Börse - Intern - 10-Tage-Rückblick

Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter


Der 10-Tage-Rückblick des Börse Intern informiert Sie darüber, was die Märkte in den letzten zehn Tagen wirklich bewegt hat. Regelmäßige und vor allem zuverlässige Informationen sind die Basis für Ihren Börsenerfolg. Mit diesem Service bieten wir Ihnen die Inhalte der vergangenen zehn Ausgaben übersichtlich auf einer Seite dargestellt.


Börse - Intern vom 26. Juni 2017:
Herbstkorrektur schon im Sommer möglich

Inhaltsverzeichnis

Herbstkorrektur schon im Sommer möglich

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

eigentlich scheint die Welt an den Aktienmärkten noch in Ordnung. Zwar bleibt die Aufwärtsdynamik verhalten, aber es werden doch immer wieder neue Allzeithochs markiert. Vor allem aber folgten auf Fehlausbrüche an den Allzeithochs keine starken Kursrückschläge. Damit besteht die Chance, dass die Rally einfach weitergeht. Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit.

Der Bullenmarkt im S&P 500 scheint völlig ungefährdet

Zugegeben, beim flüchtigen Blick auf den Chart (hier der S&P 500) sieht es noch nicht nach größeren Turbulenzen aus.

S&P500, Tageschart

Der Kurs läuft immer noch komfortabel in der oberen Hälfte des übergeordneten, seit Anfang 2016 gültigen Aufwärtstrends (dicke schwarze Linien). Den kurzfristigen, steileren Trend (grün schattiert) mit Beginn im Herbst 2016, hat er zwar verlassen. Aber das bullishe Szenario bleibt trotzdem in Kraft: Es kam zweimal kurz nacheinander zu einer dynamischen Umkehr nach oben– erst an der Mittellinie des übergeordneten Trends und dann nach dem jüngsten Ausbruch nach oben (siehe grüne Pfeile).

Dass der S&P 500 unlängst erneut an dem Wiedereintritt in den grün schattierten Trend scheiterte (siehe roter Pfeil), ist zunächst weniger bedeutsam. Aufgrund der anhaltenden relativen Stärke ist auch nach dem Bruch des grünen Trends ganz klar eine leichte Trendabschwächung zu favorisieren, kein Trendwechsel.

Das erste Indiz für lahmende Börsen

Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass die vermeintliche Stärke womöglich schon zu erlahmen droht. Dazu der gleiche Chart wie oben mit einigen zusätzlichen Chartelementen:

S&P500, Tageschart

Hier fällt zum einen der flache rote Trend ins Auge, dessen Oberkante der S&P 500 zuletzt mehrfach bestätigt hatte (indem er daran scheiterte) und an der er in der Vorwoche einen Fehlausbruch produzierte (siehe roter Pfeil).

Bei einem Rückfall könnte der Kurs bis an die Unterkante des roten Trends laufen. Dabei würde er allerdings ein Fehlsignal am alten Hoch von März bei rund 2.400 Punkten produzieren. Das wäre natürlich auch aus übergeordneter Sicht bearish.

Das zweite Indiz für lahmende Börsen

Zum anderen könnte man die Kursbewegung von März bis Mai als Seitwärtsbewegung auffassen (unteres gelbes Rechteck). Dann sollte der Kurs nach klassischer Charttechnik nach dem jüngsten Ausbruch nach oben bis an die Oberkante des nächsten, gleichgroßen Rechtecks laufen, das einfach auf das Ursprungsrechteck gesetzt wird (oberes Rechteck).

Aber genau hierbei schwächelt der S&P 500 zurzeit ebenfalls. Es besteht also auch aus dieser Perspektive die Gefahr eines Rückfalls und Fehlausbruchs. Allerdings könnte der Kurs dabei sogar bis an die Unterkante des unteren Rechtecks zurückfallen. Je nach Zeitdauer dieser Bewegung würde der S&P 500 dabei auch die untere dicke schwarze Linie erreichen, die Unterkante des übergeordneten Aufwärtstrends. Das könnte z.B. im Bereich des untersten roten Targets geschehen.

Welche neuralgischen Punkte der S&P 500 vorher durchbrechen müsste

Wenn es so kommt, bestünde eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür, dass auch dieser Trend gebrochen wird – denn zuvor hätte der S&P 500 ja nicht mehr dessen Oberkante erreicht, sondern bereits Schwäche gezeigt. Kursrückgänge bis 2.225 oder auch 2.200 Punkte (ca. -10 % vom jüngsten Hoch) wären demnach völlig normal. Sie würden den Bullenmarkt zwar nicht beenden, aber die längst erwartete und überfällige „größere“ Korrektur einleiten.

Dazu müsste aber der S&P 500 kurzfristig einige neuralgische Punkte durchbrechen (siehe obere rote Kreise im Chart): die Zwischentiefs vom Juni sowie die Mittellinie des übergeordneten Trends bzw. vor allem das alte Allzeithoch bei 2.401 Punkten.

Wie die Sommerkorrektur zum saisonalen Zyklus passt

Aber wie passt das zu der immer noch positiven Saisonalität im aktuellen Nachwahljahr? Danach soll die Rally noch bis Ende Juli weitergehen (siehe Börse-Intern vom 23.06.2017). Und tatsächlich, diesen Verlauf gibt es nicht nur im DAX, sondern auch für die US-Märkte – siehe schwarze Kurve im folgenden Chart, die den Durchschnittsverlauf der Nachwahljahre im Dow Jones seit 1901 darstellt.

Dow Jones - Nachwahljahre seit 1901 vs. aktuell

Im Vergleich dazu zeigt die rote Kurve den aktuellen Verlauf des Dow Jones. Und hier sehen Sie, dass der Dow Jones in diesem Jahr nicht nur den üblichen Februar-Einbruch ausgelassen , sondern auch die typische Konsolidierung von Mitte Mai bis Mitte Juni frühzeitig beendet hat.

Ein Durchschnittsverlauf ist nur ein Durchschnittsverlauf

Inzwischen ist er längst auf dem Niveau, von dem aus die ausgedehnte Konsolidierung im Nachwahljahr beginnt. Und wenn man das Zeitfenster des früheren Beginns des Anstiegs vom durchschnittlichen Jahreshoch Anfang August vorverlegt (siehe blaue Streifen), dann wäre der Dow Jones auch zeitlich längst für einen Korrekturbeginn bereit.

Zudem müssen wir bei solchen Vergleichen stets bedenken, dass wir nur mit statistischen Durchschnitten arbeiten – im konkreten Fall kann der Verlauf natürlich völlig anders aussehen. Aber immerhin folgt der Dow Jones bisher seinem Durchschnittsverlauf sowohl hinsichtlich der Bewegungen als auch der Größenordnung recht gut. Merkliche zeitliche Abweichungen wie in diesem Jahr treten dagegen recht häufig auf. Wenn diese Abweichungen, wie aktuell, im Jahresverlauf vergleichsweise konstant bleiben, dann können sie sogar eine Bestätigung des typischen Saisonmusters sein.

Warum auch fundamental eine baldige Korrektur möglich ist

Mit Blick auf die fundamentalen Rahmenbedingungen macht eine solche verfrühte Schwäche ebenfalls Sinn: So beginnt demnächst wieder die Quartalsberichtssaison. Bis dahin dürften viele Anleger erst einmal abwarten. Und wenn die eher verhaltenen Erwartungen auch noch enttäuscht werden, dann kann es schnell zu einer Verkaufswelle kommen.

Worauf Sie achten und wie Sie reagieren sollten

Aber erfreulicherweise bieten uns die Charts aktuell sehr gute Anhaltspunkte: Wenn es doch noch zu einem baldigen Aufwärtsschub in Richtung der Oberkante des oberen gelben Rechtecks bei rund 2.480 Punkten kommt, verringern sich die Korrekturgefahren zunächst wieder. Kritisch sind dagegen Rückfälle durch die roten Kreise und insbesondere unter die 2.400er Linie zu werten. Dann nimmt die Gefahr eines Rückschlags deutlich zu und Sie sollten aufgrund der dann möglichen größeren Korrektur nach und nach Gewinne sichern.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Premium Trader, bis hin zum Allstar Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Hebel XXL und die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot!


Trader-Sentiment für 26. KW 2017 (26.06. - 30.06.)

Die Bären stellten mit einem Anteil von 54,31 Prozent vor einer Woche wieder einmal die klare Mehrheit - zum 16. Mal in den vergangenen 20 Wochen. Und mit diesem erneut klaren Pessimismus sprach das Sentiment als Kontraindikator für steigende Kurse im DAX.

Tatsächlich konnte der Index anschließend (siehe helles Rechteck im Chart) einen kräftigen Satz nach oben machen und mit 12.951,54 Punkten am Dienstag sogar ein neues Allzeithoch markieren.

Zwar kam es anschließend zu fallenden Kursen und am Mittwoch rutschte der Index sogar ins Minus und schloss am Freitag auch mit einem leichten Abschlag von 19,32 Punkten bzw. 0,15 Prozent. Dennoch kann man argumentieren, dass die negative Stimmung zu Wochenbeginn den Impuls für ein neues Allzeithoch lieferte und das Sentiment somit als Kontraindikator wieder einmal funktioniert hat.

Folgt auch die neue Handelswoche diesem Muster, dann sollte man sich auf wieder steigende Kurse einstellen. Denn auch in der aktuellen Umfrage sind die Bären in der Überzahl.

Mit 51,16 Prozent ist deren Anteil allerdings deutlich geschrumpft. Es liegt also nur noch ein relativ geringes Ungleichgewicht vor. Und damit sinkt die Prognosequalität des Sentiments als Kontraindikator. Man sollte in den kommenden Tagen also vorsichtig agieren, wenn man sich beim Anlegen oder Traden nach dem Stimmungsbild richtet.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team -
www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 23. Juni 2017:
Saisonalität: Noch ein Allzeithoch im Juli?

Viel passiert ist im DAX aus charttechnischer Sicht weiterhin nicht. Der deutsche Leitindex befindet sich nach wie vor innerhalb des leicht aufwärts gerichteten Trendkanals (rote und grüne Linie im folgenden Chart) bzw. in der Konsolidierung, die mit dem Ende des heutigen Tages bereits seit sieben Wochen läuft (blauer Pfeil).

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Seit dem neuen Allzeithoch, das am Dienstag bei 12.951 Punkten markiert wurde, befinden sich die Kurse allerdings innerhalb der Formation wieder auf dem Rückzug. Auf Wochensicht hat der DAX damit trotz des positiven Wochenbeginns leicht verloren.

Zwei schwache Wochen waren angekündigt

Und dieses Ergebnis kommt nicht überraschend. Denn schon frühzeitig hatte ich darauf hingewiesen, dass es in der 24. und 25. Kalenderwoche eines Jahres aus saisonaler Sicht oft zu fallenden Kursen kommt (siehe auch Börse-Intern vom 31. Mai).


Quelle: https://www.stockstreet.de/saisonale-charts (hier finden Sie auch weitere saisonale Charts)

Am 9. Juni ging der DAX mit 12.815,72 Zählern aus dem Handel. Die 24. Kalenderwoche beendete er bei 12.752,73 Punkten. Hier passte die Saisonalität bereits. Und wenn der DAX heute auf dem aktuellen Niveau von rund 12.730 Zählern aus dem Handel geht, haben wir tatsächlich zwei schwache Börsenwochen erlebt.

Vier starke Wochen liegen vor uns

Für die kommenden Wochen sieht es dann historisch betrachtet wieder besser aus. Denn im Juli kommt es gerne noch einmal zu einem neuen Jahreshoch, bevor dann die korrektive Herbstphase beginnt. Diese Regelmäßigkeit findet sich übrigens auch im US-Präsidentschaftszyklus wieder.

DAX - durchschnittlicher Kursverlauf in US-Nachwahljahren
Quelle: https://www.stockstreet.de/saisonale-charts (hier finden Sie auch weitere saisonale Charts)

Demnach könnten kurzfristige Trader also am unteren Ende des laufenden Trendkanals noch einmal long gehen und darauf setzen, dass der DAX in den kommenden Wochen mindestens wieder bis an die obere Linie zurückläuft, bevor der Trendkanal dann nach unten gebrochen wird.

Sollte der Trendkanal allerdings zuvor bereits brechen, muss man die Situation neu bewerten und die weitere Entwicklung abwarten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Premium Trader, bis hin zum Allstar Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Hebel XXL und die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot!


Börse - Intern vom 22. Juni 2017:
Dow Jones Industrie vs. Transport - zuverlässiges Warnsignal?

Immer wieder ist in Analysen und den Medien zu lesen, dass der Dow Jones Transportation Index gegenüber dem klassischen Dow Jones (Industrial Average) Index seit einigen Monaten eine „relative Schwäche“ entwickelt. Und dies sei ein Zeichen für eine baldige Korrektur. Das ist aber falsch! Noch gibt es kein Warn- oder gar Verkaufssignal, das sich aus dem Kursverlauf der beiden Indizes ablesen ließe. Eine Korrektur ist aber dennoch möglich.

Industrial Average steigt, Transportation konsolidiert

Hergeleitet wird der vermeintliche Indikator aus der Dow-Theorie. Allerdings geht es dabei nicht um die zeitweilige Divergenz beider Indizes. Diese ist nämlich eher die Regel als die Ausnahme, wie wir gleich sehen werden. Tatsächlich lautet die Kernforderung von Charles Dow, dass sich Dow Jones Industrial Average und Dow Jones Transportation gegenseitig bestätigen müssen, um ein Signal zu liefern.

Genau dies ist aber seit längerem nicht mehr der Fall. So kann man mit Blick auf den folgenden Chart feststellen, dass der Transport-Index (rot) seit mehr als einem halben Jahr seitwärts bzw. sogar leicht abwärts gerichtet konsolidiert, während die 30 Werte des klassischen Dow Jones (Industrie-Index) im selben Zeitraum weiter zulegen konnten (grün).

Dow Jones - Industrial Average vs. Transportation

Doch handelt es sich dabei um ein Warnsignal?

Die Vergangenheit zeigt: Kein brauchbarer Indikator

Auch im Stockstreet-Team wurde diese Frage bereits mehrfach aufgeworfen. Festzuhalten ist, dass das Thema insgesamt sehr kontrovers diskutiert wird. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt aber zumindest Schwächen auf (siehe dazu auch die folgenden Charts):

Im Jahr 2015 zum Beispiel erreichte der Transportindex schon zu Jahresbeginn sein Hoch und fiel dann ab Mitte März tendenziell ab. (Ähnlich ist die Situation auch in diesem Jahr). Doch der Industrieindex gab damals erst ab Mitte Juli stärker nach. Er folgte damit den Transportwerten mit einer Verspätung von vier Monaten. Im Dezember 2016 kam es erneut zu einem Kurseinbruch im Transportindex, den die Industriewerte in diesem Fall einen Monat später mitmachten. Selbst in Phasen, wo der Transportindex also als Signalgeber vermeintlich funktionierte, hätte man ein erhebliches Timing-Problem gehabt.

Im Jahre 2007 begannen die Industriewerte ihre Abwärtsbewegung vor den Transportwerten, die noch bis weit in das Jahr 2008 stabil tendierten. Ähnliches geschah 2011. Auch in diesem Jahr bildete der Industrieindex vor den Transportwerten ein Hoch aus. In diesen Fällen funktionierte das vermeintliche Warnsignal also gar nicht bzw. umgekehrt. Und es gab wieder das Timing-Problem.

Doch beim Blick auf die Charts fällt noch etwas Entscheidendes auf: In den vergangenen Jahren hat sich der Transportindex deutlich stärker entwickelt als der stärker beachtete Dow Jones Industrial. Insofern könnte die aktuelle Divergenz auch einfach ein leichtes Schließen der Schere darstellen.

Die Schere schließt sich lediglich

Schauen wir uns dazu den obigen Chart in einem längeren Zeitraum an, zum Beispiel über ein volles Jahr:

Dow Jones - Industrial Average vs. Transportation - 1 Jahr

Oder auch über einen Zeitraum von 10 Jahren:

Dow Jones - Industrial Average vs. Transportation - 10 Jahre

In beiden Fällen kann man tatsächlich zu dem Ergebnis kommen, dass die Industriewerte die vorangegangene Outperformance der Transportwerte lediglich aufholen und sich die Schere zwischen den beiden Indizes einfach schließt.

Aufwärtstrends sind in beiden Indizes intakt

Dies ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass die Transportwerte seit einem halben Jahr schwächer performen als die Industriewerte. Doch es ändert ein wenig die Perspektive. Und dabei zeigt sich recht deutlich, dass die Kurse zwar phasenweise konsolidieren oder gar korrigieren, der Aufwärtstrend in beiden Indizes aber intakt ist. Insofern bestätigen sich die Indizes gemäß der Dow Theorie eher noch gegenseitig als dass sie ein Warnsignal abgeben. Das gilt vor allem dann, wenn der Transport-Index bald ein neues Allzeithoch markiert, wozu ihm bereits wenige Prozentpünktchen genügen würden.

Ein Warnsignal liegt also noch längst nicht vor. Dieses würde erst dann vorliegen, wenn auch der Dow Jones (Industrie-Index) in eine Abwärtsbewegung übergeht. Allerdings muss diese im übergeordneten Trend vorliegen (denn für kurzfristige Signale ist die Dow-Theorie ohnehin nicht anwendbar).

Aber selbst wenn einer der beiden Indizes demnächst in eine schärfere Korrektur übergehen würde, wüsste man noch längst nicht, ob oder wann der andere Index folgt. Dies haben die oben genannten Beispiele gezeigt. Einen Hinweis auf eine bevorstehende Korrektur kann man aus dem Vergleich der beiden Indizes also nicht ableiten.

Das heißt nun natürlich nicht, dass es nicht bald zu einer Korrektur kommen kann. Doch diese würde ich eben anhand von anderen Hinweisen erwarten - zum Beispiel aufgrund der Saisonalität. Dazu in den nächsten Tagen mehr.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Premium Trader, bis hin zum Allstar Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Hebel XXL und die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot!


Börse - Intern vom 21. Juni 2017:
Ölpreiseinbruch trotz OPEC-Einigung

Vor einem Monat einigten sich die Staaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) zusammen mit elf Nicht-OPEC-Ländern in einer gemeinsamen Sitzung in Wien auf eine Verlängerung der Öl-Förderkürzungen für die nächsten neun Monate. Damit wurden die bereits seit Januar geltenden Limits bei der Ölproduktion wie erwartet bis zum März 2018 ausgeweitet (siehe dazu auch Börse-Intern vom 17. Mai).

Trotz des erwarteten Beschlusses kam es an diesem Tag bei den Ölpreisen direkt nach Bekanntgabe zu einem Kurseinbruch um ca. 5 Prozent (siehe roter Pfeil im folgenden Chart). Doch damit nicht genug - die Ölpreise fielen anschließend fast ungebremst weiter bis auf ein 16-Monats-Tief und verließen damit sogar die seit März 2016 geltende Seitwärtsrange (gelbes Rechteck) nach unten.

Rohöl der Sorte WTI - Chartanalyse

Wie konnte es dazu kommen?

OPEC-Einigung reicht für einen Abbau der Lagerbestände nicht aus

Einerseits wurde die Einigung erwartet und mit dem vorangegangenen Kursanstieg bereits eingepreist. Daher kam es direkt nach der Vollzugsmeldung zu Verkäufen nach dem Motto „Sell the facts“. Andererseits entspricht die anhaltende Reduzierung der Förderung um täglich 1,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) nur ca. zwei Prozent der weltweiten Produktion. Und dies reicht aus Sicht der Märkte offenbar nicht aus, um das weltweite Überangebot zu reduzieren und somit die im Vorfeld der Sitzung erreichten Preise von über 50 USD zu rechtfertigen.

Eigentlich sollten durch den OPEC-Beschluss die historisch hohen Öllagerbestände gesenkt werden. Doch Daten der International Energy Agency (IEA) zeigen stattdessen einen deutlichen Anstieg der Lagerbestände in den Industrieländern. So war die Gesamtmenge im April um 18,6 Millionen Barrel gestiegen und lag damit um 292 Millionen Barrel über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Die Ölvorräte in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die 35 Industriestaaten repräsentiert, betragen derweil mehr als 3 Milliarden Barrel und liegen damit um rund 250 Millionen über dem OPEC-Ziel. Und die IEA warnt, dass das Überangebot 2017 weiter bestehen wird.

Steigende US-Förderung kompensiert die OPEC-Förderbegrenzung

Schon in der Börse-Intern vom 17. Mai berichtete ich, dass die wachsende Ölförderung der USA die beschlossene Menge der Förderkürzung mehr und mehr kompensiert. War zum Zeitpunkt der damaligen Analyse die Zahl der Bohrlöcher bereits auf 712 angestiegen - binnen zwei Monaten um weitere 18 Prozent und  auf Jahressicht sogar um über 123 Prozent, lag diese zuletzt bei 747. Binnen eines Monats kamen also weitere 35 Bohrstellen bzw. 5 Prozent hinzu.

Fragile Einigung

Und selbst die OPEC-Länder halten sich nicht an den Plan zur Förderbegrenzung. So war deren Förderung im Mai bereits wieder gestiegen. Der tägliche Ausstoß legte um 1,0 Prozent auf 32,124 Millionen Barrel zu, wie das Kartell in seinem Monatsbericht mitteilte. Dies zeigt neben dem Streit am Golf, bei dem Katar von mehreren Staaten isoliert wurde, dass die Übereinkunft zwischen den großen Ölstaaten äußerst fragil ist.

Ölpreis kurzfristig im Abwärtstrend

In Anbetracht all dieser Aspekte setzt der Markt darauf, dass auf absehbarer Zeit das Ölangebot hoch bleiben wird und die Preise dadurch weiter belastet werden. Mit dem tieferen Hoch zum OPEC-Beschluss Ende Mai etablierte sich sogar ein Abwärtstrendkanal (rot im Chart oben), bis an dessen unteres Ende die Kurse jüngst gefallen sind.

Elliott-Wellen-Analyse

Zuvor war es übrigens zu einem abgeschlossenen 5-gliedrigen Aufwärtstrend gekommen, so dass nach der Elliott-Wellen-Theorie mit dieser Korrektur zu rechnen war. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Chart aus der Börse-Intern vom 17. Mai:

Rohöl der Sorte WTI - Chartanalyse

Zu diesem Zeitpunkt erwartete ich noch einen Anstieg im Rahmen der Welle 5 bis über den Zielkurs von 50 USD. Wie der folgende Chart (bei dem ein Kontraktwechsel zu berücksichtigen ist) zeigt, kam es tatsächlich noch zu diesem finalen Anstieg, bevor dann der „OPEC-Crash“ folgte (rote Ellipse).

Rohöl der Sorte WTI - Elliott-Wellen-Analyse

Neue Chance für einen Long-Einstieg

Geht man davon aus, dass die aktuellen Kursrückgänge in den Ölpreisen übertrieben sind und es bald zumindest wieder zu einer Gegenbewegung innerhalb des Abwärtstrendkanals oder gar zu einer Fortsetzung der Seitwärtsrange (gelbes Rechteck im Chart oben) kommt, könnte man nun, wie schon innerhalb des 5-gliedrigen Aufwärtszyklus, erneut auf steigende Kurse setzen.

Mit einem Ansteuern der oberen Abwärtstrendkanallinie würde auch wieder mein Zielkurs von 50 USD erreicht (dicke blaue Linien in den Charts). Und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die ölfördernden Länder, die höhere Ölpreise benötigen, das aktuelle Preisniveau nicht allzu lange akzeptieren werden. Leichte Interventionen könnten den Preis dann wieder steigen lassen. Aber auch der die gesunkenen Investitionen könnte die Preise bald wieder steigen lassen. Dazu ein Zitat aus der Börse-Intern vom 17. Mai:

Dabei muss die OPEC eigentlich nur noch eine gewisse Zeit überbrücken, bis das Ölangebot unabhängig von der beschlossenen Angebotsverknappung knapp wird. Dies geht zumindest aus der jüngsten Fünfjahresprognose der Internationalen Energieagentur IEA zum globalen Ölmarkt hervor. Laut der IEA-Analyse waren die jährlichen Einnahmen der OPEC-Länder wegen des Ölpreisverfalls zwischen 2012 und 2016 von 1,2 Bio. US-Dollar auf 450 Mrd. US-Dollar zurückgegangen. Und dies hatte zur Folge, dass die Förderfirmen die Gürtel enger zogen. Die Investitionen gingen 2015 und 2016 um jeweils etwa 25 Prozent zurück. Deshalb könnte innerhalb von wenigen Jahren der Nachschub schwächeln, so die IEA.

Eine kleine Long-Position könnte sich also lohnen. Wer es konservativer mag, wartet noch Umkehrsignale für ein Ende der laufenden Abwärtsbewegung ab.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Premium Trader, bis hin zum Allstar Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Hebel XXL und die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot!


Börse - Intern vom 20. Juni 2017:
Wieder ein neues Allzeithoch – wieder nur ein Fehlsignal

Der DAX hat heute wieder ein neues Allzeithoch markiert. Zuvor hatten bereits die Indizes an der Wall Street neue Rekordstände erreicht. Und der Nikkei notiert so hoch wie zuletzt vor fast zwei Jahren. Mit diesem Rückenwind sprang der DAX gleich zur heutigen Handelseröffnung auf sein neues Allzeithoch.

Schon am vergangenen Mittwoch und damit vor dem verlängerten Wochenende der Börse-Intern berichtete ich über ein neues Allzeithoch im DAX, das sich allerdings als Fehlsignal entpuppte. Der DAX fiel in seine seit Anfang Mai laufende Seitwärtskonsolidierung zurück (siehe folgender Chart). Noch am Freitag schloss der Index dort, wo er bereits am 8. Mai notierte (blauer Pfeil).

DAX - bisherige Chartanalyse

Und die Gefahr für eine Wiederholung ist aktuell recht hoch. Zwar konnte der DAX dieses Mal mit einer Kurslücke auf ein neues Allzeithoch steigen, was man als Ausbruchs-Gap sehen könnte, doch da es im weiteren Tagesverlauf erneut zu einem scharfen Rücksetzer kam (siehe folgender Chart), scheint sich dies als Ermüdungs-Gap zu entpuppen.

DAX im Trendkanal

Zudem: Zeichnet man die grüne und rote Linie etwas anders (siehe folgender Chart), dann blieb der DAX innerhalb eines leicht aufwärts gerichteten Trendkanals.

DAX - neue Chartanalyse

Und in diesem könnte der DAX auch leicht wieder bis auf 12.650 Punkte zurückfallen, ohne das bullishe Bild dieser Formation zu zerstören.

Kursziel der Target-Trend-Methode abgearbeitet

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt man beim Blick auf den bekannten Target-Trend-Chart:

DAX - Target-Trend-Analyse

Der DAX ist heute lediglich an die Mittellinie bei 12.945 Punkten herangelaufen und hat damit dieses Kursziel abgearbeitet. Solange diese Marke nicht überwunden wird, bleibt das Chartbild im Vergleich zur Target-Trend-Analyse vom vergangenen Mittwoch quasi unverändert. Insofern bleiben neue Long-Positionen, die man alleine mit neuen Allzeithochs begründet, riskant.

13.000 Punkte im Visier

Erst wenn die Mittellinie möglichst mit Schwung überwunden werden kann, lautet das neue Kursziel der Bullen 13.300 Punkte. Zuvor muss man bei 13.000 Punkten aber bereits einen psychologischen Widerstand durch die runde Marke einkalkulieren. Häufig kommt es auch an solchen Hürden zu Gegenbewegungen. Dann könnte der DAX unter die Mittellinie zurückfallen und damit einen erneuten Fehlausbruch produzieren.

Die 13.000er Marke hätte die Kurse dann lediglich angezogen, weil die Bullen diese unbedingt noch auf der Anzeigetafel stehen sehen wollten. Auf dieses Szenario hatte ich bereits am Mittwoch hingewiesen. „Dann rechne ich allerdings damit, dass dieses Niveau nicht bereits im ersten Anlauf deutlich überschritten werden kann“, schrieb ich dazu. Gewinnmitnahmen wären nämlich sehr wahrscheinlich.

Fazit

Trotz neuer Hochs bleibt die übergeordnete Aufwärtsdynamik im DAX, insbesondere seit Anfang Mai, eher schwach. Und dies birgt innerhalb der möglichen charttechnischen Formationen entsprechendes Rückschlagpotential. Das gilt selbst für bullishe Chartformationen.

Deshalb bleibt mein Rat: Halten Sie sich mit neuen Long-Trades weiterhin zurück und lassen Sie, wie hier mehrfach beschrieben, die bestehenden Long-Positionen mit eng gefassten Stopps laufen. Short-Trades sind derweil nur für sehr kurzfristig agierende Trader geeignet.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Premium Trader, bis hin zum Allstar Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Hebel XXL und die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot!


Börse - Intern vom 19. Juni 2017:
Negativzinsen akzeptieren? In Aktien investieren!

Inhaltsverzeichnis

Negativzinsen akzeptieren? In Aktien investieren!

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

ein wichtiger Punkt auf unserer Redaktionskonferenz am Wochenende war die vielen Anfragen unserer Leser zum Thema „Geldanlage in Zeiten von Negativzinsen“. Und so haben wir uns entschlossen, dieses Thema hier noch einmal aufzugreifen.

Wie inzwischen jeder von Negativzinsen betroffen ist

Im Juni 2014 hat die EZB den Negativzins im Euroraum eingeführt. Bald darauf wurden diese Negativzinsen an Unternehmen weitergegeben. Ab Ende Oktober 2014 gab es erstmals negative Zinsen auch für deutsche Privatanleger: Die Skatbank führte sie aber zunächst nur auf sehr hohe Guthaben ab 500.000 Euro ein. Das war, wie wir heute wissen, nur der Anfang.

Denn mittlerweile sind auch Sparer mit weniger Kapital betroffen. Und das nicht nur dadurch, dass die Zinsen inzwischen faktisch auf null abgesenkt wurden und über die Inflation Kaufkraft abgebaut wird. Inzwischen müssen sogar schon normale Sparer Negativzinsen zahlen. Eine Übersicht des Vergleichsportal Verivox für eine Reihe von Volks- und Raiffeisenbanken listet Minuszinsen zwischen 0,3 und 0,5 Prozent auf, die zum Teil schon ab 10.000 Euro beim Tagesgeld greifen – eine Summe, die viele Sparer als Reserve auf der „hohen Kante“ haben dürften. Gegen einen Extremfall, bei dem bereits bei einem normalen Girokonto ab dem ersten Euro -0,5 % Negativzinsen fällig werden geht mittlerweile die Verbraucherzentrale vor. Sie ist der Meinung, das sei rechtswidrig.  

Inzwischen haben aber die Negativzinsen sogar uns Trader und Aktienbesitzer erreicht. Im März führte der Online-Broker flatex Negativzinsen von -0,4 % für alle Kunden ein – und das bereits ab dem ersten Euro. Eine Meldung, die es sogar bis in die Bild-Zeitung schaffte. Und der nächste Broker dürfte bald folgen.

Der Bann ist längst gebrochen

So hat Deutschlands Broker-Platzhirsch CortalConsors unlängst seine AGBs geändert. Ergänzt wurde der Hinweis „die Gutschrift der Verzinsung erfolgt quartalsweise“ um den Passus „die Gutschrift der Verzinsung bzw. die Belastung von Negativzinsen erfolgt quartalsweise“. Direkt unter dieser Änderung beeilt sich die Bank zu versichern, dass diese nur aus „organisatorischen“ Gründen erfolgt und die Einführung von Negativzinsen „bis auf weiteres“ nicht geplant ist.

Das passt zumindest zu dem Statement eines CortalConsors-Sprechers vom März. Dieser erklärte damals auf Pressenachfragen, ob CortalConsors einen ähnlichen Schritt wie flatex plane: „Ich bin mir […] recht sicher, dass es mit hoher Wahrscheinlich­keit keine Negativ­zinsen in 2017 geben wird.“ Was danach kommt? Wer weiß es, die Weichen sind jedenfalls gestellt.

Aktien, die beste Alternative

Umso unverständlicher erscheint es uns, dass die Deutschen (laut der Allianz) immer noch knapp 40 Prozent ihres Geldvermögens (immerhin 5,5 Bio Euro) auf Giro- und Sparkonten parken und damit praktisch einen sicheren Verlust machen.

Dabei gibt es gute Alternativen – zum Beispiel den Aktienmarkt. Das mag Sie verblüffen – schließlich wird seit einiger Zeit immer wieder darauf verwiesen, dass Aktien überbewertet sind. Solche Vergleiche sind aber stets relativ, denn die Erfahrung zeigt, dass für die die großen Trends andere Kriterien bedeutsamer sind.

Wir bei Stockstreet sind immer wieder verblüfft, wie wenig die Menschen aus diesen Erfahrungen der Vergangenheit lernen. So schichten beispielsweise Großanleger quasi „gewohnheitsmäßig“ stets aus teuren Anlageklassen in die preiswerten um. Die „kleinen“ Anleger hingegen wollen dagegen immer die teuersten Anlageklassen, einfach weil sie „In“ sind.

Warum Sie dem „Fluss des Geldes“ folgen sollten

Beispiel:

Im Jahr 2000 waren Immobilien und Anleihen/Festgeldkonten verpönt, alle wollten Aktien haben. Dabei waren Aktien im Vergleich zu Immobilien und Anleihen/Festgeldern extrem teuer. Was dann geschah, wissen wir alle: Aktien brachen dramatisch ein, während man mit Immobilien oder Anleihen auf der Gewinnerseite gewesen wäre.

Als nach der Finanzkrise Gold haussierte, wollten alle Gold haben. Wir waren einer der wenigen Newsletter, die warnten als Gold sich der 2.000 Dollar Marke näherte. Schon damals rieten wir zu Aktien – zurecht, wie man heute weiß.

Heute dagegen wollen alle Immobilien kaufen oder parken, wie oben beschrieben, ihr Geld auf ihren Konten zu niedrigsten Zinsen. Dabei sind Immobilien und Festgeldkonten, aber auch Anleihen zurzeit im Vergleich zum Aktienmarkt extrem teuer. Zumindest mit den meisten Bundesanleihen und vielen Feldanlagen machen Sie bei Negativzinsen einen sicheren Verlust: Teurer geht es nicht. Und bei steigenden Zinsen dürften in ein paar Jahren viele jetzige frisch gebackene Immobilienbesitzer in die Verlustzone rutschen.

Wohin das „große Geld“ jetzt fließt

Das „große Geld“ fließt also aktuell und auf längere Sicht aus diesen Anlagenklassen in die Aktienmärkte. Und wenn Sie sich wundern, warum die Aktienmärkte trotz all der Katastrophenmeldungen der vergangenen Jahre stabil geblieben sind, beziehungsweise weiter gestiegen sind, haben Sie hier die Erklärung: Die Großanleger schichten längst um.

Und erst wenn die Masse die Aktie (wieder) als tolle Anlageklasse entdeckt, wird es für den Aktienmarkt kritisch. Doch davon sind wir weit entfernt, wie die folgende Grafik belegt:

Zahl der Aktienanleger in Deutschland 1996-2016

Die Zahl der Aktionäre ist 2016 wieder gesunken und verbleibt seit 2012 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Seit fünf Jahren stagniert zudem die Zahl der Aktienbesitzer und sie hat sich von den Tiefs seit 2008 auch nicht sonderlich stark erholt. Dabei ist Deutschland heute insgesamt um einiges wohlhabender als Anfang 2000 (siehe oben). Erst wenn wieder Werte wie im Jahr 2000 erreicht werden oder zumindest ein steiler Anstieg der Zahlen erkennbar wird, muss man sich Sorgen machen.

Fangen Sie an umzudenken!

Natürlich kann es zwischenzeitlich immer zu Konsolidierungen kommen. Deswegen sollte man auch nicht alles auf eine Karte setzen.

Falls Sie höhere Beträge als Tages- oder Festgeld deponiert haben, sollte Sie also so langsam über Alternativen nachdenken. Die Aktienmärkte sind langfristig gesehen eine gute Alternative. Mit ein wenig Know-how ist die Wahrscheinlichkeit vergleichsweise hoch, dass Sie auf Sicht von 10 bis 15 Jahren eine überdurchschnittlich gute Rendite erzielen. Gerade bei Null- oder Negativzinsen sind Aktien ohne Alternative.

Und wenn Sie sich nicht selbst die Mühe machen wollen, sich das notwendige Know-how zu erarbeiten: Stockstreet bietet gute langfristige Dienste an, die Ihnen die Arbeit abnehmen. Und wir sind, im Vergleich zu Bankberatern und Vermögensberatern absolut unabhängig.

Ihr

Torsten Ewert

Über den Autor: Torsten Ewert ist Chefredakteur der Börsenbriefe Stockstreet Investment Strategie und Aktien-Perlen. Mehr über Torsten Ewert erfahren Sie hier.


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Premium Trader, bis hin zum Allstar Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Hebel XXL und die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot!


Trader-Sentiment für 25. KW 2017 (19.06. - 23.06.)

Vor einer Woche standen sich 49,01 Prozent Bären und 50,99 Prozent Bullen gegenüber. Damit war die Stimmung sehr ausgeglichen und lieferte keine Anhaltspunkte für die weitere Kursentwicklung des DAX. Der anschließende Kursverlauf (siehe dunkles Rechteck im folgenden Chart) passt aber irgendwie zu der unentschlossenen Stimmung. Denn der Index pendelte wild auf und ab, ohne dabei eine klare Richtung zu finden.

Mit einem Schlusskurs von 12.752,73 Punkten kam es zu einem Wochenverlust in Höhe von 0,5 Prozent. Und damit stand der DAX am Ende in etwa dort, wo er am 02. Juni in den Handel ging. Mit einem ausgeglichenen Stimmungsbild kam es also zu einer Seitwärtstendenz.

Für die neue Handelswoche ist die Stimmung wieder eindeutiger. Denn die Bären sind zurück.

Mit 54,31 Prozent stellen sie in der aktuellen Umfrage wieder die klare Mehrheit - zum 16. Mal in den vergangenen 20 Wochen.

Und mit diesem klaren Ungleichgewicht zugunsten der Bären, also mit einem hohen Pessimismus, spricht das Sentiment als Kontraindikator für steigende Kurse im DAX in den kommenden Tagen. Und so müssen die Bären wohl weiter auf eine stärkere Korrektur warten.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team -
www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 14. Juni 2017:
Neues Allzeithoch im DAX - Geht die Rally nun weiter?


Zunächst ein wichtiger Hinweis:
Da morgen in NRW und einigen anderen Bundesländern mit Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag ist, erscheint an diesem Tag keine Börse-Intern. Und auch am Freitag entfällt die Ausgabe, da wir uns auf die alljährlich im Juni stattfindende große Redaktionskonferenz der Stockstreet GmbH vorbereiten, die am kommenden Wochenende abgehalten wird. Die nächste Börse-Intern erscheint somit am Montag, den 19.06.2017.


Vor dem heutigen Zinsentscheid der US-Notenbank hat der DAX im Tagesverlauf ein neues Allzeithoch erreicht. Er überschritt die Marke von 12.900 Punkten und näherte sich damit der runden Marke bei 13.000 Zählern. Doch ein vollständiges Erreichen blieb den Bullen heute noch verwehrt.

Zwei Widerstände begrenzen kurzfristig das Kurspotential

Dafür sind zwei Widerstände verantwortlich, die das eigentlich klar bullishe Signal eines neuen Rekordhochs und das damit verbundene neue Aufwärtspotential verhindert haben. Zum einen scheiterte der DAX letztlich an einer Linie, die man auf die beiden vorangegangenen Hochs legen kann (rot im Chart).

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Und zum anderen wirkte die Mittellinie bei 12.945 Punkten aus dem folgenden bekannten Target-Trend-Chart als Hürde (roter Pfeil):

DAX - Target-Trend-Analyse

Solange der DAX diese beiden Widerstände nicht überwinden kann, bleibt die 13.000er Marke unerreichbar. Stattdessen könnten die Kurse innerhalb der aktuellen Keilformation, die sich mit dem aktuellen Fehlsignal an der roten Widerstandslinie etabliert hat, noch einmal an die kurzfristige Aufwärtslinie zurücklaufen, welche die höheren Tiefs miteinander verbindet (grün in den Charts). Damit würde auch der Kampf um einen nachhaltigen Ausbruch aus den übergeordneten Aufwärtstrendkanälen (grün und gelb im Chart) in die nächste Runde gehen.

13.000er Marke könnte die Kurse anziehen

Da die 13.000 Punkte aber heute bereits in greifbarer Nähe waren, könnten die Bullen diese nun auf der Anzeigetafel stehen sehen wollen. Und so könnte diese Marke die Kurse nach dem aktuellen Rücksetzer schon bald wieder weiter anziehen. Vielleicht kann eine zunehmende Volatilität nach dem Fed-Zinsentscheid das nötige Restpotential freisetzen. Dann rechne ich allerdings damit, dass dieses Niveau nicht bereits im ersten Anlauf deutlich überschritten werden kann.

Keilformation als Trendabschlussmuster

Kommt es hingegen mit der Zinserhöhung der Fed zu weiter fallenden Kursen und dann auch zu einem dynamischen Bruch der kurzfristigen Aufwärtslinie, dann könnte sich die Keilformation als Trendabschlussmuster herausstellen. Allerdings würde sich daraus erst einmal nur ein Abwärtspotential bis zum Startpunkt der Formation ergeben. Dieser lag am Tagestief des 18. Mai bei 12.489 Punkten.

Weil der DAX aber mit Erreichen dieser Marke bereits recht tief in die übergeordneten Aufwärtstrendkanäle gefallen wäre, würde sich daraus ein weitergehendes Korrekturpotential bis zu deren unteren Trendkanallinien ergeben. Kurse zwischen 12.000 und 11.700 Punkten wären dann denkbar.

Fazit

Aktuell ist das neue Allzeithoch wieder nur als Fehlsignal zu werten. Damit dürfte sich die seit Anfang Mai laufende Konsolidierung (blauer Pfeil im ersten Chart) fortsetzen, die inzwischen in eine Keilformation übergegangen ist. Bricht der DAX aus diesem Keil in die eine oder andere Richtung aus, sind die genannten Kursziele aktiviert.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Premium Trader, bis hin zum Allstar Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Hebel XXL und die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot!


Börse - Intern vom 13. Juni 2017:
Kurssturz bei Technologieaktien - Platzt die nächste Blase?

Morgen findet die wichtige Zinsentscheidung der US-Notenbank statt. Und tatsächlich zeigen sich die Anleger, wie am vergangenen Freitag vermutet, im Vorfeld wieder zurückhaltend. Weder die EZB-Sitzung noch die Anhörung von Comey vor dem US-Senat oder die Wahlen in Großbritannien und Frankreich konnten für neuen Schwung an den Aktienmärkten sorgen. Und wenn die Fed die Erwartungen an eine Zinsanhebung erfüllt, dürften auch davon keine Impulse ausgehen. Für kurzfristige Anleger bzw. Trader sind diese Phasen ein Alptraum.

DAX läuft seit über einem Monat seitwärts

Der DAX zum Beispiel notiert aktuell auf dem Niveau, das er bereits Anfang Mai erreicht hat (siehe blauer Pfeil im folgenden Chart). Seit über einem Monat pendelt er also schon wieder nur seitwärts. Im Wesentlichen blieb der Index dabei zwischen 12.530 und rund 12.840 Zählern, was einer Range von 310 Punkten bzw. gerade einmal 2,47 Prozent entspricht.

DAX - Seitwärtsbewegungen

Die meiste Zeit davon waren die Handelsspannen aber noch enger (blaue Rechtecke). Und ein Ausbruch aus diesen Spannen entwickelte sich jeweils zum Fehlsignal. Da werden sich sicherlich einige Trader die Finger verbrannt haben.

Scharfer Kursrückgang bei Technologieaktien

Überraschend kam für viele Anleger sicherlich auch der scharfe Kursrückgang der Technologieaktien am Freitag. Dass sofort von dem möglichen Platzen einer Blase gesprochen wurde, zeigt wieder einmal nur zwei Dinge:

Erstens sind die Anleger größere Tagesverluste nicht mehr gewohnt, obwohl diese in der Vergangenheit völlig normal waren. Doch angesichts der bereits relativ lang anhaltenden Phase geringer Volatilität, lässt schon ein Kursrückgang eines Index wie dem Nasdaq100 um mehr als zwei Prozent leichte Panik aufkommen.

Doch genau damit sind wir bei „zweitens“ angelangt. Wenn die Angst der Anleger vor größeren Korrekturen so schnell sichtbar wird, dann herrscht noch nicht genügend Euphorie, um den laufenden Aufwärtstrends den Todesstoß zu geben. Denn Sie wissen ja: Eine Hausse wird in der Panik geboren, wächst in der Angst, reift im Optimismus und stirbt in der Euphorie.

Nasdaq100: Aufwärtstrend völlig intakt

Und im Nasdaq100 wurde mit den Kursverlusten von Freitag und Montag lediglich das untere Ende des völlig intakten Aufwärtstrends angelaufen (siehe grüner Pfeil im Chart).

Nasdaq100 - Chartanalyse

Dabei wurde die Trendlinie aber noch nicht einmal exakt erreicht, geschweige denn unterschritten. Und die gestrige Tageskerze war bereits wieder eine bullishe.

Wann Sie von einem Trendende ausgehen müssen

Im Nasdaq100 ergeben sich also erst Hinweise auf ein Ende der aktuellen Aufwärtsbewegung, wenn es trotz der Umkehrkerze wieder zu fallenden Kursen kommt und der grüne Aufwärtstrendkanal klar gebrochen wird. Dann könnte es allerdings noch nur zu einer Abflachung des Aufwärtstrends kommen, wie wir sie zum Beispiel zwischenzeitig bereits mit dem roten Aufwärtstrendkanal gesehen haben. Um von einem endgültigen Ende des übergeordneten Aufwärtstrends zu sprechen, müssten die Kurse noch sehr viel weiter fallen. Alles andere ist bis dahin lediglich die längst überfällige charttechnische Korrektur.

Auch im DAX ist die kurzfristige Tendenz von höheren Tiefs, über die ich am 8. Juni berichtete, noch nicht endgültig beendet. Denn zwar wurde das damals genannte Tief von 12.660, nicht jedoch das von 12.640 Zählern unterschritten. Doch erst dann dürfte der DAX erneut in Richtung 12.530 Punkte laufen.

Zwei saisonal schwache Wochen

In beiden Indizes ist also noch keine charttechnische Gefahr für die Aufwärtstendenz zu erkennen. Man sollte allerdings bedenken, dass es in der 24. und 25. Woche eines Jahres aus saisonaler Sicht oft zu fallenden Kursen kommt (siehe auch Börse-Intern vom 31. Mai). Daher bleibt es bei meinem Tipp der vergangenen Wochen: Neue Long-Positionen sind auf dem aktuellen Niveau zu riskant. An bestehenden Positionen kann man aber festhalten und die Gewinne laufen lassen. Dabei sollten aber die Stopps eng gefasst werden.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Premium Trader, bis hin zum Allstar Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Hebel XXL und die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot!


Börse - Intern vom 12. Juni 2017:
Ihr Aha-Effekt mit der Target-Trend-Methode

Inhaltsverzeichnis

Ihr Aha-Effekt mit der Target-Trend-Methode

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

wenn uns Leser auf die Target-Trend-Methode ansprechen, dominiert zunächst Skepsis: Kann eine so „komische“, regelmäßige Struktur im Börsen-Chaos überhaupt funktionieren? Und selbst wenn – die Charts sehen so furchtbar kompliziert aus; ist die Methode dann nicht sehr schwer zu erlernen? Und wie finde ich überhaupt die richtigen Linien? Und so weiter, und so weiter.

Wohlbekannte Fragen und Zweifel

Ich kann diese Skepsis sehr gut verstehen. Schließlich war ich einer der ersten, die Jochen Steffens damals in seine Target-Trend-Methode eingeweiht hat. Und obwohl ich schon ganz gut mit der Charttechnik umgehen konnte, hegte ich ähnliche Zweifel. Als gelernter Ingenieur wollte ich natürlich auch ein möglichst eindeutiges Rezept, wie man Rechtecke und Linien in einem Chart zu platzieren hat.

An diese, meine ersten, unbeholfenen Schritte zur Beherrschung der Target-Trend-Methode muss ich jedes Mal denken, wenn ich – wie am vergangenen Wochenende – ein Seminar zur Target-Trend-Methode halte. Den Teilnehmern geht es dann häufig genauso wie mir damals. Und mitunter gibt es in der Runde sogar den ausgesprochenen Zweifler, der sich anfangs nach Kräften bemüht, die Unmöglichkeit der Methode „nachzuweisen“.

Auch das ist mir wohlbekannt. Ich habe in meiner „Lehrzeit“ Jochen Steffens ebenfalls das sprichwörtliche Loch in den Bauch gefragt. (In der Rückschau erscheint es mir heute noch wie ein Wunder, dass er angesichts meiner nervigen Nachfragen, nicht irgendwann einfach verzweifelt aufgegeben hat.)

Mein Erfolgsrezept für die Target-Trend-Methode

Daher nutze ich seit meinem ersten Seminar 2012 ein Konzept, das mir damals ebenfalls den Durchbruch beschert hat: Um nicht immer weiter zu fragen, habe ich im stillen Kämmerlein einfach selbst an den Target-Trend-Charts gebastelt.

Und siehe da: Plötzlich erschloss sich mir die Struktur praktisch automatisch. Beim Herumprobieren mit den Rechtecken und Linien sah ich auf einmal ganz genau, wo welche Linien liegen „mussten“. Es war wie eine Offenbarung! Und als dann später der erste Trade nach der Target-Trend-Methode genau die von mir „einfach so“ in den Chart gezeichneten Linien abarbeitete, bekam ich eine Gänsehaut. (Das ist sogar heute noch manchmal der Fall.)

So wird schnell der Ehrgeiz geweckt

Dieses Erfolgsrezept habe ich daher auch in meine Seminare übernommen: Ich bereite für die Teilnehmer Übungen vor – von dem einfachen Einzeichnen einer Trendlinie bis zur Bestimmung von Targets – und zwinge sie damit dazu, es ebenfalls einfach einmal selbst zu machen. Die Erfahrung zeigt, dass nichts besser geeignet ist, Zweifel und Skepsis zu zerstreuen und vor allem Erfolgserlebnisse hervorzurufen – da kann man noch so viele tolle Charts oder praktische Beispiele sehen.

Sicher, je nach charttechnischen Kenntnissen und Fertigkeiten oder individueller Scheu in einer solchen „Prüfungssituation“ sind die ersten Schritte bei dem einen oder anderen zunächst noch etwas unbeholfen. Aber das gibt sich schnell und meist wird dann sogar ein gewisser Ehrgeiz geweckt. So kommen eigentlich jedes Mal am Morgen des zweiten Tages ein oder zwei Teilnehmer zu mir und fragen mich, ob ich nicht einen ihrer Charts begutachten könne. Sie hätten am Vorabend oder morgens vor dem zweiten Seminartag mal diese und jene Aktie nach der Target-Trend-Methode analysiert und was ich denn davon halten würde.

Und was soll ich Ihnen sagen: Obwohl ich ja genau weiß, wie hilfreich das „Einfach mal machen“ ist, bin ich stets aufs Neue positiv überrascht, wie gut diese ersten Analysen nach so kurzer Zeit bereits sind. Meine Bemerkungen beschränken sich meist nur darauf, wie man an diesem Rechteck oder jenem Trendkanal noch etwas feilen könnte.

Der programmierte Erfolg mit der Target-Trend-Methode

Zum Abschluss des Seminars betrachten wir dann gemeinsam einige häufig getradete Märkte – vom DAX bis zu den diversen Währungen. Ich ermuntere die Teilnehmer dann stets dazu, dass jeder einen dieser Charts (oder auch einer Aktie aus dem eigenen Depot) selbst vor allen Teilnehmern analysiert. (Inzwischen haben auch fast alle schon „still und heimlich“ etwas vorbereitet und können sofort ein erstes Ergebnis präsentieren.)

Und so kommt es, dass am Ende des Seminars jeder bereits mit mindestens einem nahezu fertigen eigenen Target-Trend-Chart nach Hause fahren kann. Damit ist der Seminarerfolg quasi „programmiert“ und die Motivation, mit dieser Methode weiterzumachen, viel höher als bei üblichen ähnlichen Veranstaltungen, wo Sie einfach nur etwas „vorgesetzt“ bekommen.

Dieser persönliche Aha-Effekt räumt bei den Teilnehmern auch die letzten Zweifel aus, dass die Target-Trend-Methode schwer zu erlernen und anzuwenden ist. Natürlich stehen alle auch nach diesem ersten Erfolg noch vor der mühsamen Aufgabe, die Technik immer und immer wieder zu üben. Denn auch für die Target-Trend-Methode gilt: Übung macht den Meister! Diese Mühe kann (und will) ich ihnen nicht abnehmen. Denn diese Mühe führt zu der notwendigen Erfahrung, das Nebensächliche vom Wichtigen zu trennen.

Wenn auch Sie diesen Aha-Effekt erleben wollen…

Was die Teilnehmer aber erhalten, ist mein Coaching in der allersten Lernphase – und damit einen Turbo-Start auf ihrem Weg zum Erfolg. Das Feedback der Teilnehmer ist daher stets überwältigend. Und der dadurch ebenfalls überzeugte „Skeptiker“ bedankt sich am Ende meist besonders überschwänglich. Das ist für mich der schönste Lohn für letztlich zwei doch sehr intensive Tage!

Es wird also auf jeden Fall ein weiteres Seminar geben. Wenn Sie dann ebenfalls dabei sein wollen, lassen Sie sich am besten jetzt schon unverbindlich auf unsere Warteliste setzen. Sie erhalten dann vorab alle Infos über den nächsten Termin. Erfahrungsgemäß sind die Plätze schnell ausgebucht, wenn der Termin offiziell bekanntgegeben wird. Sie haben also ein Vorzugsrecht! Schicken Sie einfach eine formlose E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unter dem Kennwort „Warteliste TTM-Seminar“. Ich freue mich darauf, Sie dann beim nächsten Mal in Köln begrüßen zu können!

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

PS: Hier ein paar Stimmen unserer Seminarteilnehmer:

Vielen Dank für das tolle, lehrreiche und sehr kommunikative Wochenende!“ (T.W.)

Vielen Dank für das sehr intensive und für mich hochinteressante Weekendseminar!“ (I.B.)

…möchte ich mich ausdrücklich für diese [...] Tage […] herzlich bedanken. Es war eine angenehme Mischung aus fundierten Kenntnissen, verständlichen Unterlagen und lockerer Art des Vortragens, so dass Sie jederzeit meine Aufmerksamkeit in Anspruch genommen haben.“ (F.N.)

Der Ewert war spitze, […] grazie!“ (R.S)

Ganz, ganz herzlichen Dank für das Seminar, die Teilhabe an den Infos und manche beantwortete Frage, die Literatur und viele neue Ansätze, mit Charts umzugehen.“ (T.J.)


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Premium Trader, bis hin zum Allstar Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Hebel XXL und die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot!


Trader-Sentiment für 24. KW 2017 (12.06. - 16.06.)

Vor einer Woche erwartete die Mehrzahl der Voting-Teilnehmer erstmals seit fünf Wochen und zum dritten Mal in den vergangenen 18 Wochen steigende Kurse im DAX. Ein kurzfristiges Doppeltop, auf das wir während der damaligen Umfrage hingewiesen hatten, hielten die 58,11 Prozent Bullen für wenig wahrscheinlich.

Doch vielleicht war es genau dieser hohe Optimismus, der anschließend im DAX tatsächlich zu fallenden Kursen führte, ganz im Sinne des Sentiments als Kontraindikator. Von Beginn an notierte der deutsche Leitindex in der vergangenen Handelswoche (siehe helles Rechteck im Chart) unterhalb des Schlusskurses der Vorwoche (blaue Linie, 12.822,87 Punkte). Bis im Tief bei 12.640,52 Zählern verlor er 1,42 Prozent.

Zwar kam es am Ende der Woche zu einer Kurserholung, doch auch im Wochenhoch bei 12.820,17 Punkten blieb der Index im Minusbereich.

Während man das Sentiment in der vergangenen Woche sinnvoll für seine Tradingentscheidungen nutzen konnte, muss man in der neuen Handelswoche auf diesen Indikator verzichten. Denn aktuell stehen sich 49,01 Prozent Bären und 50,99 Prozent Bullen gegenüber.

Die Stimmung ist damit sehr ausgeglichen und liefert keine Anhaltspunkte für die zukünftige Kursentwicklung des DAX. Nur bei klaren Ungleichgewichten im Sentiment funktioniert der Kontraindikator relativ verlässlich.


Ihr
Sven Weisenhaus
- Stockstreet-Team -
www.trader-sentiment.de


Börse - Intern vom 9. Juni 2017:
Märkte haben eine Zinsanhebung der Fed eingepreist

Nach der gestrigen Notenbanksitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) richtet sich der Blick der Marktteilnehmer nun bereits auf die Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche. Hier wird mehrheitlich erwartet, dass die US-Währungshüter ihre geldpolitische Wende mit einer weiteren Zinsanhebung um 0,25 Prozent fortsetzen. Das FedWatch-Tool der CME Group prognostiziert derzeit sogar eine Wahrscheinlichkeit von fast 96 Prozent für eine Zinserhöhung am 14. Juni.

Zinserwartungen für die Fed-Sitzung im Juni
(Quelle: CME Group)

Für diese Erwartung gibt es auch genügend Gründe. So hat die US-Wirtschaft im Mai zwar laut US-Arbeitsmarktbericht lediglich 138.000 neue Stellen geschaffen und damit deutlich weniger als die erwarteten 186.000 (siehe auch Börse-Intern vom 2. Juni). Zudem wurden die Angaben für die Vormonate zusammen um 66.000 Stellen nach unten revidiert. Aber dennoch ging die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent zurück und befindet sich damit auf einem 16-Jahres-Tief.

Arbeitslosenquote der USA

Außerdem stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA von Januar bis März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,2 Prozent, wie das Handelsministerium in einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit fiel das Wachstum stärker aus als die 0,7 Prozent, die noch in der ersten Schätzung gemeldet wurden (siehe dazu auch Börse-Intern vom 3. Mai).

Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA

Und die aktuellen Einkaufsmanager-Daten weisen darauf hin, dass dieses Wachstum der US-Wirtschaft anhält bzw. sich sogar wieder beschleunigt. So stieg der Index für das verarbeitende Gewerbe der USA im Mai von 54,8 auf 54,9 Punkte marginal an, wie aus der Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Damit endet die Abwärtsbewegung dieses Frühindikators bereits nach zwei Rückgängen auf relativ hohem Niveau, nachdem sich der Indikator zuvor von August 2016 bis Februar 2017 kontinuierlich verbessern konnte.

ISM-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes in den USA
(Quelle: tradingeconomics.com) ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der USA

Der ISM-Index für die US-Dienstleister bleibt auf seinem hohen Niveau oberhalb von 56 Punkten, trotz eines leichten Rückgangs im Mai um 0,6 auf 56,9 Punkte.

ISM-Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungsbereichs in den USA
(Quelle: tradingeconomics.com) ISM-Einkaufsmanagerindex für den Service-Sektor der USA

Die Einkaufsmanagerindizes weisen bereits ab 50 Zählern auf Wachstum hin. Und die aktuellen Werte signalisieren laut dem Institute for Supply Management einen BIP-Anstieg um stolze 3,7 Prozent.

Auch wenn das Wachstum tatsächlich etwas geringer ausfallen sollte, hat die Notenbank demnach kaum einen Grund, von ihrem Zinsanhebungspfad abzurücken. Zumal auch die Inflation, trotz zuletzt leichter Rückgänge und nach wie vor moderatem Lohndrucks, noch im Bereich der Zielrate der Fed von 2 Prozent liegt.

Inflationsraten in den USA
(Quelle: tradingeconomics.com)

Die Zinsanhebung am kommenden Mittwoch wäre die zweite in diesem Jahr und erst der vierte Schritt seit dem Start der Zinswende Ende 2015.

Wieder Zurückhaltung vor dem Notenbankentscheid?

Zuvor könnte die kommende Handelswoche an den Aktienmärkten ganz ähnlich starten, wie die aktuelle. Schon vor den wichtigen Ereignissen am gestrigen Donnerstag zeigten sich die Märkte zurückhaltend. Wenn die EZB-Sitzung, die Anhörung von Comey vor dem US-Senat und die Wahl in Großbritannien übers Wochenende verarbeitet wurden, könnten sich die Anleger auch bis zur Zinsentscheidung am Mittwoch wieder zurückhaltend zeigen. Kommt es dann zu der bereits eingepreisten Zinsanhebung um 0,25 Prozent, dürften die Kursschwankungen gering bleiben. Werden die Erwartungen hingegen nicht erfüllt, sind stärkere Kursausschläge zu erwarten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht von der Investment Strategie für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Premium Trader, bis hin zum Allstar Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Hebel XXL und die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot!


Anmeldung zum kostenlosen Newsletter "Börse - Intern"

  • Kostenloser Tagesbericht vom Börsenprofi Sven Weisenhaus.
  • Börsentäglich nach Börsenschluss direkt zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Newsletter "Börse - Intern" ab der nächsten Ausgabe.

Anmeldung zum kostenlosen Rohstoffdienst

  • Die ganze Welt der Rohstoffe in einem Newsletter.
  • Mehrmals pro Woche direkt per E-Mail kostenlosen zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Rohstoffdienst ab der nächsten Ausgabe.

Alle Börsenbriefe und Börsen-Newsletter von Stockstreet.de

  • Logo Börse-Intern
  • Logo Der Rohstoffdienst
  • Logo Premium-Trader
  • Logo Hebel-XXL
  • Logo Investment-Strategie
  • Logo Aktien-Perlen
  • Logo Allstar-Trader
  • Logo Target-Trend-Spezial

Allstar-Trader

Das erwartet Sie

Allstar-Trader Cover

Vom Traden leben!

Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Investment-Strategie

Das erwartet Sie

Investment-Strategie Cover

Ihr langfristig orientierter Börsendienst
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Premium-Trader

Das erwartet Sie

Premium-Trader Cover

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Target-Trend-Spezial

Das erwartet Sie

Target-Trend-Spezial Cover

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und Beispiele lesen!

Aktien-Perlen

Das erwartet Sie

Aktien-Perlen Cover

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Hebel-XXL

Das erwartet Sie

Hebel-XXL Cover

Zocken aus Leidenschaft!

Begleiten Sie uns in
das Casino der Hebelprodukte!

von Michael Jansen

Jetzt informieren und kostenlos testen!