Positive Nachrichten fuehren zu Kursanstieg

 
 
Positive Nachrichten führen zu Kursanstieg
von Jochen Steffens
 
Die Märkte zeigen sich heute sehr stark. Das Umkehrsignal im Nasdaq100 scheint sich doch wieder nach oben aufzulösen. Damit zeigt sich ein weiteres Mal, dass man zurzeit den Short-Signalen einfach nicht trauen darf. Ich hatte Sie gewarnt. Auf der Short-Seite wird man zurzeit einfach nicht glücklich.
 
  
Das letzte Gap (oberes rotes Rechteck) ist heute geschlossen worden, unter anderem auch dadurch, dass sich ein Aufwärtsgap ausgebildet hat. Damit haben wir ein erneutes Island-Reversal, nur in umgekehrter Richtung. Damit wird jedoch das alte Island-Reversal, von dem ich letzte Woche Freitag geschrieben habe, nach oben aufgelöst.  Schaut man sich dieses Chartbild nun an, sieht die Konsolidierung der letzten Tage wie eine einfache abc-Konsolidierung aus. Doch nach wie vor konnte der primäre Abwärtstrend (in diesem Ausschnitt die rote Linie) des Nasdaq100 nicht gebrochen werden. Das wäre das entscheidende Bullensignal.
 
Eine Reihe guter Nachrichten
 
Grundlage für den positiven Start waren unter anderem positive Nachrichten aus Asien. So stieg zum Beispiel der chinesische Einkaufsmanager-Index auf ein Fünf-Jahreshoch. Zudem verbesserten sich die Exportzahlen einiger asiatischer Länder.
 
Die positiven Vorzeichen wurden im DAX zu deutlichen Gewinnen, als die Arbeitsmarktdaten veröffentlicht wurden. Überraschenderweise ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland trotz Wirtschaftkrise zum Vormonat um 13.000 auf 3,2 Millionen zurückgegangen. Analysten hatten hingegen mit einem kräftigen Anstieg gerechnet.
 
ISM-Index enttäuscht

Die US-Indizes setzen diese positiven Vorgaben zunächst um. Daran konnte auch ein schlechterer ISM-Index nichts ändern. Der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes der USA ist im November auf 53,6 Punkte gefallen, nach 55,7 Punkten zuvor. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 55,0 Punkte gerechnet.
 
 
Noch immer notiert dieser Index damit leicht über der Signallinie bei 50 Punkten. Ein Indexstand von über 50 Punkten weist auf ein Wachstum des Gewerbes hin. Es wird nun interessant werden, wie der ISM-Dienstleistungsindex ausfallen wird, der in den letzten Monaten für den Markt offenbar zunehmend wichtiger wird. Eigentlich kein Wunder, da der Dienstleistungssektor über 70 % der US-Wirtschaft ausmacht. Dieser wird am Donnerstag, den 03.12.09 um 16.00 MEZ veröffentlicht.
 
Insgesamt bestätigt der schlechtere ISM-Index den Eindruck, dass sich die Zuversicht in den USA langsam etwas eintrübt. Der Markt reagierte jedoch nur kurz negativ, da positive Nachrichten aus dem Baugewerbe den schlechten ISM-Index überkompensierten. So stieg der Index der „Ausstehenden Hauserverkäufe“ unerwartet um 3,7 %. Dieser Index gilt als Vorlaufindikator für die Verkäufe bestehender Häuser, da in ihm die unterschriebenen, aber noch nicht abgewickelten Hausverkäufe zusammengefasst werden. Zudem blieben die US-Bauausgaben konstant, hier hatten Analysten mit einem Rückgang gerechnet.
 
Der US-Immobilienmarkt, eine Stütze der US-Wirtschaft

Gerade der US-Immobilienmarkt wird in der aktuellen Phase natürlich genau beobachtet. Ich hatte in der letzten Woche bereits auf die charttechnische Parallelität der Erholung nach dem Crash 2000-2003 mit der aktuellen Erholung hingewiesen. (Hierzu habe ich heute auch noch einmal einen Artikel auf boerse-online verfasst, nachzulesen hier!)
 
Damals war es der Boom auf dem US-Immobilienmarkt, der die US-Wirtschaft gerettet hat und damit aus der Erholung der US-Indizes nach dem Crash eine neue Rally werden ließ. Zurzeit weiß man nicht, ob allein die niedrigen Zinsen oder die Rally an den Aktienmärkten die US-Wirtschaft aus dem Tal der Tränen herausziehen kann. Eine Erholung des US-Immobilienmarktes würde zumindest bei vielen institutionellen Anlegern die Erinnerungen an 2004-2006 hoch kommen lassen und damit die Investitionsbereitschaft erhöhen.
 
Inflationsschutz
 
Tatsächlich sind Immobilien auch eine vergleichsweise sichere Anlagen, um in einer ausufernden Inflation Geld vergleichsweise sicher zu parken (langfristig gesehen). Wird also der US-Immobilienmarkt bei steigenden Inflationsängsten aus seinem Koma erwachen? Vorstellbar wäre es. Allerdings ist es völlig ausgeschlossen, dass es noch einmal zu einem extremen Boom wie in den Jahren vor dem Crash kommen wird. Was jedoch denkbar wäre ist, dass in den USA eine kleine Echo-Blase des Immobilienbooms entsteht. Sollte sich eine solche abzeichnen, wäre dies natürlich sehr bullish für die Aktienmärkte. Aber soweit sind wir noch nicht. Bisher erholen sich die Immobilien-Daten auf extrem niedrigem Niveau, mehr ist noch nicht geschehen.  Zudem ist es noch alles andere als sicher, dass die Fed eine Inflation zulassen wird. Aber dazu in einem anderen Steffens Daily mehr.
 
Viele Grüße
 
Jochen Steffens

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Neben den Auswirkungen des Dubai-Desasters wirft Torsten Ewert einen ausführlichen Blick auf die große und immer wichtigere Wirtschaftsmacht China.
Er räumt mit verbreiteten Börsen-Mythen auf und nennt Ihnen dabei drei ganz neue Wahrheiten über China. Er berichtet vom Ressourcen-Ausverkauf, wie China die Spielregeln ändert und vor allem: Wie Sie von Chinas Schachzügen profitieren
 
Unsere Diversifizierung bewährt sich
 
Nach Telefónica (+27 %), Air Liquide (+20 %) und dem STOXX600-ETF (+20 %) auf die größten europäischen Standardwerte liegt unser Gold-Engagement mit 18 % Plus nun auf Platz 4 der Depot-Erfolgsliste. Den Japan-ETF haben wir dagegen am Anfang der Woche mit 15 %Gewinn verkauft.
 
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Sharewise Sentiment
von Jochen Steffens
 
 
Ganz spannend sind die heutigen (vorläufigen) Sentiment-Daten von Sharewise. Tatsächlich sind bis vor dem heutigen Run nur noch 29 % der Teilnehmer bullish gewesen. Es zeigt zum einen, wie schnell die Stimmung kippen kann, aber erklärt auch, warum die Kurse so stark ansteigen. Die Masse liegt halt wie immer gerne falsch. 
 


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