Neues von den DAX-Targets


Neues von den DAX-Targets



Neues von den DAX-Targets
von Torsten Ewert

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

Anfang Oktober stellte ich Ihnen hier im Vorfeld meines Hamburger Vortrags zur Target-Trend-Methode ein kurzfristiges Szenario für den DAX vor, das dann auch tatsächlich eintraf. Für die Teilnehmer dieses Vortrags konkretisierte ich diese Prognose für einen mittelfristigen Zeithorizont. Schauen wir uns an, was daraus geworden ist.

Die mittelfristige DAX-Prognose

Zunächst kurz ein Rückblick auf die damalige Ausgangslage (siehe folgender Chart). Der eine oder andere wird sich erinnern: Aufgrund des Rückfalls Ende September (rote Ellipse) war ein erneuter Kursrückgang bis an die vorherigen Tiefs zu befürchten.

DAX-Targets1 

Ich machte jedoch darauf aufmerksam, dass es auch vorher zu einer Umkehr an einer der beiden Target-Trend-Linien (schwarz gestrichelt bzw. grün) kommen könnte. Je früher diese erfolgt, desto dynamischer würde ein nachfolgender Anstieg ausfallen.

Der Chart zeigt nun die Situation, die ich auf dem Vortrag analysierte: Der DAX vollzog tatsächlich eine Umkehr an der grünen Linie (schwarzer Pfeil), durchstieß das kleine gelbe Target und brach im Anschluss auch gleich die obere grüne Trendlinie (blauer Pfeil).

Das bullishe Szenario – DAX bei 7.000 Punkten?

Dieser Ausbruch machte nun die Suche nach neuen Targets auf der Oberseite möglich und notwendig. Und so präsentierte ich meinen Zuhörern in Hamburg das folgende, erweiterte Szenario:

DAX-Targets2 

Neben dem schon vorhandenen grünen Target bei 6.000 Punkten fanden sich nun zwei zusätzliche, untergeordnete gelbe Targets unmittelbar in Kursrichtung. Außerdem – und das war die wichtigste Erkenntnis – ergab sich noch ein weiteres markantes Target bei knapp 7.000 Punkten!

Jenes letzte Target ist noch nicht „aktiviert“, wie wir sagen, obwohl der projizierte Kursverlauf durchaus „logisch“ erscheint. Aber bevor dieses Target tatsächlich ins Spiel kommt, muss zunächst die oberste rote Abwärtslinie überwunden werden. Und genau das ist eben noch nicht gelungen:

Noch fehlt der entscheidende Durchbruch

DAX-Targets3 

Das ist nun der aktuelle Stand im DAX. Sie sehen, dass der Index die beiden gelben Targets exakt abgearbeitet hat und sich bislang auch sehr genau an den skizzierten Kursverlauf hielt. Jetzt bewegt er sich auf das erste grüne Target zu und sollte es auch erreichen.

Zuvor versuchte der DAX jedoch bereits einen Sprung über die rote Linie, scheiterte aber kläglich (roter Pfeil). Damit bewegt er sich nun seitlich auf das erste grüne Target zu. Dabei müssen wir jedoch immer damit rechnen, dass es zu gelegentlichen Kurssprüngen weg vom Target kommt, die später wieder korrigiert werden.

Wichtig wird dann jedoch vor allem, was an dem Target geschieht. Wird es nach unten verlassen, dann hat selbst ein vorheriger Bruch der roten Linien keine allzu große Bedeutung, denn dieser wäre dann ein erneuter Fehlausbruch, ähnlich wie am oberen gelben Target. Die Chance zum Erreichen des oberen grünen Targets sinkt dann deutlich.

Die Entscheidung bahnt sich an

Anders natürlich, wenn der Kurs vom Target aus weiter nach oben läuft, also auch die Abwärtslinie nachhaltig bricht. Dann steigen die Chancen für eine ordentliche Jahresendrally.

Kurzfristig gibt es nun zwei neuralgische Punkte, die untere schwarze Trendlinie, an der der Kurs zuletzt zweimal abprallte (schwarze Pfeile), sowie das aktuelle Unterstützungsniveau bei 5.750 Punkten (grüne Linie), dass der DAX bereits dreimal erfolgreich testen konnte.

Ein Rückfall darunter bringt wieder die 5.500er Marke ins Spiel (Oberkante des unteren blauen Rechtecks). Auch von hier ist zwar noch ein Sprung in das Target bei 6.000 Punkten möglich, aber das bislang recht bullishe Bild trübt sich dann natürlich wieder erheblich ein.

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

PS: Ich habe eine Studie mit möglichen Szenarien erstellt, die sich aus der aktuellen Zuspitzung der Euro-Krise ergeben. Darin finden Sie viele Tipps und Analysen, wie Sie Ihr Depot gegen die unterschiedlichen Eventualitäten wetterfest machen können. Weitere Informationen zu diesem „Special Finanzkrise 2011“ finden Sie hier.




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