Der DAX hat es geschafft


Der DAX hat es geschafft



Der DAX hat es geschafft
von Jochen Steffens

Der DAX hat nun heute endgültig die 7.437er Marke nach oben aufgelöst:

Ich hatte gestern geschrieben, dass es bisher lediglich ein Kampf um diese Marke gewesen ist. Und in diesem Chart erkennen Sie sehr schön, wie der DAX genau an dieser Rechteckkante vier Handelstage gekämpft hat und heute nach oben ausgebrochen ist. Gleichzeitig immer noch die für das Erreichen des Alpha-Targets notwendige Aufwärtsdynamik vorhanden.

Ich bin wirklich sehr gespannt, ob nun tatsächlich zum fünften Mal hintereinander ein hier Monate im Voraus vorgestelltes Alpha-Target (roter Kreis) getroffen wird, gerade weil dieses Target extrem ambitioniert ist. Schließlich liegt es sogar noch über den bisherigen Allzeithochs des DAX aus den Jahren 2000 und 2007!

Doch zunächst muss der DAX jetzt die nächste Hürde, also den Widerstand bei 7.600 Punkten,  überwinden.  Das vergangene Hoch von Anfang Mai zu toppen wäre ein weiteres, beeindruckendes Zeichen der Stärke. Und es muss schnell geschehen, ansonsten wird das Erreichen des Targets unwahrscheinlich…

Der entscheidende Freitag

Ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg werden die monatlich veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten (Non Farm Payrolls) sein, die morgen veröffentlicht werden. Analysten gehen davon aus, dass 108.000 neue Stellen nach 54.000 im Vormonat geschaffen wurden.

ADP-Bericht überrascht positiv

Und es könnte sogar tatsächlich zu einer positiven Überraschung kommen. Heute wurde der ADP-Report veröffentlicht, der immer vor dem US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht wird (normalerweise am Mittwoch, aufgrund des Feiertages in diese Woche jedoch erst heute).

Danach ist die Zahl neu geschaffener Stellen wesentlich deutlicher angestiegen, als von den Analysten erwartet. Sie sprangen von zuvor (revidiert) 38.000 auf jetzt 157.000 Stellen. Die Märkte sehen das als gutes Zeichen für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag.

Doch so einfach ist das nicht (wie hier schon häufiger belegt):

Es besteht besonders auf mittelfristige Sicht zwar eine gewisse Korrelation zwischen den beiden Arbeitsmarktberichten, allerdings kann es im kurzfristigen Bereich zu erheblichen Abweichung in der Entwicklung kommen. Somit kann man nicht von der aktuell besseren Entwicklung des ADP-Berichts direkt auf eine bessere Entwicklung des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag schließen.

Erstanträge sinken leicht

Trotzdem ist es eine positive Tendenz und diese wird noch dadurch unterstützt, dass auch die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe wieder leicht um 14.000 auf 418.000 Stellen gesunken sind:

 

Allerdings ist hier auf den zweiten Blick noch nicht viel geschehen. Immer noch verbleiben die Erstanträge auf einem Niveau von mehr als 400.000. Ein positives Zeichen wäre ein nachhaltiges Absinken unter diese Marke.

Fazit:

Der wichtige Termin dieser Woche wird der US-Arbeitsmarktbericht werden, der morgen um 14.30 Uhr veröffentlicht wird. Die Analysten sind optimistisch eingestellt, eventuell könnte es sogar trotzdem noch zu einer Überraschung nach oben kommen. Grundsätzlich ist es aber nicht wirklich möglich, diesen vergleichsweisen volatilen Wert genauer zu prognostizieren.

EZB hebt erneut die Zinsen an

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat aufgrund des anhaltenden Inflationsdrucks den Leitzins im Euro-Raum wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent erhöht. Da das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum etwas nachlässt und weiter steigende Zinsen für die PIIGS-Staaten gefährlich werden können, wird damit gerechnet, dass es erst zum Jahresende eine weitere Zinserhöhung geben wird. Ein vorsichtiges Vorgehen ist hier auch angeraten. Die Sparmaßnahmen in den von der Pleite bedrohten Ländern führen an sich schon zu einer Schwächung der dortigen Wirtschaft. Kommen nun weiter steigenden Zinsen hinzu, verstärkt sich dieser Effekt. Um aber einen schnellen Schuldenabbau zu gewährleisten, ist ein spürbares Wirtschaftswachstum unumgänglich.

Viele Grüße

Jochen Steffens




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