Warum der DAX am Ende als Sieger dastehen könnte
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Warum der DAX am Ende als Sieger dastehen könnte
Warum der DAX am Ende als Sieger dastehen könnte
von Stockstreet-Team
In der gestrigen Ausgabe des Steffens Daily war noch nicht ganz klar, was am Mittwoch zu den teils massiven Abschlägen bei Öl und den Edelmetallen geführt hat. Der Rückgang beim Ölpreis ließ sich noch damit erklären, dass in der aktuell wirtschaftlich schwachen Phase auch weniger Rohstoffe nachgefragt werden. Doch inzwischen gibt es eine bessere Erklärung:
Opec erhöht erstmals seit drei Jahren die Förderquoten
Trotz der weltweiten Konjunkturabkühlung hat die Organisation Erdöl produzierender Länder (Opec) am Mittwoch zum ersten Mal seit drei Jahren ihre Förderquoten erhöht. Da ist ein fallender Ölpreis nachvollziehbar. Keine Frage – Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Doch wenn die Nachfrage nach Rohstoffen wegen der Wirtschaftsschwäche nachlässt und zugleich das Angebot aufgrund von höheren Förderquoten zunimmt, dann muss im Ergebnis der Preis sinken.
Höchstgrenze wurde zuvor schon nicht eingehalten
Nun ist es allerdings so, dass die tatsächlichen Fördermengen sowieso bereits über der offiziellen Höchstgrenze lagen. Daher muss sich das Angebot allein durch die Erhöhung der offiziellen Höchstgrenze nun nicht tatsächlich verändern. Am Mittwoch reichte für den Preisrückgang allein die Ankündigung der Opec. Damit können wir hinter diese Frage einen Haken machen.
Warum stürzte der sichere Hafen Gold ab?
Doch es bleibt die Frage offen, warum der Goldpreis, der zuletzt stets als sicherer Hafen galt, ebenfalls in den letzten Tagen Federn lassen musste, wo die Krise doch keineswegs entschärft wurde. Eine Antwort auf diese Frage wurde im gestrigen Beitrag angekündigt und soll nun auch folgen. Hierzu folgender Chart vom Bund Future, der passenderweise ebenfalls den Zeitraum seit Anfang Dezember anzeigt (wie die übrigen Charts in den Beiträgen dieser Woche):
Es scheint fast so, als würde der Hype und die charttechnische Übertreibung in Gold (und Silber) nun so langsam abebben. Eine Anlagealternative muss her. Und mit Blick auf den Chart sieht es so aus, als ob den Platz des sicheren Hafens nun der Bund Future einnimmt.
Nimmt der Bund Future den Platz des sicheren Hafens ein?
Doch auf diesen Zug aufzuspringen macht jetzt keinen Sinn mehr. So hoch wie derzeit der Bund Future bereits steht, so tief notiert die Umlaufrendite in Deutschland. Mit aktuell 1,54 Prozent notiert sie nur knapp über dem Rekordtief.
Wohin mit dem Geld?
Doch wohin nun mit dem Geld, wenn sich selbst Gold und Silber derzeit auf dem Rückzug befinden? Und wenn Öl aufgrund höherer Förderquoten bei gleichzeitig schwacher Konjunktur kaum steigende Preise erwarten lässt? Wenn die schwache Konjunktur und die Staatsverschuldung die Aktienmärkte am Boden halten? Und wenn der Bund Future als verbliebener Bullenmarkt nicht zum investieren taugt aufgrund der extrem hohen Kurse bzw. niedriger Zinsen?
Am Ende könnte der DAX als Sieger hervortreten
Vermutlich wird das Geld irgendwann doch den Weg insbesondere in den DAX finden, wo es hervorragende Unternehmen gibt, die in einer stabilen deutschen Wirtschaft derzeit historisch günstig bewertet sind.
Viele Grüße,
Ihr Stockstreet Team
