Kurzes Aufbaeumen oder nachhaltige Erholung?

 
 
Kurzes Aufbäumen oder nachhaltige Erholung?
von Jochen Steffens
 
Ja, so kann es gehen. Nun sind wir doch wieder bei 4.000 Punkten (DAX-Hoch heute 3.995 Punkte) und das in nur zwei Tagen. Man sollte die Zeit vor den Verfallstagen niemals unterschätzen. Ein wenig ärgert mich das, weil die „verrückte Dax-Prognose“ hinfällig wird, wenn der Markt zum Verfallstag am nächsten Freitag bei 4.000 Punkten oder höher steht. Und diese Prognose hatte wirklich eine vergleichbar hohe Eintrittswahrscheinlichkeit. Aber eben nur dann, wenn das Target bei 3.100 Punkte noch in diesem Monat erreicht wird.  
 
Ich fürchte, dass wir nun noch bis Freitag nächster Woche eine hochvolatile Zeit erleben werden. Gerade die Verfallswoche selbst ist für die verrücktesten Kurskapriolen bekannt. Charttechnik wird in dieser Woche zum Drahtseilakt. Viele Trader machen in dieser Zeit Pause, weil ihre Systeme nicht funktionieren. Andere sind hoch aktiv, weil sie auf dem Rücken der Volatilität traden wollen. Es wird also spannend. Ziel für die Stillhalter ist nun wieder die 4.200er Marke. Dieses Niveau muss natürlich nicht in den nächsten Tagen erreicht werden, sondern erst zum großen Verfallstag am 20.03.2009.
 
Aber ich will ehrlich sein, am Montag habe ich selbst kaum noch damit gerechnet, dass der DAX wieder an diese Marke läuft. Aber wir haben hier schon öfters solche Überraschungen erlebt, langjährige Leser meiner Kolumnen werden sich erinnern.
 
Noch ist Vorsicht geboten!
 
Trotzdem ist Vorsicht geboten. Bei der aktuellen Bewegung kann es sich auch noch lediglich um einen Retest an die wichtige Widerstandslinie bei 4.000 Punkten handeln.
 
 
Dieser Retest würde den Ausbruch des DAX aus seiner Seitwärtsbewegung somit lediglich bestätigen. Es wäre also gut, wenn die 4.000er Marke in den nächsten Tagen überwunden wird oder sich die Kurse zumindest halten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es doch noch sehr schnell und dynamisch in Richtung 3.100 Punkte geht! Wie man so schön sagt: „Noch ist die Kuh nicht vom Eis.“
 
Die wirkliche Ursache für die Rally?
 
Die Medien hatten gestern als Hauptursache für die Rally die Zahlen der Citigroup genannt. Natürlich werden die positiven Nachrichten von Citigroup einen Teil dazu beigetragen haben, doch die Rally startete erst deutlich nach der Veröffentlichung der positiven Nachrichten.
 
Mein geschätzter Kollege Stephan Heibel hat eine wesentlich einleuchtendere Erklärung gefunden, die ich Ihnen nicht vorenthalten will:
 
Mark to Market
 
Ben Bernanke hat gestern in seiner Rede eine mögliche Neuerung angekündigt, die einen entscheidenden Einfluss auf die Märkte haben könnte. So fordert Ben Bernanke eine Verbesserung bei den Bilanzierungsregeln. Es geht um den Marktbewertungsansatz (Mark to Market), nach dem die Unternehmen Anteile zum aktuellen Marktpreis in der Bilanz führen müssen. Dieser hatte gerade im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise viele Finanzkonzerne zu Abschreibungen in Milliardenhöhe gezwungen.    
 
Heute soll sich nun der Finanzdienstleistungsausschuss (Financial Services Committee) des  Repräsentantenhauses mit dem Thema beschäftigen. Auch der Vorsitzende, Frank Barney fordert eine Flexibilisierung und Verbesserung der Mark-to-Market-Regel.
 
Sollte diese Regel flexibilisiert werden, hätte das wahrscheinlich deutliche Auswirkungen auf die aktuelle Krise der Finanzunternehmen. Es geht dabei nicht darum, sie abzuschaffen. Eigentlich ist es eine sehr sinnvolle Regel. Doch zurzeit führt sie dazu, dass eine sich selbst erhaltende Abwärtsspirale entsteht. Das kann auch nicht Sinn der Sache sein. Hier wäre eine Verbesserung sinnvoll.
 
Allerdings gibt es auch Kritik: Im schlechtesten Fall könnte eine Verwässerung dieser Regel dazu führen, dass die Bilanzen wieder undurchsichtiger werden und so das Vertrauen der Banken untereinander erneut Schaden nimmt.

Viele Grüße
 
Ihr
 
Jochen Steffens

Vier vielversprechende Aktien für die Krise!
 
Im aktuellen Umfeld gilt es genau abzuwägen, mit welcher Strategie Sie in den Markt gehen. Noch wichtiger ist es, dafür die richtigen Aktien zu finden. Daher haben wir die vier vielversprechendsten Werte in einer Sonderausgabe der Stockstreet-Investment-Strategie zusammengestellt. Diese Sonderausgabe wird an diesem Freitag erscheinen! Vielversprechend heißt: fundamental gesund aber stark unterbewertet und charttechnisch aussichtsreich.
 
Dazu haben wir die Bilanzen von weltweit über 500 Aktien detailliert analysiert. In der letzten Phase der Auswahl hat Chefredakteur Torsten Ewert durch persönliche Nachfragen, Gespräche und seine direkten Kontakte in der Industrie insbesondere die Aussichten von Unternehmen und Branchen abgeklopft. Dabei haben sich dann lediglich vier Werte herausgeschält – tatsächlich nicht mehr.
 
Für jeden von ihnen haben wir darüber hinaus eine mögliche Strategie erarbeitet, mit der ein risikoarmer Einstieg in der nächsten Zeit gelingen kann.
 
Diese wertvolle Analyse ist allerdings exklusiv für die Leser unserer Stockstreet Investment Strategie reserviert. Noch haben Sie zwei Tage Zeit sich ebenfalls für ein kostenloses Probeabo anzumelden und damit auch in den Genuss dieses einmaligen Angebots zu kommen.
 
 
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