Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

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Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 23. Mai 2017:
Ifo-Index: Frühe Warnsignale für den DAX

Inhaltsverzeichnis

Ifo-Index: Frühe Warnsignale für den DAX

Der Ifo-Geschäftsklima-Index stieg mit einem Wert von 114,6 Punkten auf einen neues Allzeithoch (Vormonatswert: 113,0 Punkte). Analysten hatten lediglich mit einem leichten Anstieg auf 113,1 Zählern gerechnet. Die Stimmung unter den Unternehmen ist damit so gut wie nie zuvor. Zuletzt hatte der Ifo-Index zwischen Oktober 2010 und Juli 2011 auf einem Niveau um 113 Punkte und höher notiert. Sein bisheriges Allzeithoch markierte er dabei im Dezember 2010 bei 114,4 Punkten. Dazu das langfristige Diagramm des Info-Index:

 

Nur eine Komponente sorgt für ein neues Allzeithoch

Interessant ist, dass der hohe Index-Stand allein durch die Einschätzung der aktuellen Situation getrieben ist. Die Erwartungen hingegen befinden sich noch deutlich unterhalb ihrer Allzeithochs. Sie dümpeln seit mehreren Jahren im Bereich der 100 bis 105er Marke herum.

Das ist ein Hinweis darauf, dass die befragten 7.000 Unternehmensmanager der Euphorie nicht trauen und beständig damit rechnen, dass sich die Lage bald eintrüben könnte. Dieser Aspekt ist deswegen bedeutsam, weil diese Divergenz bei den früheren Allzeithochs (2006/07 und 2010/11) ebenfalls aufgetreten ist. Beide Male kam es danach zu einer Verschärfung bereits existierender Krisen (Finanzkrise, Euro-Schuldenkrise). An den Aktienmärkten löste sich die Situation dann jeweils in einem heftigen Crash auf.

Dazu der Ifo-Index der vergangenen 10 Jahre mit dem DAX im direkten Vergleich:

Die drei Voraussetzungen für eine frühe Warnung

Hier ist zu erkennen, dass die Ifo-Erwartung meistens die frühesten Warnzeichen lieferte.

Diese zeigten sich in den vergangenen zehn Jahre analysiert folgendermaßen:

- Der Ifo-Geschäftsklima-Index (schwarze Linie) muss in den Bereich von 113-115 Punkten vorgedrungen sein und damit eine fast euphorische Stimmung bei den Unternehmen widerspiegeln.

- Die Einschätzung der aktuellen Lage (blaue Linie) musste sich weit von den Erwartungen (grüne Linie) entfernt haben.

- Es muss zu einer deutlich erkennbaren Schwäche bei den Erwartungen kommen (siehe grüne Pfeile), die oft zeitversetzt dazu führt, dass der Index selber fällt, während der DAX noch weiterläuft oder ebenfalls stagniert.

(Anm. d. Red.: Wenn Sie das Bild noch genauer analysieren, ist sogar zu erkennen, dass die Erwartungen auch bei anderen Konsolidierungen oft bereits deutlich vor dem DAX abtauchten.)

Was jetzt nicht passieren darf

Insofern müssen wir auch diese Situation als erstes, sehr frühes Warnsignal einstufen. Bisher liegen aber erst die ersten beiden der oben genannten Voraussetzungen vor. Diese werden bestätigt, wenn die Erwartungen anfangen sollten zu fallen. Vor allem auch dann, wenn gleichzeitig der Gesamtindex zu sinken beginnt, sollte man extrem vorsichtig werden.

Diese beiden wichtigen Punkte sollten Sie beachten

Allerdings, und auch darauf muss hingewiesen sein, sendet dieser Indikator sehr früh, also zum Teil ein bis zwei Jahre vor dem eigentlichen Crash, seine ersten Warnungen, die dann in der weiteren Entwicklung bestätigt werden.

Die hier dargestellten beiden Fälle reichen natürlich nicht aus, um daraus eine statistisch relevante Regel zu erklären.

Doch da ein klarer Zusammenhang zwischen der Stimmung (Sentiment) und der Kursentwicklung der Börsen zu erkennen ist (Stimmung als Kontraindikator), machen diese Signale natürlich grundsätzlich Sinn.

Die “Dreimal-Regel“ als weitere Unterstützung

Aber noch ein weiterer Umstand unterstützt diese These. Folgendes ist allgemein bekannt: Wenn der Ifo-Index nach einer langen ansteigenden Phase drei Mal in Folge fällt, so ist dies ein ernstzunehmendes Indiz für einen konjunkturellen Wendepunkt. Und ein konjunktureller Wendepunkt wird früher oder später auch zu einem schwächeren Dax führen.

Diese „Dreimal-Regel“ ist mittlerweile statistisch belegt: Bei einem „erstmaligem Rückgang des Frühindikators nach einem langen Aufwärtstrend [liegt] die Wahrscheinlichkeit eines oberen Wendepunkts erst bei 10,8% liegt. Bei zwei Signalen hintereinander steigt die Wahrscheinlichkeit eines bevorstehenden konjunkturellen Wendepunkts bereits auf 40,7% und bei drei aufeinander folgenden Signalen auf 74%. Bei vier kontinuierlichen Signalen würde die Wahrscheinlichkeit sogar auf 90% steigen.“ Quelle: www.cesifo-group.de

Fazit

Die für die konjunkturelle Entwicklung, die sich ifo-Geschäftsklima abzeichnet, hat offensichtlich auch Einfluss auf die Entwicklung des DAX. Bei der bekannten Dreimal-Regel zum ifo-Index wird allerdings vernachlässigt, dass die Erwartungskomponente oft weitere, dann meist sogar die allerersten Warnsignale liefert. Damit ist zugleich bestätigt, dass die Unternehmensmanager häufig mit ihren Einschätzungen Recht behalten.

Im Moment sehen wir zwar eine klare Schwäche der Erwartungskomponente, aber noch steigen die Erwartungen, wenn auch nur leicht. Sollte sich das ändern und auch noch der Ifo-Index insgesamt fallen, könnte es schnell ernst werden. Zumal eine größere Konsolidierung der Aktienmärkte insgesamt längst überfällig ist.

Viele Grüße

Ihr

Sven Weisenhaus


Die Börsenbriefe von Stockstreet

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Börse - Intern vom 22. Mai 2017:
Der DAX-Deckel bei 13.300 Punkten

Inhaltsverzeichnis

Der DAX-Deckel bei 13.300 Punkten

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

wie immer nach dem Verfallstag werfen wir einen kurzen Blick zurück auf die Kursbewegungen des DAX im Vergleich zu unserer Verfallstagsprognose. Diesmal ergeben sich daraus übrigens einige bemerkenswerte Schlussfolgerungen für den weiteren Verlauf.

Eine weitere erfolgreiche Verfallstagsprognose!

Vor einer Woche hatte ich Ihnen an dieser Stelle den Bereich von 12.600 bis 12.700 Punkten als Ziel-Spannbreite für den DAX genannt. Abgerechnet wurde er am Freitag bei 12.606,98 Punkten, also am unteren Ende dieser Spanne – nachdem er am Freitagvormittag immerhin noch die 12.650-Punkte-Marke erreicht hatte.

Damit verbuchen wir ein weiteres Mal eine sehr erfolgreiche Prognose. Und auch die anderen Erkenntnisse der Verfallstagsanalyse sind zumindest ansatzweise eingetroffen: (zunächst) ein leichter, allmählicher Anstieg zu Wochenbeginn, dem tatsächlich noch einige Turbulenzen folgten. Diese führten den DAX zwar nicht bis an das alte Allzeithoch, sondern nur bis knapp unter 12.500 Punkte.

Die Mahnung zur Vorsicht war also angebracht, auch wenn die Kursausschläge insgesamt recht moderat blieben. Immerhin konnten (Intraday-)Trader unsere Verfallstagsprognose für lukrative Trades nach unten und/oder oben nutzen. Und auch wer sich mit einem Abstauberlimit auf die Lauer gelegt hat, kam unter Umständen zum Zug. Es war also für fast jeden etwas dabei – was will man mehr!

Welche beiden Szenarien nun im DAX möglich sind

Die spannende Frage ist natürlich, wie es nun weitergeht. Eine Variante hat Ihnen Sven Weisenhaus am Freitag bereits vorgestellt: den weiteren Kursrückgang in Richtung des alten Allzeithochs entlang der aktuellen Konsolidierungslinie nach der Target-Trend-Methode (siehe blauer Pfeil in folgendem Chart).

DAX-Tageschart (TTM, vereinfacht)

Dies ist der bekannte Target-Trend-Chart, den ich für meine heutige Analyse auf die wichtigsten Elemente beschränkt habe. Aus Sicht der Target-Trend-Methode ist die aktuelle Situation etwas unklar. Nachdem der DAX vor der Mittellinie bei 12.945 Punkten Schwäche zeigte und zurückfiel, ist ein Kursrückgang in Richtung des alten Allzeithoch tatsächlich das wahrscheinlichste Szenario.

Die starke Umkehrkerze vom vergangenen Donnerstag (siehe grüner Pfeil), mit der das obere blaue Rechteck wiedererobert wurde, spricht jedoch für eine Fortsetzung der im April begonnenen Aufwärtsbewegung. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der DAX kurzfristig die oberen Begrenzungen des grünen und gelben Trends überwindet, an denen er am Freitag (Verfallstag!) zunächst noch gescheitert war.

Diese Besonderheit des DAX sollten Sie stets beachten

Wenn das gelingt, dann besteht die Möglichkeit, dass der DAX – z.B. innerhalb des steilen grünen Kurzfristtrends – in Richtung der Oberkante des aktuellen Rechtecks bei 13.300 Punkten steigt. Dort trifft er dann aber auf einen massiven Widerstand („Deckel“), an dem die Aufwärtsbewegung zunächst ein Ende finden könnte.

Nun fragen Sie sich sicherlich, warum an dieser Marke ein Widerstand lauert. Sicher, die Target-Trend-Methode gibt z.B. durch die Rechteckkanten „automatisch“ Widerstände vor, die auch im Niemandsland neuer Rekordmarken existieren – wo die klassische Charttechnik keine oder nur sehr wenige Anhaltspunkte liefert. Aber warum sollte ausgerechnet die 13.300er Marke wichtiger sein als andere Rechteckgrenzen?

Der Grund dafür liegt in der Besonderheit begründet, dass der „offizielle“ DAX als Performanceindex, also inklusive der Dividenden der Einzelwerte, angegeben wird. Alle anderen großen Indizes – Euro STOXX 50, Dow Jones, S&P 500, Nikkei 225 usw. – sind Kursindizes und werden ohne Dividenden berechnet. (Von den meisten Indizes gibt es zwar ebenfalls Performanceindizes, aber diese finden im Gegensatz zum DAX medial keine Beachtung.)

Warum der DAX einen Deckel hat

Beim Vergleich mit anderen Indizes nimmt man also besser den Kurs-DAX. Aber auch sonst kann ein Seitenblick auf den Kursindex nicht schaden, denn insbesondere wenn der Kurs-DAX wichtige Widerstände oder Unterstützungen erreicht, hat das auch Rückwirkungen auf den (Performance-)DAX. Und inzwischen steht der Kurs-DAX eben vor einem ganz massiven Widerstand (siehe folgender Chart):

Kurs-DAX ab 2000, monatlich

(Quelle: MarketMaker)

Es geht um das Allzeithoch aus dem Jahr 2000 bei 6.266,15 Punkten (rote Linie). Dieses wurde 2015 getestet und auch kurzzeitig knapp überwunden. Aber danach schloss sich bekanntlich eine größere Korrektur an. Erst durch den Anstieg seit Anfang 2017 nähert sich der Kurs-DAX ein drittes Mal diesem Niveau.

Entgegen der landläufigen Meinung und anders, als es uns der (Performance-)DAX Tag für Tag suggeriert, hat der deutsche Aktienmarkt sein Allzeithoch aus dem Jahr 2000 immer noch nicht überwunden! Diese Tatsache sollten wir nicht unterschätzen, denn nach dem recht dynamischen und anhaltenden Anstieg seit Jahresbeginn wird es für die Bullen schwer, den sofortigen Ausbruch nach oben zu schaffen. Erfahrungsgemäß fehlt ihnen dafür nach einer solchen Rally die Puste. Und dementsprechend ist auch schon längst ein Nachlassen der Auswärtsdynamik zu erkennen. Die rote Linie könnte also ein Deckel für den Kurs-DAX sein – und damit auch für den DAX.

So ergibt sich die Zielmarke für den DAX-Deckel

Mit den Zahlen des Kurs-DAX können wir leicht ausrechnen, wo dieser Deckel für den „richtigen“ DAX liegt: Der Kurs-DAX stand per Freitag bei 6.001,50 Punkten. Bis zur roten Linie beträgt also das Aufwärtspotenzial noch 4,41 %. Hinzu kommt gegebenenfalls noch der Dividendenaufschlag, der im DAX zu Buche schlägt.

Da die Dividendensaison in vollem Gang ist und die meisten Dividenden für 2017 bis Ende Juni gezahlt werden, rechnen wir der Einfachheit halber mit dem Durchschnittsertrag der vergangenen Jahre für die kommenden sechs Wochen (ca. 0,4 %). Daraus ergibt sich für den DAX ein Kurspotenzial bis knapp 13.250 Punkte. Wenn wir das neue Allzeithoch von 2015 bei 6.339,56 Punkten als Zielmarke nehmen (blaue Linie), dann hat der DAX Luft bis rund 13.400 Punkte. Die Rechteckkante bei 13.300 Punkten liegt also genau in diesem Zielbereich und erhält damit zusätzliche Verstärkung als Widerstand!

Der DAX-Deckel und die Target-Trend-Methode

Bemerkenswert ist zudem, dass auch die Target-Trend-Methode einen weiteren Zielwert in diesem Bereich ausweist. Dieser ergibt sich durch die Fibonacci-Projektion nach der Traget-Trend-Methode (siehe folgender Ausschnitt aus dem ersten Chart):

DAX-Tageschart (TTM, kurzfristig)

Dazu wird an das Tief eines markanten Aufwärtstrends die Nullmarke der Fibonacci-Linien angelegt und an das erste Zwischenhoch die 38,2%-Linie. Im Chart sind diese beiden Punkte mit grünen Kreisen markiert. Aufgrund der mathematischen Gesetzmäßigkeit der Fibonacci-Linien ergibt sich daraus bereits ein eindeutiger 100%-Wert, der in diesem Fall bei 13.367,54 Punkten liegt und als Ziel dieser Aufwärtsbewegung angesehen werden kann.

Dieser Zielwert ist natürlich zunächst einmal nur eine Hypothese. Er wird aber umso relevanter, je mehr markante Punkte der weiteren Aufwärtsbewegung mit den so festgelegten Fibonacci-Linien übereinstimmen. Bei der laufenden Aufwärtsbewegung im DAX ist das bislang in nahezu idealer Weise der Fall (siehe gelbe Kreise). Wenn der Anstieg also tatsächlich weitergeht, ist damit die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Zielwert bei 13.367 Punkten erreicht wird – und der Aufwärtstrend dann dort endet.

Wie Sie am DAX-Deckel am besten handeln

Mit vier, zum Teil sehr starken, Widerständen innerhalb eines Kursbands von nur gut einem Prozent wird es für den DAX sehr schwer, nach oben auszubrechen – insbesondere dann, wenn die Kurse auch weiterhin innerhalb des steilen grünen Kurzfristtrends bleiben. Dann herrscht bei 13.300 Punkten eine stark überkaufte Situation, die ihrerseits den weiteren Anstieg bremst.

Oberhalb von 13.000 Punkten wird die Luft für den DAX folglich sehr dünn. Dann sollten Sie Ihre Gewinne mitnehmen oder zumindest enger absichern. Short-Trades sind dann jedoch immer noch sehr riskant. Aber zunächst einmal bleibt abzuwarten, ob sich der DAX überhaupt auf den Weg zu diesem Deckel macht oder ob er zunächst den Weg zurück zu seinem alten Allzeithoch einschlägt.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

PS: Sie sehen, die Target-Trend-Methode hat Ihnen viel zu bieten – einen regelrechten Werkzeugkasten! Damit können Sie sowohl neue Erkenntnisse gewinnen (z.B. Targets finden) und, wie Sie sehen, auch Ihre bestehenden Analysen ergänzen. Und das Beste: Ihre bisherigen Tools integrieren Sie ganz automatisch und nahtlos, denn die Target-Trend-Methode baut auf den bekannten Charttechniken auf.

Wenn Sie also auch in die Tiefen der Target-Trend-Methode eintauchen wollen, um Ihr Trading mit einer starken und erprobten Analysemethode weiter zu verbessern, dann melden Sie sich gleich zu unserem bevorstehenden Seminar an. Aber beeilen Sie sich, es ist die letzte Chance: Ein Platz ist kurzfristig frei geworden, der erfahrungsgemäß schnell wieder vergeben ist…


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Trader-Sentiment für 21. KW 2017 (22.05. - 26.05.)

In der vergangenen Woche konnten die Stockstreet-Leser bereits in der Börse-Intern ausführlich erleben, wie sich der DAX vor dem Hintergrund der Anleger-Stimmung entwickelt hat. Das bearishe Sentiment hielt die Kurse im DAX im Sinne des Kontraindikators zu Wochenbeginn hoch und der Index konnte, wie vor einer Woche hier an dieser Stelle beschrieben, neue Allzeithochs markieren (siehe dunkles Rechteck im folgenden Chart). Mit im Maximum 12.841,66 Punkten brachte es der DAX im Vergleich zum Schlusskurs der Vorwoche (blaue Linie, 12.770,41) auf ein Plus von 0,56 Prozent.

Am Mittwoch übernahmen dann allerdings die Bären das Ruder, weil sich die Stilhalter zum kleinen Verfallstag am Freitag wie erwartet positioniert haben. Zwischenzeitig rutschte der DAX dadurch vom Hoch bei 12.841,66 Punkten bis zum Tief bei 12.489,95 Zählern um 2,74 Prozent ab. Doch am Donnerstag erholte sich der Index wieder und notierte am Freitag exakt in der am Montag aus der Verfallstagsgrafik abgeleiteten Range zwischen 12.700 und 12.600 Punkten. - Sowohl das Sentiment als auch die Verfallstagsgrafik haben damit als (Kontra-)Indikatoren hervorragend funktioniert.

Nun steht nach dem Kursrutsch der vergangenen Woche natürlich die Frage im Raum, was nach dem Verfallstag kommt. Will der DAX nach wie vor seinen Aufwärtstrend nicht aufgeben und kommt es daher in dieser Woche wieder zu steigenden Kursen oder haben wir bereits den Auftakt zu der längst überfälligen, ausgedehnten Korrektur gesehen?

Funktioniert das Sentiment erneut als Kontraindikator, dann wird der DAX in dieser Woche seine Kurserholung fortsetzen können. Denn auch in der aktuellen Umfrage sind die Bären wieder in der Überzahl.

Zwar hat der Pessimismus zum dritten Mal in Folge leicht abgenommen, doch mit 51,50 Prozent sind die Bären nach wie vor in der Überzahl – zum vierten Mal in Folge und zum 14. Mal in den vergangenen 16 Wochen.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team -
www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 19. Mai 2017:
Im DAX ist eine Konsolidierungslinie im Spiel

Der Spuk scheint bereits wieder vorbei. Nach dem Kursrutsch zur Wochenmitte konnte der S&P 500 gestern die obere Linie einer Konsolidierungsformation (rot im folgenden Chart) nutzen, um sich wieder deutlich zu erholen.

S&P 500 - Chartanalyse

Heute setzen sich die Kursgewinne fort. Rund 50 Prozent der kleinen Abwärtsbewegung sind bereits wieder aufgeholt (siehe blaue Fibonacci-Marken).

DAX konsolidiert aus Sicht der Target-Trend-Methode idealtypisch

Ähnlich ist das Chartbild im DAX. Auch hier ist der Index, genau wie der S&P 500, in seinen Aufwärtstrendkanal zurückgefallen, konnte sich dort aber gestern bereits fangen und heute weiter erholen.

DAX - Target-Trend-Analyse

Interessant ist dabei, dass der DAX nun tatsächlich entlang der (rot gestrichelten) Konsolidierungslinie eine Pause im Aufwärtstrend einlegt (blauer Pfeil). Vielleicht erinnern Sie sich noch an die vorangegangene Target-Trend-Methode zum DAX aus der Börse-Intern vom 9. Mai? Bereits damals notierte der DAX im Wirkungsfeld der Konsolidierungslinie. Und daher hielt ich seinerzeit eine Verschnaufpause des DAX entlang dieser Linie für möglich. Zumal der DAX auch zu Jahresbeginn an einer solchen Target-Trend-Linie vom 11.01. bis 08.02.2017 konsolidierte (siehe roter und grüner Pfeil im Chart). - Nach dem Sentiment und dem Verfallstag hält sich der DAX also auch an den dritten Indikator, den Sie hier in der Börse-Intern als „Werkzeug“ rechtzeitig an die Hand bekommen haben.

Entlang der Konsolidierungslinie zum Test des Allzeithochs?

Der DAX könnte nun entlang dieser Konsolidierungslinie bis zum ehemaligen Allzeithoch bei 12.390,75 Punkten zurücksetzen (dicke rote Linie im Chart) und damit das Ausbruchsniveau von oben testen. Verläuft dieser Test aus Sicht der Bullen erfolgreich, dürfte der DAX mit dem leichten Rücksetzer genügend Kraft für den weiteren Anstieg gesammelt haben.

Fehlausbrüche wären bearish zu werten

Skeptisch muss man nun erst wieder werden, wenn die Korrektur von Mittwoch erneut Fahrt aufnimmt und mit ähnlicher Dynamik ein neues Korrekturtief markiert wird. Kommt es dabei zum schnellen Bruch des ehemaligen Allzeithochs, wäre der Anstieg darüber als Fehlsignal zu werten. Auch der Ausbruch aus den Trendkanälen würde sich dann, wie am 9. Mai bereits beschrieben, als Fehlausbruch und finales Aufbäumen der Bullen entpuppen, denen damit die Luft ausgegangen wäre.

In jedem Fall werden wir die Entwicklung des DAX (und der anderen Märkte) auch weiterhin für Sie genau beobachten - dazu mehr in der kommenden Woche.


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Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Börse - Intern vom 18. Mai 2017:
Kursrutsch am Aktienmarkt - diese Aspekte sollten Sie beachten

Seit gestern lassen sich an den Aktienmärkten dynamische Kursverluste beobachten. Der S&P 500 lag gestern bereits zum Handelsbeginn 0,7 Prozent im Minus, womit der US-Index den schwächsten Tagesstart seit März 2009 erlebte. Dadurch scheiterte nicht nur der mehrfache Versuch, das Hoch vom 1. März bei 2.400,98 Punkten nachhaltig zu überwinden (siehe rote, horizontale Linie im folgenden Chart), sondern der Index fiel mit der gestrigen Abwärtslücke auch noch in den seit April 2016 gültigen Aufwärtstrendkanal (grün) zurück.

S&P 500 - Chartanalyse

Anschlussverkäufe drückten den Index dann noch bis auf die obere Linie der Konsolidierungsformation, die nach dem Hoch vom 1. März startete (roter Abwärtstrendkanal). Zum Handelsende büßte der S&P 500 1,8 Prozent ein und schloss am Tagestief.

Gegenbewegung war längst überfällig

Auch der Dow Jones fiel um rund 1,8 Prozent. Für sich genommen sind dies keine besonders großen oder problematischen Bewegung, doch der Dow Jones erlitt damit zum Beispiel immerhin den größten prozentualen Tagesverlust seit September vergangenen Jahres. Und das liegt an der extrem geringen Volatilität, in der sich die Kurse seitdem von Hoch zu Hoch gehangelt haben und die für eine gewisse Sorglosigkeit der Anleger stand. Eine bereinigende Korrektur war daher mehr als überfällig.

Droht Trump die Amtsenthebung?

Wie weit diese nun laufen kann, dürfte auch mit den weiteren Entwicklungen in den USA zusammenhängen. Denn als Grund für die fallenden Kurse wird die innenpolitische Krise in den USA genannt. Das Justizministerium der Vereinigten Staaten hat gestern Abend (Ortszeit) bekannt gegeben, dass ein Sonderermittler ernannt wurde, der mögliche Verbindungen zwischen Donald Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung untersuchen soll. Dem waren bereits turbulente Tage in Washington vorangegangen. Insgesamt steigt aufgrund der politischen Ereignisse in den USA die Wahrscheinlichkeit, dass ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump eingeleitet werden könnte.

Zweifel an einer baldigen Umsetzung der Wahlkampfversprechen wachsen

Unter den Anlegern wachsen daher die Zweifel an einer baldigen Umsetzung von Trumps Steuersenkungs- und Investitionsplänen. Sie hatten große Hoffnungen auf Trumps Pläne zur Ankurbelung der Konjunktur gesetzt, doch die jüngsten Skandale könnten diese Pläne weiter verzögern. Und im schlimmsten Fall werden sie erst gar nicht mehr umgesetzt.

Trump-Effekt ist im US-Dollar bereits vollständig verpufft

Diese Befürchtungen wirken sich nicht nur auf die Aktienmärkte aus. Auch der Dollar-Index, der den Wechselkurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, notiert inzwischen wieder auf dem Niveau vor Trumps Wahl. Damit ist der Trump-Effekt im US-Dollar bereits vollständig verpufft. Sollte den Aktienmärkten das gleiche Schicksal drohen, dann stehen den Bullen noch einige schwere Tage bevor. Immerhin stiegen die US-Märkte seit der Trump-Wahl um ca. 15 Prozent. Der S&P 500 könnte bei anhaltenden Verkäufen zum Beispiel das untere Ende seines Aufwärtstrendkanals (grün im Chart oben) ansteuern.

Dazu gibt es drei wichtige Punkte zu beachten:

1. Politische Börsen haben kurze Beine

Auf diese Weisheit sind wir in den vergangenen Wochen schon häufiger eingegangen. Im aktuellen Fall gehen wir davon ausgehen, dass dieses Polit-Spektakel lediglich der Auslöser der bereits seit Wochen überfälligen Korrektur sein könnte, nicht aber die eigentliche Ursache. Die ist weiterhin in den hohen Aktienbewertungen und der überkauften Lage an den US-Märkten zu suchen.

2. Ein Verlusttag macht noch keine Korrektur

Denn es ist noch längst nicht gesagt, dass mit den jüngsten Kursrückgängen bereits eine solche marktbereinigende Korrektur begonnen hat. Leichte Konsolidierungen haben wir in den vergangenen Wochen und Monaten schon des Öfteren gesehen. Sie waren aber in dieser Zeit stets lediglich ein Sprungbrett für neue Hochs (siehe rote Trendkanäle im S&P 500-Chart oben). Daher muss man nun zunächst abwarten, ob es auch in den nächsten Tagen zu Anschlussverkäufen kommt.

3. Erst das Sentiment, jetzt die Verfallstagsprognose

Und ich darf an dieser Stelle an die Verfallstagsprognose von Torsten Ewert vom vergangenen Montag und meine Analyse von Dienstag erinnern. Aktuell halten sich die Aktienmärkte nämlich perfekt an das darin formulierte Szenario, wonach „die bearishe Stimmung der Anleger im Sinne des Sentiments als Kontraindikator zum Wochenstart die Kurse hochgehalten hat, sich dann aber die Stillhalter zum Verfallstag wie erwartet positioniert haben“. Sowohl das Sentiment als auch die Verfallstagsgrafik haben damit als (Kontra-)Indikatoren wieder einmal hervorragend funktioniert. Und die Nachrichten um Trump haben den Stillhalten lediglich geholfen, ihre Komfortzone im DAX zu erreichen. Wichtig ist also, wie sich die Börsen nach dem Verfallstag in der kommenden Wochen verhalten.

Lassen Sie sich also nicht zu sehr irritieren, sondern beobachten Sie genau, wie sich die weitere Entwicklung darstellt. Erst daran wird zu erkennen sein, ob es sich mit dem jüngsten Rücksetzer um den Beginn einer größeren Korrektur oder wieder nur um eine kleine Konsolidierung handelt. Dazu mehr in den kommenden Tagen natürlich hier in der Börse-Intern.


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Börse - Intern vom 17. Mai 2017:
Öl-Trade – Charttechnik erhält fundamentale Unterstützung

Der Ölpreis folgt derzeit perfekt dem Elliott-Wellen-Szenario aus der Börse-Intern vom vergangenen Freitag. Demnach hatte es eine dynamische Aufwärtsbewegung in fünf Wellen gegeben (siehe linke grüne Zahlen im folgenden Chart), auf die eine ABC-Korrektur folgte (roter Trendkanal). Und gemäß der Elliott-Wellen-Theorie sollte am Ende der Korrektur wieder eine 5-gliedrige Aufwärtsbewegung gestartet sein, dessen Verlauf ich mit der roten und der grünen Linie skizziert hatte. Hier noch einmal der Chart aus der entsprechenden Analyse:

Rohöl der Sorte WTI - Chartanalyse

Mit Blick auf den folgenden aktuellen Chart zeigt sich, dass der Ölpreis tatsächlich im Rahmen der Welle 2 noch leicht korrigiert hat und dann im Zuge der Welle 3 wie erwartet dynamisch weiter angestiegen ist.

Rohöl der Sorte WTI - Chartanalyse

Anschließend folgte ein weiterer Rücksetzer, den man als Welle 4 zählen kann. Und der derzeitige Anstieg könnte den Ölpreis in der Welle 5 bis über den Zielkurs von 50 USD zurücktreiben.

Stopp platzieren, Verluste verhindern, Gewinne laufen lassen

Wenn sie daraus den von mir beschriebenen Long-Trade abgeleitet haben, dann können Sie dazu nun einen Stopp unter das Tief der Welle 4 bei rund 48 USD legen. Damit sind Verluste ausgeschlossen und Sie könnten die Gewinne im Rahmen der Welle 5 laufen lassen.

Charttechnik erhält fundamentale Unterstützung

Unterstützung erhält dieser charttechnisch motivierte Trade inzwischen auch von der fundamentalen Entwicklung. Denn die wichtigen Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland wollen die seit Beginn des Jahres gültige Kürzung der Fördermenge zur Stabilisierung der Ölpreise zeitlich ausweiten. Beide Länder streben an, die ursprünglich bis Juni begrenzte Produktionskürzung bis zum Ende des ersten Quartals 2018 auszudehnen. Das machten der saudische Ölminister Khalid Al-Falih und sein russischer Amtskollege Alexander Nowak am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Peking deutlich. Am 25. Mai treffen sich die Vertreter der OPEC mit weiteren Förderländern. Auf dieser Konferenz in Wien wollen Saudi-Arabien und Russland ihre Vorschläge zur Debatte stellen.

Förderbegrenzung durch OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten

Die OPEC hatte im November 2016 beschlossen, ihre Produktion ab 1. Januar 2017 um täglich 1,2 Millionen Barrel zu drosseln, um die Ölschwemme einzudämmen. Elf weitere Länder außerhalb der OPEC - darunter Russland, Aserbaidschan und Mexiko - waren daraufhin am 10. Dezember eine Selbstverpflichtung eingegangen, ihre Förderung um 558.000 Barrel pro Tag zu senken (siehe dazu auch unter anderem Börse-Intern vom 14. Dezember 2016).

Steigendes Angebot in den USA

Doch gleichzeitig ist die Ölförderung der USA seit Ende November um mehr als 600.000 Barrel pro Tag gestiegen. Laut jüngsten Daten der amerikanischen Regierung vom vergangenen Mittwoch hat die landesweite Ölproduktion inzwischen sogar den höchsten Stand seit Mitte 2015 erreicht. Bis zum Jahresende dürfte die US-Förderung nach IEA-Zahlen um 680.000 Barrel gegenüber dem Jahresende 2016 steigen.

Dazu trägt auch die immer weiter steigende Zahl der Förderanlagen in den USA, die sich zuletzt bereits die 17. Woche in Folge erhöht hat. Anfang März lag die Anzahl der aktiven Bohrlöcher bei 602 und hatte sich zu diesem Zeitpunkt auf Sicht von einem Jahr bereits um 202 bzw. 50 Prozent erhöht (siehe Börse-Intern vom 3. März – „Gleichgewicht am Ölmarkt scheint wiederhergestellt“). Inzwischen ist die Anzahl der Bohrlöcher auf 712 weiter angestiegen – seit März also um weitere 18 Prozent, auf Jahressicht sogar um über 123 Prozent.

Sinkendes Angebot wegen geringer Neuinvestitionen

Das Gleichgewicht, welches Anfang März hergestellt schien, wurde durch die immer weiter steigende US-Produktion offenbar wieder gestört und soll nun von der OPEC durch eine verlängerte Produktionskürzung erneut hergestellt werden. Dabei muss die OPEC eigentlich nur noch eine gewisse Zeit überbrücken, bis das Ölangebot unabhängig von der beschlossenen Angebotsverknappung knapp wird.

Dies geht zumindest aus der jüngsten Fünfjahresprognose der Internationalen Energieagentur IEA zum globalen Ölmarkt hervor. Laut der IEA-Analyse waren die jährlichen Einnahmen der OPEC-Länder wegen des Ölpreisverfalls zwischen 2012 und 2016 von 1,2 Bio. US-Dollar auf 450 Mrd. US-Dollar zurückgegangen. Und dies hatte zur Folge, dass die Förderfirmen die Gürtel enger zogen. Die Investitionen gingen 2015 und 2016 um jeweils etwa 25 Prozent zurück. Deshalb könnte innerhalb von wenigen Jahren der Nachschub schwächeln, so die IEA.

Range von 45 bis 55 USD bestätigt

Auf absehbare Zeit fühle ich mich mit der bisherigen Erwartung, dass der Ölpreis in einer Range von 45 bis 55 USD um den Zielpreis von 50 USD herumpendelt, weiterhin recht wohl. Bereits am 10. März berichtete ich über den Bruch eines Aufwärtstrends (grün im folgenden Chart). Und mit dem jüngsten Tief wurde die erwartete Range bestätigt (gelbes Rechteck).

Rohöl der Sorte WTI - Chartanalyse

Sollte es zu der von der IEA erwarteten Angebotsverknappung kommen, sind auch wieder höhere Preise möglich. Das ist aber Zukunftsmusik. Kurzfristig wird es eher spannend zu sehen, ob das Tief der Welle 4 hält (siehe zweiter Chart oben) und der Long-Trade weitere Gewinne erzielt.


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Börse - Intern vom 16. Mai 2017:
DAX auf Allzeithoch - Trader-Sentiment vor Verfallstagsgrafik

Gleich zum Start in die neue Woche konnte der DAX mit einem Sprung über 12.800 Punkte bereits ein neues Rekordhoch markieren, womit das Sentiment als Kontraindikator wieder einmal einen Punkt für sich verbuchen konnte. Und auch heute konnte der deutsche Leitindex, wenn auch nur knapp, ein weiteres Allzeithoch erreichen und sich damit gegen die Mehrheit der Anleger stellen, die sich in der Umfrage vom vergangenen Wochenende für fallende Kurse im DAX ausgesprochen hatten (siehe gestrige Börse-Intern).

Nach dem Sentiment könnte die Verfallstagsgrafik Wirkung entfalten

Doch noch hat auch die Verfallstagsgrafik beste Chancen, erneut erneut einen Treffer zu landen. Denn bis zum kleinen Verfall am Terminmarkt am Freitag hat der DAX noch die Gelegenheit, in den aus der Verfallstagsgrafik abgeleiteten Zielbereich von 12.700 bis 12.600 Punkten zu fallen. Zumal die obere Trendkanallinie aus dem gestrigen DAX-Chart weiterhin als Widerstand zu halten scheint.

Kommt es tatsächlich bis Freitag noch zu fallenden Kursen, dann könnte man argumentieren, dass die bearishe Stimmung der Anleger im Sinne des Sentiments als Kontraindikator zum Wochenstart die Kurse hochgehalten hat, sich dann aber die Stillhalter zum Verfallstag wie erwartet positioniert haben. Sowohl das Sentiment als auch die Verfallstagsgrafik hätten dann als (Kontra-)Indikatoren wieder einmal hervorragend funktioniert.

Euro wird immer stärker

Helfen könnte dabei die aktuelle Stärke des Euro, die traditionell den exportlastigen deutschen Aktienmarkt etwas belastet. Auch der Wechselkurs hat heute ein neues Trendhoch markiert und konnte sogar die obere Begrenzung seines Aufwärtstrendkanals brechen und damit den Trend beschleunigen (siehe dazu auch Börse-Intern vom vergangenen Mittwoch – „Trendwechsel im Euro!“).

EUR/USD - Chartanalyse

Höhere Wachstumsdynamik in Deutschland

Grund für die steigenden Kurse sowohl im DAX als auch im Euro sind solide Wachstumszahlen. Am Freitag wurde bereits gemeldet, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2017 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugelegt hat, nach +0,2 Prozent im dritten und +0,4 Prozent im vierten Quartal 2016. Im Vergleich zum Vorjahresquartal war das preisbereinigte BIP im ersten Quartal 2017 um 2,9 Prozent höher.

Entwicklung des BIP in Deutschland

Die Wachstumsdynamik in Deutschland legt also zu und folgt damit den positiven Stimmungsindikatoren, die diese Tendenz bereits angezeigt hatten. Die Wirtschaft kann zwar nicht ganz mit den Stimmungsindikatoren mithalten, aber darauf hatte ich bereits hingewiesen (siehe zum Beispiel Börse-Intern vom 11. April).

Anhaltendes Wachstum auch im gesamten Euroraum

Ähnliches gilt übrigens auch für die gesamte Eurozone. Wie heute aus einer Schnellschätzung von Eurostat hervorgeht, stieg das saisonbereinigte BIP sowohl  im Euroraum als auch in der EU im ersten Quartal 2017 um 0,5 Prozent. Im vierten Quartal 2016 war das BIP um 0,5 bzw. 0,6 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres ist das saisonbereinigte BIP im ersten Quartal 2017 im Euroraum um 1,7 Prozent und in der EU um 2,0 Prozent gestiegen, nach +1,8 bzw. +1,9 Prozent im Vorquartal.

Deutschland und EU wachsen schneller als die USA

Damit haben Deutschland und die EU sogar die USA hinter sich gelassen. In den Vereinigten Staaten stieg das BIP im Verlauf des ersten Quartals 2017 gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent (nach 0,5 Prozent im vierten Quartal 2016) und gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,9 Prozent (nach +2,0 Prozent im Vorquartal).

BIP-Wachstum in der EU, der Eurozone und den USA
(Quelle: Eurostat)

Deutschland und die Euro-Zone sind im ersten Quartal also mehr als doppelt so schnell gewachsen wie die weltgrößte Volkswirtschaft USA. Und damit bestätigt sich meine Erwartung aus der Börse-Intern vom vergangenen Mittwoch. Zum Trendwechsel im Euro schrieb ich, dass in Sachen Wirtschaftswachstum eine Überraschung denkbar ist und die Dynamik der europäischen Wirtschaft die der USA bald übertreffen könnte. Und diese Tendenz, die mit den aktuellen Daten bereits sichtbar ist, dürfte anhalten - und damit auch der neue Aufwärtstrend im Euro.


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Sven Weisenhaus
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Börse - Intern vom 15. Mai 2017:
Warum Sie bis zum Verfallstag vorsichtig sein sollten

Inhaltsverzeichnis

Warum Sie bis zum Verfallstag vorsichtig sein sollten

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

der kräftige Kursanstieg im DAX vor der Frankreich-Wahl und der erwartungsgemäße Wahlausgang (siehe Börse-Intern vom 08.05.2017) scheinen die Anleger wieder eingelullt haben. Allzu sorglos sollten Sie aber nicht werden, denn am Freitag dieser Woche ist der Mai-Verfallstag. Und bis dahin könnte es turbulent werden.

Was das Verfallstagsdiagramm verheißt

Das mag etwas erstaunlich klingen, denn das aktuelle Verfallstagsdiagramm liefert dazu auf den ersten Blick keine Anhaltspunkte:

Verfallstagsgrafik 05/2017

Am Freitag beendete der DAX den Handel bei 12.770 Punkten (siehe grüner Pfeil). Bezogen auf die Positionierungen der Stillhalter zum Mai-Verfallstag steht er damit weit im blauen Bereich. Auf dem aktuellen Niveau sind die meisten Put-Positionen (rot) hinfällig. Allerdings sind etliche Calls (blau) fällig, wenn sich der DAX bis Freitag auf diesem Level hält.

So sieht das Basisszenario für den Verfallstag aus

Die meisten Calls, die nun im Geld liegen, dürften aber inzwischen abgesichert sein. Und ein weiterer Anstieg würde nur kleinere Call-Positionen ins Geld bringen, denn die nächste größere Call-Position liegt erst bei 13.000 Punkten. Der Absicherungsbedarf „nach oben“ ist also für die Stillhalter eher gering. Damit sollte auch die Dynamik gering bleiben, wenn der DAX doch weiter steigt.

Auch unterhalb des aktuellen Niveaus ändert sich aus Sicht der Stillhalter zunächst wenig. Unter 12.700 Punkten würde die Call-Position (blau) an dieser Marke wegfallen (was die Stillhalter entlastet) und unter 12.600 würde die erste größere Put-Position fällig werden (was die Stillhalter belastet).

Für die Stillhalter wäre also ein Kurs zwischen 12.700 und 12.600 DAX-Punkten zum Verfallstag ideal. Das ist auch unser Basisszenario, falls nichts Unerwartetes geschieht. Ein solcher Kursrückgang könnte sehr gemächlich im Rahmen einer kleinen Konsolidierung ablaufen. Wo also sollen die eingangs angekündigten Turbulenzen herkommen?

Der DAX-Chart deutet auf mögliche Turbulenzen hin

Das verrät ein Blick auf den einfachen DAX-Chart, den ich Ihnen schon in meiner Nachlese zum April-Verfallstag gezeigt hatte:

DAX-Tageschart, einfach

Der DAX hat inzwischen die Oberkante des Aufwärtstrends seit Juni 2016 erreicht, nachdem er nach dem April-Verfallstag auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen ist (siehe grüner Pfeil). In der Vorwoche konsolidierte er an dieser Linie. Und natürlich kann diese Konsolidierung auch in dieser Woche wie beschrieben einfach weitergehen und uns damit jegliche Turbulenzen zum Verfallstag ersparen.

Häufig kommt es jedoch an den Oberkanten der Trendkanäle zu Rückschlägen. Dabei wäre beim DAX das alte Allzeithoch bei knapp 12.400 Punkten das nächste „natürliche“ Ziel. Bis dahin sind es auf Basis des Freitag-Schlusskurses nur 2,9 % - eine Spanne, die der DAX in vier bis fünf Handelstagen mit Leichtigkeit durchlaufen kann.

Im Alternativszenario sind kräftige Turbulenzen möglich

Wenn aber der DAX unterhalb von 12.600 Punkte rutscht, dann läuft die dortige große Put-Position ins Geld. Unterhalb von 12.500 Punkten folgt dann die nächste, noch etwas größere. Beide dürften die Stillhalter längst abgeschrieben haben. Sie müssten diese Positionen also sehr kurzfristig neu absichern und gleichzeitig die bestehende Absicherung für die große Call-Position bei 12.500 auflösen.

Wenn Sie unsere Verfallstagsprognosen schon länger verfolgen, dann wissen Sie, was dadurch passiert: Solche Absicherungsmaßnahmen verstärken stets den Kursdruck in die Richtung, die sie ausgelöst haben – in diesem Fall also den Abwärtsdruck. Und da dies kurz vor Ultimo geschehen würde, könnte es im Falle dieses Alternativszenarios tatsächlich recht turbulent werden.

Wie Sie nun am besten agieren

Als Langfristinvestor brauchen Sie sich darum nur beiläufig zu kümmern. Sie müssen vor allem darauf achten, ob ein eventueller Kursrutsch unter das alte Allzeithoch bei 12.400 Punkten auch nach dem Verfallstag Bestand hat. Einen kleinen „Ausrutscher“ nach unten in dieser Woche müssen Sie schon einkalkulieren. Aber wenn sich der DAX danach erholt, können Sie sich wieder entspannen.

Wenn Sie als Trader dagegen kurzfristiger handeln, dann sollten Sie gegebenenfalls eigene offene Long-Positionen enger absichern. Falls Sie noch auf eine gute Einstiegschance lauern, dann ergibt sich diese in dieser Woche eventuell: Mit Abstauberlimits oder gezielten Käufen im Bereich des alten Allzeithoch können Sie von den möglichen Verfallstagsturbulenzen sogar profitieren.

Spekulieren sollten Sie auf diesen Kursrutsch dagegen eher nicht. Nur sehr kurzfristig agierende Trader können versuchen, daraus Kapital zu schlagen, falls die Kurse beginnen, sich dynamisch abwärts zu bewegen.

Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen

Ihr Torsten Ewert


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Trader-Sentiment für 20. KW 2017 (15.05. - 19.05.)

Vor einer Woche war hier an dieser Stelle zu lesen, dass mit 53,10 Prozent Bären der Pessimismus zwar im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage (55,36 Prozent) etwas abgenommen hatte, er aber immer noch recht markant war. "Und so könnte der DAX aus Sicht des Sentiments als Kontraindikator in dieser Woche weitere Allzeithochs markieren", lautete der Schlusssatz.

Tatsächlich stellte der DAX anschließend mit dem Hoch der Woche bei 12.783,23 Punkten einen neuen Rekord auf. Und mit am Ende 12.770,41 Zählern wurde im Vergleich zum Schlusskurs der Vorwoche (blaue Linie) auch noch ein Gewinn in Höhe von immerhin 0,43 Prozent erzielt.

Nach wie vor will der DAX also seinen Aufwärtstrend nicht aufgeben. Dabei ist es durchaus hilfreich, dass die Anleger zwölf Mal in den vergangenen 14 Wochen fallende Kurse erwartet haben. Denn das Sentiment ist eben ein Kontraindikator - und hat als solcher auch in der vergangenen Woche wieder funktioniert.

Und so dürfte der DAX auch in der neuen Handelswoche an seinem Aufwärtstrend festhalten. Denn in der aktuellen Umfrage sind die Bären schon wieder in der Überzahl.

Zwar hat der Pessimismus noch einmal leicht abgenommen - aktuell haben wir es mit 52,97 Prozent Bären zu tun, in den beiden Umfragen zuvor waren es 55,36 bzw. 53,10 Prozent - das Übergewicht ist aber immer noch deutlich. Und so könnte der DAX aus Sicht des Sentiments als Kontraindikator auch in dieser Woche wieder ein neues Allzeithoch markieren.


Ihr
Sven Weisenhaus


Börse - Intern vom 12. Mai 2017:
Gleiche Kursmuster im USD/JPY und Öl ermöglichen gleiche Trade

Im Ölpreis lässt sich derzeit eine ähnliche Kursentwicklung feststellen wie im USD/JPY (siehe dazu gestrige Börse-Intern). Daher ist auch im Ölpreis ein Long-Trade möglich – allerdings auf einer anderen Zeitebene. So haben wir gestern beim USD/JPY die Kursentwicklung seit Ende September 2016 analysiert. Hier noch einmal ein Chart aus der gestrigen Analyse:

USD/JPY - Elliott-Wellen-Analyse

Dieser zeigt eine dynamische Aufwärtsbewegung in fünf Wellen zwischen September und Dezember 2016 (siehe linke grüne Zahlen). Danach folgte eine ABC-Korrektur (roter Trendkanal). Und gemäß der Elliott-Wellen-Theorie sollte am Ende der Korrektur wieder eine 5-gliedrige Aufwärtsbewegung gestartet sein.

Gleiche Kursmuster im USD/JPY und Öl

Beim Ölpreis erkennt man einen sehr ähnlichen Kursverlauf:

Rohöl der Sorte WTI - Chartanalyse

Allerdings findet dieser in einem kürzeren Zeitraum statt - und zwar binnen nur einer Woche. Im Gegensatz zum längerfristigen USD/JPY-Chart mit Tageskerzen schauen wir daher hier auf einen kurzfristigen Chart der Ölsorte WTI mit 15-Minuten-Kerzen.

Bestimmte Kursmuster treten immer wieder auf

Doch das ist eben die Natur der Charttechnik. Die Geschichte wiederholt sich– aber eben nicht 1:1. Gewisse Kursmuster treten immer wieder auf. Und daher kann man daraus auch Trades ableiten in der Erwartung, dass der Kurs wieder die aus der Formation zu erwartende Kursrichtung einschlägt bzw. beibehält. Sowohl im USD/JPY als auch im Ölpreis bieten sich demnach derzeit Long-Positionen an.

Chartanalyse Ölpreis

Die wichtigen Marken für den USD/JPY-Trade hatte ich Ihnen gestern bereits genannt. Im Ölpreis sollte es aus Sicht der Elliott-Wellen nun nicht mehr unter das Tief der Welle C bei 45,53 USD gehen. Aus Sicht der klassischen Charttechnik müsste man bereits skeptisch werden, wenn der Kurs unter das Niveau fällt, bei dem am 10. Mai der Ausbruch aus der Konsolidierung (roter Trendkanal) erfolgte. Ein Stopp bietet sich also entweder bei 45,53 USD oder bereits bei 46,55 USD an.


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Sven Weisenhaus
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PS: Auch diese Tradingidee haben wir übrigens, wie den Long-Trade auf USD/JPY, im „Target-Trend-CFD“ gewinnbringend umgesetzt. Hier sind wir bereits am 5. Mai eingestiegen. Und als der Kurs gestern aus der Konsolidierung ausbrechen konnte, platzierten wir den Stopp unter das Tief der Ausbruchskerze.


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Börse - Intern vom 11. Mai 2017:
Trendwechsel auch im Yen - so können Sie nun traden

Gestern schrieb ich über den Trendwechsel im Euro. Aber auch im japanischen Yen lässt sich derzeit eine geänderte Kursrichtung beobachten. Denn im USD/JPY wurde kürzlich ebenfalls ein Abwärtstrendkanal (rot im Chart) nach oben gebrochen:

USD/JPY - bullisher Trendbruch

Dieser Abwärtstrend folgte auf eine zuvor sehr steile Kursrally, die den Wechselkurs von rund 100 Yen Ende September 2016 bis auf im Hoch 118,662 Yen Mitte Dezember 2016 führte. Das war ein Kursanstieg von mehr als 18 Prozent binnen zweieinhalb Monaten. Eine Korrektur war daher dringend nötig, um den überkauften Zustand abzubauen. Und es spricht vieles dafür, dass es sich bei der jüngsten Abwärtsbewegung um diese Korrektur handelte und es mit dem Trendbruch nun zu einer Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung gekommen ist.

Fibonacci-Marken

So wurden mit der Gegenbewegung zum Beispiel etwas mehr als 50 Prozent der vorangegangenen Aufwärtsrally korrigiert (siehe blaue Linien im folgenden Chart). Und die Theorie der Fibonacci-Marken besagt, dass erst eine Korrektur von mehr als 61,80 Prozent einen vorangegangenen Trend beendet. Demnach ist der Ende September 2016 eingeleitete Aufwärtstrend also noch intakt.

USD/JPY - Fibonacci-Retracements

Elliott-Wellen

Zu demselben Ergebnis kommt die Elliott-Wellen-Analyse. Nach dieser Theorie folgt auf eine 5-gliedrige Aufwärtsbewegung eine ABC-Korrektur. Und am Ende der Korrektur startet wieder eine 5-gliedrige Aufwärtsbewegung. Übertragen auf den USD/JPY sieht das ganze wie folgt aus:

USD/JPY - Elliott-Wellen-Analyse

Die dynamische Aufwärtsrally von Ende 2016 lief in 5 Wellen (grüne Zahlen im Chart) ab. Die Gegenbewegung lässt sich als ABC-Korrektur identifizieren (rote Buchstaben). Und der Trendbruch erfolgte im Rahmen der Welle 1 des neuen 5-gliedrigen Aufwärtszyklus.

Diese Marken sollten nun nicht unterschritten werden

Dieses Szenario ist nun aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie solange intakt, wie das Tief der Welle C bei 108,136 Yen nicht mehr unterschritten wird. Legt man die Fibonacci-Marken an die aktuelle Aufwärtsbewegung an, sollte der Kurs im Rahmen einer Welle 2 möglichst nicht mehr unter 110,5176 Yen fallen.

USD/JPY - Fibonacci-Retracements - kurzfristig

Trading-Ideen

Wenn Sie diese Analyse in einen Trade umsetzen möchten, dann könnte man den bullishen Trendbruch mit einer Long-Position begleiten. Den Stopp dazu kann man entweder an das Tief der Welle C oder knapp unter die 61,80 Prozent Fibonacci-Marke bei 110,5178 Yen legen. Wer sich nach der klassischen Charttechnik richten möchte, könnte auch die Notbremse ziehen, wenn der Kurs zurück in den gebrochenen Abwärtstrendkanal fällt. Alternativ könnte man auch erst nach einem kleinen Rücksetzer (Welle 2) einsteigen, also wenn die genannten Marken von oben angesteuert wurden.


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PS: Im „Target-Trend-CFD“ haben wir die charttechnische Situation übrigens in einen gewinnbringenden Trade umgewandelt. Hier sind wir bereits am 13. April eingestiegen. Und als der Kurs an das obere Ende des Abwärtstrendkanals stieß, nahmen wir am 4. Mai Teilgewinne mit. Die Restposition brachte seit dem Trendbruch weitere Gewinne.


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Börse - Intern vom 10. Mai 2017:
Trendwechsel im Euro!

Am Montag ging Torsten Ewert nach der Wahl in Frankreich auf die unmittelbaren Kursreaktionen des EUR/USD-Wechselkurses und des DAX (Future) ein. Dies nahm ich gestern zum Anlass, die charttechnische Situation im DAX noch einmal aus Sicht der Target-Trend-Methode zu betrachten. Und heute möchte ich auch den Euro zum US-Dollar noch etwas genauer besprechen. Denn hier hat sich seit meiner vorangegangenen Euro-Analyse vom 7. April (siehe „Was Sie mittelfristig vom EUR/USD zu erwarten haben“) interessantes getan.

Abwärtstrendkanal gebrochen

So konnte der EUR/USD-Wechselkurs am 24. April mit einer Aufwärtslücke (Gap Up) seinen Abwärtstrendkanal (im folgenden Chart rot) brechen und sich anschließend oberhalb der 200-Tage-Linie (blau) festsetzen. Zugleich hat sich die horizontale Linie bei 1,082 USD von einem Widerstand wieder in eine Unterstützung verwandelt, was wir in der Vergangenheit schon einige Male beobachten konnten.

EUR/USD - Chartanalyse

Durch den Bruch des Abwärtstrendkanals endet nun die seit rund einem Jahr anhaltende Kursschwäche endgültig. Wobei sich das eigentliche Tief bereits zu Jahresbeginn ausgebildet hatte. Mit der Kursentwicklung der vergangenen Monate und dem aktuellen Bruch des roten Abwärtstrends ist nun wieder klar erkennbar, dass sich der Kurs weiterhin an die von mir erwartete Seitwärtsrange (gelbes Rechteck) von ca. 1,05 bis 1,15 USD hält.

Vom Abwärtstrend zum Aufwärtstrend

Theoretisch hätte der Euro dadurch weiteres Aufwärtspotential bis zum oberen Ende dieser Range. Dieses mögliche Ziel der Bullen wird allerdings nicht kurzfristig erreichbar sein. Denn aktuell bewegt sich der Kurs lediglich mühsam aufwärts, da es immer wieder zu scharfen Rücksetzern kommt. Dadurch kann man an die jüngsten Hochs und Tiefs einen Aufwärtstrendkanal anlegen (grün im folgenden Chart), der in einer ähnlichen Neigung verläuft wie zuvor der Abwärtstrendkanal (rot).

EUR/USD - Chartanalyse

Eine anhaltende Aufwärtsbewegung ist nicht nur aus dieser aktuellen charttechnischen Lage möglich. Auch das Sentiment als Kontraindikator spricht für weiter steigende Kurse.

Parität war ausgemachte Sache

Denn bis vor kurzem war es aus Sicht vieler Experten ausgemachte Sache, dass der Wechselkurs die Parität erreichen wird. Als Gründe dafür wurden einerseits die Geldpolitik und andererseits die Wirtschaftsentwicklung genannt. Doch beides wurde wohl durch den Rückfall bis Ende 2016 ausreichend in den Kursen eingepreist. Denn schon lange ist bekannt, dass die US-Notenbank die Zinsen anhebt, während die EZB weiterhin eine Nullzinspolitik verfolgt. Und auch, dass die US-Wirtschaft stärker ist als die krisengeplagte Eurozone, zeichnete sich längst ab (siehe dazu auch die Prognosen von IWF und OECD – Börse-Intern vom 4. und 5. Mai).

Doch genau hier wäre inzwischen eine Überraschung denkbar. Die Dynamik der europäischen Wirtschaft könnte die der USA bald übertreffen. Immerhin herrscht in den USA bereits Vollbeschäftigung, während die Arbeitsmärkte in einigen Ländern der Eurozone noch enormes Aufholpotential haben.

Aufholjagd

Und das Wachstum der USA enttäuschte nicht nur im ersten Quartal (siehe Börse-Intern vom 3. Mai). Auch für das zweite Quartal wurden die Prognosen  ganz aktuell wieder heruntergeschraubt. Am vergangenen Donnerstag hatte ich noch berichtet, dass der Realtime-Indikator der Atlanta Fed für das zweite Quartal ein BIP-Wachstum von stolzen 4,3 Prozent vorsah. Inzwischen wurde dieser auf nur noch +3,6 Prozent reduziert.

Ein solches Wachstum wäre zwar immer noch beachtlich, aber es zeichnet sich eben ab, dass das Wachstumspotential der US-Wirtschaft begrenzt ist. In einigen Ländern der Eurozone gibt es dagegen noch hohe freie Kapazitäten. Und dies könnte Investoren in diese Länder locken und den jungen Aufwärtstrend im Euro weiter befeuern. Zumal die EZB voraussichtlich auch ab 2018 ihre expansive Geldpolitik langsam zurückfahren wird. - Wenn Sie im Euro als Trader aktiv sind, achten Sie also in nächster Zeit auf den grünen Trendkanal.


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