Die Ereignisse überschlagen sich
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Die Ereignisse überschlagen sich
Die Ereignisse überschlagen sich
von Stockstreet-Team
Nachdem Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy Premierminister Papandreou nach Cannes zitierten, wo dieser sich erklären sollte, haben die internationalen Kreditgeber der Griechen nun beschlossen, den Volksentscheid zum Sparpaket abzuwarten, bevor die schon genehmigte sechste Tranche über 8 Mrd. Euro ausgezahlt wird.
Die Ereignisse überschlagen sich
Deutschland und Frankreich forderten die griechische Regierung auf, die Volksabstimmung über das Rettungspaket rasch abzuhalten. Sie soll nun bereits im Dezember stattfinden, während zuvor noch Anfang 2012 als Termin genannt wurde. Zuvor muss Papandreou bereits am Freitag im Parlament eine Vertrauensabstimmung überstehen, für die er sich zusammen mit der Volksabstimmung entschieden hat. Bekommt er keine Mehrheit, steht Griechenland vor Neuwahlen. Und beantwortet Griechenland die Abstimmung negativ, steht das Land vor dem Staatsbankrott. Die Ereignisse werden sich also auch weiter überschlagen.
Überhitzungsgefahr gebannt
Am vergangenen Freitag hatten wir eine Überhitzungsgefahr im DAX identifiziert. Der kurzfristige Aufwärtstrendkanal wurde leicht nach oben verlassen, und der Kurs erreichte das Fukushima-Tief bei 6.483 Punkten, welches nun als Widerstand fungierte.
Bildlich hatten wir geschrieben, “je weiter sich das Gummi in eine Richtung ausdehnt, desto weiter kommt es auch wieder zurück.“ Und im Rahmen des überraschenden Strategiewechsels Papandreous kam es weit zurück.

Dabei wurde ein riesiges Down-Gap (siehe Rechteck im Chart) gerissen und der Kurs fand erst an einem Doppeltief bei 5.747,65 Punkten einen Halt.
Gap-Close - und dann kam die EZB
Doch bereits im heutigen Handel wurde die Kurslücke wieder geschlossen. Bis um 13:45 Uhr legte der DAX vom Eröffnungskurs bei 5.835,36 auf ca. 6.100 Punkte und damit um über 4,5 Prozent zu.
Dann setzte die EZB mit ihrer überraschenden Leitzinssenkung um 0,25 Prozent noch einen drauf. Binnen Sekunden schnellte der DAX noch einmal um mehr als 90 Zähler auf im Hoch 6.193,34 Punkte nach oben, womit sich ein zwischenzeitliches Tagesplus von über 6,1 Prozent ergab.
Bereits neue Gefahr der Übertreibung?
Zwar könnte man auch jetzt bereits wieder von einer neuen Gefahr der Überhitzung sprechen, doch will der Markt aktuell offenbar einfach nach oben. Und nach dem Luft ablassen dürfte entsprechendes neues Potential vorhanden sein.

Würden die Kurse nun erneut deutlicher zurückkommen, könnte sich sogar eine neue Schulter-Kopf-Schulter (rote SKS) bilden, die ein Abwärtspotential auf unter 5.200 Punkten hätte. Beim Blick auf den kurzfristigeren Chart fällt auch noch auf, dass der Schwung, der durch die EZB-Entscheidung kam, auch noch das kleine Up-Gap (kleines Rechteck) geschlossen wurde. Und natürlich ist durch den heute erfolgten enormen Kursanstieg wieder ein Rücksetzer wahrscheinlich.
Chartbild bleibt bullisch
Die Kurse kamen auch nach dem Hoch bei fast 6.200 Punkten bereits wieder deutlich zurück. Doch die mögliche bärische SKS ist noch längst nicht vollständig ausgebildet, und daher bleibt das gesamte Chartbild in Summe bullisch. Der kurzfristige Aufwärtstrendkanal im DAX verläuft derzeit auf der Unterseite bei 5.620 Punkten und verwandelt sich in Kürze (am Montag befindet sich die Linie über 5.800) bei 5.747 Zählern mit dem Doppeltief in eine Kreuzunterstützung.
Ihr Stockstreet Team
