine Leser heute eine seiner 7 Aktien-Perlen, die in den vergangenen Tagen ein neues Allzeithoch erreicht haben, erneut nachgekauft. Auch Sie können noch dabei sein, denn Torsten Ewert hält den Aufwärtstrend dieser Aktie für noch lange nicht ausgereizt. Also: Gleich hier zum 30-tägigen kostenlosen Probeabo anmelden und die aktuelle Meldung zu den Aktien-Perlen im Online-Archiv lesen!
Übrigens: Mit unserer Jubiläums-Neujahrsaktion können Sie alle Ausgaben der Stockstreet-Börsenbriefe der nächsten 3 Monate zum Preis von einem testen. Also Melden Sie sich gleich HIER an und nutzen Sie diese Chance!


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Börse - Intern vom 18. Januar 2021:
Überbewertung, Übertreibung oder Blase?

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

Sie haben sich sicherlich auch schon mal gefragt, ob eine Aktie oder ein Markt einfach „nur“ überbewertet sind oder schon in einer Übertreibung bzw. Blase stecken. Bitcoin, Tesla, Wasserstoffaktien – ist das noch überzogener Zahlenoptimismus oder bereits irrationaler Überschwang?

Warum Sie eine „Blasen-Strategie“ brauchen

Sicher, wir können diese Frage als akademisch abtun. Schließlich ist es bei einem nachfolgenden Kurseinbruch um 50, 70 oder 90 Prozent egal, ob die Anleger zuvor bloß blauäugig oder völlig gaga waren.

Aber damit würden wir es uns zu leicht machen. Als Investoren oder Trader sind wir auch Teil dieser Übertreibung, auch wenn unser Geld nicht in einem dieser Hypes steckt. Die Erfahrungen der vergangenen Crashs und Krisen lehren, dass selbst, wenn nur eine „begrenzte“ Blase platzt, die negativen Nebenwirkungen immens sind. Es besteht also die reale Gefahr, dass wir auch betroffen sind. Wir brauchen also eine Strategie, wie wir in einer solchen Situation vorgehen.

Doch zunächst zurück zu der Frage, ob und wann eine Übertreibung vorliegt. Klar, es gibt diverse Indizien für eine Übertreibung bzw. Blase, z.B. dass viele (unbedarfte) Kleinanleger an die Börse strömen („Dienstmädchenhausse“) oder dass in völlig untypischen Medien Aktienthemen behandelt werden (z.B. Bild, HörZu, Brigitte, …).

Die „Dienstmädchenhausse“ läuft schon!

Zu Letzterem habe ich noch keine Erkenntnisse, aber der Kleinanleger-Boom an der Börse ist seit Monaten ein wiederkehrendes Thema in den Finanz- und Wirtschaftsmedien. Die jüngste Ausgabe der Wirtschaftswoche brachte dazu sogar eine Titelgeschichte, bei n-tv gab es gleich zu Jahresbeginn einen Bericht darüber und das Manager Magazin veröffentlichte Ende Oktober eine ausführliche Reportage zu diesem Thema. Und wir bei Stockstreet hatten schon im Juli auf diesen Trend hingewiesen – hier in der Börse-Intern sogar unter dem passenden Titel „Wenn an den Börsen aus wahnsinnig übertrieben völlig verrückt wird“.

Allerdings hilft uns das bloße Vorhandensein eines solchen Booms nicht weiter. Solange die Kurse steigen, hält der Boom an und die Blase wächst weiter. Und das kann eine Weile dauernd: Vor dem Börsencrash von 1929 gab es schon ab 1925 Anzeichen, dass eine Dienstmädchenhausse im Gang war. Und in der Internetblase zur Jahrtausendwende konstatierte der damalige Fed-Chef Alan Greenspan bereits Ende 1996 einen „irrationalen Überschwang“.

In beiden Fällen wuchs die Blase also mindestens vier lange Jahre, bevor sie platzte – inklusive „Dienstmädchenhausse“! Da sind die bisherigen knapp 10 Monate seit dem Coronacrash-Tief (auf das ich den Beginn der aktuellen Kleinanlegermanie jetzt mal datiere) nur ein Wimpernschlag. Und selbst eine Verrücktheit wie der überraschende Anstieg eines bedeutungslosen Nebenwertes aufgrund eines missverstandenen Tweets von Tesla-Boss Musk ist kein Zeichen für einen bevorstehenden Trendwechsel!

Vom Allgemeinen zum Konkreten

Neben diesen vagen allgemeinen Zeichen für eine Blase gibt es auch recht konkrete, und zwar bei einzelnen Anlagen. Ich will hier gar nicht auf Bitcoin herumreiten, weil ohnehin niemand seriös einschätzen kann, ob die Kryptowährung einen inneren Wert hat und wie groß dieser gegebenenfalls ist.

Auch Tesla ist als Beispiel nur bedingt geeignet, obwohl aus meiner Sicht deutliche Anzeichen zu erkennen sind, dass die Aktie von einer Überbewertung in eine Übertreibung übergegangen ist: Das erste gab es im August, als der Aktienkurs um fast 70 % stieg, nachdem das Unternehmen einen Aktiensplit angekündigt hat (siehe Börse-Intern vom 31.08.202). Das zweite gab es Mitte November, nachdem bekannt wurde, dass Tesla in den S&P 500 aufsteigen wird – danach stieg der Kurs inzwischen um glatte 100 %!

Damit – und dies ist das dritte Indiz – wird jedes von Tesla im vergangenen Jahr produzierte Fahrzeug mit 1,3 Mio. Dollar bewertet, was etwa dem 20-Fachen des tatsächlichen Preises entspricht. Zum Vergleich: Bei traditionellen Autoherstellern liegt die Bewertung pro Fahrzeug in der Regel unterhalb von 10.000 Dollar.

Aber wie gesagt – Tesla ist ein Grenzfall, da das Unternehmen und vor allem sein Chef schon mehrfach gezeigt haben, dass scheinbar Unmögliches doch machbar ist. Warum also nicht auch ein Wachstum, das zumindest ansatzweise die aktuelle Überbewertung rechtfertigt? Zudem wird niemand ernsthaft bestreiten, dass Tesla das Zeug hat, auch dauerhaft eine führende Rolle bei Elektroautos zu spielen, wenn sich diese Technik durchsetzt.

Das ist das wichtigste Kriterium für eine Blase!

Womit wir bei dem Kriterium wären, mit dem Sie eine Übertreibung – auch wenn sie exorbitant erscheint – von einer Blase unterscheiden können: Bei einer „einfachen“ Übertreibung ist das Szenario, auf das die Anleger setzen, mit einer entsprechend großen Portion Fantasie gerade noch vorstellbar. Bei einer Blase ist das nicht mehr der Fall – die „Story“, welche zum Unternehmen, der Branche, dem Markt geliefert wird, entbehrt jeder realistischen Grundlage.

Beziehungsweise, selbst wenn das Szenario prinzipiell vorstellbar ist, dann ist offen, ob ausgerechnet diese Branche oder dieses Unternehmen die späteren Profiteure des erwarteten Umbruchs sein werden. Bleiben wir dazu bei dem Beispiel der Automobilindustrie.

Elektroautos von Tesla und anderen fahren inzwischen auf unseren Straßen. Wasserstoffautos sind hingegen bisher eher Prototypen. Trotzdem wurde der Wasserstoff-Truckbauer Nikola an der Börse gefeiert und die Anleger trieben den Kurs in wenigen Monaten um 800 % nach oben. Inzwischen ist zwar der Kurs wieder um bis zu 85 % eingebrochen, aber warum sollen am Ende nicht doch Wasserstoffautos das Rennen um die Nachfolge des Verbrennungsmotors machen?

Warum Wasserstoff-Aktien in einer Blase sein dürften

Immerhin eilen gerade „Wasserstoff-Aktien“ an der Börse von Hoch zu Hoch. Die Aktie des US-Unternehmens Plug Power, das Brennstoffzellen unter anderem für Fahrzeuge herstellt, ist regelrecht explodiert: Seit Anfang 2020 hat sich der Kurs verzwanzigfacht! Ein anderer Anlegerliebling, der norwegische Hersteller von Elektrolyseanlagen zur Wasserstoffherstellung Nel, legte um mehr als das 18-Fache zu, auch wenn die Aktie dafür drei Jahre länger brauchte.

Doch auch hier kann man den Blasentest machen: Beide Unternehmen weisen bisher nur Verluste aus. Ihre Bewertung beträgt das 60-Fache (Nel) bzw. das 37-Fache (Plug Power) der Umsätze. Faire Werte für diese Kennzahl liegen im niedrigen einstelligen, bei Wachstumsunternehmen auch mal im oberen einstelligen Bereich. Beide Aktien sind also hoffnungslos überbewertet.

Und das Zukunftspotenzial, das die Anleger den Unternehmen mit den aktuellen Kursen zumessen, dürfte völlig unrealistisch sein. Dazu muss man kein Wasserstoffexperte sein. Es reicht, sich klarzumachen, dass beides Industrieunternehmen sind. Sie produzieren Geräte und Anlagen. Dazu benötigen sie Rohstoffe und Fertigungsanlagen – und zwar umso mehr, je mehr sie produzieren wollen.

Wie lange dauert es, den Umsatz zu verzwanzigfachen?

Das stampft man nicht über Nacht aus dem Boden. Die Unternehmen sind ja keine Software- oder Internetunternehmen, die ihre „Produktion“ mit einem Fingerschnipp skalieren können, wenn die Nachfrage explodiert. Das Wachstum, das in den Kursen eingepreist ist, wird also Jahre dauern.

Wenn wir annehmen, dass beide Aktien vor ihrer Rally halbwegs angemessen bewertet waren, dann müssten also die Umsätze wie die Börsenkurse etwa um den Faktor 20 zulegen, damit die Aktien erneut angemessen bewertet wären. Wie lange mag so etwas dauern?

Ich weiß es nicht, aber ich wette, es dauert deutlich länger als bei einem Unternehmen, das Software verkauft, die es einfach nur auf Diskette oder CD kopieren oder im Internet bereitstellen muss. Microsoft ist so ein Unternehmen – und der Konzern brauchte satte 14 Jahre, um seine Umsätze von 1991 zu verzwanzigfachen. Klassische Produktionsunternehmen wie Plug Power oder Nel dürften also Jahrzehnte dafür brauchen.

Es gibt auch andere Blasenkandidaten

Ähnliche Überlegungen kann man für diverse Plattform-Geschäftsmodelle (z.B. Liefer-, Mobilitäts- und Vermittlungsdienste), Videokonferenzen und Kryptowährungen anstellen. In vielen Fällen wird man zu dem Schluss kommen, dass die Erwartungen der Anleger unrealistisch sind, die entsprechenden Werte also höchstwahrscheinlich in einer Blase.

Solange Sie nicht selbst in diesen Werten investiert sind, können Sie versucht sein, schulterzuckend darüber hinwegzugehen. Aber wie eingangs erwähnt, haben selbst solche begrenzten Blasen das Potenzial, die Märkte mit nach unten zu reißen, wenn sie platzen. Denken Sie an die Immobilienkrise in den USA, die als „harmlose“ Subprime-Krise begann und sich dann zu einer Banken- und Finanzkrise auswuchs, die am Ende die Wirtschaft in eine Rezession führte und die Börsenkurse dramatisch einbrechen ließ.

Je mehr Marktsegmente also in einer Blase stecken, desto größer wird die Gefahr, dass eine Lawine losgetreten wird, sobald eine von ihnen platzt.

So schützen Sie Ihr Vermögen in einer Blase

Wie können Sie sich und Ihr Vermögen dagegen schützen? Alles verkaufen? Das ist eine schlechte Idee, denn Blasen können unglaubliche Dimensionen annehmen und lange wachsen, bevor sie platzen. Unsere Reaktion auf Blasen hängt daher von mehreren Faktoren ab, z.B. auch davon, ob wir selbst in einer der Blasen investiert sind.

Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, die schon länger bei Plug Power, Nel und Co. investiert sind, dann haben Sie vielleicht schon ordentliche Gewinne eingefahren. Natürlich können Sie diese einfach durch Stopps sichern, und das sollten Sie vor allem dann tun, wenn Ihre Gewinne noch überschaubar sind. Sobald wie möglich sollten diese Stopps auf das Einstandsniveau nachgezogen werden, um beim Platzen der Blase im Idealfall kein Geld zu verlieren.

Wenn Sie komfortabel im Plus liegen und bereits 100 % und mehr mit einem Wert gewonnen haben, ist eine andere Taktik sicherer: Sie verkaufen einen Anteil, der Ihrem ursprünglichen Einsatz entspricht – bei 100 % Kursgewinn also die Hälfte. Dann haben Sie Ihr investiertes Kapital schon einmal gesichert, der Rest ist Gewinn, der sich nur dann völlig verflüchtigt, wenn das Investment auf Null fällt. So können Sie Blasen relativ gelassen verfolgen. Die Absicherung der Gewinne mit Stoppkursen ist natürlich zusätzlich möglich.

Auch „Nicht-Blasen-Investments“ brauchen jetzt mehr Aufmerksamkeit

Bei Ihren Nicht-Blasen-Investments sollten Sie beginnen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wie bei Aschenputtel bleiben nur die guten (starken) Werte im Töpfchen, die schlechten werden aussortiert. Freiwerdendes Kapital können Sie in Ihre verbleibenden oder andere starke Werte investieren. Damit nutzen Sie den typischen Mechanismus einer Dienstmädchenhausse, der vor allem die starken Aktien und Anlagen favorisiert (weil alle sehen, dass diese gestiegen sind und auf diesen Zug ebenfalls aufspringen).

Idealerweise halten Sie sich dabei von den Lieblingsaktien und -branchen der Masse fern und suchen nach neuen Trends. Zuletzt zeigten sich z.B. Energie- und Finanzwerte relativ stark, die noch nicht so im Fokus der Anleger stehen.

Dieses Vorgehen erfordert natürlich eine ständige Überprüfung der Werte. Allerdings muss das nicht in Trading ausarten. Für Langfristanleger reicht es, ein- bis zweimal im Monat die Werte unter die Lupe zu nehmen. Wer jedoch Spaß am Trading hat, kann dieser Leidenschaft gerne frönen: In einem Blasenmarkt haben vor allem Momentum-Strategien Hochkonjunktur, also z.B. das Handeln von Ausbrüchen auf X-Tage- oder -Wochenhochs.

Doch Vorsicht! Erwarten Sie keine Wunder. Solche Strategien produzieren gerade in Übertreibungsphasen oft mehr Signale, als man handeln will oder kann. Und sie haben üblicherweise hohe Verlustwahrscheinlichkeiten; 70 % und mehr sind keine Seltenheit. Der Trick besteht also darin, zum einen die vielversprechendsten Kandidaten sinnvoll zu filtern und zum anderen dafür zu sorgen, dass die wenigen Gewinne so groß werden, dass sie die vielen (kleinen) Verluste deutlich übersteigen.

Wie in Blasen am besten neu investieren

Und wenn Sie mangels Erfahrung, Zeit oder Nerven keine dieser Anregungen umsetzen wollen, aber trotzdem ausgerechnet jetzt eine größere Summe Geld für Neuinvestments haben? Dann hilft Ihnen vielleicht die Statistik weiter: In einer aktuellen Studie betont die US-Bank JP Morgan, dass Anleger seit 1988 mit 83%-iger Wahrscheinlichkeit selbst dann auf Sicht von 1, 3 bzw. 5 Jahren Geld verdient haben, wenn sie ausgerechnet an einem Allzeithoch investiert haben.

Aber auch, wenn man noch länger zurückgeht (und z.B. die Crashs von 1987 und 1929 mit einbezieht, die in dieser Studie unberücksichtigt blieben), ist man nach mindestens 3 Jahren noch in 73 % aller Fälle im Gewinn.

Und wenn Sie wissen wollen, wie Sie eine größere Summe jetzt sinnvoll anlegen, dann empfehle ich Ihnen meinen Geldanlage-Brief. Dort habe ich in der Januarausgabe genau diese Frage für meine Leser ausführlich beantwortet. Sie finden die betreffende Ausgabe in unserem Online-Archiv, das Ihnen sofort zur Verfügung steht, nachdem Sie sich zum 30-tägigen kostenlosen Probeabo angemeldet haben.

Ich wünsche Ihnen in jedem Fall viel Erfolg und „blasenfreie“ Investments!

Ihr Torsten Ewert

PS: Ihre Anmeldung zum Geldanlage-Brief ist jetzt besonders lukrativ, denn mit unserer Jubiläums-Neujahrsaktion können Sie alle Ausgaben der nächsten 3 Monate zum Preis von einem lesen. Also gleich anmelden und diese Chance nutzen!


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Börse - Intern vom 15. Januar 2021:
1,9 Billionen Dollar: Viel Geld für wenig Wachstum!

Die Aktienmärkte haben heute etwas kräftiger nachgegeben. Ein Grund dafür dürften Gewinnmitnahmen gewesen sein. Diese hatten sich zuvor bereits angedeutet. Denn während Anleger schon eine ganze Weile auf negative Nachrichten nicht mit Verkäufen reagiert hatten, so konnten positive Nachrichten sie zuletzt auch nicht mehr zu weiteren Käufen animieren. Selbst die Meldung, dass Bidens Konjunkturpaket ein Volumen von 1,9 Billionen Dollar haben wird, ging an den Kursen spurlos vorüber.

Sehr viel Geld für Unternehmen, Kommunen, Bürger und die Impfkampagne

Konkret sollen 440 Milliarden Dollar an kleinere Unternehmen und Kommunen fließen, die besonders von der Pandemie betroffen sind. Und 415 Milliarden Dollar werden laut Bidens Plan in den Kampf gegen das Virus und für die Impfkampagne investiert. Daneben können sich die US-Bürger noch einmal über Direkthilfen freuen: Dieses Mal sollen 1.400 Dollar fließen, nachdem man sich im vergangenen Jahr bereits auf Einmal-Zahlungen in Höhe von 600 Dollar geeinigt hatte. Und die zusätzliche Arbeitslosenhilfe soll von derzeit 300 auf 400 Dollar pro Woche erhöht und obendrein bis September verlängert werden. Insgesamt sind damit rund eine Billion Dollar an direkten Hilfen für private Haushalte vorgesehen.

Diese erscheinen auch nötig, nachdem sich die Lage am Arbeitsmarkt jüngst wieder eingetrübt hat. Gestern wurde gemeldet, dass in der vorigen Woche 965.000 US-Amerikaner einen Antrag auf staatliche Unterstützung gestellt haben. In der Woche davor waren es „nur“ 784.000.

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA

Und zur Erinnerung: In der Corona-Krise gingen in den USA insgesamt mehr als 22 Millionen Jobs verloren, aber nur gut zwölf Millionen wurden seitdem neu geschaffen.

Sehr viel Geld mit eher bescheidenen Effekten

Experten gehen davon aus, dass dieses Hilfspaket der US-Wirtschaft einen zusätzlichen Wachstumsschub von einem Prozentpunkt verleihen kann. Das klingt zunächst gut, aber man muss dies einmal in Relation zur Investition des Staates setzen: Das Hilfspaket von Joe Biden macht 10 % das US-BIP aus. Mit jedem Dollar, den Biden bzw. die US-Regierung für die zusätzlichen Hilfen ausgibt, wächst die Wirtschaft lediglich um 10 Cent. Hier stellt sich im Hinblick auf die ausufernde Verschuldung der USA die Frage, ob Kosten und Nutzen noch in einem angemessenen Verhältnis zu einander stehen.

Buy the rumors, sell the Facts?

Die Aktienmärkte konnte dies jedenfalls nicht mehr weiter befeuern. Hier muss man allerdings einräumen, dass die Kurse im Vorfeld dieser Ankündigung bereits ordentlich gelaufen sind und sogar Summen von 3 oder gar 4 Billionen Dollar für das neue Hilfspaket genannt wurden. Mit 2 Billionen hatte die Mehrheit der Marktteilnehmer gerechnet. Und insofern blieben die 1,9 Billionen sogar etwas hinter den mehrheitlichen Markterwartungen zurück.

Einen direkten Zusammenhang zwischen womöglich enttäuschten Anlegern und den heute fallenden Aktienkursen gab es allerdings nicht. Denn bis um 16:00 Uhr (MEZ) präsentierten sich die Aktienmärkte noch recht stabil. Erst dann kam es zu einem stärkeren Kursrutsch. Zu diesem Zeitpunkt war die Meldung über das Konjunkturpaket aber längst durch. Insofern sehe ich hier einfach nur normale Gewinnmitnahmen, die eventuell auch nur „Verfallstagseffekte“ sein können.

Im DAX droht ein Fehlausbruch

Der DAX wurde übrigens zum heutigen Verfallstermin mit einem Kurs von 13.857,72 Punkten abgerechnet. Damit hat die Verfallstagsanalyse von Torsten Ewert mal wieder ziemlich exakt ins Schwarze getroffen. Denn es ist den Stillhaltern tatsächlich gelungen, den DAX in Richtung der größten Call-Position bei 13.800 Punkten zu drücken.

Charttechnisch müssen die Bullen nun direkt zum Gegenangriff übergehen, damit sich die bearishen Signale, die mit dem heutigen Kursrutsch gesendet wurden, nicht entfalten können. Schließlich ist der DAX unter das ehemalige Allzeithoch bei 13.795,24 Punkten zurückgefallen (siehe rote Ellipse im folgenden Chart), womit ein Fehlausbruch mit bearishen Konsequenzen droht.

DAX - Target-Trend-Analyse

Und im Detail betrachtet (siehe folgender Chart) hat der DAX die gebrochene Aufwärtstrendlinie der vermeintlichen Keilformation (blaue Linien) von unten getestet und ist danach nach unten abgeprallt.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Damit liegen nun seit dem neuen Allzeithoch ein tieferes Hoch und ein tieferes Tief vor. Dabei kann es sich aber auch bloß um eine simple ABC-Korrektur handeln.

US-Indizes haben sich wieder einmal sehr schnell vom Kursrutsch erholt

Ob die Anleger nach dem heutigen Verfallstermin mit dem Kursrutsch ab ca. 16:00 Uhr eine neue Richtung eingeschlagen haben und sich eine nachhaltigere Tendenz zu Gewinnmitnahmen entwickelt oder die Kursverluste sofort wieder für Schnäppchenkäufe genutzt werden, muss noch abgewartet werden. Aktuell sieht es nach Letzterem aus. Denn insbesondere die US-Indizes haben sich wieder einmal sehr schnell von ihren Kursverlusten erholt.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Börse - Intern vom 14. Januar 2021:
Shanghai Composite: In China ist noch mehr zu holen

Inhaltsverzeichnis

Stockstreet-Marktberichte jetzt auch börsentäglich per E-Mail

Wie Sie vorgestern in der Börse-Intern lesen konnten, veröffentlicht Stockstreet auch Marktberichte. Dabei handelt es sich um kurze Zusammenfassungen des Marktgeschehens. Bisher geschah dies unregelmäßig. Doch zum neuen Jahr wird dieser Dienst nun auch regelmäßig und börsentäglich angeboten.

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Autor der Stockstreet-Marktberichte ist Bernd Raschkowski, bereits bekannt als Chefredakteur des Allstar-Traders und des HighTech-Traders.

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Shanghai Composite: Chinas Wirtschaft und Aktienmarkt boomen

Die Privatbank Berenberg hat kürzlich berichtet, dass Investoren zuletzt vermehrt Mittel aus Geldmarkt-ETFs abgezogen haben und dieses Geld in Schwellenländer-Aktien geflossen ist.

ETF-Flüsse
(Quelle: BERENBERG)

Ähnliches habe ich jüngst schon öfter gelesen. Und es lässt sich festgestellt, dass sich im asiatischen Raum die Aktienkurse derzeit sehr stark präsentieren. Damit scheint klar, dass tatsächlich Geld in diese Richtung fließt.

Asiatische Märkte senden stark bullishe Signale

Der japanische Nikkei-Index steht zum Beispiel aktuell so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr. Und auch der chinesische Shanghai Composite hat jüngst deutlich zugelegt (siehe grüne Ellipse im folgenden Chart). Nach einer längeren Seitwärtskonsolidierung, die im Juli 2020 begann, konnte er dadurch seinen Aufwärtstrend seit dem Jahreswechsel fortsetzten.

Shanghai Composite - Chartanalyse

Im Chart ist noch meine Chart- und Elliott-Wellen-Analyse vom 4. März 2020 zu sehen. Ich hatte schon damals mit einer Fortführung der Aufwärtstendenz gerechnet (grüner Pfeil). Allerdings wurde aus der simplen ABC-Korrektur noch eine komplexere Konsolidierung, die sich nun als sogenanntes Double-Zigzag zählen lässt:

Shanghai Composite - Elliott-Wellen-Analyse

Kommen da bei Ihnen Erinnerungen auf? Im DAX hatte ich die Kursentwicklung von September bis November 2020 ebenfalls als Double-Zigzag gezählt:

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Und erst im Anschluss an diese Korrekturphase begann ein neuer 5-gliedriger Aufwärtstrend, von dem inzwischen die Wellen 1 und 2 abgeschlossen sind und nun die Welle 3 läuft. Das gilt sowohl für den DAX als auch den Shanghai Composite (siehe graue Ziffern in den Charts), allerdings auf unterschiedlichen Zeitebenen.

Gelingt dem Shanghai Composite der nachhaltige Ausbruch?

Und dieser Aufwärtstrend kann sich im Shanghai Composite noch eine ganze Weile fortsetzen. Denn mit dem aktuellen Anstieg über die Marke von 3.587,03 Punkte wurde das Hoch von Anfang 2018 überwunden.

Shanghai Composite - langfristige Chartanalyse

Gelingt dieser Anstieg nachhaltig und werden dann auch noch die Zwischenhochs von Ende 2015 / Anfang 2016 bei rund 3.680 Punkten übersprungen (oberste horizontale Linie), sollte über kurz oder lang auch das Hoch von Anfang 2015 bei 5.178 Zählern erreicht werden.

Wenn der Ausbruchsversuch scheitert

Dieses bullishe Szenario wird erst hinfällig, wenn der Shanghai Composite an den aktuellen horizontalen Widerständen abprallt und unter das Tief der Welle 2 zurückfällt. Dann ist zu erwarten, dass sich die Seitwärtsbewegung zwischen rund 3.600 und 2.600 Punkten noch etwas fortsetzt und die Bullen nach dem aktuellen dynamischen Anstieg seit Anfang 2020 erst noch neuen Schwung für einen Ausbruch über 3.700 Punkte holen müssen.

Chinas Wirtschaft boomt – Profiteur der Corona-Krise

Auch fundamental wäre ein weitergehender Anstieg des Index übrigens sehr gut untermauert. Denn China hat sich schon längst als einer der Profiteure der Corona-Pandemie erwiesen. Die Infektionszahlen sind im Vergleich zu anderen Ländern extrem niedrig und die Konjunkturdaten schon eine ganze Weile wieder äußerst positiv.

Passend dazu wurden heute Außenhandelsdaten für den Monat Dezember und das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Demnach stiegen die chinesischen Ausfuhren allein Dezember um 18,1 % zum Vorjahresmonat zu, nachdem es im November sogar eine Zunahme von 21,1 % gegeben hatte.

Entwicklung der chinesischen Exporte

Ein Grund dafür ist, dass China viele Güter herstellt, die in der Corona-Pandemie weltweit gefragt sind. Dazu gehören zum Beispiel Hygieneartikel und medizinische Ausrüstungen wie Masken oder auch technische Geräte wie Laptops, PCs und Bildschirme für das Arbeiten zu Hause.

Und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Denn seit dem kurzen Einbruch im Februar, März und April notiert der Einkaufsmanagerindex von IHS Markit wieder komfortabel oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und aktuell sogar höher als in den Monaten und Jahren vor der Krise.

Einkaufsmanagerindex China

Dieser Frühindikator deutet damit recht eindrucksvoll darauf hin, dass die chinesische Wirtschaft auch weiterhin stark wächst.

Im Vergleich zu den Vorjahren dürfte das Wachstum in 2020 zwar insgesamt mau ausgefallen sein (ca. 2 % vs. 6 %), aber China wird wohl als einzige große Volkswirtschaft 2020 überhaupt ein Wachstum zeigen. Und im laufenden Jahr soll es ein Wirtschaftswachstum von 7,9 % geben.

Fazit

In der Analyse vom 4. März 2020 hatte ich meinen Rat bekräftigt, „einen ordentlichen Anteil des verfügbaren Kapitals in China anzulegen“, da es den Anschein machte, dass China das Gröbste hinter sich hatte. Die weitere Entwicklung der Konjunkturdaten sowie die Kursentwicklung des Shanghai Composite mit seinem starken Anstieg bestätigen nun, dass China-Investments eine gute Idee waren. Und ich gehe davon aus, dass hier noch mehr zu holen ist.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Börse - Intern vom 13. Januar 2021:
DAX: Aufwärtsbewegung steht kurzfristig auf wackeligen Beinen

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Stockstreet-Marktberichte jetzt auch börsentäglich per E-Mail

Wie Sie gestern in der Börse-Intern lesen konnten, veröffentlicht Stockstreet auch Marktberichte. Dabei handelt es sich um kurze Zusammenfassungen des Marktgeschehens. Bisher geschah dies unregelmäßig. Doch zum neuen Jahr wird dieser Dienst nun auch regelmäßig und börsentäglich angeboten.

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Autor der Stockstreet-Marktberichte ist Bernd Raschkowski, bereits bekannt als Chefredakteur des Allstar-Traders und des High-Tech-Traders.

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(Dazu noch ein kurzer Hinweis: Wenn Sie sich bereits gestern für diesen neuen Newsletter angemeldet, jedoch heute Morgen keine Ausgabe erhalten haben, dann lief Ihre Anmeldung leider aufgrund eines technischen Fehlers ins Leere. Bitte melden Sie sich dann jetzt noch einmal an. Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Danke!)


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DAX: Aufwärtsbewegung steht kurzfristig auf wackeligen Beinen

Es wird mal wieder Zeit, einen Blick auf den Target-Trend-Chart des DAX zu werfen.

DAX - Target-Trend-Analyse

Zuletzt war dies in der Börse-Intern vom 16. Dezember der Fall. Damals war der DAX noch nicht nachhaltig auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen. Und es kam anschließend zu einem Rücksetzer, mit dem eine Bullenfalle zuzuschnappen drohte (siehe rote Ellipse im Chart und Börse-Intern vom 5. Januar).

Doch diese Bullenfalle kann man inzwischen eher als Bärenfalle bezeichnen. Denn der DAX konnte letztlich doch wieder zulegen und, zumindest aus heutiger Sicht, nachhaltig auf ein neues Allzeithoch ausbrechen. Die neue Rekordmarke lautet 14.131,52 Punkte.

Target-Trend-Methode zeigt weiterhin den Weg

Während es nach der klassischen Charttechnik auf dem Niveau eines neuen Rekordhochs kaum noch Widerstände gibt, insbesondere keine horizontalen, ist dies bei der Target-Trend-Methode anders. Hier fungieren die Rechteck- und deren Mittellinien als horizontale Hürden. Und so kommt es für uns nicht ganz überraschend, dass sich die Bullen derzeit an der Rechteckgrenze bei 14.010 Punkten die Zähne ausbeißen bzw. die Hörner stoßen.

DAX - Target-Trend-Analyse

Seit fünf Tagen kämpft der DAX mit dieser Rechteckgrenze. Drei Tageskerzen endeten im Hoch exakt an der Marke. Und die dazwischenliegende Kerze hatte ihr Tief auf der Rechteckkante.

Das sind die nächsten Kursziele von Bullen und Bären

Sollte dieser Kampf zugunsten der Bären ausgehen, so hätte auch der nachhaltigere Ausbruch auf ein neues Rekordhoch das Potential, zu einer Bullenfalle zu werden. Dies gilt umso mehr, wenn der DAX bis unter die Mittellinie bei 13.655 Punkten rutscht. Denn in diesem Fall ist die Rechteckgrenze bei 13.300 Zählern das Kursziel der Bären. Und wenn diese unterschritten wird, ist der DAX wieder in der Range der vergangenen Wochen und Monate angekommen. Und damit läge eine klare Bullenfalle vor.

Kann die 14.010er Rechteckgrenze aber klar überwunden werden, so liegt das nächste Kursziel der Bullen an der Mittellinie bei 14.365 Zählern. Auf dem Weg dorthin muss man noch mit Widerstand durch eine Konsolidierungslinie (rot gestrichelt) rechnen.

Welche Wahrscheinlichkeit wiegt mehr?

Da sich der DAX wieder recht komfortabel in seinem ehemaligen Aufwärtstrendkanal eingefunden hat (grün im folgenden Chart), ist das bullishe Szenario derzeit etwas wahrscheinlicher.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Allerdings gilt es auch zu berücksichtigen, dass der Index seit dem Oktober-Tief binnen relativ kurzer Zeit schon wieder recht ordentlich zugelegt hat (+23 %) und daher auch die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten schärferen Rücksetzer steigt.

Aufwärtsbewegung seit Dezember auf wackeligen Beinen

Skeptisch stimmt mich auch, dass die Aufwärtsbewegung seit Dezember nicht überschneidungsfrei läuft. Aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie ist das eher ein korrektives Muster als der Kursverlauf einer starken Aufwärtsbewegung. Und man könnte auch versucht sein, darin einen Bear-Keil zu sehen (blaue Linien im folgenden Chart).

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Allerdings wurde dieser inzwischen sowohl nach oben als auch nach unten gebrochen, ohne dass dies bullishe oder bearishe Konsequenzen gehabt hätte. Insofern ist die Relevanz dieser vermeintlichen Keil-Formation fraglich.

Fazit

Da die Aufwärtsbewegung seit Dezember auf etwas wackeligen Beinen steht und nicht viel fehlt, damit sich der Ausbruch auf ein neues Rekordhoch im DAX als Fehlsignal entpuppt, wäre ich derzeit sehr vorsichtig. Long-Positionen sind zwar zu bevorzugen, es könnte aber je nach persönlichem Tradingstil und zeitlichem Anlegehorizont Sinn machen, Gewinne mitzunehmen, wenn der DAX (dynamisch) unter sein ehemaliges Rekordhoch bei 13.795 Punkten zurückfällt.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


PS: Apropos Gewinnmitnahmen – Leser der Stockstreet-Börsenbriefe konnten sich jüngst wieder über zahlreiche Gewinne freuen. Gestern wurde aus dem Depot des Optionsscheine-Expert-Traders ein Trade auf die Deutsche Telekom verkauft – mit einem Gewinn in Höhe von 24 %. Zudem wurde beim Trade auf ASML ein Teilgewinn in Höhe von 50 % der Gesamtposition realisiert – bei einem Kursgewinn von 89 %. Und am Montag wurden aus dem Depot des Allstar-Trader Gewinnmitnahmen bei Evotec (+10,67 %) und SGL Carbon (+11,17 %) getätigt
Nutzen Sie die noch laufende Jubiläums-Aktion, um die Stockstreet-Börsenbriefe auf Herz und Nieren zu testen (siehe folgender Text).


Börse - Intern vom 12. Januar 2021:
Bund-Future: Trendwende bei den Renditen

Heute früh war in den Stockstreet-Marktberichten bereits zu lesen, dass sich der Aktienhandel aktuell etwas ruhiger und mit einer richtungslosen Tendenz präsentiert. Daher kann ich heute sehr gut auf ein Thema genauer eingehen, welches gestern von Torsten Ewert und heute auch in dem Marktbericht bereits aufgegriffen wurde: die Entwicklung der Zinsen.

Renditen der US-Staatsanleihen schießen nach oben

Im Stockstreet-Marktbericht war dazu heute Folgendes zu lesen: „In den vergangenen Monaten gab es stets dieselben Themen an den Börsen: Corona-Infektionszahlen, Impfstoff-Entwicklung und die geldpolitische Maßnahmen der internationalen Notenbanken. Seit gestern wird an den Märkten jedoch ein anderes Thema gespielt: Der schnelle Anstieg der Renditen der US-Staatsanleihen belastet immer mehr die Stimmung in New York. Während die Papiere mit einer Laufzeit von 10 Jahren im Dezember noch bei 0,90 % gesehen wurden, sind die Renditen kürzlich auf 1,14 % gestiegen. Dies ist der höchste Wert seit Februar 2020.

Zudem ist es mit +26,7 % der schnellste Renditeanstieg seit der Finanzkrise, was aber einfach auch daran liegt, dass die sich die Renditen auf einem extrem niedrigen Niveau bewegen. In der Finanzkrise wurde das Tief der 10-jährigen US-Staatsanleihen bei rund 2 % markiert. Und selbst bei den Tiefpunkten 2012 und 2016 waren es immerhin noch ca. 1,4 % und damit mehr als das aktuell erreichte Niveau.

Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen

Dennoch ist der Anstieg sehr dynamisch. Und er bedeutet eine Trendbeschleunigung.

Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen

Die Trendwende bei den Renditen scheint damit besiegelt. Und das gilt auch für den Anleihemarkt hierzulande.

Trendwende zeichnet sich auch im Bund-Future ab

Schauen wir uns dazu den Bund-Future an, der den Markt für Bundesanleihen repräsentiert und quasi das Äquivalent zu den Charts oben darstellt, weil er sich auf eine fiktive 10-jährige Bundesanleihe (mit einem Kupon von 6 %) bezieht.

Bund-Future - Chartanalyse

Im Chart ist noch der Bear-Keil zu sehen, den ich in der letzten Analyse des Bund-Future vom 14. Oktober 2020 ins Spiel gebracht hatte (dicke grüne und rote Line). Aus diesem brach der Bund-Future allerdings nicht nach unten aus, wie es bei einer solchen Formation zu erwarten gewesen wäre, sondern der Ausbruch erfolgte nach oben. Dabei stiegen die Kurse auch über die Seitwärtsrange (gelbes Rechteck) hinaus.

EZB sorgte noch einmal für bullishe Impulse

Diese Kursbewegung dürfte der Tatsache geschuldet gewesen sein, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Anleihekäufe noch einmal ausgeweitet hat, was natürlich für eine höhere Nachfrage auch nach Bundesanleihen sprach und somit die Anleihekurse noch einmal steigen ließ. Anleger hatten dies, wie üblich, antizipiert und den Bund-Future bereits im Vorfeld der eigentlichen geldpolitischen Entscheidung kräftig steigen lassen.

Doch der Ausbruch stellte sich als Fehlsignal und Bullenfalle heraus. Denn die Kurse gaben wenig später noch kräftiger nach und brachen sogar die Aufwärtstrendlinie der Keilformation. Noch hatte dies keine bearishen Konsequenzen. Stattdessen setzte sich die Folge höherer Tiefs zunächst fort (grüne Kreise), wohl weil die Aussicht auf eine Aufstockung der EZB-Anleihekäufe noch wirkte. Dabei wurde die untere Linie des Bear-Keils mehrfach durchlaufen, womit diese Formation nach dem Fehlausbruch nach oben weiter an Relevanz einbüßte.

Mit der Bullenfalle kam die Wende

Allerdings blieb die obere Linie des Keils (rot) weiterhin relevant als Widerstand. Nur noch einmal gelang es den Bullen, diese Hürde relativ deutlich zu überwinden, ebenso wie die obere Begrenzung der Seitwärtsrange. Doch auch dieses Mal stellte sich der Ausbruch als Bullenfalle und Fehlsignal heraus (roter Kreis im folgenden Chart).

Bund-Future - Chartanalyse

Zu allem Übel wurde dabei auch noch ein tieferes Hoch markiert, womit sich schon eine Abwärtstrendlinie (rot) einzeichnen ließ. Und inzwischen hat der Bund-Future kräftig nachgeben und damit die Folge der höheren Tiefs gebrochen (rote Ellipse). Auf ein tieferes Hoch folgte also ein tieferes Tief. Und damit liegt nun eine Trendwende vor.

Bund-Future - Chartanalyse

Der zweite Fehlausbruch und die Trendwende fanden dabei exakt einen Tag nach der geldpolitischen Entscheidung der EZB vom 10.12.2020 statt. Wir haben es also mit einem typischen „sell the facts“-Effekt zu tun.

Prognosen gingen sehr gut auf

Letztlich ging die Prognose vom 14. Oktober 2020 zur Kursentwicklung des Bund-Future und den Tätigkeiten der EZB sehr gut auf:

Und daher sehe ich nun auch keinen starken Aufwärtsimpuls. Stattdessen gehe ich eher von einer Fortsetzung der Aufwärtstendenz aus“, hieß es zum Bund-Future. Mit Blick auf den Chart war dies korrekt. Und weiter:

Spätestens wenn im Dezember die neuen Projektionen der EZB-Volkswirte vorliegen und bis dahin nicht absehbar ist, wie die 750 Milliarden verteilt werden, dürfte sich die EZB aber genötigt sehen nachzulegen, wenn die neuen Projektionen dann reduzierte Inflationserwartungen ausweisen“, hieß es damals zur Geldpolitik. Die 750 Milliarden sind immer noch nicht verteilt und die EZB legte daher nach.

Short-Trades machen jetzt wieder verstärkt Sinn

Schon in den vorangegangenen Analysen hatte ich zum Bund-Future dazu geraten, auf eine Fortsetzung der Seitwärtsrange zu setzen, indem man „am oberen Ende der möglichen Range short […] geht“. Im Oktober hatte ich die Empfehlung allerdings temporär eingeschränkt und geschrieben, dass „solche Trades aktuell nur für sehr kurzfristig ausgerichtete Akteure Sinn“ machen. Durch die sich inzwischen abzeichnende Trendwende hebe ich die Einschränkung nun auf. 


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 11. Januar 2021:
Die blinden Flecke von Anlegern und Analysten

Inhaltsverzeichnis

Die blinden Flecke von Anlegern und Analysten

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

In der Vorwoche hatte ich mich mit der Frage beschäftigt, was uns das Jahr 2021 mit auf den Weg gegeben hat. Heute soll es darum gehen, was wir vom neuen Jahr 2021 erwarten können – natürlich aus Sicht der Börsianer.

Beliebte Jahresausblicke

Solche Ausblicke auf das neue Jahr sind in den Finanzmedien sehr beliebt. Fast überall finden Sie entsprechende Berichte in der einen oder anderen Form. Und diesmal gibt es einen erstaunlichen Konsens – nicht nur zu den Kursprognosen der großen Indizes (dazu später mehr), sondern vor allem zu den Trends, die den Lauf der Finanzmärkte in diesem Jahr bestimmen sollen.

Diesen Konsens kann man mit wenigen Sätzen zusammenfassen: Die Wirtschaft und die Unternehmensgewinne werden sich stark erholen, wobei die Zinsen und die Inflation dennoch niedrig bleiben. Die Aktienmärkte werden weiter zulegen, wenn vielleicht auch nicht mehr so dynamisch wie nach dem Corona-Crash 2020.

In dem bevorstehenden wirtschaftlichen Aufschwung werden sich zyklische Werte und andere bisherige Corona-Verlierer besser entwickeln als die Technologiewerte, die von den Investoren bislang favorisiert werden. Da diese Nachzügler tendenziell niedriger bewertet sind als Apple, Tesla und Co., also sogenannte Value-Werte sind, soll sich das Value Segment der Aktienmärkte nach Ansicht der meisten Analysten in diesem Jahr besser entwickeln als Growth-Werte.

Was machen der Dollar und die Zinsen?

Ein weiterer Punkt, den viele Beobachter unisono betonen, ist eine weitere, nachhaltige Schwäche des US-Dollars gegenüber (fast) allen anderen Währungen. Gründe dafür sind die niedrigen Zinsen in den USA, die den bisherigen Zinsvorteil – und damit die Attraktivität – des Dollars seit der Corona-Krise dahinschmelzen ließen.

Und weil die Fed mehrfach erklärt hat, die Zinsen auch bei einem stärkeren Anstieg der Inflation (insbesondere über ihr 2%-Ziel) vorerst unverändert zu lassen, sollten zumindest die Leitzinsen aus heutiger Sicht nicht vor Ende 2022 steigen (siehe Börse-Intern vom 17.12.2020).

Allerdings besteht, wie oben schon erwähnt, weitgehend Einigkeit, dass die Inflation nicht steigen wird. So lautet zumindest der Konsens unter den Wall-Street-Analysten für die USA. Einige namhafte Investoren und Ökonomen sehen das anders, und auch Sven Weisenhaus hat bereits Mitte August vergangenen Jahres darauf hingewiesen, dass eine steigende Inflation das große Thema für 2021 werden könnte.

Inflationäre Sorglosigkeit

Diese Sorglosigkeit bezüglich der Inflation bei vielen Beobachtern ist erstaunlich, weil das Erholungsszenario, dass Märkte und Analysten im Blick haben, alle Voraussetzungen für steigende Inflationsraten hat: Durch die wirtschaftliche Erholung, aber mehr noch durch die Lockerungen nach einer „Durchimpfung“ der Bevölkerung, ist ein Nachfrageschub bei bestimmten Waren und Dienstleistungen zu erwarten, der zu einem Teil auch auf einen gewissen Nachholeffekt zurückgehen dürfte.

Da dieser Schub in vielen westlichen Ländern (die vielfach in einem vergleichbaren Pandemiestadium sind) synchron entstehen wird, könnte es zu einer Angebotslücke kommen, die preis-, also inflationstreibend wäre. Es sei denn, die Unternehmen bauen ihre bisherigen Kapazitäten so schnell wieder auf und unterbieten sich dann erneut im Preis – diesmal, um zu überleben. Das ist zumindest im stark gebeutelten Dienstleistungssektor denkbar (wo der Kapazitätsaufbau auch schneller geht).

Doch unabhängig davon müssen viele Unternehmen bei steigender Nachfrage ihre Lagerbestände wieder aufbauen, die sie in der Krise reduziert haben, um Liquidität zu schaffen und ihre Kapitalbindung zu reduzieren. Das betrifft aber vor allem Rohstoff- und Industrieunternehmen.

Zumindest letztere leiden inzwischen nicht mehr so stark unter der Krise, sondern sind jetzt schon gut ausgelastet. Sie können auch ihre Kapazitäten nicht so schnell ausweiten, wenn es zu dem erwarteten Nachfrageschub kommt. Zumindest für eine Zeitlang dürfte es dann zu steigenden Preisen kommen. Davon sind dann auch die Rohstoffe betroffen, die am Anfang der Wertschöpfungs- und Preiskette stehen.

Investitionsprogramme als Preistreiber

Ein weiterer preistreibender Faktor sind die möglichen Infrastruktur- und Investitionsprogramme, die durch die Mehrheit der Demokraten im US-Kongress nun leichter durchsetzbar und damit wahrscheinlicher geworden sind. Sie werden über Schulden finanziert und führen damit tendenziell zu einer höheren Geldmenge – vor allem, solange die Fed weiterhin Staatsanleihen kauft.

Und die Fed und die anderen großen Zentralbanken haben klargemacht, dass ihre Geldpolitik auch trotz steigender Inflation vorerst expansiv bleibt. Eine Begrenzung der Inflation durch Fed und Co. ist also so bald nicht zu erwarten.

Die spannende Frage für 2021 ist also, wie sich unter diesen Bedingungen die Zinsen entwickeln werden. Am kurzfristigen Ende (das hauptsächlich die Zentralbanken beeinflussen) sollte sich wenig tun. Aber die langfristigen Zinsen könnten steigen, weil die wirtschaftliche Erholung neue Investitionen erfordert, die finanziert werden müssen. Eine steigende Kreditnachfrage dürften aber die Banken nur zu gerne zu einer Erhöhung der Zinsen nutzen – schließlich leiden sie lange genug unter der Niedrig-, Null- und Negativzinspolitik der Zentralbanken.

Negativszenarien „Double Dip“ und Inflation

Aber eine steigende Inflation und ein Zinsanstieg, der von den Zentralbanken nicht bekämpft wird, kann die Konjunkturerholung früher als erwartet beenden. Vermutlich geschieht das noch nicht in diesem Jahr, aber wenn z.B. ein „Double-Dip“ (ein weiterer, schneller Konjunktureinbruch nach 2020) absehbar wird – z.B. für 2022 – könnten zumindest die Aktienmärkte schon in diesem Jahr leiden. Schließlich nehmen die Börsen wirtschaftliche Entwicklungen 6 bis 9 Monate vorweg.

Durch das Inflationsszenario könnten auch andere der eingangs genannten Konsensmeinungen rasch Makulatur werden: Wenn z.B. in den USA die Zinsen stärker als erwartet steigen, wird der Dollar wieder attraktiver. Anleger, die auf einen fallenden Dollar gesetzt haben – um z.B. „billig“ in überteuerte US-Aktien zu investieren – könnten dann ihr Kapital aus dem Aktienmarkt abziehen, und das womöglich schlagartig.

Und ein starker Dollar würde für den Rest der Welt Importe aus dem Dollarraum verteuern. Das beträfe vor allem Rohstoffe. Das Inflationsproblem würde sich dadurch in Regionen verschärfen, die auf Rohstoffimporte angewiesen sind. Dazu gehört neben Europa vor allem Japan, für das derzeit viele Analysten ein starkes Aktienjahr 2021 in Aussicht stellen.

Der blinde Fleck des 2021er Szenarios

Die so eingängige Konsensmeinung hat also einen riesengroßen blinden Fleck. Und bekanntlich geht die Börse den Weg des größten Schmerzes und steuert oft genau die Punkte an, welche die Börsianer nicht auf dem Schirm haben.

Unter diesem Blickwinkel betrachten wir jetzt die Prognosen für den DAX:

DAX-Prognosen 2021 im Überblick

Quellen: FAZ, eigene Darstellung

Diese Prognosen wurden ca. Mitte Dezember bei einem DAX-Stand von ca. 13.500 Punkten abgegeben (siehe grüne Linie). Inzwischen steht der DAX bei mehr als 14.000 Punkten, also schon über dem Wert, den die meisten Analysten als Kursziel ausgegeben haben.

Der blinde Fleck der DAX-Prognosen

Dennoch: Abgesehen von einem einzigen Analysten rechnen alle Befragten mit einem steigenden DAX, wobei selbst 15.000 oder 16.000 Punkte offenbar vorstellbar sind. Keine Frage, möglich ist es, dass der DAX um 11 oder 18 Prozent steigt, wenn die Konjunktur in diesem Jahr brummt.

Aber der blinde Fleck fast aller Analysten liegt auf der Unterseite: Die Mehrheit erwartet weder stagnierende noch gar fallende Kurse. Und da wir bei Stockstreet diese Kursprognosen seit 2010 verfolgen, wissen wir: Nur in den seltensten Fällen erfüllt Miss Börse die Wünsche der Analysten und lässt die Kurse im Bereich der Konsensmeinung landen. Oft genug überzieht sie kräftig – manchmal ins Positive, häufig aber ins Negative.

Die einhelligen Meinungen der Analysten und Kursprognostiker zu den Szenarien und Kursverläufen für 2021 sollten Ihnen also eine Warnung sein: Achten Sie aufmerksam auf Anzeichen, dass Konjunktur und Aktienkurse von den Wunschvorstellungen abweichen. Und legen Sie sich rechtzeitig Alternativen für diese Fälle zurecht, um Ihr Depot und Ihr Vermögen zu schützen.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen viel Erfolg für das bevorstehende Börsenjahr 2021!

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


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Der DAX zum Januar-Verfallstag

Unseren üblichen Blick auf den DAX zum ersten (kleinen) Verfallstag im Januar am Freitag dieser Woche können wir diesmal recht kurz und knapp halten. Die aktuelle Konstellation ist recht eindeutig.

Die aktuelle Verfallstagspositionierung

Der Blick auf das Verfallstagsdiagramm zeigt es:

Verfallstagsdiagramm DAX Januar 2021

Beim derzeitigen Stand von rund 13.950 Punkten (siehe grüne Pfeile) ist der DAX knapp unter die große Call-Position (blaue Balken) bei der runden 14.000er Marke gerutscht, die damit vorerst wieder aus dem Geld liegt. Die Stillhalter dürften daran interessiert sein, dass dies so bleibt.

Mehr noch: Auch die größte Call-Position der aktuellen Positionierungen bei 13.800 Punkten ist nun wieder in greifbarer Nähe! Die Stillhalter dürften versucht sein, auch diese Position aus dem Geld zu ziehen. Und ihre Chancen dazu stehen gut (siehe folgender Chart).

DAX - Tageschart seit Ende Februar 2020

Ein eindeutiges Kursziel und zwei Alternativen

Denn bei knapp 13.800 Punkten liegt das alte Allzeithoch des DAX von Mitte Februar 2020 (13.795,24 Punkte). Es wäre also nur „natürlich“, wenn der DAX bis dahin zurücksetzt, dann wieder steigt und dadurch den Ausbruch bestätigt. Die Bären dürften genau auf dieses Szenario traden, die Bullen werden dem wenig entgegensetzen wollen, sondern könnten diese Atempause nutzen, um neue Kräfte zu tanken.

Die 13.800-Punkte-Marke, die heute schon getestet wurde, ist also auch zum Verfallstag das klare Kursziel des DAX! Sofern es wider Erwarten zu einem Fehlausbruch am alten Allzeithoch kommt, also der Kurs nachhaltig unter 13.800 Punkte zurückfällt, hätten die Stillhalter auch die Chance, den DAX bis auf den theoretisch günstigsten Abrechnungskurs nach der Max-Pain-Kurve (siehe unterer Teil im Verfallstagsdiagramm) bei 13.600 Punkten zu treiben. Das ist aber vorerst nur das unwahrscheinlichere Szenario.

Der Vollständigkeit halber hier nur der übliche Hinweis, dass bei einem vorherigen erneuten Anstieg des DAX die Kurse wieder klar in den bullishen Bereich der aktuellen Verfallstagskonstellation steigen. Das würde stärkere Absicherungsmaßnahmen der Stillhalter erfordern, die den DAX-Kurs weiter nach oben treiben würden. Insbesondere bei einem DAX-Stand oberhalb von 14.000 Punkten wird dieses dritte Szenario wieder wahrscheinlicher und kann durchaus zu einem weiteren dynamischen Anstieg des DAX führen – zumindest bis zum Verfallstag am Freitag.


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