US-Konjunkturdaten vom 19.01.2012
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US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist um 50.000 auf 325.000 zurückgegangen. Das ist der niedrigste Stand seit April 2008. Analysten hatten lediglich einen Rückgang um 19.000 erwartet. Der Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt sinkt damit auf 379.000.
Die Zahl der Baubeginne in den USA ist im Dezember überraschend um 4,1 % auf annualisiert 657.000 gesunken. Allerdings gab es im Vormonat einen erheblichen Anstieg um 9,1 %. In diesem Zusammenhang ist der Rückgang wenig dramatisch. Analysten hatten allerdings einen Anstieg um 0,6 Prozent prognostiziert. Die Zahlen werden dann interessant, wenn man sie auf Jahresssicht betrachtet: Auf Jahressicht lagen die Baubeginne im Dezember um satte 24,9 Prozent höher. Im Gesamtjahr 2011 stiegen sie um 3,4 Prozent. Hier ist also schon eine klare Verbesserung zu erkennen.
Die Baugenehmigungen sanken im Dezember um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat: Analysten hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet. Die Baugenehmigungen gelten als Vorlaufindikator für die Baubeginne.
Interessanter wird die Entwicklung im Frühling sein - hier könnten neue Weichen gestellt werden. Sofern sich der US-Immobilienmarkt erholt, wird dies einen erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Situation in den USA haben.
Und von Inflation fehlt in den USA jede Spur: Die Verbraucherpreise sind dort im Dezember unverändert geblieben. Analysten hatten mit einem Anstieg um 0,1 % gerechnet, nachdem diese schon im Vormonat stagnierten.
